Coletta Coi

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Coletta CoiIm Netz der Menschenfischer: Ein Alptraum unter südlicher Sonne
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Im Netz der Menschenfischer: Ein Alptraum unter südlicher Sonne
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Erschienen am 13.04.2016

Neue Rezensionen zu Coletta Coi

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Rezension zu "Im Netz der Menschenfischer: Ein Alptraum unter südlicher Sonne" von Coletta Coi

Manche Träume entpuppen sich zum Alptraum....
Wildponyvor 5 Jahren

Im Netz der Menschenfischer: Ein Alptraum unter südlicher Sonne  - Coletta Coi

Kurzbeschreibung Amazon:

Regina, Generation 50+, die Hauptperson in diesem Soziothriller, überredet ihre Freunde zu einem griechischen Abenteuer, dessen Folgen sich selbst in den kühnsten Phantasien nicht vorhersehen lassen. Der Traum vom Lebensabend in der südlichen Sonne lässt aus agilen, lebensfrohen, selbstbewussten Senioren im Laufe des Geschehens psychisch und physisch hilflose Wracks werden, die sich mangels eigenen Antriebs nicht mehr aus den Fängen der „Altersfleckenmafia“ befreien können. Dabei hatten sie nur den Wunsch, in Würde und selbstbestimmt zu altern. Die Angst vor dem drohenden Pflegenotstand in Deutschland diente dabei als Hauptmotivation.

Mafiöse Strukturen, der Inbegriff des organisierten Verbrechens, verschonen auch alte Menschen nicht. In Griechenland, dem Ort der Handlung, umfasst ihr Einfluss eine ganze Stadt. Ausländische Senioren, die dem klassischen Pflegenotstand in Deutschland entfliehen wollen, werden durch vollmundige Versprechungen nach Griechenland gelockt und hier ihrer persönlichen Freiheit systematisch beraubt. Sie sind nicht ganz unschuldig an dem, was ihnen widerfährt, streben sie doch wie die meisten Menschen nach der Optimierung ihrer Lebensverhältnisse, ohne dabei die nötige Vorsicht walten zu lassen. Sie kommen freiwillig und werden ihr Traumziel nicht mehr lebend verlassen. Mitleid existiert in der Welt des Verbrechens nicht. Was zählt, sind Geld und Einfluss.

Im Hintergrund zieht der „Padrone“ als Schattengestalt die Fäden. Er agiert in einem mörderischen Milieu, das weder Recht noch Gesetz akzeptiert. Ein Menschenleben zählt hier nicht. Die vorherrschenden wirtschaftlichen Verhältnisse spielen ihm dabei in die Hände.

Eine unerwartet auflebende familiäre Bindung könnte sich fast zu spät als Rettung erweisen, doch zu welchem Preis?

Mein Leseeindruck:

So kann also mancher Traum zum Alptraum werden.

Manche Angebote können zu verlockend sein. Keine Angst mehr vor dem Altern haben müssen, jederzeit gut versorgt zu sein, nicht den Kindern auf der Tasche liegen müssen im Pflegefall und einfach ohne Angst dem Alter entgegensehen können.

Wie schön wäre das, wenn es das tatsächlich geben würde. Wenn nicht skrupellose Geschäftemacher mitspielen würde, die die Würde im Alter zu einem Leben ohne Würde machen.

Manches in dem Buch hat mich sehr verstört und belastet, denn es geht voll unter die Haut und öffnet dem Leser die Augen, auf welche Art und Weise man doch in eine Katastrophe rutschen kann und in welchem Alptraum man landen kann.

Fazit:

Der Titel des Buches trifft voll ins Schwarze.

Es hat mich sehr gepackt und manchmal fassungslos werden lassen. Keine leichte Kost und ein Buch, das den Leser berührt.

Ich vergebe daher 4 Sterne und denke das dieses Buch noch eine Weile in mir nachwirken wird. Meine eigene Zukunft sehe ich nun doch auch ein wenig mit gemischten Gefühlen entgegen und hoffe das unsere famililäre Bindung auch im Alter dazu führt das wir in dem Familienverbund gut aufgehoben sind.

 

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Bücherwurms avatar

Rezension zu "Im Netz der Menschenfischer: Ein Alptraum unter südlicher Sonne" von Coletta Coi

Soziothriller aus dem Altenheim
Bücherwurmvor 5 Jahren

Die Autorin Coletta Col erlebte wie in China die alten Menschen, ausgemustert, unerwünscht und überflüssig, zusammengepfercht und allein gelassen wurden. Versorge sich, wer sich noch versorgen kann, die die noch Kraft übrig haben, können den anderen Gebrechlichen helfen, ansonsten folgt der Tod durch Verhungern und Verdursten. Behandelt wird nicht, denn das ist ein Kostenfaktor, den niemand tragen möchte.
Wie ist es im reichen Europa? Nicht nur die Leichen werden für Billigverbrennungen ausser Landes gebracht und anonym beerdigt, auch immer mehr Alten wird nahegelegt, die letzten Tage im Ausland zu verbringen! Da, wo die Rente für die Vollversorgung ausreicht!
Alleine zurückgeblieben, die Kinder haben keine Zeit, wie wäre es in einer wundervollen hotelähnlichen Anlage mit ausgebildetem Personal, Arzt vor Ort und Vollpension!
Eine ähnliche Anzeige findet Regina, Ende 50 in der Zeitung! Am griechischen Strand unter Palmen, Lebensabend wie im Paradies, eigene kleine Appartments für einen überschaubaren Betrag kaufen, einfach Abtreten jeglichen Eigentums, denn das belastet, bei zunehmendem Pflegebedarf einfach umsiedeln in ein elegantes Pflegeheim!
Völlig unabhängig von der Verwandtschaft und den Kindern, die sich eh nie melden, wunderbares Klima, zumindest fern des Hochsommers, für alles wird gesorgt!
Tja, es könnte so schön sein, wenn das nicht auch wieder ein ideales Milieu für Betrug wäre.
Was Regina allerdings mit ihren Senioren-Freunden erleben muss, das sprengt jegliche Vorstellung!
Ist aber durchaus denkbar und gar nicht so fern der Realität!
Ein paar wenige Widersprüche haben sich eingeschlichen und es hätte flüssiger gestaltet sein können, ich hätte mir einen Anhang gewünscht mit Fakten und Tatsachen der heutigen Situation und zukünftigen Tendenz, so freue ich mich, dass ich diesen Soziothriller "Im Netz der Menschenfischer" lesen durfte!
Es hat mich nachdenklich gestimmt. Wenn ich ehrlich bin, so hoffe ich, dass mich vor dem Altwerden doch noch der Blitz trifft.

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irismarias avatar

Rezension zu "Im Netz der Menschenfischer: Ein Alptraum unter südlicher Sonne" von Coletta Coi

Geplatzter Traum vom Alter unter südlicher Sonne
irismariavor 5 Jahren

Ein sorgenfreier Lebensabend in wunderschöner Umgebung in Griechenland – diesen Traum haben Regina und ihre Freunde, die in München alles hinter sich lassen und sich in eine Wohnanlage in Griechenland einkaufen. Das gekaufte Apartment soll bei Pflegebedürftigkeit in einen Platz im angeschlossenen Pflegeheim umgewandelt werden. Durch die niedrigeren Lebenshaltungskosten erhoffen sich die Senioren ein besseres Alter als sie es in Deutschland erwarten könnten.

Leider stehen mafiöse Geschäftsleute hinter dem Modell, die den Rentnern die heile Welt nur vorgaukeln und sich möglichst schnell ihre Apartments unter den Nagel reißen wollen. Als Regina und die anderen das merken, ist es schon fast zu spät. Können sie der Pflegehölle entkommen?

Mit ihrem Soziothriller hat Coletta Coi ein brisantes Thema aufgegriffen: den drohenden Pflegenotstand in Deutschland und den Traum, ihm entfliehen zu können. Die Geschichte ist spannend und macht nachdenklich.

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C

Kurzbeschreibung

Regina, Generation 50+, die Hauptperson in diesem Soziothriller, überredet ihre Freunde zu einem griechischen Abenteuer, dessen Folgen sich selbst in den kühnsten Phantasien nicht vorhersehen lassen. Der Traum vom Lebensabend in der südlichen Sonne lässt aus agilen, lebensfrohen, selbstbewussten Senioren im Laufe des Geschehens psychisch und physisch hilflose Wracks werden, die sich mangels eigenen Antriebs nicht mehr aus den Fängen der „Altersfleckenmafia“ befreien können. Dabei hatten sie nur den Wunsch, in Würde und selbstbestimmt zu altern. Die Angst vor dem drohenden Pflegenotstand in Deutschland diente dabei als Hauptmotivation.

Mafiöse Strukturen, der Inbegriff des organisierten Verbrechens, verschonen auch alte Menschen nicht. In Griechenland, dem Ort der Handlung, umfasst ihr Einfluss eine ganze Stadt. Ausländische Senioren, die dem klassischen Pflegenotstand in Deutschland entfliehen wollen, werden durch vollmundige Versprechungen nach Griechenland gelockt und hier ihrer persönlichen Freiheit systematisch beraubt. Sie sind nicht ganz unschuldig an dem, was ihnen widerfährt, streben sie doch wie die meisten Menschen nach der Optimierung ihrer Lebensverhältnisse, ohne dabei die nötige Vorsicht walten zu lassen. Sie kommen freiwillig und werden ihr Traumziel nicht mehr lebend verlassen. Mitleid existiert in der Welt des Verbrechens nicht. Was zählt, sind Geld und Einfluss.


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