Colin Harrison

 3.8 Sterne bei 21 Bewertungen
Autor von Im Schlund des Drachen, Der Anwalt und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Colin Harrison

Erfolgreicher und von der Kritik hochgelobter Autor: Der amerikanische Schriftsteller und Verlagslektor wurde 1960 in New York geboren und besuchte das Haverford College und die University of Iowa. Nach seinem Studium hat er als Redakteur bei Harper’s Magazine gearbeitet und ist aktuell als Lektor bei Simon & Schuster tätig. Harrison ist mit der bekannten Autorin Kathryn Harrison verheiratet. Zu seinen bekanntesten Werken zählen "Die Zügellosen" "Im Netz der Gewalt", "Manhattan, nachts" und "Im Schlund der Drachen". Colin Harrison lebt mit seiner Frau und den drei Kinden in Brooklyn, New York.

Alle Bücher von Colin Harrison

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Buchformat:
Cover des Buches Im Schlund des Drachen9783426198674

Im Schlund des Drachen

 (9)
Erschienen am 28.10.2009
Cover des Buches Der Anwalt9783453590212

Der Anwalt

 (4)
Erschienen am 26.09.2006
Cover des Buches Havana Room9783455026900

Havana Room

 (2)
Erschienen am 01.02.2005
Cover des Buches Vögel9783831007851

Vögel

 (1)
Erschienen am 22.09.2005
Cover des Buches Die Zügellosen9783426306338

Die Zügellosen

 (1)
Erschienen am 03.09.2018
Cover des Buches Der Moloch9783426502976

Der Moloch

 (1)
Erschienen am 01.06.2011
Cover des Buches Toter Mond9783455650129

Toter Mond

 (1)
Erschienen am 14.02.2015

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Neue Rezensionen zu Colin Harrison

Neu

Rezension zu "Die Zügellosen" von Colin Harrison

Mal etwas ganz anderes
Gwhynwhyfarvor einem Jahr

Der erste Satz: »Am Anfang ihrer Geschichte und seiner Probleme stand Verlangen.«

Ein feiner amerikanischer Thriller, der im Original »You Belong To Me« heißt, was den Inhalt wohl besser beschreibt. Du gehörst zu mir - gibt es bereits als deutschen Titel. Im Zentrum des Romans steht Jennifer, auf die mehrere Männer ihren Anspruch legen. Sie ist die Nachbarin von Paul Reeves, einem New Yorker Fachanwalt für Einwanderungsrecht, der locker mit ihr befreundet ist. Paul sammelt alte Stadtpläne von New York, ist völlig versessen auf seine Karten. Als er Jennifer, die viel Langeweile hat, mit zu einer Auktion nimmt, bittet sie Paul vor die Tür. Dort steht ein volltrunkener Mann: Bill aus Texas, der Liebhaber von Jennifer. Der Ehemann von Jennifer, der schwerreiche Exil-Iraner Ahmed, darf nichts von Bill wissen. Darum bittet sie Paul, Bill irgendwohin zu fahren, wo er seinen Rausch ausschlafen kann. Paul Elternhaus steht in Brooklyn – dort bewahrt er einige Dokumente seiner Kartensammlung auf – und Bill macht einen seriösen Eindruck, wird dort sicher nichts durcheinanderbringen, meint Paul. Und schon ist er Mitwisser einer never ending Story …

»In nur einer Generation würde Amerika von der verbliebenen weißen Elite, in Amerika geborenen Asiaten, den Juden (natürlich), den relativ wenigen erfolgreichen Latinos und Schwarzen sowie einer beträchtlichen Zahl von Indern, eingewanderten Chinesen und all den intelligenten ausländischen Studenten geführt, die Jahr für Jahr die Spitzenuniversitäten hierzulande absolvierten und dann beschlossen, dazubleiben.«

Jennifer muss sich entscheiden: Liebt sie Bill, für den sie seit Jugendzeiten die große Liebe ist, oder bleibt sie bei dem charmanten schwerreichen Ahmet? Jennifer gehört Ahmet – sie ist sein Besitz – so zumindest sieht er das. Und natürlich ist er im Bilde, denn er lässt Jennifer überwachen. Das Familienoberhaupt von Ahmet sitzt im Irak, Onkel Hassan, ein kranker, alter Mann, intelligent und lebensklug. Er setzt eine Maschinerie in Bewegung – die Frage ist nur, ob die Cousins von Ahmet genauso klug sind wie Hassan? Bill sollte man nicht unterschätzen, denn der riesige, breitschultrige Mann war für die US-Army in heiklen Auslandseinsätzen unterwegs …

»Ihre Mutter hatte jeden erdenklichen Fehler im Leben gemacht. Die falschen Männer, die falschen Ehen, zu viele Tabletten, Verhaftungen wegen Ladendiebstahls, mehrfach vollkommen pleite, mehrere wahrscheinlich vermeidbare Abtreibungen und der Verlust des Sorgerechts für Jennifers Halbschwester Stephanie ... Kurz, ihre Mutter war der Inbegriff jener Amerikaner, die laut Ahmet das Land ruinierten: ungebildet, unproduktiv, unversichert, unglücklich, uninteressiert am Gemeinwohl.«

Wer nun aber einen bang-bang-Thriller erwartet, der sei vorgewarnt. Colin Harrison ist ein guter Schriftsteller, er lässt seinen Plot langsam steigen, arbeitet viel mit Subtext, unterlegter Spannung und für mich entwickelte die Geschichte einen Sog, aus dem ich nicht mehr aussteigen wollte. Du gehörst mir – bezieht sich nicht nur auf Menschen. Paul ist die Hauptfigur, obwohl er doch eigentlich als Randfigur wirkt. Paul ist ein Sammler mit Leidenschaft, völlig besessen von seinen Karten – und für bestimmte Karten würde er alles tun … Sammelleidenschaft kann genauso krank sein, wie die Besessenheit von einem Menschen. Fein seziert Colin Harrison seine Figur Paul und man lernt einiges über Kartensammler – und insbesondere über die Psyche von Sammlern. Nebenbei – Pauls Freundin Rachel ist besessen von Paul – sie würde für diesen Mann alles tun – der sich mehr für Karten interessiert.

»Route von Mr. Charles Dickens aus England bei seinem ersten Besuch in den Vereinigten Staaten 1842«

Papier ist geduldig, Digitales ist eine Hure. Paul vertieft sich gern in seine Karten, die den Fortschritt von New York dokumentieren. Wo früher Viehställe und Gärten standen, Einfamilienhäuser, befinden sich heute Hochhäuser. Eine seiner Karten trägt die Randnotiz über einen Besuch von Charles Dickens – Digitales wird schlicht überschrieben. Da ist nichts, was verbleibt. Ein feiner Thriller, der sich dem Thema Besitz annimmt, in all seinen Facetten und unergründlichen Leidenschaften.

Colin Harrison, ist ein waschechter New Yorker und arbeitet als Lektor in einem großen US-Verlag. Verheiratet ist er mit der Schriftstellerin Kathryn Harrison. Das Paar lebt mit seinen drei Kindern in Brooklyn, New York.

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Rezension zu "Im Schlund des Drachen" von Colin Harrison

Wirtschaftsthriller, komplex und spannend
PMelittaMvor 5 Jahren

Zwei junge Mexikanerinnen werden in ihrem Auto auf besonders gräßliche Weise getötet. Jin Li, die die Reinigungsfirma leitet, bei der die beiden beschäftigt waren, hätte eigentlich auch im Auto sein sollen und taucht nun unter. Ihr Bruder, für dessen Firma sie und ihre Firma eminent wichtig sind, reist daraufhin aus Shanghai an und zwingt Ray Grant, Jin Lis Exfreund, sich auf die Suche nach ihr zu begeben.

Ich muss gestehen, dass ich am Anfang Schwierigkeiten hatte, mich mit dem Roman anzufreunden, doch dann packte mich gerade die Erzählweise Colin Harrisons, die mich vorher gestört hatte und der Roman wurde zu einem Pageturner, den ich nur noch ungern aus der Hand gelegt habe.

Der Autor erzählt aus einer ganzen Reihe Perspektiven, gerade am Anfang fällt es schwer, jede Person in die Geschichte einzuordnen. Zudem erscheint sein Erzählstil zunächst sehr ausschweifend und auch da wird erst nach und nach klar, dass vieles für das Geschehen wichtig ist. Es geht um Industriespionage, um Aktienspekulationen, um Geld und Macht – und mittendrin Ray, der all dies eben nicht verkörpert. Die Geschichte ist komplex – und richtig gut erzählt.

Auch die Charakterzeichnungen gefallen mir sehr, man lernt die Charaktere, aus deren Perspektive erzählt wird, tiefgehend kennen, erfährt viel über ihre Hintergründe, vor allem Ray wird einem sehr nahe gebracht und, so viel darf ich verraten, seine Geschichte ist sehr interessant. Gerade Jin Li ist es allerdings, die man am wenigsten gut kennen lernt, das hätte ich mir ein bisschen mehr gewünscht.

Mir hat der Roman sehr gut gefallen, wer Wirtschaftsthriller mag und sich von zum Teil deftigen Szenen nicht abschrecken lässt, der sollte hier zugreifen.



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Rezension zu "Im Schlund des Drachen" von Colin Harrison

Rezension zu "Im Schlund des Drachen" von Colin Harrison
Bastelfeevor 9 Jahren

Nach den ersten Kapiteln wird es langweiliger und uninteressanter. An Manchen stellen ist die Ausdrucksweise etwas unpassend. Dieses Buch war nicht so mein Fall.

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