Conrad Ferdinand Meyer

 3,3 Sterne bei 110 Bewertungen
Autor von Das Amulett, Der Heilige und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Conrad Ferdinand Meyer

Conrad Ferdinand Meyer (1825-1898) wurde in Zürich geboren, verbrachte aber einen Teil seiner Jugend in Lausanne, wo er so gut Französisch lernte, dass er sich erst 1870 endgültig für das Deutsche als Sprache seiner Werke entschied. Er studierte Jura und beschäftigte sich außerdem mit Malerei, Geschichte und Philologie; aufgrund einer Erbschaft war er finanziell unabhängig. Meyer litt unter Depressionen und wurde zweimal in eine Nervenheilanstalt eingewiesen.Er gilt als der neben Jeremias Gotthelf und Gottfried Keller bedeutendste Schweizer Erzähler und Lyriker des 19. Jahrhunderts; er schrieb außerordentlich plastische symbolhafte Lyrik und sehr einfühlsame historische Romane und Novellen.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Conrad Ferdinand Meyer

Cover des Buches Ausgewählte Novellen. (ISBN: 9783883798189)

Ausgewählte Novellen.

 (2)
Erschienen am 01.01.1984
Cover des Buches Der Schuß von der Kanzel (ISBN: 9783738037937)

Der Schuß von der Kanzel

 (3)
Erschienen am 24.08.2015
Cover des Buches Sämtliche Werke [Knaur Klassiker], (ISBN: B0092Y5RXA)

Sämtliche Werke [Knaur Klassiker],

 (1)
Erschienen am 01.01.1964
Cover des Buches Gedichte: Erweiterte Ausgabe (ISBN: 9783849631635)

Gedichte: Erweiterte Ausgabe

 (1)
Erschienen am 21.07.2012
Cover des Buches Meisternovellen (ISBN: 9783717517450)

Meisternovellen

 (1)
Erschienen am 01.09.1987

Neue Rezensionen zu Conrad Ferdinand Meyer

Cover des Buches Das Amulett (ISBN: 9783938230442)pardens avatar

Rezension zu "Das Amulett" von Conrad Ferdinand Meyer

Die Bartholomäusnacht 1572...
pardenvor 9 Monaten

DIE BARTHOLOMÄUSNACHT 1572...

Die Erzählung 'Das Amulett' entstand aus der Beschäftigung C. F. Meyers mit der französischen Geschichte. Vor dem Hintergrund der Hugenottenverfolgung in Paris und der Bartholmäusnacht 1572 erleben wir die Freundschaft des jungen Calvinisten Hans Schadau mit dem Katholiken Wilhelm Boccard. Schadau reist nach Paris um seinem Vater nachzueifern, der unter dem berühmten Admiral Coligny gedient hatte, den Schadau glühend verehrt. 

In einem Gasthof auf der Reise trifft Schadau Boccard sowie den Parlamentrat Chatillon und dessen vermeintliche Nichte Gasparde. Obwohl die beiden in religiöser Hinsicht ganz unterschiedliche Ansichten haben, befreunden sie sich und Boccard rettet seinem Freund dann zweimal das Leben. Aber es ist nicht nur die Geschichte einer Freundschaft die Meyer in 'Das Amulett' erzählt. Wir erfahren viel über geschichtliche Hintergründe, über teils bis heute andauernde Zwiste zwischen verschiedenen Religionen und erleben ihre Auflösung in Freundschaft und Liebe.

Manch ein (Hör-)Buch verleitet zum eigenen Recherchieren parallel zum Gelesenen/Gehörten. So auch hier. Von der Bartholomäusnacht hatte ich bis dato noch nie etwas gehört, aber wie so oft, wenn ich durch Bücher historische Einblicke erhalte, stelle ich fest, dass sich Geschichte immer wieder wiederholt. Pogrome, Verfolgungen, Glaubenskriege, Rassismus, Fanatismus - und jeder meint sich im absoluten Recht. Immer aufs Neue erschreckend.

Die Novelle ist eines der ersten Werke C. F. Meyers, von dem ich bislang auch noch nie etwas gehört habe, obschon er lt. Wikipedia neben Gottfried Keller und Jeremias Gotthelf zu den bedeutendsten deutschsprachigen Schweizer Dichtern des 19. Jahrhunderts zählte. 

Geschildert wird die Erzählung aus der Ich-Perspektive des jungen Hugenotten Hans Schadau, und in knappem, meist sachlichem Schreibstil vorgetragen. Obwohl der Text nun nahezu 150 Jahre alt ist (die Novelle stammt aus dem Jahr 1873), ist er nach kurzer Eingewöhnung doch leicht verständlich.  

Ulrich Hilke liest die ungekürzte Fassung (2 Stunden und 13 Minuten) in angenehmem Tempo, und seine markante Stimme passt hervorragend zu dem altertümlichen Text.

Lesen/Hören bildet, das stelle ich immer wieder fest. Auch wenn ich auf manche Werke nur im Rahmen gewisser Challenges stoße, bin ich doch immer wieder angenehm überrascht von den 'Funden'. So auch hier... 

Empfehlenswert!


© Parden

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Cover des Buches Das Leiden eines Knaben (ISBN: 9783150069530)Manuzios avatar

Rezension zu "Das Leiden eines Knaben" von Conrad Ferdinand Meyer

Conrad Ferdinand Meyer - 'Das Leiden eines Knaben'
Manuziovor 6 Jahren

Meyer beschreibt nicht nur den Leidensweg eines Jungen, der es schwer hat zu leben - er kritisiert die Erziehungsmethodik des späten 19. Jahrhunderts, wobei er nicht nur die absolute Autorität der Eltern, vor allem des Vaters ablehnt, sondern auch das Verhältnis zwischen Kind und Eltern, zwischen Eltern und Schule, Kind und Schule in Frage stellt. Das Ganze ist umso dramatischer, da die Fragestellungen noch immer aktuell sind. Zwar nicht in der Form, dass Schüler an Schulen noch gezüchtigt werden, aber Desinteresse am eigenen Kind oder Mobbing der Kinder durch Lehrer, weil die Eltern etwas getan haben oder schlicht etwas sind, was diese Pädagogen verachten, sind nur zwei Beispiele für die Aktualität des Stoffes. [...]
Weiterlesen auf meinem Blog unter:

http://manuzio.jimdo.com/2015/06/03/die-leiden-eines-knaben/

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Cover des Buches Das Amulett (ISBN: B0000BSNA4)

Rezension zu "Das Amulett" von Conrad Ferdinand Meyer

Rezension zu "Das Amulett" von Conrad Ferdinand Meyer
Ein LovelyBooks-Nutzervor 11 Jahren

Realismus, Meyer, Hugenotten

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Conrad Ferdinand Meyer wurde am 11. Oktober 1825 in Zürich (Schweiz) geboren.

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