Colm Tóibín

 4.1 Sterne bei 107 Bewertungen
Autor von Brooklyn, Nora Webster und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Colm Tóibín

Colm Tóibín wurde am 30. Mai 1955 in Enniscorthy, im County Wexford in Irland geboren und studierte am University College Dublin. Zwischen 1975 und 1978 lebte der Ire in Barcelona. Auf den Erfahrungen, die er dort gemacht hat, basieren seine ersten beiden Werke, „The South“ und „Homage to Barcelona“ (beide 1990). Nach seiner Rückkehr arbeitete er unter anderem als Journalist für „In Dublin“ und „The Sunday Tribune“. 1985 bereiste er Afrika und Südamerika. Seine Werke, Romane und Kurzgeschichten, wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und in mehr als 30 Sprachen übersetzt. Heute schreibt er regelmäßige Beiträge für die Londoner und die New Yorker „Review of Books“ und ist Professor in der Abteilung für englische und vergleichende Literatur an der Columbia, Kanzler der Liverpool University und Präsident der Listowel Writers Week.

Alle Bücher von Colm Tóibín

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Buchformat:
Cover des Buches Brooklyn9783423086493

Brooklyn

 (70)
Erschienen am 22.01.2016
Cover des Buches Nora Webster9783423146296

Nora Webster

 (24)
Erschienen am 29.03.2018
Cover des Buches Marias Testament9783446244849

Marias Testament

 (12)
Erschienen am 24.02.2014
Cover des Buches Porträt des Meisters in mittleren Jahren9783446259133

Porträt des Meisters in mittleren Jahren

 (10)
Erschienen am 01.03.2018
Cover des Buches Das Feuerschiff von Blackwater9783423133555

Das Feuerschiff von Blackwater

 (8)
Erschienen am 01.08.2005
Cover des Buches Die Geschichte der Nacht9783423131988

Die Geschichte der Nacht

 (7)
Erschienen am 01.05.2004
Cover des Buches Mütter und Söhne9783446259126

Mütter und Söhne

 (4)
Erschienen am 01.03.2018
Cover des Buches Haus der Namen9783446261815

Haus der Namen

 (1)
Erschienen am 17.02.2020

Neue Rezensionen zu Colm Tóibín

Neu

Rezension zu "Nora Webster" von Colm Tóibín

Nora Webster
Elizzyvor 2 Tagen

Meine Meinung

Die Geschichte beginnt mitten in Noras Leben, zu genau dem Zeitpunkt in dem sie ihren Mann verloren hat. Bereits zu Anfang lernt man eine Frau kennen, die noch nicht so recht weiss, wohin sie nun möchte. Etwas orientierungslos stolpert sie durch ihren neuen Alltag.

Verkauft das gemeinsame Ferienhaus, um Geld auf der Seite zu haben. Nimmt einen Job an, der ihr eigentlich nicht gefällt, um Geld zu verdienen. Besucht ihre Tochter, die sich aber durch ihre Trauer zum Vater entfremdet hat. Sie versucht mit ihren kleinen Söhnen klar zu kommen muss aber bald feststellen, dass auch diese den Verlust des Vaters nicht so leicht weg stecken.

Neben all diesen Problemen muss sie sich aber auch mit der Verwandtschaft und den Dorfbewohnern auseinander setzen. Nahezu jeder gibt seine Meinung ab und kritisiert oder lobt ihr handeln. Hier fällt es Nora nicht leicht, sich selbst wieder zu finden und einen neuen Weg für sich zu entdecken.

Die Grundidee über eine Frau, die sich alleine durchschlagen muss, fand ich erstmal grandios. Der Schreibstil und die Grundstimmung im Buch waren mir aber zu eintönig. 

In vielen Artikeln wird der leise Erzählstil von Toibin gelobt, ich fand diesen gefühlt etwas zu “leise” ja sogar lahm. So schildert er teilweise seitenlang eine Handlung nach der anderen herunter und kommt aber nie richtig in Fahrt. 

Während des gesamten Buches, gab es für mich kaum Spannungsmomente, selbst die Intrigen schienen mir manchmal etwas lieblos. Ich konnte mich Nora auch nur schwer annähern, sie blieb für mich kalt und viele ihrer Handlungen und Entscheide konnte ich nicht ganz nachvollziehen.

Schreibstil & Cover

Der Schreibstil war vom Lesefluss her sehr angenehm doch mir fehlte eindeutig der Spannungsbogen. So quälte ich mich eher von Seite zu Seite als das ich wirklich in einen Leserausch geriet.

Das Cover in farbig, gefällt mir richtig gut. Ich mag was es widerspiegelt und finde es sehr passend gewählt.

Fazit

Eine interessante Idee, die mir aber zu leise umgesetzt wurde. Obwohl gerade dies viele loben, war es für meinen Lesegeschmack einfach zu wenig. Nichts desto trotz fand ich aber einige Stellen richtig gut geschrieben und verstehe auch den Lob dahinter.

Bewertung
Plot ♥♥ (2/5)
Schreibstil ♥♥ (2/5)
Botschaft ♥♥♥ (3/5)
Lesevergnügen ♥♥♥ (3/5)

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Rezension zu "Marias Testament" von Colm Tóibín

Marias Sicht auf die Ereignisse vor 2000 Jahren
Mary2vor einem Jahr

Maria, die Mutter Jesu, blickt auf ihr Leben zurück und erzählt ihre persönliche, mütterliche Sichtweise auf das Leben und Sterben ihres Sohnes. Daraus ist ein Monolog entstanden, der zeitlich etwa 20 Jahre nach der Kreuzigung anzusiedeln ist. Maria blickt dem Lebensende entgegen und erzählt ihr Testament, ihr Vermächtnis.

Nach dem Kreuzestod Jesu war sie von Jüngern außer Landes gebracht worden, da man um ihr Leben fürchtete. Nun kümmern sich zwei der Jünger um sie, unterstützen sie finanziell und lassen sich wieder und wieder Einzelheiten aus Jesu Leben schildern. Offenbar soll das Leben Jesu schriftlich niedergelegt werden und ganz offensichtlich haben die Jünger auch konkrete Vorstellungen von der Ausdeutung bestimmter Begebenheiten.

Aus Marias Sicht stellen sich viele Erinnerungen aber anders oder zumindest nicht so eindeutig dar, wie die Jünger sie gerne hätten. Daher nun ihr Anspruch, ihre persönliche Wahrheit mitzuteilen.

Erzählt werden die biblischen Geschichten der Hochzeit zu Kana, der Auferweckung des Lazarus sowie der Kreuzigung Jesu. Diese Ereignisse erlebt Maria selbst mit und nimmt die Taten ihres Sohnes teils mit Befremden, teils mit mütterlicher Sorge zur Kenntnis. Sie teilt auch nicht die Vorstellung, dass Jesus Gottes Sohn ist, schon gar nicht, dass sein Leiden und Tod Teil eins göttlichen Heilsplans ist. Ihr Empfinden ist durchgehend von mütterlichen Gefühlen beherrscht. Diese versteht der Autor sehr eindringlich zu schildern und so eröffnet das Buch eine ganz andere Sichtweise auf Maria, als diejenige, die viele Christen für gewöhnlich haben. Maria wird nicht als demütige, reine Magd Gottes dargestellt, die sich in den Heilsplan einfügt, sondern als Mutter, die das Handeln ihres Sohnes nicht versteht und nicht billigt. Das kann man provokant finden, aber auch als Denkanstoß sehen. Dass die historisch verbürgten Geschehnisse der Kreuzigung auch ganz anders wahrgenommen werden können als im biblischen Zusammenhang gedeutet, zeigt dieser fiktive Monolog.

Sprachlich ist das Werk gelungen, die Schilderungen lassen Bilder und Gefühle entstehen, der Leser kann sich mühelos mit der Erzählerin identifizieren.

Gefehlt hat mir persönlich eine Erwähnung des Messias-Gedanken und eine Positionierung dazu. Daneben konnte ich nicht verstehen, weshalb die Namen Maria und Mirjam unterschieden werden, im Arramäischen sind sie doch der gleiche Name.

Insgesamt fand ich die Lektüre bereichernd und eine interessante Ergänzung zu den bekannten biblischen Evangelien.

Hier bewerte ich mit 4 Sternen.

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Rezension zu "Nora Webster" von Colm Tóibín

Ein Auf und Ab mit Nora
Buecherfreundinimnordenvor 2 Jahren

Nora Webster hat es mir nicht ganz leicht gemacht. Anfangs gefiel mir die Geschichte sehr, doch das Buch hatte auch immer wieder Längen. Ich bin mir nicht ganz sicher, woran es lag, dass ich zeitweise nicht vorankam mit dem Buch. Es gab Highlights, aber auch Phasen, die für mich nicht sonderlich interessant waren. Was soll’s. Drei Sterne mit der Tendenz zu vier, würde ich sagen …

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Gespräche aus der Community

Neu
Cover des Buches Brooklynundefined
Ihr Lieben,

anlässlich des Kinostarts von BROOKLYN - EINE LIEBE ZWISCHEN ZWEI WELTEN am 21. Januar 2016 verlosen wir 10x die Buchvorlage "Brooklyn" von Colm Tóibín.

Verratet uns einfach in den Kommentaren, wohin ihr am liebsten auswandern würdet.

Den Trailer zum Film findet ihr hier:

###YOUTUBE-ID=hU9GBORKNnM###


Wir freuen uns auf eure Kommentare und viel Glück! :)


BROOKLYN – EINE LIEBE ZWISCHEN ZWEI WELTEN

 

BROOKLYN – EINE LIEBE ZWISCHEN ZWEI WELTEN erzählt die bewegende Geschichte der jungen Eilis Lacey (Saoirse Ronan), einer jungen irischen Immigrantin, die in den 1950er Jahren versucht, in Brooklyn Fuß zu fassen. Von den Versprechungen Amerikas angelockt, verlässt Eilis nicht nur Irland sondern auch das behagliche Heim ihrer Mutter, um in New York ein neues Leben zu beginnen.

Anfangs leidet die junge Frau unter großem Heimweh, doch das verfliegt schnell als sie sich von einer Liebesromanze mitreißen lässt. Aber schon bald wird ihr neues Leben auf eine harte Probe gestellt und sie muss sich nicht nur zwischen zwei Ländern sondern auch zwischen zwei ganz unterschiedlichen Lebensentwürfen entscheiden.

Ab Donnerstag, 21. Januar 2016, nur im Kino!


Fox Searchlight Picutres präsentiert BROOKLYN, einen Film von BBC Films, der in Zusammenarbeit mit Telefilm Canada, Bord Scannán Na Héireann/The Irish Film Board, Sodec und BFI und in Koproduktion mit Wildgaze Films/Finola Dwyer Productions/Parallel Films/Item 7, Ingenious, BAI RTE und Hanway Films entstanden ist. Die Regie übernahm John Crowley, für das Drehbuch, das auf einem Roman von Colm Tóibín basiert, zeichnet Nick Hornby verantwortlich. In den Hauptrollen sind SAOIRSE RONAN, DOMHNALL GLEESON, EMORY COHEN, JIM BROADBENT und JULIE WALTERS zu sehen. Produziert wurde BROOKLYN von FINOLA DWYER und AMANDA POSEY, Ko-Produzenten sind PIERRE EVEN und MARIE-CLAUDE POULIN, als Ausführende Produzenten fungieren CHRISTINE LANGAN, BETH PATTINSON, THORSTEN SCHUMACHER, ZYGI KAMASA, HUSSAIN AMARSHI und ALAN MOLONEY. Darüber hinaus gehörten YVES BÉLANGER, der das Licht setzte und Production-Designer François Séguin zum Team. Den Schnitt besorgte JAKE ROBERTS, für die Musik zeichnete MICHAEL BROOK verantwortlich, Kostüm-Designer war ODILE DICKS-MIREAUX und als Musik-Supervisor war KLE SAVIDGE dabei.

 

https://www.facebook.com/FoxSearchlightDE

https://twitter.com/foxdeutschland

https://instagram.com/foxkino/

 

324 BeiträgeVerlosung beendet

Zusätzliche Informationen

Colm Tóibín wurde am 30. Mai 1955 in Enniscorthy (Irland) geboren.

Colm Tóibín im Netz:

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von 2 Lesern aktuell gelesen

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