Colum McCann Zoli

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Inhaltsangabe zu „Zoli“ von Colum McCann

'Ein ganz großartiges Buch: frei, grausam, wild, schön, ernst.' Elke Heidenreich Zoli ist eine junge, starke und außergewöhnliche Frau vom Volk der Roma. Sie stammt aus Bratislava und hat in den Wäldern der Umgebung den Vernichtungsfeldzug der Deutschen gegen ihre Leute überlebt. Als sie Jahre später die traditionellen Gesänge ihres Volkes veröffentlichen will, wird sie vom sozialistischen Regime unter Druck gesetzt. Auch die Sippe und ihr Geliebter verstoßen sie. Zoli flieht in den Westen – allein und mittellos, aber voller Hoffnung, doch noch irgendwo ihr Glück zu finden. 'Ein großartiges Buch und eine wunderbare Geschichte.' Roddy Doyle

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  • Bewegende Geschichte einer außergewöhnlichen Frau

    Zoli

    AnnaChi

    09. January 2014 um 16:47

    Was ist Geschichte anderes als die Bündelung der Geschichten von Menschen, die sie erleben? Colum McCann versteht es meisterhaft, die Geschichte der Roma vom faschistischen Holocaust über die Instrumentalisierung durch den real existierenden Sozialismus bis in die Gegenwart in der Figur der Zoli Novotna lebendig zu machen. Der Leser gewinnt tiefe Einblicke in das Leben und die Geschichte der Roma. Ohne Romantisierung und fern jedes bewertenden Standpunktes schafft  es der Autor mit Hilfe zahlreicher und intensiv studierter Quellen, ein umfassendes Bild zu schaffen. Die große Stärke des Buches aber liegt in seiner Sprache. Sie lässt vor dem inneren Auge des Lesers kraftvolle und ausdrucksstarke Bilder entstehen, die man nicht so schnell vergisst. Geneigte Leser dieser Rezension: Lasst euch verzaubern von diesem poetischen Meisterwerk! Lest dieses Buch!  

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  • Rezension zu "Zoli" von Colum McCann

    Zoli

    Gilfaen

    21. February 2011 um 15:52

    "Zoli“ erzählt eine Lebensgeschichte. Nicht nur die der weiblichen Figur Zoli (Marienka) Novotna, eine Roma-Frau, sondern auch die Geschichte ihres Volkes, ihrer Verfolgung während des 2.Weltkrieges und Holocausts, ihre Instrumentalisierung für die slowakischen Kommunisten und schluss endlich ihre erzwungenen Assimilation. Von der Politik der Faschisten als „Untermenschen“ betrachtet und verfolgt, später glorifiziert als die natürlichste aller Lebensformen durch die Kommunisten, um ihnen dennoch später das Recht auf ihre eigene rumfahrende Kultur zu nehmen. Viele politische Ansätze sind in diesem Buch, viel allgemeine Kritik daran Menschen ihr Recht auf eigene Kultur und Bräuche zu nehmen. Sie vom fahrenden Volk aus Gutmütigkeit und Erlaubniswille der Oberen zu sesshaften Menschen zu machen. Und doch ist dies nicht der einzige Aspekt dieses Romans, der zu gefallen weiß. Es ist vor allem die Viel-Perspektivigkeit, die der irische Autor Column McCann einsetzt, um ein breit gefächertes Bild einer Roma-Lebensweise zu erhalten. Er lässt Zoli selbst sprechen, zuerst „glühendes“ und später ausgestoßenes Mitglied der Roma; ihren Geliebten Stephen Swann, der sie verrät, der Slowake sein möchte und doch niemals über sein irisch-gefärbtes Slowakisch hinauskommt. Und er lässt Zolis Lieder sprechen, voll von Metaphoriken aus der Natur, von Tieren und Pflanzen und vor allem von den Wünschen eines jungen Menschen ihrem Platz in der Familie zu finden, den sie sehr rasch wieder verliert. Es ist auch die Geschichte einer Flucht, über die Slowakei, nach Ungarn, weiter nach Österreich – Von der Familie verlassen, vom Geliebten verraten, vom Glauben an den Sozialismus enttäuscht. Präsentiert wird eine starke Heldin, eine Heldin vor allem, die sich trotz der „westlichen“ Übermacht niemals unterkriegen lässt und trotz ihrer eigenen Isolation eine starke Persönlichkeit bleibt. Eine Kämpferin. Der ORF hat in einer Kritik dem Autor zu viele Klischees vorgeworfen: Er würde damit spielen sich an dem Wort „Zigeuner“ aufzuhängen, außerdem stelle er dar, sie wären fasziniert von allem, würden stehlen etc.pp. Ich möchte folgendes sagen: Natürlich verwendet er Klischees, aber nicht ohne den Hintergrund zu erläutern. Wie vielleicht dem geneigten Rezensenten vom ORF bekannt ist, wenn er es gelesen hat, erklärt Zoli, dass Zigeuner so etwas wie Besitz nicht kennen. Sie unterscheiden nicht zwischen einem Bauern und dem ihrigen Besitz, ganz getreu dem Motto: „Allen gehört die Welt.“ Die Sprache McCanns ist zauberhaft, wirklich zauberhaft. Man fiebert mit, mit der anfangs jungen, am Ende alten Heldin. Man fiebert mit bei ihren Gedichten, bei ihrer Ausstoßung, bei ihrer Flucht nach Österreich… Zolis Geschichte wirkt wie ein riesiges Gemälde, ein Porträt einer Kultur, die fast schon vergangen scheint und doch an hochaktuellen Themen messbar ist. Ich habe die Lektüre wirklich genossen und muss dem SPIEGEL wirklich recht geben: „Die Weltliteratur hat eine neue Heldin!“ Fazit: Ein Gemälde über die Kultur der Roma, ein Stück Geschichte, ein Stück Liebe zur Sprache – Einfach schön zu lesen!

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  • Rezension zu "Zoli" von Colum McCann

    Zoli

    Rock-n-Roll

    29. October 2010 um 10:10

    Ich habe selten ein so ergreifendes Buch gelesen, vor allem das letzte Drittel ist spannend, gibt Einblick in die Seele der Roma und erklärt ihr Verhalten, das für viele unverständlich und inakzeptabel scheint. Ich liebe dieses Buch und werde es sicherlich noch ein zweites Mal lesen. Es ist auch für diejenigen empfehlenswert, die mehr über den einstmals real existierenden Kommunismus erfahren wollen.

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  • Rezension zu "Zoli" von Colum McCann

    Zoli

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Mich hat dieses Buch in eine ganz andere Welt geführt, völlig unbekannt. Der Roman hat mich begeistert und tief bewegt. Es handelt von einer sehr starken Frau uns ihr Schicksal bleibt immer real und wird nie sentimental. Von dem Autor werde ich mehr lesen.

    • 2

    lesekatze

    11. September 2010 um 13:12
  • Rezension zu "Zoli" von Colum McCann

    Zoli

    Greta

    12. April 2009 um 13:25

    "Es ist der Wodka, der mich trinkt."

    "Es gebe viele Dinge, die ihr fehlten, nicht zuletzt eine Stimme aus der Tiefe unter dem Eis."

  • Rezension zu "Zoli" von Colum McCann

    Zoli

    sternenfee

    05. September 2008 um 18:52

    Liest sich bis jetzt super. Zigeunergeschichten, -bräuche.....wichtig um eine Kultur zu verstehen. Zigeuner gibt es soooooooo viele und bislang habe ich oft nicht verstanden, warum sie sind, wie sie eben sind. Hier wird es gut erklärt.

    Auf jeden Fall lesenswert.

  • Rezension zu "Zoli" von Colum McCann

    Zoli

    Nightfall

    11. April 2008 um 23:09

    „Zoli“ erzählt eine Lebensgeschichte. Nicht nur die der weiblichen Figur Zoli (Marienka) Novotna, eine Roma-Frau, sondern auch die Geschichte ihres Volkes, ihrer Verfolgung während des 2.Weltkrieges und Holocausts, ihre Instrumentalisierung für die slowakischen Kommunisten und schluss endlich ihre erzwungenen Assimilation. Von der Politik der Faschisten als „Untermenschen“ betrachtet und verfolgt, später glorifiziert als die natürlichste aller Lebensformen durch die Kommunisten, um ihnen dennoch später das Recht auf ihre eigene rumfahrende Kultur zu nehmen. Viele politische Ansätze sind in diesem Buch, viel allgemeine Kritik daran Menschen ihr Recht auf eigene Kultur und Bräuche zu nehmen. Sie vom fahrenden Volk aus Gutmütigkeit und Erlaubniswille der Oberen zu sesshaften Menschen zu machen. Und doch ist dies nicht der einzige Aspekt dieses Romans, der zu gefallen weiß. Es ist vor allem die Viel-Perspektivigkeit, die der irische Autor Column McCann einsetzt, um ein breit gefächertes Bild einer Roma-Lebensweise zu erhalten. Er lässt Zoli selbst sprechen, zuerst „glühendes“ und später ausgestoßenes Mitglied der Roma; ihren Geliebten Stephen Swann, der sie verrät, der Slowake sein möchte und doch niemals über sein irisch-gefärbtes Slowakisch hinauskommt. Und er lässt Zolis Lieder sprechen, voll von Metaphoriken aus der Natur, von Tieren und Pflanzen und vor allem von den Wünschen eines jungen Menschen ihrem Platz in der Familie zu finden, den sie sehr rasch wieder verliert. Es ist auch die Geschichte einer Flucht, über die Slowakei, nach Ungarn, weiter nach Österreich – Von der Familie verlassen, vom Geliebten verraten, vom Glauben an den Sozialismus enttäuscht. Präsentiert wird eine starke Heldin, eine Heldin vor allem, die sich trotz der „westlichen“ Übermacht niemals unterkriegen lässt und trotz ihrer eigenen Isolation eine starke Persönlichkeit bleibt. Eine Kämpferin. Der ORF hat in einer Kritik dem Autor zu viele Klischees vorgeworfen: Er würde damit spielen sich an dem Wort „Zigeuner“ aufzuhängen, außerdem stelle er dar, sie wären fasziniert von allem, würden stehlen etc.pp. Ich möchte folgendes sagen: Natürlich verwendet er Klischees, aber nicht ohne den Hintergrund zu erläutern. Wie vielleicht dem geneigten Rezensenten vom ORF bekannt ist, wenn er es gelesen hat, erklärt Zoli, dass Zigeuner so etwas wie Besitz nicht kennen. Sie unterscheiden nicht zwischen einem Bauern und dem ihrigen Besitz, ganz getreu dem Motto: „Allen gehört die Welt.“ Die Sprache McCanns ist zauberhaft, wirklich zauberhaft. Man fiebert mit, mit der anfangs jungen, am Ende alten Heldin. Man fiebert mit bei ihren Gedichten, bei ihrer Ausstoßung, bei ihrer Flucht nach Österreich… Zolis Geschichte wirkt wie ein riesiges Gemälde, ein Porträt einer Kultur, die fast schon vergangen scheint und doch an hochaktuellen Themen messbar ist. Ich habe die Lektüre wirklich genossen und muss dem SPIEGEL wirklich recht geben: „Die Weltliteratur hat eine neue Heldin!“ Fazit: Ein Gemälde über die Kultur der Roma, ein Stück Geschichte, ein Stück Liebe zur Sprache – Einfach schön zu lesen!

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  • Rezension zu "Zoli" von Colum McCann

    Zoli

    sabrinacremer

    16. December 2007 um 16:34

    Der Autor hat eine tolle Art, Umgebungen und Menschen zu schildern.
    Leider konnte ich mit diesem Buch nicht so richtig warm werden. Hab mir Mühe gegeben.. Schade

  • Rezension zu "Zoli" von Colum McCann

    Zoli

    moi

    10. May 2007 um 19:24

    Fand ich leider sehr enttäuschend, da ich den Roman weder spannend, noch interessant und die Geschichte auch nicht gut ausgearbeitet fand.

  • Rezension zu "Zoli" von Colum McCann

    Zoli

    Liisa

    07. May 2007 um 20:17

    In »Zoli« erzählt Colum McCann die Geschichte einer Romni von den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts bis in die heutige Zeit (2003). Vorbild für die literarische Figur der »Zoli« war die polnischen Roma-Dichterin Bronislawa Wajs (1910 – 1987). Zoli lernt - was für eine Romni ungewöhnlich war - von ihrem Großvater lesen. Von dort ist es nicht weit dahin, dass sie auch schreibt und zwar Gedichte. Sie überlebt die Nazi-Zeit und wird danach berühmt, als die Kommunisten sie bzw. ihre Gedichte für ihre Propaganda instrumentalisieren. Die Kommunisten wollen die Roma zwingen sesshaft zu werden, um sie dadurch zu integrieren - wenn nötig auch mit Gewalt. Als ihr irischer Geliebter Stephen Swann, der slowakischer Abstammung ist, ihre Gedichte druckt und sie verrät, reagiert ihr Clan und stößt Zoli für immer aus, weil sie gegen ihr Gesetz verstoßen und ihre Lieder an Außenstehende verraten hat. Zoli flieht und schlägt sich bis Italien durch, wo sie ihren zweiten Mann kennenlernt und endlich eine Art zuhause findet. Jahre später besucht sie ihre Tochter in Paris als diese dort einen europäischen Kongress für Randgruppen organisiert und trifft dort erneut auf ihren einstigen Geliebten und Verräter. Es ist ein starkes Frauenportrait, das Column McCann hier zeichnet auch wenn es durchaus bestimmte Klischees bedient. Zum Glück geschieht dies aber nicht im Übermaß. Es ist erstaunlich, dass Colum McCann so über die Roma schreiben kann obwohl er selbst keinerlei biographische Bezüge zu ihnen hat. Während des Lesens habe ich mich öfter gefragt, was die Roma selbst zu diesem Roman sagen bzw. wie sie ihn wohl empfinden. Um sie und einen Teil ihrer Geschichte geht es ja immerhin. Inwieweit kann ein Außenstehender das tatsächliche Leben, die Sitten und Gebräuche der Roma erzählen? Colum McCann hat auf seine ausführlichen Recherchen verwiesen aber kann eine Recherche wirklich das zutage bringen, was von den eigentlichen Protagonisten bis heute verborgen wird? Ich traue mir darüber kein abschließendes Urteil zu. Allein die Anreicherung des literarischen Stoffes mit Begriffen aus der Sprache der Roma reicht zwar vielleicht aus eine entsprechende Atmosphäre zu schaffen aber es ist kein Beleg für Authentizität. Vermisst habe ich auch eine Erklärung zu diesen Begriffen, sei es jeweils am Seitenende oder in einem Index am Ende des Buches. Andererseits darf man nicht vergessen, dass Colum McCann hier kein Sachbuch sondern eben einen Roman vorgelegt hat, was ihm natürlich entsprechend Freiräume lässt. Die Leser dürfen meiner Ansicht nach nur nicht in den Fehler verfallen, diesen Roman nun wie eine Art Sachbuch zu lesen und zu glauben nun Bescheid zu wissen über die Roma und ihre Sitten und Gebräuche. Colum McCann ist ein äußerst begabter Erzähler und auch in Zoli gelingt es ihm sehr eindrückliche Szenen und Bilder zu finden, um den Lesern seine Protagonistin und deren Leben nahezubringen. Mit Zoli ist ihm ein beeindruckender Roman gelungen.

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