Unter der Strahlenkrankheit zu leiden klingt nicht nur nach einem unschönen Erlebnis, sondern der Umstand birgt zudem eine recht knapp bemessene Zukunft. Ein Zustand, den Holmgren am eigenen Leib erfahren darf. Nur dank der Hilfe seiner Kameraden April, Costa und Taco gelingt es ihm, seinem Schicksal weitere Zeit abzuknöpfen. Wo andere sich zur Ruhe setzen würden, entscheidet Holmgren anders. Schließlich gibt es noch eine vermisste Kameradin und ein nicht unerhebliches Risiko für das gesamte Leben im Sonnensystem durch die zu Besuch vorbeischauenden Außerirdischen. Nicht umsonst heißt die Reihe »Die Erstkontakt-Krise«.
Es ist dem Autor gelungen, das starke Niveau des ersten Bandes zu halten und mich wiederum an die Seiten zu fesseln. Fernweh beim Blick in den Nachthimmel hatte ich schon immer und die Vorstellung, sich andere Planeten aus der Nähe anzuschauen, gehörte ebenso dazu. Diese Möglichkeit wird mir hier zumindest literarisch eingeräumt. Die Authentizität von Physik, Mechanik, Technologie, Medizin, Chemie und Biologie kann ich nicht verifizieren, und ich glaube, das ist auch nicht wichtig, zumindest nicht für mich. Die Story passt, die Spannung ebenso und viel wichtiger finde ich, dass alles in sich schlüssig ist. Und genau das gelingt in diesem Buch wieder einmal.
Ich bleibe dran und werde mich in nicht allzu ferner Zukunft mit dem dritten Band auseinandersetzen. Ganz klare Empfehlung für alle, die zu den Sternen wollen.
Constantin Salathe
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von Constantin Salathe
Machtspiele: Die Erstkontakt-Krise 1
Feuertaufe: Die Erstkontakt-Krise 2
Gegenschlag: Die Erstkontakt-Krise 3
Machtspiele: Die Erstkontakt-Krise, Band 1
Neue Rezensionen zu Constantin Salathe
Das Grundsetting hat mir ganz gut gefallen, nur gab es bei den Details einige Unstimmigkeiten. Was ich damit meine kannst du unten im Text herausfinden.
Meine Meinung zur Geschichte:
Der Klappentext des Hörbuches versprach mir eine gute Geschichte. Meine Neugier war geweckt und dank dem Sprecher durfte ich in das Geschehen eintauchen. Zu Beginn strauchelte ich ein wenig, weil der Einstieg mitten in einer Szene war, in der ich mich ohne Informationen zu recht finden musste. Der Schreibstil des Autors war angenehm klar und direkt.
Nach einer Orientierungszeit fand ich gut in die Handlung hinein und befand mich an der Seite von Hauptmann Holmgren aus dessen Sicht die Geschehnisse beschrieben sind. Anfangs wusste ich nicht, was ich von ihm halten sollte. Nach und nach tauten sowohl er als auch ich auf. Costa Marinos war für mich ein schwieriger Protagonist, wie konnte man einen Vollalkoholiker auf eine solch wichtige Mission mitnehmen?! Ich verstand es bis zum Schluss nicht. Leutnant Shu war trotz ihrer Verschlossenheit die beste Figur im gesamten Roman.
Auf weitere Personen gehe ich aus Spoilergründen absichtlich nicht näher ein. Die Handlung selbst nahm schnell Fahrt auf. Die Mission endete in einem grauenhaften Desaster mit katastrophalen Konsequenzen. Dennoch hatte das Geschehen etwas für sich, sodass ich es aufmerksam verfolgte. Das große Manko an der Geschichte sind Ungereimtheiten und Logiklücken, die mir im Verlauf immer wieder aufgefallen sind. Wären die nicht gewesen, hätte ich das Hörbuch rundum genießen können.
So fragte ich mich manchmal ob richtig gehört hatte, was mich wiederholt zum Zurückspulen brachte. Es gab einiges an Action und gefährliche Situationen, bei denen die Protagonistinnen und Protagonisten nicht nur einmal in tödliche Gefahren gerieten. Die meisten Wendungen haben mir ganz gut gefallen, sie entsprachen einer guten Space Opera. Hin und wieder fehlten das gewisse Extra und ein paar mehr glaubwürdigere Gründe.
Das Finale war gut gemacht und aufregend. Der Hauptmann handelte mit Leutnant Shu ohne zu zögern und stand für seine Kameradinnen und Kameraden ein. Kurz vor dem Schluss geschah etwas Merkwürdiges, doch leider endete das Geschehen mitten in einem Cliffhanger, wodurch ich nicht weiß wie es ausging.
Meine Meinung zum Sprecher:
Der Sprecher Felix Borrmann nahm mich mit seinem eindrücklichen Vorlesen mit in die Geschichte. Er las den Text in gekonnter spannender Art. Die Klangfarbe seiner Stimme ist unverkennbar prägnant und einprägsam. Ich hörte ihm sehr gerne zu. Durch ihn hat sich mein Hörerlebnis verstärkt.
Mein Fazit:
Der Auftaktband der Reihe enthält eine solide Space Opera mit guten Ideen. Ungut waren für mich einige Ungereimtheiten und Logiklücken, die meinen Hörfluss stellenweise unterbrachen, weil ich nochmal zurückspulte um mich zu versichern ob ich richtig gehört hatte. Dennoch gab es aufregende Wendungen, intensiv beschriebene Szenen und eine gute Storyline. Je näher das Ende kam, umso mehr Spannung entstand. Das Finale hatte es in sich, da Hauptmann Holmgren und Leutnant Shu noch einmal alles auf eine Karte setzen mussten, um den Plan umsetzen zu können. Leider endete es mitten in einem Cliffhanger, wodurch der Ausgang noch vollkommen offen ist. Sprecher Felix Borrmann sorgte mit seinem gekonnten Vorlesen für ein starkes Hörerlebnis.
Ich vergebe 4 von 5 möglichen Sternen!
Der Hörbuch-Download wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!
Mit dem dritten Band der Erstkontakt-Krise setzt Constantin Salathé seine spannende Science-Fiction-Reihe konsequent fort - und ich kann jetzt schon sagen: Die Geschichte bleibt packend, und ein vierter Band wird folgen.
Diesmal verlagert sich die Handlung stärker auf die Raumstation Utopia, während sich die Lage auf der Erde zunehmend zuspitzt. Die Frage steht im Raum: Kann die Menschheit den Außerirdischen noch etwas entgegensetzen? Und ebenso wichtig: Sind die Großmächte überhaupt noch in der Lage, zusammenzuarbeiten, während die globale Krise immer weiter eskaliert? Major Holmgren steht vor immer größeren Herausforderungen.
Ein weiteres spannendes Thema dieses Bandes ist die Rolle der Künstlichen Intelligenz, die schon in der Vorgeschichte der Erstkontakt-Krise eine wichtige Rolle spielte. Salathé greift diesen Aspekt erneut auf und baut ihn sinnvoll in die sich zuspitzende Gesamtsituation ein.
Der Schreibstil ist wie gewohnt angenehm, gut verständlich und führt dazu, dass man den Roman schnell ausgelesen hat. Zwar gibt es im Vergleich zu den ersten beiden Bänden etwas weniger Action, doch die Spannung bleibt dennoch weitgehend erhalten, da der Fokus stärker auf politischen Entwicklungen und strategischen Entscheidungen liegt.
Fazit: Ein solider dritter Band, der die Reihe konsequent fortführt, wichtige Fragen aufwirft und neugierig auf die kommenden Ereignisse macht.
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