Constantin Schreiber Inside Islam

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Inhaltsangabe zu „Inside Islam“ von Constantin Schreiber

Millionen Muslime leben unter uns, doch wir wissen fast nichts über sie. Wie viele Muslime gibt es eigentlich in Deutschland und wie und wo gehen sie ihrem Glauben nach? Constantin Schreiber hat sich dafür auf die Suche gemacht und liefert den ersten deutschen Moschee-Report: Wo gibt es überall Moscheen und was predigen Imame beim Freitagsgebet? Wie wird über Deutschland gesprochen, wenn keine Kamera dabei ist und man sich unbeobachtet fühlt? Schreiber recherchiert in einer für viele unverständlichen Realität, die unsere Gesellschaft prägt wie nie zuvor.

"Der Weltenerklärer" - Süddeutsche Zeitung

"Unter deutschen Journalisten ist Schreiber zurzeit der Integrationsminister" – Süddeutsche Zeitung

Interessant, differenziert, ein Blitzlicht auf Muslime in Deutschland.

— sunlight

Lesenswertes Buch für alle, die Vorurteile gegen Islam haben

— carlacats

Ein Buch, dass in positivem Sinn zum Nachdenken über die Muslime und ihren Glauben anregt.

— Bea_Schaf

NIcht leicht zu lesen, aber notwendig!!! Bravo, Herr Schreiber.

— wandablue

voll von Verallgemeinerungen; für die Integration nicht gerade behilflich den Islam als eine fremde mysteriöse Welt darzustellen...

— Yvy<3

Eine äußerst interessante Reportage über die Predigten des Islams in Deutschland

— Daniel_Allertseder

Ein spannendes Sachbuch, das die Ohnmacht des deutschen Staates vor der Wirkmacht des Islam offenbart.

— seschat

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    Inside Islam

    reisendebuecher

    14. May 2017 um 15:53

    Aufmerksam auf das Buch bin ich vor allem durch Autor Constantin Schreiber geworden, welchen ich durch ARD und N-TV "kenne" und durchaus sympathisch einschätze. Da mich außerdem das Thema Islam interessiert, wurde ich praktisch automatisch neugierig auf das Buch. Der Umfang des Buches ist überschaubar und dadurch kommt man sehr schnell durch das Buch durch. Das ist aber dann auch schon mein großer Kritikpunkt an dem Buch. Aber dazu später mehr.Zunächst beschreibt Schreiber, wie die Idee des Buches entstand und welche Vorbereitungen getroffen wurden. D. h. es wird erläutert, welches Wissen über Moscheen und Islam in Deutschland verfügbar ist. Schnell wird klar, dass es hier große Lücken gibt. Das hat mich persönlich erschreckt. Es folgt sein Vorhaben: Schreiber besucht über das Jahr verteilt verschiedene Freitagspredigten in Deutschlands Moscheen. Der Hauptteil ist dann so aufgeteilt, dass zunächst eine kurze Einordnung in aktuelle politische, tagesaktuelle Situation gegeben wird. Folgend wird geschildert, wie der Zugang zu der Moschee gefunden wurde. Es folgt ein Transkript der Predigt und abschließend eine Diskussion über die Predigt. Als "Epilog" folgt ein Fazit.Ich denke, dass das Projekt sehr ehrgeizig war und ist. Es zeigt auf, welche Unterschiede hier in Deutschland wirklich herrschen. Leider ist nicht alles "Friede-Freude-Eierkuchen". Besonders spannend fand ich, wie er die Moscheen gefunden hat und welche verschiedenen Arten es davon gibt. Ich muss allerdings zugeben, dass die Predigten für mich teilweise schwierig zu verstehen waren, da ich kein profundes Wissen über den Koran und die damit verbunden Geschichten habe. So konnte ich die Predigten zwar gut lesen, aber nicht vollumfänglich verstehen. Und da kommt auch schon meiner größter Kritikpunkt, die anschließenden Diskussionen waren mir zu kurz und zu oberflächlich. Man hätte wahrscheinlich da viel mehr rausnehmen können und damit für den Leser die Predigten verständlicher gestalten können. Das Buch hätte gut und gerne 100 Seiten mehr vertragen. Ich würde trotzdem das Buch nicht zum Einstieg für das Thema Islam empfehlen, da ich hier nicht direkt auf die Religion eingegangen wird. Es nimmt den Teilaspekt der Moscheen bzw. der Freitagspredigten auf. Und so sollte man es auch sehen, als Ergänzung. Dafür ist es ok, aber auch nicht mehr. Leider gibt zu dem Thema überhaupt wenig Literatur, von daher ein guter Anstoß.

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  • Gelungenes Buch über den Islam.

    Inside Islam

    carlacats

    08. May 2017 um 09:27

    Sollten sich einige menschen zu Herzen nehmen, die immer alles nur aus dritter hand erfahren wollen und dann mit ihren Vorurteilen hausieren gehen!
    Empfehlenswert.

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  • Inside Islam - Jeden Freitag eine Predigt

    Inside Islam

    Bea_Schaf

    04. May 2017 um 20:13

    Der Autor des Buches, Constantin Schreiber, ist Journalist. Einige seiner Spezialgebiete sind der Islam und Integration.  Er hat über acht Monate hinweg Freitagspredigten besucht, die Predigten übersetzen lassen und sie gemeinsam mit Religionswissenschaftlern interpretiert.  Das Ergebnis sind 13 Predigten, die mitunter sehr unterschiedlichen Inhalt haben, sich in einigen Stellen aber doch ähneln. Von der Struktur her findet man in vielen Predigten eine Art Glaubensbekenntnis, anschließend ein Koranzitat und die dazu gehörige Interpretation durch den Imam. Diese Predigten waren für mich nicht immer gut verständlich und ich fand die Diskussion des Textes im Anschluss sehr hilfreich und hatte auch nie den Eindruck, dass ich es völlig anders interpretiert hätte.  Andere Predigten waren deutlich verständlicher, diese hatten dann meistens auch einen Bezug zu aktuellen Geschehnissen.  Ich habe einiges über den Islam gelernt. Zum Beispiel über die vielen Gruppierungen, die es innerhalb der Religion gibt und die Tatsache, dass man sich untereinander nicht zwangsläufig freundlich gesinnt ist.  Der Autor hat die Predigten unter anderem unter der Fragestellung besucht, welchen Anteil die Moscheen und ihre Imame an der Integration der Muslime innerhalb dieser Predigten leisten. Die eher ernüchternde Antwort ist, keinen Großen. Im Gegenteil wurde die nicht islamische Lebenskultur in Deutschland und anderen westlichen geprägten Ländern eher in Frage gestellt oder offen kritisiert.  Ich habe mir gegen Ende des Buches die Frage gestellt, ob dieser Beitrag zur Integration in der Freitagspredigt überhaupt  erwartet werden kann. Aus dem, was ich im Buch über die Freitagspredigt gelernt habe schließe ich, dass diese Predigt für die Muslime einen wichtigen Bestandteil ihres Glaubens ausmacht. Einige Stunden in denen sie sich ihrem Glauben hin geben. Da würde ich nicht unbedingt ein Loblied auf das Land erwarten indem sie jetzt leben sondern eher eine wehmütige Erinnerung an das Heimatland, die Familie und das Leben, das sie verlassen haben.  Selbstverständlich ist für mich so manche Äußerung darüber, wie gefährlich die Werte deutschen Werte sind nicht nachvollziehbar. Diese hätte ich wiederum auch nicht erwartet.  Letztlich umfasst das Gemeindeleben der Muslime aber vermutlich mehr als den wöchentlichen Besuch in der Moschee am Freitag und ich hoffe, dass Integration an anderer Stelle innerhalb der Gemeinde trotzdem stattfindet.  Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Es gibt einen Einblick in eine Welt, die ich persönlich noch nicht kannte.

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  • Längst überfälliges Thema!

    Inside Islam

    wandablue

    18. April 2017 um 22:36

    Längst überfälliges Thema!Der Autor dieses Buches ist Constantin Schreiber, Jahrgang 1979. Er ist Journalist, Grimmepreisträger 2016, und spricht fließend arabisch. Über acht Monate lang besuchte er in willkürlich ausgesuchten Orten, zum Beispiel in Berlin, Hamburg oder Karlsruhe das Freitagsgebet der Muslime in Moscheen der vorgenannten Orte. In dreizehn Moscheen war er zu Besuch. Er zeichnete die Predigten auf, besprach sie mit Übersetzern und Islamexperten. Er trat immer offen auf, sagte freimütig, er würde für ein Buch recherchieren und bat im Anschluß der Predigten um einen Gesprächstermin mit den verkündenden Imamen. In acht von dreizehn Fällen wurde ihm ein solches Gespräch verweigert. Ausreichend Deutschkenntnisse für derartige Konversationen waren selten vorhanden, auch nicht bei Imamen, die schon jahrelang in Deutschland lebten. Überall in den jeweiligen Moscheen wurde er jedoch sehr freundlich aufgenommen. Was berichtet Constantin Schreiber in „Intern Islam?“ Was ist so brisant, dass er bei seinem Besuch in der Talkshow „Markus Lanz“ am 5. April 2017 von Herrn Lanz recht unfreundlich, wie ich fand, angegangen wurde? Ob er mit seinem Buch nicht Unfrieden stiften würde? Und ob er seine Erstellung nicht bereut? Mit anderen Worten, es sei nicht political correct. Ich möchte, weil ich diese Sendung gesehen habe, anmerken, dass als Gegengewicht extra ein deutscher Imam namens Husamuddin Meyer eingeladen wurde, dem gefühlt (ich habe es nicht nachgemessen) doppelt so viel Redezeit zugestanden wurde und der nicht immer wieder von Herrn Lanz unterbrochen und angegangen wurde, wie es bei Herrn Schreiber der Fall war. Der Aufbau dieser dreizehn im Buch wiedergegebenen Eindrücke seiner Moschee-Besuche ist immer derselbe. Vor der eigentlichen Predigt stellt Constantin Schreiber die wesentlich politischen Ereignisse der Woche (meist Deutschlands) dar. Dann beschreibt er die Moschee selbst bzw. den Ort, an dem sie sich befindet und welches Publikum er antrifft. Danach ist die Predigt wörtlich wiedergegeben. In Anschluß diskutiert er deren Inhalt mit Experten, macht eigene Anmerkungen und fügt erläuternde Fussnoten an. Die Lektüre der Predigten ist zumindest für jemanden, der keine geistlichen Texte gewöhnt ist, ermüdend. Es gibt viele wiederkehrende Formeln und Redewendungen. In die ersten Sätze der Predigten gehört die Formel: „Wer auch immer Gott recht bittet, den kann niemand irreführen, und wen auch immer Gott irreführt, den kann niemand rechtleiten.“ Die Predigten sind lang und zum Teil blumig. Ich habe nicht alle zu Ende gelesen, aber den größten Teil. Sie sind uns westlich geprägten Menschen auch nicht so schnell zugänglich, nicht nur, weil sie sich auf den Koran beziehen, was ja selbstverständlich ist, sondern auch, weil es kaum Auslegung gibt, die sie klar auf die heutige Zeit anwendbar und praktikabel im Alltag machen. Die Diskussion Constantin Schreibers mit den Experten und seine eigene Meinung darüber, was er gehört und erlebt hat, sind dagegen sehr interessant. Sowohl in der Einleitung wie auch im Nachspann erfährt man Mancherlei, was man/ich noch nicht über den Islam wußte. Die fünf Pfeiler des Islam sollte aber jeder am besten schon vorher kennen. So wie auch jeder die Grundzüge des christlichen Glaubens kennen sollte. Einige Zitate aus Einleitung und Nachwort. „Wir wissen eigentlich nichts Verläßliches darüber, wie viele Muslime bei uns leben, wie viele Moscheen es gibt und wie sich muslimisches Leben bei uns in seiner Vielfalt darstellt.“ „Moscheen sind politische Räume“. „Wenn über die Besteuerung von Kamelen und Kichererbsen referiert wird, dann werden die Besucher in einer anderen Welt gehalten. Diese eigentlich unpolitischen Äußerungen haben also durchaus eine politische Wirkung.“ Hierzu möchte ich anfügen, dass es durchaus üblich ist, mit einem Bespiel aus den Zeiten, in denen ein geistliches Buch entstanden ist, anzufangen, aber es wäre hilfreich, solche Beispiele ins Heute zu übertragen, was aber (scheinbar) hier nicht geschehen ist, abgesehen von dringlichen Aufrufen zur Armensteuer an die Moschee. „Die Warnung vor dem Leben in Deutschland war ein roter Faden, der sich durch viele der Predigten zog.“ Seltsam ist es, dass allein die Erhebung von Zahlen über in Deutschland existierende Moscheen oder wie viele Muslime diese besuchen oder der Wunsch danach schon als Misstrauen gegenüber den Muslimen gewertet wird. Schließlich erheben wir sonst auch über alles eine Statistik. Mein Fazit: Eine Reportage bzw. ein Erlebnisbericht über dieses Thema war überfällig. Kategorie: SachbuchVerlag: Econ, 2017

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    • 7
  • Mir gefällt die Darstellung nicht

    Inside Islam

    Yvy<3

    18. April 2017 um 18:24

    Ich habe den Islam und auch keine andere Religion je als Parallelwelt wahrgenommen. Muslime werden hier eher als fremde eigenartige Wesen dargestellt; sie gehen in die Moschee so wie Christen in die Kirche gehen. Constantin Schreiber bekommt lediglich einen Einblick, da er wenige Moscheen besucht hat, jedoch verallgemeinert er zu sehr.

    • 4
  • Eine äußerst interessante Reportage über die Predigten des Islams in Deutschland

    Inside Islam

    Daniel_Allertseder

    16. April 2017 um 12:33

    Meine Meinung In den letzten Jahren rückte die islamische Religion in Deutschland immer mehr in den Vordergrund – nicht weniger wegen den islamistischen Terrorattentaten und den Flüchtlingen, die bei uns in Deutschland sichere Zuflucht gefunden haben. Um aber den Islam besser zu verstehen, bzw. die Inhalte der Religion und der »Ideologie« besser nachvollziehen zu können, sah ich im Bericht von Constantin Schreiber »Inside Islam« die passende Lektüre zum Kennenlernen der islamischen Kulturen und Bräuche. Dank Econ, bzw. Ullstein, durfte ich ein Exemplar lesen, und ich muss sagen, das Buch war wahrlich interessant!   Herr Schreiber, Tagesschau-Sprecher seit 2017 und jahrelanger Reporter in arabischen Länder, hat in seiner Dokumentation »Inside Islam« vielmehr die Predigten in deutschen Moscheen als den Islam im Allgemeinen angesprochen, wie es auch schon auf dem Cover steht: »Was in Deutschlands Moscheen gepredigt wird«, aus diesem Grund war mir schon klar, dass dies keine umfassende Lektüre zum Islam ist. Ich war aber mehr oder weniger überrascht, was sich Herr Schreiber alles getraut hat – acht Monate Predigten in Deutschlands Moscheen mitverfolgen – ohne die Betenden beim Niederknien zu Folgen – mit Islamexperten und Imamen über kritische Themen sprechen; sich auf die Suche nach Antworten zu Hetzern machen und sich mit der umstrittenen Religion auseinandersetzen – und das bereits in der Einleitung! Herr Schreiber hat sich umfassend mit dem Islam befasst und bereits in seiner Einleitung sehr viele informative Aspekte der Religion zusammengetragen, mit Personen gesprochen, die selbst in Moscheen beten, Aussagen des Korans oder verschiedener Predigten hinterfragt und analysiert. Ich bewundere die Arbeit von Herrn Schreiber, den Ansporn, tiefer in die Geschichte, bzw. in die Struktur des Islams zu gehen. Besonders die Art »Tagebücher«, die Herr Schreiber geführt hat, haben mich sehr interessiert: Der Autor ist Monate hinweg zu verschiedenen Moscheen und hat – nach kurzen Überblicken, was in Europa und der Welt alles passiert ist – die Predigten der Imame niedergeschrieben und sozusagen für uns Leser zugänglich gemacht. Das Lustige daran, wenn man diese Predigten liest, ist, dass man zum einen den Drang nicht unterbinden kann, den Kopf zu schütteln, und zum anderen die Religion und deren Lehren auch wieder versteht [natürlich nur die Friedlichen!]. Es ist ungemein schwierig, den Sinn und den Kern einzelner Reden wirklich auf Anhieb zu verstehen – selbst Herr Schneider erwähnt, dass diese Predigten für uns sehr fremd klingen, da sie in einer »geistigen, märchenhaften Welt« leben. Ich verstehe die Andeutung und gebe Herrn Schreiber Recht! Ich habe alle Predigten gelesen, und stimme zu, dass das meiste, was die Imame predigen, märchenhafte Umschreibungen und langatmige Ausführungen banal wirkender Kernpunkte sind, dass sie viel ausschmücken – seien es »ernste« Themen, oder Hetze! Wofür ich Herrn Schreiber bewundere, ist das Interesse für die Religion, stärker die Neugier, die ihn vorantreibt. Herr Schreiber hat den Islam, die Predigten und das Gerüst der Religion deutlich und einfach erklärt, über Monate hinweg Erfahrungen und Ergebnisse gesammelt und sie in seinem Buch interessant verarbeitet. Ich wollte dieses Buch, um mehr über den Islam [in Deutschland] zu erfahren, und dieses Ziel habe ich mit »Inside Islam« erreicht!Fazit Ein sehr interessantes und informatives Werk über den Islam in Deutschland und die Religion im Allgemeinen. Brandaktuelle Kernpunkte, jahrhundertealte Theorien, und ein lückenloser und faszinierender Bericht über die zweitgrößte Religion der Welt und deren Predigten in Deutschlands Moscheen. Ich bewundere Sie, Herr Schreiber!

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  • Gehört der Islam wirklich zu Deutschland?

    Inside Islam

    seschat

    09. April 2017 um 15:10

    Das Sachbuch des Islamkenners und Tagesschau-Journalisten Constantin Schreiber steht zurzeit auf der SPIEGEL-Bestsellerliste und das zu Recht. In „Inside Islam“ bekommt der interessierte Leser einen Einblick in die Welt der deutschen Moscheen. Die genaue Anzahl der islamischen Gotteshäuser in Deutschland kann nicht einmal der deutsche Verfassungsschutz angeben, weil es einerseits keine verbindliche Liste gibt und sich andererseits einige Moscheen in unscheinbaren Gebäuden und damit im Geheimen befinden. Was man allerdings weiß, dass es ca. 4 Millionen Muslime in Deutschland gibt. Als Nahostexperte spricht Constantin Schneider fließend Arabisch, was ihm bei seiner achtmonatigen Recherchereise durch Deutschland eigentlich zum Vorteil gereichen sollte – tut es aber nicht. Denn die Imame der besuchten Moscheen in Berlin, Leipzig, Magdeburg und Karlsruhe sind wenig auskunftsfreudig. Gern vertrösten sie den engagierten Journalisten auf später – doch wann wird dieses Später wohl sein? Darüber hinaus beherrschte nur ein einziger der befragten Prediger die deutsche Sprache so gut, dass er auf Deutsch interviewt werden konnte. Die Mehrheit lebt zwar seit Jahren in Deutschland, aber predigt in Arabisch oder Türkisch. Nichtsdestotrotz ließ sich Schneider nicht entmutigen und befragte anstelle der Prediger renommierte Islamforscher – so viel zum Thema, es gäbe einen Dialog der Religionen…Im Fokus des informativen wie interessamten Sachbuchs stehen die Freitagsgebete in deutschen Moscheen. Der Autor hat zig dieser religiösen Veranstaltungen besucht, um sich ein Bild des Islams in Deutschland zu machen. Doch der Islam ist alles andere als eine glasklare Angelegenheit. Die verschiedenen Konfessionen (Sunniten, Schiiten, Aleviten etc.) gehen mit verschiedenen Ansichten und Schwerpunkten einher. Eines war allerdings bei allen Predigten, denen der Autor, gelauscht hat gemein, sie beschreiben Deutschland als gefährlichen und freiheitlichen Staat, vom dem man sich als Muslim eher abkapseln und so den Islam in der Welt verbreiten sollte. Ich sehe diese negativen Tendenzen kritisch und plädiere auf einen offenen Dialog. Doch wie soll es zu einem solchen kommen, wenn nicht einmal Imame bereit sind, ihre Lehre bzw. Predigt der Presse oder den interessierten Deutschen zu erklären?FAZITEin spannendes Sachbuch, das die Ohnmacht des deutschen Staates vor der Wirkmacht des Islam offenbart und zeigt, dass sich das Phänomen der Parallelgesellschaften nicht nur auf Berlin beschränkt.

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