Colette McBeth grabestreu

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Inhaltsangabe zu „grabestreu“ von Colette McBeth

Sie hat überlebt. Doch ihr Albtraum ist noch nicht vorüber...
Vor fünf Jahren wurde Melody Pieterson von einem Unbekannten überfallen und entkam nur knapp dem Tod. Seitdem hat sie alle Erinnerungen an ihr altes Leben begraben und sich eine neue Identität aufgebaut. Ihr Angreifer ist hinter Gittern, in vier Wochen wird sie heiraten. Ihr Leben scheint fast normal. Doch dann entdeckt die Polizei die Leiche einer Frau, am gleichen Ort, an dem der Täter damals Melody zurückließ. Als wie vor fünf Jahren eine Kette mit einem kleinen goldenen Vogelkäfig am Tatort gefunden wird, muss Melody erkennen: Ihr Peiniger war die ganze Zeit auf freiem Fuß. Und der Albtraum ist noch nicht vorbei ...

Eine nette Geschichte aber ohne große Spannung.

— Minchens_buecherwelt

Gut durchdachter, spannender Psychothriller, der mir an manchen Stellen allerdings etwas zu ausführlich erzählt wurde.

— angi_stumpf

so richtig fehlte mir die Spannung.

— rose_of_sharyn

Ein genialer Thriller, den man nicht aus der Hand legen kann!

— Mone80

Lesenswerter Thriller.Aus der Sicht der Getöteten,mal was anderes.Bis zum Schluß weiß man nicht wer der Täter ist Spannend

— Trikerin

Zwei Schicksale, ein Ziel: wer trägt Schuld? Spannend, ruhig und toll erzählt!

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Ein eher ungewöhnlicher Thriller - aber sehr spannend und lesenswert!

— Sternenstaubfee

Ein unblutiger Thriller der mit authentischen Charakteren und einer spannenden Handlung überzeugt.

— LunasLeseecke

Super gelungen! Spannend aber nicht übertrieben.

— bird-su

Spannend von der ersten bis zu letzten Seite!

— Enni

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    grabestreu

    Minchens_buecherwelt

    30. May 2017 um 08:33

    Von mir bekommt es 3/5 Sterne, da es mich leider gar nicht gefesselt hat. Es ist eine nette Geschichte zu lesen, ich habe nur leider überhaupt nicht mitgefühlt.
    Ein hin und her und sehr überraschend kam das Ende irgendwie auch nicht.

  • Manchmal etwas zu ausführlich ...

    grabestreu

    angi_stumpf

    03. August 2016 um 16:29

    Die Geschichte: Melody Pieterson ist eine junge Frau, die in ihrem Leben bereits eine sehr schlimme Erfahrung machen musste: sie wurde vor fünf Jahren von einem Unbekannten überfallen und gewürgt. Nur der Umstand, dass der Täter sie für tot hielt und sie rechtzeitig ärztliche Hilfe bekam, ließ sie den Angriff überleben. Was blieb, sind allerdings große seelische Wunden, denn sie schottet sich von ihrer Außenwelt ab und hat nur noch wenig soziale Kontakte. Verhaftet wurde für diese Tat ein ehemaliger Freund von ihr, der nun aber wieder frei ist und seine Strafe abgesessen hat. Weniger Glück hat die 30-jährige Eve, denn bei ihr vollendet der Täter sein Verbrechen und legt sie schließlich am gleichen Ort ab wie Mel damals. Eve ist zwar tot, aber sie kann nicht wirklich Frieden finden: sie muss verhindern, dass Mel ein zweites Mal in die Fänge des Mörders gerät … Meine Meinung: Dass Eve quasi irgendwie als Geist durch die Story spukt, klingt zunächst vielleicht etwas nach Fantasy, aber die Autorin hat das so toll geschrieben, dass es einfach passt und mit dem Rest bestens harmonisiert. Es handelt sich hier um einen super durchdachten Psychothriller, der sehr fesselnd und spannend ist. Die Kapitel wechseln zwischen Mel, Eve und der Ermittlerin DI Rutter und so wird alles aus verschiedenen Perspektiven erzählt und beleuchtet. Melody ist allerdings die Hauptperson, über ihr Leben erfahren wir sehr viel. Sie war mir durchaus sympathisch, obwohl sie natürlich durch ihr schlimmes Erlebnis zunächst doch recht schrullig wirkt. Auch Eve mochte ich gleich und habe auch mit ihr mitgefiebert, obwohl ja von Anfang an klar ist, dass es kein gutes Ende haben wird. Man kommt der Wahrheit Stück für Stück näher und ist sich trotzdem niemals sicher, aus welcher Ecke denn nun die wirkliche Gefahr droht. Einige Szenen sind wirklich erschreckend und man möchte selbst niemals in solch eine Situation geraten. Was den Blutfaktor betrifft: hier ist das Buch harmlos und damit auch für empfindlichere Lesermägen geeignet. Einziger Kritikpunkt ist für mich der zu ausführliche, zuweilen mit Details überladene Schreibstil von Colette McBeth. Hier wären einige Kürzungen durchaus angebracht, um Längen zu vermeiden und noch etwas mehr Tempo in die Story zu bringen. Aber das Buch lässt sich prima flüssig lesen und auch die Dialoge wirken glaubwürdig. Fazit: Ein fesselnder Psychothriller, der mir manchmal etwas zu detailreich erzählt wurde. Trotzdem: spannend und gut zu lesen!

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2015

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2015 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2015 und endet am 31.12.2015. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2014 bis 31.12.2015 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2015 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2015, die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2015-1112868118/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben. Derjenige, der am Ende die meisten Krimis bzw., Thriller gelesen haben und somit am meisten zum Ergebnis des Teams beigetragen hat, erwartet am Ende eine kleine Überraschung. Ihr habt noch Fragen, her damit! Gegebenenfalls werden die Regeln dann etwas ergänzt. Keine Fragen mehr? Na dann mal los an die Bücher und viel Glück! Team Krimi: 1. dorli 2. buchraettin 3. Mercado 4. wildpony 5. ChrischiD 6. mabuerele 7. chatty86 8. Matzbach 9. Postbote (ab April) 10. janaka 11. angi_stumpf 12. Sternenstaubfee 13. pelznase 14. Smberge 15. LibriHolly 16. danzlmoidl 17. Sweetiie 18. Antek 19. bieberbruda 20. roterrabe 21. Pelikanchen 22. Wolf-Eyes 23. Xanaka 24. Athene100776 25. Bellis-Perennis 26. lesebiene27 27. mira20 28. Claddy 29. glanzente 30. Nele75 31. xxxxxx 32. hasirasi2 33. Caroas 34. Schalkefan 35. Katjuschka 36. danielamariaursula 37. yari 38. Lesestunde_mit_Marie 39. Filzblume (40. Igelmanu66) 41. Talitha 42. tweedledee 43.krimielse 44. sommerlese 45. Bibliomarie 46. Barbara62 47. Maddinliest 48. Louisdor 49.TheRavenking (50. Lesezeichen16) 51. Leserin71 (52. heidi59) 53. buecherwurm1310 54. clary999 55. mrs-lucky Gelesene Bücher Januar: 28 Gelesene Bücher Februar: 48 Gelesene Bücher März: 58 Gelesene Bücher April: 76 Gelesene Bücher Mai: 83 Gelesene Bücher Juni: 75 Gelesene Bücher Juli: 79 Gelesene Bücher August: 106 Gelesene Bücher September: 86 Gelesene Bücher Oktober: 103 Gelesene Bücher November: 196 Gelesene Bücher Dezember: 209 Zwischenstand: 1147 Team Thriller: 1. Samy86 2. Igela 3. seelensplitter 4. Janosch79 5. Nenatie 6. eskimo81 7.MelE 8. Mone80 9. Kirschbluetensommer 10. Curin 11. SchwarzeRose 12. kvel 13.dieFlo 14. Huschdegutzel 15. Buchgeborene 16. Simi159 17. Kasin 18. Inibini 19. parden 20. Fluse 21. crumb 22. rokat 23.bookworm61 24. lord-byron 25. Patno 26. felicitas26 27. trollchen 28. Nisnis 29. MissRichardParker 30. Anne4007 31. sabrinchen 32. BookfantasyXY 33. MrsLinton 34. Floh 35. Meteorit 36. hannelore259 37. Leseratz_8 38. Krimiwurm 39. DerMichel 40. AberRush 41. Schaefche85 42. Naden 43. DieNatalie 44. Thrillerlady 45. heike_herrmann 46. MeiLingArt 47. KruemelGizmo Gelesene Bücher Januar: 33 Gelesene Bücher Februar: 36 Gelesene Bücher März: 59 Gelesene Bücher April: 64 Gelesene Bücher Mai: 80 Gelesene Bücher Juni: 115 Gelesene Bücher Juli: 112 Gelesene Bücher August: 107 Gelesene Bücher September: 98 Gelesene Bücher Oktober: 109 Gelesene Bücher November: 134 Gelesene Bücher Dezember: 140 Zwischenstand: 1087

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    • 6213

    kubine

    01. June 2015 um 16:09
  • *+* Eine völlig neue Sichtweise der Dinge.... *+*

    grabestreu

    Irve

    . Liebe Lesefreunde, . Melody hat eine Menge mitgemacht. Jemand hat vor Jahren versucht, sie umzubringen. Es sei ihr Nachbar gewesen, David, ein Mann, dem sie vertraute, der zuvor noch nie zudringlich wurde oder in irgendeiner anderen Art und Weise negativ auf Melody gewirkt hatte. Tief in ihrem Inneren kann sie nicht wirklich glauben, dass er es war. Aber die Beweislage war erdrückend und so wurde der Nachbar verurteilt. Kurz nach seiner Freilassung geschieht ein Mord an einer Frau, die Melody zum Verwechseln ähnlich sieht – und sie hatte ein Accessoire bei sich, als sie gefunden wurde, was darauf hindeutete, dass es sich um denselben Täter handelte wie damals, nur dass er dieses Mal erfolgreich war und sein Opfer die Tat nicht überlebte. . Eigentlich lag nun auf der Hand, was zu tun war, wenn nicht…..ja wenn nicht die tote Frau, Eve, kurz vor dem Durchbruch gestanden hätte, Davids damalige Unschuld zu beweisen. Wäre es da nicht völlig unlogisch gewesen, seiner Retterin den Lebenshahn zuzudrehen? . Gedanken um Gedanken sprangen in meinem thrillerliebenden Hirn herum. Hat David damals Melody nach dem Leben getrachtet, oder hat er nicht? Dass er Eve getötet hatte, konnte ich mir eigentlich nicht denken, aber wer weiß? Grabestreu wartet mit einigen Protagonisten auf, die alle nicht glasklar auf mich wirkten. Alle, die meiner Meinung nach in Frage hätten kommen können, umwoben dunkle Geheimnisse oder undurchsichtige Verbindungen. Dennoch hatte ich – noch bevor ich ins Bild gesetzt wurde, wie weit die junge Frau mit ihren Ermittlungen auf eigene Faust tatsächlich war – ziemlich schnell einen Verdächtigen ins Visier genommen. Warum, kann ich gar nicht so recht sagen. Die Autorin warf mir – zumindest nicht schon an dieser frühen Stelle verkappte Info-Bröckchen zur Täterschaft hin – es war eher ein Bauchgefühl, das mich hin und wieder bei solcher Spannungsliteratur heimsucht. Nun war ich natürlich sehr gespannt, ob ich mit meiner Vermutung richtig lag oder nicht, wie die beiden Fällen miteinander verwoben waren und vor allem, wie man dem Täter auf die Spur kommen würde. . Für undurchsichtige Spannung und personelle Verwicklungen war auf jeden Fall gesorgt! . Sehr interessant fand ich darüber hinaus den Erzählstil. Die Autorin schildert das Geschehen aus drei Perspektiven. Da ist zunächst das Polizeiteam rund um Detective Inspector Victoria Rutter. Sie pocht nicht auf dem schnellen Abschluss des Falls wie ihr Chef, der mehr oder weniger ungeprüft erneut David auch diese Tat in die Schuhe schieben will. Auch Melodys Perspektive wird sehr ausführlich bedacht. Der Leser erfährt sehr eindringlich, was das fast tödliche Erlebnis von vor 6 Jahre aus der einst beliebten und lebensfrohen jungen Frau gemacht hatte und wie sie mit dem Mord an Eve sowie deren Hinterlassenschaften umgeht. Auch Eve spielt eine wichtige Rolle. Sie hatte auf eigene Faust Nachforschungen zu Melodys damaligen Fall angestellt und alle Erkenntnisse akribisch notiert und – was vorausschauend von ihr war – auf sehr ungewöhnliche Weise gesichert. Somit nimmt Eve posthum einen wichtigen Platz in diesem Thriller ein. Sehr unikat gestaltet fand ich, dass nicht nur über Eves Erlebnisse gesprochen wird, sondern dass die Autorin ihr auch nach ihrem Tode noch eine Stimme gibt. . Der Thriller liest sich sehr flüssig – auch wenn hin und wieder die Wortwahl nicht so ganz meinen Geschmack traf – und ist durch die drei verschiedenen Augenmerke bei der Erzählung sehr abwechslungsreich gestaltet. Irrungen, Wirrungen, und einige unerwartete Wendungen steigerten bei mir stets die Lesespannung. . Einen etwas faden Beigeschmack hinterließen bei mir allerdings die teils fragwürdigen Ermittlungsmethoden der Polizei. Wichtigen Details im Fall Melody wurde damals nicht nachgegangen, aber äußerst unwahrscheinliche Beweismittel so gut verkauft, dass die damalige Verurteilung dadurch möglicherweise den falschen Mann getroffen hatte. Ich hoffe doch sehr, dass das etwas bedenkliche Bild der Polizei nur speziell diesem Titel geschuldet ist und die Ermittler-Trupps im wahren Leben realitätsnäher agieren. Ich verbuche diesen Punkt einfach mal unter schriftstellerischer Freiheit! . Ansonsten hat mir dieser Thriller gut gefallen und ich empfehle ihn gerne allen Freunden des Spannungsfachs. . Zum Buch: „Grabestreu“ von Colette McBeth ist im Januar 2015 unter der ISBN-Nr. 978-3-442-38349-8im Blanvalet Verlag erschienen. Der Thriller umfasst 480 Seiten und ist ebenfalls als Ebook erhältlich. . Inhalt: Vor fünf Jahren wurde Melody Pieterson von einem Unbekannten überfallen und entkam nur knapp dem Tod. Seitdem hat sie alle Erinnerungen an ihr altes Leben begraben und sich eine neue Identität aufgebaut. Ihr Angreifer ist hinter Gittern, in vier Wochen wird sie heiraten. Ihr Leben scheint fast normal. Doch dann entdeckt die Polizei die Leiche einer Frau, am gleichen Ort, an dem der Täter damals Melody zurückließ. Als wie vor fünf Jahren eine Kette mit einem kleinen goldenen Vogelkäfig am Tatort gefunden wird, muss Melody erkennen: Ihr Peiniger war die ganze Zeit auf freiem Fuß. Und der Albtraum ist noch nicht vorbei … Quelle: Randomhouse Die Originalrezension sowie mehr rund um Buch findet ihr auf meinem Bücherblog http://irveliest.wordpress.com

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    • 3
  • [Rezension] grabestreu

    grabestreu

    Mone80

    26. May 2015 um 14:22

    Meine Meinung: Ein Thriller, der einen die Nacht durchlesen lässt? Klingt gut und "grabestreu" gehört definitiv zu denen, die es geschafft haben, mich zu fesseln und nicht mehr los lassen wollten. In drei Erzählperpektiven erzählt Colette McBeth diesen Thriller, wobei mir eine Perspektive völlig neu war. Die, aus der Sicht von Eve, der ermordeten Frau. Sie schwebt wie ein Geist durch die Geschichte. Das fand ich absolut klasse. Dann gibt es den Strang, der die Geschichte durch Mel erzählt. Hier fand ich es sehr gelungen, wie sie mit ihrer Angst versucht umzugehen und das Trauma, welches sie erlitten hat. Es war für mich nachvollziehbar gewesen. Und der Strang rund um DI Rutter, die den Fall leitet und einen kleinen Blick in die Polizeiarbeit gibt. Hierbei stand der Autorin ein pensionierter Detectiv Inspector zur Seite und man merkte, dass sie gut recherchiert hatte. Es ist ein Buch, welches sich aufbaut und am Ende klappt man es zu und ist begeistert von dem gelesenen. Ein fließender aufbau der Spannung, besonders durch die Sicht von Eve, fesselte mich an das Buch. Und die Tatsache, dass man, was den Täter betrifft, bis zum Ende im Nebel wandert. Der Schreibstil ist super. Man rauscht förmlich durch die Seiten und nur ab und an stolperte ich über Wörter, die den Lesefluss etwas hemmten, weil sie nicht so richtig passen wollten. Fazit: Ein Thriller, der unter anderem durch die Perspektive der ermordeten Eve erzählt wurde und somit etwas Neues und Spannendes zu bieten hat.       

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  • Der Rapport einer Toten. Ein neuartiger Thriller der Spitzenklasse!

    grabestreu

    Floh

    Bei diesem Thriller war es der kurze und knackige Titel „grabestreu“, der Autorin Colette McBeth und der wirklich vielversprechende Klapptext, der mich absolut neugierig machte. In "grabestreu" schickt die Autorin Colette McBeth einen ganz besonderen Thriller, mit einer ganz besonderen Geschichte und Handlung und einer ganz speziellen Umsetzung samt ihrer ganz speziellen Protagonisten und Ermittler ins Rennen. Ich habe schon viel gelesen, und auch schon viele Themenbereiche des (Psycho-) Thriller beschritten, aber das was mich in "grabestreu" dieser mir bisher noch unbekannten Autorin erwartete, das hat mich definitiv sprachlos gemacht, sprachlos in der Form der Umsetzung, und fasziniert in der Form der Komplexität, des Ausmaßes und der genialen Strategie der ganzen Handlung und dessen Entwicklung des serienmordenden Psychopathen in einer Kleinstadt nahe Londons. Durch einen sehr mutigen und selten zu findenden Perspektivenwechsel beweist die Autorin sichtlich Mut und überrascht mit besonderem Wiedererkennungswert. Sie setzt sich eine Marke im Genre Thriller, die wirklich ankommt und begeistert. Erschienen im blanvalet Verlag (http://www.randomhouse.de/blanvalet/) Inhalt: "Sie hat überlebt. Doch ihr Albtraum ist noch nicht vorüber … Vor fünf Jahren wurde Melody Pieterson von einem Unbekannten überfallen und entkam nur knapp dem Tod. Seitdem hat sie alle Erinnerungen an ihr altes Leben begraben und sich eine neue Identität aufgebaut. Ihr Angreifer ist hinter Gittern, in vier Wochen wird sie heiraten. Ihr Leben scheint fast normal. Doch dann entdeckt die Polizei die Leiche einer Frau, am gleichen Ort, an dem der Täter damals Melody zurückließ. Als wie vor fünf Jahren eine Kette mit einem kleinen goldenen Vogelkäfig am Tatort gefunden wird, muss Melody erkennen: Ihr Peiniger war die ganze Zeit auf freiem Fuß. Und der Albtraum ist noch nicht vorbei …" "Aber die eine Sache, die man über den Tod wissen muss, ist, dass er heimlich kommt, er lässt einem keine Zeit sich vorzubereiten, er taucht ohne Vorankündigung auf." (Seite 41) Handlung: Das einzige was an diesem Buch nach Schema F oder Standard erscheinen könnte ist der Prolog, der etwa knapp 30 Jahre zurück eine grausame Begebenheit schildert und somit erste Rätsel aufgibt und den Leser zunächst schockiert und entsetzt und spekulativ zurück lässt. Dieser Einstieg ist sehr gelungen. Nun beginnt die Story ihren Lauf, und dieser ist gewiss kein Standard. Schnell kristallisiert sich hier ein ganz neuer und sehr mutiger Handlungsverlauf heraus. Durch gekonnte und sehr gewagte Perspektivenwechsel schildert die Autorin Colette McBeth den Fund einer Frauenleiche, der das Leben, oder noch Leben, der beiden Hauptcharaktere Eve und Melody grundlegend verändern wird. Eve ist die gefundene Leiche, doch es ist nur ihre Körperhülle, die wie ein Mahnmal dort mit der goldenen Kette aufgefunden wurde. Ihr Geist ist lebendiger denn je und hat noch eine wichtige Aufgabe zu erfüllen. Klingt abgespaced, ist es aber wirklich nicht!!! Versprochen, dieser paranormale Kern passt hervorragend und stimmig ins Bild des Thrillers. Dann lernen wir Melody kennen, vor knapp 6 Jahren überlebte sie einen Angriff, einen Mordversuch, der dem aktuellen Frauenleichenfund bis aufs Kleinste genau gleicht. Nicht nur die goldene Kette… Nein, Eve und Melody sehen sich zum Verwechseln ähnlich. Kaum dass Mel glaubte ihr Trauma überwunden zu haben, ein fast normales Leben zu führen und nach Vorn zu blicken, reißt genau dieser Fall alles wieder auf und ihr Tod beginnt von neuem. Und die Recherchen von Eve sollen Licht ins Dunkel bringen und einen neuerlichen Mord verhindern. Ein Wettlauf gegen die Zeit, ein Justizskandal, ein Blick aus dem Jenseits, der psychische und physische Zerfall eines Opfers, die gewonnene Willenskraft und die letzte Aufgabe vor dem endgültigem Tot. Melody, genannt Mel, erscheint den Leser zunächst als etwas zerbrechliche, selbstlose und fremdbestimmte Person. Ihr altes wildes Leben ist seit dem Angriff dahin. Mit Sam hat sie sich eine geschützte Welt aufgebaut. Doch durch den neuen Mord an einer Frau erlangt Mel mehr und mehr Gewissheit, dass ihr Seelenfrieden mit der damaligen Verurteilung des Täters nur vorgegaukelt war. Denn die Gefahr war niemals gebannt. Eves Leiche, ihre Körperhülle, wird gefunden und Eve erhält eine letzte Chance den Fall endlich zu klären und all die Irrtümer der Polizei und der Behörden aufzudecken und über Schuld oder Unschuld zu ermitteln. Eve tätigte bereits im Vorfeld akribische Ermittlungen und wird den Leser mit gnadenloser Genialität, Intelligenz, Kombinationsgabe und Intuition verblüffen und überraschen und später darf der Leser gebannt einer Wendung nach der Täterfrage beiwohnen, die man so nie für möglich gehalten hätte. Hochspannung, Thrill, Nervenkitzel und Gänsehautgarantie. "Du hängst in einer Rille fest, in einer endlosen, quälenden Schleife, und es wird langweilig für alle anderen, in ihrer nach vorn gerichteten Bewegung. Deshalb lass ruhig eine Weile den Kopf hängen, lecke deine Wunden, weine, wenn du weinen musst, aber dann lerne wieder zu leben." (Seite 50) Schreibstil: Der Schreibstil ist unter anderem dass, was diesen Thriller zu diesem Lesehighlight und zu dieser Besonderheit macht. Die Autorin zeigt sich mutig, denn sie schildert einen Handlungsstrang aus der Perspektive und Sichtweise aus dem Jenseits der toten Eve. Hier kann ich aber versichern, dass diese Art der Darstellung perfekt in den Thriller passt und keinesfalls abwegig oder absurd erscheint. Die andere Sichtweise berichtet aus zurückliegenden Recherchen von Eve, all ihre Ergebnisse, Enthüllungen und Gespräche aus ihrer akribischen Arbeit. Die andere Sichtweise bringt uns Melody näher, ihr Fall, ihre Geschichte, ihr altes und neues Leben. Wenn man es überhaupt noch Leben nennen darf. Die Autorin Colette McBeth hat hier einen Stil geschaffen, der die allerbesten Noten und Merkmale meiner Lieblingsthriller- und Krimiautoren vereint. So eine geballte und verblüffende Form der Umsetzung und Genialität habe ich zuvor selten gelesen. Hat man anfangs den verheißungsvollen Prolog verdaut, muss sich der Leser an die Bekanntschaft einiger Protagonisten gewöhnen, die für den Thrillerverlauf und für die Handlung allesamt gleich wichtig sein werden. Das ist das Interessante an diesem undurchsichtigen Ermittlungen, alles ist möglich, doch nichts scheint wie es zu sein scheint. Hat man die minimale Bürde der Perspektive von Eve aus dem Jenseits akzeptiert und gern gemeistert, so beschert die Autorin ihren Lesern höchsten Lesegenuß und absolut wahrhafte Sinnbilder, Situationen und grandiosen (Psycho-) Thrill und Nervenkitzel. Die Umstände erschüttern, lassen erschaudern und die ermittlungstechnische Arbeit, die Anomalien des Falls, die Suche nach der Schuld oder Unschuld, die Gerichtsmedizinischen Fakten, die Polizeiarbeit, die gedanklichen Wege.... all das ist unsagbar intelligent und nahezu genial und detailliert recherchiert wiedergegeben worden. Hier macht die Autorin McBeth definitiv keine halben Sachen und überzeugt mit einem grandiosen Schreibstil. Das Lesen gestaltete sich so zu einer ganz neuen und anderen Art des Lesens. Colette McBeth berichtet aus Sicht der immer sympathischer werdenden Journalistin und Toten Eve und gibt auch unglaublich authentische Einblicke in die Welt ihrer Arbeit, ihrer Familie, ihren Männergeschichten und ihren Zielen. Wir erleben aber auch Mel in ihren Hochzeitsplänen mit Sam, ihrem Verlobten. Ein neues scheinbar geschütztes Leben. Doch auch Sam wirft seine Schatten voraus und die Beziehung bekommt allmälig tiefe Risse. Im Laufe der Story und im Laufe der hochtrabenden Ermittlungen gelingt es der Autorin eine Tür zum Leser zu öffnen, und Mel samt ihrer Geschichte, ihrer Entwicklung, ihrem Scheitern, ihrem Verfall und die neu gewonnene Hoffnung und Kraft , samt Charakterzüge und Psychogramm, zu platzieren. Eine weitere Besonderheit ist das weitreichende Spektrum an Wissen, was uns hier nahegebracht wird. Zu jedem Alltäglichen hat die Autorin eine sagenhafte Theorie, Anekdote, ein Nähkästchenplausch oder eine Weisheit, eine These oder einen Fakt, eine Alltagssituation, ein Geistesblitz oder einen frechen Dialog auf Lager. Sagenhaft! Die Spannung und der Nervenkitzel sind stetig auf Hochniveau, da der Leser nicht wissen wird, wohin uns die Ermittlungen führen werden. Hier dominieren in Sachen Thriller aber nicht nur ausschließlich brutales Ermorden und Blut, sondern atemberaubende Hochspannung, sagenhafte Genialität, Wissen, Komplexität und Vorgehensweise. Einfach eine mutige und seltene, aber sehr gelungene Umsetzung in einem Thriller. "… er wurde durch unerwiderter Liebe zu besinnungsloser Gewalt getrieben." (Seite 108) Charaktere: Was wäre dieses Buch bloß ohne seine genialen und einzigartigen Protagonisten und dieser speziellen Erzählperspektive? Mit Gold nicht aufzuwiegen sind die besonders gestalteten Charaktere hier in dieser Story. Hier schöpft die Autorin McBeth aus den Vollen und hat eine Welt aus unbeschreiblichen Darstellern geschaffen, so filmreif, so detailgetreu, so authentisch, so unglaublich abwechslungsreich und vielseitig. Hier habe ich den Eindruck, dass die Autorin die beliebtesten und gern gelesensten Eigenschaften der Protagonisten in einem Thriller umgemünzt hat. Einfach nur perfekt. Auch all die einzelnen nicht unwichtigen Nebencharaktere weisen ganz besondere Noten auf, die Eltern, die Partner, Freunde und Nachbarn. Die Polizei, die Behörde und andere Instanzen und und und ... Nicht zuletzt die unmenschliche Grausamkeit des psychopathischen Serienkillers. 5 Sterne Psychogramme und höchster Unterhaltungswert. Charaktere und Blickwinkel aus tiefsten Abgründen, kranken Seelen, gescheiterten Existenzen, helfenden Händen und der Moral der Gerechtigkeit. Wenn ich ehrlich bin, so möchte ich so manchen aus dem Buch gerne mal real kennenlernen, andere wiederum möchte ich niemals nie im Leben begegnen müssen. Eine raffinierte Auswahl an Protagonisten und Charakteren begegnen wir durch diese grausame Geschichte in diesem so unscheinbaren Örtchen nahe Londons und an der wilden Küste Sussex in Großbritanien. McBeth hat ganz spezielle Charaktere erschaffen, die so sonderbar sind, wie keine anderen. Hier gibt es nicht nur ein Spiel mit der Genialität und Unvorhersehbarkeit, hier gibt es auch ein perfides Spiel mit kranken Psychen und deren Opfer, und einer Auswahl an großartigen Hauptakteuren. "Dein Ruf ist deine soziale Währung, deine Eintrittskarte in ein normales Leben. Ohne ihn wirst du immer draußen vor der Tür bleiben." (Seite 156) Schauplätze: Neben dem einzigartigen Schreibstil mit Wiedererkennungswert, den sonderbaren Charakteren, spielen die Schauplätze in diesem Buch ebenso eine große Rolle wie der Fall selbst. Die Schauplätze sind ebenso detailliert, real, authentisch und getreu wiedergegeben und spiegeln das jeweilige Bild der Protagonisten, die dort agieren, wieder. Ein sensationelles Rundumpaket. Die Autorin lässt dem Leser viel Raum für Spekulationen und Fantasie, zeichnet jedoch genaueste Bilder der Umgebung, gepaart mit Atmosphäre, Emotion, Gefühl, Idyll, Schrecken, Witterung, Vegetation und Alltag. Sie beschreibt Orte, die jeder meint zu kennen und schafft somit Nähe und das Gefühl, selbst einmal dort gewesen zu sein. Hier nutzt sie gut und gern Details und kleine Alltäglichkeiten. Bizarre Orte, tiefe Abgründe, neue Welten, entsetzliche Kulissen, aber auch die gute biedere Gemütlichkeit und Geborgenheit eines fast heilen Zusammenlebens mit fragwürdiger Vergangenheit und aktuellem schrecklichen Ereignissen. Colette McBeth bietet dem Leser einen Blick in die Welt der häuslichen Gefangenschaft, Panik, Isolation und Zwangsstörungen, Alkoholexzesse, vergangene Freundschaften, Aktionismus, Spürsinn, Gerechtigkeit, Skrupellosigkeit, die verflossene junge Liebe, das verkorkste Dasein, die labilen Phasen eines scheinbar manischen Opfers....und und und. Das ist das Leben der Melody Pieterson. „Wie fühlt sich das an, unter dem offenen Himmel zu sitzen, das Salz auf seinen Lippen zu schmecken und nicht von Angst aufgefressen zu werden? Sie erinnert sich nicht mehr.“ (Seite 230) Meinung: Dieser Thriller ist wahrlich kein Standard, allein durch die Wahl der besonderen Erzählperspektive und den Wechsel der Blickwinkel. Ich war von Beginn an gefesselt, war entsetzt und fasziniert sogleich. Diese Neuartigkeit, diese Andersartigkeit, diese Erkennungsmarke, diese Novität, all diese vielen Details, das Leben der zuvor so lebensfrohen Melody Pieterson mit ihrem Verlobten Sam, der Mord an der Journalistin Eve und die bestialisch erschütternden Recherchen und Fakten der Mordfälle, der Bezug zu großen Justizirrtümern, die gescheiterten Seelen und Existenzen, die Motivation des Killers, diese Melancholie, die Filmzitate und Akribie.... hat mich gleich auf ihre Seite geholt und mich ans Buch gefesselt. Ich bewundere und lobe diese Einzigartigkeit und den Mut der Autorin auch paranormale Sichten zu schildern. Ein geniales Spiel mit dem Wort und ein genialer Dialog mit den Lesern. Ganz besonders großartig. Die Handlung gefällt mir mehr als gut und ich bin restlos begeistert. Daher würde und werde ich ungehindert 5 Sterne vergeben. Dieses Buch hat es verdient gelesen und bewundert zu werden! Verdiente 5 Sterne, da sich das Buch von der Masse abhebt, neuartig und mutig ist! Zudem hat es mich gut unterhalten und die Spannung mit Entsetzen, Emotionen, Mitgefühl und Überraschungsmomenten unterfüttert. Einzigartiger Bezug auf das ehemalige, jetzige und zukünftige Leben. Aktuelle Themen, gegenwärtige Medien, Presseinteresse, reale Polizeiarbeit und kleinste Details mit grandiosen Charakteren und zwei dicken Handlungssträngen, die sich zu einem festen Tau verbinden. "Aber die Sache war die, dass ihre Erinnerungen nicht in die Schubladen passten, die für sie aufgezogen wurden, sie waren von sperriger Gestalt. Kreise in eckige Löcher." (Seite 255) Cover / Buch: Das Buch ist hochwertig und ansprechend verarbeitet. Das Cover deutet auf ein verzweigtes Netz, ein Konstrukt, eine Verwurzelung tief im Fundament der Erde hin. Das ist stimmig und sogar fühlbar. Das Schriftbild ist sehr angenehm, die Kapitel von angenehmer Länge. Der Titel „grabestreu“ macht neugierig, hat aber für mich keinen erkennbaren Bezug zur Handlung. Das Cover gefällt mir mehr als gut, der Klapptext hatte es mir angetan. Wunderbar. „Wenn sie bei dem Angriff gestorben wäre, wäre sie einmal gestorben, aber sie ist seit damals jeden Tag gestorben, ein langsamer, schmerzlicher Zerfall ihres Verstands.“ (Seite 360) Die Autorin: „Colette McBeth lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern im Westen Londons. Sie war zehn Jahre lang Reporterin für den britischen Fernsehsender BBC und besuchte 2011 die Faber Academy, die so berühmte Schriftsteller wie T. S. Eliot, James Joyce, Sylvia Plath und Samuel Beckett hervorbrachte. Nach ihrem international erfolgreichen Debüt »zorneskalt« ist »grabestreu« Colette McBeths zweiter fesselnder Psychothriller." Fazit: Ein genialer Thriller, der das Beste der Besten vereint und absolut überzeugt und gerne 5 Sterne verdient hat! Ein Lesehighlight der ganz besonderen Art. Kein Schema F und eine ganz außergewöhnliche Erzählperspektive. TOP.

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    • 15

    joleta

    15. May 2015 um 07:54
  • Spannend, gut bedacht und Perspektivenreich

    grabestreu

    bird-su

    Die Geschichte ist in drei Perspektiven geschrieben. Es geht einmal um Eve, die gestorben ist und so gesehen erzählt ihr Geist die Geschichte, was sie erlebt hat und wieso sie immer noch als Geist existiert.  DI Rutter, ist die Detective Inspector, über sie erfährt man nebenbei was. Leider zu wenig, aber genug um ein Bild über sie zu machen. Sie ermittelt und versucht den Täter zu finden.  Dann gibt es die Melody, die ein Überlebende ist. Melody ist in viele Hinsicht interessant. Zu einem erfährt man wie sie vor dem Angriff war, was für ein Person sie nachdem Angriff wurde. So unterschiedlich, die wie zwei verschiedene Menschen sind.   Schade fand ich auch, dass man Eve nur als ein Geist kennenlernt.   Wie die anderen schon gesagt haben kann man Grabestreu für sich alleine lesen. Ich wusste noch nicht mal das "Zornenskalt" dazu gehört.   Ich hatte nicht ein einziges mal das Gefühl, dass ich was verpasst habe. Das Buch liest sich gut. Die Art und Weise wie McBeth schrieb gefiel mir sehr gut. Aus irgendeinen Grund musste ich beim Lesen immer an Ghost Whisperer denken. Mir gefiel die Kombination zwischen Melody und Eve (Lebende u. Tote). Es was immer gut dosiert und nie zu viel.  Die Spannung war gut verteilt, allerdings habe ich nach dem ich die Hälfte des Buches gelesen habe schon erraten wer der Täter ist. Es war dann keine Überraschung für mich, aber das ist selten so, dafür lese ich einfach zu oft Krimis.   Einige Überraschungen gab es ja dennochfür mich. Dazu gehört Eve als Geist, aber auch die Beziehung zwischen Sam und Melody wie es u.a. anfing.  Die Nebencharaktere waren genau so interessant und ich hätte mir sogar noch gewünscht die Entwicklung mit David weiter verfolgen zu können.  Fazit: Überraschend gut. "Blutlos" Thriller mal anders und doch sehr spannend. 

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    • 2
  • Das Schicksal wiederholt sich

    grabestreu

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    23. March 2015 um 21:50

    In einem Park in London wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Sie wurde erwürgt und der Täter hinterlässt eine Kette mit einem goldenen Vogelkäfig. So eine Tat gab es schon mal. Nur mit einem entscheidenen Unterschied: das damalige Opfer Melody hat überlebt. Und ihr Angreifer ist erst seit kurzem wieder auf freien Fuß. Beginnt der Albtraum erneut? "grabestreu" ist der zweite Thriller von Colette McBeth und hat mir insgesamt gut gefallen. Während die Autorin in "zorneskalt" noch auf so manches Klischee zurückgegriffen hat, ist ihr neustes Werk angenehm zu lesen und fast frei von eben solchen Stereotypen. Die Geschichte wird von 3 Personen erzählt: Melody, Eve und DI Rutter. Während Mel und die Detective lebendig sind, erzählt Eve aus dem Jenseits. Das mag zu Beginn gewöhnungsbedürftig sein, aber im Verlauf des Buches habe ich mich daran nicht mehr gestört. Denn Eve ist kein Geist im eigentlichen Sinn, sondern erzählt vieles aus ihrem Leben, ihren Nachforschungen und wie sie Melody helfen wollte. Dass sie tot ist, blitzt nur ab und an auf. Das hat mir sehr gut gefallen. Das Opfer Mel erscheint zu Beginn neurotisch, verschreckt und in sich gekehrt. Sie hat Zwangsstörungen entwickelt um ihrem Leben Herr zu werden. Durch ihre distanzierte Art konnte ich nur schwer einen Draht zu ihr finden. Doch je weiter ich gelesen habe, desto mehr konnte ich mich für sie erwärmen, sie verstehen und habe zum Ende hin richtig mit ihr mitgefiebert. Nach der Lektüre kann ich sagen, dass es so genau richtig war. Denn durch die Distanz konnte ich ihre Entwicklung sehr viel besser nachvollziehen, als wenn ich sie von Beginn an ins Herz geschlossen hätte. Die Ermittlungen durch DI Rutter bleiben eher im Hintergrund, was mich aber aufgrund der guten Geschichte nicht weiter gestört hat. Denn Colette McBeth stellt nicht die polizeilichen Ermittlungen in den Vordergrund, sondern das Schicksal von Eve und Melody. Für mich war das passend und stimmig. Die Story selbst ist eher ruhig, aber dennoch spannend. Die Autorin hetzt ihre Leser nicht durch den Thriller, sondern lässt sich Zeit, um die einzelnen Fäden zu spinnen und geschickt zusammenzuführen. Man sollte also etwas Geduld mitbringen, denn McBeth verschießt ihr Pulver nicht zu Beginn, sondern kontinuierlich. Das Ende hat mich überrascht, denn ich habe mich von der Autorin aufs Glatteis führen lassen. Dies tat sie so geschickt, dass ich es nicht bemerkt hatte, bis es zu spät war. Grandios! Der Stil von Colette McBeth ist, nach einer kleinen Eingewöhnung, sehr gut zu lesen. Ihre Erzählweise ist ruhig, von Perspektivenwechseln geprägt und für mich typisch britisch. Fazit: eine deutliche Steigerung zum Debüt. Ich kann den Thriller empfehlen.

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  • Außergewöhnlich und sehr spannend!

    grabestreu

    Sternenstaubfee

    Melody Pieterson ist vor fünf Jahren überfallen worden. Nur knapp kam sie mit dem Leben davon. Der Täter wurde gefasst und kam ins Gefängnis, doch nun - nach fünf Jahren - ist er wieder frei. Da wird eine weitere Frau überfallen und ermordet. Alles weist auf David Alden als Täter hin, der auch für den Überfall auf Melody schuldig gesprochen wurde. Doch dann kommen Zweifel auf; war er es wirklich? Mein Leseeindruck: Dieser Thriller wird aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt: Einmal aus der Sichtweise von Melody, dann aus der Sichtweise der ermittelnden Polizistin, und dann - und das war das Ungewöhnliche für mich - aus der Sichtweise des zweiten -toten- Opfers. Zunächst musste ich mich an diese doch eher untypische Erzählweise gewöhnen, aber es hat nicht lange gedauert, dann war ich von der Geschichte sehr gefesselt. Dabei haben mir die Abschnitte, die von der toten Eve handeln, sogar besonders gut gefallen. Es war einfach mal etwas anderes, dabei aber sehr spannend. Die ganze Geschichte empfand ich als sehr durchdacht, komplex und packend. Die Figuren waren überzeugend und wirkten authentisch. Ich habe diesen Thriller sehr gerne gelesen. Er hat mir schöne und spannende Lesestunden geschenkt, und ich lese nun gerne weitere Bücher der Autorin.

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    • 2
  • Ein unblutiger Thrillergenuss

    grabestreu

    LunasLeseecke

    16. March 2015 um 16:31

    Über das Buch Melody lebt mit ihrem Verlobten in einem großen neuen Haus in der Nähe von London. Doch während es von außen so aussieht, als hätte sie alles, eine glückliche Beziehung, ein großes Haus und genug Geld, ist dies doch nur die Oberfläche. Denn Melody ist tief traumatisiert und verängstigt, nachdem sie vor fünf Jahren überfallen wurde und nur mit viel Glück überlebt hat. Das Haus ist von hohen Mauern umgeben, und sie traut sich allein nicht mehr auf die Straße. Ihr Leben besteht aus einem großen Plan, der ihr keine freie Zeit lässt, die Gedanken schweifen zu lassen, denn über ihre Erlebnisse ist sie nie hinweg gekommen. Als nun, fünf Jahre später ein Mord geschieht, der Melodys Fall aufs Haar gleicht, erschüttert es Melody zutiefst, denn es tauchen zunehmend Hinweise auf, dass der Mann, der fünf Jahre zuvor verurteilt wurde, möglicherweise unschuldig ist… Die Geschichte wird aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt. Zum einen DI Rutter, die Polizistin, die den Fall bearbeitet, zum anderen Melody, das Opfer, das vor fünf Jahren überlebt hat. Beide Persepktiven werden von einem personalen Erzähler geschildert, während die Dritte aus der Ich-Perspektive erzählt wird, und zwar aus der Sicht von Eve, der Toten. Das war im ersten Moment etwas ungewöhnlich und befremdlich, man hat sich aber schnell daran gewöhnt und ich wusste Eves Perspektive sehr zu schätzen. Einen Großteil der Handlung hat man ohnehin Melody verfolgt, und die Arbeit der Polizei hatte eine eher untergeordnete Rolle. Die Charaktere haben mir insgesamt gut gefallen. Wir begleiten hier drei starke, aber sehr unterschiedliche Frauen durch die Geschichte. Melody mochte ich am Anfang nicht so. Mit ihrem zwanghaften Verhalten und ihrer Rehäugigkeit ging sie mir ein bisschen auf den Keks, denn ich konnte ihre Wandlung von der Person, die sie früher gewesen zu sein schien, in das Häufchen Elend nur schwer nachvollziehen. Natürlich ist mir auch klar, dass viele Menschen nach schlimmen Erlebnissen so reagieren wie Melody, und anstatt es zu verarbeiten, einfach nur versuchen, jeden Gedanken durch ausreichend Ablenkung zu verdrängen, und es war auf jeden Fall ziemlich gut beschrieben. Aber Im Laufe der Geschichte wurde sie mir aber sympathischer und ja, auch irgendwie menschlicher. Sie hat sich vor allem sehr weiterentwickelt und verändert, was wirklich toll beschrieben war. Auch Eves Sicht mochte ich sehr, daher tat es mir ziemlich Leid, dass sie schon tot war. Und DI Rutter fand ich sehr faszinierend, eine starke Ermittlerin, die ihren eigenen Verfehlungen und denen ihrer Kollegen ins Auge sieht und versucht, es wieder gut zu machen.  Insgesamt fand ich die Charaktere sehr authentisch und lebensnah beschrieben, und auch der Schreibstil der Autorin war spannend und mitreißend. Auch die Schauplätze waren gut beschrieben, und ich konnte viele Szenen vor meinem geistigen Auge sehen und sogar manchmal riechen, auch wenn ich auf den vergammelten Fisch gern verzichtet hätte. Außerdem gab es immer wieder Plot Twists, die sowohl Leser als auch Protagonisten auf eine neue Spur gelenkt haben, und am Ende hatte ich viele in Verdacht, ohne mir sicher zu sein, und auf das Ende wäre ich so wohl nicht gekommen. Fazit „grabestreu“ ist ein überzeugender Psychothriller, der völlig unblutig daher kommt, und vor allem durch gute Charaktere und einen Wendungsreichen Handlungsaufbau überzeugt. Für alle Fans von Spannung, die auf literweise Blut verzichten können definitiv zu empfehlen.

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  • Spannend von der ersten bis zur letzten Seite

    grabestreu

    Enni

    03. March 2015 um 19:22

    Ich fand das Buch sehr spannend und den Schreibstil großartig. Sicher nicht mein letztes Buch von der Autorin Inhalt:  Es scheint als hätte Mel das perfekte Leben. Ein wunderschönes, großes Haus. Ihr Verlobter ist Arzt und sieht gut aus. Doch der Schein trügt. Vor einigen Jahren wurde sie fast zu Tode gewürgt, lag danach im Koma. Damals nannte sie sich noch Melody. Für sie das Schlimmste: Es war ein guter Freund von ihr... David Alden wurde verhaftet, verurteilt und ist nun wieder auf freiem Fuß. Doch Mel fühlte sich auch nicht sicher, als er noch hinter Gittern saß. Sie leidet seit dem Vorfall unter Panikattacken, geht niemals allein vor die Tür. Als eine Frauenleiche im selben Park gefunden wird, horcht Mel auf. Eve Elliott wurde stranguliert und in ihrer Hand wurde eine Kette gefunden, genau wie bei Melody...   Cover / Aufmachung: Mir gefällt das Cover nicht so gut. Etwas nichtssagend. Die Titelübersetzung finde ich übrigens auch nicht so gelungen - was ist so falsch an 'The life I left behind". Passt doch viel besser. Der Klappentext (den ich immer zuletzt lese) ist leider nicht richtig. Dort heißt es nämlich: "muss Melody erkennen: Ihr Peiniger ist auf freiem Fuß." - ähm, ja. Das wusste sie und musste es nicht erkennen. Hätte man vielleicht anders formulieren können.   Erster Satz:  "Das erste, was ihm auffällt, ist die Kälte."   Meine Meinung: Der Schreibstil der Autorin hat mich richtig gekriegt. Das war mal etwas ganz anderes. Es gab die klassische Ermittlerin und das Opfer. Besonders war Eve. Denn die Tote hat mehr zu erzählen als manch anderer Protagonist. Sie ist zwar gestorben, aber noch nicht ganz weg. Als eine Art Geist beobachtet sie die Handlungen. So erfährt der Leser viel mehr, aber immer zum richtigen Zeitpunkt. Nichts wird vorschnell behandelt.    Es gibt eigentlich zwei Hauptprotagonisten: Melody und Eve.  Wobei mir Eve von vorneherein viel sympathischer war. Eine lebensfrohe Frau, sie sich von nichts und niemanden einschüchtern lässt. Beruflich hatte sie früher Rechtsirrtümer aufgeklärt und zu Unrecht verurteilte aus dem Gefängnis geholt. Als sie David Alden kennen lernt, reizt sie sein Fall. Er ist zwar wieder entlassen, doch sein Ruf ist ruiniert. Eve möchte ihm helfen - das macht es auch so befremdlich, dass er sie getötet haben soll... Melody ist keineswegs wehleidig; solche Protagonisten finde ich einfach nur schrecklich. Sie scheint schlicht unter starkem psychischem Druck zu stehen. Die Autorin verstand es wirklich sehr gut, diesen darzustellen. Ich konnte wirklich nachvollziehen, wie es Mel ging. Die Ängste, die Langeweile nach Aufgabe ihres Jobs, die Schauspielerei, damit niemand sie durchschaut. Ein perfekt inszeniertes Leben - nur ohne wirklich zu leben. Es wird auch beschrieben, wie sie früher war. Nicht nur äußerlich ähnelte sie damals Eve. Trotz allem ist Mel eine wirklich starke Persönlichkeit. Auch die Polizistin, DI Rutter, wird sehr gut beschrieben. Ihr Zwiespalt, den Kindern und ihrem Mann neben der zeitraubenden Arbeit nicht gerecht zu werden.  Einige Charaktere liebte ich vom ersten Moment an (Nat), andere waren mir so unfassbar unsympathisch (Sam). Insgesamt hat die Autorin es geschafft, mir zu jedem ein Bild in den Kopf zu setzen. Ihre Beschreibungen waren wirklich klasse.   Das Buch war von Anfang an richtig spannend. Ich wollte zu wirklich jedem Zeitpunkt wissen, wie es weitergeht. Die Perspektivwechsel taten ihr Übriges. Es gab keine richtigen Rückblenden, vielmehr erinnerten sich die Protagonisten an die Vergangenheit. Auch diese Infos, was in der Vergangenheit geschah, waren sehr wichtig und interessant. Hierbei wird nichts zu früh verraten. Insbesondere der eigentliche Überfall, was danach genau geschah usw. bleibt ziemlich lange im Dunkeln. Immer nur kurze Andeutungen halten den Leser bei der Stange.   

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  • Grabestreu

    grabestreu

    dubh

    01. March 2015 um 12:16

    Nach dem Debüt "Zorneskalt" legt die Britin Colette McBeth mit "Grabestreu" ihren zweiten Psychothriller vor, den man allerdings - soviel vorab - völlig für sich alleine lesen kann. Melody Pierson hat vor einigen Jahren einen Überfall durch einen Unbekannten nur knapp überlebt und anschließend alle Bande zu ihrem alten Leben gekappt. Sie hat damals den mutmaßlichen Angreifer identifiziert und ihren Nachbarn hinter Gitter gebracht. Seitdem lebt sie mit einer neuen Identität und versucht ihr Leben - immer noch sehr stark traumatisiert - zu meistern. Nachdem der Täter von vor fünf Jahren entlassen wird und wieder eine junge Frau überfallen wird und dabei nicht so viel Glück wie Melody hat, ist die mühsam zusammengeklaubte Sicherheit sofort vom Tisch... Doch die Geschichte wird nicht nur aus der Perspektive Melodys erzählt, denn es kommen noch zwei weitere Perspektiven hinzu: die eine ist die des Opfers Eve. Die Getötete versucht mit Melody Kontakt aufzunehmen und sie bezüglich des Täters in die richtige Bahn zu lenken. Die dritte Sichtweise ist die der Polizistin: Detective Inspector Victoria Rutter, die mit viel Elan den richtigen Täter dingfest machen möchte und dabei über die ein oder andere frühere Ermittlungspanne stolpert... Anfangs fand ich die drei Blickwinkel zugegebenermaßen etwas gewöhnungsbedürftig - zumal ich mit der Ebene, dass hier eine Tote 'spricht', in einem Krimi nicht so gerne mag -, aber ich muss sagen, dass die Autorin diese perfekt miteinander vorwoben hat, so dass sich alles sehr stimmig lesen hat lassen. Auch finde ich, dass ein Thriller nicht durch reichlich blutige Details bestechen muss, sondern durch subtilere Details und einen gekonnten Spannungsaufbau. Und das muss ich Colette McBeth wirklich lassen: sie schafft Nervenkitzel und Gruseleffekte durch die richtigen Elemente und nicht die so häufig genutzten 'Axt-Effekte'... Und durch einige unerwartete Wendungen und die verschiedenen Perspektiven hält die Autorin die Spannung sehr lange hoch - auch für den Leser. Aber nicht nur das! Mir haben vor allem zwei Figuren ausgesprochen gut gefallen: einmal die Ermittlerin Rutter, die für mich eine tolle, starke Frau ist, die auch dahin schaut, wo es nicht unbedingt erwartet wird. Zum anderen Melody Pierson, die unglaublich kämpfen muss, um ihr Leben nach der schweren Attacke wieder einigermaßen in den Griff zu bekommen. Die psychologischen Einblicke, die dieser Charakter gewährt, fand ich mehr als nur interessant - die sind der Autorin sehr gut gelungen. Fazit: Ein toller Psychothriller, der sehr lange spannend bleibt und meiner Meinung nach mit zwei großartig gezeichneten Figuren besticht. Für alle LeserInnen, die keine Horrorszenen brauchen um richtig 'gethrillt' zu sein.

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  • Ein fesselnder, raffiniert angelegter Psychothriller mit Mystery-Elementen

    grabestreu

    bookstars

    26. February 2015 um 23:43

    „Sie hat überlebt. Doch ihr Albtraum ist noch nicht vorüber …“ INHALT Vor fünf Jahren wurde Melody Pieterson von einem Unbekannten überfallen und entkam nur knapp dem Tod. Seitdem hat sie alle Erinnerungen an ihr altes Leben begraben und sich eine neue Identität aufgebaut. Ihr Angreifer ist hinter Gittern, in vier Wochen wird sie heiraten. Ihr Leben scheint fast normal. Doch dann entdeckt die Polizei die Leiche einer Frau, am gleichen Ort, an dem der Täter damals Melody zurückließ. Als wie vor fünf Jahren eine Kette mit einem kleinen goldenen Vogelkäfig am Tatort gefunden wird, muss Melody erkennen: Ihr Peiniger ist auf freiem Fuß. Und der Albtraum ist noch nicht vorbei …  (Quelle blanvalet Verlag) MEINE MEINUNG Mit dem Nachfolger ihres gelungenen Thriller-Debüts „zorneskalt“ ist der britischen Autorin und ehemaligen BBC-Reporterin auch mit ihrem neuen Buch „grabestreu“ ein vielschichtiger und äußerst packender Psychothriller gelungen, den man schon bald nicht mehr aus der Hand legen kann. Der Leser erlebt die in der Gegenwart angesiedelte Haupthandlung aus der Sicht von drei weiblichen Figuren, die ihre Erlebnisse in sich abwechselnden Kapiteln aus der Ich-Perspektive in der Vergangenheitsform erzählen. Dies ist zum einen die Protagonistin Melody Pieterson, die vor Jahren schwer verletzt einen Überfall überlebt hat und sich, immer noch schwer traumatisiert, mit ihrem Verlobten Sam ein neues Leben aufzubauen versucht. Aus einer zweiten Perspektive erleben wir die junge Eve, die quasi aus dem Jenseits Einblicke in ihr Leben kurz vor ihrer Ermordung gibt, denn bis kurz vor ihrem Tod versuchte sie als investigative Journalistin die Unschuld des damals für Melodys Angriff verurteilten David Alden zu beweisen und einen Justizirrtum nachzuweisen. Die Autorin hat mit Eves allwissender Sicht auf gelungene Weise mystische, paranormale Elemente in ihre Geschichte eingebunden, die sehr passend wirken, für viel Spannung sorgen und dem Thriller eine besondere Note geben. Schließlich lernen wir in einer letzten Perspektive die in die Untersuchungen zu Eves Mordfall eingebundene Polizeibeamtin DI Rutter kennen, die immer mehr Unstimmigkeiten bei den Ermittlungen zu Melodys Fall aufdeckt und alles daran setzt, Eves Mörder und Melodys mutmaßlichen Peiniger zu finden. Sehr gelungen sind die fesselnden Perspektivwechsel, durch die sich langsam eine greifbare Spannung aufbaut. So beginnt man gebannt zu rätseln, wie neu aufgedeckte, verwirrende Anhaltspunkte zusammenhängen könnten und wird so manches Mal in die Irre geführt. Schon bald wird klar, dass viele Figuren etwas zu verbergen haben, und für dieses grausame Psychospiel jemand aus unmittelbarer Nähe von Melody verantwortlich zu sein scheint, der auch Kontakt zum Mordopfer Eve hatte. Durch ihre clever konstruierte Handlung und viele unerwartete Wendungen versteht es die Autorin, die aufgebaute Spannung bis zum packenden Showdown immer weiter zu steigern. Auch wenn die Auflösung des Falls für mich sehr überraschend kam, waren die psychologischen Hintergründe für die Taten in sich schlüssig und sehr nachvollziehbar. Sehr vielschichtig und lebensnah hat McBeth ihre Figuren charakterisiert, insbesondere ihre drei weiblichen Figuren wirken sehr authentisch und sympathisch. Durch ihre besonderen Eigenarten bekommen sie eine besondere Tiefe und können sehr überzeugen. Hervorragend gelungen ist vor allem Melody, die ihre traumatischen Erlebnisse und Amnesie nach dem brutalen Überfall bis heute nicht verarbeitet hat und sich nicht mehr richtig in ihr früheres Leben einfinden konnte. Tief erschüttert ist ihr Urvertrauen und Selbstbewusstsein. Die Autorin versteht es, uns ihren beklemmenden Alltag detailreich zu schildern, ihre labile Psyche und ihr gestörtes Verhalten vor Augen zu führen, das geprägt ist von Zwangshandlungen und Rückzug. Im Verlauf der Handlung beginnt Melody auf eigene Faust die brutale Wahrheit ans Licht zu bringen, die sie fast an ihrem Verstand zweifeln lässt, sie aber schließlich Stück für Stück ihr altes Leben und ihre Stärke zurückgewinnen lässt. Der Schreibstil von Colette McBeth ist sehr mitreißend, abwechslungsreich und flüssig. Auf äußerst bildhafte, oft eindringliche Art gelingt es der Autorin Schauplätze und Szenen zu beschreiben und Stimmungen heraufzubeschwören. FAZIT Ein sehr fesselnder Psychothriller, der mich mit seiner äußerst raffiniert angelegten Handlung, faszinierenden, authentischen Charakteren und überraschenden Mystery-Elementen sehr gut unterhalten konnte.

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  • Psychothriller mit Mysteryelementen

    grabestreu

    nicigirl85

    24. February 2015 um 16:57

    Von der Autorin Colette McBeth habe ich bisher keinen Thriller gelesen, weshalb ich den Vorgänger zu diesem Thriller nicht kenne, aber ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass mir irgendwas fehlen würde. Im Buch selbst geht es um das ehemalige Opfer Melody, die nur knapp dem Tod von der Schippe gesprungen ist. Der vermeintliche Täter von damals ist wieder auf freien Fuß, was Melodys Leben noch komplizierter macht als es nach dem Überfall war. Wie soll sie damit nur umgehen? Und dann gibt es ein weiteres Opfer… Sehr gut beschrieben sind die Zwänge und Störungen, die Melody seit der Geschichte von damals hat. Nur diese allein sorgen dafür, dass sie mit ihrem Leben klar kommt und nicht den Halt verliert. Man konnte förmlich spüren wie sehr sie das braucht, um sich halbwegs wohl zu fühlen. Völlig überrascht hat mich, dass das zweite Opfer Eve mit Melody als "Geist" in Kontakt tritt, denn mit Mystery hatte ich bei diesem Fall so gar nicht gerechnet. Hier passt das sehr gut, denn so bekommen wir als Leser noch intensivere Einblicke. Ansonsten empfand ich es als gelungen, dass aus unterschiedlichen Perspektiven die Handlung dem Leser näher gebracht wird, denn das sorgt für meinen Geschmack immer für zusätzlich Spannung. Die Erzählweise der Autorin ist zu keiner Zeit langweilig. Am meisten hat mir gefallen, dass der Thriller von drei starken Frauen handelt, die alle auf ihre Weise mir sympathisch waren. Vor allem in Melody konnte ich mich einfühlen, aber auch der Tatendrang von Ermittlerin Victoria Rutter hat mich fasziniert. Ebenfalls gut, dass zahlreiche Wendungen im Buch dafür sorgen, dass man lange im Dunkeln tappt, eh man die ganze Wahrheit erfährt. Fazit: Ein unblutiger, aber spannender Mysterythriller, der mich begeistern konnte. Lesenswert!

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  • Thriller? Eher nicht....

    grabestreu

    Igela

    21. February 2015 um 14:09

    Am 15. September 2013 wird die 30 Jahre alte Eve Elliot in einem Park in der Nähe von London tot aufgefunden. Die Fernsehmoderatorin wurde stranguliert und alle Indizien weisen auf den kurz vorher aus der Haft entlassenen David als Täter hin. Dieser hat 6 Jahre zuvor auf die gleiche Art und Weise die junge Melody überfallen und versucht umzubringen. Die damals knapp dem Tod entronnene junge Frau , hat mit dem neusten Mord grosse Probleme in ihrem Leben, denn das nur mühsam Verarbeitete kommt nun wieder an die Oberfläche! Detectiv Victoria Rutter sucht nach Parallelen und ist nicht von der Schuld Davids überzeugt. Die Geschichte wird in zwei Erzählsträngen gezeichnet. Auf der einen Seite kommt die ermordete Eve in der Ich Perspektive zu Wort, was sehr berührend und beeindruckend ist. Dass , ein Opfer nach seinem Tod die Dinge aus seiner Sicht dar stellt, habe ich so noch nie gelesen und hat mir gut gefallen. Der zweite Strang beinhaltet die Story von Melodey. Hier wird über ihre psychischen Probleme, ihre Neurosen und die Ehe zu ihrem Ehemann Sam geschrieben. Diesen Strang empfand ich als zu wenig Thriller und zu sehr Familiengeschichte. Die Spannung, der "Thrill" fährt in diesem Buch auf einer gemächlichen Schiene und hat mich dadurch enttäuscht. Seitenweise und Hauptthema ist das Leben Melodys und die Ermittlungen bleiben lange Zeit aussen vor. Nach und nach entdeckt man als Leser zwar, wie die Stränge zusammen hängen, doch der Weg dahin ist etwas langatmig und zäh.

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