Conny Reinhard Das Leuchten des Almfeuers

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Inhaltsangabe zu „Das Leuchten des Almfeuers“ von Conny Reinhard

Adlerzell, ein österreichisches Alpendorf, Anfang der 1960er Jahre. Die junge Sophie wird von ihren Eltern zur Heirat mit dem reichen, älteren Großbauern Ignatz gedrängt. Wärme und Zuneigung erfährt und empfindet sie jedoch in dieser Ehe nicht. Erst als die anmutige Tierärztin Louise in die Gegend zieht, findet Sophie bei ihr das wahre Liebesglück. Doch eines Tages kommt Ignatz hinter die Liaison. Er bestraft Sophie, und Louise verlässt Adlerzell. Nach einem Jahr kehrt die Tierärztin unerwartet zurück und im Dorf beginnen sich die Ereignisse zu überschlagen. Lang gehütete Geheimnisse werden gelüftet und ein verbissener Kampf um Liebe und Gerechtigkeit beginnt. Wird es für Louise und Sophie dabei eine zweite Chance geben?

milieukritischer Roman um Homosexualität im Österreich der 1960er Jahre

— MiniBonsai
MiniBonsai

... eine interessante Geschichte vor einer ungewöhnlichen Kulisse ...

— Danny
Danny

Eine lesbische Liebe im Alpenvorland der 60er Jahre – ein etwas anderer Heimatroman!

— jutscha
jutscha

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  • Leserunde zu "Das Leuchten des Almfeuers" von Conny Reinhard

    Das Leuchten des Almfeuers
    HOMOLittera_Verlag

    HOMOLittera_Verlag

    Hallo ihr Lieben!   Der Herbst hat begonnen – Zeit, sich mit einem guten Buch und einer heißen Schokolade auf die Couch zu lümmeln und in den Tiefen eines Romans zu versinken! Um euren Lesevorrat aufzustocken, laden wir euch zu einer gemütlichen Leserunde zum Roman „Das Leuchten des Almfeuers“ von Conny Reinhard ein.   „Das Leuchten des Almfeuers“ – Ein Heimatroman der etwas anderen Art: Adlerzell, ein österreichisches Alpendorf, Anfang der 1960er Jahre. Die junge Sophie wird von ihren Eltern zur Heirat mit dem reichen, älteren Großbauern Ignatz gedrängt. Wärme und Zuneigung erfährt und empfindet sie jedoch in dieser Ehe nicht. Erst als die anmutige Tierärztin Louise in die Gegend zieht, findet Sophie bei ihr das wahre Liebesglück. Doch eines Tages kommt Ignatz hinter die Liaison. Er bestraft Sophie, und Louise verlässt Adlerzell. Nach einem Jahr kehrt die Tierärztin unerwartet zurück und im Dorf beginnen sich die Ereignisse zu überschlagen. Lang gehütete Geheimnisse werden gelüftet und ein verbissener Kampf um Liebe und Gerechtigkeit beginnt. Wird es für Louise und Sophie dabei eine zweite Chance geben?   Wir verlosen unter allen Teilnehmern, die sich für die Leserunde bewerben, 10 Exemplare des Romans. Die Autorin Conny Reinhard wird an der Diskussion teilnehmen und freut sich auf eure Fragen. Sie wird regelmäßig die Beiträge lesen und eure Fragen beantworten. Selbstverständlich freuen wir uns, wenn weitere Leser dazukommen und mit uns über das Buch diskutieren.   Und so funktioniert es: Bewerbt euch für die Bücher bis einschließlich Sonntag, 2. November 2014, 24.00 Uhr per PN. Die Gewinner werden in der Rubrik „Die Gewinner“ am Montag, 3. November 2014 bekanntgegeben. Conny Reinhard wird die Bücher gerne für euch signieren. Natürlich dürfen auch persönliche Wünsche für die Signatur geäußert werden.   Wer besonders kreativ ist, hat die Chance auf eine Zusatzüberraschung: Unter allen Teilnehmern, die in der Rubrik „Bewerbung/Ich möchte mitlesen“ bis 2. November 2014, 24.00 Uhr zusätzlich festhalten, warum sie gerne in den Los-Topf zu „Das Leuchten des Almfeuers“ springen möchten, wird ein weiteres Highlight von Conny Reinhard verlost. Der kreativste Beitrag gewinnt!   Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme mit zahlreichen Beiträgen und wünschen euch angenehme Lesestunden.   Herzlichst, euer Verlagsteam von HOMO Littera

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  • Das Leuchten des Almfeuers - ein lesbischer milieukritischer Liebesroman

    Das Leuchten des Almfeuers
    MiniBonsai

    MiniBonsai

    31. March 2015 um 17:15

    Zu Beginn werden die Personen bekannt gemacht und die Gesamtsituation beleuchtet. Man wird katapultiert in das Jahr 1960 nach Österreich in ein Dorf mit wohl recht gläubiger Bevölkerung. Dazu ist auch die Sprach/Wortwahl nützlich, die mir am Anfang ein wenig gestelzt daher kam, aber mit dem Weiterlesen charakteristisch für die Geschichte ist. Sophie, eine verarmte Bauerstochter, heiratet auf Wunsch der Eltern den reichen Bauern Ignatz. Einige Zeit zuvor hatte sie, die sehr empfindsam beschrieben wird, die junge Frau Louise getroffen, die sie innerlich angerührt hatte. Allerdings konnte sie das nicht zuordnen. Nun als Ignatz Frau trifft sie Louise wieder ... und wird ebenso wie Louise beim Wiedertreffen aus der Bahn geworfen. Ignatz, im Werben um seine Frau ihr scheinbar gut zugetan, zeigt nun sein wahres Gesicht als (Ehe)Mann und reicher Herr. Sophie bereut die Heirat und beginnt sich selber nicht mehr zu erkennen in ihrem Sehnen nach Louise´s Nähe. Sie kommt mit diesen Gefühlen für Louise nicht klar. Louise scheint es einfacher zu haben, ihr ist schon bewußt, dass sie selbst "anders" ist und auch Sophie lesbisch ist. Beim gemeinsamen Spaziergang mit Louise begegnen sie der alten Lehrerin Fräulein Mayerl ... und deren wissender Blick ist faszinierend. Sie wird Sophie eine mütterliche Vertraute und Ratgeberin aufgrund ihrer Lebenserfahrung. (Sie ist mein Lieblingscharakter im Buch). Immer wieder  kämpft und ringt Sophie mit sich selbst im Spagat zwischen Tradition/kirchlicher Moral und ihrem Sehnen und merken, dass sie eben anders empfindet. Sophie verändert sich in ihrer Akzeptanz des eigenen Anderssein zunehmend. Sie kann Ignatz Nähe nicht mehr ertragen, aber andererseits kann sie nun seine grobe Art besser ertragen bzw abschütteln. Die Geheimnisse nehmen zu, sie liebt Louise und lebt das heimlich aus. Beim Bergsommerfest findet der Leser/die Leserin die Erklärung für den Titel des Buches. EinLEUCHTENd ... Aber Sophie ist noch nicht soweit, sich loszusagen von ihren Eltern und den Traditionen... immer wieder wird ihre Zerrissenheit spürbar. Ihre Heimat zu verlassen kommt (noch) nicht in Frage. Ignatz spürt die Veränderung und wird auf eine (falsche) Fährte geführt und beginnt eifersüchtig zu werden. Seine Reaktion sind irgendwie absehbar... und Sophies Ekel wird immer größer und bringt damit ihre gedankliche Entscheidung. Ihr Mann wird mir beim Lesen immer unsympathischer... insofern: gut beschrieben! Doch dann passiert es: Sophies Schwangerschaft, die sie zunächst ihrem Mann verheimlicht. Aber Ignatz bekommt es mit ... und auch mit wem seine Frau ihn betrügt... und Louise verschwindet... Sophies Mutter errät teilweise was los ist... aber sie kann nicht aus ihrem Glauben ausscheren und ihr helfen sondern stürzt sie letztlich noch mehr in die Verzweiflung. Gut, dass es da Frl. Mayr gibt, die ihr wiederum weise rät. Dadurch wird Sophie stolz auf sich selbst und beginnt zu kämpfen... für das Kind unter ihrem Herzen. Ignatz wiederum glaubt sich am Ziel, da Louise ja aus seiner Sicht nun keine Gefahr mehr darstellt und er nun Vater wird. Nach einem Zeitsprung kehrt Louise doch ins Dorf zurück und die Ereignisse überschlagen sich. Viele Geheimnisse werden gelüftet und die beiden Frauen finden wieder zueinander und weitere Unterstützer für ihre Liebe und gegen Ignatz, den sie vertreiben. Sie arrangieren ihr Leben neu - ohne Ignatz. Leidenschaftlich lieben sich die beiden Frauen. Doch Ignatz kehrt voller Hass zurück und versucht Luise zu töten. Zum Glück ist Sophie in der Nähe und ahnt irgendwie seine Pläne... was schließlich sein jähes Ende zur Folge hat (wie, das lest selber *gg*). Im Nachwort ein gefühlvolles (Weihnachts)Ende. Vieles hat sich geklärt, einiges muss sich noch klären bzw. stehen noch Änderungen an bzw. Selbstreflexion und Änderung von Sichtweisen. Sicher wird es da noch weiter gehen ... Von Homolitera hatte ich bisher noch nichts gelesen, "lediglich" Erfahrung mit erotischen Büchern (mehr oder weniger heftig) und im Bekanntenkreis einige Schwule und Lesben. Sehr interessant fand ich den Zeitsprung vor meine Geburt und dann auch noch ins Ländiche nach Österreich. Da wird einem erstmal bewusst wie weltoffen wir heute im Vergleich sind... aber auch, welche verbohrten Sichtweisen durchaus immer noch zum Tragen kommen bei manchen Menschen.

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  • Das Leuchten des Almfeuers

    Das Leuchten des Almfeuers
    Pixibuch

    Pixibuch

    02. December 2014 um 19:49

      Wenn man den Roman beginnt, meint man am Anfang, es ist so eine typische Liebesgeschichte aus den Bergen, wo die Welt noch in Ordnung ist. Sophie lebt bei ihren Eltern, die zwar arm sind, es geht ihnen gut. Sie bessert das Einkommen ihrer Eltrn mit Malerei und Handarbeiten auf. Sie ist ein hübsches Mädchen, das aber noch gar nicht ans Heiraten denkt. So, wie sie sich momenan fühlt, ists ihr recht.  Es sind die 60iger Jahre. Der Fortschritt hat in dem kleinen Ort in Österreich noch keinen Einzug gehalten. Eines Tags lernt sie bei einem Spaziergang eine junge Frau kennen, die Tierärztin werden will. Sie unterhalten sich gut miteinander und verlieren sich dann aus den Augen. Dann hält der Großbauer Ignatz um Sophies Hand an. Ihre Eltern drängen sie zur Heirat. Aber die Ehe mit Ignatz verläuft nicht sehr harmonisch. Er ist ziemlich herrschsüchtig und von sich eingenommen und sehr grob zu seiner Frau. Doch Sophie läßt das alles mit sich geschehen. Und eines Tages taucht auf dem Gestüt Louise wiedxer auf, die beiden Frauen verlieben sich ineinander und beginnen eine Beziehung. Das muße in der damaligen Zeit alles geheim gehalten werden. Da Sophie sehr religös erzogen wurde, ist sie in einem Zwischspalt. Soll sie auf ihr Glück verzichten oder soll sie bei Ignatz bleiben. Als dann Ignatz durch Zufall von dem Verhältnis erfährt, eskaliert die ganze Angelegenheit. Louise, die von ihrer Mutter alleine erzogen wird, lernt ihren richtigen Vater kennen und Ignatz hat einige Sachen gemacht, die nicht ganz astrein sind.Ein etwas anderes Alpenbuch. Die Autorin ebschreibt die cshöne Landschaft und die Natur. Auch die Liebe zwischen den beiden Frauen wird mit schönen Worten geschrieben. Nicht sist verrucht oder vulgär. Es ist eben ein besonderer Roman, der zeigt, wie eng und uneinsichtig die Moral in den 60iger Jahren war, besonders in den kleinen Bauerdöfer.

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  • Das Leuchten des Almfeuers

    Das Leuchten des Almfeuers
    rena1968

    rena1968

    02. December 2014 um 15:59

    --Inhalt-- Adlerzell, ein österreichisches Alpendorf, Anfang der 1960er Jahre. Die junge Sophie wird von ihren Eltern zur Heirat mit dem reichen, älteren Großbauern Ignatz gedrängt. Wärme und Zuneigung erfährt und empfindet sie jedoch in dieser Ehe nicht. Erst als die anmutige Tierärztin Louise in die Gegend zieht, findet Sophie bei ihr das wahre Liebesglück. Doch eines Tages kommt Ignatz hinter die Liaison. Er bestraft Sophie, und Louise verlässt Adlerzell. Nach einem Jahr kehrt die Tierärztin unerwartet zurück und im Dorf beginnen sich die Ereignisse zu überschlagen. Lang gehütete Geheimnisse werden gelüftet und ein verbissener Kampf um Liebe und Gerechtigkeit beginnt. Wird es für Louise und Sophie dabei eine zweite Chance geben? --Meine Meinung zum Buch-- Erst einmal ist es ein etwas anderer Heimatroman.  Er Beschreibt eindrucksvoll das Leben in den Streng Katholischen Dörfer in den Alpen vor 50 Jahren. Es zeigt aber auch wie sehr man damals noch auf die Tradition und,auf den Gehorsam Wert gelegt hat. Die Protagonisten waren mir (fast) alle sehr Sympatisch ,allen voran natürlich Sophie . Mit ihr habe ich sehr mitgelitten , Sie tat mir sehr oft sehr leid  ,weil Sie in ein Leben gedrängt wurde ,welches Sie nso gar nicht wollte. --Fazit-- Der Schreibstil von Conny Reinhard ist sehr leicht und Flüßig.  Sie hat es geschafft mich mit ihrem Buch in den Bann zu ziehen . Es hat mich nicht mehr losgelasen. Die Landschaft wurde sehr Bildhaft und schön  dargestellt ,so das ich es mir sehr Bildhaft vorstellen konnte. Dies war mein erster Roman über die Liebe zweier Frauen , aber bestimmt nicht das  Letzte  Buch von Conny Reinhard . Ich kann das Buch nur allen Empfehlen 5 von 5 Sterne von mir .

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  • Eine ungewöhnliche Liebe auf dem Lande in den 60er Jahren ...

    Das Leuchten des Almfeuers
    Danny

    Danny

    25. November 2014 um 12:11

    Die junge Sophie lebt in den 60er Jahren in einem kleinen Alpendorf bei ihren Eltern. Reichtum kennt sie nicht, aber sie ist mit ihrem Leben zufrieden. Sie liebt das Malen und das Nähen und verdient sich so ein kleines Zubrot. Da lernt sie die Wiener Tierärztin Louise kennen und das erste Mal in ihrem Leben fühlt sich Sophie auch sexuell zu jemanden hingezogen. Doch ihre streng katholische Erziehung hat sie geprägt. Als Sophies Eltern beschließen, dass es das Beste wäre, wenn sie den vermögenden Bauern Ignatz heiratet, beginnt für Sophie ein Leben, gefangen in einer unglücklichen Ehe. Als Louise in das Alpendorf zurückkehrt beginnen die bedien eine Liebesbeziheung miteinander. Die Situation eskaliert, als Ignatz hinter die Liebesbeziehung kommt. Louise verlässt das Alpendorf wieder und Sophie leidet schrecklich unter der Trennung, bis Louise schließlich zurückkehrt und eine Welle von Ereignissen in Gang setzt, die das Leben aller Beteiligten auf immer verändern wird ... *** "Das Leuchten des Almfeuers" war für mich mal eine vollkommen neue Leseerfahrung, da ich bisher noch keinen Roman mit einem lesbischen Protagnistenpärchen gelsen hatte. Auch das Setting des Alpenlandes war recht ungewöhnlich für mich. Und so wartete ich gespannt auf das Buch. Conny Reihnard entwirft in ihrem Roman eine dramatische, aber auch romantische Geschichte zwischen zwei Frauen in einer Zeit, in der Akzeptanz und Gleichberechtigung noch Fremdwörter waren. Die Protagonistin Sphie befindet sich in einem Zwiespalt, den C. Reinhard meines Erachtens sehr gut herausgearbeitet hat. Auf der einen Seite liebt sie Louise, auf der anderen Seite hadert sie mit der strengen katholischen Erziehung und den sich daraus ergebenden strengen Regeln und Verboten. Es wird gezeigt, wie sehr ein starres religiöses System das Leben von Menschen beeinflussen kann und zum Unglück führen kann. Jedoch gab es für mich auch ein paar kleine Kritikpunkte. Zum einen empfand ich den Stil der Autorin mitunter als sehr steril und unrealistisch. Bei den Dialogen der Protagonisten fehlte mir das Gefühl. Es wirkte einfach sehr konstruiert und gestelzt. Zum anderen zieht sich die Geschichte am Anfang ein wenig, wobei am Ende so rasant alles auf einmal zu  passieren scheint. Davon abgesehen, war es jedoch ein ausgesprochen interessantes und lesenswertes Buch.

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  • interessanter Heimatroman

    Das Leuchten des Almfeuers
    SweetSmile

    SweetSmile

    21. November 2014 um 15:32

    Zum Inhalt:  Adlerzell , ein österreichisches Alpendorf, Anfang der 1960er Jahre: Die junge Bauerstochter Sophie, die in ärmlichen Verhältnissen aufwuchs wird von ihren Eltern zur Hochzeit mit dem reichen und sehr viel älteren Großbauern Ignatz gedrängt. Doch schnell nach der Hochzeit merkt sie, dass es eine Ehe ohne Liebe ist. Ihr Mann wird zunehmend gröber im Umgang mit ihr und sieht sie als ihr Eigentum an. Sophie ist unglücklich, doch ihre sehr christliche Erziehung zwingt sie ihr Schicksal so anzunehmen.  Erst als sie die junge Tierärztin Louise in ihrem Dorf auftaucht, erfährt Sophie was es heißt zu lieben und geliebt zu werden. Heimlich verbringen die beiden Frauen sehr viel Zeit miteinander und kommen sich immer näher... doch Ignatz kommt irgendwann dahinter und bestraft Sophie, jetzt ist ihr Leben noch schlimmer als zuvor. Und Louise verlässt überraschend und ohne Gruß Adlerzell.  Erst nach einem Jahr kehrt Louise unerwartet zurück und im Dorf beginnen sich die Ereignisse zu überschlagen, lang gehütete Geheimnisse werden gelüftet. Ein verbissender Kampf um Liebe und Gerechtigkeit beginnt! Wird es für Louise und Sophie dabei eine zweite Chance geben? persönliche Wertung:  Die Geschichte um Sophie und ihrer große Liebe Louise hat mir gut gefallen. Die Protagonisten sind sehr gut beschrieben und ich konnte sie mir bildhaft vorstellen!  Sophie hat es wirklich nicht einfach, ihr Konflikt zwischen ihrer Ehe, ihrem Glauben und ihrer großen Liebe ist sehr gut beschrieben und man fiebert richtig mit, ob und dass sie es schafft sich richtig zu entscheiden.  Ignatz ist der typische Schurke und auch sehr gut dargestellt. Von Anfang an war er mir sehr unsympathisch und dies nahm im Laufe des Buches immer weiter zu...  Gut gefallen haben mir auch die Nebenrollen im Buch gerade Sophies ehemalige Lehrerin und auch der Herr Professor waren sehr liebeswerte Personen, die einem ans Herz gewachsen sind, der eine eher, der andere etwas später.  Meiner Meinung nach hat es dem Buch ein wenig an jugendlicher Frische und Leichtigkeit gefehlt, die mir das lesen etwas leichter gemacht hätten. Gerade die Unterhaltungen der jungen Frauen untereinander hätten nach meinem Geschmack etwas lockerer sein können. 

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  • Eine lesbische Liebe im Alpenvorland der 60er Jahre – ein etwas anderer Heimatroman!

    Das Leuchten des Almfeuers
    jutscha

    jutscha

    20. November 2014 um 12:50

    Sophie ist eine gehorsame und behütet aufgewachsene Bauerstochter, die gerne schneidert und zeichnerisch sehr begabt ist. An einem Tag auf der Alm lernt sie Louise kennen, die Tierärztin werden möchte, auf einem nahegelegenen Gestüt mitarbeitet und ihre Doktorarbeit schreibt. Sophie ist fasziniert von ihr und hätte sie gerne zur Freundin. Auch Louise ist sehr angetan von der hübschen jungen Frau. Sophies Eltern arrangieren eine Ehe mit dem reichen Großbauern Ignatz, in die Sophie gehorsam einwilligt, um den Eltern finanzielle Sicherheit zu bieten. Als sie Louise nach ihrer Heirat wieder sieht, fühlt sie sich extrem zu ihr hingezogen. Die beiden verlieben sich ineinander, doch Sophie ist in ihrer Ehe mit einem lieblosen Mann gefangen, vor dem sie immer mehr Angst hat. Sie trifft Louise immer öfter und möchte doch so gerne für immer mit ihr zusammenleben. Werden die beiden es schaffen, zu ihrer Liebe zu stehen? Wie wird Ignatz reagieren, wenn er von den beiden erfährt? Und zeigen die Mitmenschen Verständnis für diese Liebe? Die Autorin hat es geschafft, mich mit ihrer Geschichte, die vor 50 Jahren spielt, in den Bann zu ziehen. Der Schreibstil liest sich sehr flüssig, vor allem die Umgebung, in der die Geschichte spielt, wurde sehr schön beschrieben und ich konnte mir alles gut vorstellen. Die Charaktere sind sehr authentisch beschrieben, so dass ich mich prima in die Protagonisten hineinversetzen konnte. Auch die Steifheit der damaligen Zeit, die Traditionen und der Gehorsam der Kinder gegenüber den Eltern wurden sehr gut wiedergegeben. Diesen etwas anderen Heimatroman kann ich guten Gewissens als Leselektüre empfehlen. Als Bewertung vergebe ich gute 4 von 5 Sternen.

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