Böse Samariter

von Constanze Dennig 
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Böse Samariter
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Ein Feuerwerk zu Silvester mit weit reichenden Folgen - Alma Liebekinds dritter Fall

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Inhaltsangabe zu "Böse Samariter"

Alma Liebekind: Sigmund Freud trifft Sex and the City
Die toughe Psychiaterin Alma Liebekind hat in allen Bereichen die Hosen an: Sie ist im besten Alter und führt eine erfolgreiche Praxis in Wien Alsergrund. Die Nächte lässt sich die schlagfertige Lady von ihrem knackigen Toyboy Michael versüßen. Alma hat nur ein Problem: Sie ist notorisch neugierig. Mit Vorliebe mischt sich die Wienerin in die Kriminalfälle ihrer befreundeten Kommissarin Erika ein. Als dann zu Silvester nach dem Erklingen der Pummerin und dem Knallen der Korken vor ihren Augen ein Mann stirbt, sieht Alma ihre große Chance gekommen: Zusammen mit Michael und ihrer anhänglichen Mutter begibt sie sich auf Verbrecherjagd in Wien …

Ermittlungen in Wien: Alma Liebekind hat den psychologischen Röntgenblick
Eine erste Verdächtige im Mordfall Beat Barkes ist rasch gefunden: Seine Ex-Frau soll ihn umgebracht haben. Diese Lösung ist Alma zu einfach. Schnell wird klar: Hinter dem Schein des Ermordeten verbirgt sich mehr als der hilfsbereite Krankenpfleger, der er vorgab zu sein. Beat Barkes bewegte sich vor seinem Tod nämlich im Umfeld eines dubiosen Sterbehilfevereins, der sich das Wohlergehen seiner unheilbar kranken Schützlinge auf die Fahnen geschrieben hat. Aber meinen es die Mitglieder wirklich so gut? Oder ist alles nur ein mörderisches Unternehmen, um an Geld zu kommen? Alma Liebekind lässt nicht locker. Droht ihr psychologischer Spürsinn sie am Ende etwa geradewegs in eine gefährliche Falle zu führen?

Blick in die Verbrecherseele: abgründig coole Krimi-Spannung in Wien
Constanze Dennig - selbst Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie - bringt das Wien von heute auf die Couch: Mit psychiatrischem Fingerspitzengefühl, einer gehörigen Prise Pfeffer und einem Sahnehäubchen aus Drama schickt sie Alma Liebekind in Wien auf Mördersuche. Von der Leopoldstadt bis in den Alsergrund, vom Stephansplatz bis zum Naschmarkt durchleuchtet die resolute Alma kriminelle Seelen: Eine spannende Ermittlungstour durch die österreichische Hauptstadt!

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"Cooler Wien-Krimi: Constanze Dennig verbindet die Lust an der Spannung mit der Faszination für die Psyche."
(Leserstimme)

"Eine Psychiaterin mit Schlagkraft ermittelt in Wien: Abseits von Sisi, Franz Joseph & Co. tut sich ja doch noch einiges in der österreichischen Hauptstadt. Ein spannender Krimi mit interessantem Einblick in das Seelenleben!"
(Leserstimme)

"Alma Liebekind ist die coolste weibliche Ermittlerfigur seit Langem!"
(Leserstimme)
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Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783709978924
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:336 Seiten
Verlag:Haymon Verlag
Erscheinungsdatum:25.08.2017

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    Bellis-Perenniss avatar
    Bellis-Perennisvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein Feuerwerk zu Silvester mit weit reichenden Folgen - Alma Liebekinds dritter Fall
    Wo eine Leiche ist, ist Alma nicht weit ....

    Der nunmehr dritte Krimi mit Alma Liebekind-Spanneck beginnt mit einer Explosion auf einer Dachterrasse in der Wiener Leopoldstadt, mitten in der Silvesternacht. Natürlich ist die gute Alma Liebekind wieder in unmittelbarer Nähe des Tatorts.

    Das Opfer, ein Schweizer, überlebt die Explosion nicht. Wie schon in den beiden früheren Krimis („Abgetaucht“ und „Eingespritzt“) steckt Alma ihre Nase, zum Leidwesen ihrer Freundin Erika, der Polizistin, in die Ermittlungen hinein.
    Schon bald stößt Alma auf einen dubiosen Verein, der todkranken Menschen Sterbehilfe aufdrängt. Auch das Silvesteropfer war in die Machenschaften dieses Vereins verwickelt. Es wird nicht die einzige Leiche bleiben …

    Wie schon in den Vorgängern nervt Almas Mutter gewaltig, doch diesmal schreibt ihr die Autorin eine tragende Rolle auf den Leib: Sie mimt eine Sterbenskranke und gerät in einen gefährlichen Sog.

    Das ist allerdings nicht die einzige Sorge, mit der sich Alma herumschlägt: Erika ist ob Almas Einmischungen ernsthaft verstimmt, Liebhaber Michelangelo erweist sich als tendenziell lebensunfähig und plötzlich taucht Kajetan V. Spanneck, Almas verstorben geglaubter Vater, aus der Versenkung auf und zu allem Überfluss, glaubt Alma, schwanger zu sein. 


    Ein Kind gemeinsam mit Michelangelo aufzuziehen? Eine wahre Horrorvorstellung für Alma, denn 


    "Ein gemeinsames Baby würde bei ihm erfrieren, verdursten, ertrinken, unter den Tisch fallen und als verhungerte Mumie in einem Schuhkarton landen."


    Meine Meinung:

    Constanze Dennig ist wieder ein toller Wien-Krimi gelungen. Diesmal spielt die Geschichte zum großen Teil im zweiten Bezirk, der Leopoldstadt. Ich habe dort rund 20 Jahre gewohnt. Gerne bin ich mit Alma durch die Blumauergasse und die Zirkusgasse (dort bin ich ins Gym gegangen) zum Galaxy-Tower auf der Praterstraße gelaufen.

    Die Freundschaft zwischen Alma und Erika ist diesmal großen Belastungen ausgesetzt, hat doch Erika den Pathologen Dr. Manfred Machel von Alma “volléy” (also fliegend) übernommen, obwohl er von Almas Mutter als passender Schwiegersohn angesehen wird. Doch auch die Ermittlungen Almas gehen der Polizistin gehörig auf die Nerven. Da hilft es nichts, dass sie einige gute Lösungsansätze herausarbeitet.

    Sterbehilfe ist ein ernstes Thema. In Österreich verboten, doch immer wieder entbrennen Diskussionen darüber. Deshalb können so dubiose Vereine, wie der im Krimi beschriebene ihr Unwesen treiben.
    Der Showdown auf Guernsey ist mir ein Haucherl zu Effekt haschend.

    Nach dem Auftauchen von Kajetan V. Spanneck entspannt sich vielleicht Almas Mutter ein wenig und lässt ihrer Tochter mehr Freiraum. Bin daher auf den nächsten Band gespannt, ob sich Almas Albtraum erfüllt.


    Fazit:

    Ein leicht und flüssig lesbarer Wien-Krimi, der mit viel Lokalkolorit aufwarten kann. Gerne gebe ich vier Punkte.

    Kommentare: 1
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    awogflis avatar
    awogflivor einem Jahr
    Wiener Sterbenachhelfer

    Dieser Wien-Krimi der Psychiaterin und Neurologin Constanze Demming hat mir zu Beginn ausnehmend gut gefallen. Er entspricht zwar der offensichtlich notwendigen Anpassung an das weibliche Zielpublikum durch die unabdinglichen Sex- und Liebesszenen, aber oh Wunder, ich fühlte mich ausnahmsweise so gar nicht abgestoßen, da die Autorin ungewöhnlich innovativ in der Damenhöschenabteilung operiert 😜.

    Anstatt der von mir so verachteten romantischen Schmachtfetzen inklusive Herzschmerz, Märchenprinzsyndrom und weichen Knien, werden dem Leser realistische, recht lapidare, teilweise sehr ironische Sexszenen – ein bisserl satirischer Porno à la Bum Zack – serviert. Zuzüglich Frauen-Geschichten, die eben nicht romantisch, sondern aus dem Leben gegriffen sind: Sex, ein total schlampiger Künstlerliebhaber, der zu sonst nix taugt, das Aufwachen in seiner siffigen Wohnung, in der es wie bei den Sioux unterm Sofa aussieht, die Angst vor einer ungewollten Schwangerschaft …

    Das Begehren blockiert alle anderen Empfindungen. Wie sonst würde ich mich nackt in einer schlecht beheizten Wohnung auf das Sofa werfen, um mich von einem anderen Körper halbherzig bedecken zu lassen?

    Ein gemeinsames Baby würde bei ihm erfrieren, verdursten, ertrinken, unter den Tisch fallen und als verhungerte Mumie in einem Schuhkarton landen.

    Auch sonst spart die Autorin nicht mit Selbstironie und gutem Sprachwitz wenn sie die Wiener Schicki-Micki Gesellschaft, den Umgang mit dem Tod und die Abnabelungsprobleme der Protagonistin von Mutti pointiert, psychologisch seziert aufs Papier bringt. Sie brachte mir sogar neue Wörter bei: Zum Beispiel das früher in Tirol, Salzburg und Kärnten übliche Ahnlvertilgen durch das seinerzeit mit Hüttrach (Arsenik) die Pensions-Problematik sehr flugs und effizient erledigt wurde. Heute erzielt man dasselbe Ergebnis österreichweit mit der Überdosierung des Diabetesmedikaments – man erzeugt einen Hypo und betet einen Rosenkranz 😜

    Die "Natur" ist der einzig wirkliche Massenmörder. Es ist unbegreiflich, dass gläubige Menschen einen Gott verehren, der ein System erschaffen hat, das nur zum Ziel hat, das Erschaffene wieder zu zerstören.[...] Alle Religionen dienen nur dazu, den Menschen die Angst vor dem Sterben zu nehmen, indem sie ihnen ein weiteres Leben versprechen, ohne es einhalten zu können. Ein Betrug der tadellos funktioniert.

    Im Krimiplot geht es um einen dubiosen Sterbehilfeverein, der seine alternden siechen Mitglieder vor allem im gehobenen Kunst-Milieu akquiriert. Kann möglicherweise irgendjemand das Unausweichliche nicht abwarten und entleibt mehrere Mitglieder vorzeitig, um die nicht unerheblichen Mitgliedsbeiträge in Form von Erbschaften und Gebühren schneller zu verwerten? Oder sind die unheilbar Kranken doch freiwillig aus dem Leben geschieden, also die Tötung war auf Verlangen, ein humanitärer Akt, der auch im Sinne der Vereinsstatuten durchgeführt wurde? Das ist die Elferfrage, die die Psychiaterin Alma Liebekind, in Konkurrenz und auch noch in Form einer unzulässigen und ungesetzlichen Einmischung zu ihrer besten Freundin, der Kriminalkommissarin Erika Sacherl lösen möchte. Der Konflikt zwischen den beiden Damen, in dem sich die Psychiaterin permanent hinterrücks in die beruflichen Agenden der Polizistin einmischt, ist zu Beginn höchst vergnüglich, nervt aber dann gegen Ende ein bisschen, da Alma gar so unverbesserlich nicht einsehen will, dass für manche Aufgaben dilettierende Amateure einfach nicht geeignet sind.

    Am Ende wird zu Gunsten eines effektheischerischen Show-Downs à la Dan Brown auf der Kanalinsel Guernsey viel zu sehr auf den Krimiplot und auf die ausführliche Erklärung der Motivlage verzichtet. Die Täter kristallisieren sich zwar relativ klar und auch teilweise leicht durchschaubar heraus, aber das Ganze wird erstens zu viel zu überhastet im Telegrammstil dargelegt und zweitens gibt mir zumindest ein schlampig präsentiertes, an den Haaren herbeigezogenes Motiv tatsächlich psychologische Rätsel auf. Da erwarte ich mir einfach von der Autorin Constanze Demming als Fachfrau und Psychiaterin, die ja eigentlich Spezialistin auf diesem Gebiet sein sollte, viel mehr Beschreibung und Expertise. Mehr Details kann ich zu dieser Angelegenheit leider nicht genauer ausführen, denn sonst müsste ich ausgiebig spoilern. Aus diesem Grund, und da bin ich immer sehr streng, stürzte der ansonsten sprachlich und inhaltlich gut gemachte witzige Krimi doch noch letztendlich von vier Sternen auf drei Sterne ab.

    Fazit: Gut gemachter, humorvoller Kriminalroman - qualitätsmäßig über dem Durchschnitt mit einem bedauerlicherweise schlampig konzipierten Ende.

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