Corban Addison Du bist in meiner Hand

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Inhaltsangabe zu „Du bist in meiner Hand“ von Corban Addison

Als die indischen Schwestern Ahalya und Sita ihre Eltern verlieren, werden sie von Frauenhändlern in ein Bordell verkauft. Ihr tragisches Schicksal scheint besiegelt zu sein. Gleichzeitig steht in Washington der junge Anwalt Thomas vor den Trümmern seiner Ehe und seiner Karriere. Er geht für ein Jahr nach Mumbai und erfährt dort die Geschichte der Schwestern. Thomas spürt: Wenn er sie rettet, rettet er auch sich selbst. Doch der Kampf wirkt aussichtslos.

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  • Das Schicksal zweier Schwestern

    Du bist in meiner Hand
    Sabrinaslesetraeume

    Sabrinaslesetraeume

    08. November 2015 um 20:45

    Die jungen Frauen Ahalya und Sita führen eine ruhiges und beschauliches Leben mit ihren Eltern, ihrer Großmutter und einer liebevollen Haushälterin an der Küste des Indischen Ozeans. Das alles hat jedoch ein jähes Ende, als ein Tsunami alles zerstört und nur sie wie durch ein Wunder überleben. Nachdem die beiden den Schock halbwegs überwunden haben und wieder klar denken können, machen sie sich auf den Weg in die nächste größere Stadt zu einer Klosterschule, um dort Unterschlupf zu suchen. Aber auf dem Weg werden sie von Menschenhändler aufgegriffen und an ein Bordell verkauft. Zur gleichen Zeit steht in Washington der junge Anwalt Thomas vor den Trümmern seiner Ehe und seiner Karriere. Seine Frau hat ihn verlassen und ist zurück in ihre Heimat Indien gegangen und seine Kanzlei benutzt ihn nach einem verlorenen Prozess als Sündenbock. Auf Anraten seinen Chefs, beschließt er sich aus der Schussbahn zu bringen und geht für ein Jahr nach Mumbai. Dort versucht er nicht nur seine Ehe zu retten, sondern erfährt auch die Geschichte der zwei Schwestern, die ihn tief berührt. Mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln, versucht er sie zu retten, aber der Kampf wirkt aussichtslos. Das Cover ist mit seinen pinken und gelben Tönen in relativ warmen Farben gehalten. Die Muster und auch die Tänzerin sorgen für einen orientalischen Flair und auf den ersten Blick scheint es, als hätte man das Cover eines Liebesromans in der Hand. Mir gefällt es richtig gut, auch die Tatsache, dass es über die eigentliche Thematik des Buches hinwegtäuscht, sondern ein harmonisches Bild präsentiert. Ein Bild, dass das Leben der beiden jungen Frauen symbolisiert, bevor ihnen ein Schicksalsschlag alles genommen hat. Der deutsche Titel hingegen gefällt mir nicht wirklich, da er die Harmonie des Bildes ein wenig zerstört, weil er eher die Thematik des Buches beschreibt. Da hätte mir ein Titel, der näher am englischen Original „A walk across the sun“ angeleht ist, besser gefallen, da er nicht nur besser zum Titelbild gepasst hätte, sondern auch eine tiefere Bedeutung für die beiden Mädchen hat. Die Protagonisten sind Ahalya, Sita und Thomas, wobei von den beiden Frauen Ahalya im ersten  Drittel des Buches die wichtigere Rolle einnimmt, bevor sie in den Hintergrund gerät und Sita in den Vordergrund rückt. Beide Frauen sind noch minderjährig, was die ganze Thematik noch heikler macht und einem richtig unter die Haut geht. Beide sind starke Persönlichkeiten und echte Kämpfernaturen, die sich nicht so schnell unterkriegen lassen. Außerdem sind sie auch sehr intelligent, was ihnen das ein oder andere Mal enorm geholfen hat. Thomas ist zu Beginn ein gebrochener Mann, der sich einen neuen Weg im Leben suchen muss, da ihn anscheinend alle im Stich gelassen haben. Allerdings versinkt er nicht in Selbstmitleid, sondern versucht das beste aus seiner Situation zu machen. Obwohl er viele Rückschläge einstecken musste und die Situation mehr als einmal einfach nur hoffnungslos ausgesehen hat, hat er trotzdem nicht aufgegeben, sondern ist seinen Weg weitergegangen. Die Geschichte ist spannend, aber auch sehr emotional geschrieben. Die Schicksale der Protagonisten berühren den Leser, besonders da hier eine Thematik angesprochen wird, die von der Gesellschaft totgeschwiegen wird. Man erhält einen erschreckenden Einblick wie einfach es für manche ist, Menschenhandel zu betreiben und wie machtlos die Leute, die dagegen kämpfen, oftmals sind. Man fühlt ihre Ohnmacht, kämpft und leidet mit ihnen, wobei letzteres eindeutig öfters der Fall ist. Es ist ein sehr tiefgründiges Buch und man erfährt eine Menge über die indische Geschichte und über ihre Kultur und Gebräuche. Beim Ende hatte ich erstmal bedenken, ob es mir wirklich zusagt, aber nachdem ich eine Weile darüber nachgedacht und die Geschehnisse Revue passieren ließ, bin ich doch zu dem Schluss gekommen, dass es wirklich passt. Mir selbst hat diese Geschichte sehr gut gefallen und deshalb gibt es auch eine Leseempfehlung und 5 von 5 Punkten.

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  • Rezension zu "Du bist in meiner Hand" von Corban Addison

    Du bist in meiner Hand
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    26. November 2012 um 11:59

    Zwangsprostitution Es ist ein wichtiges, dunkles Thema, dessen sich Corban Addison in seinem neuen Debüt annimmt. Ein Thema, dass meistens immer noch leider nur ein Randdasein in der öffentlichen Diskussion fristet. Moderne Sklaverei steht im Mittelpunkt seiner Geschichte, der man die fundierte Recherche anmerkt. Zwangsprostitution, Entführung junger Frauen, durchaus auch minderjähriger, kleiner Mädchen. Und obwohl der Kern seiner Geschichte in Indien, ist dies im Buch kein Thema nur der „dritten Welt“. Durchaus nimmt Addison den Leser auch mit in die „Mitte“ der westlichen Zivilisation und schildert, eher nebenbei, die Entführung eines elfjährigen Mädchens am helllichten Tag in Amerika unter dem Verdacht ebenjener Zwangsprostitution. Im Zentrum aber stehen die minderjährigen Schwestern Ahalya und Sita. Eine Katastrophe wird ausgenutzt, die beiden mit Gewalt in Gewahrsam zu nehmen und sie unter Drohungen in ein Bordell in Bombay zu bringen. Ins Obergeschoß, unter das Dach. Da, wo minderjährige, zur Prostitution gezwungene, Mädchen hinter Schloss und Riegel gehalten werden. Beide besitzen hohen Wert im Bordell, denn sie sind „originalverpackt“, sprich, unberührt. Und so zahlt der erste Freier einen hohen Preis für die „Hochzeitsnacht“. Intensiv schildert Addison die Zustände in den Bordellen der Seitenstraßen. Die Drohungen, die Gefangenschaft, die „Benutzung“ der jungen Mädchen. Und führt auf der anderen Seite aus einer zweiten Perspektive die Person des Prozessanwaltes Thomas Clarke ein. Dieser, ehrgeiziger Sohn eines hohen Richters, befindet sich in einer privaten Krise. Sein Kind kurz nach der Geburt gestorben, von seiner indischen Ehefrau entfremdet (die bereits in ihre Heimat zurückgekehrt ist), beruflich durch einen schwierig verlaufenden Prozess unter Druck. Thomas nimmt zähneknirschend das Angebot seiner Anwaltsfirma an, ein Jahr zu pausieren und ehrenamtlich tätig zu sein. Was liegt dann näher, als seiner Frau nachzureisen, zu versuchen, die Ehe zu retten und für sich selbst wieder zur Besinnung zu kommen? Thomas schließt sich für dieses Jahre „Care“ an, einer Organisation, die vor allem gegen ebenjene Zwangsprostitution arbeitet. So ist der Rahmen des Buches vorhersehbar gesetzt und es ist dem Leser schnell deutlich, dass sich die Wege aller Beteiligten kreuzen werden. Nicht ohne Gefahr, natürlich, denn die Bordellbetreiber scheuen keine Gewalt, wenn es darum geht, ihre „Ware“ von einer möglichen Freiheit fern zu halten. Ein wenig logisch gebeugt wirkt dabei schon so manches im Roman. Ein Tsunami, nach dem zwei Mädchen völlig alleine durch die Straßen wanken? Keine Katastrophenhilfe, keine Polizei, keine Krankenwagen, kein Schutz? Das scheint selbst für indische Verhältnisse kaum denkbar. Ebenso, wie die Geschichte um Thomas Clarke herum allzu glatt direkt nach Bombay und ins Zentrum der Machenschaften führt. Nimmt man aber diese etwas „in Form“ gezwungenen Voraussetzungen hin, entfaltet sich ein durchaus intensiver Roman, der sein Thema atmosphärisch dicht vor Augen führt. Trotz manch stereotyp gezeichneter Figuren und der eher einfachen Sprache gelingt es Addisson, sowohl die kulturellen Besonderheiten Indiens, das Lokalkolorit und vor allem jenes Leben hinter den Fassaden in den Seitenstraßen überzeugend darzustellen. Alles in allem ein gut zu lesender Roman mit kleineren Schwächen zu einem bewegenden und wichtigen Thema.

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