Colson Whitehead Underground Railroad

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Inhaltsangabe zu „Underground Railroad“ von Colson Whitehead

Cora ist nur eine von unzähligen Schwarzen, die auf den Baumwollplantagen Georgias schlimmer als Tiere behandelt werden. Alle träumen von der Flucht – doch wie und wohin? Da hört Cora von der Underground Railroad, einem geheimen Fluchtnetzwerk für Sklaven. Über eine Falltür gelangt sie in den Untergrund und es beginnt eine atemberaubende Reise, auf der sie Leichendieben, Kopfgeldjägern, obskuren Ärzten, aber auch heldenhaften Bahnhofswärtern begegnet. Jeder Staat, den sie durchquert, hat andere Gesetze, andere Gefahren. Wartet am Ende wirklich die Freiheit? Colson Whiteheads Roman ist eine virtuose Abrechnung damit, was es bedeutete und immer noch bedeutet, schwarz zu sein in Amerika.

Ein berührendes Werk, das ich in der Originalsprache empfehle

— Caro_Lesemaus

Ein Buch, das ich in Erinnerung behalten werde. Tief berührend und interessant geschrieben.

— sunlight

Das Buch hat mich leider nicht so berührt wie ich es mir zu Beginn der Lektüre gewünscht habe. - Schade.

— JuliB

Hier ist kein bequemes, kein schönes Buch entstanden. Sondern eines mit dem Anspruch an den Leser, genau hinzusehen und wahrzunehmen.

— Claddy

Beeindruckend und bedrückend

— Laberladen

Düster und nachdenklich

— Traubenbaer

berührendes Buch das aufrüttelt.

— hexenaugen

Roman mit historischen Bezügen, der ergreift und betroffen macht

— lauravoneden

Ein Roman, welcher wegen seiner wichtigen Thematik gelesen gehört, leider aber in mancher Hinsicht einen fahlen Beigeschmack hervorruft.

— AnneEstermann

Thema ist immer noch aktuell, Realität und Sinnbild sind brilliant verwoben, wodurch das Buch lange nachklingt.

— Talathiel

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  • Eine Flucht durch die Staaten

    Underground Railroad

    HarIequin

    09. December 2017 um 17:25

    An Colson Whiteheads Auslegung zur Underground Railroad führt in diesem Jahr gefühlt kein Weg dran vorbei. Der Roman,der unter anderem mit dem Pulitzer-Preis und dem National Book Award ausgezeichnet wurde, weckte so bei mir im Vorfeld schon immense Erwartungen. Von der Organisation Underground Railroad wusste ich im Vorfeld nichts und erhoffte mir mit dem Buch ein wenig mehr Einsicht in die Thematik. Eng daran geknüpft war bei mir die Vorstellung, dass der Roman lehrreich und historisch korrekt sei. Im Wesentlichen geht es um Sklaverei im 19. Jahrhundert, um Flucht und die Sehnsucht nach Freiheit. Angesiedelt ist die Geschichte in verschiedenen Staaten Amerikas um 1850. Wir lernen die Protagonistin Cora bei der Arbeit auf einer Plantage kennen und folgen ihr später bei ihrer Flucht. Der Autor nimmt den Begriff Underground Railroad komplett wörtlich und so wird Cora mittels eines unterirdischen Zugs durch die Staaten zu ihrem jeweils nächsten Ziel befördert. Schnell setzt sich ein Schema durch: was anfangs als vielversprechender Neuanfang erscheint, entpuppt sich schnell als neuer Albtraum. Unter dem Deckmantel der Freiheit verbergen sich meist nur weitere rassistische Taten. Die Umsetzung der vielen Facetten von Rassismus hat mir hier gut gefallen und es wird eine ganze Bandbreite davon aufgezeigt. Die vermeintlich netten Leute haben doch auch ihre schlechten Seiten und verstecken ihre eigene Agenda hinter Toleranz und Hilfsbereitschaft. Gut gefallen haben mir auch manche Perspektivenwechsel, in denen der Leser mehr erfährt, als Cora selbst weiβ. Ab der Hälfte konnte mich der Roman auch mehr packen, da das Tempo angezogen wurde und einige unerwartete Dinge passieren, was die Geschichte abwechslungsreicher macht. Die Sprache ist etwas gehoben, aber trotzdem gut lesbar. Gewaltszenen sind erwartungsgemäβ vorhanden, aber generell nicht zu explizit geschildert (bis auf wenige Ausnahmen). Zu Cora würde ich wirklich gerne mehr sagen können, aber ich fand sie einfach nur in Ordnung, mehr nicht. Sie ist als Charakter nett zu lesen (auch wenn das nicht gerade eine Persönlichkeitseigenschaft von ihr ist), ein wenig tough, aber meistens sehr distanziert. Nicht, dass sie unsympathisch wäre, aber wirklich in sie hineinfühlen konnte ich mich auch nicht. Auf mich wirkte sie einfach nur als Mittel, um eine Geschichte erzählen zu können; sie hat die Geschichte nicht getragen. Mit den meisten anderen Charakteren konnte ich auch nicht mehr anfangen. Ein anderes Manko für mich ist die historische Ungenauigkeit und das diese Abweichungen nicht im Buch erwähnt werden. Der wortwörtliche unterirdische Zug entspringt den Kindheits-Fantasien des Autors und die Zeit greift Ereignisse auf, die erst viele Jahre nach dem Roman passieren. Der Autor hat sich viele Freiheiten rausgenommen (was nicht schlimm ist), aber eine kleine Anmerkung im Vorfeld oder Nachwort hätte ich mir schon gewünscht. Auch erfährt man leider kaum etwas über die Organisation – man lernt 2-3 Mitarbeiter der Railroad kennen, aber vom groβen Ganzen hat man danach doch keine Ahnung. Allgemein würde ich sagen, dass Colson Whiteheads Roman nicht unbedingt ein Page-Turner ist, ich ihn aber trotzdem gerne gelesen habe. Er braucht einfach seine Zeit und ich hatte nicht das Bedürfnis groβe Teile auf einmal zu verschlingen. Das groβe Lob zu „The Underground Railroad“ kann ich verstehen und ich gebe auch eine klare Leseempfehlung. Für 5 Sterne müsste es aber doch zu meinem Lieblingsbuch werden, was es einfach nicht ist. Trotzdem ist die Thematik wichtig und gut in der Geschichte umgesetzt und hat mich alles in allem überzeugt. (Rezension ist auf die englische Ausgabe bezogen)

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  • INSIDER Top-3-Voting-Challenge 2018

    LovelyBooks Spezial

    Insider2199

    Willkommen bei der "INSIDER Top-3-Voting-Challenge, 2018"! Anmeldungen: bis Ende November 2017 (auch ganzjährig möglich!!)Beginn des Voting für 2018: 1. Dezember 2017Beginn der Challenge: 1. Jan. 2018 (endet 31. Dez. 2018)Einstieg: ist ganzjährig möglich! Es müssen lediglich 12 Lose im Jahr erworben werden, um die Challenge zu bestehen und in den Lostopf zu wandern, doch können diese Lose theoretisch auch in einem Monat erworben werden - dazu später mehr.Um was geht es bei dieser Challenge?Jeder Teilnehmer schlägt jeden Monat 3 Bücher (SuB oder Neuheit) vor, die er nächsten Monat lesen will (= Long List). Dann wird 3 Mal abgestimmt und die Bücher mit den meisten Punkten gewinnen (= Short List bzw. Top 10). Gelesen wird eines oder alle Top-3-Gewinner-Bücher und man tauscht sich darüber in kleinen Leserunden oder im Chat aus. Der Fun-Faktor dabei ist hier v.a. die geheime Abstimmung und die Spannung bis zum Monatsende, wenn die Top-3-Gewinner-Bücher bekannt gegeben werden.Was unterscheidet dieses Challenge von anderen?1. Neue Bücher entdecken: Da alle Teilnehmer Bücher vorschlagen und entscheiden, welche Bücher gelesen werden, entdeckt und liest man Bücher, die man sonst nie lesen würde!2. Gemeinsamkeit: Das Feedback der Gruppe und der Austausch untereinander erhöhen den Lesespaß und machen uns zu einer Community innerhalb der LB-Community.3. Neuheiten-Listen: Hier werden jeden Monat die Neuheiten für den Folgemonat veröffentlicht und das sogar nach Genres getrennt. Das gibt es bei LB zurzeit in keiner anderen Challenge!Wie funktioniert die Challenge? (kleiner Überblick)1. Genre-Gruppen: Es gibt 6 verschiedene Gruppen nach Genres sortiert und eine Sonder-Gruppe "Neuheiten" mit gesonderter Verlosung. Man kann in einer oder allen Gruppen teilnehmen, d.h. die 12 benötigten Lose für die Challenge können aus verschiedenen Gruppen stammen.2. Das Voting:Es wird jede Woche abgestimmt und es gibt entsprechende Deadlines, d.h. die Ergebnisse werden immer an den gleichen Tagen im Monat gepostet: am 7., 14., 21. und 28. eines Monats.Es gibt keine Voting-Pflicht, aber regelmäßiges Abstimmen wird mit grünen Zusatz-Losen belohnt.Die Abstimmung läuft in zwei Phasen ab: in der ersten Phase (1. Woche) werden in jeder Gruppe 3 Bücher vorgeschlagen, die nach Priorität sortiert werden (3 Punkte fürs 1., 2 Punkte fürs 2. und 1 Punkt fürs 3. Buch). Diese Liste wird (wie beim dt. Buchpreis) "Long List" genannt.In der zweiten Phase (Woche 2-4) wird nur noch aus der Long List ausgewählt; dabei schrumpft die Liste von Woche zu Woche, weil alle Bücher, die keine weiteren Punkte erhalten, rausfallen. Übrig bleibt die "Short List" bzw. die Top 10.Gelesen wird dann ein Buch (oder alle) der Top-3-Gewinner-Bücher.Außerdem muss ab der 2. Woche immer mind. 1 "fremdes" Buch dabei sein, also ein Buch, das man nicht selbst vorgeschlagen hatte. Sobald ein fremdes Buch in Woche 2 gewählt wurde, ist es in den nächsten Wochen nicht mehr fremd/neu, d.h. es müssen im Monat insg. mind. 3 Mal ein Buch vorgeschlagen werden, das nicht zur eigenen Auswahl der ersten Woche gehörte.3. Lose: Für jedes gelesene und v.a. auch rezensierte Buch gibt es ein Los. Für Bücher mit Überlänge (ab 700 Seiten) gibt es entsprechend mehr Lose. Außerdem gibt es grüne Zusatz-Lose als Anreiz für Vielleser (3 Lose/Monat) oder als Belohnung für regelmäßiges Voten.4. Joker: Er kann eingesetzt werden, wenn die Top 3 nicht zusagen sollte und man ein Buch aus der Top 10 (Short List) lesen möchte. Ein zweiter Joker wird ab 12 Losen erworben.5. Gewinne: Es gibt 3 Verlosungen: Gesamt-Gewinner (15 Euro), Gewinner "Zusatz-Lose" (10 Euro) und Gewinner der Gruppe S "Neuheiten" (5 Euro). Man kann immer nur einen Lostopf knacken.Noch nicht alles verstanden?Das ist nicht schlimm, also BITTE nicht in Panik ausbrechen: die Challenge ist in der Praxis leichter als sie auf den ersten Blick erscheint. Der obige Überblick sollte nur einen kurzen Eindruck vermitteln, um was es geht - wie ein Klappentext bei einem Buch.Wenn du die Idee der Challenge interessant findest und du Lust hast, mitzumachen (Ein- und Ausstieg ist ja jederzeit möglich!), dann melde dich einfach gleich an. Die Details kannst du dann später in Ruhe beim Untermenü "Regeln (im Detail)" als auch bei "Fragen & Antworten" nachschauen bzw. das "FAQ" lesen oder noch offene Fragen posten. Die Fragen werden umgehend beantwortet, entweder von mir oder einem der "alten Hasen" der Challenge. Wir freuen uns immer SEHR über Neuzugänge und werden alles tun, damit sich diese in unserer kleinen Community wohl fühlen!Du möchtest mitmachen? Super! Gehe zum Untermenü "Anmeldungen" oder klicke hier: "Anmeldung" und lies die 3 Schritte dazu! Dort gibt es auch ein Muster "Sammelbeitrag".Also nicht mehr lange überlegen, sondern gleich anmelden!2017 fand die Challenge zum ersten Mal statt. Ich freue mich SEHR, dass sie so viel Anklang fand und viele bisherige Teilnehmer auch in diesem Jahr wieder dabei sein wollen. Gemeinsam haben wir die Challenge regelmäßig verbessert; dieser Testlauf hat somit alle "Kinderkrankheiten" beseitigt.Im neuen Jahr freue ich mich SEHR darauf, hoffentlich viele neue Leute begrüßen zu können und gemeinsam mit euch eine neue "Insider-Top-3-Voting-Challenge" einzuläuten.HIER GEHT ES LOS ...Seite aktualisiert: 12.12.2017 - 23:45 Uhr(✗) = Anzahl Abstimmungen pro aktuellem (!) Monat ★ = Anzahl Lose 2018;  ★ = Anzahl Zusatz-Lose 2018 ✔ = Anzahl Monatsabstimmungen (für grünes Zusatz-Los)¶  = Joker verwendetLR = Leserunden (Links bei Untermenü 17) TEILNEHMER (Sammelbeiträge):Gruppe A: Romaneban-aislingeach  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...black_horse  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...BookfantasyXY  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Caro_Lesemaus  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Elke  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Finesty22  ✔0  ★0 (✗)  => ...hannelore259  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...histeriker  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Insider2199  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...jenvo82  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...killerprincess  ✔0  ★0 (✗)  => ...LadySamira091062  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...mareike91  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...marpije  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Nelebooks  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...once-upon-a-time  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...papaverorosso  ✔0  ★0 (0✗)  => ...rainbowly  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Ro_Ke  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...stebec  ✔0  ★0 (0✗)  => ...StefanieFreigericht  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Wolly  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Yolande  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...YvetteH  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Zalira  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Gruppe B: Krimi/Thrillerban-aislingeach  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...black_horse  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...BookfantasyXY  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Caro_Lesemaus  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...ChattysBuecherblog  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Elke  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Finesty22  ✔0  ★0 (✗)  => ...hannelore259  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...histeriker  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Insider2199  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...jenvo82  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...killerprincess  ✔0  ★0 (✗)  => ...Luthien_Tinuviel  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...mareike91  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...marpije  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...once-upon-a-time  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...pinucchia  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Ro_Ke  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...StefanieFreigericht  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Wolly  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Yolande  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Gruppe C: Fantasy, Jugendbücherban-aislingeach  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Bandelo  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...BookfantasyXY  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Elke  ✔0  ★0 (00)  => ...Ellethiel  ✔0  ★0 (0✗)  => ...Finesty22  ✔0  ★0 (✗)  => ...hannelore259  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...killerprincess  ✔0  ★0 (✗)  => ...LadySamira091062  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Luthien_Tinuviel  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...mareike91  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Nelebooks  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...once-upon-a-time  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...pinucchia  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...rainbowly  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Ro_Ke  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...stebec  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Wolly  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Zalira  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Gruppe D: Historische Romane, Biografienban-aislingeach  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...black_horse  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Caro_Lesemaus  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...ChattysBuecherblog  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Elke  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Finesty22  ✔0  ★0 (✗)  => ...hannelore259  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...histeriker  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Insider2199  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...LadySamira091062  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...mareike91  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...marpije  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Nelebooks  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...once-upon-a-time  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...papaverorosso  ✔0  ★0 (0✗)  => ...Ro_Ke  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...StefanieFreigericht  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Wolly  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Yolande  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...YvetteH  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Gruppe E: Liebe, Erotikban-aislingeach  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Bandelo  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...BookfantasyXY  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Elke  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Ellethiel  ✔0  ★0 (0✗)  => ...Finesty22  ✔0  ★0 (✗)  => ...killerprincess  ✔0  ★0 (✗)  => ...LadySamira091062  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...mareike91  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Nelebooks  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...once-upon-a-time  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...pinucchia  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...rainbowly  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Ro_Ke  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...stebec  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...YvetteH  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Gruppe F: Klassiker, Sci-Fi, Sachbücherban-aislingeach  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...black_horse  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Caro_Lesemaus  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Elke  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Finesty22  ✔0  ★0 (✗)  => ...hannelore259  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...histeriker  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Insider2199  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...killerprincess  ✔0  ★0 (✗)  => ...Luthien_Tinuviel  ✔0  ★0 (0✗)  => ...Nelebooks  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...once-upon-a-time  ✔0  ★0 (0✗)  => ...papaverorosso  ✔0  ★0 (0✗)  => ...Ro_Ke  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...StefanieFreigericht  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Wolly  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Yolande  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Gruppe S: NeuheitenCaro_Lesemaus  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Elke  ✔0  ★0 (00)  => ...Ellethiel  ✔0  ★0 (0✗)  => ...Insider2199  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...jenvo82  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...killerprincess  ✔0  ★0 (✗)  => ...LadySamira091062  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Luthien_Tinuviel  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...mareike91  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...marpije  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Nelebooks  ✔0  ★0 (00)  => ...once-upon-a-time  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...pinucchia  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...rainbowly  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Ro_Ke  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Sambra92  ✔0  ★0 (0)  => ...StefanieFreigericht  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Yolande  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Zalira  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Summary LOSE inkl. grüne Zusatz-Lose¶1 ✔00 ban-ais A★00 - 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    • 601
  • Wertvoll, lesenswert, nur nicht ganz etwas für mich

    Underground Railroad

    Ceciliasophie

    30. November 2017 um 21:49

    Cora, Sklavin auf einer Baumwollplantage in Georgia um 1812, wird von ihrem Leidensgenossen Caesar zur Flucht ermuntert. Zusammen mit einer weiteren Sklavin wollen sie versuchen durch die Flucht über die Underground Railroad das zu bekommen, was ihnen schon immer verwehrt war: Freiheit.Doch ihre Flucht wird überschattet von zahlreichen tragischen Vorfällen, Zufällen und Leid. Beeindruckend schildert Colson Whitehead diesen Abschnitt eines langen Leidensweg der jungen Cora und nimmt den Leser fast hautnah mit.Die Geschichte rund um Cora geht einfach unter die Haut. Manche Szenen sind so dermaßen brutal und grauenhaft beschrieben, dass ich beim Lesen ab und an ein paar Pausen einlegen musste. Doch habe ich genau dieses auch erwartet. Offene Worte und eine ehrliche Schilderung der Dinge sind an der Stelle absolut passend.Cora als Protagonistin ist jemand, den ich durch ihr Schicksal nie vergessen werde, der jedoch absolut farblos in meinem Gedächtnis zurückbleibt. Leider gingen für meinen Geschmack die Nebencharaktere vollkommen unter. Sie hatten keinerlei Tiefe, es war nicht möglich, eine Verbindung zu ihnen aufzubauen, ihre Namen, Handlungen und Geschichten waren nach nur ein paar Seiten aus meinem Gedächtnis verschwunden. Und das finde ich sehr schade. Obwohl ich in der Schule über die Sklaverei in Amerika unterrichtet worden bin, so war mir die Underground Railroad kein Begriff. Bevor ich jedoch anfing, das Buch zu lesen, recherchierte ich dank einer sehr informativen Einleitung über die historischen Hintergründe der Underground Railroad etwas weiter und war sehr beeindruckt von der Organisation und dem Mut der Helfer. Und genau hier finde ich die Verblassung der Nebencharaktere so schade. Menschen, die Cora halfen, wurde zwar ab und an wieder erwähnt. Aber was für einen Aufwand und mit was für einer Courage die Helfer teilweise mitarbeiteten, ging in meinen Augen in diesem Roman vollkommen unter.  Der Schreibstil passte sehr gut zum Ton der Geschichte, konnte mich jedoch nicht mitreißen. Oftmals war er mir viel zu langatmig, das Buch ließ sich nur zäh lesen und frustrierte mich dadurch manches Mal ungemein. Noch nie ist mir die Bewertung eines Buches so schwer gefallen wie die für dieses. Phasenweise lag das Buch wochenlang unangetastet im Regal, dann jedoch konnte ich es absolut nicht aus der Hand legen. Es gab Lesestunden, da hätte ich diesem Buch einen Stern geben können. Und immer wieder stellte sich mir die Frage: Darf ich überhaupt ein Buch, das einen Pulitzer Preis gewonnen hat, so negativ bewerten? Dann jedoch wollte ich ihm fünf Sterne geben. Warum? Nun, da ich es für wichtig halte, ab und an Bücher zu lesen, die Themen behandeln, die wir uns immer wieder vor Augen führen müssen. Sklaverei ist unmenschlich, barbarisch und vollkommen fehlgeleitet, darüber muss auch nicht mehr gesagt werden. Doch so ganz hat die Menschheit nicht aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt und Rassismus, Diskriminierung und Unterdrückung sind noch immer Teil unserer Zeit. Da bieten Romane, die solche Themen behandeln gute Denkanstöße für ein weiteres Miteinander. Und so gerne ich diesem Buch die volle Punktzahl geben würde, da ich es als wertvoll erachte, von allen gelesen zu werden, so kann ich das nicht mit mir selber vereinbaren.Somit bekommt das Buch von mir 3 Sterne, jedoch möchte ich an dieser Stelle noch einmal betonen, dass dieses Buch unbedingt von jedem gelesen werden sollte!

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  • Leserunde zu "Der Schatz Salomos" von Maria W. Peter

    Der Schatz Salomos

    Maria_W_Peter

    Wer von Euch hat Lust, meine römische Sklavin Invita auf einem ihrer eigenwilligen Abenteuer zu begleiten? Diesmal verschlägt es sie nach Divodurum Mediomatricorum, wo sie ihre Kindheit verbracht hat. Natürlich gelingt es ihr auch in ihrer alten Heimatstadt nicht, ihre Nase aus Dinge herauszuhalten, die sie nichts angehen. Und ehe sie es sich versieht, ist sie in den grausamen Mord an zwei auffallend schönen blonden Frauen verwickelt, deren Ableben irgendwie im Zusammenhang mit schwarzer Magie zu stehen scheint. In Verdacht gerät ausgerechnet ihr Freund aus Jugendtagen, der gutaussehende jüdische Goldhändler Salomo. Weiß dieser wirklich etwas über den Verbleib des Tempelschatzes von Jerusalem? Und welche Rolle spielt der düstere Kaiserpriester Misenus in der ganzen Angelegenheit? Ganz herzlich lade ich zu einer Leserunde ein, die ich auch diesmal wieder persönlich begleiten möchte. Erzählt mir doch einfach, ob Ihr schon andere Romane um die Sklavin Invita kennt und was Euch daran gefallen hat. Oder sagt mir, was Euch an historischen Kriminalromanen als solche fasziniert. Lest Ihr öfter Bücher, die in der Antike angesiedelt sind.Zur Leserunde verlose ich 20 E-Books und 5 Paperbacks. Noch etwas: Die einzelnen Bände der Reihe um die Sklavin Invita sind übrigens in sich abgeschlossen und in beliebiger Reihenfolge zu lesen. (Man muss also nicht die Vorgängerbände kennen, um diesen hier zu verstehen.)Ich freue mich auf Eure Beteiligung.

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    • 858
  • Die berührende Geschichte einer Flucht aus der Sklaverei in Nordamerika

    Underground Railroad

    Caro_Lesemaus

    22. November 2017 um 22:24

    Der Roman Underground Railroad führt zunächst in den Bundesstaat Georgia im 19. Jahrhundert und erzählt von Cora, die dort auf einer Baumwollplantage versklavt ist. Eines Tages kommt Caesar, ein Sklave auf der Nachbarplantage, auf sie zu, um sie zur gemeinsamen Flucht zu überreden. Sie kennen sich eigentlich nicht, aber er will sie dabei haben, weil ihre Mutter die einzige ist, der bisher eine Flucht gelungen ist. Nach längerer Bedenkzeit entschließt sie sich dazu, nachdem der Plantageneigentümer verstirbt und sein grausamer Bruder übernehmen soll - der schon ein Auge auf Cora geworfen hat. Über einen Helfer gelangen sie zur Underground Railroad, die in diesem Roman tatsächlich ein Schienennetz mit Lorenwagen und auch Zügen sowie versteckten Bahnhofsstationen bedeutet. In der Realität war dies der Codename für ein mündliches Informationssystem, mit denen Sklaven hauptsächlich zwischen 1810 -  1850 zur Flucht verholfen werden sollte. Dabei wurden Begriffe wie passenger (Sklave) und conductor (Helfer) als Metaphern verwendet. Wir begleiten Cora auf ihrer Reise durch verschiedene Bundesstaaten, in denen sie Hoffnung schöpft, aber auch Rückschläge erleidet. Sie hasst ihre Mutter, weil diese allein geflüchtet ist und sie auf der Plantage zurück gelassen hat. Am Ende des Romans wird enthüllt, wie es ihrer Mutter ergangen ist.Das Buch hat mich beeindruckt und bewegt. Gerade weil die Geschehnisse und Bestrafungen auf der Plantage indirekt aus Coras Sicht zum Teil als üblich und normal geschildert werden, hat es mich umso mehr berührt und erschüttert. Regelmäßig werden die Sklaven mit Tieren verglichen und Überlegungen angestellt, wenn man Affen etwas beibringen kann, ob dann nicht auch Sklaven beispielsweise lesen lernen könnten. Unglaublich ist die Verachtung, die in diesen Äußerungen mitschwingt. Die Flucht von der Plantage ist sehr spannend und eindrücklich beschrieben, man spürt förmlich selbst die Angst. Besonders berührt haben mich auch die Themen zur Zwangssterilisation und die Verfolgung der Afroamerikaner in North Carolina. Menschen können so grausam sein.Interessant fand ich, dass zwischen den längeren Abschnitten von Coras Stationen kurze Einschübe über Figuren kommen, denen Cora begegnet ist oder die anderweitig für die Geschichte wichtig sind. So gibt es eine Darstellung aus der Sicht eines Sklavenjägers, der die geflohenen Sklaven sucht und zurückbringt. Diese kurzen Geschichten lieferten wertvolle Hintergrundinformationen, fand ich. Fazit:Ich habe eine Rezension gelesen, in der beanstandet wurde, der Autor würde sich nicht klar ausdrücken, so als wolle er die weißen und schwarzen Leser nicht vor den Kopf stoßen. Das fand ich gar nicht. Die Grausamkeiten werden sehr wohl dargestellt und zwar in einer Art und Weise, dass eine weitere Kommentierung nicht notwendig ist. Ich persönlich bevorzuge hier die Originalversion, vielleicht kommen auch einzelne Episoden in der Übersetzung nicht gut weg, das kann sein. Insgesamt finde ich das Buch wichtig, um an dieses geschichtliche Kapitel zu erinnern und meiner Meinung nach hat der Autor es sehr gut umgesetzt. Ich konnte die Ängste, Hoffnungen, Sorgen, Resignationen sehr gut nachvollziehen und mitfühlen. Für mich ist das Buch ein Volltreffer und hat den Pulitzer-Preis mehr als verdient.

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  • Verzweifelte Flucht in die Freiheit

    Underground Railroad

    Gise

    21. November 2017 um 00:01

    Cora lebt als schwarze Sklavin auf einer Baumwollplantage in Georgia, unter unvorstellbaren und unmenschlichen Bedingungen. Zusammen mit dem Sklaven Caesar macht sie sich auf die Flucht in ein besseres Leben. Mit der Underground Railroad beginnt ihre Suche nach einem Leben in Freiheit, immer wieder gibt es Rückschläge, sie wird gnadenlos verfolgt. Immer wieder kehrt sie zu einer Station der Untergrundbahn zurück, sie lernt Menschen kennen, die ihr gerne helfen, auch unter dem Einsatz des eigenen Lebens, wie auch Menschen, die sie aus den verschiedensten Gründen verfolgen. Wird ihre Flucht erfolgreich sein?Das Buch spielt in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die Underground Railroad gab es wirklich, es war ein Hilfswerk, das Sklaven bei der Flucht aus den Südstaaten in die Freiheit der Nordstaaten half. Verwendet wurde dabei das Vokabular der Bahn, um unerkannt zu bleiben. Der Autor verwendet diese Metapher im eigentlichen Sinn und macht daraus eine echte Eisenbahn. Coras Flucht ist geprägt von einem Wechsel aus vielen kleinen Erfolgen und empfindlichen Rückschlägen. Obwohl sachlich geschrieben, geht die Geschichte unter die Haut, sie lässt niemand kalt, denn der Autor Colson Whitehead spiegelt detailliert die brutalen Lebensbedingungen der Sklaven wieder. Manches davon ist kaum zu ertragen, und manche der Passagen gerät etwas langatmig. Die Geschichte spiegelt ein dunkles Kapitel der amerikanischen Geschichte und lässt diese Zeit auf eine äußerst realistische Weise auferstehen. Das Buch ist ausgezeichnet mit dem Pulitzer-Preis 2017, und das kann ich sehr gut nachvollziehen. Deshalb auch von mir, trotz kleiner Mängel, eine Leseempfehlung für ein wichtiges Buch über das dunkle Kapitel der Sklaverei.

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  • Underground Railroad

    Underground Railroad

    JuliB

    12. November 2017 um 19:40

    Protagonistin des mit dem Pulitzer Preis für Fiktion gekrönten Buches ist die farbige Sklavin Cora. Aufgewachsen auf einer Baumwollplantage der Südstaaten erlebt sie nicht nur die Grausamkeiten der Herren und Bosse, sondern auch die der Sklaven untereinander. Sogar die eigene Mutter verlässt das Kind,  um allein in die Freiheit zu flüchten, während Cora auch unter ihren Leuten zur Außenseiterin wird. Eines Tages erscheint Caesar auf der Plantage und bittet sie nach einer Weile darum, mit ihm zu fliehen. Er erzählt ihr von der berühmt berüchtigten Underground Railroad, einem geheimen Netzwerk aus Wohltätern und Gleichgesinnten, das Flüchtigen verhelfen soll,  in den Norden der Vereinigten Staaten zu entkommen und für immer die Fesseln der Knechtschaft hinter sich zu lassen. Doch die Reise in den Norden dauert und wird nicht nur aus der Perspektive Coras geschildert, sondern auch durch diverse andere Akteure, auf die Cora im Guten wie im Schlechten im Laufe ihrer Flucht trifft. Das bietet eine angenehme Abwechslung, verfehlte im Ablauf der eigentlichen Handlung für mich jedoch immer irgendwie den Punkt. Zudem ist mir nicht klar, warum aus dem Titelgebenden Instrument der Underground Railroad unbedingt eine richtige Eisenbahn gemacht werden musste, die es so nie gegeben hat? Warum konnte man die Geschichte nicht so lassen wie sie wirklich war? Also eine Untergrundeisenbahn im übertragenen Sinn? Das hätte meiner Meinung nach dem ganzen eine gehörige Portion mehr Glaubwürdigkeit verliehen und die Gefahr, die stets auf den Schultern des ganzen Unternehmens und allen Beteiligten lastete, um einiges greifbarer gemacht. Enttäuscht hat mich auch die sprachliche Umsetzung des Romans. wer gut schreiben kann, muss nicht seitenlang darum herum schreiben, was als nächstes passiert oder passieren wird. Nach einem vielversprechenden Auftakt, in der kurz die Anfänge der Sklaverei durch die Geschichte von Coras Vorfahren beleuchtet wurde und dem Schicksal ihrer Großmutter, verlor sich meiner Meinung nach alles in einem Wust aus Drama und Tragödie, in dem der Autor es tunlichst vermieden hat, etwas prägnant und pointiert zu Papier zu bringen, als wollte er sowohl dem schwarzen als auch dem weißen Leser lieber gefällig sein als vor den Kopf stoßen.  "Underground Railroad" liest sich zwar gefällig und vermag den ein oder anderen sicher von der ersten bis zur letzten Seite richtig zu fesseln.  Mir selbst war die Fahrt mit der fiktiven Eisenbahn jedoch zu lang und verfehlte zu oft wichtige Stationen, die mich als Leser wirklich interessiert und aufgerüttelt hätten. Nachdem mich "Alles Licht das wir nicht sehen" von Anthony Doerr so begeistert hat, erwartete ich hier ein ähnlich beeindruckendes Werk, da es ja immerhin mit einem der wichtigsten Buchpreise der Welt ausgezeichnet wurde. Aber leider kann ich mich nach der Lektüre nur zu 3 von 5 Sternen durchringen.  Möglicherweise hätte ich es im Original lesen müssen, um das Buch in seiner Eindringlichkeit richtig zu begreifen.

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  • Railroad: Symbiose von Fiktion und Realität

    Underground Railroad

    Claddy

    10. November 2017 um 21:22

    Das Sklavenmädchen Cora ist auf einer Baumwollfarm in Georgia geboren und unter unsäglich harten Bedingungen aufgewachsen.  Als sich wegen des neuen Besitzers die Situation zuspitzt, wagt sie  gemeinsam mit Caesar die Flucht. Der weiß von einer geheimen Organisation, der Underground Railroad, die Entlaufene in die Freiheit schleust.  Für das vorliegende Buch hat der Autor Colson Whitehead 2017 den Pulitzerpreis erhalten. Basierend auf Interviews mit ehemaligen Sklaven, angereichert mit fiktiven Elementen und Berichten aus anderen Kontexten, ergibt sich eine Mahnung, wie sie eindringlicher kaum sein könnte. In leicht sperriger, mit kreativen, manchmal befremdenden Bildern ausgestatteten Sprache führt er den Leser in eine Geschichte ein, die verstört und alarmiert. Verstört, weil die Schilderungen der Lebenswege erschütternde, brutale Sequenzen enthalten, alarmiert, weil man spürt, dass es nicht allein um das betreffende, längst abgeschlossene Kapitel der amerikanischen Vergangenheit geht. Die Beschreibung der Personen wirkt häufig unterkühlt, emotionsarm,  schonungslos. Oft werden sie in ihren negativen Eigenarten erfasst, wodurch sie sich Identifikationen weitgehend entziehen und immer mehr oder minder außerhalb des Betrachters stehen.  Sehr deutlich wird, wie abhängig die Sklaven vom Charakter und den Überzeugungen ihrer Besitzer waren. Wie sich von einem zum anderen Moment völlig willkürliche Grausamkeiten über den Menschen ausschüttete.  So wie der Underground Railroad, die im Roman als reale, unterirdische Bahn dargestellt wird, über die Entlaufene in den Norden fliehen können, begegnen wir auch anderen Metaphern. Die Freiheitsstraße, an der die endlos lange Reihe aufgehängter Menschen ein traumatisches Bild erzeugt, hat nie existiert. Oder doch? Gibt es sie nicht noch immer? Als Symbol für die Opfer vergangener und aktueller Unterdrückung ist sie zeitlos mahnend.  Die Irritation ist, denke ich, absolut gewollt. Die Verunsicherung durch die Verschmelzung von Fiktion und Realität verhindert dieses Sich-Einrichten in einer Position und sorgt dafür, dass man sich ständig fragt, war das so? ist das so? könnte es so sein? wann? wo? Genau damit wird man als Leser über die spezielle Problematik der Sklavenhalterei hinausgetragen in die Welt, wo allerorten und jederzeit Gräuel geschehen, die angeprangert gehören. Hier ist kein bequemes, kein schönes Buch entstanden. Sondern eines mit dem Anspruch, hinzusehen. Wahrzunehmen. Vielleicht sogar, sich auf einen Prüfstand zu stellen und Antworten zu suchen. Und zwar nicht im vergangenen Amerika, sondern im Hier und Jetzt.

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  • Große Verlosung zum Leserpreis 2017: 30 Buchpakete zu gewinnen!

    LovelyBooks Spezial

    Daniliesing

    Es ist wieder soweit - für den Leserpreis 2017 suchen wir eure Lieblingsbücher. Wir sind schon wahnsinnig gespannt, welche Bücher euch in diesem Jahr am meisten begeistern konnten und können das Ergebnis, das am 30. November feststehen wird, gar nicht erwarten! Unsere große Verlosung für euch! Nicht nur eure Lieblingsbücher haben die Chance, den Leserpreis 2017 zu gewinnen, auch auf euch warten ganz großartige Buchgewinne. Wir werden nach der Bekanntgabe der Leserpreis-Gewinner insgesamt 5 Buchpakete mit jeweils 50 Neuerscheinungen und zusätzlich 25 weitere Buchpakete mit je 10 Neuerscheinungen verlosen. Ein wahrer Traum für jeden Buchliebhaber, oder?Um an der Verlosung teilzunehmen, gibt es verschiedene Möglichkeiten:1. Schreibt einen Blogbeitrag mit Link zum Leserpreis auf LovelyBooks. Ladet eure Leser darin ein, ebenfalls ihre Lieblingsbücher 2017 zu nominieren.https://www.lovelybooks.de/leserpreis/2. Berichtet auf euren Social Media Kanälen wie Facebook, Twitter oder Instagram über den Leserpeis und verlinkt darauf. Wichtig ist hier, dass ihr euren Beitrag öffentlich teilt. Verwendet dabei den Hashtag #Leserpreis.https://www.lovelybooks.de/leserpreis/3. Ihr habt weder einen Blog, noch seid ihr auf einem der Social Media Kanäle aktiv? Dann verratet uns ein Buch, das ihr durch den diesjährigen Leserpreis entdeckt habt und das ihr jetzt unbedingt lesen möchtet. Bitte klickt für alle 3 Varianten zunächst auf den "Jetzt bewerben"-Button und füllt das Formular komplett aus. Gebt bei den Varianten 1 und 2 bitte den direkten Link zum Blogbeitrag oder zum Social Media Posting an und verlinkt nicht nur aufs Profil. Selbstverständlich haben wir Grafikmaterial vorbereitet, das wir euch gern zur Verwendung zur Verfügung stellen.Ihr dürft natürlich auch mehrere der Punkte erfüllen und so eure Chancen steigern :-) Die Teilnahme ist bis einschließlich 3. Dezember möglich!Wir wünschen euch ganz viel Spaß!PS: Die angehängten Bücher sind ein paar Beispiele, was sich im Buchpaket befinden könnte. Wir haben hier aber eine ganz bunte Auswahl und ihr könnt euch dann von einem riesigen Überraschungsbuchpaket begeistern lassen!

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    • 1711
  • Beeindruckend und bedrückend

    Underground Railroad

    Laberladen

    09. November 2017 um 22:40

    Darum geht’s: Cora lebt als Sklavin der dritten Generation auf der Plantage der Randalls. Seit ihre Mutter geflüchtet ist, muss sich das junge Mädchen alleine durchschlagen und obwohl Cora eine starke Persönlichkeit ist, bleibt auch sie von Gewalt und Willkür nicht verschont. Als der Sklave Caesar sie bittet, mit ihm zusammen zu fliehen, zögert sie erst. Doch dann macht sie sich doch mit ihm auf den Weg durch die Underground Railroad auf der Suche nach Freiheit. So fand ich’s: Das Leben, das Cora und die anderen Sklaven auf der Plantage der Randalls führen, ist hart und brutal. Nicht nur die weißen Herren leben ihren Sadismus willkürlich an den Sklaven aus, sondern auch unter ihnen herrscht eine gewisse Hierarchie, und Gewalt kommt auch unter Sklaven vor. Man versteht, wieso immer wieder Sklaven ihr Leben riskieren und lieber einen grausamen Foltertod in Kauf nehmen, wenn ihre Flucht misslingt, als auszuharrren und das Leben auf der Plantage zu ertragen. Doch auch als Cora sich zur Flucht entschlossen hat, ist sie immer wieder abhängig von anderen und muss auf Großherzigkeit hoffen – wohl wissend, dass die Hilfsbereitschaft auch den Helfern das Leben kosten könnte. Weitestgehend beschreibt das Buch die Erlebnisse Coras in nüchternem Erzählstil. Manchmal fast schon lakonisch wird das schreckliche Leben auf der Plantage geschildert, genauso wie die Grausamkeiten, die Cora auf ihrer Flucht begegnen. Wahrscheinlich ist so eine undramatische Erzählweise genau richtig, denn wenn man sich zu emotional in die Geschichte fallen lässt, könnte man verzweifeln bei dem Gedanken, was Menschen anderen Menschen antun, nur weil sie eine andere Hautfarbe haben. Sie werden ja nicht einmal als Menschen gesehen, sondern erscheinen in den Augen ihrer Besitzer oft genug als so etwas wie Halbaffen ohne Gefühle und Verstand. Hauptsächlich erzählt uns Cora ihre Geschichte selbst, aber es werden auch immer wieder kurze Kapitel eingeschoben, die die Hintergründe der Menschen beleuchten, mit denen Cora zu tun hat. Das macht auch scheinbar gleichgültige oder bösartige Leute menschlich und rundet das Bild über das hinaus ab, was Cora selbst weiß. Im Vorspann zu diesem Roman wird erläutert, dass die „Underground Railroad“ nicht tatsächlich als unterirdische Bahnlinien existiert hat, sondern ein Synonym für ein Netzwerk von Helfern und Unterschlupfen war und auch als Codierung in Unterhaltungen diente. Leider scheint dieses wichtige Vorwort nur in den Leseexemplaren vorhanden zu sein und in der Ausgabe für den Buchhandel zu fehlen, wie ich der Rezension von Jemima auf dem Blog Hochhorst entnehmen kann. Das finde ich sehr schade. Wieso sich der Autor entschlossen hat, diese unterirdische Eisenbahn im Buch als Tatsache darzustellen, weiß ich nicht. Ich fand es zwar schon glaubhaft erzählt, aber da man weiß, dass es nicht wirklich so war, bietet genau dieser Kniff ein Schlupfloch für alle Zweifler, die einwenden könnten, dass auch andere glaubhaft geschilderte Passagen historisch nicht korrekt sind. Und ich habe mich auch wirklich gefragt, was nun historisch verbürgte Tatsachen sind und was der Fantasie des Autors entsprungen ist. Gab es den Plan, Schwarze durch Tricks oder Lügen zu einer Sterilisation zu bringen, um zu verhindern, dass die schwarze Bevölkerung überhand nahm? Bestand diese Möglichkeit einer überwiegend schwarzen Bevölkerung tatsächlich in manchen Staaten? Waren die genannten Bevölkerungszahlen echt oder nur eine ausgedachte Ergänzung wie die Underground Railroad selbst?  Existierten diese Ausstellungen, in denen lebende Personen Szenen aus Afrika oder der Reise in die USA nachstellten, wirklich? Durch die Möglichkeit, dass Teile seiner Erzählung nur erfunden waren wie die Railroad, hat Whitehead seiner Erzählung ein bisschen den Schrecken genommen, was ich schade fand. Die Tatsachen sprechen für sich und eine fiktive Lebensgeschichte in historisch korrekter Umgebung hätte mir besser gefallen und mich wahrscheinlich noch viel mehr ergriffen. Während des Lesens drängten sich mir gewisse Parallelen auf zur Zeit des dritten Reiches, als Juden unter ähnlichen Umständen wie Cora versteckt wurden. Oder man ihnen unter Einsatz des eigenen Lebens zur Flucht verholfen hat. Aber auch zur Problematik der vielen Zuwanderer, die sich auch äußerlich vom Durchschnittsdeutschen unterscheiden und die nicht wenigen Leuten Angst davor machen, dass sie das Erscheinungsbild zu sehr prägen und das Althergebrachte verdrängen – genau wie die Vielzahl der geflüchteten Sklaven manche Städte und Landstriche prägten. Denn leider ist das geschilderte menschliche Verhalten zeitlos und nicht nur auf den Zusammenhang der Rassenproblematik und Versklavung der schwarzen Bevölkerung beschränkt. Quer durch alle Zeiten und Nationen wird immer wieder die Gelegenheit genutzt, auf dem Rücken der Schwachen und ihrer Helfer die eigenen Interessen durchzusetzen, bereitwillig bösartige Gerüchte weiterzuerzählen und unliebsame Nachbarn und Konkurrenten loszuwerden. Man stellt das eigene Wohlergehen an oberste Stelle und überall werden die Schwächen der menschlichen Natur deutlich. Es gibt aber damals wie heute Menschen, die selbstlos ihr Leben riskieren, um zu helfen und das Unrecht wieder ein bisschen auszugleichen. Insofern ist „Underground Railroad“ nicht nur ein bedrückend realistisches Zeugnis und eine Erinnerung an die Sklaverei in den US-Amerikanischen Südstaaten, sondern das Thema hat durchaus darüber hinaus Bedeutung. Deshalb wird mich das Buch so schnell nicht loslassen.

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  • Das Streben nach Freiheit und Menschlichkeit

    Underground Railroad

    Farbwirbel

    09. November 2017 um 12:54

    Colson Whitehead erhielt für den Roman „Underground Railroad“ in diesem Jahr den Pulitzer Preis. Zuvor schrieb der Autor bereits einige Romane, doch erlangte er mit diesem Roman großes Ansehen und gewann nicht nur den bekannten Pulitzer Preis. Das Werk wurde in Amerika sehr gehypt und von Oprah sowie Obama in den Medien besprochen. Eigentlich müsste man darum meinen, dass es sich um ein Meisterwerk handeln müsste und sowohl Schreibstil als auch Aufbau dem Leser das Gefühl geben, einen modernen Klassiker in den Händen zu halten. Um den Spannungsbogen flach zu halten: Das war bei mir überhaupt nicht der Fall. Im Tod wurde der Neger zu einem Menschen, Erst da war er dem Weißen gleichberechtigt. – S. 162 Der Roman befasst sich mit der Lebensgeschichte von Cora in der Zeit der amerikanischen Sklaverei. Cora ist auf einer Baumwollplantage in Georgia geboren und lebt seit dem Eintritt in die Welt als Sklavin dort. Ihre Mutter Mable verließ sie, als sie ungefähr zehn Jahre alt war und floh von der Leibeigenschaft. Cora selbst wird nun eines Tages von Caesar angesprochen, der selbst bereits die Luft eines freien Menschen schnuppern konnte und erst spät in die Sklaverei geriet, ob sie nicht mit ihm fliehen wollen würde. Nach einigem Hin und Her fliehen die beiden und entdecken durch Hilfe Außenstehender die Underground Railroad. Hier liegt der Kniff des Autors, der nämlich diesen Namen wörtlich genommen hat und eine tatsächliche Zuglinie untergründig durch Amerika auferstehen lässt. Auf die Irrungen und Wirrungen der Reise Coras bis zu einem kleinen Haufen Freiheit und dem Gefühl von einer Idee des Lebensglücks möchte ich an dieser Stelle nicht zu sehr ausweiten. Es sei nur gesagt, dass man auch aus der Perspektive eines Sklavenfängers lesen wird, was eine interessante Erfahrung war und dass Cora einiges aushalten muss und immer wieder das zarte Pflänzchen der Hoffnung zertrampelt wird, dass sich in ihr entwickelt hat. Die Underground als solche wird im Übrigen – was ich für die Titelsetzung bedenklich finde – eher als Sidekick genutzt als wesentlicher Bestandteil der Story zu sein, denn das alles hätte auch wirklich-wirklich ohne die Etablierung einer untergründigen Eisenbahn funktionieren können. Die Struktur des Romans ist durch die Reise als solche geprägt und durch einzelne Personen, denen Cora begegnet. An sich sind Orte der Flucht gleichzeitig Überschriften der Kapitel, doch teilweise sind auch Kapitel aus der Perspektive von Personen geschrieben, die einst auf Cora getroffen waren oder auf die sie noch treffen wird. Teilweise bringt dies eine Spannung in die Erzählung und teilweise füttert sie den Leser mit Hintergrundinformationen zu einzelnen Charaktereigenschaften der Nebenfiguren. Besonders klug empfand ich die Platzierung der Artikel zur tatsächlichen Underground Railroad und zur historischen Einbettung. Diese standen nämlich am Beginn des Romans, wodurch man als Leser sehr gewillt ist, sie zu lesen, anders als wenn sie am Ende des Romans stünden. Gleichsam erhält man so auch ohne großes Hintergrundwissen eine gelungene Einführung in die Thematik. Geraubte Körper bearbeiten geraubtes Land. Es war eine Maschine, die niemals stillstand, ihr gieriger Kessel wurde mit Blut beschickt. Mit den chirurgischen Eingriffen, die Dr. Stevens beschrieb, dachte Cora, hatten die Weißen ernsthaft begonnen, Menschen ihre Zukunft zu rauben. Denn das tat man, wenn man Menschen ihre Kinder wegnahm – man stahl ihnen ihre Zukunft. Man quälte sie nach Kräften, solange sie auf dieser Erde waren, und nahm ihnen dann die Hoffnung, dass ihre Leute es eines Tages besser haben würden. – S. 138 Der Schreibstil von Whitehead hat mir ziemliches Kopfzerbrechen bereitet. Die zwei Zitate, die ich rausgesucht haben, sind definitiv nicht repräsentativ, sondern für mich gelungene Ausnahmen. Der Flow, den der Autor hat, passt für mich mehr zu einem leichten Liebesroman, als zu einem Roman über Rassismus und Sklaverei. Der Takt des Textes fließt und nimmt einen auf seine Reise mit, aber man bleibt nicht stocken, man hat teilweise das Gefühl, man kann nicht richtig lesen, da Inhalt und Schreibstil so weit auseinanderklaffen, dass man teilweise die Gräueltaten gar nicht richtig verarbeiten kann, von denen der Autor spricht. Nun könnte man argumentieren, dass genau dies der Kniff ist und zur aktuellen Bearbeitung dieses großen Traumas passen würde, denn dabei geht es auch viel um Ignoranz und das Unvermögen hinzuhören… Aber mich hat es vor allem aufgeregt und mir das Gefühl gegeben, der Autor selbst traut sich nicht, die Sachverhalte so zu beschreiben, wie sie tatsächlich waren. Ich für meinen Teil habe sehr lange gebraucht, um das Werk fertig zu bekommen. Ich habe an sich nichts gegen schwere Kost und fordere mich gern literarisch heraus, aber dieses Buch, obwohl es ein solch wichtiges Thema bespricht, zu dem ich nur lückenhaftes Wissen habe, konnte mich nicht begeistert und hat mich eher ermüdet als alles andere. Ich bin nur froh, dass ich mich dennoch anderweitig mit dem Thema befassen werde und will. Für mich war der Roman ein Reinfall.

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    • 8
  • Einen (Schienen-)Netz von Interessen

    Underground Railroad

    bootedkat

    02. November 2017 um 13:00

    Die „Underground Railroad“, um die es in Colson Whiteheads Buch geht, gab es tatsächlich. Genau wie bei der U-Bahn handelt es sich um ein unterirdisches Schienennetzwerk. Züge im klassischen Sinne fuhren hier allerdings keine. Sklaven, die durch die „Underground Railroad“ flohen, benutzten bei ihrer Flucht Lorenwagen und anders als bei einer U-Bahn Linie, war auch das Ziel oft ungewiss. Dennoch zogen viele eine Flucht ins Ungewisse einem Leben in der Sklaverei vor. Aber auch außerhalb der Sklaverei hatten Schwarze keinen leichten Stand.Colson Whitehead beschreibt die Flucht mit der „Underground Railroad“ anhand von Cora und Caesar. Cora ist bereits Sklavin in dritter Generation. Ihre Großmutter Ajarry wurde frei geboren und als junges Mädchen mit allen anderen Bewohnern ihres Dorfes versklavt, Coras Mutter Mabel wurde bereits in der Sklaverei geboren. Parallel zu Coras Familiengeschichte erfährt man vom Alltag der Sklaven, von der Brutalität der Plantagenbesitzer und Sklavenfänger. Whitehead schreibt eindrücklich, die Schicksale gehen nahe und berühren. Und auch wenn einem bereits vor der Lektüre des Buches klar war, warum Menschen aus der Sklaverei flohen, macht Whiteheads eindringlicher Schreibstil dem Leser die Verzweiflung der Menschen umso bewusster. Ebenso wird deutlich, dass nicht alle Weißen im Amerika der Gründerzeit Befürworter der Sklaverei waren. Eine Tatsache, die man vielleicht außer Acht lässt, wenn man an das Amerika damals denkt. Möglicherweise genau so wie die Gewalt und Grausamkeiten der Sklaven untereinander. Dabei wird auch vor der Beschreibung von Brutalitäten nicht zurückgeschreckt, was beim Lesen manchmal schwer zu ertragen ist. Dennoch übt der Text eine ungeheure Faszination aus. Colson Whitehead zeichnet in „Underground Railroad“ kein schwarz-weiß Bild. Weder wörtlich, noch im übertragenen Sinne. Dafür beschreibt er menschliche Beweggründe und zieht die Linie nicht zwischen gut und böse, sondern zwischen menschlich und grausam. Denn auch Protagonistin Cora ist nicht ohne Fehler. Bereits zu Beginn der Geschichte gibt es eine Situation, in der sie aus Rache und Wut handelt. Dennoch distanziert man sich in dieser Szene nicht von ihr, sondern kann, im Gegenteil, genau nachvollziehen, warum sie so handelt. Auch die Beweggründe der Menschen, denen Cora auf ihrer Flucht begegnet, werden erläutert, so dass sich ein komplexes Bild verschiedener Interessen und Motivationen ergibt.Die Verknüpfung von historischen Tatsachen mit einem auf wahren Begebenheiten beruhendem und hier doch fiktivem Einzelschicksal ergibt eine spannende Mischung, die man trotz der beschriebenen Grausamkeiten nicht aus der Hand legen möchte. Schon deshalb nicht, weil man Cora so sehr wünscht, dass ihre Flucht in die Freiheit erfolgreich ist.

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  • Leserunde zu "Underground Railroad" von Colson Whitehead

    Underground Railroad

    aba

    "Der Grenze der Plantage zu entkommen hieß, den Grundprinzipien der eigenen Existenz zu entkommen: unmöglich." Mit seinem Roman "Underground Railraod" erklomm der US-amerikanische Schriftsteller Colson Whitehead die Bestsellerlisten weltweit. Sein Buch, mittlerweile in 40 Sprachen übersetzt, hat unzählige Preise gewonnen - unter anderem den heiß begehrten Pulitzer-Preis -, war über ein halbes Jahr New York Times Bestseller und steht auch auf der Longlist des Man Booker Prize. Unter den Lesern befinden sich prominente Figuren: Oprah Winfrey hat "Underground Railraod" in ihren exklusiven Buchclub aufgenommen und Barack Obama hat es als Sommerlektüre ausgewählt.Dieses Buch muss man also definitiv lesen!Die erstaunliche, spannende und höchst emotionale Geschichte einer subversiven Organisation, deren Ziel es war, Sklaven zu befreien und ihnen einen Fluchtweg zu ermöglichen, ist heute aktueller denn je. Mit diesem Werk erinnert Colson Whitehead daran, dass Freiheit eine wichtige Errungenschaft ist und keine Selbstverständlichkeit.Wir freuen uns sehr, euch "Underground Railraod" im Rahmen unseres LovelyBooks Literatursalons vorstellen zu dürfen.Seid ihr Liebhaber anspruchsvoller Literatur? Dann dürft ihr diese Leserunde zu "Underground Railraod" nicht verpassen, einem weiteren Titel in unserem LovelyBooks Literatursalon, in dem euch literarische Neuerscheinungen und spannende Spezialaufgaben erwarten.Zum InhaltCora ist nur eine von unzähligen Schwarzen, die auf den Baumwollplantagen Georgias schlimmer als Tiere behandelt werden. Alle träumen von der Flucht – doch wie und wohin? Da hört Cora von der Underground Railroad, einem geheimen Fluchtnetzwerk für Sklaven. Über eine Falltür gelangt sie in den Untergrund und es beginnt eine atemberaubende Reise, auf der sie Leichendieben, Kopfgeldjägern, obskuren Ärzten, aber auch heldenhaften Bahnhofswärtern begegnet. Jeder Staat, den sie durchquert, hat andere Gesetze, andere Gefahren. Wartet am Ende wirklich die Freiheit? Colson Whiteheads Roman ist eine virtuose Abrechnung damit, was es bedeutete und immer noch bedeutet, schwarz zu sein in Amerika. Lasst euch von der Leseprobe überzeugen!Zum AutorColson Whitehead, 1969 in New York geboren, studierte an der Harvard University und arbeitete für die New York Times, Harper's und Granta. Whitehead erhielt den Whiting Writers Award (2000) und den Young Lion’s Fiction Award (2002) und war Stipendiat der MacArthur "Genius" Fellowship. Für seinen Roman Underground Railroad wurde er mit dem National Book Award 2016 und dem Pulitzer-Preis 2017 ausgezeichnet. Bei Hanser erschienen bisher "John Henry Days" (Roman, 2004), "Der Koloß von New York" (2005), "Apex" (Roman, 2007), "Der letzte Sommer auf Long Island" (Roman, 2011), "Zone One" (Roman, 2014) und "Underground Railroad" (Roman, 2017). Der Autor lebt in Brooklyn. Wenn ihr die geheimen Wege des Underground Railroad erkunden möchtet, müsst ihr euch für diese Leserunde bewerben.Zusammen mit Hanser verlosen wir 30 Exemplare von "Underground Railroad" unter allen, die sich über diesen erfolgreichen Roman austauschen und im Anschluss eine Rezension schreiben möchten.Wenn ihr denkt, dass dieses Buch das richtige für euch ist, bewerbt euch* über den blauen "Jetzt bewerben"-Button bis zum 03.09., und antwortet auf folgende Frage:Colson Whitehead hat mit seinem Buch eine Ode an die Freiheit geschrieben.Das Wort Freiheit hat für jeden Menschen eine andere Bedeutung, vor allem für viele von uns ist Freiheit etwas Selbstverständliches.Woran macht ihr fest, dass ihr in einer freien Gesellschaft lebt?Wir freuen uns auf eure Antworten und wünschen euch viel Glück!Im Rahmen des LovelyBooks Literatursalons könnt ihr in dieser Leserunde ein weiteres Literatursalon-Lesezeichen erlesen! Ihr seid noch kein Literatursalon-Mitglied? Ihr könnt jederzeit eintreten. Alle Infos dazu findet ihr hier. * Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen und Leserunden.

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    • 1374
  • Rezension zu "Underground Railroad"

    Underground Railroad

    Traubenbaer

    31. October 2017 um 23:28

    "Underground Railroad" von Colson Whitehead (erschienen bei Hanser) ist ein preisgekrönter Roman. Er wurde nicht zuletzt mit dem berühmten Pulitzer- Preis ausgezeichnet. Inhaltlich dreht sich die Handlung um die Hauptprotagonistin Cora. Sie wurde als Sklavin in den USA geboren. Als solche muss sie Schreckliches ertragen. Ihr gelingt die Flucht und mit Hilfe der Underground Railroad, einer Organisation, die Schwarze bei der Flucht in den Norden unterstützt, macht sie sich auf den Weg. Jedoch verläuft diese Reise nicht immer leicht.Das Buch ist aufgrund der Thematik, die es behandelt, recht düster und melancholisch. Besonders die Abschnitte, die die Gräueltaten an Cora und anderen Sklaven beschreiben, sind nichts für zartbesaitete Leser: Sie sind detailiert und schonungslos beschrieben. Aber auch der Rest ist eindrücklich beschrieben, so dass man sich die Protagonisten und ihre Umgebung problemlos vorstellen kann. Der Schreibstil ist dabei sehr "dicht". Was ich damit sagen möchte ist, dass einzelne Sätze (und manchmal selbst Nebensätze) die ganze Stimmung des Geschriebenen verändern. Daher lohnt es sich, diesen Roman konzentriert zu lesen, ansonsten überliest man leicht diese Sätze. Die Protagonisten sind sehr realistisch beschrieben: Jeder besitzt individuelle Eigenschaften und Verhaltensweisen, was ihre Persönlichkeit recht plastisch machen. Besonders Coras Persönlichkeit besitzt viel Tiefe und entwickelt sich im Verlauf der Geschichte weiter.Der Autor vermischt in seinem Roman reale geschichtliche Fakten mit Fiktion. So macht er aus der Organisation "Underground Railroad" bspw. eine Eisenbahn. Das macht er in manchen Abschnitten so meisterlich, dass es schwer ist Realität und Fiktion zu unterscheiden. Mir persönlich gefiel das nicht so gut, da ich mich beim Lesen immer fragte, was nun historisch belegt und was erfunden ist. Jedoch habe ich mich so noch intensiver mit dem Roman und der nordamerikanischen Geschichte befasst und vieles beim Lesen und auch danach rechachiert. 

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  • Rassismus aus der Sicht der Opfer und Flucht aus der Sklaverei

    Underground Railroad

    hexenaugen

    31. October 2017 um 17:55

    Cora ist eine Sklavin auf einer Baumwollplantage in Georgia. Sie wird, wie unzählige Schwarze in Amerika, gedemütigt, geschlagen, vergewaltigt und vieles unsägliche mehr. Alle träumen von der Flucht. Als Cora von der Underground Railroad, einem geheimen Fluchtnetzwerk für Sklaven, hört, ergreift sie ihre verzweifelte Möglichkeit. Cora ist eine starke Person und eine faszinierende Protagonistin. Durch ihre Jugend und Unerfahrenheit scheint sie etwas naiv, tritt jedoch trotzdem mutig für sich und ihre Helfer ein. Die Underground Railroad war eigentlich ein geheimes Netzwerk an Menschen, die Sklaven bei der Flucht aus dem Süden über bestimmte Routen in den freien Norden halfen. Colson Whitehead nimmt die Metapher allerdings wörtlich und lässt die Sklaven über eine Eisenbahnlinie im Untergrund flüchten. Mich hat die Story sehr berührt. Es wird nichts beschönigt. Schonungslos werden die Misshandlungen beschrieben. Das gesamte System wird einem in seiner ganzen Grausamkeit vor Augen geführt, keine leichte Kost. Cora die Hauptprotagonistin hat mich am meisten fasziniert, ich konnte mich sich zu jeder Zeit in ihre Lage hineinversetzen. Die sonstigen Charaktere allesamt gut ausgearbeitet, machen diese tiefgründige Geschichte zu einer bewegenden Lektüre, die noch lange in Erinnerung bleiben wird. Das ganze wurde toll niedergeschrieben und lässt sich flüssig lesen.

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