Postdemokratie

von Colin Crouch 
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Postdemokratie
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Eine treffende - &aus heutiger Sicht alarmierend vorausschauende - Analyse aktueller Entwicklungen durch die Ausbreitung neoliberaler Logik.

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Erklärt viele Phänomene unserer Politik und Gesellschaft, aber dann doch etwas geschludert, dafür sehr lesbar

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Inhaltsangabe zu "Postdemokratie"

"Postdemokratie": Dieser Begriff des Politikwissenschaftlers Colin Crouch wurde nach dem Erscheinen der Originalausgabe seines Buches zum Kristallisationspunkt der Debatte um Politikverdrossenheit, Sozialabbau und Privatisierung. Crouch hat dabei ein politisches System im Auge, dessen demokratische Institutionen zwar weiterhin formal existieren, das von Bürgern und Politikern aber nicht länger mit Leben gefüllt wird. Der polemische Essay, der in Italien und Großbritannien bereits als Klassiker der Gegenwartsdiagnose gilt, liegt nun endlich auch in deutscher Übersetzung vor.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783518125403
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:159 Seiten
Verlag:Suhrkamp
Erscheinungsdatum:15.05.2008

Rezensionen und Bewertungen

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    sKnaerzlevor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Erklärt viele Phänomene unserer Politik und Gesellschaft, aber dann doch etwas geschludert, dafür sehr lesbar
    Ein hervorragendes Pamphlet

    Crouch stellt die These auf, dass ungefähr in den siebziger/achtziger Jahren dank des Erfolgs von sozialdemokratischen Parteien die Demokratie auf dem Höhepunkt war, seither befindet sie sich auf dem Rückmarsch, bzw. es funktionieren lediglich die Institutionen, wirklichen Einfluss kann die Bevölkerung nicht mehr nehmen.
    Für Crouch gehört zur Demokratie ein gewisses Maß an Gleichheit der Bürger, (sonst kann der Stärkste oder Reichste zu viel Macht in den politischen Prozess einbringen). Deshalb muss der Staat Geld umverteilen. Die liberale Demokratie, bei der der Staat nur für die rechtliche Gleichheit der Bürger sorgt, genügt ihm nicht. 

    Seit den achtziger Jahren haben die Bürger immer mehr Einfluss verloren und die Unternehmer haben immer mehr an Einfluss gewonnen und bis zum Ende gedacht führt das zur Postdemokratie.

    Crouch führt eine Fülle von Phänomenen an, die seine These untermauern. Etwa dass sich Parteien immer mehr dem Lobbyeinfluss öffnen, weil Wahlkämpfe immer teurer werden, wenn sie nicht mehr ein Wettbewerb der Ideen sind, sondern Werbefeldzüge, die sich im Prinzip nicht von Kampagnen für Waschmittel unterscheiden. Parteimitglieder und Wähler verlieren dagegen ihren Einfluss und werden frustriert.
    Solche Beispiele gibt es viele, vom Problem der Medien bis zu den erstaunlichen Nachteilen von Public-Privat-Partnership.

    Das Buch ist populär geschrieben, Crouch will, dass die Menschen sich engagieren und  ihre eigene Sache in die eigenen Hände nehmen und dazu müssen sie ja erst einmal verstehen.

    Aber populär ist ja nicht schludrig und genau das ist Crouch passiert. Dauernd verweist er darauf, dass er ein Thema an anderer Stelle behandelt hat oder es an einer anderen Stelle behandeln wird, statt dass er sich überlegt, an welcher Stelle er ein Problem vollständig abhandeln könnte.

    Außerdem reißt er die Themen nur an, er liefert starke Thesen aber man kommt immer wieder ins Grübeln, ob das wirklich so stimmt.

    Was beunruhigt: Das Buch ist jetzt, nach der Finanzkrise noch entsetzlich aktuell. 


    Und die Programmierer von Ebooks sollten sich mal eine leserfreundliche Methode für Fußnoten ausdenken!!!

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    Marcos avatar
    Marcovor 9 Jahren
    Rezension zu "Postdemokratie" von Colin Crouch

    Seit einigen Jahren gibt es eine internationale Debatte über die "Postdemokratie". Im Mittelpunkt der Kontroverse stehen vor allem die Thesen des britischen Politikwissenschaftlers Colin Crouch, der seine Auffassungen in seinem 2004 erschienene Buch "Postdemokratie" zusammengefasst hat. Crouch setzt sich dabei mit dem Zustand unserer westlichen demokratischen Systeme auseinander. In Großbritannien und in Italien wurde die Diskussion über die Postdemokratie besonders intensiv, in Deutschland dagegen bisher nur in kleinen Fachkreisen geführt. Insgesamt hatte die Debatte bisher keine besonderen Konsequenzen, vor allem die Politiker haben sich ihr weitestgehend entzogen. Dabei sind Crouchs Thesen nicht nur sehr explosiv und alarmierend, sondern spiegeln in vielen Punkten meine Erfahrung und Einschätzungen unseres demokratischen Systems auch in Deutschland wieder.
    Eines der besten politischen Sachbüchern überhaupt!

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    franzzis avatar
    franzzivor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Eine treffende - &aus heutiger Sicht alarmierend vorausschauende - Analyse aktueller Entwicklungen durch die Ausbreitung neoliberaler Logik.
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    beate
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    kaja
    M
    Mario_Veraguthvor 7 Monaten
    Sokratess avatar
    Sokratesvor 4 Jahren
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    kunstfaehlervor 5 Jahren
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren
    1000Seitens avatar
    1000Seitenvor 7 Jahren

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