Constantin Himmelried , Buchcover by Coverkitchen Schuld und Menschlichkeit

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Inhaltsangabe zu „Schuld und Menschlichkeit“ von Constantin Himmelried

Die Fälle, die hier erzählt werden, beruhen auf wahren Begebenheiten. Sie ermöglichen Ihnen einen tiefen Einblick in die Justizvollzugsanstalten und in das deutsche Rechtssystem. Ein Killer feuert in der Öffentlichkeit neun Mal in das Gesicht seines Opfers. Seine Strafe: sechs Jahre Haft. Ein unscheinbarer Gefangener muss am Tag seiner Freilassung zurück ins Gefängnis und begeht Selbstmord. Ein Vergewaltiger will seine Tat nicht eingestehen und akzeptiert eine höhere Strafe, die er ohne Bewährung bis zum Schluss absitzt. Dann trifft er einen alten Freund. Ein Schleuser, der acht Frauen unter lebensgefährlichen Umständen nach Deutschland geschleppt hatte, kommt mit einer Geldstrafe davon. Aus der Presse entnehmen Sie nur die Schlagzeilen: den Beginn des Prozesses, den Verdacht der Staatsanwaltschaft und am Ende die Verurteilung. Nicht immer bestätigt sich der Verdacht der Staatsanwaltschaft, nicht immer findet eine tatsächliche Verteidigung statt. Dieses Buch wird Ihnen einen Einblick in den Alltag von Strafprozessen und der Handhabung von Urteilen geben. Und Sie werden erstaunt sein, vielleicht erschrocken, wie das Justizsystem tatsächlich funktioniert. Schuld & Menschlichkeit erzählt die Geschichte hinter der Geschichte. Der Leser erfährt, was wirklich geschah. Warum die Strafen so ausgefallen sind. Und dass hinter jedem einzelnen Schicksal weit mehr steckt, als nur die Schlagzeile in der Zeitung. Begleiten Sie den Autor in die Parallelgesellschaft „Knast“ und erleben Sie hautnah diese „geschlossene“ Gesellschaft. „Fesselnd, spannend, hoch emotional und kurzweilig. Tauchen Sie ein in eine real existierende Welt, verborgen hinter hohen Mauern und Gerichtssälen!“

Sehr interessant!!!

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  • Schuld und Menschlichkeit Justizfälle über Moral und Gerechtigkeit

    Schuld und Menschlichkeit
    Wurm200

    Wurm200

    30. August 2017 um 14:30

    Constantin Himmelried Schuld und Menschlichkeit Justizfälle über Moral und Gerechtigkeit tredition Autor: Constantin Himmelried studierte Rechtswissenschaften. In seinem Debüt Roman "Schuld und Menschlichkeit" erzählt er in fesselnder und emotionaler Form von Justizfällen, die auf wahren Begebenheiten beruhen. (Quelle: tredition) Anmerkung: Da dieses Buch aus 4 in sich abgeschlossenen Geschichten besteht, gebe ich hier nicht den Inhalt jeder einzelnen Geschichte wieder, sondern nur der ersten. Ein Mann der für seine Existenz Schulden aufgenommen hat, trifft sich mit dem Gläubiger auf einem Parkplatz. Das Treffen endet mit neun Schüssen und einem Toten. Das Buch ist in insgesamt 5 Kapitel unterteilt, die alle eine Kapitelüberschrift bekommen haben und im Inhaltsverzeichnis nachzulesen sind. Jedes Kapitel hat eine eigene Kapitelüberschrift (außer dem Prolog, dieser hat noch eine zweite Überschrift neben “Prolog”), außerdem beginnt jedes neue Kapitel mit einem großen Buchstaben, welcher über mehrere Zeilen geht.Die Kapitelüberschriften passen dabei stets zum Inhalt und sind wirklich gut gewählt worden. Jedes der Kapitel kann unabhängig voneinander gelesen werden, weil sie eine in sich abgeschlossene Geschichte erzählen. Alle Geschichten verbindet jedoch eines, sie sind Justizfälle die nicht so sind, wie sie zu sein scheinen. Da sehe ich auch schon den ersten kleinen Kritikpunkt, denn das Buch zeigt dem Leser nur 4 Fälle von unzähligen. Damit könnte die Realität verzerrt werden bzw. der Leser könnte am Ende denken, dass dies die Realität sei. Leider finden sich zu den behandelten Geschichten keine Quellenangaben, sodass man dem Autor blind vertrauen muss ohne das man selbstständig nachschlagen kann. Hier würde ich mir Quellenangeben wünschen. Das Buch lässt sich sehr leicht und flüssig lesen und auch die Geschichten selbst, motivieren zum Weiterlesen. Gerade als Einstiegsbuch in die Thematik, kann dieses Buch sicherlich zur Hand genommen werden. Cover: Das Cover ist vollständig in schwarz und weiß gehalten. Die Vorderseite sieht dabei aus, wie eine Seite aus einer Zeitung. Wir sehen einige Fotos (Gefangene, Einschusslöcher, ...) und einige Schlagzeilen. Über dem Foto in der Mitte steht der Titel des Buches gedruckt und setzt sich unter dem Foto fort. Auf der Rückseite bekommen wir vor dem eigentlichen Klappentext alle Kapitelüberschriften aus dem Buch aufgelistet. Fazit: Sicherlich ein Buch, das sich ich jeden empfehlen würde, der sich mit der Justiz in Deutschland auseinandersetzen möchte. Ich denke der Autor hat geschafft, das Thema leicht und verständlich zu behandeln. Als alleiniges Werk für Justizfehler eignet es sich jedoch weniger, da fundierte Quellen fehlen. Von mir gibt es 4/5 Sterne. Klappentext: Die Fälle, die hier erzählt werden, beruhen auf wahren Begebenheiten. Sie ermöglichen Ihnen einen tiefen Einblick in die Justizvollzugsanstalten und in das deutsche Rechtssystem. Ein Killer feuert in der Öffentlichkeit neun Mal in das Gesicht seines Opfers. Seine Strafe: sechs Jahre Haft. Ein unscheinbarer Gefangener muss am Tag seiner Freilassung zurück ins Gefängnis und begeht Selbstmord. Ein Vergewaltiger will seine Tat nicht eingestehen und akzeptiert eine höhere Strafe, die er ohne Bewährung bis zum Schluss absitzt. Dann trifft er einen alten Freund. Ein Schleuser, der acht Frauen unter lebensgefährlichen Umständen nach Deutschland geschleppt hatte, kommt mit einer Geldstrafe davon. Aus der Presse entnehmen Sie nur die Schlagzeilen: den Beginn des Prozesses, den Verdacht der Staatsanwaltschaft und am Ende die Verurteilung. Nicht immer bestätigt sich der Verdacht der Staatsanwaltschaft, nicht immer findet eine tatsächliche Verteidigung statt. Dieses Buch wird Ihnen einen Einblick in den Alltag von Strafprozessen und der Handhabung von Urteilen geben. Und Sie werden erstaunt sein, vielleicht erschrocken, wie das Justizsystem tatsächlich funktioniert. Schuld & Menschlichkeit erzählt die Geschichte hinter der Geschichte. Der Leser erfährt, was wirklich geschah. Warum die Strafen so ausgefallen sind. Und dass hinter jedem einzelnen Schicksal weit mehr steckt, als nur die Schlagzeile in der Zeitung. Begleiten Sie den Autor in die Parallelgesellschaft „Knast“ und erleben Sie hautnah diese „geschlossene“ Gesellschaft. (Quelle: tredition) Autor: Constantin Himmelried Titel: Schuld und Menschlichkeit Justizfälle über Moral und Gerechtigkeit Verlag: tredition Genre: Krimi Seiten: 284 Preis: 12,99 ISBN: 978-3734593499http://wurm200.blogspot.de/

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  • Vier interessante Kurzgeschichten

    Schuld und Menschlichkeit
    Brunhildi

    Brunhildi

    29. August 2017 um 20:07

    Meine Meinung:Das Cover ist mir sofort aufgefallen, weil es so außergewöhnlich ist. Man sieht verschiedene Teile von Zeitungsausschnitten, der Titel und Autorennahme fügt sich perfekt mit ein. Auf Anhieb kann man vermuten, worum es in dem Buch geht.Der Schreibstil von Constantin Himmelries ist sehr leicht und gut verständlich. Die Seiten sind sehr schnell verflogen und ich war irgendwie schon ein wenig traurig, als ich mit dem Buch fertig war. Vorweg möchte ich erwähnen, dass der Autor hier Geschichten niedergeschrieben hat, in denen den Hauptpersonen Unrecht getan wurde. Man sollte hierbei in meinen Augen auch erwähnen, dass dies wirklich Ausnahmefälle sind und nicht der Alltag.Das Buch enthält vier Kurzgeschichten mit folgenden Titeln:Neun Schüsse ins GesichtDer ToastdiebDer VergewaltigerDer koreanische SchleuserWenn ich sagen würde, dass mir die vier Geschichten sehr gut gefallen haben, wäre das wohl nicht die richtige Wortwahl dafür. Die Geschichten konnten mich alle überzeugen, sie beruhen auf wahren Begebenheiten und sind teilweise sehr erschreckend. Da ich selbst in der Justiz arbeite, war ich sehr gespannt darauf. Obwohl es teilweise hart und brutal zuging, gab es auch sehr emotionale Momente, die mich wirklich berührt haben. Man erhält einen guten Einblick in den Ablauf im Bereich der deutschen Justiz. Ich hätte nicht gedacht, dass mir diese Kurzgeschichten so gut gefallen, weil ich eigentlich lieber auf längere Geschichten stehe. Dennoch habe ich wirklich nichts auszusetzen. Fazit:Die vier Kurzgeschichten, die im Buch "Schuld und Menschlichkeit: Justizfälle über Moral und Gerechtigkeit" haben mir mit spannenden und emotionalen Momente sehr gut gefallen. Man erhält einen sehr guten Einblick in den Ablauf der deutschen Justiz.5/5 Punkte(Perfekt!)Vielen Dank an tredition, BlogdeinBuch und den Autor selbst zur Bereitstellung eines Rezensionsexemplares!

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  • Berührend, aber zu einseitig

    Schuld und Menschlichkeit
    Aglaya

    Aglaya

    25. August 2017 um 19:15

    In Deutschland sind rund 62'000 Personen in Strafanstalten inhaftiert. Constantin Himmelried schaut in vier dieser Fälle etwas hinter die Kulissen.Ein Familienvater, der einen Mann brutal hinrichtet, ein Dieb, der sich kurz vor seiner Entlassung aus dem Gefängnis umbringt, ein Vergewaltiger, der seine Strafe abgesessen hat und ein südkoreanischer Schlepper. Dieser vier Fälle betrachtet der Autor etwas näher. Dabei stellt er sich jeweils klar auf die Seite des Täters, stellt ihn sympathisch dar und versucht, seine Beweggründe nachvollziehbar erscheinen zu lassen. Weniger gut weg kommen dabei oft andere Beteiligte sowie Behördenmitglieder. Inhaltlich hat mich das Buch sehr gepackt und berührt, sodass ich das eine oder andere Mal ein Tränchen verdrückt habe wegen dem Leid, das den portraitierten Personen zugestossen ist.Obschon mir das Buch gut gefallen hat, gibt es doch einen Punkt, der mich etwas gestört hat. Die vier Fälle, die der Autor Constantin Himmelried ausgesucht hat, drehen sich ausschliesslich um Menschen, die unschuldig im Gefängnis gelandet sind oder zumindest aus absolut nachvollziehbaren Gründen gehandelt haben. Da ich selber schon seit Jahren in der Justiz tätig bin, ist mir durchaus bekannt, dass es auch solche Fälle gibt. Doch durch die Auswahl der Fälle stellt der Autor es so dar, als wenn dies der Alltag wäre (auch der Klappentext stellt es so dar). Auch wenn manch ein frustrierter Mann es nicht wahrhaben will, nein, es ist nicht Standard, dass ein Mann nur aufgrund der Aussage einer Frau, die allen Indizien widerspricht, für Jahre im Knast landet, da ist etwas massiv schief gelaufen (unfähiger Verteidiger in Kombination mit einem für seinen Job offenbar unqualifizierten Richter). Eine etwas ausgeglichenere Auswahl hätte das Buch realistischer erscheinen lassen. Im Nachwort gibt der Autor an, die Fälle basierten auf wahren Begebenheiten, seien aber verfälscht und mit etwas Fiktion angereichert worden, um Rückschlüsse auf die Beteiligten zu verhindern. Wieviel schlussendlich wahr und wieviel erfunden ist, bleibt unklar. Manche der Fälle erscheinen mir zu schön, um wahr zu sein. Ebenfalls unklar bleibt mir, woher der Autor alle Informationen zu den Fällen hat, ob ein Gerichtsdiener wirklich so tiefen Einblick in alles hat?Der Schreibstil des Autors lässt sich flüssig lesen und ist sehr fesselnd, sodass ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen hatte. Am Layout merkt man allerdings, dass das Buch im Selbstverlag erscheinen ist, der genutzte Blocksatz ohne Silbentrennung führt oft zu unschönem Auseinanderziehen der Sätze.Mein FazitBerührend, aber zu einseitig.

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  • Wie man sich täuschen kann bzw. täuschen lässt

    Schuld und Menschlichkeit
    LeseBlick

    LeseBlick

    22. August 2017 um 10:58

    InhaltsangabeDie Fälle, die hier erzählt werden, beruhen auf wahren Begebenheiten. Sie ermöglichen Ihnen einen tiefen Einblick in die Justizvollzugsanstalten und in das deutsche Rechtssystem. Ein Killer feuert in der Öffentlichkeit neun Mal in das Gesicht seines Opfers. Seine Strafe: sechs Jahre Haft.Ein unscheinbarer Gefangener muss am Tag seiner Freilassung zurück ins Gefängnis und begeht Selbstmord.Ein Vergewaltiger will seine Tat nicht eingestehen und akzeptiert eine höhere Strafe, die er ohne Bewährung bis zum Schluss absitzt. Dann trifft er einen alten Freund.Ein Schleuser, der acht Frauen unter lebensgefährlichen Umständen nach Deutschland geschleppt hatte, kommt mit einer Geldstrafe davon.Aus der Presse entnehmen Sie nur die Schlagzeilen: den Beginn des Prozesses, den Verdacht der Staatsanwaltschaft und am Ende die Verurteilung.Meine MeinungOb Constantin Himmelried auf diese Wirkung aus war, weiß ich nicht. Was ich weiß, ist, dass ich diese Aussage aus dem Roman mitnehme.Ohne die Plattform BLOGG DEIN BUCH wäre ich wohl gar nicht auf dieses Buch aufmerksam geworden, was ich im Nachhinein zutiefst bedauern würde.Danke, dass es euch gibt.Der Autor erzählt in einem sehr passenden und klaren Schreibstil von vier wahren Justizfällen. Sowohl der Titel, als auch die 4 Überschriften der Fälle:Neun Schüsse ins GesichtDer ToastdiebDer Vergewaltiger Der koreanische SchleuserScheinen für mich sehr gut gefällt. Als Leser hat man eine Ahnung wohin es gehen wird. Und dann kommt es ganz anders.Im Klappentext wird erwähnt, dass man als Leser einen Blick hinter die Geschichte, sozusagen hinter die Kulisse werfen kann. Wer kennt es nicht, dass man Schlagzeilen zu Geschehnissen direkt in der Zeitung liest oder sie nur nebenbei im Fernsehen oder im Radio mitbekommt und sich sofort eine Meinung bildet. Nachdem zwei, drei Wochen vergangen sind, erfährt man auf gleichem Wege eventuell vom Urteil und der folgenden Strafe für den Täter.Auch ich bin eine Person, die in vielen Fällen völlig unverständlich mit dem Kopf schüttelt oder mit den Augen rollt. So war es auch bei jedem der vier behandelten Fälle, jedoch mit einer nie erwarteten Wende.Egal ob bei dem Fall „Neun Schüsse ins Gesicht“ oder „Der Vergewaltiger“, man erfährt mehr! Nicht nur eine Schlagzeile und ein Urteil, nein! Constantin Himmelried erzählt in kurzen, aber detailreichen Sätzen, das Wie und das Warum. Und vor allem das Warum war für mich vier Mal spannend zu verfolgen.Dass mich die Fälle so in den Bann ziehen, hätte ich nicht gedacht.Der Autor regt unheimlich zum Nachdenken an, mich hat er wahrscheinlich sogar ein wenig beschämt, weil ich leider zu den Menschen gehöre, die sich sehr schnell eine Meinung bilden ohne Hintergründe zu hinterfragen.Bezieht man diesen Punkt auf Justizfälle und deren Darstellung in den verschiedenen Medien, wird uns Menschen dieses WARUM meist vorenthalten. Mir erscheint es, als wollen Zeitungen und Nachrichtensender lediglich eine aufmerksamkeitserregende Überschrift und die schockierenden und wütenden Reaktionen der Menschheit.Emotional konnte Constantin Himmelried mich mit seinem Debüt vor allem mit „Der Toastdieb“ und „Der koreanische Schleuser“ packen. Die Geschichte hinter diesen beiden Fällen hatte eine besondere Wirkung auf mich.Nach den gelesenen 284 Seiten konnte der Autor mich sogar mit seinem letzten Fall animieren, weiter zu lesen. Ein gewisses Thema hat mich sehr ergriffen und wollte im Anschluss im Internet recherchiert werden.Für mich stellte sich nach diesem Buch die große Frage, ob es uns Menschen an Menschlichkeit fehlt, dass wir so vorschnell urteilen oder ob uns einfach gewisse Informationsquellen nicht zugänglich gemacht werden und es daher rührt?Ein weiterer Punkt, der mich brennend interessiert, ist, wie der Autor selbst an diese Informationen der vier Fälle gelangt ist. Bekannt ist, dass Constantin Himmelried Rechtswissenschaften studiert hat. Hatte er während seines Studiums Kontakt zu diesen Justizfällen oder besteht das Buch aus reiner Recherche.Für mich gab es im letzten Fall einen Wink, der mir in Erinnerung bleibt, der aber glaub ich nicht die Antwort auf meine Frage ist.Mein FazitErinnert ihr euch auch an Fälle aus den Medien, dessen Urteile ihr überhaupt nicht nachvollziehen könnt und über die ihr euch sehr schnell eine Meinung über unser Justizsystem bildet? Lest unbedingt dieses Buch!Gerade so kritischen Menschen, wie ich selbst, kann ich dieses Buch nur ans Herz legen. Ebenso Interessierten an wahren Kriminalfällen.

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  • Ein Blick in deutsche Gerichtsäle

    Schuld und Menschlichkeit
    Nelly87

    Nelly87

    18. August 2017 um 13:43

    Ein Mann wird am hellichten Tag auf einem Supermarktparkplatz mit neun Schüssen ins Gesicht getötet. Beim Eintreffen der Polizei steht der Täter noch immer regungslos vor dem Auto. Er lässt sich problemlos festnehmen. Das Gericht verhängt sechs Jahre Haft. Die Presse kommt dann mit Schlagzeilen wie „Nur sechs Jahre Haft für den kaltblütigen Parkplatzkiller“ daher. Doch was ist tatsächlich geschehen? Welches Schicksal steckt hinter diesem Fall, der der Öffentlichkeit nur stückchenweise präsentiert wurde? Als ich dieses Buch bei BloggdeinBuch gesehen hatte, musste ich es unbedingt haben. Angepriesen wird Schuld und Menschlichkeit damit, dass Constantin Himmelried die Geschichte hinter der Geschichte erzählt. Das war wohl ausschlaggebend dafür, dass ich hier unbedingt rein lesen wollte. Mit einem sehr einfachen und kurz gehaltenen Schreibstil berichtet Himmelried von insgesamt vier Schicksalen, die sich ganz anders darstellen, als sie auf den ersten Blick scheinen. Da wäre zum einen der oben genannte Parkplatzkiller. Er tritt neben den Toastdieb, einen Mann, der nach mehreren Jahren Haft endlich entlassen werden sollte und dabei versuchte, Toastpackungen hinaus zu schmuggeln. Doch warum sollte jemand so etwas machen? Da wird natürlich schnell ein Drogenschmuggel vermutet. Oder wie kommt es, dass ein Schleuser, der acht koreanischen Frauen ins Bundesgebiet verholfen hat, plötzlich eine dermaßen milde Strafe bekommen hat. Obwohl in Strafprozessen der Grundsatz der Öffentlichkeit gilt, bekommt man als Ottonormalverbraucher immer nur einen Bruchteil eines Prozesses mit. Große deutsche Tageszeitungen werfen gerne mit effektheischenden Überschriften um sich, denn immerhin verkauft sich sowas gut. Das einzelne Schicksal muss dabei dahinter zurück stehen. Constantin Himmelried hat sich hier vier wirklich unterschiedliche Schicksal herausgepickt und diese auf einzigartige Art und Weise dargestellt. Seine Sätze sind kurz und verzichten auf unnötigen Schnickschnack. Er nimmt sich als Autor sehr heraus und lässt vielmehr den Inhalt für sich sprechen. Die Wahl der ausgesuchten Fälle fand ich ebenfalls sehr gut. Man befindet sich nicht nur im Gerichtssaal, sondern erhält außerdem einen Einblick in den Alltag in einer JVA. Allerdings gibt es zwei große Punkte, die mein Lesevergnügen irgendwie doch sehr getrübt haben. Im Buch wird darauf hingewiesen, dass alle Fälle auf wahren Begebenheiten beruhen, allerdings Namen und Orte zum Schutz der Beteilgten geändert wurden. Soweit, so gut…. Allerdings hätte ich vielleicht erwartet, dass darauf etwas näher eingegangen wird. Leider findet sich sonst gar nichts. Keine Hinweise darauf, warum diese Fälle gewählt wurden oder möglicherweise auch Hinweise auf echte Zeitungsartikel. Ein Vor- oder Nachwort wäre da ganz schön gewesen. Es gab auch keinerlei Informationen zum Autor. Woher nimmt er sein Wissen über unser Rechtssystem und auch über das Leben in einer Haftanstalt? Im Internet fand ich dann den Hinweis, dass Constantin Himmelried Rechtswissenschaften studiert hatte. Nur leider kein Hinweis darauf, ob Herr Himmelried auch in diesem Bereich gearbeitet hat und was genau er machte. Meiner Meinung ist das bei Büchern dieser Art aber schon wünschenswert. Es hilft auch einfach der Glaubwürdigkeit. Vielleicht bin ich auch mit den falschen Erwartungen an das Buch heran gegangen. Die Produktbeschreibung bei BloggdeinBuch hatte bei mir irgendwie den Eindruck erweckt, als würde man als Leser einen richtigen Eindruck in unser Rechtssystem erhalten. Wenn man anfängt Jura zu studieren oder als Jurist arbeitet, kommt man über kurz oder lang immer mal wieder in Diskussionen rein, in denen es um die „Ungerechtigkeiten“ unseres Rechtssystem geht. Irgendein Vergewaltiger erhält eine scheinbar zu milde Strafe oder Ulli Hoeneß wandert durch die Schlagzeilen, weil er nicht im Knast, sondern in einem Hotel war. Das ist nun eine ganz persönliche Meinung, doch ich stehe hinter unserem Rechtssystem, auch wenn ich nicht mit allem einverstanden bin. Allgemein scheint es wohl so, dass das deutsche Rechtssystem nicht gerade die beste Meinung genießt. Und das leider nur, weil überall gefährliches Halbwissen umgeht. Daher kann ich die Motivation von Constantin Himmelried, auch Laien mal einen Einblick zu verschaffen, nur gut heißen. Aber an manchen Stellen hatte ich leider das Gefühl, als würde er diesem schlechten Bild der deutschen Justiz nur noch Zündstoff verschaffen. Ich konnte zwischenzeitlich auch praktische Erfahrung sammeln. Daher stieß es mir unglaublich sauer auf, als ich folgende Textstelle lesen musste: Im Strafrecht geht es meist nur um sogenannte Deals. […] Dabei wird eine Strafe vereinbart, bevor der Prozess beginnt. Es geht darum, die Gerichte zu entlasten. […] Der Anreiz für den Angeklagten ist, dass eine mildere Strafe als vorgesehen bekommt. Der Reiz für die Justiz ist, das völlig überlastete System zu entlasten und die statistische Quote der Aufklärungen zu erhöhen. Jedes Mal, wenn ein Angeklagter den Beschuldigungen der Staatsanwaltschaft zustimmt, bedeutet dies, dass die Staatsanwaltschaft ihren Job zu hundert Prozent richtig gemacht hat, die ermittelnden Beamten auch. […] Das ist der Grund, warum das deutsche Justizsystem so perfekt funktioniert und quasi nur minimale Fehler aufweist. Ja, Deals haben in den letzten Jahren zugenommen. Und bestimmt gibt es genug Anwälte, Staatsanwälte und Richter, die sich die Arbeit gerne einfach machen. Jeder von ihnen ist ebenfalls auch ein Mensch. Und wo Menschen arbeiten, da gibt es eben die, die in ihrem Beruf aufgehen und solche, die gerne den Weg des geringsten Widerstandes gehen. Aber an manchen Stellen bekommt man einfach den Eindruck, als wäre man schon vor Verhandlungsbeginn vorverurteilt. Zu behaupten, dass unser Rechtssystem nur aufgrund von Deals, bei denen der Angeklagte alles eingesteht, was ihm vorgeworfen wird, nur minimale Fehler aufweist, ist schlicht und ergreifend einfach gefährlich. Wenn eine Anklage bei Gericht zugelassen wird, dann haben bereits Polizei, Staatsanwalt und Richter den Sachverhalt geprüft. Genau aus diesem Grund werden auch nur diese Anklagen zugelassen, bei denen sich ein hinreichender Tatverdacht vorliegt, wenn man also davon ausgeht, dass eine Verurteilung wahrscheinlicher ist als ein Freispruch. Und natürlich werden daher verhältnismäßig viele Angeklagte, die einen Gerichtssaal von innen sehen, auch verurteilt. DESHALB gibt es nicht soviele Fehler, wie die Presse uns manchmal weis machen will. Dies nicht wenigstens anzusprechen ist genau der Grund, warum „normale“ Bürger ein dermaßen gestörtes Verhältnis zu unserer Justiz haben. Gleiches Bild zeigte sich bei dem Fall, welcher die JVAen unseres Landes wohl darstellen sollte. Beamte, die einem Häftling Drogen unterschieben und Direktoren, die belastende Videobänder verschwinden lassen… Ja, sowas mag es geben. Das will ich gar nicht abstreiten, wie gesagt, auch hier arbeiten nur Menschen und die machen eben Fehler und schwarze Schafe gibt es in jeder Branche. Doch der Großteil der Beamten, die ihren Dienst in einem Gefängnis leisten, nehmen abends Eindrücke und Bilder mit nach Hause, die sie selbst erst einmal verarbeiten müssen. Und die leisten ihren Dienst trotzdem nach Vorschrift und mit einem gesunden Maß an Nächstenliebe. Dafür konnte mich der Autor damit beeindrucken, dass er Sympathien schafft, mit denen man zunächst gar nicht rechnet. Himmelried zeigt die schrecklichsten Seiten menschlichen Handelns auf und schafft es trotzdem irgendwie, dass einem nicht die Grausamkeiten und das Schlechte im Menschen im Kopf bleibt. Sondern irgendwie bleibt einem das Herz schwer, doch trotzdem mit einem guten Gefühl. Ich empfand das als sehr besonders und kann dieses Empfinden kaum in Worte fassen. Constantin Himmelrieds Anliegen, Nicht-Juristen unser Rechtssystem und auch unsere Haftanstalten nahe zu bringen, ist durchaus ehrenwert. Und an sich war auch die Auswahl der erzählten Geschichten gar nicht schlecht gewählt, denn sie sind abwechslungsreich und fesseln den Leser. Ein wenig gewünscht hätte ich mir vielleicht eine etwas weniger einseitige „Berichterstattung“. Großes Lob habe ich allerdings für Himmelrieds Schreibstil übrig. Er nutzt kurze, einfache Sätze, lässt den Inhalt für sich sprechen und nimmt sich als Autor selbst sehr zurück. Wenn ich auch mit dem Inhalt nicht ganz einverstanden war, so punktet das Buch auf jeden Fall durch seine Spannung und einem Schreibstil, den ich sehr gerne mochte. Vielen Dank an BloggdeinBuch für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars © Nellys Leseecke - Lesen bedeutet durch fremde Hand träumen

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  • 4 absolut berührende & wahre Schicksale, die dich über Gerechtigkeit in der Justiz nachdenken lassen

    Schuld und Menschlichkeit
    eulenauge

    eulenauge

    17. August 2017 um 18:37

    Meine Meinung Vorab: Dieses Buch durfte ich innerhalb einer Aktion von bloggdeinbuch.de lesen bzw. es wurde mir als Reziexemplar zur Verfügung gestellt. Aber kommen wir doch jetzt mal zum Buch selbst.  In diesem Buch werden die Gerichtsfälle von 4 Menschen und demnach auch 4 Schicksalen erzählt, die unterschiedlicher nicht sein könnten.  Schon der Prolog des Buches hat mich überrascht. Den habe ich auch direkt mehrmals gelesen. Am besten, ihr schaut euch mal die Leseprobe dazu an. Dann versteht ihr, warum ich den Einstieg sehr speziell und besonders fand. Im ersten Fall geht es um einen vermeindlich kaltblütigen Killer. Es beginnt meist damit, dass die Anklage vorgelesen wird und wir erstmal einen Überblicküber den Fall bekommen. Nach und nach gesellen sich immer mehr Details dazu. Und LEUTE! Nach dem ersten Fall musste ich so weinen. Das ist mir richtig nahe gegangen. Das ist in meinen Augen auch einer der spannendsten und berührendsten Fälle. Man kann schon fast von einem "plot twist" sprechen. Aber der Autor hat das ja nicht eingebut um die Spannung zu erhöhen, sondern weil es genau so passiert ist. Den zweiten Fall fand ich wieder nicht so interessant und packend, dafür aber wieder die letzten beiden Fälle, die einmal von einem Vergewaltiger und von einem Schleuser erzählen. Vor allem der dritte Fall hat mich wieder zu Tränen gerührt. Man muss sich wirklich darauf einstellen, dass nichts so ist wie auf dem ersten Blick und man niemanden voreilig verurteilen sollte. (*hust 3.Fall ;-)) Es werden ganz berührende Themen wie Rassismus in unserer Gesellschaft angesprochen, aber auch Werte wie Freundschaft. Vor allem bekommt einen sehr guten Eindruck vom deutschen Rechtssystem und wie es in einer JVA zugeht. Und ich zweifele an keinem Wort des Autors, einfach weil es schlüssig und logisch klingt, was uns das Buch vermitteln will. Und teilweise hat es mich zu tiefst erschüttert, wie das dt. Rechtssystem arbeitet. Beispielsweise ist es eine Schande, wenn ein Angeklagter freigesprochen wird (auch wenn er tatsächlich unschuldig ist), nur wirkt das leider so, als ob das Gericht etwas versäumt hätte, weil die Person wegen eines Vorwurfes angeklagt wurde, aber sich diese Behauptung nicht bewahrheitete. So als hätte das Gericht etwas verpatzt. In meinen Augen teilweise verständlich, dennoch kann ich diese Masche nicht unterstützen. Ich muss auch dazu sagen, dass ich das Buch nicht in einem Rutsch lesen konnte, obwohl es nur 270 Seiten hat, denn nach jeder Geschichte bzw nach jeder Darstellung eines traurigen Schicksals aufgrund eines wahren Tatbestandes, musste ich eine Pause machen, um darüber nachzudenken und das auch erstmal zu verdauen. Einige dieser Fälle sind nicht ohne. Und eigenlich bin ich nicht so nah am Wasser gebaut, aber es gibt Themen, die lassen mich würgen und da knn ich leider Gottes nachvollziehen, warum so und nicht anders gehandelt wurde, ja ich würde sogar behaupten, ich kann das voll und ganz unterstützen. Fazit Dieses Buch ist für jeden geeignet, der sich mit dem deutschen Rechtssystem befassen möchte und hinter die Kulissen schauen will, denn Presse und Medien zeigen nicht alles. Es ist wahnsinnig berührend und tiefgründig. Über den einen oder anderen Fall denke ich jetzt noch nach, und das, obwohl es jetzt schon fast 3 Wochen her ist, dass ich den ersten Fall gelesen habe. Absolut empfehlenswert! Deshalb 4,5 von 5 Sternen.

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  • Jeder sollte das Buch gelesen haben!

    Schuld und Menschlichkeit
    Buecherherz79

    Buecherherz79

    19. July 2017 um 23:29

    Es hat mich gut unterhalten. Selbstverständlich kann man nicht sagen, dass es ein schönes Buch ist, im Kontext der Thematik. Trotzdem wünschte ich mir, dass jeder das Buch unbedingt einmal gelesen haben sollte! Flüssiger Schreibstil, spannende Story und vorallem bekommt man detailreiche Beschreibung, was hinter einem Bericht in der Zeitung wirklich passiert ist. So ganz nach dem Motto: Immer die Sache von beiden Seiten betrachten! Das Buch hat 284 Seiten, mit 4 Kurzgeschichten einer wahren Begebenheiten. Klare Leseempfehlung!

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