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SophiasBookplanet

vor 4 Monaten

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Mittlerweile glaube ich wirklich an eine kleine sadistische Ader in mir. Bevor ihr jedoch Angst bekommt, sollte ich wohl noch hinzufügen, dass sie sich ganz alleine gegen mich selbst richtet. Zumindest meistens. Ich muss jedoch gestehen, dass ich hin und wieder vor meinen Freunden schon einmal von Colleen Hoovers Büchern geschwärmt habe und sie unwillentlich, selbstverständlich, dazu gebracht habe, auch eines dieser Bücher lesen zu wollen. Dabei weiß ich doch aus erster Hand, dass ihre Bücher mich immer wieder zum Weinen bringen und mein Leben scheinbar total über den Haufen werfen. Colleen Hoovers Bücher gehen mir jedes Mal so unheimlich nah und tief unter die Haut, dass ich erstens gar nicht mehr aufhören will, zu lesen, und zweitens mir all den Schmerz, den ich mit den Protagonisten teile, nicht mehr antun will. Doch bisher habe ich jedes Buch von ihr beendet, denn ich weiß, dass das Ende, welches auch dieses Mal wieder wunderschön war, mein Herz wieder heilen wird. Zumindest größtenteils.

Fallon als Protagonistin zu haben fühlt sich an wie eine Reinigung. Und damit meine ich keinen Hausputz, sondern eine innere Katharsis, wie es so schön heißt. Nach allem, was diese Frau durchmachen musste, ist sie dennoch so unheimlich liebenswert und stark, dass man als Leser glaubt, alles schaffen zu können, da Fallon, die so gezeichnet, verloren und gefangen ist, es auch schafft. Ben hingegen gibt dem Leben eine völlig neue, wunderschöne Melodie. Er findet wundervolle Worte für Fallon und auch für uns als Leser, die eine der Nachrichten dieses Buches übermitteln: Keep dreaming.

Doch nicht nur diese beiden Charaktere haben mich eine neue Sicht auf die Dinge finden lassen. Es gab ein Wiedersehen mit unseren Protagonisten aus "Zurück ins Leben geliebt", Miles und Tate. Auch wenn die Hintergründe mich unheimlich fertig gemacht haben, konnte ich mir ein kleines Lächeln dennoch nicht verkneifen, als diese beiden einen Gastauftritt bekommen haben. Auch Ian, Bens Bruder, ist uns bereits aus dem eben genannten Roman der Autorin bekannt. Er hat für mich und Ben eine ganz bedeutende Rolle in diesem Werk gespielt und ich könnte mir gut vorstellen, auch über ihn ein Buch zu lesen, würde es mir sogar wünschen, aber bekanntlich ist Colleen Hoover nicht so der Typ dafür, ganze Blutlinien abzuarbeiten.

Ein Auf und Ab der Gefühle ist bei Colleen Hoover Büchern nichts Ungewöhnliches, aber in diesem Fall hat sie sich meiner Meinung nach selbst übertroffen. Sieben Jahre erleben wir mit unseren Protagonisten und wir sehen sie leiden und lieben, zerbrechen und heilen. Immer wieder. Bereits zu Beginn des Buches wurden Andeutungen gemacht, die darauf hinweisen, dass noch irgendeine große Offenbarung auf uns wartet, die mir schließlich unheimlich viele Tränen abverlangt hat. Ja, nennt mich empfindlich, aber lest erst einmal selber dieses Buch, ohne Tränen in den Augen zu haben und eure Nase kitzeln zu fühlen.

 

Fazit:

Zu sagen, dass dieses Buch von Colleen Hoover etwas ganz Besonderes ist, ist vermutlich Mainstream, aber ich komme einfach nicht drum herum. Mit unheimlich packenden Wendungen, herzzerreißenden Dialogen, liebevollen Charakteren und wundervollen Zitaten am Anfang eines jeden neuen Jahres hat mich dieses Buch mitgerissen und wird mich hoffentlich im Herzen für den Rest meines Lebens begleiten. Und es würde mich stark wundern, wenn bei dieser ergreifenden Geschichte jemand keine Tränen in den Augen hat. Challenge accepted?

 

Autor: Colleen Hoover
Buch: Nächstes Jahr am selben Tag
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