Colum McCann

 4.2 Sterne bei 366 Bewertungen
Autor von Die große Welt, Zoli und weiteren Büchern.
Colum McCann

Lebenslauf von Colum McCann

Der Autor Colum McCann wurde 1965 in Dublin geboren. Bevor er zu schreiben begann hat er lange als Journalist, Farmarbeiter und auch Lehrer gearbeitet. Colum McCann ist viel durch Asien, Europa und Amerika gereist. Colum McCann ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt mit seiner Familie in New York. Der internationale Durchbruch als Autor gelang ihm durch seine Bücher „Der Tänzer“, einer Biographie über Rudolf Nurejew, und dem Roman „Zoli“. Colum McCann ist auch vielfach für seine Romane und Erzählungen ausgezeichnet worden. So erhielt McCann unter anderem den Hennessy Award for Irish Literature und den Rooney Prize. Im Mai 2017 sind seine aktuellsten Werke "Briefe an junge Autoren" und "Wie spät ist es jetzt dort, wo du bist?" erschienen.

Neue Bücher

Wie spät ist es jetzt dort, wo du bist?

 (2)
Erscheint am 18.12.2018 als Taschenbuch bei ROWOHLT Taschenbuch.

Alle Bücher von Colum McCann

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Die große Welt

Die große Welt

 (93)
Erschienen am 01.03.2011
Der Himmel unter der Stadt

Der Himmel unter der Stadt

 (50)
Erschienen am 01.02.2000
Zoli

Zoli

 (52)
Erschienen am 01.08.2008
Transatlantik

Transatlantik

 (30)
Erschienen am 07.03.2014
Gesang der Kojoten

Gesang der Kojoten

 (11)
Erschienen am 02.03.1998
Verschwunden

Verschwunden

 (5)
Erschienen am 25.01.2016
Briefe an junge Autoren

Briefe an junge Autoren

 (4)
Erschienen am 19.05.2017

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Neue Rezensionen zu Colum McCann

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Rezension zu "Zoli" von Colum McCann

Ein nicht alltägliches Thema
Duffyvor 7 Monaten

Die Regeln und Gesetze der Roma sind althergebracht, traditionell und zwingend bindend. Zoli, eine Junge Roma, die den Feldzug der Deutschen überlebte, ist auch in unter diesen Bedingungen aufgewachsen. Unüblich ist, dass sie von ihrem Großvater das Lesen und Schreiben erlernt hat. Sie beginnt zu dichten und Lieder zu singen, die anfangs noch von ihren Leuten goutiert werden. Doch als sie später diese Gesänge veröffentlichen will, wird sie nicht nur vom sozialistischen Regime der Slowakei, ihrem Heimatland, unter Druck gesetzt, auch bei ihrem Volk fällt sie in Ungnade und wird ausgestossen. Entehrt und ohne Rechte flieht sie in den Westen.
McCann hat ein Thema aufgegriffen, dass auch heute noch für Kontroversen sorgt. Die Minderheitengruppe der Roma ist vielen Repressalien ausgesetzt, hat allerdings auch durch ihre besondere Art des Lebens einiges an Vorurteilen provoziert. McCann nimmt sich des Themas schonungslos an, von der Vergangenheit bis in die Gegenwart, und hat sehr genau recherchiert. Die Konfrontation zwischen Tradition und modernem Denken ist natürlich nirgends so ausgeprägt wie in Volksgruppen, die einem eigenen Regelwerk folgen. Sensibel, aber mit gewaltigem Gefühl wird der Weg Zolis durch eine Welt nachgezeichnet, die nicht die ihre ist und auf die sie dennoch angewiesen ist, weil ihre angestammte Art zu leben für sie zum Tabu wurde. Sie ist "schlecht" in den Augen ihres Volkes.
Schmerz und Willen vermischen sich in ihr und lassen sie zu einer starken Frau werden, die alles dafür tut, um irgendwo eine Ecke zu finden, in der sie ein kleines Glück erleben kann.
Eine mutige Auseinandersetzung, die der Autor eingegangen ist und man kann sagen, dass es ihm gelungen ist, den Leser von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln. Dass man dieses Buch in erster Linie emotional erlebt, liegt an der großen Erzählkunst des Autors auf hohem Niveau.

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Rezension zu "Der Himmel unter der Stadt" von Colum McCann

Eine wahrhaft dunkle Geschichte
Duffyvor einem Jahr

Fast ein Jahrhundert verfolgt McCann die Geschichte von Nathan Walker und seiner Familie im New York des ständigen Wachstums. Ob er nun den Älteren beim Tunnelbau begleitet oder den Sohn auf den Gerüsten der Wolkenkratzer, immer spielt die Schnelllebigkeit und das Wachstum der Stadt eine Rolle und beeinflusst die Schicksale der Familienmitglieder. Von den guten Momenten im Familienkreis bis zum Absturz in die unterirdischen Katakomben der Stadt, in denen Nathan Clarence landet, ausgebrannt von Schuld, verlorener Verantwortung und den Zwischentönen aus aus Liebe, Hoffnung und Niederlage. Die Dramatik zieht dieser Roman aus den Zufällen und Querverbindungen der Zeit, in der Rassentrennung noch der Normalfall war.
McCann hat diesen Roman schon vor 20 Jahren veröffentlicht und gezeigt, dass er ein Ausnahmetalent ist. Mit seinem Bild von New York und den vielen Gegensätzen kommt er nahe an die Betrachtungsweise und Empfindungsebene von Paul Auster heran, doch McCann konzentriert sich stärker an den Einzelschicksalen und somit wird die Stadt in vielen Schlüsselszenen zur Kulisse. Was genau die Menschen treibt, ist die Suche nach Liebe, eine temporäre Schönheit ihrer Umgebung und das "kleine" Glück in ihren Nischen aber auch die Gegensätze, die wuchtiger ausgearbeitet werden, die geballte Häßlickeit, die Wut, die Finsternis und die Gewalt.
Ein großes Buch, wenn man es immer im Zusammenhang mit der Geschichte der USA des zwanzigsten Jahrhunderts sieht und atemberaubend in Stil und handwerklichem Können eines Autors, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung erst 32 Jahre alt war. Weitere großartige Bücher sollten folgen.

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Rezension zu "Briefe an junge Autoren" von Colum McCann

Nicht nur für die Jungen
Duffyvor einem Jahr

Das ist kein Ratgeber, denn diese Kategorie hält auch McCann für zwiespältig, stattdessen hat er sich an Nachwuchsautoren in Briefform gewandt, um sie mit der richtigen Einstellung zum Schreiben zu versorgen. In kleinen, prägnanten Kapiteln gibt er Hinweise, die essentiell sind und nicht in der "Schreibschule" gelernt werden können. Dass das natürlich auch ein wunderbarer Lesestoff für die "Fortgeschrittenen" und älteren Autoren ist, gibt dem  Büchlein nochmal einen Mehrwert, denn selbst für den gestandenen Schreiber gibt es viel zu entdecken, was er/sie schon vergessen, bzw. verdrängt hat. McCann geht auf das Wesentliche ein, die Idee des Schreibens und den Charakter der Motivation dahinter. Dabei bleibt er keineswegs staubtrocken, sondern schreibt lebendig, spannend und auch sehr humorvoll. So ließe man sich Lehrstoff gerne in Schule und Uni näherbringen.  Ein kurzes Buch, aber kein Wort zu viel und wer sich durch die "Briefe" gelesen hat, bekommt Lust, die Anregungen anzuwenden. Dann hat McCann seinen Job gemacht. Sehr gut und wahrscheinlich wertvoller als so mancher dicker Theorieschinken. Man muss eben das finden, was wirklich umsetzbar ist. Den Lesern und vor allem Autoren, die sich für dieses Buch entscheiden, wünsche ich viel Spaß bei der Lektüre und behaupte einfach mal, dass sie einiges in Gang bringen wird.

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Colum McCann wurde am 27. Februar 1965 in Dublin (Irland) geboren.

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