Colin Dexter

 3.5 Sterne bei 59 Bewertungen
Autor von Die Leiche am Fluß, Der letzte Bus nach Woodstock und weiteren Büchern.

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Die schweigende Welt des Nicholas Quinn

Neu erschienen am 05.11.2018 als Taschenbuch bei Unionsverlag.

Der letzte Bus nach Woodstock

Neu erschienen am 05.11.2018 als Taschenbuch bei Unionsverlag.

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Rezension zu "Und kurz ist unser Leben" von Colin Dexter

Abschied von Chief Inspector Morse
Matzbachvor einem Monat

"Und kurz ist unser Leben" ist, was diesen Roman betrifft, Programm. Gleich vier Menschen sterben vorzeitig und Morse tritt ebenfalls ab, allerdings gelingt es ihm noch, seine Gedanken zu Papier zu bringen, sodass der Fall auch nach seinem Tod als gelöst gelten darf. Aber bis dahin ist es ein weiter Weg, der, wie so oft, durch Irrungen und Wirrungen gekennzeichnet ist.

Zum Fall: Eine Krankenschwester mit sadomasochistischen Neigungen wird, angekettet an ihr Bett, erschlagen aufgefunden, doch die Ermittlungen, an denen Morse, der die Tote aufgrund seiner Diabetesbehandlung im Krankenhaus kannte, aber nicht beteiligt ist, verlaufen im Sande.

Ein Jahr später führen zwei anonyme Anrufe zur Wiederaufnahme des Falls, doch auch dieses Mal ist Morse, der sich weigert, zunächst nicht beteiligt. Das ändert sich allerdings, als ein Verdächtiger im damaligen Fall nun selbst gewaltsam vom Leben in den Tod befördert wird. In dieser Angelegenheit bekommt Morse mit dem neuen Fall eben auch den alten aufs Auge gedrückt. Weitere Morde passieren, es hat den Anschein, dass jemand potentielle Mitwisser des ersten Mordes ausschalten möchte. Es bedarf einiger Ausflüge Morses bis in seine hintersten Gehirnwindungen, bis er dem Täter auf die Spur kommt. Dabei baut seine Gesundheit immer mehr ab, was er selbst merkt und deshalb seinen Nachlass regelt. Dass er nun endlich auf seine Ärzte hört und das Rauchen aufgibt und das Trinken (etwas) minimiert, hilft ihm allerdings auch nichts mehr.

Es heißt also Abschied nehmen von Chief Inspector Morse. Das gilt auch vorerst für mich, die letzten drei Fälle, die ich noch nicht gelesen habe, sind derzeit nur antiquarisch zu Phantasiepreisen zu erwerben, weshalb ich lieber bis zur Neuerscheinung im Unionsverlag warten werde.

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Rezension zu "Die Leiche am Fluss" von Colin Dexter

Frauenkomplott
Matzbachvor einem Monat

In Oxford wird ein emeritierter Geschichtsprofessor erstochen. Da die Gattin des zuständigen Inspektors ernsthaft erkrankt ist, wird der Fall an Chief Inspector Morse und seinen getreuen Sergeant Lewis übergeben. Diese stoßen auf zwei Verdächtige, eine Prostituierte, die regelmäßig Kontakt zum Ermordeten hatte, und einen ehemaligen Hausmeister des Colleges, an dem der Geschichtsprofessor tätig war, der seine Stellung für Drogenhandel mit Studenten genutzt hatte. Als sich der Verdacht auf letzteren verengt, verschwindet dieser. Neben seiner potentiellen Täterschaft spricht gegen ihn, dass er ein wahres Charakterschwein gewesen ist, das seine Frau misshandelte und seine Stieftochter missbrauchte. So keimt in Morse schnell der Verdacht auf, dass auch er ermordet worden sein könnte, aber solange keine Leiche gefunden worden ist, kann er letztlich nichts beweisen. Doch "Die Leiche im Fluss", die sich tatsächlich als der Hausmeister erweist, wirft neue Fragen auf, denn alle die Verdächtigen haben scheinbar wasserdichte Alibis.

Auch in diesem Roman tut Morse seiner Gesundheit mit seinem Alkohol- und Tabakkonsum so einiges an, außerdem entwickelt er Gefühle für eine der Verdächtigen, die im Übrigen auch erwidert werden, was aber keineswegs zu einem Happy End führt.

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Rezension zu "Der Tod ist mein Nachbar" von Colin Dexter

Hauen und Stechen im Oxforder Intelektuellenmilieu
Matzbachvor einem Monat

Zuerst dachte ich, der Titel "Der Tod ist mein Nachbar" sei eine Anspielung auf die ernste Erkrankung, der zu Folge laut Klappentext Morse mit dem Tod ringt. Doch weit gefehlt, der Klappentext klingt reißerischer als der Roman es letztlich offenbart. Gefühlte 20 der insgesamt 365 Seiten verbringt Morse, der zum Diabetiker geworden ist, im Krankenhaus (was aber keineswegs zu einer drastischen Änderung seiner Lebensweise führt). Tatsächlich verrät der Titel jedoch etwas anderes, denn das erste Opfer, eine junge Frau, ist nicht das richtige, ihr Pferdeschwanz ist zu ihrem Verhängnis geworden, was Morse nach einiger Zeit auch dämmert, doch er versäumt es, das eigentliche Opfer zu warnen, weshalb auch dieses stirbt.

Die Hintergründe des Falles spielen vor dem Hintergrund eines Sumpfes aus akademischem Ehrgeiz, dadurch bedingter Intrigen, Erpressung und fleischlichen Gelüsten, durch den sich Morse und Lewis erst einmal durchkämpfen müssen, bis sie Land sehen. Die High Society der Oxforder Intellektuellen sieht dabei wahrlich nicht gut aus, es gibt ein munteres Hauen und Stechen.

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