Colette Cheri

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Inhaltsangabe zu „Cheri“ von Colette

Eine klassische Konstellation: Ein junger Mann muß sich entscheiden - zwischen der erfahrenen Geliebten und der jungen Ehefrau. Wunderbar direkt erzählt Colette von der Liebesverstrickung eines Paares und den Empfindungen einer reifen Frau, die sich auf einmal dem ersten großen Schmerz ihres Lebens ausgeliefert sieht: der Trennung von jenem 'schönen Dämon', der für sie zum Abschied von der Jugend und verführerischen Ausstrahlung ihrer Weiblichkeit wird. 'Chéri war die Addition aller Fehler, die - bei einem jungen Mann - eine reife Frau verführen konnten.' Colette (Quelle:'Flexibler Einband/01.04.1999')

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  • Rezension zu "Cheri" von Colette

    Cheri

    Sokrates

    29. November 2011 um 18:07

    Colette, eine der bekanntesten französischen Autorinnen der ersten Hälfte des 20. Jh., hat mit Chéri einen Klassiker geschrieben, der mittlerweile auch verfilmt wurde. – Erzählt wird die Geschichte des Chéri – Liebling -, der als Sohn einer Kurtisane zwar materiell in seiner Kindheit wenig Einbußen hat, jedoch irgendwie nur zwischen Frauen hin- und hergeschoben wird. Was herauskommt ist ein eitler, versnobter Schönling, der sich gern Perlenketten dekoriert und nur zwischen Frauen sitzt und schwatzt. – Ebendieser ‚Liebling‘ geht eine Liaison mit der ebenfalls aus dem Freundeskreis seiner Mutter stammenden Kurtisane Lea ein, eine Frau, die wesentlich älter ist als er. Dass diese Beziehung aufgrund dieses Altersunterschieds zu Beginn des 20. Jh. keinen Bestand haben kann, ist jedoch auch schon der einzige Gehalt dieses Romans. Ansonsten erschöpft sich die Handlung im Puder, Kokettieren und sich über andere Frauen auslassen. Eine große Handlung hat er nicht zu bieten.

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  • Rezension zu "Cheri" von Colette

    Cheri

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    30. December 2008 um 21:59

    Es ist nicht verwunderlich, dass dieses Buch u.a. Simone de Beauvoir stark beeinflusst hat. Die Gestalt einer reifen aber bezaubernden Dame ... eigenwillig und stark, unabhängig und doch gefangen in gesellschaftlichen Konventionen. Mitreißend ... wenn mn sich erst mal an die Sprache gewöhnt hat ... aber so verständlich ... weil Gefühle beschrieben werden, die jeder doch zu gut kennt. Das verhaltene Schweigen, das Begehren, die Verachtung, der Hass ... erstaunlich nur, da geschrieben von einer Frau der französischen Moderne, welche meines Erachtens die Literatur bis heute stark geprägt hat. Macht Lust, mehr über Sidonie-Gabrielle Claudine Colette zu erfahren ... eine wahrlich interessante Frau.

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