Colin Cotterill The Coroner's Lunch

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Inhaltsangabe zu „The Coroner's Lunch“ von Colin Cotterill

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  • Challenge: Literarische Weltreise 2016

    Euphoria
    Ginevra

    Ginevra

        Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr Lust, im Jahr 2016 auf Weltreise zu gehen – literarisch gesehen? Dann begleitet mich durch 20 verschiedene Lese- Regionen! Die Aufgabe besteht darin... -  12 Bücher in einem Jahr zu lesen;-   Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen);-   Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen.-   Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen;-   Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen;-   Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen - bis zu zwei Kurzmeinungen sind erlaubt!-   Eure Beiträge werde ich verlinken;-   Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich;-   Genre und Erscheinungsjahr sind egal:-   Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt!Gut geeignet sind z.B. die Bücher verschiedener Literaturpreise oder Empfehlungslisten (Booker- Preis, Preis des Nordischen Rats, ZEIT- Liste zur Neuen Weltliteratur, usw.).Diese Challenge eignet sich also auch hervorragend dazu, den SuB abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren.Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlose ich am Ende des Jahres drei Bücher aus meinen Beständen - natürlich passend zum Thema!Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Einige Tipps und Empfehlungen werde ich schon mal vorab anhängen - Ihr müsst davon natürlich nichts lesen. Dann wünsche ich uns allen...Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездкиСчастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! -旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。-Gute Reise! TeilnehmerInnen:abaAberRushAmayaRoseAriettaArizonaarunban-aislingeachBellastellaBellisPerennisBibliomaniablack_horseBonniereadsbooksBuchraettinBücherwurmBuchinaCaroasCode-between-linesConnyMc CorsicanaCosmoKramerDaniB83DieBertaDunkelblauElkeelmidiGelindeGinevraGingkoGruenentegstGwendolinahannelore259hexepankiInsider2199IraWirajasbrjeanne1302kopikrimielseKruemelGizmoleiraseleneleseratteneuleseleaLeonoraVonToffiefeelesebiene27leucoryxLexi216189lieberlesen21LibriHollylittleowllouella2209MaritaGrimkeMinnaMminorimiss_mesmerizedmozireadnaninkaNightflowerOannikiOrishapardenPetrisPMelittaMPostboteRyffysameaSchlehenfeeschokolokoserendipity3012Sikalsnowi81StefanieFreigerichtstefanie_skysursulapitschiSvanvitheTalathielTanyBeeTatjana89Thaliomeevielleser18wandablueWanderdueneWedmawerderanerWollywunderfitz

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    • 1702
  • Starker Beginn, schwaches Ende

    The Coroner's Lunch
    Wolf_Thorberg

    Wolf_Thorberg

    12. April 2015 um 12:25

    Das Buch beginnt, wie auch viele andere geschrieben haben, verheißungsvoll. Ein ungewöhnliches Ambiente in Südostasien, eine skurrile, liebenswerte, humorvolle und weise Hauptfigur in Gestalt von Dr. Siri, dem einzigen und durchaus widerwilligen Gerichtsmediziner von Laos nach der Machtübernahme durch die Kommunisten. So haben mich die ersten Seiten mit ihrem Gedankenwitz und schwarzem Humor und der skurril-parodistischen Konstellation an Graham Greenes Our Man in Havana erinnert – und neben den euphorischen Kritiken zum Kauf animiert. Auch danach geht es zunächst munter weiter mit Siris Unterstützertruppe, seinem leicht am Down-Syndrom leidenden Assistenten und einer sarkastisch-witzigen Sekretärin. Auch der Krimiplot beginnt durchaus ansprechend, mit seltsamen Widersprüchen in einem prominenten Todesfall, die der eigentlich gar nicht als Pathologe ausgebildete Siri trotz seines jämmerlichen Equipments und gegen die herrschenden Powers to be nach und nach aufdeckt. Dabei erfährt man, auch eine Stärke des Buches, einiges über Land und Leute und die asiatische Variante des Steinzeitkommunismus. Doch so ab dem zweiten Drittel vermochte mich das Buch immer weniger zu überzeugen. Die Geistererscheinungen, die Siri bald hat und die ihm Hinweise auf die Lösung des Falls geben, verleihen der Geschichte zunächst noch eine poetisch-phantastische Ebene. Aber als daraus eine komplette Schamanenreise im laotischen Urwald wird, wurde es mir zu viel. Das Ganze mutierte vom philosophisch-witzigen Südostasien-Krimi zu einem ausgewachsenen und offensichtlich ernst gemeinten Esoterikroman. Praktisch wechselt Cotterill damit das Genre. Weiter wächst sich der mysteriöse Tod dreier Vietnamesen zu einem Tom-Clancy-haften Spionageplot aus, den ich verworren und wenig überzeugend fand. Der schwarze Humor und die Lebensklugheit des Textes geht dabei leider verloren, auch wenn immer wieder einzelne Satzperlen zu finden sind. Der 74jährige Siri ist plötzlich eine Mischung aus Quinci und James Bond und die Geschichte gerät immer mehr ins Fahrwasser der einschlägigen Klischees und Schablonen. Nicht mal der tragische Tod einer Mutter von mehreren Kindern im Zuge seiner Ermittlungen vermag den zu Beginn so empathischen Siri noch in seinem unglaubhaften Superman-Modus zu bremsen. Dann wird völlig unmotiviert am Ende auch noch die Perspektive zu den Mördern hin gewechselt (bis dato wurde nur aus Siris Sicht erzählt) und das Ende ist wiederum kitschig und melodramatisch. Wäre der Autor doch nur bei seiner zunächst lebensklug, witzig und poetisch erzählten Geschichte geblieben und hätte eine „kleinere“, dafür aber wahrere Krimihandlung ersonnen. So ist er als Graham Greene gestartet, hat als Mischung aus Tom Clancy und Marion Zimmer Bradley weitergemacht und ist als Rosamunde Pilcher geendet. Schade! Weiter zu den Figuren: Je länger ich las, desto weniger habe ich sie geglaubt. Ihre Lebensumstände, also das Äußere, mögen (kann ich aber letztlich nicht beurteilen) authentisch berichtet und recherchiert sein. Ihr Innenleben scheint mir aber nicht das von Asiaten zu sein sondern von Westlern. Das, was man gemeinhin mit dem asiatischen Wesen verbindet (Seniorität, Anpassung, Höflichkeit, nicht das Gesicht verlieren etc.) haben sie nicht. Sie reden und Denken stattdessen wie geborene Einwohner Großbritanniens. Das gilt natürlich auch für den ja typisch britischen Sarkasmus und schwarzen Humor. Überzeugend ausgearbeitet fand ich auch nur Siri und sein Team, die anderen sind mir nicht nahe gekommen. Fazit: Das erste Kapitel verkauft das Buch, das letzte das nächste, heißt es. Cotterill hat sich für mich nur als Genie der ersten Seiten erwiesen, danach kommt für meinen Geschmack nur Hausmannskost. Auch wenn ich die Konstellation an sich hochinteressant finde und dem Autor viel Potential zutraue, bin ich mir nicht sicher, ob ich eine weitere Siri-Geschichte lese.

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