Colette Chéri / Chéris Ende

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Inhaltsangabe zu „Chéri / Chéris Ende“ von Colette

'Chéri war die Addition aller Fehler, die - bei einem jungen Mann - eine reife Frau verführen können.' Colette

Als ihr jugendlicher Liebhaber die 19-jährige Edmée heiratet, sieht sich die erfahrene Léa mit dem Schmerz der Trennung konfrontiert. Wunderbar direkt und mit psychologischer Raffinesse erzählt Colette von der Liebesverstrickung eines Paares und den Empfindungen einer faszinierenden Frau, für die die Trennung von jenem 'schönen Dämon' zum Abschied von der Jugend und verführerischen Ausstrahlung ihrer Weiblichkeit wird.

'Colette hat ein zeitloses, psychologisches Meisterwerk geschrieben, … und das Milieu, die Gerüche, die Farben - alles stimmt so wunderbar, dass ich nun verstehe, … warum große Schriftsteller wie Marcel Proust, André Gide, Cocteau, Simenon oder die Beauvoir Colette über alles liebten und als Schriftstellerin bewunderten.' Elke Heidenreich

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  • Rezension zu "Chéri. Chéris Ende" von Colette

    Chéri / Chéris Ende

    Ferrante

    10. July 2010 um 16:43

    Dieser Doppelband enthält beide Cheri-Romane in modernen Übersetzungen. Im ersten Band ist der 24jährige Cheri der Liebhaber der älteren Lea. Beide genießen ein nichtstuerisches Leben und die Liebe in Paris. Cheri heiratet jedoch, und der Roman entfaltet das ganze Psychodram, das sich in und um Lea, der verlassenen Geliebten, abspielt. Impressionistisch wird die Pariser Damengesellschaft rund um diese Lebedame skizziert. Mit dem Ende der Beziehung endet auch Leas verlängerte Jugend, und sie wird eine alte Frau, wie Cheri schockiert im zweiten Teil feststellt, als er nach dem ersten Weltkrieg wieder zuhause ist. Die Ehe ist inzwischen abgekühlt, die Geliebte eine alte, patente Matrone - Cheri findet keinen Halt mehr in der Welt. Gekonnt wird sein psychischer Abstieg ausgestaltet, von dem die Umwelt fast nichts zu bemerken scheint. Colette schreibt psychisch sehr differenziert und lässt immer wieder impressionistische Skizzen der Umwelt, auf ganz bestimmte Details fokussiert, einfließen. Schlussendlich entfaltet sich das Portrait einer Pariser Oberschicht, die nichts mit sich selbst anzufangen weiß. Colette ist ein Klassiker!

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  • Rezension zu "Chéri /Chéris Ende" von null null

    Chéri / Chéris Ende

    hollygoreading

    10. August 2007 um 11:20

    Ich bin zufällig auf die Autorin Colette gestoßen. Sie führte für die damalige Zeit (Fin de siécle bis Zwanziger Jahre in Paris) ein ziemlich verruchtes Leben. Cheri ist der Kosename des jungen Liebhabers von Lea, eine etwa 50jährige Frau,sehr eitel, wozu sie allen Grund hat, lebenslustig, gelassen und unabhängig. Alles ist sehr auf Gesellschaftsleben, Vergnügungen und den Tratsch in den Salons ausgerichtet. Cheri ist ein Trotzkopf, ein "ungezogener Bengel", der auf Kosten der Madame Lea ein ziemlich schönes Leben führt. Die ganze Geschichte scheint von diesem Luxus beherrscht zu sein. Überall tauchen kostbare Stoffe auf, Gourmetfrühstücke, lange Stunden, die Cheri im luxuriösem Badezimmer verbringt, teure Autos- dies alles endet, denn über allem hängt die Vergänglichkeit, die diese Zeit - kurz vor dem ersten Weltkrieg- auch prägt. Und so wird sich Lea auch ihrer Vergänglichkeit bewusst . Sie ist nicht mehr das unbeschwerte junge Ding, dass von einem Liebhaber zum anderen zieht. Cheri ist zwar sowas von ungehobelt, ein Schmarotzer, eitel und arrogant- aber man muss ihn einfach lieben, wie ihn Lea liebt. Allein das ist schon eine Glanzleistung , wenn eine Autorin es schafft, den Leser von diesem arroganten Schnösel zu überzeugen. Lea lässt Cheri gehen, der eine Heirat des Geldes wegen plant. Aber Cheri kann Lea nicht vergessen- seine Selbstsicherheit ist weg, er wird zum unglücklichen Mann, dessen Leben zum Scheitern verurteilt scheint- und das folgt in "Cheris Ende". Große Gefühle ganz zart angedeutet in alltäglichen Gegebenheiten. Alles in einem luxuriösen Umfeld in Szene gesetzt und über allem der Schleier der Vergänglichkeit. Mir hat das sehr gut gefallen, denn das kommt nicht kitschig daher. Das besitzt eine unvergleichliche Stimmung, die Sehnsucht erweckt. Toll!

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