Constanze Kurz , Frank Rieger Arbeitsfrei

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Inhaltsangabe zu „Arbeitsfrei“ von Constanze Kurz

Was kommt nach den Maschinen? Wie werden wir morgen arbeiten? Diese Frage bewegt immer mehr Menschen, und doch wissen wir viel zu wenig darüber, wie die Arbeitswelt heute und in Zukunft tatsächlich aussieht. Das archaischste und ursprünglichste aller Lebensmittel, unser Brot, kann als Paradebeispiel für Automatisierung gelten. Hier zeigen sich viele Mechanismen und Technologiewellen, die in anderen Branchen erst noch kommen werden. Von der industriellen Landwirtschaft über die Produktion der Landmaschinen, die Backfabriken bis zur durchdigitalisierten Lieferlogistik – Menschen spielen dabei eine immer untergeordnetere Rolle. Wenn die Maschinerie läuft und den Takt vorgibt, sind sie nur noch Handlanger in Niedriglohnberufen. Welche Umbrüche und Verwerfungen kommen auf uns zu? Sind wir Menschen zwangsläufig die Verlierer in der Maschinenwelt, oder haben wir die Chance, neue, positive Lebensbedingungen zu gestalten?

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  • Automatisierung – Segen oder Fluch?

    Arbeitsfrei
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    04. November 2013 um 11:53

      Immer schon schwang im Fortschreiten des technischen Fortschrittes auch der Gedanke von „Zeitersparnis für den Menschen“ mit. Der „Erleichterung des Alltages“. Des „Hinwegnehmens“ von belastender, dreckiger und gefährlicher Arbeit. Neben, natürlich und vor allem, den ureigensten Interessen der Herstellung, Güter effizient und kostengünstig zu erzeugen.   Die Geschwindigkeit nun aber des technischen Fortschrittes und dessen Vernetzung nimmt rapide und sich potenzierend zu, wie Kurz und Rieger auch in „Die Datenfresser“ bereits ausführlich dargelegt haben. Gleichzeitig wird in technisch hochentwickelten Ländern deutlich, dass damit einher ein rapider Abbau an „einfachen“ Arbeitsplätzen geht. Manche Fertigungshallen sind mittlerweile fast, teilweise ganz menschenleer.   Die Frage, wie diese technologischen Umbrüche bewältigt werden können setzen Kurz und Rieger als Kernfrage der Gegenwart und damit auch dieses Buches und benennen den Begriff „Fairnis“ als Schlüsselbegriff für eine gelingende Zukunft in Bezug auf Automatisierung und Arbeit.   Was bleibt dem Menschen (nicht nur finanziell, auch innerlich und inhaltlich), wenn der „produktive Faktor der Arbeit“ ihm mehr und mehr entfällt? Wenn die Vision von „Maschinen, die uns die Arbeit abnehmen“ noch weiter und konsequenter vorangehen wird?   Der  Rückblick in die jüngere Vergangenheit am Beispiel der Broterzeugung führt im Buch auf die ersten Spuren einer möglichen, konstruktiven kommenden Entwicklung. Sehr interessant gerade in diesem breiten Überblick ist hier die Realität gegenwärtiger Agrartechnik zu lesen. Die dann, logisch aufgebaut, sich in einen fundierten blick auf das moderne Transportwesen erweitert und weitere Kernbereiche der Technik erweitert.   Die Gegenwart ist somit im Bereich der vernetzen Automatisierung weit fortgeschritten. Wie aber sieht die Zukunft aus? In Bezug auf Robotik, automatisch fahrenden Autos, Telepräsenzsysteme, Drohnen? Durchweg spannend zu lesen ist es, was auf der Basis aktueller technischer Möglichkeiten schon in näher Zukunft Realität werden kann (und werden wird). Bis hin zu einem (noch wie Science-Fiction wirkenden) Ausblick auf die „Übernahme geistiger Tätigkeiten“ durch Maschinen.   Mit übrigens allen Folgen auch an Verlust des Wissens. Ein wichtiger Gedanke, den Kurz und Rieger im Buch aufgreifen, ein Ursache-Wirkung System, innerhalb dessen durch eine „Degradierung“ des Menschen zu einem „Bedienungsfaktor“ auch angestammtes Fachwissen verloren geht, da es im Alltag nicht mehr benötigt wird, wenn die Maschinen diese „Fach-Funktionen“ übernehmen.   Der  Mensch „befindet sich an vielen Orten bereits im direkten Konkurrenzkampf mit den Maschinen“, so konstatieren es die Autoren in ihrem Resümee. Und doch bieten Kurz und Rieger, wie gewohnt, immer den konstruktiven Blick in die Zukunft mit. Denn auch das stimmt und kann mehr und mehr eintreten, dass der Mensch „freier wird für interessantere und schöpferische Arbeit“. Auch wenn das aktuell ein stückweit utopisch klingen mag, man muss den Autoren darin zustimmen, dass nur in dieser Richtung eine Entwicklung liegen kann. Wenn eine „im besten Sinne faire Ersetzung des Menschen durch Maschinen“ auch politisch umgesetzt und wirtschaftlich überlegt zum Tragen kommt.   Ein fundiertes und sehr interessantes Buch zur Zukunft des Verhältnisses zwischen Mensch und Technik.

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