Colin Beavan

 3.8 Sterne bei 24 Bewertungen
Autor von Barfuß in Manhattan, Alles öko! und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Colin Beavan

Barfuß in Manhattan

Barfuß in Manhattan

 (12)
Erschienen am 26.02.2010
Alles öko!

Alles öko!

 (11)
Erschienen am 12.03.2012
Alles öko!: Ein Jahr im Selbstversuch

Alles öko!: Ein Jahr im Selbstversuch

 (1)
Erschienen am 20.03.2012
Operation Jedburgh

Operation Jedburgh

 (0)
Erschienen am 24.04.2007
No Impact Man

No Impact Man

 (0)
Erschienen am 24.06.2011

Neue Rezensionen zu Colin Beavan

Neu
Golondrinas avatar

Rezension zu "Barfuß in Manhattan" von Colin Beavan

Rezension zu "Barfuß in Manhattan" von Colin Beavan
Golondrinavor 7 Jahren

Ähnlich angelegt wie Karen Duves "Anständig essen" geht es auch hier um einen 12monatigen Selbstversuch: Eine Kleinfamilie versucht ein Jahr lang möglichst klimaneutral zu leben - keine Verkehrsmittel, ausser menschlich angetriebene, keinen Abfall produzieren, keine Energie verschwenden.
Ich musste das Buch in grossen Teilen überfliegen, weil mich die langatmigen und sich wiederholenden Gedankengänge von Herrn Beavan - philosophiert er oder missioniert er? - doch sehr gestört haben bzw. er mir damit auch nichts Neues sagen konnte. Der Rest war informativ, witzig und unterhaltsam und ja auch manchmal belehrend aber das nehme ich dem Autor dann gern ab. Zum Beispiel wenn er den erfolglosen Versuch beschreibt, auf seine Waschmaschine zu verzichten oder wie er an ein neues Fahrrad kommt, ohne neue Ressourcen dafür zu nutzen.
Also die praktische Seite war supi, das warum, wieso, weshalb dazwischen hätte für meinen Geschmack um 2/3 gekürzt werden können.
Als Anstoß, sich über seinen eigenen ökologischen Fußabdruck Gedanken zu machen und etwas zu verändern, taugt das Buch allemal.

Kommentieren0
8
Teilen
LEXIs avatar

Rezension zu "Barfuß in Manhattan" von Colin Beavan

Rezension zu "Barfuß in Manhattan" von Colin Beavan
LEXIvor 8 Jahren

Colin Beavan ist mit diesem Sachbuch ein erstklassiges Werk gelungen. Er versteht es perfekt, dem Leser die Dinge, die ihm wichtig sind, so nahe zu bringen, dass er weder belehrend noch langweilend wirkt. "Barfuss in Manhatten" ist die Geschichte eines Selbstversuches. Es handelt sich hierbei um die Geschichte der Familie Beavan, die ein Jahr lang versucht, ökologisch korrekt zu leben. Und dies ist wahrlich kein Zuckerlecken. Bei den kleinsten Dingen gerät Colin oft an die Grenzen des Zumutbaren - er kann beispielsweise von seiner Frau Michelle nicht verlangen, täglich die unzähligen Stufen zu ihrem Büro im 43. Stockwerk eines Wolkenkratzers zu steigen, nur um den Aufzug zu vermeiden. Weitere massive Probleme gibt es bei der Ernährung, der Windeldiskussion um seine kleine Tochter Isabella und er gerät beinahe in einen Konflikt mit seiner Frau, als er sie auffordert, Dingen wie Kaffee oder Shoppen gehen zu entsagen. Dieses Buch wird nicht als trockenes Sachbuch präsentiert - obgleich es unzählige wichtige Informationen und Fakten beinhaltet - es liest sich weder wie ein Roman noch wie ein Ratgeber. Und doch bewegt es etwas im Leser. Man beginnt sich und sein Umfeld selber genauer zu beobachten, man schärft den Blick und wird kritischer - seinem eigenen Verhalten gegenüber. Ein sehr empfehlenswertes und überaus interessantes Buch, dem ich gut und gerne 5 Sterne gebe.

Kommentieren0
29
Teilen
vielleichtsagerins avatar

Rezension zu "Barfuß in Manhattan" von Colin Beavan

Rezension zu "Barfuß in Manhattan" von Colin Beavan
vielleichtsagerinvor 8 Jahren

Januar 2006. In Manhattan herrschen sommerliche Temparaturen. Freizeitsportler laufen in Shorts, junge Frauen schlendern in ärmellosen Tops ... Niemanden scheint diese metereologische Anomalie zu beunruhigen – außer Colin Beavan. Der Schriftsteller und Journalist ist alarmiert und fühlt sich in seinen anhaltenden Sorgen über Klimaerwärmung bestätigt. An jenem sommerlich warmen Wintertag erreicht Beavans Klimapessismismus den absoluten Tiefpunkt. Die Diskrepanz zwischen theoretischem Handlungsbedarf und den tatsächlich unternommenen Anstrengungen, das Weltklima zu retten, erscheint ihm schier unüberwindbar. „Wenn die Regierung schon nichts tat, was sollte ich dann tun?“, fragt der damals 42-Jährige rückblickend. Weiter jammern und mit dem Finger auf untätige Politiker zeigen? Weiter über nachhaltiges Leben schwafeln und unverändert konsumieren?

Colin Beavan fasst den Entschluss, individuellem Handeln eine Chance zu geben. Zusammen mit seiner Frau Michelle und der Tochter Isabella wagt er sich an ein noch nie zuvor dagewesenes Lifestyle-Experiment heran: Ein Jahr lang ökologisch neutral leben im schnelllebigen und vergnügungssüchtigen Manhattan: „Der Plan war nicht, ein Umweltexperte zu werden und das Gelernte dann anzuwenden, sondern bei null anzufangen - ohne die geringste Idee, was man gegen den Notstand unseres Planeten unternehmen könnte.“ Als „No Impact Man“, was dem Kontext entsprechend auf Deutsch frei übersetzt so viel heißt wie „Mann ohne Auswirkung auf die Umwelt“, baut Colin Beavan sein Leben und das seiner Familie komplett auseinander, stellt eingefahrene Konsumgewohnheiten in Frage und probiert Neues aus. Doch bei aller Liebe zur Umwelt ist er kein Verfechter strenger Askese. Sein Credo: Genussvoll UND ökologisch neutral leben ohne Verzicht! Sein Ziel: Raus aus der „hedonistischen Tretmühle“ des Schuftens und Konsumierens, rein ins Öko-Abenteuer!

Mit Hilfe eines Sieben-Stufen-Programms möchten die Beavans versuchen, so umweltverträglich wie möglich zu leben:

I. Keinen Müll produzieren
II. Keine Fortbewegung, die Kolhlendioxid produziert
III. Umweltverträgliche Ernährung
IV. Nachhaltiger Konsum
V. Trennung von städtischen Stromnetz
VI. Wasserverbrauch senken, Schadstoffe vermeiden
VII. Ausgleichsphase: Der Umwelt Gutes tun

Keinen Müll zu produzieren erwies sich komplizierter als gedacht. Schon am ersten Morgen seines neuen Lebens als Öko-Superheld sieht sich Beavan mit existenziellen Problemen konfrontiert: Womit soll er sich die Nase putzen? Wie soll er das Töchterchen wickeln? Taschentücher sind tabu, Isabellas Wegwerfwindeln ebenso. Der nächste Schock: Die Milch für den morgendlichen Kaffee kommt aus der Tüte - wie auch die meisten Lebensmittel, welche die Beavans konsumieren. Egal ob beim Einkauf im Supermarkt, Abstecher zum Bäcker nebenan oder am Imbissstand während der Arbeit: Müll in Form von Verpackungen, Styroporbechern, Tüten, Plastikbesteck und Papptellern ist omnipräsent. Mit Stofftaschentüchern, Stoffwindeln, selbstgemachten Brotzeiten, Musselinbeutelchen als Verpackungsersatz und Einmachgläsern als Getränkebehältern schafft es die Familie dennoch, ihr bisheriges Müllaufkommen um 95 Prozent zu reduzieren und nebenbei 5.000 US-Dollar zu sparen. Diesen Betrag hatte Michelle davor jährlich alleine für Fastfood ausgegeben.

Punkt III, umweltverträgliche Ernährung, war ebenfalls knifflig, galt es hier, einige strenge, selbst auferlegte Vorgaben zu erfüllen:

· nur jahreszeitliche Lebensmittel, die
· im Umkreis von 400 Kilometern angebaut oder hergestellt wurden
· kein Obst oder Gemüse aus dem Treibhaus
· kein Rindfleisch, kein Fisch, keine Meeresfrüchte

Einzig beim Kaffee (Michelles Sucht), Olivenöl, Balsamico-Essig und Milch für Isabella (, die gegen Soja allergisch ist) machten die Beavans Zugeständnisse. Ansonsten kamen konsequent nur regionale und saisonale Erzeugnisse auf den Tisch bzw. in die Brotzeitbox. Nicht nur, dass alle Familienmitglieder das einfache, gesunde und selbst gekochte Essen genossen. Michelle und Colin Beavan wurden auch sichtbar schlanker!

Die Trennung vom städtischen Stromnetz bedeutete: kein allzeit verfügbarer Strom. Sämtliche strombetriebenen Haushaltsgeräte wie Kühlschrank, Geschirrreiniger, Waschmaschine, aber auch TV, Warmwasserboiler, Heizung und Lampen verwandelten sich über Nacht in unbrauchbares Inventar. Mit einer winzigen tragbaren Solarpaneele erzeugten die urbanen Öko-Pioniere genügend Strom, um einen Rechner samt Modem einige Stunden am Tag mit Strom zu versorgen – die Arbeitsgrundlage des freiberuflich arbeitenden Schriftstellers und seit dem Projekt auch überaus erfolgreichen Bloggers Colin Beavan. Natürliche Lichtverhältnisse bestimmten von da an den Wach- und Schlafrhythmus der Familie, man ging meist schon um 22.00 Uhr schlafen. Die verlängerte Nachtruhe tat nicht nur dem Teint gut, sondern auch Beavan'schen ehelichen Beziehungen: Michelle wurde im Laufe des Projekts wieder schwanger, verlor das Baby jedoch im dritten Monat.

Fazit: Unterhaltsam, ohne den Ernst des Anliegens zu überspielen. Belehrsam, ohne mit missionarischem Eifer zu nerven. Inspirierend, ohne mit Handlungsimperativen die eigene Experimentierfreude zu schmälern.

Kommentieren0
10
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 47 Bibliotheken

auf 10 Wunschlisten

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks