Conny Schramm Mein ungebügeltes Leben

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Inhaltsangabe zu „Mein ungebügeltes Leben“ von Conny Schramm

„Im September 1965 erblickte ich in Potsdam ? leider genau drei Kilometer zu weit westlich der Grenze – das Licht der Welt. Ich war hin- und hergerissen – auf der einen Seite mein christliches Elternhaus, auf der anderen der ,real existierende Sozialismus‘ im Schulalltag. Dieser Spagat wird mit zunehmendem Alter immer schwieriger. Da hilft nur noch Humor und Protest. Als ich dem armen, nackten Schulskelett ein blaues FDJ-Hemd überziehe, droht eine Katastrophe. Die Lehrerin ist außer sich: ,Wer hat hier den Untergang der DDR-Jugendorganisation prophezeit!?‘ Richtig bewegend wird es, als ich mich unsterblich in Henry verliebe …“ Spannend und originell erzählt Conny Schramm von ihrer Kindheit und Jugend in der DDR.

Autobiographische Erzählung über die Kindheit und Jugend in der der DDR - kurzweilig und interessant!

— Gluehsternchen

Eine christliche Kindheit und Jugend in der DDR - ein interessanter Rückblick der Autorin auf ihr Leben.

— JoJansen

Kindheit und Jugend in der DDR - zerrissen zwischen Staatsideologie und christlichem Elternhaus

— MiniBonsai

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  • Mein ungebügeltes Leben

    Mein ungebügeltes Leben

    danzlmoidl

    16. September 2016 um 10:07

    Inhalt:„Im September 1965 erblickte ich in Potsdam ? leider genau drei Kilometer zu weit westlich der Grenze – das Licht der Welt. Ich war hin- und hergerissen – auf der einen Seite mein christliches Elternhaus, auf der anderen der ,real existierende Sozialismus‘ im Schulalltag. Dieser Spagat wird mit zunehmendem Alter immer schwieriger. Da hilft nur noch Humor und Protest. Als ich dem armen, nackten Schulskelett ein blaues FDJ-Hemd überziehe, droht eine Katastrophe. Die Lehrerin ist außer sich: ,Wer hat hier den Untergang der DDR-Jugendorganisation prophezeit!?‘ Richtig bewegend wird es, als ich mich unsterblich in Henry verliebe …“ Spannend und originell erzählt Conny Schramm von ihrer Kindheit und Jugend in der DDR.Meine Meinung:Ich bin an der Geschichte der DDR sehr interessiert, auch wenn ich nicht in dieser Zeit aufgewachsen bin. Hab nur ganz kurz während dieser Zeit gelegt, da ich im Frühjahr 1989 zur Welt gekommen bin. Trotzdem möchte ich natürlich wissen, was in unserem Land so vor sich ging. Diese ganzen theoretischen Bücher sind hier überhaupt nichts für mich, so lese ich viel lieber Zeitzeugen-Bücher.Conny Schramm hat fast ihre ganze Kindheit und ihre Jugend in der DDR verbracht und wurde dadurch sehr stark beeinflusst. So war es nicht immer ganz einfach, den Spagat zwischen Christentum und den Ansichten des sozialistischen Staates zu schaffen.Einige Geschichten haben mich wahnsinnig berührt, ich möchte aber nicht wirklich darüber schreiben um nicht zu viel vorweg zu nehmen.Einen einzigen kleinen Kritik-Punkt habe ich. So wurde die Kindheit doch recht ausführlich beschrieben, der zweite Teil, welcher die Jugendzeit beschreibt, ging dann aber doch recht schnell und die Ereignisse überschlugen sich. Hier hätte ich gerne mehr erfahren.Trotz allem, kann man mit diesem Buch einen sehr schönen Eindruck in das „christliche Leben“ während der DDR-Zeit erlangen. Somit durfte ich ein Stück weiter eintauchen.Der Schreibstil ist auf jeden Fall auch gelungen und macht es einem leicht, die ganzen Geschehnisse zu verstehen.Fazit:Sehr interessant und auf jeden Fall empfehlenswert.

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  • Leserunde zu "Mein ungebügeltes Leben" von Conny Schramm

    Mein ungebügeltes Leben

    Arwen10

    Diese Leserunde findet mit feststehenden Lesern statt. Wer möchte, kann sich gerne noch mit eigenem Exemplar anschließen. Mein ungebügeltes Leben von Conny Schramm Zum Inhalt: Christliches Elternhaus - sozialistischer Schulalltag: Conny stellt das vor schwierige Entscheidungen. Mit ihrem Witz bringt sie im tristen DDR-Alltag Menschen zum Lachen, riskiert aber auch, deswegen von der Schule geworfen zu werden. Eine christliche Jugendgruppe wird ihr wichtigster Bezug neben der Familie. Mit 16 verliebt sie sich unsterblich in Henry, den Pastorensohn. Henry ist Einzelgänger, mit der Zeit sehr eifersüchtig auf ihre Freunde.Wird ihre Freundschaft das aushalten? Eine leicht erzählte Lebensgeschichte, die uns so überzeugt hat, dass wir sie einfach veröffentlichen müssen. Eine authentische Lebens- und Liebesgeschichte, originell erzählt. Start der Leserunde: 26.08.2016

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    MiniBonsai

    05. September 2016 um 05:26
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    Gluehsternchen schreibt Die Beziehung zu Henry zerbricht und er flieht. Die Begegnung später finde ich sehr bedrückend, als Frau so vorgeführt zu werden unter Männern ist echt unangenehm.

    Absolut! Das geht gar nicht was Henry da abzieht mit ihr.

  • "Wir Jungpioniere tragen mit Stolz unser blaues Halstuch" - Absurdität Christsein in der DDR

    Mein ungebügeltes Leben

    Gluehsternchen

    04. September 2016 um 20:43

    Aufgewachsen in der DDR erzählt die Autorin Conny Schramm in vielen kleinen Episoden über ihr Leben von der Geburt bis zum Mauerfall.Der erste Teil erzählt sehr ausführlich von ihrer Kindheit, von der Diskrepanz zwischen Gemeinde und Jungpionieren, und dem Nicht in der Partei sein der Eltern und dem Christsein im Alltag. Es gibt immer wieder Gedichte und Lieder, die zwischendrin augeschrieben sind. Für mich als so ganz ohne DDR Bezug Aufgewachsene ganz befremdlich, das Kinder sowas singen mußten. Die ganze Ideologie ist teilweise so absurd, auch in den persönlichen Erzählungen, das einem sich die Nackenhaare hochstellen.In den Erzählungen erleben wir dann wie die Autorin älter wird und sich auch immer wieder kritisch mit dem Sozialismus auseinandersetzt. Sie findet in all dem Zwiespalt zwischen Arbeitseinsätzen in Fabriken (ja Kinder haben dort sozusagen ausgeholfen als Berufsvorbereitung) und Dienst an der Waffe (den sie als Christ verweigert) auch eine andere Seite im Leben... die christliche Jugendgruppe in der sie dann auch ihren ersten Freund kennen und lieben lernt.Dieser flieht später in den Westen und die Begegnung später ist sehr ernüchternd. Schockiert hat mich beim lesen, das Christen bei der Berufs- und Ausbildungswahl extrem diskriminiert wurden. War man nicht in der Partei hatte man quasi keine Chance auf Studium oder bestimmte Ausbildungsberufe, egal wie gut die Noten waren (was wirklich verrückt ist!).Der Schreibstil ist sehr schlicht und einfach, so wie wenn man eben einem anderen Menschen von seinem Leben erzählt. Für mich war der zweite Teil sehr viel schwächer vom Erzählstil. Es wird mehr gesprungen, als ob viel mehr im Kopf gewesen ist, als später dann auf dem Papier.Einige Fragen bleiben am Ende auch ungeklärt, da wäre es nett gewesen, wenn das noch geschrieben worden wäre.Insgesamt sehr kurzweilig und schnell zu lesen. Sicher spannend für alle, die eine ähnliche Sozialisation in der Kindheit erlebt haben und sich dann wieder erinnern. Für mich war es ganz interessant, Dinge zu erfahren, die ich so sonst nicht gewußt hätte.LG Gluehsternchen

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  • Spagat zwischen zwei Weltanschauungen

    Mein ungebügeltes Leben

    JoJansen

    25. August 2016 um 10:43

    Conny Schramm wächst in einem christlichen Elternhaus in der DDR auf. Bereits im Kindergarten wird ihr auf "spielerische" Weise die sozialistische Ideologie vermittelt. Konflikte sind vorprogrammiert, denn wie soll ein Kind verstehen, was richtig und was falsch ist, wenn in der Schule und in der christlichen Gemeinde bzw. Familie unterschiedliche Werte vermittelt werden? Auch die erste große Liebe der Autorin wird auf eine harte Probe gestellt, weil Conny und Henry zu wichtigen Fragen unterschiedliche Auffassungen haben. Da geht es sowohl um den Glauben, als auch um Republikflucht. Manches, was damals in der DDR ganz normal war, wirkt aus heutiger Sicht befremdlich. Altstoffe sammeln, spenden für die Freilassung von Angela Davis, die Gebote der Jungpioniere, Jugendweihe, Zivilverteidigungslager ... das alles sind Stationen einer Kindheit und Jugend in der DDR, die auch mir noch deutlich in Erinnerung sind. Wie die Autorin hatte auch ich als heranwachsende Christin in diesem sozialistischen Staat Probleme damit, die unterschiedlichen Anschauungen unter einen Hut zu bekommen. Und auch Lehrer, die christliche Schüler drangsalierten oder benachteiligten, sind mir wohlbekannt. Das Buch hat beim Lesen immer wieder Erinnerungen an Situationen und Ereignisse geweckt, die ich sehr ähnlich wie Conny Schramm erlebt habe. Schön fand ich, dass die Autorin später einen dieser Lehrer wieder traf und es zu einer Aussöhnung kam. Die Wende hat wohl jeder von uns auf eigene, mehr oder weniger dramatische Weise erlebt. Man hatte damals und auch heute, rückblickend, das Gefühl, als hätten sich die Ereignisse förmlich überschlagen. So auch bei Conny, wo die große Weltpolitik und die Krankheit des Vaters gleichzeitig einen Höhepunkt erreichen. Das Buch endet mit der Beschreibung, wie die Autorin den "Begrüßunghunni" verwendet hat. Eine originelle Idee, die mir sehr gefallen hat. Die Geschichte wird in mehreren Kapiteln erzählt und umfasst die Zeit von der Geburt der Autorin im Jahr 1966 bis kurz nach dem Mauerfall 1989. Die Sprache ist relativ einfach, ähnlich wie in einem Tagebuch, und gut zu lesen. Einen direkten Bezug des Titels "Mein ungebügeltes Leben" zum Buch gibt es nicht. Das Buch ist zu empfehlen für alle Leser, die wissen wollen, wie es sich anfühlte, als Christ in der DDR aufzuwachsen. Und für alle, die Ähnliches erlebt haben, eine Lektüre, bei der sie des Öfteren von eigenen Erinnerungen eingeholt werden- Fazit: 4****

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  • Mein ungebügeltes Leben (Conny Schramm) - eine christliche Kindheit und Jugend in der DDR

    Mein ungebügeltes Leben

    MiniBonsai

    25. August 2016 um 07:50

    InhaltConny Schramm erzählt sehr persönlich und detailliert von ihrer Kindheit und Jugend in der DDR - zerrissen zwischen Staatsideologie und christlichem Elternhaus.Mit dem älter werden wird immer deutlicher, dass sie mit dem Spagat zwischen der christlichen Erziehung (und Erwartungen) und dem Anspruch des Staates aufwächst.Sie scheint dadurch schon früh kritischer zu schauen als wahrscheinlich andere Kinder, die nur mit der Ideologie des Ostens aufwuchsen und keine religös-christlichen Werte kennenlernten.Krass fand ich den Ablauf der Schulprüfungen und die Ergebnisse sowie die klaren Worten zu den schlechten berufs- und Ausbildungschancen für Kinder christlicher Familien. Gehört hatte ich davon schon, es war mir nicht neu - aber so ein persönlicher Bericht hat nochmal ein anderes Gewicht.Von ihrer ersten Liebe trennt sie sich aus Vernunftgründen und sehnt sich noch lange nach ihm, der die DDR dann mit Flucht verlässt.Beruflich macht sie ihren Weg, wenn auch nicht im Traumberuf, und erzählt hier von der Chance, sich mit einem Lehrer auszusöhnen, der sie als Christin in der Schule schlecht behandelte. Da wird wieder der christliche Aspekt der Versöhnung und Vergebung erkennbar. Und dann überschlagen sich die Ereignisse - kurz vor der Wende eine genehmigte Reise mit den Eltern in den Westen - die Schwester als Pfand in der DDR. Das Wiedersehen mit der Jugendliebe ... Und dann die dramatischen Ereignisse mit dem Vater und gleichzeitig die Grenzöffnung, der Mauerfall. Klar, dass bei persönlicher Dramatik zunächst das Weltgeschehen untergeht.Wie sie letztlich ihr Begrüßungsgeld nutzt, das lest doch bitte selbst ...Das CoverDer Trabbi ist unverkennbar und weist auf ein ungebügeltes Leben in der DDR hin. Liebe scheint im Spiel zu sein und Berlin sowie die Mauer ...Da können die eigenen Ideen schon auf die Reise gehen ... und man beim Lesen schauen was sich dann tatsächlich hinter den Bildern verbirgt.Die Collage finde ich gelungen.Schreib/ErzählstilStilistisch ist alles "einfach" erzählt, eben irgendwie aus Kinder/Teenager-Sicht. Dadurch ist es aber auch gut nachvollziehbar und man kann sich gut in sie hineinversetzen.Schwierigkeiten hatte ich mit einigen der DDR-spezifischen Begriffe - so wie sie selbst am Anfang ja auch. Preis 7,99€, Broschiert: 112 Seiten, Verlag: Brunnen; Auflage: 1 (26. Juli 2016), Sprache: Deutsch, ISBN-10: 3765543020, ISBN-13: 978-3765543029

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