Colum McCann Everything in This Country Must

(2)

Lovelybooks Bewertung

  • 0 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(1)
(0)
(1)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Everything in This Country Must“ von Colum McCann

One powerful long story, with two thematically linked short stories on either side of it, forms the basis of this book. These are stories about Ireland and the Troubles, but the stories have an almost mythical rather than political feel about them. (Quelle:'Flexibler Einband/04.01.2001')
  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Everything in This Country Must" von Colum McCann

    Everything in This Country Must
    Marcus_Krug

    Marcus_Krug

    24. November 2012 um 11:32

    Das vorliegende Buch ist eine kleine Sammlung von zwei Kurzgeschichten und einer Novelle. Colum McCann, bei Erscheinen des Buches Mitte dreißig, schreibt von seiner irischen Heimat. Um genau zu sein, geht es um „The Troubles“, den Nordirlandkonflikt. Sowohl die beiden Kurzgeschichten als auch die Novelle werden aus der Sicht von Kindern bzw. Jugendlichen erzählt. >> Everything in this Country Must << In der ersten und titelgebenden Geschichte steht Katie im Mittelpunkt und auch zwischen den Fronten. Ein Pferd bleibt im Fluss stecken. Katie und ihr Vater versucht verzweifelt es zu befreien. Bald darauf bricht ein Militärfahrzeug durch die Hecke zur Wiese am Fluss und drei Soldaten springen ins Wasser, um das Pferd loszubekommen. Der Vater wehrt sich vehement gegen diese Hilfe, zu tief sitzt der Schmerz über den Verlust von Frau und Sohn. Katie hat ihre Mutter und ihren Bruder durch einen Armee-Jeep verloren. >> Wood << Andrew hilf seiner Mutter in der Nacht beim Zuschneiden von Holzstangen, die für eine religiöse Feierlichkeit genutzt werden. Man müsse leise sein, damit der invalide Vater nicht aufwache, sagt die Mutter, er würde das nicht erlauben. An mehreren Nächten nacheinander fertigen sie vierzig Stangen. Am Tag der Abholung entscheidet sich Andrew für die Identität seiner Mutter und gegen seinen Vater, indem er ihm nicht die Wahrheit sagt. >> Hunger Strike << Der Protagonist der Novelle haust mit seiner Mutter in einem Wohnwagen am Stadtrand von Galway. Sie kamen aus Nordirland, um dem dortigen Krieg zu entgehen. Aber auch, um nicht mit einem der Gefangenen im Hungerstreik in Verbindung gebracht zu werden. Der Onkel des Jungen sitzt im Gefängnis und verweigert die Nahrungsaufnahme. Während die Mutter arbeitet, streift der Junge durch die Gegend, lernt ein altes Ehepaar aus Litauen kennen, lernt Kajak fahren und versucht mit dem Schicksal seine Onkels klar zu kommen, den er allerdings nie kennengelernt hat. Alle drei Geschichten zeigen Kinder bzw. Jugendliche, die gezwungen sind, sich mit dem Konflikt in ihrem Land auseinanderzusetzen. Sie tun dies ohne von den Erwachsenen in ihrer Umgebung verstanden zu werden, weil diese zu sehr in ihrem Alltagstrott bzw. eigenem Schmerz gefangen sind. Obwohl man das knapp einhundertvierzig-seitige Buch in relativ kurzer Zeit gelesen haben kann, empfiehlt es sich doch, es langsam zu lesen, denn dann erst entfaltet sich das ganze Ausmaß, die Andeutungen und Verweise. Sehr empfehlenswert!

    Mehr