Colin McAdam Fall

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Inhaltsangabe zu „Fall“ von Colin McAdam

Die Diplomatensöhne Noel und Julius sind im Elite- Internat von St. Ebury nicht nur Zimmergenossen, sondern verlieben sich auch beide in die schöne Fall. Wie der introvertierte Bücherwurm und Gewichtestemmer Noel damit umgeht, dass er gegen den beliebten, gutaussehenden Julius den Kürzeren zieht, erzählt Colin McAdam in seinem neuen Buch. Ein Roman, der die Jugendsprache verliebter Teenager, die nur an das eine denken, in ein literarisches Sprachkunstwerk verwandelt (im Deutschen meisterhaft wiedergegeben von Eike Schönfeld) und zugleich das Ende der Jugend beschreibt: In St. Ebury ermittelt die Polizei in einem Kriminalfall, der die Schüler aus ihrer unbeschwerten Jugend reißt und Erwachsene aus ihnen macht. Hier schreibt ein Autor, der Lebenserfahrung reflektiert und mit hohem literarischen Vermögen verarbeitet.

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  • Rezension zu "Fall" von Colin McAdam

    Fall
    Clari

    Clari

    19. November 2010 um 17:27

    Milieustudie aus einem Nobel -Internat in Kanada. Noel und Julius sind Eliteschüler in einem noblen College in St.Ebury in Kanada. Sie gehören zu den letzten drei Klassen, in denen Jungenüberschuss herrscht. Ihre Fantasien gelten den wenigen Mädchen und hier besonders Fall, einer der reizvollsten und schönsten Töchter aus gutem Hause. Alle befinden sich voll im Übergang von der Jugend zum Erwachsensein. Die Pubertät beherrscht mit allen ihren Nöten das Denken und Fühlen der Jungen und Mädchen. In einer sehr eigenwilligen Sprachmodulation erfasst Colin McAdam mit seinen knappen, betörenden und von Unsicherheit gekennzeichneten Worten den Ton der Jugendlichen. Man lebt gedrängt in Mehrbettzimmern und kommt sich so näher, als manch’ einem lieb ist. Noel bleibt der Benachteiligte, der die schöne Fall nicht für sich gewinnen kann, weil diese Julius, den smarten und klugen Diplomatensohn des US Botschafters, bevorzugt. Was für ein Ränkespiel betreibt Noel, der Eigenbrötler und Bücherfreund seinem Freund Julius gegenüber? Aus unterschiedlichen Perspektiven beschreiben Noel und Julius ihre Erlebnisse und Gefühle. Hinter den beinahe surrealen Assoziationen, die von der Liebe, von den Körpern und Gerüchen der anderen und von ersehnten Begegnungen handeln, spürt man die drängenden Wünsche nach sexueller Annäherung und Erfüllung. Zugleich wird das Internatsleben mit seinen Bedrückungen und Beengungen gezeigt. Die Söhne und Töchter der mehr oder weniger gut gestellten Diplomaten sind dem System von Lernen und Frust ausgesetzt, das zu unwirklichen Handlungen führt. Dass sich in den letzten Teil des Romans unaufdringlich ein Kriminalfall einschleicht, macht die Geschichte spannend. Lange Zeit bleibt man alleine den vagen Erlebnissen und Assoziationen der Schüler überlassen, die zwar atmosphärisch ausgeprägt sind jedoch keinen wirklichen Handlungsstrang versprechen. So bleibt der Eindruck, dass wir es hier mit einer aussagekräftigen Milieustudie zu tun haben, die nicht jedem in seiner leicht gekünstelten Darstellungsvielfalt gefallen wird.

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