Connie Palmen Du sagst es

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Inhaltsangabe zu „Du sagst es“ von Connie Palmen

Sylvia Plath und Ted Hughes sind das berühmteste Liebespaar der modernen Literatur – und das tragischste: Denn nach Sylvias Suizid im Jahr 1963 galt sie als Märtyrerin, hingegen ihr Mann als Verräter – eine Schuldzuweisung, zu der er sich zeitlebens nie äußerte. In dieser fiktiven Autobiographie bricht er sein Schweigen. Palmen lässt ihn auf seine leidenschaftliche Ehe zurückblicken und eine Liebe neu beschreiben.

Wieder eine gelungene und berührende Auseinandersetzung mit den großen Themen Liebe und Tod.

— miro76
miro76

Eine gute Geschichte, die Sylvia Plath jedoch etwas anstrengend macht.

— Bibliomania
Bibliomania

Teils etwas zäh

— Bokaormur
Bokaormur

Eine Liebesgeschichte, bei der das Ende für mich unausweichlich war, und ein spannendes literarisches Experiment.

— Barbara62
Barbara62

Beklemmend und traurig

— marpije
marpije

Ich liebe dieses Buch! Großartig geschrieben und eine sehr bewegende Geschichte.

— JuLe_81
JuLe_81

Ob die Schriftstellerin mehr den Mythos der Liebe zwischen dem Schriftstellerpaar Ted Hughes und Sylvia Plath aufleben lassen möchte?

— Wordmicroscope
Wordmicroscope

Tiefgründige Betrachtungen aus der Sicht des Ehemannes zeigen auf, wie er denkt und blicken zurück, resümieren und unterhalten uns kurzweili

— HEIDIZ
HEIDIZ

Die Autorin lässt Ted Hughes in diesem fiktiven Roman über seine haltlose, unkonventionelle, zerstörerische Ehe zu Sylvia Plath erzählen.

— Buecherwurm1973
Buecherwurm1973

Das Buch bietet eine andere Sicht auf das Schriftstellerpaar Plath-Hughes & holt Sylvia Plath von ihrem Thron. Für mich aber zu einseitig

— Marina_Nordbreze
Marina_Nordbreze

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Buchina

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    Du sagst es
    Bibliomania

    Bibliomania

    10. April 2017 um 08:15

    Da ich mir für eines der nächsten Bücher Sylvia Plaths "Die Glasglocke" vorgenommen habe, kam mir dieses Büchlein gerade recht. Und da es aus dem Diogenes Verlag kommt, konnte es nur gut sein.Ted Hughes war Sylvia Plaths Liebhaber und Ehemann. Beide waren sehr ineinander verliebt, beide Künstler, Dichter und stellten das Traumpaar  in den Fünfzigern dar.Ted Hughes hat sich zeitlebens nie dazu geäußert, wie das Leben mit Sylvia Plath war, er musste stattdessen ziemliche Schmähreden und Angriffe auf seine Person aushalten. Connie Palmen hat eine fiktive, wirklich gelungene Autobiografie von Ted Hughes geschrieben, in dem sie ihn endlich zu Wort kommen lässt.Ein ewiges Auf und Ab und eine ziemlich anstrengende Beziehung und Ehe muss es mit Sylvia Plath gewesen sein. Ted war mir von Anfang an sympathisch und er tat mir wirklich Leid, da er ein hingebungsvoller Mann und Vater war, der für seine Frau alles tat, sie immer in Schutz nahm, gegen jegliche Angriffe verteidigte und sie überhaupt auf einen Thron setzte, aber Sylvia schien das nicht zu reichen, sie wollte überall Verrat, Missgunst und Untreue sehen.Mir hat das Buch gut gefallen, nur ging mir Sylvia Plath zunehmend auf den geist. Dass Ted so lange bei ihr blieb und alle ihre Wehwehchen mitmachte, spricht sehr für ihn. Dass er nach Sylvias Tod so in Ungnade fiel und so viel Schmach ertragen musste, war nicht fair, der Arme. Es gibt jedoch einen guten Einblick in die andere Perspektive dieser Ehe. Ein wenig graust es mich jetzt vor "Der Glasglocke", aber ich bin gespannt, inwieweit ich diese beiden Bilder am Ende zusammenbringen kann, 3,5 Sterne.

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht
    GrOtEsQuE

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 14.04.2017: _Jassi                                           ---  38 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   83,5 Punkte Astell                                           ---    0 Punkte BeeLu                                         ---   62 Punkte Bellis-Perennis                          ---  261 Punkte Beust                                          ---   100 Punkte Bibliomania                               ---   97 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  161 Punkte ChattysBuecherblog                --- 111 Punkte CherryGraphics                     ---   62.5 Punkte Code-between-lines                ---  55 Punkte eilatan123                                 ---    5 Punkte Eldfaxi                                       ---   51 Punkte Farbwirbel                                ---   44 Punkte fasersprosse                            ---     9 PunkteFrau-Aragorn                           ---     4 Punkte Frenx51                                     ---  41 Punkte glanzente                                  ---   60 Punkte GrOtEsQuE                               ---   71 Punkte hannelore259                          ---   33 Punkte hannipalanni                           ---   71 Punkte Hortensia13                             ---   53 Punkte Igelchen                                    ---   11 Punkte Igelmanu66                              ---   95 Punkte janaka                                       ---   63 Punkte Janina84                                   ---    44 Punkte jasaju2012                               ---   16 Punkte jenvo82                                    ---   56 Punkte kalestra                                    ---   26 Punkte katha_strophe                        ---   53 Punkte Kattii                                         ---   57 Punkte Katykate                                  ---   44 Punkte Kerdie                                      ---   99 Punkte Kleine1984                              ---   61 Punkte Kuhni77                                   ---   60 Punkte KymLuca                                  ---   50,5 Punkte LadyMoonlight2012               ---   26 Punkte LadySamira090162                ---   124 Punkte Larii_Mausi                              ---    24 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   30 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   36 Punkte louella2209                            ---   58 Punkte lyydja                                       ---   55 Punkte mareike91                              ---    20 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  39 Punkte MissSternchen                          ---  29 Punkte mistellor                                   ---   123 Punkte Mone97                                    ---   20 Punkte natti_Lesemaus                        ---  39 Punkte Nelebooks                               ---  160 Punkte niknak                                       ----  180 Punkte nordfrau                                   ---   74 Punkte PMelittaM                                 ---   82 Punkte PollyMaundrell                         ---   24 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   52 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   35 Punkte SaintGermain                            ---   82 Punkte samea                                           --- 28 Punkte schadow_dragon81                  ---   73 Punkte Schmiesen                                  ---   92 Punkte Schokoloko29                            ---   23 Punkte Somaya                                     ---   100 Punkte SomeBody                                ---   94,5 Punkte Sommerleser                           ---   87 Punkte StefanieFreigericht                  ---   94 Punkte tlow                                            ---   55 Punkte Veritas666                                 ---   87 Punkte vielleser18                                 ---   68 Punkte Vucha                                         ---   78 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   40 Punkte Wolly                                          ---   82 Punkte Yolande                                       --   64 Punkte

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  • Teils etwas zäh

    Du sagst es
    Bokaormur

    Bokaormur

    26. February 2017 um 14:30

    Der Schreibstil von Connie Palmen gefällt mir. Leider hatte ich doch manchmal zu sehr das Gefühl, dass das Buch von einer Frau verfasst wurde, wo es doch die Memoiren eines Mannes darstellen sollte. Die geschilderten Handlungen und Gedanken sind für mich nicht, wie ein Mann denkt. Das ist leider schon ein ziemlich schwerwiegender Kritikpunkt von meiner Seite, das sich das ja durch das ganze Buch zieht. Insgesamt aber ein gut recherchiertes Buch, das mich zum Nachdenken angeregt hat. Diese tragische Liebesgeschichte ist etwas ganz besonderes aus vergangenen Tagen. Lesenswert, wenn man sich darauf einlassen kann.

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  • Über den Rand des Abgrunds

    Du sagst es
    Barbara62

    Barbara62

    08. January 2017 um 14:45

    Sie waren eines der berühmtesten Paare des Literaturbetriebs, die amerikanische Dichterin Sylvia Plath (1932 - 1963) und der englische Dichter Ted Hughes (1930 - 1998). Während ihres siebenjährigen Miteinanders galt das Mitgefühl ihrer Umgebung eher ihm, denn Sylvia Plath litt seit ihrer Jugend unter einer bipolaren Störung mit schweren Depressionen und Stimmungsschwankungen, Angstattacken, Alpträumen, dem ambivalenten Verhältnis zu ihrer Mutter und der unbewältigten Trauer um den früh verstorbenen Vater sowie unter ihrem Perfektionismus und übersteigerten Ehrgeiz. 1953 unternahm sie einen ersten Selbstmordversuch und verbrachte anschließend mehrere Monate in einer psychiatrischen Klinik. Ab Ende 1958 war sie erneut in psychiatrischer Behandlung. 1956 lernte sie während ihres Studiums in Cambridge den Schriftsteller Ted Hughes kennen und keine vier Monate nach dem Beginn ihrer stürmischen Affäre waren sie verheiratet. Es folgten eine Zeit des rastlosen Umherziehens in England, den USA und wieder England, erster schriftstellerischer Erfolg für beide, mehr für ihn als für sie, und in den Jahren 1960 und 1962 die Geburt der Kinder Frieda und Nicholas. Nachdem Sylvia Plaths Eifersucht zunächst grundlos war, begann ihr Mann, den die psychische Krankheit seiner Frau zunehmend überforderte und zermürbte, 1962 tatsächlich ein Verhältnis mit der ebenfalls verheirateten Assia Wevill. Mit der Trennung des Ehepaars drehte sich die Stimmung in ihrer Umgebung zu Hughes‘ Ungunsten und mit Sylvia Plaths Selbstmord im Februar 1963 waren die Rollen für immer verteilt: ihre die einer Märtyrerin und zerbrechlichen Heiligen, seine die des Sündenbocks und brutalen Verräters. Seine naive Annahme, ihr Tod würde den Verleumdungen ein Ende bereiten, erfüllte sich nicht, er war erst der Anfang eines „Orkans der üblen Nachrede“, dem er bis zu seinem Tod und darüber hinaus ausgesetzt war. Sylvia Plaths Ruhm kam v. a. nach ihrem Tod, als Ted Hughes sich ihres Nachlasses annahm, und sie wurde zur Ikone z. T. militanter Feministinnen. 35 Jahre lang hat Ted Hughes zu allen Anschuldigungen geschwiegen, erst zehn Monate vor seinem Tod erschienen im Band Birthday Letters 88 Gedichte, die nun zur hauptsächlichen Quelle für Connie Palmens Roman Du sagst es wurden, in dem sie Ted Hughes das Wort für seine Darstellung der Geschichte erteilt. Ich habe mich nicht ganz leichtgetan, in den Roman hineinzufinden, und ich war zunächst skeptisch, ob ein Autor überhaupt das Recht hat, sich in dieser Weise in das Drama einer realen Beziehung einzumischen. Doch je mehr ich gelesen habe, desto mehr hat mich der Roman gefangengenommen und desto sicherer war ich, dass Connie Palmen, die mich bereits mit I.M. begeistert hat, genau die richtige dafür ist, denn sie versucht nicht, in Hughes‘ Monolog die Schuldfrage abschließend zu klären. Ihr Ziel war es, in diesem poetisch anmutenden Judasroman „den Verrat nachzuempfinden, statt den Verrat zu beschreiben“. Das ist ihr bestens gelungen. „Wer Selbstmord begeht, will immer zwei töten“, heißt es in Arthur Millers Theaterstück After the Fall, in dem er den Selbstmord Marilyn Monroes zu verarbeiten versuchte. Auf Sylvia Plath und Ted Hughes trifft das sicherlich zu.

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  • Beklemmend und traurig

    Du sagst es
    marpije

    marpije

    29. December 2016 um 13:50

    Connie Palmen hat über die Ehe von die berühmten Sylvia Plath und Ted Hughes ein Buch geschrieben, welche ist erzählt aus Ted Hughes Perspektive. Wir kriegen sehr tiefe Blicke in die Ehe welche hat nur sieben Jahren gedauert , bis zum Selbstmord von Sylvia. Nach dem , wenn ich fertig mit das Buch war habe ich mich gefragt, ob die beide, Sylvia Plath und Ted Hughes überhaupt glücklich waren ? nach seinem bitteren Enthüllungen weiß ich nur eins - die Ehe war alles andere als normal, er hat von Anfang an geahnt, dass etwas ist anders in dieser schöner, kluger Frau, trotzdem er folgt ihr blind obwohl im laufe der Ehe er hat genug von ihr " bekommen "  um sie zu verlassen , ihre histerische Anfälle , Wut und Hass waren sehr harte Proben für die beide, dazu kommen noch Depressionen und Angstzustände, das Leben mit Sylwia Plath war schwer ... Sie hätte auch zweite, ganz andere Seite - intelligent, wild und leidenschaftlich , und ich denke die Seite  von ihr hat der Ted so blind gemacht , er beschreibt seine Frau sehr treffend- " sie war ein süß duftendes Gefäß voll Gift " - ganz genau, wie eine köstlich duftende, schöne Blume hat sie ihn gelockt zu sich und dann langsam ihre Gift in ihn herein gespritzt bis er gelähmt war und vollkommen von ihr abhängig... Der Schreibstil ist emotional und gefühlvoll, aber schwer, die Stimmung beklemmend und düster, durch die ganzen traurigen Ereignissen hat das alles sehr bittere Geschmack bekommen, welche ich persönlich, kann nicht loswerden. Die Geschichte ist in kurzen Abschnitten geschrieben was macht das lesen bestimmt einfacher und lässt uns Zeit zum nachdenken- ob das Liebe kann großer als Hass sein ? wie viel Demütigungen kann ein Mensch aushalten und warum die Leute können nicht raus aus solchen Situationen ? , ist die Abhängigkeit  von die anderen größer als das Verstand und Lust auf normale, glückliche Leben ?    

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  • Großartiges Buch mit einer bewegenden Geschichte

    Du sagst es
    JuLe_81

    JuLe_81

    21. December 2016 um 21:42

    Connie Palmens Roman ist aus der Sicht von Ted Hughes geschrieben und schildert seine Ehe mit Sylvia Plath. Von den leidenschaftlichen Anfängen, über Reisen, Umzüge, die Geburten der Kinder bis hin zu ihrer Ehekrise und Sylvias Selbstmord werden wir mitgenommen in ein bzw. zwei turbulente Leben. Was das Buch so einzigartig macht, ist die grandiose Erzählweise. Ich bin dermaßen in die Geschichte abgetaucht, musste wie in einem Sog immer weiter lesen. Das war sicher durch die völlige Distanzlosigkeit so, denn ich fühlte mich zu jedem Zeitpunkt mitten in der Handlung. Normalerweise lese ich eine Geschichte so, als wäre ich als Zuschauer anwesend und würde die Geschehnisse ansehen, fast wie bei einem Kinofilm. Dass ich so mit den Figuren verschmelze passiert extrem selten! Ich habe mitgefühlt und mit Ted unter Sylvias wechselhaften Gemütszuständen gelitten. Sylvia Plath wird einerseits als faszinierende, auffallende Frau geschildert, andererseits als schwer Depressive - und diese Traurigkeit und Angst schwebt immer über ihr und ihrer Ehe. Das literarische Schaffen der Beiden wird auch sehr gut beschrieben. Wie Ted Hughes nach dem Tod seiner Frau behandelt, dargestellt und beurteilt wird stelle ich mir als sehr schlimm vor. Dass er sein Leben lang dazu geschwiegen hat zeugt von großer Stärke und ich habe deshalb den größten Respekt vor ihm! Er wusste, dass keine Äußerung dieses Urteil der Öffentlichkeit ändern kann, obwohl er sich und seine Ehe sicherlich gerne verteidigt hätte. Mich hat das Buch sehr nachdenklich gemacht. Einerseits wegen der tragischen Geschichte von Sylvia und vor allem deren Kindern. Andererseits wegen Ted Hughes, der durch seine Bekanntheit und die Veruteilung durch die Öffentlichkeit doppeltes Leid erfahren musste. Ich habe das Gefühl, dem Buch mit keinem Wort gerecht zu werden, also bitte lesen :-)! Connie Palmen ist mit ihrer eindringlichen Stimme zurück und leiht sie Ted Hughes - einfach großartig.

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  • der Mythos um Sylvia Plath und Ted Hughes

    Du sagst es
    Wordmicroscope

    Wordmicroscope

    07. December 2016 um 23:13

    Ob die Schriftstellerin mehr den Mythos der Liebe zwischen dem Schriftstellerpaar Ted Hughes und Sylvia Plath aufleben lassen möchte, und dabei wie alle anderen Schriftsteller eine von dem Ehemann gehasste persönliche Grenze überschreitet, sei zu hinterfragen. Wer sich ein Bild einer co-abhängigen Beziehung machen will, kann dieses oder aber auch Sylvia Plaths biografischen Roman „Die Glasglocke“ lesen, in dem sie die Visionen ihres etwas später begangenen Selbstmords erzählt. Erschütternd, unheimlich traurig – da ohne die heutigen therapeutischen und medizinischen Möglichkeiten gegen psychische Erkrankungen wie Suizidgedanken oder Traumata. „Der Dichter ist der Diagnostiker, der Heiler, der das Geschwür lokalisiert, bevor der Patient weiß, dass er an einer unheilbaren Krankheit leidet, ja sogar bevor er den Schmerz fühlt, der ihn vor dem Trauma warnt.“ „Alles, was man nicht wahrhaben will und verdrängt, jeder Konflikt, der geleugnet und nicht offen angesprochen wird – in einer Kultur genauso wie im Leben jedes Einzelnen -, sucht sich ein Ventil und kehrt sich schließlich in teuflischer Verkleidung gegen das Leben, gewaltsam und vernichtend.“ –> Traumata ; Suizid ; Co-Abhängigkeit ; Schmerz ; Depression

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  • Anfang und Ende einer Ehe ...

    Du sagst es
    HEIDIZ

    HEIDIZ

    30. November 2016 um 14:30

    Ich wollte schon immer mal ein Buch von Connie Palmen lesen, nun hat es endlich geklappt. Auf der Buchmesse in Frankfurt habe ich eines erworben und auch die Autorin persönlich treffen können.   Sylvia Platz und Ted Hughes sind ein Liebespaar - aber mehr als das, sie sind das berühmteste der modernen Literatur. Sylvia wollte sich in den 60ern umbringen, ihr Mann wird als Verräter dargestellt und sie selbst als Märtyrerin. Er schreibt seine Autobiografie - Connie Palmen schreibt sie - fiktiv - freilich - dennoch unbedingt leidenschaftlich, so, wie Ted dies tut - er blickt zurück auf seine Ehe mit Sylvia und beschreibt diese Liebe ....   Leseprobe: =========   Er stand mit seinem Söhnchen an der Hand vor der Tür, was ihm etwas Unschuldiges verlieh und mir die Vorbehalte gegen seine Macht nahm. Al Alvarez war zu dem Zeitpunkt der einflussreichste Poesiekritiker in England, der Königsmacher unter den Redakteuren, mit dem der Observer zu der Zeitung geworden war, in der man als Dichter auf den Thron gehoben oder gestürzt wurde. ...   Wundervoll geschrieben, der Stil der Autorin gefällt mir ausnahmslos gut. Sie schreibt lebendig und authentisch, man fühlt, als würde man Ted kennen, seine Ehe wird vor dem geistigen Auge des Leser lebendig.   Plath ist tatsächlich eine amerikanische Schriftstellerin, die 1963 starb und sie wurde zu einer Symbolfigur der Frauenbewegung. Ihre Lebensgeschichte ist als Spiegelbild der Rolle der Frau in der Gesellschaft zu sehen. Wir erleben die Beziehung von Ted und Sylivia von ihrer beider Kennenlernen, der Hochzeit, ihrer Umzüge bis sschlussendlich zu ihrem Freitod. Er beschreibt aus seiner Sicht, welche Fehler sie beide gemacht haben, wie es so kommen konnte, wie es kam. Die Hauptfiguren werden in all ihren Stärken und Schwächen gezeichnet und die Emotionalität wird nicht vergessen - wahrlich nicht. Er liebt seine Frau, auch wenn ihn ihre Eifersucht mitunter rasend macht.   Die fiktive Handlung eingebunden in die Tatsachen um Sylvia Plath passen perfekt zusammen - alles ergibt einen logischen Sinn und die Tiefgründigkeit hat mir besonders zugesagt. Der Stil Palmens hat mich geflasht und es wird nicht das letzte Buch der Autorin gewesen sein, welche ich gelesen habe.   Alles hat Hand und Fuß, von Beginn bis Ende ist die Handlung spannend und nachvollziehbar, doch undurchsichtig genug, um den Leser zu fesseln. Tiefgründige Betrachtungen aus der Sicht des Ehemannes zeigen auf, wie er denkt und blicken zurück, resümieren und unterhalten uns kurzweilig spannend und auch aufschlussreich.

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  • Im Schatten von Plath

    Du sagst es
    Leonhard67

    Leonhard67

    19. November 2016 um 17:50

    Wenn zwei Schriftsteller zusammenleben, kommt sicher bald Konkurrenzdenken auf und man muss die Geschichte aus dem Aspekt heraussehen, daß Plath besonders durch ihren Selbstmord zu einer gewissen Ikone wurde. Wobei ich ihr Talent nicht absprechen möchte, denn ihre Gedichte sind sehr gut und ergreifend. Sie war das Talent in der Beziehung und Hughes stand schon zu ihren Lebzeiten in ihrem Schatten. Palmen hat sehr gut beschrieben, wie Hughes versucht damit umzugehen und nach dem Tod Plath mit ihrem Mythos, der schnell erwächst. Daß man Künstler generell nach ihrem Tod zu Mythen verklärt, ist oftmals der Fall. Es ist zwar nur ein kurzes Büchlein, aber man muss schon etwas genauer lesen, zwischen den Zeilen. Mir hat es sehr gut gefallen, weil ich Plath Gedichte kenne und sie mich stets bewegten.

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  • LovelyBooks Romane-Challenge 2016: Die Challenge mit Niveau

    aba

    aba

    LovelyBooks lädt im neuen Jahr wieder zu spannenden Challenges ein.Und auf euch warten tolle Gewinne.Die anspruchsvolle Gegenwartsliteratur ist 2016 wieder dabei!Liest du gerne Bücher mit Niveau?Dann ist diese Challenge genau das Richtige für dich.15 anspruchsvolle Romane möchten wir vom 01.01.2016 bis 31.12.2016 lesen.Es gelten Bücher - Gegenwartsliteratur -, die in diesem Zeitraum erscheinen (Ersterscheinungen) und an diesem Beitrag angehängt sind.Auch Neuauflagen – 2016 erschienen - von Klassikern.Die Regeln: Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an. Einstig ist jederzeit möglich. Und du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und verlinke diese in einem einzigen Beitrag in diesem Thread. Dieser Beitrag, wird von mir unter dem entsprechenden User-Namen in der Teilnehmerliste verlinkt. Das wird dein Sammelbeitrag für deine Rezensionen sein. Es gelten nur Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind! Bitte beachten: Die Liste der Bücher erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.Nimmst du die Herausforderung an?Unter allen Teilnehmern, die es schaffen, 15 Romane mit Niveau bis zum 31.12.2016 zu lesen und zu rezensieren, wird ein tolles Buchpaket verlost.Natürlich mit den passenden Büchern zum Thema.Ich freue mich auf viele Anmeldungen!Teilnehmer:19angelika63AgnesMAmayaRoseanushkaArizonaaspecialkateban-aislingeachBarbara62BlaetterwindblauerklausbonniereadsbooksBookfantasyXYbookgirlBuchgespenstBuchinaBuchraettinCara_EleaCaroasCorsicanacrimarestricyranaczytelniczka73Deengladia78DieBertadigraEeyoreleerinrosewellFarbwirbel FederfeeFornikaFrauGonzoFrauJottfreiegedankenfrlfrohsinngefluegeltermondGela_HKGetReadyGinevraGirl56GruenenteGwendolinahannelore259hannipalanniHeldentenorIgelaInsider2199JoBerlinK2kkatrin297krimielselenikslesebiene27LesefantasieleselealesenbirgitleseratteneuLibriHollylisibooksLiteraturmaria1Marika_RomaniaMaritzelmarpijeMartina28MauelaMercadoMiamoumiss_mesmerizednaddoochNadja_KloosnaninkaNepomurksNightflowerNilNisnispardenPetrisPocciPrinzessinAuroraschokoloko29serendipity3012SikalsofiesolveigsommerleseStefanieFreigerichtsternchennagelSumsi1990suppenfeesursulapitschiTanyBeeTintenfantasieTochterAliceumbrellavielleser18wandabluewiloberwortjongleurzeki35

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    • 2951
  • Ein Buch für jeden Leser, der von Sylvia Plath´s 'Die Glasglocke' begeistert war.

    Du sagst es
    Das_Leseleben

    Das_Leseleben

    04. November 2016 um 15:15

    Nachdem ich die aktuelle Verlagsvorschau gesehen hatte, war mir sofort klar diesen Roman muss ich lesen. Hinzu kam, dass mir dies mir Anlass war endlich den Roman ‚Die Glasglocke‘ von Sylvia Plath zu lesen. (Die Rezension findet ihr auf meinem Blog). Connie Palmen´s Roman ‚Du sagst es‘ wurde mir vom Diogenes Verlag zur Verfügung gestellt - Vielen herzlichen Dank! Das Buch ist als gebundene Ausgabe im August 2016 erschienen und hat 288 Seiten. Inhalt: Sylvia Plath und Ted Hughes sind eines der bekanntesten Liebespaare der modernen Literatur. Vor allem Sylvia Plath erlangt traurige Berühmtheit durch ihren Suizid 1963. Während sie nach ihrem Tod zur Märtyrerin und gefeierten Schriftstellerin erhoben wird., wird ihr Ehemann dagegen als Verräter und Mörder beschimpft. Zu seinen Lebzeiten hat er nie über seine Ehe gesprochen. Nun gibt ihm Connie Palmen eine Stimme. In dem fiktiven Monolog erzählt er über die Zeit mit Sylvia Plath. Meine Meinung: Eine kleine Warnung vorweg: Bitte erst ‚Die Glasglocke‘ lesen, denn andern Falls wird man kaum noch Freude an diesem Werk haben. Von der ersten Seite an musste ich mir immer wieder ins Gedächtnis rufen, dass es nicht der „echte“ Ted Hughes ist, der dieses Dokument verfasst hat. Sondern eine Schriftstellerin, welche keinen von Beiden persönlich kannte. Sie hat eine umfangreiche Recherche betrieben, mit Hilfe von erschienen Interviews, Sylvia Plath Tagebucheinträgen und Ted Hughes Gedichtband ‚The Birthdayletters‘ und anderen Werken der Beiden. Generell habe ich etwas länger für diesen Roman gebraucht, als ich gedacht hätte. Die Sprache ist sehr poetisch beschreibend aber auch sehr leidenschaftlich. Vor allem dann, wenn er über seine Frau erzählt. Aus vielen Sätzen spricht die Liebe zu seiner Frau, auch später noch als sich Ted Hughes zunehmend eingeengter in seiner Ehe fühlt. Selbst wenn der Leser nicht wüsste und es nicht im Roman ausreichend Erwähnung finden würde, merkte dieser sofort das Ted Hughes ein Lyriker ist, sogar einer der Bekanntesten in Amerika. Die Sprache in dem Buch weist noch eine Besonderheit auf, sie hat eine feminine Melodie, so das ich beim Lesen auch das Gefühl hatte, das auch Sylvia Plath von ihrer Ehe erzählt, als Sprachrohr benutzt sie ihren Ehemann. Neben der grandiosen Sprache wurden auch Sylvia Plath und Ted Hughes als Personen sehr gut und facettenreich dargestellt. Connie Palmen verfällt nicht auf die Einseitigkeit ihre Protagonisten darzustellen. Sondern zeigt sie mit allen ihren Stärken und Schwächen. Mit welcher Geschwindigkeit sich Sylvia Plath Stimmungen wohl geändert haben mochten und was das fortschreiten ihrer psychischen Erkrankung für eine Ehe bedeuten kann und was dies für nahe stehende Personen bedeuten kann. Vom Anfang bis zum Ende stellt Connie Palmen die Ängste und die damit verbundenen Handlungen, sehr authentisch da ohne sich aber dabei auf das berühmte Schriftstellerpaar zu stützen. Es wäre auch möglich ein unbekanntes Paar einzusetzen und die Krankheit wäre nicht weniger glaubwürdig. Bei der Lektüre sollte dem Leser je doch klar sein, das es keinen großen Spannungsaufbau gibt. Dies liegt zum einen daran, das Sylvia Plath wohl nur über Dinge Schreiben konnte, welche sie selber erlebt hat und zum Anderen daran, das viel einfach schon bekannt ist. Was das Buch zu etwas Besonderem macht ist die Sprache und seine Perspektive. ‚Du sagst es‘ ist ein faszinierendes Bildnis einer Ehe, die luftige Höhen und schwarze Täler erlebt hat. Ein Muss für jeden der sich dem Ehepaar Hughes-Plath nicht entziehen kann.

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  • Eine Liebe zum Scheitern verurteilt

    Du sagst es
    leserattebremen

    leserattebremen

    04. November 2016 um 10:24

    Ted Hughes und Sylvia Plath verbindet eine der bekanntesten Liebesgeschichten der Literaturwelt und sie ist ähnlich tragisch wie die von Scott und Zelda Fitzgerald. Was als große Liebe und mit einer Hochzeit nach wenigen Monaten beginnt, entwickelt sich immer mehr zu einem Gefängnis für Ted Hughes. Seine Frau treibt ihn mit ihrer Eifersucht, ihren Depressionen und einer ständigen Verzweiflung am Leben immer weiter von sich weg. Diesen langsamen Verfall kann auch die Geburt ihrer Kinder nicht aufhalten und schon nach kurzen Jahren einer turbulenten Ehe nimmt Sylvia Plath sich das Leben. Connie Palmen hat mit „Du sagst es“ eine fiktive Erzählung aus der Sicht von Ted Hughes geschrieben, der nach dem Tod seiner Frau von ihren Anhängerinnen und der feministischen Bewegung zum Mörder und eiskalten Betrüger stilisiert wurde. Bei Connie Palmen darf jetzt endlich Ted Hughes sprechen, der 1998 starb und sich bis dahin eigentlich nie zu den Vorwürfen, er habe seine Frau durch sein Verhalten ihr gegenüber in den Selbstmord getrieben, geäußert hatte. Auf Grundlage seiner letzten Veröffentlich einige Jahre vor seinem Tod, die „Birthday Letters“, die er an seine Frau nach deren Tod geschrieben hatte, schreibt die Autorin einen Roman, der an Emotion und Unmittelbarkeit kaum zu überbieten ist. Als Leserin hatte ich das Gefühl, mit Ted und Sylvia dieses Leben ungefiltert mit zu erleben. So nah nimmt sie einen mit, dass man vor dem inneren Auge Sylvia Plath wie eine Furie durch das Haus toben sieht, wenn sie einem Wutanfall die gesamte Arbeit ihres Mannes vernichtet. Aus jeder Zeile spürt man seine Verzweiflung und Hilflosigkeit im Angesicht ihrer Überemotionalität und sieht sich selbst als Zuschauer am Rande dieser Szenen stehen. Die Geschichte von Sylvia Plath und Ted Hughes bewegt einen durch Connie Palmens Darstellung bis ins Mark und sich von der Geschichte wieder zu lösen, ist schwer. Dabei ist es egal, wieviel hier Dichtung und wieviel Wahrheit ist, denn Palmens Darstellung der Geschichte ist auch ohne ihre prominenten Vorbilder als großartiges Stück Literatur. „Du sagst es“ von Connie Palmen ist ein sehr emotionales und bewegendes Buch, das einen beim Lesen in das Leben von Ted Hughes und Sylvia Plath einsaugt und einen nach der letzten Seite erst wieder ausspuckt- gerädert von alle den Gefühlen, die man miterlebt hat und hilflos angesichts von Teds Hilflosigkeit gegenüber Sylvia. Für mich ist dieser Roman einfach großartig. 

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  • Du sagst es

    Du sagst es
    JoBerlin

    JoBerlin

    18. October 2016 um 12:08

    Ted Hughes. Sylvia Plath.  Über kaum ein Schriftstellerpaar wurde so viel publiziert. Es gibt Biografien, Werkanalysen, Doktorarbeiten. Literaturwissenschaftler, Studenten, Journalisten und Bekannte des Paares fühlten sich geradezu aufgerufen, ihre Untersuchungen, Eindrücke, Interpretationen zu veröffentlichen. In den 80er Jahren kam ein Ballett des Choreografen Johann Kresnik zur Aufführung. „Sylvia Plath ein Psycho-Schocker“ schrieb dazu der SPIEGEL . Den jungen Frauen der 70er, 80er und 90er Jahren war eins ganz klar: Sylvia Plath, die Ausnahmelyrikerin, zerbrach an Systemkonventionen, einer zu ehrgeizigen Mutter und vor allem am Ehemann Ted Hughes, der eigene Ambitionen verfolgend, sie lieber mit Hausarbeit und Kindern beschäftigt sah, als im künstlerischen Prozess.                     Das musste so sein, folgte diese Interpretation doch dem emanzipatorischen Zeitgeist. Nun lässt Connie Palmen mit „Du sagst es“ Ted Hughes zu Wort kommen, er beschreibt „wie unser wahres Leben unter einer Schlammlawine aus Gerüchten, Erfindungen, Mythen verschüttet wurde, wie … komplexe Persönlichkeiten durch klischeehafte Figuren ersetzt wurden – die zerbrechliche Heilige und der brutale Verräter.“ Mit diesen simplen, mit diesen falschen Bildern möchte Connie Palmen aufräumen – doch spricht ja nicht sie, Ted Hughes , der bis kurz vor seinem Tod Ende der 90er Jahre sich niemals zu Fehlinterpretationen und Vorwürfen geäußert hatte, sagt es.       Dabei lässt ihn seine Autorin sehr gelungen, zwar chronologisch, doch dann in einer Art freien Assoziation erzählen. Sie zieht dazu diverse Quellen heran, ein Blick in diese Sekundärliteratur legt schnell ihr Vorgehen und die Struktur ihres Buches offen – doch handelt es sich keineswegs um bloße SichtenUndDannSchreibenFleißarbeit.                                         Palmens Buch ist so wunderbar, so eindringlich berührend, weil es ihr in Diktion und Stil gelingt, die Illusion des selbstständigen Erzählens Hughes hervorzurufen. Gekonnt arbeitet sie unter Rückgriff auf Essays, Briefe, Gedichte, Tonaufnahmen seinen Duktus und seine lebensbestimmenden Themen heraus. So erleben wir den Beginn einer großen Liebe, den - oft schmerzhaften - Prozess der Künstlerprofilierung, die wachsende Familie, die zerstörende Krankheit. Die Ehe dieser beiden Schriftsteller wirkt auch heute noch modern, und zeigt doch in Moral- und Rollenverständnis , die durch Erziehung und Ausbildung gelegten Ideale der 50er und 60er Jahre.  Connie Palmen gelingt es fabelhaft, uns ganz in das Leben und Schaffen des Paares Plath/Hughes hineinzuziehen – und dieser Sog hält lange an. Jetzt gilt es, Gedichte der beiden neu zu lesen, Details zu entdecken, die ohne dieses exzellente Buch für mich wohl noch lange verschlossen geblieben wären.

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    • 3
  • Du sagst es

    Du sagst es
    wortkulisse

    wortkulisse

    11. October 2016 um 08:47

    Sieben Jahre waren Ted Hughes und Sylvia Plath ein Ehepaar. Sieben Jahre durchlebten sie in unzähligen Höhen und Tiefen eine rauschhafte Liebe, die durch Leidenschaft, Eifersucht, Hass, Vertrauen und Misstrauen geprägt war. Diesen sieben Jahren wendet sich Connie Palmen zu, erzählt sie erstmals aus der Sicht des 1998 verstorbenen Ted Hughes, rückt die Liebe, aber vor allem Sylvia Plath ins Zentrum des Romans und lässt einen Menschen zu Wort kommen, der zu seinen Lebzeiten geschwiegen hat. Sie erfindet Dialoge und Gedanken, freilich gut recherchiert und füllt küchenpsychologisch und pathetisch anmutend bestehende Lücken. Ich hatte vor allem zu Beginn des Romans große Schwierigkeiten mit der Ich-Perspektive Hughes und musste mich immer wieder daran erinnern, dass er es ist und nicht Palmen, die zu mir spricht. Das Buch ist nicht in Kapitel, sondern einzelne Episoden geteilt, und entwickelt nur wenig Spannung. Dadurch plätschert die Handlung in weiten Teilen des Romans vor sich hin und bekommt keine mitreißende Dynamik. Nichtsdestotrotz schafft Connie Palmen in meinen Augen etwas Großartiges, indem sie die Liebe von Sylvia Plath und Ted Hughes frei von Kitsch beschreibt und in mir den unbedingten Wunsch geweckt hat, Die Glasglocke zu lesen. Es ist interessant, es ist unterhaltend. Nicht mehr und nicht weniger.Jeder, der eine detailreiche Biographie erwartet, wird das Buch enttäuscht zur Seite legen. Es ist ein Roman, genährt durch seriöse Quellen, aber auch durch die Fantasie der Autorin selbst.

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    • 3
  • Vom Anfang und Ende einer Ehe

    Du sagst es
    skywatcher

    skywatcher

    03. October 2016 um 13:59

    Sylvia Plaths "Die Glasglocke" liegt schon seit einiger Zeit auf meinem Bücherstapel; doch wer war diese Frau? Dass "Du sagst es" keine Biografie von der Schriftstellerin Plath ist, war vorher klar (denn ich hatte ein Interview mit der niederländischen Autorin Connie Palmen in der SZ gelesen). In "Du sagst es" berichtet Palmen aus der Sicht des Ehemanns, Ted Hughes, von dem Leben und schriftstellerischen Wirken der amerikanischen Autorin. Die Geschichte wird vom ersten Kennenlernen, über das Ineinanderverlieben, bis zur Hochzeit und der Geburt der beiden Kinder, und anschließend bis zum Freitod erzählt.Plath und Hughes scheinen eine sehr symbiotische Beziehung gehabt zu haben voller Eifersucht, Liebe, Hass, Misstrauen, Rachsucht und Abscheu. Es tut manchmal weg, mitzulesen bei so viel Gefühlsfreizügigkeit, und auch zu akzeptieren, dass Hughes trotz all der Eskapaden sehr lange zu seiner Frau stand und sie geliebt hat. Entgegen einiger anderer Rezensenten finde ich überhaupt nicht, dass der Ehemann negativ dargestellt wird; der Leser hat nie das Gefühl, dass der Text von einer weiblichen Autorin der heutigen Zeit stammt, es ist vielmehr so, dass sich die einzelnen Episoden lesen, als sei man mit Hughes in einem Gespräch, so genau werden die Gefühle beschrieben. Dies wird noch dadurch unterstützt, dass es keine Kapitel gibt, sondern die Geschichten in kurze Episoden eingeteilt sind.Neben der Liebes- und Leidensgeschichte wird auch der berufliche Werdegang von zwei Schriftstellern in der der 50er und 60er Jahre geschildert. Ein trauriges, ergreifendes Buch in einer klaren, deutlichen, oft schmerzhaften Sprache.Es ist eine sehr detaillierte Analyse von Gefühlen, die jedoch und verständlicherweise einseitig ist, da sie nur die Sicht des Ehemanns und Sylvia Plath als eine hysterische, egoistische Frau darstellt. Der Leser lernt ihre Launen kennen, ihr strafendes Schmollen und die stummen Kriege, die zum größten Teil von ihr ausgehen. Eigentlich ist man nach der Lektüre nicht klüger als vorher, wollte man wirklich erfahren, wer die Person Sylvia Plath ist. Aber allzu schlimm ist das auch nicht. Die Geschichte einer Irrfahrt der Beziehung ist auf jeden Fall lesenswert! Denn die Probleme, die Plath und Hughes in ihrer Ehe hatten, haben wohl viele anderen auch...

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