Conny Anken

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Sonne, Mord und Meer

Sonne, Mord und Meer

 (1)
Erschienen am 04.05.2016

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Rezension zu "Sonne, Mord und Meer" von Conny Anken

Heißer Sommertag mit erfrischendem Regenguss
TheSaintvor 3 Jahren

Die Sammlung der überwiegend von Autorinnen verfassten Geschichten ist wie ein Urlaub selbst:
Man gibt sich der Stimmung hin, lässt sich von der Atmosphäre einlullen und unbeschwert durch den Tag tragen.
Die 19 Geschichten schaffen eine gleichmäßige träge Laune wie sonnendurchflutete Tage mit leichter Brise und dem Zirpen der Grillen irgendwo im Mediterraneum.
Doch in jedem sommerlichen Urlaub gibt es auch Tage mit Gewittern, Sturm, Regen oder Hagel. Willkommene Abwechslung der lähmenden Schwüle eines Sommerurlaubstages.
In dieser Anthologie gibt es auch solch erfrischende und beeindruckende Momente...

Vom Schreibstil sind die AuorInnen allesamt souverän und lesenswert - die Qualität der Geschichten selbst ist aber durchwachsen. Einer Anthologie gemäß drehen sich die Erzählungen immer um das gleiche Thema - das ist gut so... doch bei der Mehrzahl der Geschichten hier sind die Aufhänger sehr ähnlich und all die sich wiederholenden Beziehungskonstellationen, die meist zu einem unrühmlichen Ausgang führen, beginnen bald zu langweilen.

Das Donnergrollen und den erfrischenden Regenguß in diesem Band bringen die Geschichten von Ilka Stitz mit "Sie haben ihr Ziel erreicht" (da fühlt man sich sehr an vertraute Situationen erinnert), Anne Griesser mit "Regen" (originell witzig vermittelt die Autorin die Idee, Urlaubsprospekte künftig zwischen den Zeilen zu lesen), Sven-André Dreyer mit "Vier Himmelsrichtungen" (die Kürze seiner Erzählung weist für mich die größte Wucht in dieser Erzählsammlung auf), Nadine Buranaseda mit "Auf der anderen Seite" gelingt Ähnliches wie Dreyer, "Die Quelle des heiligen Giovanni" von Gina Greifenstein weiß durchaus zu erfrischen, Harry Michael Liedtke's "Love and Lee" amüsiert und unterhält am meisten wegen der gekonnten Wortspielereien und einem originellen Plot, den auch Christian Linker mit "Strausseneier im Schnee" kurzweilig zu vermitteln weiß... Der Beitrag der Herausgeberin Regina Schleheck mit dem Titel "Die Schlampe" ist eine souveräne Geschichte, die ebenfalls Erinnerungen zu wecken versteht.

Das Ziel der Herausgeberin, einen kurzweiligen, leichten Sammelband für den Urlaub zusammenzustellen, ist erreicht worden.
Von all den Autoren hofft man bald wieder lesen zu dürfen!

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