Constantin Schreiber

 4.1 Sterne bei 15 Bewertungen
Autor von Inside Islam, Kinder des Koran und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Constantin Schreiber

Constantin Schreiber (*1979) moderiert die »Tagesschau« und das ARD-»Nachtmagazin« sowie das NDR-Medienmagazin »zapp« und berichtet vertretungsweise als ARD-Korrespondent aus dem Studio Kairo. Er spricht fließend Arabisch. Einen Namen gemacht hat er sich als Moderator von arabischen TV-Sendungen, zum Beispiel in Ägypten. Für die deutsch-arabische Talkshow »Marhaba – Ankommen in Deutschland«, in der er Flüchtlingen das Leben in unserem Land erklärt, wurde er 2016 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Schreiber arbeitete nach Abschluss seines Jura-Studiums mehrere Jahre als Reporter in Beirut und Dubai. Er ist Herausgeber der Schriften des saudischen Bloggers und Sacharow-Preisträgers Raif Badawi, der wegen freier Meinungsäußerung inhaftiert ist. Mit seiner 2019 gegründeten Deutschen Toleranzstiftung setzt er sich für unterkulturellen Austausch im In- und Ausland ein.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Constantin Schreiber

Cover des Buches Inside Islam (ISBN:9783548377667)

Inside Islam

 (11)
Erschienen am 10.08.2018
Cover des Buches Kinder des Koran (ISBN:9783430202503)

Kinder des Koran

 (3)
Erschienen am 02.05.2019
Cover des Buches Marhaba, Flüchtling! (ISBN:9783455504118)

Marhaba, Flüchtling!

 (1)
Erschienen am 10.03.2016
Cover des Buches Inside Islam (ISBN:9783844917031)

Inside Islam

 (0)
Erschienen am 03.05.2017
Cover des Buches Marhaba, Flüchtling! (ISBN:9783548377209)

Marhaba, Flüchtling!

 (0)
Erschienen am 13.10.2017

Neue Rezensionen zu Constantin Schreiber

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Rezension zu "Kinder des Koran" von Constantin Schreiber

Alle Vorurteile bestätigt. Was nun?
wandabluevor 4 Monaten

Alle Vorurteile bestätigt. Was nun?
Der Autor, Constantin Schreiber, beschäftigt sich in seinem zweiten Buch mit der Unterrichtssituation in islamischen Ländern. Beschrieben und mit Einzelfällen unterlegt wurden Schulbücher aus Afghanistan, Iran, Ägypten, Palästina und der Türkei.

Nun kann man keiner Nation vorwerfen, dass es seine Kinder in der „Staatsideologie“ unterweist. Kapitalistische Staaten tun dies nämlich auch und nicht zu knapp, wenn auch glücklicherweise ANDERS und die Schüler im Westen haben außerhalb der Schule Zugang zu Dutzenden von Medien. Was muslimische Schüler im Nahen Osten in der Regel nicht haben.

Die zitierten Expertinnen, die die islamischen Schulbücher mituntersuchten, kamen mir mitunter eine Spur überheblich vor.

DENNOCH bleibt es besorgniserregend, dass Kinder und Jugendliche mit Antisemitismus, Frauenfeindlichkeit und Hass auf alles Westliche indoktriniert werden. Vor allem, da sie in den meisten der genannten Länder keine Chance haben, an objektivere Informationen zu gelangen und sowieso vor den Medien und investigativem Journalismus als westliche Beeinflussung gewarnt wird.

Derart gehirngewaschene Menschen kommen in Scharen nach Europa und dieser Strom wird nicht abreißen, weil die Lebensbedingungen im arabischen Raum in seinen Brennpunkten immer unerträglicher werden und die Muslime sich vor allem in Palästina ungebremst vermehren. (Krieg der Gebärmütter).

Mit Fakten kommt das Aufnahmeland gegen die in der Kindheit/Jugend emotional vermittelte nationale und demokratiefeindliche Denke gar nicht mehr an. Die Politik Deutschlands muss sich allmählich, ob sie will oder nicht, mit diesem Sachverhalt auseinandersetzen und entsprechend reagieren. Einige vernünftige Vorschläge werden vom Autor diesbezüglich unterbreitet.

Vor allem sollte Europa seine Finanzhilfe zur Bildungsvermittlung im arabischen Raum einstellen. Es ist nicht hinnehmbar, dass mit europäischem Geld, antieuropäische und antidemokratische, sowie frauenfeindliche und antisemitische Inhalte in großem Maßstab in allen diesen Ländern vermittelt werden.

ZUR KRITIK:
Fast zwei Drittel des Buches besteht aus wörtlichen Auszügen dieser Schulbücher. Einerseits ist dies gut, der Autor lässt den Leser selbst entscheiden, was er von dem Unterrichtsmaterial hält. Andererseits ist die Lektüre dieser Schulbücher auch langweilig und eintönig.

Am interessantesten ist es doch, was der Autor, der mit arabischem Hintergrund bestens vertraut ist, selber zu sagen hat. Seine Einschätzungen und Beobachtungen waren mir wertvoll. Ich hätte gerne mehr davon gehabt und erfahren. Zum Beispiel schildert er die negative Veränderung, die Kairo erlebte.


EINIGE ZITATE:
„Exotische, chaotische Großstädte können durchaus eine gewisse Faszination entwickeln, auch ich finde Shanghai, Neu-Delhi oder Bangkok aufregend. Und so ging es mir auch mit Kairo, als ich in den Neunzigerjahren das erste Mal dort war. Aber seitdem hat sich etwas verändert, ist Kairo irgendwie gekippt.“

ÄGYPTEN:
„2,8 Prozent bedeuten einen Zuwachs der Bevölkerung um etwa 2,5 Millionen pro Jahr – eine demografische Zeitbombe für ein Land, dessen Territorium zu mehr als 90 Prozent aus Wüste besteht und dem jetzt schon der Versorgungskollaps droht.“

ÄGYPTEN:
„Im größten Land der arabischen Welt hat sich mit der Zeit eine Alimentierungsmentalität entwickelt, die verhindert, dass Bürger und Politik Verantwortung übernehmen. Stattdessen werden Feindbilder gepflegt, plumper Nationalismus. Für Missstände sind andere verantwortlich – meistens gerade jene, die mit Finanzspritzen dafür sorgen, dass das Land nicht innerhalb kürzester Zeit zusammenbricht.“

PALÄSTINA
„Deutschland gehört mit neun Millionen Euro im Jahr zu einem der größten Beitragszahler.“

„Das Feindbild Israel eint die Palästinenser.“

„Israel [ist] in keinem der Bücher mit seinen heutigen Grenzen abgebildet.“

„Diese Bücher sind keine Basis für Frieden, sie schüren Hass und Dämonisieren den jüdischen Staat.“

Man spricht vom „Krieg der Gebärmütter“.

TÜRKEI
Fake-News.
„Athens Ziel sei die Gründung eines Großgriechenlands, das unter anderem Istanbul und große Teile Anatoliens umfasse.“


ALLGEMEIN
„Wenn man die Durchdringung der muslimischen Welt mit Antisemitismus abstreitet, das sehr häufig antiquierte Frauenbild, die tiefe Religiosität, die häufig Toleranz vermissen lässt, dann hat das etwas mit REALITÄTSVERWEIGERUNG zu tun. Denn auch, wenn es unbestreitbar tolerante, säkulare und moderne Muslime im Nahen Osten gibt, so ist der gesellschaftliche Mainstream, genauso unbestreitbar, ein anderer.“


Klingt das alles verurteilend und hart? Der Autor wünscht sich, Rassismus, Antisemitismus und Frauenfeindlichkeit, übertriebenen Nationalismus und Furcht vor europäischem Denken aufzuzeigen, um ein Umdenken einzuleiten, es geht ihm gerade nicht darum, „mit dem Finger auf jemanden zu zeigen.“

Es ist aber natürlich schwierig, eine Diskussion mit einer Mentalität zu beginnen, die die bloße Erwähnung von Kritik schon übelnimmt.

FAZIT: BESORGNISERREGEND!
Europa, Deutschland und insbesondere die Grünen werden nicht mehr länger darum herumkommen, sich damit zu beschäftigen, dass (in ihrer Mehrzahl) muslimische Migranten uns eine Menge Probleme der besonderen Art bescheren. In einer Schule in Neu-Kölln musste eine Podiumsdiskussion abgebrochen werden, weil muslimische Schüler die Veranstaltung durch das Brüllen von Koranversen unmöglich machten.
Nun kommt es darauf an, eben keine Realitätsverweigerung zu betreiben, wie bisher, sondern adäquate Antworten zu finden.
Besser wärs.

Kategorie: Sachbuch
Verlag: Econ, 2019

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Rezension zu "Kinder des Koran" von Constantin Schreiber

Muslimische Schulbücher im Blick
seschatvor 5 Monaten

Der ARD-Tagesschausprecher und Auslandskorrespondent Constantin Schreiber hat nach "Inside Islam" nun ein weiteres Sachbuch über den Islam veröffentlicht. In "Kinder des Koran" beschäftigt er sich ausgiebig mit verschiedenen Schulbüchern aus der islamischen Welt und den darin enthaltenen religiös-ideologischen Passagen. Hierfür hat er mehr als 100 Bücher aus Afghanistan, Ägypten, dem Iran, Jordanien und der Türkei gesichtet und deren Inhalte mit Erziehungswissenschaftlern, ehemaligen Schülern uvm. kritisch diskutiert. Herausgekommen ist dabei ein wirklich interessantes Sachbuch, das zeigt, dass selbst Geschichts-, Mathematik- und Ethikbücher bewusst auf den Islam ausgerichtete Inhalte inklusive antisemitischer und homophober Aussagen enthalten. Mich haben Schreibers Entdeckungen bzw. Studienergebnisse nicht schockiert, sondern in meiner Vermutung bestärkt, dass schon die Kleinsten für die islamische Religion und den Staat mittels Bildung instrumentalisiert werden. Elementaren Forderungen der westlichen Nationen nach Transparenz und Gleichberechtigung werden nicht entsprochen. Im Gegenteil, die internationalen Organisationen, welche Bildungsministerien bzw. -einrichtungen vor Ort finanziell unterstützen, kontrollieren zu lasch und geben zudem keine verbindlichen Standards für Unterrichtswerke vor. Dies sind Fehler, welche die staatlichen Instanzen gnadenlos ausnutzen, wie Schreiber eindrücklich mit seinen ausgewählten Fallbeispielen aufzeigt. Seine sehr detaillierte Wiedergabe und Besprechung der einzelnen Schulbücher geriet manches Mal etwas zu ausführlich bzw. erschlug den Leser. Nichtsdestotrotz erlangt der westliche Leser durch das Buch einen direkten Einblick in die vielfach noch rückschrittliche islamische Bildungswelt. Wir dürfen gespannt sein, wie der Westen und wie Deutschland mit diesen Erkenntnissen in Zukunft umgehen wird. Daher sollten vor allem Politiker und Bildungsexperten dieses Buch einmal zur Hand nehmen.

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Rezension zu "Inside Islam" von Constantin Schreiber

Ein unbekannter Blick
reisendebuechervor 2 Jahren

Aufmerksam auf das Buch bin ich vor allem durch Autor Constantin Schreiber geworden, welchen ich durch ARD und N-TV "kenne" und durchaus sympathisch einschätze. Da mich außerdem das Thema Islam interessiert, wurde ich praktisch automatisch neugierig auf das Buch. 

Der Umfang des Buches ist überschaubar und dadurch kommt man sehr schnell durch das Buch durch. Das ist aber dann auch schon mein großer Kritikpunkt an dem Buch. Aber dazu später mehr.

Zunächst beschreibt Schreiber, wie die Idee des Buches entstand und welche Vorbereitungen getroffen wurden. D. h. es wird erläutert, welches Wissen über Moscheen und Islam in Deutschland verfügbar ist. Schnell wird klar, dass es hier große Lücken gibt. Das hat mich persönlich erschreckt. Es folgt sein Vorhaben: Schreiber besucht über das Jahr verteilt verschiedene Freitagspredigten in Deutschlands Moscheen. Der Hauptteil ist dann so aufgeteilt, dass zunächst eine kurze Einordnung in aktuelle politische, tagesaktuelle Situation gegeben wird. Folgend wird geschildert, wie der Zugang zu der Moschee gefunden wurde. Es folgt ein Transkript der Predigt und abschließend eine Diskussion über die Predigt. Als "Epilog" folgt ein Fazit.

Ich denke, dass das Projekt sehr ehrgeizig war und ist. Es zeigt auf, welche Unterschiede hier in Deutschland wirklich herrschen. Leider ist nicht alles "Friede-Freude-Eierkuchen". Besonders spannend fand ich, wie er die Moscheen gefunden hat und welche verschiedenen Arten es davon gibt. Ich muss allerdings zugeben, dass die Predigten für mich teilweise schwierig zu verstehen waren, da ich kein profundes Wissen über den Koran und die damit verbunden Geschichten habe. So konnte ich die Predigten zwar gut lesen, aber nicht vollumfänglich verstehen. Und da kommt auch schon meiner größter Kritikpunkt, die anschließenden Diskussionen waren mir zu kurz und zu oberflächlich. Man hätte wahrscheinlich da viel mehr rausnehmen können und damit für den Leser die Predigten verständlicher gestalten können. Das Buch hätte gut und gerne 100 Seiten mehr vertragen. 

Ich würde trotzdem das Buch nicht zum Einstieg für das Thema Islam empfehlen, da ich hier nicht direkt auf die Religion eingegangen wird. Es nimmt den Teilaspekt der Moscheen bzw. der Freitagspredigten auf. Und so sollte man es auch sehen, als Ergänzung. Dafür ist es ok, aber auch nicht mehr. Leider gibt zu dem Thema überhaupt wenig Literatur, von daher ein guter Anstoß.

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