Zuletzt gesehen in Kidlington

von Colin Dexter 
5,0 Sterne bei3 Bewertungen
Zuletzt gesehen in Kidlington
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Eine willkommene Abwechslung nach all den schießwütigen Ermittlern mit Superman-Qualitäten und Hobby-Detektiv/innen.

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Hindernisse sind dazu da überwunden zu werden

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Inhaltsangabe zu "Zuletzt gesehen in Kidlington"

Inspector Morse hält nicht viel von Vorschriften. Während sein Untergebener, Sergeant Lewis, penibel nach Polizeihandbuch ermittelt, folgt Morse lieber seiner Intuition, wobei ihn das tägliche Kreuzworträtsel der Times immer wieder auf verblüffende Fährten bringt. Vor allem, wenn er bei einem Pint Bitter in einem verrauchten Pub seinen Gedanken nachhängt.

Eine herausfordernde Bewährungsprobe ist der Fall der spurlos verschwundenen Valerie Taylor, die vor mehr als zwei Jahren von zu Hause weggelaufen ist. Morse sieht nicht die geringste Chance, das Mädchen noch lebend zu finden. Bis ein Brief eintrifft, der scheinbar Valeries Unterschrift trägt, und der damalige Ermittler kurz darauf bei einem Verkehrsunfall ums Leben kommt. Morse glaubt nicht an einen Zufall.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783293208063
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:320 Seiten
Verlag:Unionsverlag
Erscheinungsdatum:16.07.2018

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    Matzbachs avatar
    Matzbachvor 2 Monaten
    Eigentlich gar nicht genial, der Inspector Morse

    Ein Polizeibeamter stirbt bei einem Verkehrsunfall auf dem Rückweg von London nach Oxford. Offensichtlich hat er weiter privat in einem Fall ermittelt, der ihn nicht losgelassen hat. Vor zwei Jahren verschwand eine Schülerin einer Gesamtschule, der Beamte hatte offensichtlich eine neue Spur entdeckt. Inspector Morse bekommt den Fall übertragen, zumal einen Tag nach dem Unfall ein Lebenszeichen der jungen Frau aufgetaucht ist. Eher unwillig stürzt sich Morse, unterstützt von seinem Sergeant Lewis, in die Ermittlungsarbeiten, die Lehrer, ja sogar die Eltern des Mädchens umfasst, wobei Morse davon ausgeht, dass sie eben nicht mehr lebt. Er entwickelt nach dem Muster trail and error zahlreiche Hypothesen, die sich letztendlich weitgehendals falsch erweisen, einer seiner Verdächtigen wird gar zum Mordopfer. Die Lösung des Falles erfolgt nach vielen Umwegen eher intuitiv.
    Wenn die im Anhang angegebene Üversicht stimmt, ist "Zuletzt gesehen in Kidlington" Morses zweiter Fall. Dabei ähnelte er so gar nicht dem "genialen" Sonderling, als der er im Klappentext angekündigt wird. Sonderling ja, aber genial geht anders. Aber genau das macht den Reiz des Romans aus.

    Kommentare: 1
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    Haversvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Eine willkommene Abwechslung nach all den schießwütigen Ermittlern mit Superman-Qualitäten und Hobby-Detektiv/innen.
    Intelligenter Krimi mit unorthodoxem Ermittler

    Die beiden TV-Serien „Lewis – Der Oxfordkrimi“ und „Endeavour – Der junge Inspektor Morse“ nach Motiven der Kriminalromane des leider im Vorjahr verstorbenen Colin Dexter, haben mit Sicherheit bei einigen Zuschauern das Interesse an den zwischen 1985 und 1999 erschienenen literarischen Vorlagen geweckt (in der deutschen Übersetzung), die in der Zwischenzeit aber leider nur noch zu horrenden Preisen antiquarisch zu haben waren. Umso erfreulicher ist es, dass der Unionsverlag sich entschieden hat, die Inspector Morse-Reihe neu aufzulegen und so ein Lesen bzw. Wiederlesen zu ermöglichen.

    Gestartet wird mit „Zuletzt gesehen in Kidlington“ (erstmals 1985 unter dem Titel „…wurde sie zuletzt gesehen“ veröffentlicht), dem zweite Band der Reihe, in dem sich Morse und sein Sidekick Lewis mit einem alten ungelösten Fall auseinandersetzen müssen. Die siebzehnjährige Valerie Taylor verschwand vor zwei Jahren spurlos, und noch immer gibt es keine Spur von ihr. Gemeinsam mit DS Lewis macht sich Morse an die Aufklärung des Falls und kann nach einigen Umwegen die Verschwundene ausfindig machen und die Lösung des Rätsels präsentieren.

    Morse ist (und war) eine willkommene Abwechslung nach all den schießwütigen Ermittlern mit Superman-Qualitäten und Hobby-Detektiv/innen, denn hier betritt ein Polizeibeamter die Bühne, der über eine umfassende geisteswissenschaftliche Bildung verfügt und mit einem scharfen Verstand gesegnet ist (ja natürlich, der Bezug zu Sherlock Holmes muss sein). Er denkt um die Ecke und stellt Verbindungen her, die seinen Kollegen entgehen, und genau das ist es, was ihn so erfolgreich in seinem Beruf macht. Aber neben diesen Stärken hat er auch jede Menge Schwächen: als Single ist er sehr empfänglich für die Flirtversuche seiner „Klientinnen“, von denen er sich ablenken lässt, er raucht zu viel und spricht auch dem Alkohol in größeren Maßen zu. Aber all das macht ihn nur menschlicher, sympathischer.

    Dexter lässt den Leser hautnah an der Ermittlungsarbeit teilhaben. Das macht er gut, obwohl es manchmal etwas ermüdend ist, wenn Morse die zigste mögliche Auflösung präsentiert. Aber durch diese unterschiedlichen Möglichkeiten beleuchtet er gleichzeitig sämtliche Aspekte des Falls und führt uns tief in die Gedankenwelt seines Protagonisten.

    „Zuletzt gesehen in Kidlington“ ist ein intelligent komponierter Kriminalroman mit einem unorthodoxen Ermittler, der neben der Aufklärung eines spannenden Vermisstenfalls jede Menge Atmosphäre transportiert. Ich freue mich bereits auf die nächsten Bände der Reihe!

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    aus-erlesens avatar
    aus-erlesenvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Hindernisse sind dazu da überwunden zu werden
    Vermisstensuche bis in die kleinste Ecke

    Klingt wie Strafarbeit: Einen Fall bearbeiten, in dem schon seit Jahren keine Bewegung mehr gekommen ist. Chief Inspector Morse beißt in diese Zitrone und macht Limonade daraus. 
    Der Teenager Valerie Taylor ist seit zwei Jahren spurlos verschwunden. Seitdem gibt es kein Lebenszeichen mehr von dem Mädchen. Keine guten Voraussetzungen, um den Fall noch zu einem guten Ende zu bringen, ihn überhaupt beenden zu können oder gar ein kleines Lob vom Chef einzuheimsen. Auf letztes kann Chief Inspector Morse verzichten, die anderen Punkte wurmen ihn schon. Auch weil er seiner Spürnase nicht vertrauen will. Denn die schnüffelt den Hauch des Todes. Nach so langer Zeit kann das Mädchen einfach nicht mehr am Leben sein. 
    Inspector Ainley hatte den Fall zuletzt bearbeitet. Ja, er hatte sich richtig in ihn verbissen. Hatte sogar so was wie eine neue Spur. Verdammt heißt sogar. Doch Ainley war unvorsichtig. Bei einem Überholmanöver übersah er einen von hinten heranrasenden Wagen. Das war sein Ende. Das war ein Tag zu Vergessen. Einen Tag später wurde ein Brief in einen Briefkasten eingeworfen. Man solle sich keine Sorgen machen. Alles ist gut. Unterschreiben von Valerie Taylor. Wie kann das sein? 
    Sergeant Lewis, der gewissenhafte, streng nach den Vorschriften handelnde Assistent von Morse muss einige Male über seinen Schatten springen, um Morse eine echte Hilfe zu sein. Von Besuchen in der Schule Valeries über eine Müllkippe bis in die miefigsten Stripclubs treibt es das ungleiche Ermittlerpaar. Nach und nach werden ihre Eskapaden zu einem düsteren Bild zusammengefügt. Rückschläge inklusive. Ziemlich schnell wird klar, dass der Brief erst bei ganz genauem Hinsehen nicht aus der Feder von Valerie Taylor stammen kann. Viel Aufwand für einen Fall, der eigentlich als ungelöst in den feuchten Kellern vor sich hinvegetieren kann, soll, und es auch lange Zeit tat. Und genau dieser Aufwand, der seltsame Tod, der noch seltsamere Brief lassen Morse nicht aufgeben.
    Alles scheint sich auf die Schule, die Valerie besuchte, zu verdichten. Nur eine Theorie: Der Direktor Mr. Phillipson schien etwas mit seiner Schülerin „gehabt zu haben“. Sein Stellvertreter Baines bekam Wind davon und erpresste seinen Chef. Auch der Französischlehrer Acum ist irgendwie in die Sache verwickelt. Morse hält alle Mosaikteilchen in der Hand. Nur ergeben sie noch kein richtiges Bild. Klarer wird dieses Bild erst als Baines blutbefleckt vor seinem Kühlschrank hockt. Aus dem Rücken ragt noch der Griff eines Messers…
    Colin Dexter lässt Chief Inspector Morse an der langen Leine ermitteln. Doch das andere Ende der Leine befestigt er am Pflock des Zweifels. Morse kommen die wildesten Theorien in den Sinn. Alle mit einem Funken Wahrheit. Bis der überspringt hat man mehr als dreihundert Seiten Zeit sich an der Spurensuche zu beteiligen.

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