Colin Bateman

 3.9 Sterne bei 53 Bewertungen
Autor von Ein Mordsgeschäft, Hundeelend und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Colin Bateman

Colin Bateman wurde 1962 geboren. Er arbeitet als Journalist, Kolumnist, Drehbuchautor und Autor. Bateman schreibt sowohl für Erwachsene als auch für Kinder und lebt mit seiner Familie in Bangor, Nordirland. 1998 wurde sein Roman »Divorcing Jack« verfilmt.

Alle Bücher von Colin Bateman

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Ein Mordsgeschäft

Ein Mordsgeschäft

 (29)
Erschienen am 08.12.2010
Hundeelend

Hundeelend

 (11)
Erschienen am 12.03.2012
Vollnarkose

Vollnarkose

 (4)
Erschienen am 11.03.2013
Titanic 2020 – Rette sich, wer kann!

Titanic 2020 – Rette sich, wer kann!

 (1)
Erschienen am 09.02.2009
DIVORCING JACK

DIVORCING JACK

 (2)
Erschienen am 01.10.2008
MURPHY'S LAW

MURPHY'S LAW

 (1)
Erschienen am 04.11.2002

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Neue Rezensionen zu Colin Bateman

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walli007s avatar

Rezension zu "Ein Mordsgeschäft" von Colin Bateman

Kein Alibi
walli007vor 2 Jahren

Er ist Besitzer des besten Krimibuchladens in Belfast, welchen er sinnigerweise „Kein Alibi“ getauft hat. Im Nebenladen residiert eine Privatdetektei, deren Besitzer allerdings seit einiger Zeit verschwunden ist. Und so kommt es, dass immer mehr Kunden des Nachbarn im Buchladen auftauchen und darum bitten, ihre Probleme gelöst zu bekommen. Das gelingt besser als man meinen könnte, obwohl der Inhaber wegen diverser echter und eingebildeter Krankheiten weder die Stadt noch Land kaum je verlässt. Doch als ein Buchverleger in seinem Laden erscheint, der darum bittet, das Verschwinden seiner Frau aufzuklären, scheinen die Grenzen der Kunst erreicht. Und dann ist da noch Allison aus dem Juweliergeschäft gegenüber, die der Inhaber des Buchladens doch allzu gerne näher kennenlernen möchte.


Amüsiert folgt man dem Buchhändler auf seinen ersten Schritten zum Privatdetektiv. Als begeisterter Krimileser und natürlich auch Verkäufer, müsste er für seinen Nebenjob eigentlich bestens geeignet sein. Doch sein etwas undurchsichtiges Vorleben könnte sich als nicht zu unterschätzendes Hindernis erweisen. Und die hübsche Allison, die am liebsten das Abenteuer, Assistentin eines Privatdetektivs erleben möchte, bietet auch eine willkommene Gelegenheit zur Ablenkung. Dennoch wird so mancher Gedanke gewälzt und viele Seiten im Internet, denn trotz seiner Verschrobenheit, dumm ist der namenlose Buchhändler nicht. 


Dieser Buchhändler ohne Namen ist schon etwas verschroben, seine Angst vor einem Virus oder sonst einer Krankheit ist beinahe größer als bei einer echten Gefahr. An seinen Schwarm traut er sich nicht richtig heran. Und seine Gedankenergüsse sind nicht von schlechten Eltern. Dennoch macht er Spaß. Skurril und ironisch, mit witzigen Anspielungen auf die großen Detektive, unterhält er sehr gut.  Schließlich hat er einen Fall am Wickel, der sich packender entwickelt als man zunächst ahnen kann. Und wie es sich für den Beginn einer Reihe gehört, bleiben am Schluss auch genug Fragen zur Person des guten Buchhändlers offen, um ihm noch die Lösung weiterer Fälle zu wünschen.

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Rezension zu "Ein Mordsgeschäft" von Colin Bateman

Detektiv wider Willen
Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren

Bücher sind kostbare Gegenstände, und man kann sie nicht einfach aus dem Regal pflücken wie Dosenerbsen im Supermarkt.

Im Belfaster Krimibuchladen "Kein Alibi" häufen sich allerdings seltsamerweise just jene Kunden, die irgendwas aus dem Regal ziehen, keine Klappentexte lesen und auch sonst merkwürdig desinteressiert an Krimis scheinen. Der Buchhändler weiß auch warum: Seit der benachbarte Privatdetektiv Malcolm Carlyle verschwunden ist, suchen die Menschen bei ihm Hilfe. Wenn der Detektiv nicht mehr da ist, dann kann in ihren Augen sicher der Mann aushelfen, der beruflich auch eine Menge mit Detektiven zu tun hat. Eines Tages traut sich der erste Hilfesuchende, den Buchhändler anzusprechen: Die Lederhose seiner Frau ist aus der Reinigung verschwunden. Mit vergleichsweise wenig Aufwand kann er die Hose tatsächlich auftreiben, das Honorar einstreichen und lässt sich auf weitere Ermittlungen ein.

Ein paar Steine liegen dem Neudetektiv allerdings im Weg: Aus dem Haus gehen mag er nicht, Leute mag er eigentlich auch nicht und sich selbst hält er zudem für den Klügsten ohnehin. Er hat viel vom hochneurotischen TV-Ermittler Monk, der schon mit zahlreichen Phobien auffiel. Die einzige Frau, für die er sich interessiert, arbeitet im Laden gegenüber und wird von ihm richtiggehend verfolgt. Per Kamera und Verfolgung weiß er eine ganze Menge über die angebetete Alison, die er eines Tages auf einer Literaturveranstaltung bei ihm endlich persönlich kennen lernen darf. Sie ist ein wenig zu tatkräftig für seinen Geschmack, denn sie mischt sich in "seine" Fälle ein und erteilt Ratschläge ... ausgerechnet ihm, der selbstredend keine Hilfe benötigt und schlau genug für jeden Gegener ist. Die Hilfe wird allerdings wertvoll, als die ersten Toten auftauchen und das Ermittlergespann schließlich selbst vor einer Leiche steht. Einer der Fälle, die von Carlyle übernommen wurden, ist offenbar brenzliger als gedacht.

Das Buch lebt maßgeblich von zwei Dingen: Zum Einen von dem gegensätzlichen Duo aus Buchhändler und Alison. Zum Anderen von der absolut buchverrückten Atmosphäre. Der Erzähler teilt seine Klientel hübsch in Kategorien ein und würde glatt dem einen oder anderen den Verkauf eines Krimis von Robert B. Parker verweigern. Ein Agatha Christie-Roman zeugt klar von persönlichen Problemen des Käufers, denn davon sei schon seit Jahren nichts mehr über den Ladentisch gegangen, Grisham-Romane werden nur empfohlen, wenn man geistig zurückgeblieben ist und Patterson führt der Laden gleich gar nicht. Dafür darf Erskine Childers herhalten, wenn während eines Telefonats dringend ein unauffälliges Pseudonym her muss. Der Vertreter der Behörden, Detective Robinson, schätzt Krimis sehr und entpuppt sich als Sammler. Und nicht zuletzt ist einer der Fälle mit einem Verleger und seinem Verlagsprogramm verknüpft.

Gespickt mit schrägem bis schwarzen Humor mischt Bateman das Genre kräftig auf und lässt mich am Ende überrascht erkennen: Die Mischung funktionierte tatsächlich unterhaltsame 430 Seiten lang.

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kowas avatar

Rezension zu "Ein Mordsgeschäft" von Colin Bateman

Rezension zu "Ein Mordsgeschäft" von Colin Bateman
kowavor 7 Jahren

Wer Krimis, trockenen englischen Humor und Buchhändler mag, sollte das Buch unbedingt lesen. Lustig, überraschend, hinterlistig und gemein, denn Bateman weiß nur zu gut, dass der letzte Satz das nächste Buch verkauft :-).

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