Cora Stephan Angela Merkel. Ein Irrtum

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Inhaltsangabe zu „Angela Merkel. Ein Irrtum“ von Cora Stephan

Die große Abrechnung einer enttäuschten Wählerin Angela Merkel ist nach Rot-Grün 2005 die Hoffnungsträgerin der Eliten, weit über das klassische CDU-Spektrum hinaus. Nach einem testosterongeschwängertem Regierungsstil sehnten sich viele nach einer neuen Politik. Angela Merkel machte Hoffnung auf eine Berliner Republik ohne Mackertum und Lagerwahlkampf. Doch welch ein Irrtum: Alles ist beim Alten geblieben. Keine Reformen, nur Stillstand, keine Problemlösungen, nur Parolen. Und deshalb sagt eine, die Angela Merkel einst gewählt hat, heute: „Basta, Frau Merkel!“ und spricht damit vielen aus der Seele.

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  • Rezension zu "Angela Merkel. Ein Irrtum" von Cora Stephan

    Angela Merkel. Ein Irrtum
    bogi

    bogi

    13. October 2011 um 14:20

    Ich konnte das Buch recht zügig lesen, da mich einerseits politisch-gesellschaftlich-geschichtliche Themen fast immer interessieren und andererseits Frau Stephan einen sehr eingängigen teils ja gar pfiffigen Schreibstil hat. Das wars denn aber auch. Wenn ich das Buch einigermassen verstanden habe ist die Autorin enttäuscht als Merkel-Wählerin insbesondere weil Sie sich nicht als dogmatische liberal-bürgerliche Kanzlerin entwickelt hat (in vielen Teilen hat sie das schon) sondern vielmehr dem sozialdemokratisierten Stil treu geblieben ist. Ein Stück weit kann man das sogar nachvollziehen. Ich denke es wäre für Deutschland vorteilhaft wenn wir wieder zu klar und deutlich ausgerichteten Regierungen kämen mit der entsprechend wirklich entgegengesetzt positionierten Opposition. Das ist aber zumindest bei der sogenannten Wunschkoalition gar nicht das Problem. Sie versteht ganz einfach ihr Handwerk nicht. Hier vor allem natürlich die FDP. In dieser Hinsicht fand ich die grosse Koaltion im Regierungsmanagement geradezu perfekt. Wenngleich ich aus oben genannten Gründen diese als absolute Ausnahme ansehe (hoffe ich zumindest). Insoweit finde ich Merkels TINA Stil gar nicht mal so verkehrt. Damit entsteht zumindest der Versuch eine klare Regierung zu erzeugen. Der geneigte Wähler kann (und wird sich hoffentlich) ja bei der anstehenden Wahl wieder anders entscheiden. Alles in allem ist das Buch von Frau Stephan nur sehr bedingt lesenswert. Es ist vieles durchaus richtig oder zumindest nachvollziebar aber schon 1000 mal in den entsprechenden Medien durchgekaut worden. Also nichts wirklich Neues oder erstaunliches.

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  • Rezension zu "Angela Merkel. Ein Irrtum" von Cora Stephan

    Angela Merkel. Ein Irrtum
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    11. August 2011 um 09:38

    Enttäuschte Liebe macht wütend. Aber auch klarsichtig. Und realistisch. Und weil man nach einer solchen Enttäuschung auch mutiger ist, wagt man sich heraus. Setzt sich aus. Riskiert etwas. Seinen Ruf. Die Sympathie alter Freunde und Weggenossen. Cora Stephan, jener Publizistin, deren Beiträge in HR 2 ich schon Anfang der achtziger Jahre als wichtige und differenzierte zeitgenössische Kommentare und Beobachtungen geschätzt habe, und die später als Anne Chaplet in ihren Kriminalromanen auf eine andere, nicht weniger luzide und kritische Weise gesellschaftliche Erscheinungen beobachtete und beschrieb - ihr ist das so ergangen, vermute ich. Und dann hat sie sich hingesetzt und sich ihren ganzen Frust von der Seele geschrieben in einzelnen Essays, die nicht nur ihre Enttäuschung über Angela Merkel und ihre Politik zum Thema haben. Sie, die lange, bis auf wenige Zeitungsartikel, zum politischen Alltag der Republik und ihrer Kultur geschwiegen hatte, hat, endlich, wieder ein politisches Buch geschrieben, sich eingemischt mit beißender Kritik. Nicht nur an Angela Merkel und ihrer Wandlung von Angie zu Tina (das ist Cora Stephans geniale Abkürzung für den Killersatz „There is no alternative“, mit der Angela Merkel seit einiger Zeit jede Debatte abwürgt), sondern am gesamten Politikbetrieb in den Parteien und im Parlament. Schonungslos und fern jeglicher political correctness, deckt sie Entwicklungen und Paradigmen auf, vom Umgang mit Thilo Sarrazins Thesen, über Stuttgart 21 bis hin zur verlogenen europäischen Währungspolitik unserer Regierung. Was sie in guter Tradition immer wieder reklamiert, ist Wahrheit, das Ernstnehmen des Bürgers nicht nur als Stimmvieh bei den Wahlen, sondern als jemand, der selbst denken kann, und den man nicht bei jeder ungewünschten Meinung (sie nennt immer wieder die ernorme Zustimmung der Bevölkerung zu Sarrazins Zwischenrufen) unter Generalverdacht stellen darf, da würde sich wieder etwas typisch Deutsches zeigen. Das Buch ist nicht nur eine nach der Enttäuschung nüchtern gewordene Abrechnung mit einer Politikerin, die mehr versprach als sie hielt, sondern es ist auch eine beißende, stellenweise ironische Kritik an einer politischen Kultur, bis hinein in die meisten Medien, die vor lauter Selbstgerechtigkeit nur so triefen, die den Bürger nicht ernst nimmt, Angst hat vor seinen Einschätzungen (siehe bei Sarrazin oder Stuttgart 21) und ihm deshalb in einer schrecklichen und politisch korrekten und deshalb katastrophal falschen „new speech“ die Wahrheit vorenthält. Ein Zwischenruf einer engagierten Publizistin zur rechten Zeit. Wann bietet eine der großen Wochenzeitungen Cora Stephan endlich eine regelmäßige Rubrik an?

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  • Rezension zu "Angela Merkel. Ein Irrtum" von Cora Stephan

    Angela Merkel. Ein Irrtum
    Sokrates

    Sokrates

    Das Buch fiel mir in unserer Bücherei in die Hände und der Buchtitel erregte sogleich mein Interesse, denn: anstatt der Autorin beizupflichten, ihre Kritik nachvollziehen zu können, hat mich ihre Motivation ein klein wenig befremdet. Ich selbst habe Frau Merkel nicht gewählt und bin deshalb (aus Wählersicht) nicht enttäuscht. Sicher: Frau Merkel war als erste Frau auf dem Posten des Bundeskanzlers ein historisches Novum, doch auch das hat mich selbst nicht wirklich beeindruckt. Auch dies war nichts 'Erhebendes', sondern einfach nur schlichte Notwendigkeit nach fast 30 Jahren Emanzipation. Grundsätzlich an der im Buch angestoßenen Debatte ärgert mich die völlig überzogene Erwartungshaltung der Autorin (und offensichtlich einer breiten Wählerschaft aus dem Jahr 2005): Frau Merkel hat mit ihrer DDR-Herkunft nie wirklich Werbung gemacht, nie durch besondere Fertigkeiten oder Fähigkeiten - die aus diesem Erlebten resultieren könnten - geglänzt. Sie war zurückhaltend, abwartend, lieber der Typ für den Hintergrund. Ob dies nun an ihrer Studienrichtung liegt (Physik) oder einfach nur ein Charakterzug ist, bleibt spekulativ. Ihr Regierungsstil ist sachlich und mit wenig Lärm - an sich nichts Negatives. Dass Frau Merkel keine Wunder vollbringen wird, war ebenso abzusehen: wer Chefin der CDU wird, der ist parteitreu. Keine besonders revolutionären Ideen haben Frau Merkel an die Macht gebracht, sondern Parteitreue, Kalkül, Machtpoker, bewusstes Ausnutzen parteiinterner Strukturen, Machtgefühl. Die Frau ist nicht stille Revolutionärin, die sich anschleicht und wegen ihrer 'Einzigartigkeit' Chefin geworden. Nein, sie ist ein Kind ihrer Partei und auch nur deshalb deren Chefin geworden. Darüber hinaus ist jeder Politiker eingebunden in Wirtschaftsstrukturen und Wirtschaftsinteressen. Wer denkt, dass eine Physikern jetzt die Klimawende einleitet, der ist auf dem völlig falschen Dampfer. Jeder Politiker - egal welcher Partei - beachtet überpolitische Interessen. Fast alles gehorcht Sachzwängen, Lobbyinteressen. Es wäre naiv zu glauben, dass ausgerechnet Frau Merkel (ein Kind ihrer Partei) plötzlich alles auf den Kopf stellen würde. Auch nicht in ihrer Eigenschaft als Frau; bloß weil sie die erste Frau in diesem Amt ist, wird sie nicht zur Lösung aller Probleme. Dass sie gesamtgesellschaftliche Probleme, insbesondere solche des Sozialstaates, nicht wird lösen können und vielleicht auch wollen, liegt auch in der Natur der Sache: einerseits im System, andererseits im Parteiprofil und -programm der CDU. Insgesamt kann ich den Ärger der Autorin überhaupt nicht nachvollziehen. Das Buch ist daher die rein subjektive Abrechnung einer enttäuschten Wählerin; als solches sollte es auch (nur) gelesen werden. Gleichzeitig bin ich ein wenig enttäuscht von meinen Mitmenschen, die sich so leicht von Oberflächlichkeiten haben blenden lassen und auch (möglicherweise) wenig Ahnung davon haben, wie Politik hinter den Kulissen VON WEM eigentlich gemacht wird und wie sich die Regierenden dort EINFÜGEN (wollen und müssen). Im übrigen sei angemerkt: Auch eine überzogene Erwartungshaltung allein kann auf Dauer (wenn sie genug Enttäuschungen erlebt) zu Politikverdrossenheit führen...

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  • Rezension zu "Angela Merkel. Ein Irrtum" von Cora Stephan

    Angela Merkel. Ein Irrtum
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    Abrechnung nach enttäuschter Hoffnung Ein Irrtum war es sehr wohl, zumindest in den Augen von Cora Stephan, dass sie ehemals ihre Stimme der aktuellen Bundeskanzlerin bei der ersten Wahl ebenfalls gegeben hat. Voller Hoffnung auf diese Frau mit ihrer sachlich wirkenden Art und den damaligen, teils leidenschaftlichen, Reformreden. Hier genau liegt jene Enttäuschung, die zum scharfen, polemischen Ton des Buches geführt hat. Aus der damals vermuteten, mutigen Reformerin ist nicht der von Stephan erhoffte Funke für eine Neuorientierung des Landes hervorgegangen, sondern im Gegenteil eine rein aufs Kalkül und die Sicherung der persönliche Macht orientierte Politikerin, die schon lange nichts mehr gesagt oder getan hat, was auch nur im Ansatz als Orientierung für ein kraftvolles politisches Handeln gelten könnte. In fast gleicher Stoßrichtung wie Thilo Sarrazin schleudert ihr Cora Stephan (anders kann man es kaum benennen) vor allem ein grundlegendes Versagen aus machtpolitisch motivierter Feigheit im Blick auf die notwendigen Reformen des Sozialstaates entgegen. „Mutti“ nennt Stephan Angela Merkel auch in dieser Hinsicht mit beißendem Spott. Die „wärmende Mutti“, die keinem streng gegenüber treten will (auch wenn das für eine gesunde Entwicklung und für die Zurechtrückung verfahrener Situationen hier und da überfällig und notwendig wäre). Noch einen Schritt weiter lehnt sich Stephan aus dem Fenster, wenn sie Angela Merkel nun aber höchst polemisch unterstellt, dass die häufigen Hinweise der Kanzlern auf „Alternativlosigkeit“ bei oft teuren Entscheidungen für den deutschen Steuerzahler gar andeutet, die ehemalige Bürgerin der DDR sei von den totalitären Strukturen damals wohl noch weit mehr geprägt im Inneren, als man meinen könnte. „Der Ton macht die Musik“, lautet ein altes Sprichwort, das ist die Stärke, aber auch zugleich die Schwäche des Buches. Die Stärke, weil Cora Stephan ungeschminkt daherkommt und sich fast in Rage schreibt, durchgängig. Das hat Wirkung, durchaus. Das ist authentisch und ummäntelt sich erst gar nicht mit dem Anschein einer sachlichen, kühlen und differenzierten Analyse. Die Schwäche aber liegt darin, dass sich Cora Stephan hier und vergaloppiert und in Teilen wie an Stammtischen üblich argumentiert. „Das soziale Netz lockt auch diejenigen in die Hängematte, die rechnen können“ ist eine solche Verallgemeinerung.. Man täte Stephan und, vor allem, dem Buch aber Unrecht, sich nur über den eifernden und wütenden Tonfall zu mokieren. Letztlich spricht aus den Zeilen ja eine rechtmäßige Enttäuschung, versteht man die Haltung der Autorin. Im Vergleich zu den merkelschen Reformreden vor der ersten Kanzlerschaft und dem Hauch von Aufbruch zur Lösung drängender Probleme, das zudem ohne Macho Attitüden, derer man überdrüssig war ist erschreckend wenig geschehen und ist tatsächlich zu konstatieren, dass wieder einmal eine politische Gestalt außer warmen Worten nicht viel in den Überprüfungen des Lebens zu bieten hat. Da ist Angela Merkel sicher nicht die einzige, da ist sie die Regel und nicht die Ausnahme. Aber genau darüber kann man in sich enttäuscht bis schäumend wütend durchaus sein. In dieser Hinsicht bietet das Buch nicht nur einen enttäuschten Aufschrei gegen die konkrete Person Angela Merkel, sondern zudem noch ein „sich Luft machen“ gegenüber der ganzen Politiker Gesellschaft, die nur mehr aus Statements und kaum mehr aus ernstzunehmenden und konsequenten Handlugen zu bestehen scheint. Nicht politisch korrekt, als Sachbuch nicht wirklich ernst zu nehmen, aber als emotionale Momentaufnahme durchaus anregend zu lesen und mehrheitsfähig.

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