Conchita Wurst

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Ich, Conchita. Meine Geschichte

Ich, Conchita. Meine Geschichte

 (15)
Erschienen am 27.02.2015

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Rezension zu "Ich, Conchita. Meine Geschichte" von Conchita Wurst

Wie viel "Auto-" ist in dieser Biografie?..
Danionvor 3 Jahren

Als ich vor 3 Jahren zum ersten Mal einen Auftritt von Conchita Wurst gesehen hatte, konnte ich mir nicht vorstellen, dass mein Interesse für diese Figur so hoch steigt, dass ich sie fast lieben werde. Oder besser: ohne „fast“. Damals fand ich das alles sehr skurril und ihre Interpretation von „My heart will go on“ (das wohl bekannteste Lied meiner Lieblingssängerin Celine Dion) hat mich keineswegs berührt. Doch dann kam „Rise like a Phoenix“, und noch bevor Conchita mit diesem Lied ESC-Zuschauer eroberte, wusste ich, dass es der Anfang einer neuen Liebesgeschichte war.

Die letzten Jahre beobachtete ich, wie sich Conchita entwickelte. Mich faszinierte, wie sie mit dem Publikum umgeht. All die Geschichten rund um die Mode, die sehr oft überrepräsentiert werden, waren für mich uninteressant, dafür aber das, was die bärtige Frau sagte. Als ihre (Auto-)Biografie erschien, landete sie auf meiner Wunschliste und nun ist sie gelesen.

Erst mal zur optischen Gestaltung. Knapp 70 Seiten mit den Bildern, die den Aufstieg der österreichischen Künstlerin zum Star zeigen, habe ich mir gerne angeschaut. Es sind schöne Bilder. Da ich aber kein echter Fan bin, hat mir das einmalige Betrachten der Fotos gereicht. Schön! Aber mich interessierte von Anfang an der Inhalt, was Conchita schrieb und wie. Denn ihre Reden während der Konzerte oder bei anderen Auftritten, die man auf youtube finden kann, fand ich hörenswert. Die Art, wie sie spricht, wie sie ihre Gedanken in Worte fasst, und natürlich was sie spricht. Aber als ich das Buch las, hatte ich das Gefühl, hier stimmte irgendwas nicht. Das klang nicht ganz nach Conchita, die ich kannte. Und der Blick auf die Seite 1 zeigte mir eine mögliche Erklärung: Das Buch wurde vom deutschen Schriftsteller, Drehbuchautor und Regisseur Daniel Oliver Bachmann aufgeschrieben und erzählt. Also ist das für mich eher eine Biografie, statt Autobiografie. Ich weiß nicht, wie viel von dem, was man im Buch liest, tatsächlich von Conchita bzw. Thomas Neuwirth stammt und was dem Schriftsteller Bachmann gehört. Aber ich hatte nicht das Gefühl, ein Buch von Conchita zu lesen.

Ich habe die Biografie (etwa 110 Seiten Text) in ein paar Tagen verschlungen, aber das Gefühl danach war nicht die Begeisterung, die ich erwartete. Ich fand darin so gut wie nichts, was ich nicht mittlerweile aus der Presse oder dem Internet wusste. Ohne ein Riesenfan zu sein. Das Buch blieb für mich weniger persönlich oder intim, als die meisten Leser in ihren Rezensionen loben. Oder waren meine Erwartungen viel zu groß? Auch der ganz besondere Humor von Conchita, den ich von ihren Live-Auftritten kannte, vor allem wie sie das sprachlich umhüllt, fand ich im Buch leider nicht. Und gerade das ließ mich denken, dass der sprachliche Einfluss des Schriftstellers hier größer war als die ursprüngliche faszinierende Art der Künstlerin. Der Charme ging beim Aufschreiben irgendwie verloren.

Insgesamt ist es ein gutes Buch, ohne Zweifel lesenswert für Fans und Nicht-Fans, aber ein bisschen mehr Conchita, ein bisschen mehr Authentizität hätte ich mir hier schon gewünscht.

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S

Rezension zu "Ich, Conchita. Meine Geschichte" von Conchita Wurst

Ich, Conchita - meine Geschichte. We are unstoppable, rezensiert von Dominic Schlatter
Splashbooksvor 3 Jahren

Was war das ein mediales Echo, als eine Frau mit Bart im Mai 2014 den Eurovision Song Contest gewonnen hatte. Wer ist aber diese Figur?

In der erschienenen Auto-Biografie "Ich Conchita - Meine Geschichte. We are unstoppable" liefert der Österreicher Tom Neuwirth, mit Hilfe des Ghostwriters Daniel Oliver Bachmann, Auskünfte und Hintergründe zu seiner Person und seinem Werdegang. Mit nun 27 Jahren mag es vielleicht vermessen erscheinen, schon jetzt eine Autobiografie abzuliefern. In Anbetracht dessen, welche Erlebnisse allerdings bereits zurückliegen, kann man das jedoch schon mal machen. Eine etwaige, ergänzte Neuauflage sollte ja später kein Problem sein.

Aufgewachsen als Sohn von Wirtsleuten im steirischen Salzkammergut, hat Thomas Neuwirth vor allem eines: Zeit. Aufgrund des Berufes seiner Eltern verbringt der Junge viel Zeit in der Natur oder am elterlichen Dachboden, ein Rückzugsgebiet namens "grüne Höhle". Gemeinsam mit seinem Bruder Andi und Kristin, seiner besten Freundin, erlebte Tom kreative und glückselige Momente einerseits.

Doch andererseits war vor allem die Pubertät eine schwierige und prägende Zeit.

Mit dem Bewusstsein "anders" zu sein, war der Teenager tagtäglich mit Anfeindungen und Ausgrenzungen konfrontiert. "Schwul" war hauptsächlich ein Schimpfwort für die Mitschüler, während Homosexualität unter Männern lange Zeit sogar als Straftat geahndet wurde.

In der Hoffnung die Kleinkariertheit des ländlichen Umfelds hinter sich zu lassen und in der steirischen Landeshauptstadt Graz offenen Menschen zu begegnen, begann Tom mit 14 Jahren die Ausbildung an der Höheren Lehranstalt für Mode. Kreativität und etwas Neues erschaffen, war schon immer eine große Leidenschaft und vor allem ein Erfolg für ihn. Doch auch hier gehörten Vorurteile und die Anfeindungen zum Alltag.

Immer wieder suchte er die Rückzugmöglichkeit im elterlichen Gasthaus auf und während unten die Knödel dampften und der Zapfhahn Höchstleistungen erbrachte, sang Tom am Dachboden Arien und trainierte seine Stimme.

Rest lesen unter:
http://splashbooks.de/php/rezensionen/rezension/22969/ich_conchita___meine_geschichte_we_are_unstoppable

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K

Rezension zu "Ich, Conchita. Meine Geschichte" von Conchita Wurst

Interessante und berührende Lebensgeschichte eines aussergewöhnlichen Menschen
Kaetzchen100vor 3 Jahren

Ich bin kein Freund von Biographien, es gibt viel zu viele davon am Markt, aber die Lebensgeschichte von Conchita oder eigentlich Tom Neuwirth hat mich neugierig gemacht und ich wurde nicht enttäuscht. Das Buch ist interessant, kurzweilig, sehr berührend und emotional und in vielerlei Hinsicht sehr inspirierend, absolut lesenswert. Tom Neuwirth alias Conchita ist ein faszinierender, kluger und überaus talentierter junger Künstler, dessen Geschichte und positive Einstellung zum Leben einen sofort in seinen Bann zieht. Lesen, geniessen, staunen, bewundern! 

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