Das Erbe von Carreg Cottage

von Constanze Wilken 
4,4 Sterne bei58 Bewertungen
Das Erbe von Carreg Cottage
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Eine spannende Geschichte aus Vergangenheit und Gegenwart

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spannend, etwas mystisch, komplexe Geschichte und ein schöner Schreibstil

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Inhaltsangabe zu "Das Erbe von Carreg Cottage"

Die 35-jährige Lili Gray steht vor dem Nichts, als sie ihr Café in einem kleinen schottischen Küstenort schließen muss. Doch dann vermacht ihr ein Unbekannter ein altes Haus auf der Halbinsel Llyn in Nordwales. Die leicht verfallene Pilgerraststätte und der Garten an den Klippen ziehen Lili sofort in ihren Bann. Von dort blickt sie auf die Insel Bardsey, die eine unerklärliche Faszination auf sie ausübt. Aber Lilis Anwesenheit scheint jemanden zu stören, und die junge Frau ahnt nicht, wie sehr die Geschichte des Pilgerortes mit ihrer eigenen – und der des unbekannten Gönners verbunden ist ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442484768
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:384 Seiten
Verlag:Goldmann
Erscheinungsdatum:13.02.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Zeilenspringerchenvor einem Monat
    Kurzmeinung: Eine spannende Geschichte aus Vergangenheit und Gegenwart
    Ein fesselnde Roman von zwei Frauen und ihren Schicksalen

    Nach dem spannenden Einstieg in die Geschichte wollte ich unbedingt wissen, wie es mit Lileas/ Meara weitergeht.

    Es wird abwechselnd aus ihrer Situation in der Vergangenheit und der von Lilian Gray in der Gegenwart erzählt.

    Ich muss zugeben, dass mich die Geschichte aus der Vergangenheit mehr gefesselt hat und ich Lilians Abschnitte in der Gegenwart sehr ungeduldig las.
    Das Buch war aber durchweg spannend und so habe ich es in einem Rutsch verschlungen.

    Das Ende fand ich allerdings etwas unbefriedigend, auch wenn die Geschichten der beiden Frauen zusammenführt werden.

    Der Held war mir nämlich zu dauerleidend und ergeben in ständige Schmerzen und Verletzungen. Ich hätte mir gewünscht, dass er an der Seite der starken Heldin nicht nur immer das Opfer gewesen wäre.

    Trotzdem war die ganze Geschichte toll zu lesen und wie ein Eintauchen in die damalige Zeit. Alles wirkte sehr authentisch und es hat mir Spaß gemacht zu lesen.

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    Tessa22s avatar
    Tessa22vor 6 Monaten
    ein kluges tiefsinniges Buch, das mich berührt hat

    Kann es gelingen, zwei so weit voneinander entfernte Zeitebenen (Gegenwart und 7. Jhd) spannend zu verbinden? Es kann - wie dieser Roman beweist. Ich mag Bücher, die mir Raum für eigene Gedanken geben, die sperrige aber interessante Charaktere haben und das fand ich hier.


    In der Gegenwart lernen wir Lilian, eine junge Schottin mit einer bewegten, recht wurzellosen Vergangenheit kennen. Sie war mir auf Anhieb sympathisch. Was soll sie mit diesem unverhofften Erbe, einem alten Cottage auf einer einsamen Halbinsel in Wales anfangen? Wo ist der Haken? Lilian und ihr Begleiter, der Terrier Fizz, raufen sich in ihrem neuen zu Hause zusammen, lernen die Bewohner der Umgebung kennen und finden langsam neue Freunde. All das geschieht behutsam.

    Ganz nebenbei taucht Lilian immer tiefer in die geheimnisvolle Vergangenheit ihrer Familiengeschichte ein. Und diese ist natürlich - mit dem Leben der Druidentochter Meara/Lileas aus dem 7. Jhd verbunden. Der Teil in der Vergangenheit hat mich begeistert! Hier merkt man die fundierte Recherche der Autorin. Ich fand es sehr spannend etwas über die ersten Christen in Wales zu erfahren. Was wurde damals aus den Druiden? Sehr schön verknüpft die Autorin die Glaubensproblematik, die Intoleranz der neuen Herrscher mit dem Schicksal einer Druidentochter und dem von einem jungen Mönch. Das ging mir sehr nahe. 

    Beide Geschichten sind so spannend geschrieben, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Ich mochte Lilian, Marcus und die Pfarrersfrau, Cherry. Und ich habe mit Meara und Cadeyrn gelitten und gehofft. Meara ist der Natur nahe, auch das gefiel mir sehr gut. Was für eine tragische Geschichte. Alle Fäden werden am Ende zusammengeführt und in einem furiosen tränenreichen Finale aufgelöst. 
    Und wie in den anderen Walesromanen der Autorin auch spürt man die Liebe zum Land, die Beschreibungen der Landschaft und der Orte sind gelungen und man hat gleich Sehnsucht nach Wales. 

    Ein besonderes Buch über die Liebe in allen Zeiten, über Toleranz und Verrat - das Leben eben. Lesen.

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    Steffi_the_bookworms avatar
    Steffi_the_bookwormvor 6 Monaten
    Langweilig

    Eine Geschichte, die heute spielt und eine Geschichte, die um 615 zu der Zeit der Druiden spielt.

    Dies klang für mich nach einer sehr spannenden Ausgangssituation, aber bereits das erste Kapitel im Jahr 615 konnte mich nicht überzeugen. Ich weiß nicht, ob es an dem Erzählstil lag, aber für mich kam da überhaupt keine Atmosphäre auf und auch bei den weiteren Einblenden konnte mich die Geschichte einfach nicht packen.

    Die Geschichte in der heutigen Zeit fand ich zu Beginn sehr interessant und habe sie wirklich gerne gelesen. Aber auch diese hat mich irgendwann verloren, weil es einfach nicht voranging und so gut wie nichts passiert ist. Dazu kommt, dass ich Lilian total unsympathisch fand. Sie war mürrisch und ihre Art komplett distanziert.

    Ich war daher am Ende einfach froh, dass ich das Buch hinter mir hatte. Dies ist nun das zweite Buch der Autorin, das mich nicht überzeugen konnte, vielleicht sollte ich zukünftig die Finger von ihren Büchern lassen.

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    Streiflichtvor 7 Monaten
    Geschichte in spannender Form

    Nachdem ich „Sturm über dem Meer“ voller Begeisterung gelesen hatte, war ich sehr neugierig auf dieses Buch. Auch diesem Roman merkt man wieder an, dass die Autorin Constanze Wilken sich sehr für Geschichte interessiert. Gut recherchiert und liebevoll und authentisch beschrieben, macht es Spaß, mit ihr in die Historie abzutauchen. Gut gefallen hat mir, dass zwei Geschichten parallel erzählt werden, die dann am Ende natürlich zusammenhängen. Beiden Geschichten fand ich sehr interessant, die von Meara im 7. Jahrhundert hat mich aber noch mehr fasziniert. Sie ist eine total spannende Frau, die mich wirklich begeistert und in ihren Bann gezogen hat.

    Es war schön zu sehen, wie sich die beiden Zeitebenen immer mehr verdrillten und am Ende eine Verbindung da war. Sowohl Lilian als auch Meara sind starke Frauen, die allen Widrigkeiten trotzen und ihren Weg gehen.

    Constanze Wilkens Schreibweise nimmt den Leser mit in die Welt der beiden Frauen, die so verschieden und doch so ähnlich sind. Sie erzählt so eindrücklich, dass man den Wind spürt und das Meer zu riechen glaubt. Gleichzeitig war ich fasziniert von der fremden Welt im Wales des 7. Jahrhunderts. Ich freue mich schon darauf, den nächsten Roman von dieser wunderbaren Autorin zu lesen.

     

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    davidos avatar
    davidovor 9 Monaten
    ungewöhnlich, tiefgehend, spannend

    Ein Roman, der mich berührt und lange nicht losgelassen hat. Schön geschrieben und das Thema war neu und interessant für mich.
    Auf zwei Zeitebenen erzählt die Autorin von zwei Frauenschicksalen - Lilian erbt in der Gegenwart ein Cottage auf der Halbinsel Llŷn und bringt eine Menge eigene Probleme mit sich. Meara ist die Tochter eines Druidin und nimmt den Leser mit ins 7. Jahrhundert auf eben jene Halbinsel im Norden von Wales. Mir hat sehr gut gefallen, wie hier Gegenwart und Vergangenheit verknüpft und im Laufe der Ereignisse immer enger miteinander verflochten wurden. 


    Zwei starke Frauen gehen ihren Weg und man erfährt viel über die Geschichte von Wales. Aber das auf so unterhaltsame und spannende Weise, dass ich über die zungenbrecherischen walisischen Namen hinweglesen konnte. Am Anfang werden Fragen aufgeworfen - wer vererbt Lilian das Cottage? Was hat es mit der Geschichte des alten Pilgerhauses auf sich? Wer war die Druidentochter Meara und was wird aus ihr und dem jungen Mönch Cadeyrn? 
    Im 7. Jahrhundert kamen erste christliche Mönche nach Wales und der alte Glaube traf auf den Neuen - das wird sehr plastisch dargestellt und man spürt die detaillierte Recherche. 


    Ein Roman, in dem es um die Fragen des Lebens geht, der nachdenklich macht und mir die Natur der walisischen Küste vor Augen gestellt hat. 
    Mit feiner Feder webt die Autorin eine dichte, kluge Geschichte. Lesenswert!

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    BooksAndFilmsByPatchs avatar
    BooksAndFilmsByPatchvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein Buch mit Schwächen, aber durchaus lesenswert.
    Meine Zwiespältigkeit macht sich in der Rezension bemerkbar...


    » INHALT «

    Die 35-jährige Lili Gray steht vor dem Nichts, als sie ihr Café in einem kleinen schottischen Küstenort schließen muss. Doch dann vermacht ihr ein Unbekannter ein altes Haus auf der Halbinsel Llyn in Nordwales. Die leicht verfallene Pilgerraststätte und der Garten an den Klippen ziehen Lili sofort in ihren Bann. Von dort blickt sie auf die Insel Bardsey, die eine unerklärliche Faszination auf sie ausübt. Aber Lilis Anwesenheit scheint jemanden zu stören, und die junge Frau ahnt nicht, wie sehr die Geschichte des Pilgerortes mit ihrer eigenen – und der des unbekannten Gönners verbunden ist ...

    » MEINE MEINUNG «

    Dieses Buch stand auf meiner Wunschliste extrem weit oben, und zwar ab genau dem Zeitpunkt, ab dem ich wusste, dass es erscheinen wird. Mir stand der Sinn total nach einer historischen Geschichte und dann noch in Kombination mit einem uralten Geheimnis, das es zu lüften gilt? Bingo - genau mein Ding! Ich hab dann bewusst noch etwas gewartet bis die Herbst-Stimmung dank bescheidenem Wetter perfekt war und hab mich direkt ins Geschehen gestürzt. An dieser Stelle nochmal größten Dank an den Goldmann-Verlag, für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars. Nun kommen wir aber endlich zu meiner Meinung:

    Am Anfang war ich ganz schön überrascht; das muss ich zugeben. Dass es historisch ist, war ja klar, doch dass ich dann auf das Jahr 618 treffe, war doch nicht zu erwarten. Es war auch mein erstes Buch, das so früh spielt, wodurch ich einige Zeit gebraucht habe um mich mit den damaligen Begebenheiten und vor allem den sehr eigenen Namen anzufreunden und da richtig durchzusteigen. Als ich dann aber an alles gewöhnt war, kam ich gut voran und konnte, zwar erst nach einigen Seiten, aber immerhin, auch mitfühlen und stieß auf sehr interessante Aspekte. Gerade dass die beiden Zeitebenen beide in den Einstieg integriert wurden, machte es mir etwas leichter. Kurz gesagt. Der Einstieg war also nicht ganz so simpel wie ich es aus meinen Jugendbüchern gewöhnt bin, aber da ich damit gerechnet hatte, ist es zu verschmerzen.
      
    Den Charakteren stehe ich zwiegespalten gegenüber. Ich fand Meara, die Protagonistin von damals um so vieles echter und glaubhafter als Lili und auch viel interessanter und realistischer in Szene gesetzt. Meara war mir sehr sympathisch und ich habe mich stets gefreut, wenn die Kapitel wieder ihr gewidmet wurden. Ihr einfaches Leben und ihr außergewöhnlicher Beruf machten sie zu einer tollen Persönlichkeit und einer noch tolleren Buchfigur. Lili hingegen war mir zu distanziert und nicht immer ganz nachvollziehbar. Da spreche ich nämlich auf ihre Gefühlswelt an. Über 300 Seiten wird deutlich, dass sie für einen bestimmten Charakter schwärmt, dann aber plötzlich jegliche Empfindungen über Bord wirft und so ganz anders handelt, als man annehmen sollte. Für mich war aber nicht nur das ein Punkt, der mir nicht ganz einleuchten wollte, sondern auch die teilweise recht emotionslosen Reaktionen, die sie an den Tag legt. Ja, sie hatte durch ihre schwere, recht ausführlich dargestellte Vergangenheit allen Grund für Skepsis, aber für mich reichte das als Erklärung nicht aus. Wo andere (ich zum Beispiel) vor Angst gestorben wären, zuckt sie nur mit den Schultern - so als Beispiel. Ich kann und will da nicht näher eingehen, aber es fiel mir einfach schwer, sie wirklich lieb zu gewinnen. Klar, auch sie sammelte einige Sympathie-Punkte, gerade wie unglaublich liebevoll sie mit ihrem Hund Fizz umging,oder wie herzlich sie gegenüber Sarah war. Das zeugte schon davon, dass sie ihr Herz am rechten Fleck trug, aber es reichte einfach nicht aus, um mich für sich zu gewinnen. Nichts desto trotz durchlebte ich die Geschichte doch gern mit ihr, wenngleich mir, wie schon erwähnt, Meara die bessere Freundin wurde.
    Die Nebenfiguren dagegen fand ich wieder toll. Wir treffen hier auf die unterschiedlichsten Persönlichkeiten; von der gläubigen Großmutter bishin zur quirligen Studentin ist wirklich alles vertreten und es macht einfach Spaß, ihnen allen immer mal wieder über den Weg zu laufen und ihren Dialogen zu folgen. 

    Constanze Wilken war mir natürlich von Anfang an ein Begriff. Nach einigen großen Lobeshymnen bei Youtube und auf anderen Blogs war ich tierisch neugierig, ob diese Autorin mich genau so begeistern kann, wie viele andere. Jetzt kann ich sagen: ja, sie kann! Ihr Stil ist sehr bildhaft und detailliert, ohne dabei langweilig zu werden. Ich hatte während all den 480 Seiten ein klares Bild vor meinem inneren Auge und konnte mir auch die damaligen Dörfer, Häuser und Landschaften sehr gut vorstellen. Die gewählte Sprache passte unglaublich gut zur damaligen Zeit und wirkte glaubwürdig und echt. Doch auch die heutige Zeitebene gefiel mir sowohl sprachlich wie auch stiltechnisch sehr gelungen. Ich bin auf jeden Fall überzeugt davon, noch mehr von ihr zu lesen!

    Die Grund-Idee besteht durch die beiden Zeitebenen aus zwei Strängen, die später, gen Ende hin dann immer mehr miteinander verwoben werden und schließlich zusammenlaufen. Natürlich gibt es immer mal wieder kleine Nebenflüsse, die später dann natürlich auch zur Auflösung beitragen. Einmal erfahren wir eine Menge über die Begebenheiten aus der Zeit rund um den Glaubenskrieg aus der Zeit rund um 618. Ich bin ja immer offen für solche Geschichten, zumal sie meist eine Menge Spannung und vor allem auch Brutalität mitbringen; so auch hier. Letzteres hält sich zwar in Grenzen, doch ganz ohne geht es auch hier nicht. Die gesamte Geschichte rund um Meara fand ich einfach sehr einfallsreich und zeugt von ordentlich Recherche. Auch dass eine völlig normale, unbeteiligte Person die Hauptrolle spielt, fand ich gut gewählt, denn fiebert man mit den Unschuldigen grundsätzlich mehr mit, wenn sie in solch Kriege hinein gezogen werden, obwohl sie nichts damit zu tun haben - zumindest ergeht es mir so.
    Die heutige Zeitebene mit Lili fand ich dagegen irgendwie nicht besonders spannend. Ich hatte eher das Gefühl, die Geschichte rund um die Erbin von Carreg Cottage käme vom Inhalt her keineswegs an die Ausschweifungen der anderen Zeitebene dran und müsse sich deswegen immer mal wieder im Kreis drehen um gleichauf zu bleiben. Es passiert 2-3x sogar ziemlich genau das selbe und dass Lili darauf beide Male so gleichgültig reagierte, machte die Sache nicht besser. Auch die einzelnen Hinweise, die sie immer mal wieder findet, ermutigten mich nicht, Rückschlüsse zu ziehen, weil sie einfach so nichtssagend blieben und ich nie auch nur den Hauch einer Ahnung hatte, was dahinter steckt. Klar, das große Ganze wurde auch mir schnell klar, aber es gibt ja noch mehr Hintergründe, die mir persönlich nicht genug angedeutet waren. Nichts desto trotz fand ich aber Lili's Bemühungen, mehr über dieses Erbe herauszufinden, gut gewählt und durchaus sinnig. Alles in allem muss ich letztlich dann aber sagen, dass für mich die Auflösung auch nicht das war, was ich mir erhofft hatte. Dieser riesige Wow-Effekt blieb aus und selbst der "Aha-Moment" war mir zu kurz und zu wenig und von zu weit hergeholt.

    » FAZIT «

    "Das Erbe von Carreg Cottage" von Constanze Wilken bescherte mir nur teils das Lesevergnügen, das ich mir erhofft hatte. Es gab einige sehr spannende Momente, es gab eine wundervolle, liebenswerte Protagonistin und es gab interessante und rasante Passagen. Gleichzeitig traf ich aber auch auf eher ruhige, fast langweilige Momente, auf eine Protagonistin, zu der ich keinen Zugang fand und auf eine Auflösung, die mir nicht so zusagte. Dafür war aber der Stil von der Autorin große Klasse, genau so wie die Recherche-Arbeit und die Kreativität, die dahinter steckt - denn egal wie unzufrieden ich auch mit dem Ende war, die eingefädelten Plots waren wahnsinnig gut durchdacht und durchaus spannend verpackt.

    » 3 VON 5 STERNEN «

    Ich vergebe liebgemeinte 3 von 5 Sternen und möchte trotz meiner Kritik eine Lese-Empfehlung aussprechen. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass dieses Buch durchaus was für die Neulinge im historischen Bereich sein könnte. Für mich steht auf jeden Fall fest, dass ich der Autorin noch eine Chance geben möchte und ganz am Rande: 3 Sterne sind über dem Durchschnitt und sind keinesfalls eine schlechte Bewertung.

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    NicolePs avatar
    NicolePvor einem Jahr
    Kurzmeinung: „Das Erbe von Carreg Cottage“ ist ein gelungener Roman, den ich gerne weiterempfehle.
    Das Erbe von Carreg Cottage

    Lili erbt ein altes Pilgerhaus auf der Halbinsel Llyn in Nordwales. Der unbekannte Erblasser möchte, dass sie das renovierungsbedürftige Haus wieder zu einer Pilgerraststätte aufbaut. Genug Geld hat er ihr dazu hinterlassen, wie der Anwalt Lili erläutert. Jedoch scheint nicht jeder über Lilis Anwesenheit erfreut zu sein.

    Ein zweiter Handlungsstrang spielt im Jahr 614. Lileas – später Meara genannt – ist eine Heilerin und die Tochter eines Druiden. Es ist eine gefährliche Zeit, denn der alte Glaube wird nach und nach vom Christentum verdrängt.

    Constanze Wilken beschreibt zwei starke Charaktere. Lili ist auf der Suche nach sich selbst, und Meara muss sich als starke Frau in schweren Zeiten behaupten. Beide Handlungen sind gut ausgearbeitet und lassen sich flüssig lesen. Hilfreich sind die zwei unterschiedlichen Schriftarten, beide gut lesbar und passend zur jeweiligen Zeit.

    Ein Rätsel, welches sich für Lili ergibt, bringt weitere Spannung in diesen Handlungsstrang. Die Heilerin Meara ist sich in diesen unsicheren Zeiten nie sicher, wem sie vertrauen darf. Bald findet sie einen Ort, an dem sie blieben kann. Die Frage ist nur, wie lange.

    Es dauerte ein wenig, in das Buch und die Geschichten hineinzufinden. Doch ist der Leser erst einmal in diesen drin, möchte er das Buch nicht mehr aus der Hand legen. „Das Erbe von Carreg Cottage“ ist ein gelungener Roman, den ich gerne weiterempfehle.

    Weitere Rezensionen gibt es unter www.nicole-plath.de

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    Gartenkobolds avatar
    Gartenkoboldvor einem Jahr
    Kurzmeinung: beeindruckend, spannend und fesselnd
    ein wunderbarer Roman, spannend und eindrucksvoll

    Bewertet mit 5 Sternen

    Klappentext: Die 35-jährige Lili Gray steht vor dem Nichts, als sie ihr Café in einem kleinen schottischen Küstenort schließen muss. Doch dann vermacht ihr ein Unbekannter ein altes Haus auf der Halbinsel Llyn in Nordwales. Die leicht verfallene Pilgerraststätte und der Garten an den Klippen ziehen Lili sofort in ihren Bann. Von dort blickt sie auf die Insel Bardsey, die eine unerklärliche Faszination auf sie ausübt. Aber Lilis Anwesenheit scheint jemanden zu stören, und die junge Frau ahnt nicht, wie sehr die Geschichte des Pilgerortes mit ihrer eigenen – und der des unbekannten Gönners verbunden ist ...

    Das Cover des Romans hat mich sofort angesprochen, ein kleines altes Cottage und daneben ein altes keltisches Kreuz, ein wolkenverhangener Himmel zeichnet ein wenig mystische Stimmung.

    Der Roman teilt sich in zwei verschiedene Handlungsstränge, Vergangenheit und Gegenwart.

    Die Protagonistin der Gegenwart ist Lilian Gray , die ihr geliebtes Café in Schottland schließen musste, als sie ein völlig unerwartetes Erbe erhält: ein ihr unbekannter Mensch hat ihr ein sehr altes Cottage an der walisischen Küste mit Auflagen vermacht. Lilian, die nichts zu verlieren hat, macht sie sich mit ihrem Hund Fizz auf den Weg. Als sie am Cottage ankommt, nehmen das alte Cottage und der Garten, von dem man einen atemraubenden Blick auf die Insel Bardsey hat, sie völlig gefangen. Ynys Enlli, wie sie von den Walisern genannt wird, ist eine heilige Insel, die schon im 6. Jahrhundert als Wallfahrtsort besucht wurde. Sie macht sich mit einheimischen Handwerkern an die Renovierung, nicht ahnend, dass ihre Anwesenheit nicht unbedingt gewünscht ist…

    Im Erzählstrang der Vergangenheit, im Jahre 614 lebt die junge Lileas/Meara in einer kleine Hütte nahe der heiligen Insel Ynys Enlli. Ihre Familie ist von Christen grausam ermordet worden und sie, als Tochter eines Druiden, hilft den Menschen fernab ihres Heimatdorfes mit ihrem Heilwissen .Zu diesem Zeitpunkt versuchen die Christen in Wales, den in ihren Augen heidnischen Glauben und das Anwenden der alten Heilkunst der Kelten zu verbieten und die Kelten zu christianisieren. Lileas muss auf der Hut sein…

    Die beiden Erzählstränge trennen viele Jahrhunderte, doch der Ort, die Halbinsel Llyn, ist das verbindende Element. Und es gibt noch mehr Verbindungen, während Lilian versucht, ihre Familiengeschichte zu ergründen und zu erfahren, warum man ausgerechnet ihr das alte Cottage vermacht hat, trifft Lileas die Liebe ihres Lebens, führt ein sehr schwieriges Leben, immer auf dem Sprung, ihr kleines Cottage verlassen zu müssen, um sich und ihre kleine Tochter vor den christlichen Häschern zu retten…

    Der Roman hat mich von Anfang an gefesselt, denn beide Ebenen sind sehr gelungen miteinander verknüpft, leicht lesbar, flüssig und spannend geschrieben. Die Autorin Constanze Wilken schafft es, eine faszinierende Geschichte zu erzählen, von der Verfolgung andersgläubiger, die zur damaligen Zeit genauso präsent war, wie sie leider heute immer noch ist. Von den Kelten, insbesondere von den Druiden, die damals verfolgt wurden, ist heute leider fast nichts mehr bekannt, da ihr Wissen mündlich überliefert wurde. Gleichzeitig entführt der Roman die Leser nach Wales, in eine atemberaubende Landschaft, die es sicherlich lohnt, mehr zu erfahren.

    Ein spannender Roman mit einem interessanten historischen Kern in einer bildhaften Atmosphäre.

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    dermoerderistimmerdergaertners avatar
    dermoerderistimmerdergaertnervor einem Jahr
    Auf der Suche nach einem uralten Geheimnis

    Inhalt: Die 35-jährige Lilian Gray bekommt von einem Unbekannten ein altes Cottage auf der Halbinsel Llyn in Nordwales vermacht. Das leicht verfallene Haus soll wieder als Pilgerstätte dienen und Lilian gefällt die Idee, das Haus und den verwilderten Garten wieder in Ordnung zu bringen. Aber Lilians Anwesenheit scheint jemandem zu stören. Außerdem hat sie immer wieder unerklärliche Visionen. Dem Geheimnis dieses Ortes will Lilian auf den Grund gehen.
    Meine Meinung: Das Buch ist in zwei Handlungsstränge zu zwei verschiedenen Zeiten, aber am selben Ort, unterteilt. 
    Die Geschichte in der Gegenwart handelt von Lilian, die das Haus renoviert und nach seinem Geheimnis forscht. Die andere Geschichte spielt zu einer mystischen Zeit (von 616 - 619), als es noch Druiden und Feen gab und die Menschen zu heidnischen Göttern beteten. Hier wird von der Druidentochter Lileas, die sich später Meara nennt, und von Cadeyn, einem Mönch und Sohn eines Edelmanns, erzählt. Beide haben auf verschiedene Weise ihre Familien verloren und beide müssen vor ihren Feinden flüchten.
    Was das Lesen sehr erschwert hat, sind die unzähligen walisischen Personen- und Ortsnamen, wie Cadeyn, Fychan, Sessylt, Gwynedd, Ruan ap Boduan oder Caernarfon. Zum Glück gibt es vorne im Buch eine Übersicht der wichtigsten Personen.
    Wie so oft, gefiel mir die Geschichte in der Vergangenheit besser, obwohl ich einige Zeit brauchte, um hineinzufinden. Auch die beiden Protagonisten waren mir wesentlich sympathischer. Lilian dagegen macht es einem nicht so leicht sie zu mögen, oft verhält sie sich stur und eigensinnig.
    Der Schreibstil ist flüssig und sehr bildhaft. Besonders die Beschreibungen der walisischen Landschaft haben mir sehr gut gefallen.
    Fazit: „Das Erbe von Carreg Cottage“ war mein erster Roman von Constanze Wilken und hat mir zwar ganz gut gefallen, mich aber leider nicht vollkommen überzeugt.
    Vielen Dank an das Bloggerportal Random House für dieses Rezensionsexemplar.

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    DarkReaders avatar
    DarkReadervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Mystisch, spannend, richtig gut.
    Und wieder ein gelungenes Buch der Autorin!

    Das war mein viertes Buch von Frau Wilken und wie immer bin ich sehr angetan davon.
    Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen, Vergangenheit und Gegenwart und besonders die Geschichte der Druidentochter Meara ist sehr spannend. Dazu kommt eine große Portion Mystik, wie es sich für einen Roman gehört,der in Großbritannien spielt.
    Der Schreibstil ist flüssig, es ist sehr schwer, das Buch aus der Hand zu legen, wenn man einmal angefangen hat zu lesen. Ich habe das Buch verschlungen, mitgelitten, geliebt, gehasst und mich gefreut mit den sympathischen Protagonisten - die Bösewichte natürlich ausgenommen.
    Kopfkino vom Feinsten wurde mir bei diesem Buch geboten, welches ich wirklich nur empfehlen kann.
    Doch nicht nur die Geschichte der Vergangenheit ist spannend und interessant, auch die in der Gegenwart mochte ich sehr.
    Frau Wilken erdachte hier eine Protagonistin, die ich wirklich sehr mochte und mit der ich gut mitfühlen konnte.
    Alles in allem ein sehr lesenswertes Buch, doch Vorsicht: unterbrechen fast unmöglich!

    Kommentare: 2
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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Constanze Wilkens avatar
    Zum Erscheinen des neuen Walesromans Das Erbe von Carreg Cottage hier der aktuelle Buchtrailer! ET am 13. Februar 2017###YOUTUBE-ID=OOcru5x3ULc###
    Constanze Wilkens avatar
    Letzter Beitrag von  Constanze Wilkenvor 2 Jahren
    Leserunden finden derzeit auf leserunden.de und ein wenig später bei den Büchereulen statt. Aus Zeitgründen kann ich leider momentan keine Leserunde auf Lovelybooks begleiten.
    Zum Thema
    Constanze Wilkens avatar
    Constanze Wilken
    Um euch die Zeit bis zur Leserunde im März zu verkürzen gibt es hier ein kleines Buchrätsel. Zu gewinnen ist ein signiertes Exemplar des aktuellen Romans!
    Um die Frage zu beantworten schaut euch doch die Buchvideos an und lest die Artikel auf Mein Wales. Ich wünsche euch gute Unterhaltung und lasst euch von der besonderen Atmosphäre der Llŷn Halbinsel verzaubern.


    Wie heißt die Bucht gegenüber von Aberdaron, von der aus man mit dem Boot nach Ynys Enlli übersetzt?
    a) Heringsbucht
    b) Hummerbucht
    c) Delphinbucht
    Antwort bitte an: post(at)meinwales(Punkt)de
    Teilnahmebedingungen HIER


    Die richtige Antwort war natürlich die Hummerbucht - die Gewinner wurden unter obigem Link bekanntgegeben. Cheers!




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