Coletta Coi Im Netz der Menschenfischer: Ein Alptraum unter südlicher Sonne

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Inhaltsangabe zu „Im Netz der Menschenfischer: Ein Alptraum unter südlicher Sonne“ von Coletta Coi

Regina, Generation 50+, die Hauptperson in diesem Soziothriller, überredet ihre Freunde zu einem griechischen Abenteuer, dessen Folgen sich selbst in den kühnsten Phantasien nicht vorhersehen lassen. Der Traum vom Lebensabend in der südlichen Sonne lässt aus agilen, lebensfrohen, selbstbewussten Senioren im Laufe des Geschehens psychisch und physisch hilflose Wracks werden, die sich mangels eigenen Antriebs nicht mehr aus den Fängen der „Altersfleckenmafia“ befreien können. Dabei hatten sie nur den Wunsch, in Würde und selbstbestimmt zu altern. Die Angst vor dem drohenden Pflegenotstand in Deutschland diente dabei als Hauptmotivation. Mafiöse Strukturen, der Inbegriff des organisierten Verbrechens, verschonen auch alte Menschen nicht. In Griechenland, dem Ort der Handlung, umfasst ihr Einfluss eine ganze Stadt. Ausländische Senioren, die dem klassischen Pflegenotstand in Deutschland entfliehen wollen, werden durch vollmundige Versprechungen nach Griechenland gelockt und hier ihrer persönlichen Freiheit systematisch beraubt. Sie sind nicht ganz unschuldig an dem, was ihnen widerfährt, streben sie doch wie die meisten Menschen nach der Optimierung ihrer Lebensverhältnisse, ohne dabei die nötige Vorsicht walten zu lassen. Sie kommen freiwillig und werden ihr Traumziel nicht mehr lebend verlassen. Mitleid existiert in der Welt des Verbrechens nicht. Was zählt, sind Geld und Einfluss. Im Hintergrund zieht der „Padrone“ als Schattengestalt die Fäden. Er agiert in einem mörderischen Milieu, das weder Recht noch Gesetz akzeptiert. Ein Menschenleben zählt hier nicht. Die vorherrschenden wirtschaftlichen Verhältnisse spielen ihm dabei in die Hände. Eine unerwartet auflebende familiäre Bindung könnte sich fast zu spät als Rettung erweisen, doch zu welchem Preis?

Ein Soziothriller im Altenheim. Durchaus ernst, spannend, phasenweise unlogisch. Es bewegt die Gemüter, denn alt werden wir alle.

— Bücherwurm

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  • Leserunde zu "Im Netz der Menschenfischer: Ein Alptraum unter südlicher Sonne" von Coletta Coi

    Im Netz der Menschenfischer: Ein Alptraum unter südlicher Sonne

    coletta2014

    Kurzbeschreibung Regina, Generation 50+, die Hauptperson in diesem Soziothriller, überredet ihre Freunde zu einem griechischen Abenteuer, dessen Folgen sich selbst in den kühnsten Phantasien nicht vorhersehen lassen. Der Traum vom Lebensabend in der südlichen Sonne lässt aus agilen, lebensfrohen, selbstbewussten Senioren im Laufe des Geschehens psychisch und physisch hilflose Wracks werden, die sich mangels eigenen Antriebs nicht mehr aus den Fängen der „Altersfleckenmafia“ befreien können. Dabei hatten sie nur den Wunsch, in Würde und selbstbestimmt zu altern. Die Angst vor dem drohenden Pflegenotstand in Deutschland diente dabei als Hauptmotivation. Mafiöse Strukturen, der Inbegriff des organisierten Verbrechens, verschonen auch alte Menschen nicht. In Griechenland, dem Ort der Handlung, umfasst ihr Einfluss eine ganze Stadt. Ausländische Senioren, die dem klassischen Pflegenotstand in Deutschland entfliehen wollen, werden durch vollmundige Versprechungen nach Griechenland gelockt und hier ihrer persönlichen Freiheit systematisch beraubt. Sie sind nicht ganz unschuldig an dem, was ihnen widerfährt, streben sie doch wie die meisten Menschen nach der Optimierung ihrer Lebensverhältnisse, ohne dabei die nötige Vorsicht walten zu lassen. Sie kommen freiwillig und werden ihr Traumziel nicht mehr lebend verlassen. Mitleid existiert in der Welt des Verbrechens nicht. Was zählt, sind Geld und Einfluss.

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    • 131
  • Manche Träume entpuppen sich zum Alptraum....

    Im Netz der Menschenfischer: Ein Alptraum unter südlicher Sonne

    Wildpony

    Im Netz der Menschenfischer: Ein Alptraum unter südlicher Sonne  - Coletta Coi Kurzbeschreibung Amazon: Regina, Generation 50+, die Hauptperson in diesem Soziothriller, überredet ihre Freunde zu einem griechischen Abenteuer, dessen Folgen sich selbst in den kühnsten Phantasien nicht vorhersehen lassen. Der Traum vom Lebensabend in der südlichen Sonne lässt aus agilen, lebensfrohen, selbstbewussten Senioren im Laufe des Geschehens psychisch und physisch hilflose Wracks werden, die sich mangels eigenen Antriebs nicht mehr aus den Fängen der „Altersfleckenmafia“ befreien können. Dabei hatten sie nur den Wunsch, in Würde und selbstbestimmt zu altern. Die Angst vor dem drohenden Pflegenotstand in Deutschland diente dabei als Hauptmotivation. Mafiöse Strukturen, der Inbegriff des organisierten Verbrechens, verschonen auch alte Menschen nicht. In Griechenland, dem Ort der Handlung, umfasst ihr Einfluss eine ganze Stadt. Ausländische Senioren, die dem klassischen Pflegenotstand in Deutschland entfliehen wollen, werden durch vollmundige Versprechungen nach Griechenland gelockt und hier ihrer persönlichen Freiheit systematisch beraubt. Sie sind nicht ganz unschuldig an dem, was ihnen widerfährt, streben sie doch wie die meisten Menschen nach der Optimierung ihrer Lebensverhältnisse, ohne dabei die nötige Vorsicht walten zu lassen. Sie kommen freiwillig und werden ihr Traumziel nicht mehr lebend verlassen. Mitleid existiert in der Welt des Verbrechens nicht. Was zählt, sind Geld und Einfluss. Im Hintergrund zieht der „Padrone“ als Schattengestalt die Fäden. Er agiert in einem mörderischen Milieu, das weder Recht noch Gesetz akzeptiert. Ein Menschenleben zählt hier nicht. Die vorherrschenden wirtschaftlichen Verhältnisse spielen ihm dabei in die Hände. Eine unerwartet auflebende familiäre Bindung könnte sich fast zu spät als Rettung erweisen, doch zu welchem Preis? Mein Leseeindruck: So kann also mancher Traum zum Alptraum werden. Manche Angebote können zu verlockend sein. Keine Angst mehr vor dem Altern haben müssen, jederzeit gut versorgt zu sein, nicht den Kindern auf der Tasche liegen müssen im Pflegefall und einfach ohne Angst dem Alter entgegensehen können. Wie schön wäre das, wenn es das tatsächlich geben würde. Wenn nicht skrupellose Geschäftemacher mitspielen würde, die die Würde im Alter zu einem Leben ohne Würde machen. Manches in dem Buch hat mich sehr verstört und belastet, denn es geht voll unter die Haut und öffnet dem Leser die Augen, auf welche Art und Weise man doch in eine Katastrophe rutschen kann und in welchem Alptraum man landen kann. Fazit: Der Titel des Buches trifft voll ins Schwarze. Es hat mich sehr gepackt und manchmal fassungslos werden lassen. Keine leichte Kost und ein Buch, das den Leser berührt. Ich vergebe daher 4 Sterne und denke das dieses Buch noch eine Weile in mir nachwirken wird. Meine eigene Zukunft sehe ich nun doch auch ein wenig mit gemischten Gefühlen entgegen und hoffe das unsere famililäre Bindung auch im Alter dazu führt das wir in dem Familienverbund gut aufgehoben sind.  

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    • 4
  • Im Netz der Menschenfischer: Ein Alptraum unter südlicher Sonne

    Im Netz der Menschenfischer: Ein Alptraum unter südlicher Sonne

    Blaustern

    Der ansteigende Pflegenotstand mit überlastetem Pflegepersonal in Deutschland lässt Regina und ihre Freunde über andere Möglichkeiten nachdenken. Sie sind alle über 50 Jahre alt und haben den Wunsch, in Würde zu altern und einen schönen Lebensabend zu genießen. Da taucht in einer Zeitung die passende Anzeige auf. In Griechenland gibt es Luxusappartements für 50.000 EUR, wobei die spätere Pflege mit einbezogen ist. Doch in Griechenland wartet auf sie der Patrone mit seinem organisierten Verbrechen. Zu schnell und blauäugig war die Entscheidung getroffen worden. Standen die Freunde zuvor noch in der Blüte ihres Lebens, wurden innerhalb kürzester Zeit durch Gabe von Nahrungsergänzungsmitteln psychische und physische Wracks aus ihnen. Schnell geht es in den betreuten Wohnbereich, wo durch die Altersfleckenmafia weiter nachgeholfen wird. Die Appartements müssen fix weiterverkauft werden, denn nur so kann man Profit machen. Traurig aber wahr wie man mit alten Menschen umgeht. Dabei müsste doch jedem klar sein, dass er auch mal alt wird. Dieses Buch geht einem unheimlich nahe, und man schäumt nur so vor Wut, denn genau so kann es eintreffen. Es gibt so skrupellose Menschen, die nicht vor Quälereien und Mord zurückschrecken, und die Fährten in Deutschland sind gelegt. So hat dieser Soziothriller ein aktuelles Thema und ist wirklich bestürzend. Durch die grausame Geschichte entsteht Spannung, die immer wieder entrüstet. Der Roman wirkt noch lange nach und sollte einen jeden älteren Menschen die Augen öffnen. Lieber alles hundert Mal wiederfragen, bevor man einen solchen Schritt zur Übersiedlung ins Ausland tut. Das Buch liest sich flüssig, und die Charaktere wurden fabelhaft gezeichnet. Wobei ich sagen muss, einige unglaubwürdige Stellen gab es auch.

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    • 3
  • Soziothriller aus dem Altenheim

    Im Netz der Menschenfischer: Ein Alptraum unter südlicher Sonne

    Bücherwurm

    Die Autorin Coletta Col erlebte wie in China die alten Menschen, ausgemustert, unerwünscht und überflüssig, zusammengepfercht und allein gelassen wurden. Versorge sich, wer sich noch versorgen kann, die die noch Kraft übrig haben, können den anderen Gebrechlichen helfen, ansonsten folgt der Tod durch Verhungern und Verdursten. Behandelt wird nicht, denn das ist ein Kostenfaktor, den niemand tragen möchte. Wie ist es im reichen Europa? Nicht nur die Leichen werden für Billigverbrennungen ausser Landes gebracht und anonym beerdigt, auch immer mehr Alten wird nahegelegt, die letzten Tage im Ausland zu verbringen! Da, wo die Rente für die Vollversorgung ausreicht! Alleine zurückgeblieben, die Kinder haben keine Zeit, wie wäre es in einer wundervollen hotelähnlichen Anlage mit ausgebildetem Personal, Arzt vor Ort und Vollpension! Eine ähnliche Anzeige findet Regina, Ende 50 in der Zeitung! Am griechischen Strand unter Palmen, Lebensabend wie im Paradies, eigene kleine Appartments für einen überschaubaren Betrag kaufen, einfach Abtreten jeglichen Eigentums, denn das belastet, bei zunehmendem Pflegebedarf einfach umsiedeln in ein elegantes Pflegeheim! Völlig unabhängig von der Verwandtschaft und den Kindern, die sich eh nie melden, wunderbares Klima, zumindest fern des Hochsommers, für alles wird gesorgt! Tja, es könnte so schön sein, wenn das nicht auch wieder ein ideales Milieu für Betrug wäre. Was Regina allerdings mit ihren Senioren-Freunden erleben muss, das sprengt jegliche Vorstellung! Ist aber durchaus denkbar und gar nicht so fern der Realität! Ein paar wenige Widersprüche haben sich eingeschlichen und es hätte flüssiger gestaltet sein können, ich hätte mir einen Anhang gewünscht mit Fakten und Tatsachen der heutigen Situation und zukünftigen Tendenz, so freue ich mich, dass ich diesen Soziothriller "Im Netz der Menschenfischer" lesen durfte! Es hat mich nachdenklich gestimmt. Wenn ich ehrlich bin, so hoffe ich, dass mich vor dem Altwerden doch noch der Blitz trifft.

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    • 4
  • Geplatzter Traum vom Alter unter südlicher Sonne

    Im Netz der Menschenfischer: Ein Alptraum unter südlicher Sonne

    irismaria

    Ein sorgenfreier Lebensabend in wunderschöner Umgebung in Griechenland – diesen Traum haben Regina und ihre Freunde, die in München alles hinter sich lassen und sich in eine Wohnanlage in Griechenland einkaufen. Das gekaufte Apartment soll bei Pflegebedürftigkeit in einen Platz im angeschlossenen Pflegeheim umgewandelt werden. Durch die niedrigeren Lebenshaltungskosten erhoffen sich die Senioren ein besseres Alter als sie es in Deutschland erwarten könnten. Leider stehen mafiöse Geschäftsleute hinter dem Modell, die den Rentnern die heile Welt nur vorgaukeln und sich möglichst schnell ihre Apartments unter den Nagel reißen wollen. Als Regina und die anderen das merken, ist es schon fast zu spät. Können sie der Pflegehölle entkommen? Mit ihrem Soziothriller hat Coletta Coi ein brisantes Thema aufgegriffen: den drohenden Pflegenotstand in Deutschland und den Traum, ihm entfliehen zu können. Die Geschichte ist spannend und macht nachdenklich.

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    • 4
  • Die Würde des Menschen ist unantastbar, das Altern leider schon...

    Im Netz der Menschenfischer: Ein Alptraum unter südlicher Sonne

    Floh

    11. February 2014 um 06:13

    Coletta Coi präsentiert hier eine völlig neue Welt des Thriller. Ein Soziothriller mit gegenwärtigem Thema. Alles nur eine Geschichte für ein Buch? Oder erkennen wir hier den Ernst der Realität? Packend, brisant und erschütternd. Zum Inhalt: "Regina, Generation 50+, die Hauptperson in diesem Soziothriller, überredet ihre Freunde zu einem griechischen Abenteuer, dessen Folgen sich selbst in den kühnsten Phantasien nicht vorhersehen lassen. Der Traum vom Lebensabend in der südlichen Sonne lässt aus agilen, lebensfrohen, selbstbewussten Senioren im Laufe des Geschehens psychisch und physisch hilflose Wracks werden, die sich mangels eigenen Antriebs nicht mehr aus den Fängen der „Altersfleckenmafia“ befreien können. Dabei hatten sie nur den Wunsch, in Würde und selbstbestimmt zu altern. Die Angst vor dem drohenden Pflegenotstand in Deutschland diente dabei als Hauptmotivation. Mafiöse Strukturen, der Inbegriff des organisierten Verbrechens, verschonen auch alte Menschen nicht. In Griechenland, dem Ort der Handlung, umfasst ihr Einfluss eine ganze Stadt. Ausländische Senioren, die dem klassischen Pflegenotstand in Deutschland entfliehen wollen, werden durch vollmundige Versprechungen nach Griechenland gelockt und hier ihrer persönlichen Freiheit systematisch beraubt. Sie sind nicht ganz unschuldig an dem, was ihnen widerfährt, streben sie doch wie die meisten Menschen nach der Optimierung ihrer Lebensverhältnisse, ohne dabei die nötige Vorsicht walten zu lassen. Sie kommen freiwillig und werden ihr Traumziel nicht mehr lebend verlassen. Mitleid existiert in der Welt des Verbrechens nicht. Was zählt, sind Geld und Einfluss. Im Hintergrund zieht der „Padrone“ als Schattengestalt die Fäden. Er agiert in einem mörderischen Milieu, das weder Recht noch Gesetz akzeptiert. Ein Menschenleben zählt hier nicht. Die vorherrschenden wirtschaftlichen Verhältnisse spielen ihm dabei in die Hände. Eine unerwartet auflebende familiäre Bindung könnte sich fast zu spät als Rettung erweisen, doch zu welchem Preis?" Schreibstil: Der klassische Thriller ist es nicht, denn die Autorin bedient sich einer ganz anderen Art der Spannung und des Schockierens. Schon allein die Thematik, welche sie hier für ihr Werk behandelt bietet viel Potential, welches die Autorin in ihrem Thriller "Im Netz der Menschenfischer" gekonnt in Szene setzt. Das besondere dabei ist die flüssige und alltägliche Schreibart. So wird dieser Thriller zum realen Graus. Das Buch liest sich flüssig und unterhält mit Spannung, Entsetzen und Bitterkeit.  Charaktere: Die Auswahl der Charaktere ist das Herzstück des Romans, denn hier treffen wir auf die Generation 50 + mit dem Ziel eines neuen Lebens im sonnigen Griechenland. Was dieser Abbruch der Zelte in Deutschland jedoch für diese Freunde bedeutet, das hätte niemand geahnt. Toll geformte Charaktere, die jeder kennt und jeder schon einmal erlebt hat, wenn nicht sogar bei sich selbst. Hier beweist die Autorin großes Geschick, denn sie bringt die vielen Rollen und Nebenrollen in Einklang und lässt den Leser somit mitfühlen und mitzittern. Meinung: Das Treiben um das Älterwerden, der Demographische Wandel, die Kluft zwischen Alt und Jung, die Wehwehchen und der lauernde Profit...um nur einige Anreize zu nennen. Coletta Coi bringt es in ihrem Soziothriller auf den Punkt. Sie spricht an, was andere nur zu denken wagen, sie regt an, sie provoziert und ihr Buch hallt lange nach. Die Grausamkeit der Story sticht stark hervor, was auch der gekonnten Wahl der Protagonisten zu teil wird. Ein tolles Buch mit viel Persönlichkeit und vielen Entdeckungen und Erkenntnissen. Ein Thriller der die Augen öffnet! Cover: Ein mit Bedacht und Hintergrund gewähltes Cover. Stimmig und treffend. Es rundet den Thriller galant ab und erschafft ein rundum gelungenes Werk! Fazit: Dieser Thriller hat zwar nicht all meine Erwartungen bedient, aber andere Erwartungen übertroffen.

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  • Hoffentlich nur ein Roman...

    Im Netz der Menschenfischer: Ein Alptraum unter südlicher Sonne

    Lo-Lita

    11. February 2014 um 04:16

    Science-Fiction-Dystopien gibt es jede Menge. Mutanten, die auf einer verwüsteten Erde herumstaksen. Dabei lauert das Grauen im "ganz normalen" Alltag. Die einen haben zuwenig Geld für ihr hiesiges Leben, die anderen haben noch weniger Geld und wollen die einen ausnehmen. Was daraus werden kann, das beschreibt dieses Buch - und es ist so realistisch, daß man meinen könnte, es ist eine Fernsehdoku. Es könnte wirklich passieren. Vielleicht nicht exakt so, zumal das Geschäftsmodell so nur eine Einmalzahlung verlangt und ein dauerhaftes Zahlen sicher noch effektiver wäre, doch verselbstständigen sich so manche Projekte, wachsen ihren Initiatoren über den Kopf und laufen anders, als ursprünglich geplant. Ein absolut lesenswertes Buch, das einem nicht zu lang wird.

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  • Ein Buch zum Nachdenken

    Im Netz der Menschenfischer: Ein Alptraum unter südlicher Sonne

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Bei diesem Buch handelt es sich um einen Soziothriller, welchem ein durchaus ernstzunehmendes Thema der heutigen Gesellschaft zugrunde liegt. Regina, jenseits der 50, ist eine der Hauptprotagonisten dieser Geschichte. Sie überredet ihre Freunde, ebenfalls jenseits der 50, zu einem Abenteuer, dessen Folgen sie sich in ihren kühnsten Träumen nicht hätte ausmalen können. Sie möchten ihren Lebensabend in Griechenland verbringen. In einer Zeitung fand sie eine Anzeige zum Kauf eines Apartments in Griechenland, welches die spätere Pflege mit einbezieht. Wenn sie doch nur geahnt hätten, wie schnell sie physisch und pschychisch am Ende sind. Denn mit Kauf dieses Apartments geraten sie in die Fänge der sogenannten "Altersfleckenmafia" und wer nicht schnell genug pflegebedürftig wird - da wird halt nachgeholfen. Regina und ihre Freunde hatten nur einen Wunsch - selbstbestimmt und in Würde zu altern. Sie hatten Angst vor dem Pflegenotstand in Deutschland. Wer Pflege benötigt, braucht auch viel Geld um sich diese leisten zu können. Denn gute Heimplätze sind teuer. Allerdings kommen sie vom Regen in die Traufe, denn in Griechenland geraten sie an den Padrone. Selbiger ist verstrickt im organisierten Verbrechen und Mitleid mit den alten Leuten kennt er nicht. Er sieht nur das Geld. In einer Art sind aber auch die alten Leute selber Schuld an ihrem Schicksal, sie laufen blauäugig den hochtrabenden Versprechungen hinterher und denken nur daran, ihren Lebensstandard zu optimieren ohne zu hinterfragen. Als einer von ihnen plötzlich nicht mehr so klar kommt, schieben sie ihn recht schnell ab, um sich mit ihm nicht zu belasten. In dem Moment haben sie auch jegliches Mitgefühl verloren. Renate hat nur Glück, dass ihre Tochter sie nicht einfach abgeschrieben hat und dafür sorgt, dass sie gesucht und am Ende auch gefunden wird. Wer in diesem Buch allerdings ein Happy End erwartet, wird enttäuscht, aber würde auch nicht wirklich zum Thema passen. In diesem Buch geht es um die Angst nicht würdig und selbstbestimmt altern zu dürfen. Was wird, wenn man plötzlich nicht mehr alleine klar kommt? Wäre doch schön, wenn man sich dafür absichern könnte, aber was ist wenn man nicht genug Geld dafür hat? Jeder weiß nur, dass er nicht in die Heime möchte, wo sich zu wenig Personal um zu viele Leute kümmern muss. Die Horrormeldungen in der Presse tun ihr übriges dazu. Dann ist es ein leichtes auf unseriöse Angebote reinzufallen. Da ist eine Seniorenresidenz in Griechenland mit zugesicherter Pflege im Notfall doch genau das richtige - wenn da nicht die Gewinnoptimierung des Besitzers wäre. Und so müssen immer mehr alte Leute "entsorgt" werden, damit die Apartments weiter verkauft werden können. Und dabei schreckt der Padrone auch vor Mord nicht zurück. Nach lesen dieses Buches bin ich sehr nachdenklich zurück geblieben. Deutschland ist wirklich auf dem besten Wege in den Pflegenotstand. Und es ist doch traurig, dass alte Leute teilweise als lästiges Übel behandelt werden, sie haben schließlich ihr ganzes Leben für Staat und Familie gearbeitet. Und wenn man sich mal die momentane Situation anschaut scheint der dargestellte Fall nicht einmal unmöglich zu sein. Ich gebe vier von fünf Sternen. Wirklich ein gutes Buch, welches stark zum nachdenken anregt.

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    • 2
  • Ein Alptraum unter südlicher Sonne

    Im Netz der Menschenfischer: Ein Alptraum unter südlicher Sonne

    wiebykev

    Regina und ihre Freunde Generation 50 + stehen vor der Frage wie sie sich ihren zukünftigen Lebensabend vorstellen. Genau zu dieser Zeit findet Regina eine Annonce in der Zeitung die ihnen einen geruhsamen Lebensabend in Griechenland verspricht. Für 50.000 € kann man ein Apartment erwerben, eine spätere Pflege wird garantiert, indem man das Wohneigentum einfach gegen einen Pflegeplatz eintauscht. Die mtl. Fixkosten sind minimal. Die Entscheidung zwischen chronischen Pflegenotstand, teure Altersresidenzen und überlastetes Pflegepersonal gegenüber einem Luxusapartment mit Mittelmehrklima fällt leicht und ist schnell getroffen. Der Traum dauert 1 Jahr bis daraus ein Alptraum wird. Die Idee mit der Angst der älteren Menschen Geschäfte zu machen hat „ Patrone“ und er verdient viel. Aber er will mehr. Viel mehr. Die Nachfrage an Luxusapartments ist groß, viele betuchte Senioren aus ganz Europa wollen es sich im Ruhestand gut gehen lassen und den Pflegenotständen in ihrer Heimat entkommen. Die Idee ist einfach, aus agilen Senioren werden innerhalb kürzester Zeit psychische und physische Wracks mit Hilfe von sogenannten Nahrungsergänzungsmittel, gemacht. Einer Umsiedelung in den betreuten Wohnbereich steht nichts mehr im Wege. Dort sind die Senioren den Machenschaften der „Altersfleckenmafia“ völlig ausgeliefert. Parallel dazu erfährt man, wie sich die Organisation um „ Patrone“ aufbaut, wie er seine Macht und seinen Einfluss einsetzt um unangenehmen Fragen erst gar nicht aufkommen zu lassen. Der weilen wächst das Unternehmen und wird um einen weiteren Geschäftszweig erweitert. Erschreckend finde ich ist, das die Geschichte durchaus den Tatsachen entsprechen könnte. Man kommt nicht darum herum nachzudenken und es beschäftigt einen auch hinter noch sehr. Die Abläufe fand ich allerdings oftmals nicht ganz so gut und stellenweise unglaubwürdig. Auch als klar war worum es im eigentlichen ging und welche Macht und Einfluss der „ Patrone“ auch auf seinen ganze Umgebung hat, wurde die Geschichte für mich zu schnell zum Ende gebracht. Deshalb vergebe ich 4 von 5 Punkten.

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    • 2
  • Pflegenotstand, Auswanderung und Ausbeutung

    Im Netz der Menschenfischer: Ein Alptraum unter südlicher Sonne

    catangeleyez

    08. February 2014 um 22:25

    Regina, Generation 50+, die Hauptperson in diesem Soziothriller, überredet ihre Freunde zu einem griechischen Abenteuer, dessen Folgen sich selbst in den kühnsten Phantasien nicht vorhersehen lassen. Der Traum vom Lebensabend in der südlichen Sonne lässt aus agilen, lebensfrohen, selbstbewussten Senioren im Laufe des Geschehens psychisch und physisch hilflose Wracks werden, die sich mangels eigenen Antriebs nicht mehr aus den Fängen der „Altersfleckenmafia“ befreien können. Dabei hatten sie nur den Wunsch, in Würde und selbstbestimmt zu altern. Die Angst vor dem drohenden Pflegenotstand in Deutschland diente dabei als Hauptmotivation. Mafiöse Strukturen, der Inbegriff des organisierten Verbrechens, verschonen auch alte Menschen nicht. In Griechenland, dem Ort der Handlung, umfasst ihr Einfluss eine ganze Stadt. Ausländische Senioren, die dem klassischen Pflegenotstand in Deutschland entfliehen wollen, werden durch vollmundige Versprechungen nach Griechenland gelockt und hier ihrer persönlichen Freiheit systematisch beraubt. Sie sind nicht ganz unschuldig an dem, was ihnen widerfährt, streben sie doch wie die meisten Menschen nach der Optimierung ihrer Lebensverhältnisse, ohne dabei die nötige Vorsicht walten zu lassen. Sie kommen freiwillig und werden ihr Traumziel nicht mehr lebend verlassen. Mitleid existiert in der Welt des Verbrechens nicht. Was zählt, sind Geld und Einfluss. Im Hintergrund zieht der „Padrone“ als Schattengestalt die Fäden. Er agiert in einem mörderischen Milieu, das weder Recht noch Gesetz akzeptiert. Ein Menschenleben zählt hier nicht. Die vorherrschenden wirtschaftlichen Verhältnisse spielen ihm dabei in die Hände. Eine unerwartet auflebende familiäre Bindung könnte sich fast zu spät als Rettung erweisen, doch zu welchem Preis? * Schon das Cover diesee Buches hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Eine Spinne, die in der MItte eines Netzes sitzt, blutrote, leicht auslaufende Schrift und ein verschwommener Hintergrund  lassen nichts Gutes ahnen. * In der Geschichte um Renate, Mia und ihre Freunde aus dem "Altersfleckenclub" geht es um würdiges Altern, Pflege und unseriöse Geschäfte. Wer denkt nicht jetzt schon an die Zeit, wenn man zu alt ist um alleine im eigenen Heim zu leben? Wo kann man in Würde altern, ohne dass sich der Pflegenotstand bei sich bemerkbar macht ? Wer möchte schon in überfüllten Heimen mit überfordertem Pflegepersonal und unzureichender Versorgung leben ? All diese Fragen stellen sich die Protagonisten in diesem Soziothriller und denken, sie haben den besten Weg gefunden, einen schönen und entspannten Lebensabend zu verbringen. Eine Seniorenresidenz in Griechenland mit einem schönen Appartment und zugesicherter Pflege im Falle des körperlichen und geistigen Verfalls. Doch es soll alles ganz anders kommen, denn je mehr Luxusappartments verkauft werden, umso schneller müssen die Alten "entsorgt" werden und in Massenunterkünften bei wenig Aufwand "zu Tode gepflegt" werden. Die Gewinnmaximierung des Betreibers der Seniorenresidenz, der Grieche Stavros, steht im Vordergrund und er schreckt in dem Zusammenhang auch nicht vor Mord zurück. * In diesem Buch werden Missmanagment, schlechte Bezahlung, der Wunsch nach würdigem Altern und der Pflegenotstand zu einem Soziothriller verwoben, der den Leser zum Nachdenken bringt. Unter Berücksichtigung der aktuellen Lage im Bereich der Pflege, der Rentenversicherung und der Krisen in Griechenland, Spanien und Portugal erscheint es gar nicht so unwahrscheinlich, dass der im Buch beschriebene Fall tatsächlich so eintreten könnte. Das Buch regt zum Nachdenken an und es hinterlässt ein beklemmendes Gefühl * Einige kleine Schwächen, so zum Beispiel zur Frage der Rente, wovon die Protagonisten in Griechenland leben und wie ein gesamter Landstrich grundsätzlich korrupt sein kann, sind vorhanden, insgesamt jedoch hier vier von fünf Sternen.

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  • Pflege - ein Geschäftsmodell

    Im Netz der Menschenfischer: Ein Alptraum unter südlicher Sonne

    buecherwurm1310

    08. February 2014 um 14:14

    Einige lebenslustige Silver Ager beschließen, die Brücken hinter sich abzubrechen und ihren Lebensabend in Griechenland zu verbringen. Dabei lassen sie sich von schönen Verkaufsprospekten blenden. Sie nehmen bei ihren Entscheidungen wenig Rücksicht auf die Familie: ein Ehemann wird zurückgelassen, eine Tochter gar nicht erst über die Entscheidung informiert. Das Leben in tollen Wohnung dort in Griechenland beginnt vielversprechend. Doch bald schon wird der Erste der Gruppe krank. Sein Verfall ist störend, und bedenkenlos lassen ihn die anderen in die Pflege verfrachten. Wie es dort aussieht interessiert sie nichtwirklich. Bald geht es auch den anderen nicht mehr so gut und sie finden sich plötzlich in einer Pflegeabteilung wieder, wo sie nur dahinvegetieren. Dass diese Pflegebedürftigkeit von den Betreuern herbeigeführt wurde, bekommen sie kaum mehr mit. Unterhalten wird das Ganze von einer Art Mafia, denen Menschen nichts, dafür Profit aber alles bedeutet. Menschen, die im Alter gut versorgt sein und dem Pflegenotstand in Deutschland aus dem Weg gehen wollen, können schon auf die Idee kommen, sich im warmen Ausland versorgen zu lassen. Man sollte jedoch nicht so blauäugig sein und jeder Verkaufsmasche trauen. Es ist nun mal so, dass heute alles Geschäft ist und ein Geschäft muss Profit abwerfen. Für ein solche Entscheidung sollte man sich Zeit nehmen und sehr viele Informationen einholen. Die im Buch beschriebene Gruppe hat ziemlich schnell entschieden und den Versprechen geglaubt. Das Umfeld der Seniorenanlage in Griechenland hat geahnt oder auch gewusst, was dort abgeht. Aber aus Angst vor dem Patrone haben alle geschwiegen. Die deutschen Rentner, obwohl sie vorher in ihrem Bereich alle erfolgreich waren, reagieren meiner Meinung nach ziemlich naiv. Sie kommen auch nicht sehr sympathisch rüber. Deshalb fällt es etwas schwer Empathie zu empfinden. Eher ist man wütend auf den Patrone und die rücksichtslosen Betreuer. Die Geschichte lässt sich gut lesen und regt zum Nachdenken an.

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