Constantin Himmelried

 4.3 Sterne bei 14 Bewertungen
Constantin Himmelried

Lebenslauf von Constantin Himmelried

Constantin Himmelried studierte Rechtswissenschaften, arbeitete als Manager in der Automotiveindustrie und später im Investmentbanking. Letzteres brachte ihn mit dem Gesetz in Konflikt. Während einer Untersuchungshaft entdeckte er nicht nur für ihn tatsächlich wichtige Werte - die er in "Freiheit ist 49" offen mitteilt, sondern auch seine Leidenschaft für das Schreiben, aus der "Schuld und Menschlichkeit" entstand und ein weiteres Buch in Vorbereitung ist.

Alle Bücher von Constantin Himmelried

Schuld und Menschlichkeit

Schuld und Menschlichkeit

 (8)
Erschienen am 08.02.2017
Freiheit ist 49

Freiheit ist 49

 (6)
Erschienen am 20.10.2017

Neue Rezensionen zu Constantin Himmelried

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Rezension zu "Freiheit ist 49" von Constantin Himmelried

Auszeit mit Langzeitwirkung
borgivor einem Jahr

Constantin Himmelried musste wegen einem Wirtschaftlichsverbrechen für 4 Jahre ins Gefängnis. Die Information, dass Himmelried auch seinen Vater in sein betrügerisches Verhalten reingezogen hat und dieser ebenso eine Haftstrafe verbüßen musste, hat mich besonders auf die Geschichte neugierig gemacht.

Während man als Leser eher Geschichten über den Alltag im Knast und das Miteinander der Häftlinge erwartet, beschreibt uns Himmelried viele Erkenntnisse, die er durch seine Inhaftierung gewonnen hat. Obwohl das Buch den Untertitel „Erkenntnisse aus 4 Jahren Knast“ trägt, war ich überrascht, dass er sich so intensiv mit sich und seinen bisherigen Verhaltensweisen auseinander setzt. Leider hatte ich zwischenzeitlich ein bißchen die Leselust verloren. Das kann ich gut daran festmachen, dass ich während einem Buch lieber mal zu einem anderen greife und dann dieses weiterlese. Dies soll keine Abwertung von „Freiheit ist 49“ sein, sondern eine Erklärung dafür, dass ich keine begeisterte 4- oder 5-Sterne-Bewertung abgebe.

Ich denke, dieses Buch hilft denjenigen, die einen Angehörigen hinter Gittern haben. Man stellt sich sicher tausend Fragen, wie es dort zugeht. Aber bei den wenigen Gelegenheiten zum Gespräch kommen diese Fragen vermutlich zu kurz. Für Constantin Himmelried freut es mich, dass er in dieser Zeit so viele Erkenntnisse für sich gewinnen konnte. Ich denke, dass er sein Leben mit viel mehr Bewusstsein leben wird und bestimmt nicht mehr in Gefahr kommt, als Wiederkehrer zurück in den Knast zu müssen.

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Rezension zu "Freiheit ist 49" von Constantin Himmelried

Interessanter Bericht über das Leben in einer Haftanstalt
Vampir989vor einem Jahr

Klapptext:
JVA. Knast. Bau. Kiste. Viele Synonyme für ein komplexes Thema, das in der Öffentlichkeit gegenwärtig ist, aber nur ganz wenige wissen, was hinter diesen Mauern tatsächlich passiert. Himmelried berichtet vorbehaltlos und offen von seinen eigenen Wahrnehmungen und persönlichen Erkenntnissen, die er während der Inhaftierung gewonnen hat. Von komischen Situationen bis hin zu magischen Momenten. Emotional und ergreifend. Von Lachen. Von Weinen. Aber er gibt nicht nur Einblicke in den Knast, in eine Parallelwelt, sondern auch in die Gefühlswelt eines Häftlings. Für Himmelried war Knast gut. Gut, sich selber näherzukommen. Gut, vieles in Frage zu stellen. Sich selbst, aber auch den Knast. Das Buch richtet sich nicht nur an Angehörige von Inhaftierten oder von Opfern, sondern an alle, die etwas mehr über den Alltag in einer Justizvollzugsanstalt und die Gefühlswelt von Häftlingen erfahren möchten. Aber auch für Menschen, die sich in einer schwierigen Situation befinden, kann dieses Buch hilfreich sein und eine andere Sichtweise aufzeigen. Und es verrät, warum Freiheit 49 ist.

Der Autor erzählt uns hier über das Leben in einer Haftanstalt.Diese 4 Jahre dort haben ihn sehr geprägt.Wir bekommen einen Einblick über den Alltag in solch einer Haftananstlat.Schonungslos und sehr authentisch berichtet uns Constantin Himmelried davon.Durch seine sehr ansprechende und fesselnde Erzählweise konnte ich mir alles sehr gut vorstellen.Er hatte negative und positive Erlebnisse.Er beginnt über sich und sein Leben nach zudenken.Auch lernt er die eigene Lebensqualität zu schätzen die er eigentlich in der Außenwelt hatte.Er lernt Menschen zu akzeptieren so wie sie sind.In den Jahren seines Aufenthaltes hat er an sich gearbeitet und sich verändert.Er beschreibt seine Gefühle,Emotionen und lässt seinen Gedanken freien Lauf.Im zweiten Teil des Buches beschreibt er die Zeit nach der Entlassung.Er muss nun wieder den Alltag in Freiheit bewältigen.Dabei hat er mit Vorurteilen der Menschen in seiner Umgebung zu kämpfen.Man braucht viel Kraft und Selbstbewusstsein um damit klar zu kommen.Im letzten Teil werden uns einige Knastwörter näher erklärt und erläutert.Das hat mir sehr gut gefallen.Der Schreibstil war sehr leicht und flüssig.Ich bin mit den Lesen sehr gut voran gekommen.Der Autor hat es hervorragend verstanden mich mit diesem Buch in den Bann zu ziehen.Ich habe nun eine gute Vorstellung wie der Knastalltag aussieht.Auch das man eine andere Lebenseinstellung bekommen kann und sich dies positiv auf den weiteren Lebensweg auswirkt,hat mich sehr beeindruckt.Ich hatte viele interessante Lesemomente mit dieser Lektüre und vergebe glatte 5 Sterne

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Rezension zu "Freiheit ist 49" von Constantin Himmelried

Normalität wird zum Luxus
brenda_wolfvor einem Jahr

 „Freiheit ist 49“ hat mich tatsächlich positiv überrascht. Der Alltag hinter Gittern sieht so ganz anders, als wir ihn aus TV-Serien kennen, keine Massenschlägereien zwischen rivalisierenden Banden auf dem Hofgang, dafür strenge aber höfliche Beamte. Constantin Himmelried schreibt, was er in den vier Jahren seiner Haft erlebt hat und wie er sich gerade in dieser Zeit persönlich weiterentwickeln konnte.

Er schreibt, wie er Dinge und Umstände wertschätzen lernte, die ihm vorher nicht so wichtig waren, wie Normalität plötzlich zum ‚Luxus‘ wurde. Der Knast lehrte ihm auch, wie wertvoll zwischenmenschliche Beziehungen sind. Er erkannte, dass Wertschätzung die Lebensqualität erhöht, denn Wertschätzung führt zu Dankbarkeit und ist ansteckend. Eine wichtige Erkenntnis war für ihn, das Vergleichen und Bewerten für schlechte Emotionen sorgt. Emotionen finden auf der Verstandesebene statt, wer es schafft, mit dem Bewertungen und Vergleichen aufzuhören, für dem stellt sich ein Zufriedenheitsgefühl ein, dass eine Last von den Schultern nimmt.

Ganz wichtig war für ihm die Erfahrung, andere mit ihren Marotten zu akzeptieren, denn sonst wird einem der Aufenthalt unerträglich. Gerade hinter Gittern, kann man seinem Nachbarn ja schlecht aus dem Wege gehen. „Man kann nicht eben mal umziehen, wenn einem die Nachbarschaft nicht gefällt.“

Aber vor allem aber hat der Autor selbstreflektiert und seine eigenen Fehler erkannt. Er erkannte seine Arroganz, und vor allem tat es ihm unendlich leid um seinen Vater, der wegen ihm ebenfalls eine Haftstrafe absitzen musste.

Auch Menschlichkeit hat Himmelried im Knast erfahren. Hin und wieder gab es auch was zu lachen. Bei etlichen Scherzen machten sogar die Beamten mit. Denn Humor macht das Leben leichter, nicht nur das Knastleben. Wichtig, ist vor allem, dass man auch über sich selber lachen kann.

Zum Schluss erklärt sich auch der Titel des Buches. Mich hat das total berührt.

„Freiheit ist 49“ ist ein persönliches Buch. Ich denke, nicht jeder Gefangener wird seinen Aufenthalt hinter Gittern so empfinden. Menschen sind verschieden. Der Autor hat in der Zeit seiner Haft an sich gearbeitet und neue Seiten an sich entdeckt.

Mit hat das Buch sehr gefallen. Der Schreibstil ist flüssig und fesselnd. Dennoch ist es kein Buch, dass man einfach so weg liest. Viele Stellen habe ich regelrecht durchgearbeitet, vieles konnte ich unterschreiben, ich hatte Aha-Erlebnisse und wurde zum Nachdenken angeregt. Kurzum, das Buch hat mich beschäftigt.

Fazit: Unbedingt lesenswert.

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Gespräche aus der Community

Neu
Liebe Lovelybooks-Community,

der Scholastika Verlag lädt Euch zu einer Leserunde zum brandneuen Buch "Freiheit ist 49 - Erkenntnisse aus 4 Jahren Knast" ein, an der sich auch der Autor Constantin Himmelried aktiv beteiligt.

Eine Leseprobe vorab gibt es hier: Leseprobe (PDF)

Die Leserunde ist auf 20 Teilnehmer begrenzt, die jeweils ein kostenloses Exemplar per Post erhalten.
Bewerbungsschluss: bis 19.12.2017

Das Team vom Scholastika Verlag wünscht Euch viel Spaß beim Lesen und bei der Diskussion über das Buch.
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Constantin Himmelried im Netz:

Community-Statistik

in 13 Bibliotheken

auf 1 Wunschlisten

von 1 Lesern gefolgt

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