Colette Deluxe

 4 Sterne bei 12 Bewertungen

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Rezension zu "Im Bett mit Marilyn – oder: Sie ist auch wieder da" von Colette Deluxe

Satirische Rückkehr der Monroe
SaintGermainvor 2 Jahren

Muss eine satirisches, sehr humorvolles Buch auch wirklich immer logisch sein? 

Diese Frage stellte ich mir beim Lesen dieses Buches. Denn einiges war mir doch zu unlogisch. Warum z.B. wundert sich die Öffentlichkeit nicht, wenn Marilyn Monroe vom Toten aufersteht? Warum hat Marilyn 2 Hunde und dann ist aber immer nur vom Hund Maf die Rede?

Auf der anderen Seite sprühte dieses Erstlingswerk der Autorin vor Witz, Satire und Ironie und spiegelt dabei auch immer wieder das aktuelle Leben bzw. Fernsehen wieder.

Manches allerdings fand ich dann doch übertrieben, so etwa die Sexszenen oder der Cameo-Auftritt vom wiedergekehrten Hitler.

Der Schreibstil der Autorin war flüssig, die Personen und Orte wurden sehr gut dargestellt.

Das Cover des Buches ist sehr gut gemacht und springt aufgrund seiner Einfachheit gleich ins Auge.

Fazit: Wer Satire liebt, wer "Er ist wieder da" mochte und Logikfehler verzeihen kann wird mit diesem Buch seine Freude haben. - 4,5 Sterne

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evafls avatar

Rezension zu "Im Bett mit Marilyn – oder: Sie ist auch wieder da" von Colette Deluxe

Marilyn Monroe wartet auf den Liftboy. Auch im Jahr 2012.
evaflvor 2 Jahren

Marilyn Monroe ist wieder da – sie erwacht im Jahr 2012 in Berlin – auf einem einsamen Grundstück in Berlin-Mitte. Wie es der Zufall will nimmt sie sich ein Taxi und wird direkt vom Fahrer beim Doppelgänger-Contest abgeliefert, sozusagen. Nun geht es für Marilyn Monroe wieder so richtig rund, möchte sie doch endlich noch einmal eine ernsthafte Karriere als Schauspielerin hinlegen.

Was mich hier genau erwartet hatte ich nicht mehr so direkt auf dem Schirm, umso verwirrter war ich zu Beginn, denn „Sie ist auch wieder da“ ähnelt ja dem bekannten Buch „Er ist wieder da“, in dem Hitler in der Jetzt-Zeit in Berlin aufwacht. Letzteres Buch kannte ich auch schon, von daher habe ich erst ein bißchen gebraucht bis ich mich so in die Marilyn-Geschichte eingefunden habe, da für mich am Anfang das Buch ein bißchen mit dem „Nachmache“-Stempel versehen war.

Dieser sollte sich aber mit der Zeit lösen, denn ich wurde hier wirklich grandios unterhalten. Es ist immer wieder spannend gewesen noch mehr über die mir bisher eher unbekannte Marilyn Monroe zu erfahren, ich weiß auch, dass ich mich unbedingt noch ein bißchen weiter einlesen möchte und mein Wissen über diese spannende Frau vertiefen mag. Dennoch ging es nicht nur um die Vergangenheit von Marilyn Monroe, sondern es kommt eine durchaus lustige, emotionale Geschichte zustande, die man am Liebsten am Stück lesen möchte.

Vom Schreibstil her hat mir das Buch wirklich gut gefallen, es war angenehm zu lesen, eine locker-leichte Lektüre, die durchaus Anspruch hat, von den Formulierungen her aber nicht anstrengend zu lesen ist. Spannend ist es, dass es manchmal auch nur einseitige kurze Berichte gibt, in denen dann einfach kurz ein „Einwurf“ gegeben wird, der sich um die Geschichte herum auch entwickelt. Außerdem sind hier oftmals Aussagen von Marilyn Monroe selbst oder von Menschen, die gut mit ihr bekannt waren etc. als Untertitel der jeweiligen Kapitelüberschrift zu finden. Ganz hinten im Buch findet man hier auch das Verzeichnis entsprechend.

Mich hat dieses Buch wirklich gut unterhalten, ein wirklich witziges, unterhaltsames Buch, vor allem da die Geschichte auch immer wieder etwas anders als vielleicht gedacht weiter geht. Teilweise wirklich spannend wie ein Krimi und oftmals so dermaßen Satire – genial!

Mir hat das Erstlingswerk von Colette Deluxe super gut gefallen, wenngleich es in gewisser Weise eben die „Er ist wieder da“-Geschichte etwas kopiert. Ich war darüber zuerst etwas irritiert, mir hat es dann aber letztlich super gut gefallen, ein wirklich witziges, unterhaltsames Buch, ich kann hier wirklich nur eine Empfehlung aussprechend und vergebe 5 von 5 Sternen.

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Queenelyzas avatar

Rezension zu "Im Bett mit Marilyn – oder: Sie ist auch wieder da" von Colette Deluxe

Genre"mix" mit kleinen Schwächen
Queenelyzavor 2 Jahren

Was einem Diktator recht ist, ist einer Schauspielikone, sorry, einer Legende, nur recht und billig. Nachdem bereits Hitler im Berlin der Neuzeit sein Unwesen trieb, hat es jetzt auch Marilyn Monroe erwischt. Auch sie taucht in Berlin wieder auf, wird zunächst für ihre eigene Doppelgängerin gehalten und muss sich zunächst durch die Wirren der neuzeitlichen Technik kämpfen. Mikrofone ohne Kabel, Hoteltüren, die sich mit Karten öffnen lassen, Aufzüge ohne Liftboy? Als sie erfährt, dass sie im Jahr 2012 gelandet ist, wird sie erst mal ohnmächtig - um dann das Beste daraus zu machen.

Was locker, leicht und wirklich witzig beginnt, ändert nach circa der Hälfte die Marschrichtung und kippt Richtung Krimi mit Thrillerelementen. Und genau das ist das Problem, dass das Buch zwei Genres bedienen möchte, die aber nebeneinander stehen bleiben und nicht miteinander verknüpft werden können. Der zweite Teil ist zwar leidlich spannend und hat auch einige gute Einfälle zu verzeichnen, passt aber nicht so recht zum ersten Teil. Zumal auch Marilyn diese ganzen modernen Dinge, die sich eigentlich verwirren müssten, hier einfach hinnimmt und nichts mehr hinterfragt. Genau das war ja die Stärke der ersten Kapitel, und einige solcher Szenen hätten dem zweiten Teil auch gut getan.

Gut skizziert werden Marilyns Dilemma zwischen ihren Ambitionen, endlich mal ernst genommen zu werden und dann doch wieder recht oberflächlich rüberzukommen. Ebenso werden ihre Eigenheiten und ihre Entwicklung  sehr liebevoll beschrieben. Die Autorin hat einen sehr wachen und temporeichen Schreibstil, der besonders im Komödiantischen gut zur Geltung kommt. Nur die Marschrichtung der Geschichte war für mich nicht so ganz schlüssig und sorgte eher für Verwirrung als für Erheiterung. Irgendwann ist es halt eine ganz normale Krimigeschichte, für die es nicht unbedingt Marilyn Monroe als Hauptfigur hätte sein müssen.

Ein wenig mehr Konstanz im Konzept, dann wirds beim nächsten Mal richtig rund, denn schriftstellerische Voraussetzungen wie Schreibtalent, Ideenreichtum und Fantasie sind auf jeden Fall vorhanden. 3 Sterne für ein solides Debüt. 

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Gespräche aus der Community

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ColetteDeluxes avatar

Liebe Lesegemeinde,

stolz wie Bolle darf ich gemeinsam mit dem Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf meinen 1. Roman präsentieren!

Ich freue mich auf die Leserunde mit Euch und werde diese auch mit begleiten!

Recht herzlich möchte ich Euch zur Leserunde einladen. Ich bin  gespannt auf Eure Kommentare und Eindrücke. Wenn Ihr Lust habt, zu lesen was mit der berühmtesten Frau der Welt, nach ihrer Reinkarnation so alles passiert, dann bewerbt Euch bis zum 31. Dezember über den blauen „Jetzt bewerben“-Button.

Zum Buch:

Wer ist die berühmteste Frau der Weltgeschichte? Na klar: Marilyn Monroe! Und (auch) sie ist jetzt wieder da. Im Berlin von heute. Femme fatale trifft auf Berlin-Mitte: wie Hollywoods Sexsymbol auch im 21. Jahrhundert noch Köpfe verdreht – und warum der ein oder andere dabei sogar rollt … Ein wahnwitziger Genre-Mix: Promi-Satire und Splatter-Krimi-Komödie in einem – unwiderstehlich wie die Monroe!




»Ich möchte unterhalten und was ist unterhaltsamer als eine Marilyn Monroe, wie sie sich in der heutigen Zeit zurecht findet.« Colette Deluxe
 
Marilyn Monroe erwacht auf einem einsamen Grundstück in Berlin-Mitte. Ohne Blondiercreme, ohne Handtasche und ohne Psychiater … Klar, dass sie befürchten muss, einen Filmriss gehabt zu haben. Sie nimmt erst mal ein Taxi, das kann ja nicht schaden. Bevor sie etwas sagen kann, fährt sie der Taxifahrer ins Maxtrel Hotel. Dort findet VIPs On Stage statt – auch ein Marilyn-Double tritt bei der Veranstaltungsreihe auf. Und der Taxifahrer hält das Original glattweg für ebenjene Fälschung. Überhaupt ist alles so komisch im Berlin von heute: Langläufer im Stadtbild, lauter Menschen, die Selbstgespräche führen … Wir schreiben ja auch das Jahr 2012!

 
»Womit muss ›Frau‹ sich bloß auseinandersetzen, wenn sie nach 50 Jahren wieder erwacht? Smartphone und Internet haben das Leben der Menschen radikal verändert, Deutschland hat als Regierungschef tatsächlich eine Frau und Schamhaare scheinen auch nicht mehr in Mode zu sein. Wenn eine Marilyn Monroe auf die heutigen technischen Neuerungen trifft, wird es komisch, unterhaltsam und mitunter skurril.« Colette Deluxe

 

Es hilft alles nichts, Marilyn arrangiert sich mit den neuen Gegebenheiten, wohnt fortan im Hotel. Abends tritt sie als ihre eigene Doppelgängerin auf, am Tag entdeckt sie mit großer Begeisterung die neuen Medien und das Internet. Die Presse wird auf ihre grandiosen Auftritte aufmerksam und auch Werner Pfaumann. Der reiche und mächtige Programmchef von Kauf-TV ist nämlich ein glühender Verehrer von Marilyn Monroe. Er ist es auch gewesen, der ihren berühmten Ehering aus der Ehe mit Joe DiMaggio bei einer Auktion für 772.500 US-Dollar ersteigert hat. Aus dem Reinkarnationsklamauk entwickelt sich eine rasante Eifersuchtskomödie mit Hardboiled-Elementen: Pfaumann ist jedes Mittel recht, um Marilyn zu kontrollieren und an sich zu binden. Er lässt ihren Agenten brutal ermorden und auch dessen Nachfolger. Pfaumanns Liebe wird zur Besessenheit und er, als sie ihn wieder loswerden möchte, zu ihrem Stalker. Er streut Gerüchte, Marilyn sei selbstmordgefährdet. Aber Marilyn wäre nicht die Monroe, wüsste sie nicht auf alles eine sympathisch schlagkräftige Antwort, ob mit Worten oder Taten …
 
Leseprobe:
Noch erkannte ich nichts wieder. Es gab viele Restaurants und Galerien, Bars mit Stehtischen, Imbisswägen, und ein Kino, das einen französischen Film ankündigte. Die Kollegin auf dem Transparent erkannte ich nicht wieder. Wenn ich mich tatsächlich in Deutschland befand, musste hier in jüngster Zeit die Ski-Begeisterung um sich gegriffen haben. Überall entdeckte ich Gruppen von Frauen, die sich mit ihren Stöcken auf dem Weg zur nächsten Loipe befanden. Und das mitten in der Stadt! Und im Sommer! Davon hatte Marlene mir nie erzählt. Wahrscheinlich übten sie für den Winter. Allerdings hatten sie irgendwo ihre Langlaufskier verloren. Sie schienen auch etwas frustriert darüber zu sein. Traurig ließen sie ihre Stöcke hinter sich herschleifen. In ihren engen Sporthosen machten sie eine klägliche Figur. Merkten die denn gar nicht, dass man ihre Muh-Muh sehen konnte? "Entschuldigung, Mister, wo sind wir?" - "Kastanienallee." - "Nein, ich meine, welche Stadt?" - "Det is jud, na wenn de so viel unterwegs bist, kannste schon mal durcheinanderkommen. Wir sind in Berlin."

 

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