Cordula Broicher Wind von Westen

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Inhaltsangabe zu „Wind von Westen“ von Cordula Broicher

Niederwesseling 1793. Agnes, die junge Halfin des Kirchhofs, ist nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes gezwungen, sich so bald wie möglich neu zu vermählen. Die Wahl ihres Vaters Jakob Frings fällt auf Balthasar Broicher, den fünften Sohn eines wohlhabenden Halfen aus dem benachbarten Godorf. Die Zeiten sind unruhig. Die Alliierten pressen die letzten Heu- und Haferrationen aus den Bauern heraus, von Westen droht der Einmarsch der französischen Revolutionsarmee. Der Kirchhof ist schon seit langem verschuldet, doch nun drohen Einquartierungen und Repressalien den Menschen im Dorf ihre Lebensgrundlage zu entziehen. Das sind jedoch keine Gedanken, mit denen sich Balthasar dieser Tage beschäftigt, schon seit Jahren heimlich in Agnes verliebt, sieht er sich endlich am Ziel seiner Träume. Doch am Hochzeitstag schaut er nur in feindselige Gesichter. Wird er sich gegen Jakob Frings Tyrannei behaupten, und, vor allem, wird er das Herz seiner Frau erobern können?

Mein erster historischer Roman. Ich bin positiv überrascht

— Falki83

Eine ganz besondere Familiengeschichte mit geschichtlichem Hintergrund

— tigger0705

ein toller historischer Roman beruhend auf einer wahren Familiengeschichte

— Binchen84

Literarisches Denkmal für einen Urururgroßvater

— Gerhard_Ebert

Sehr spannende Familiengeschichte, die von Kriegszeiten und Not, aber auch Zusammenhalt und Liebe berichtet

— Nefertari35

Eine ruhige Familiengeschichte vor dem Hintergrund der Napoleonischen Kriege

— Smberge

Eine packende Familiensaga vor dem Hintergrund der französischen Revolution

— dieDoreen

Ein gut recherchierter Roman über die Vorfahren von Cordula Broicher.

— JanaBabsi

sehr schoener Familienroman aus Niederwesseling von 1793

— Engel1974

Ein sehr spannender Familienroman

— madamecurie

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  • Super gelungene Familiengeschichte

    Wind von Westen

    Booklove2016

    04. February 2017 um 20:32

    Das Cover gefällt mir gut, es ist schlicht gehalten aber genau deswegen ist es mir ins Auge gestochen. Agnes wurde früh Witwe und musste nochmal heiraten. Mir ist sie mit ihrer Art das Leben zu nehmen wie es kommt sehr ans Herz gewachsen. Balthasar hat mir durch seine Wandlung innerhalb der Geschichte sehr imponiert. Ich hätte anfangs nicht gedacht das er das alles schafft. Tolles Buch. Die Autorin schreibt flüssig, ich habe sofort in die Geschichte gefunden. In der Geschichte habe ich viele Emotionen durchlaufen. Obwohl historische Romane eher nicht mein Ding sind dieses Buch hat total meinen Nerv getroffen. Klasse!!

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  • Genrewechsel geglückt

    Wind von Westen

    Falki83

    04. September 2016 um 14:22

    Wind vom Westen" durfte ich als Rezensionsexemplar lesen. An dieser Stelle vielen Dank dafür. Für mich war dieses Buch ein komplett neues Genre. Manchmal muss man sich mal an etwas ranwagen und etwas Neues testen. Anhand meiner Sternevergabe, war es für mich ein lohnender Wechsel. Der Roman spielt im Jahre 1793. Er spielt in der Zeit, wo der Krieg zwischen Deutschland und Frankreich tobt. Er macht auf vor dem Hauptschauplatz nicht halt. Erlebt in diesem Buch das Leben von Balthasar, der in jungen Jahren einen Hof übernimmt. Was alles passiert, wie er um die Witwe Agnes wirbt, lest es selber. Ihr werdet es sicherlich nicht bereuen. Im Buch lernt der Leser die 3 Hauptprotagonisten Balthasar, Agnes und Tilla kennen. Für mich waren diese Charaktere sehr gut ausgearbeitet und durch die Bank weg sehr sympathisch. Auch alle anderen Protagonisten waren für mich passend. Frau Broicher hat für mich einen sehr flüssigen Schreibstil, ich konnte mich wunderbar in das Leben des 18.Jahrhundert reinversetzen. Ich habe viel erfahren über das Leben damals, wie es ist, wenn französische Truppen das Rheinland besetzen. Was dies für die Bewohner bedeutet hat - heute nicht mehr vorstellbar. Was ich sehr interessant war, dass Frau Broichert die Geschichte ihrer eigenen Vorfahren niedergeschrieben hat. Denn so etwas sollte nicht in Vergessenheit geraten. Für mich wurde die Geschichte auch sehr gut recherchiert. Einzig hat mir an machen Stellen etwas die Spannung gefehlt. Ansonsten hat sich "Wind von Westen" sehr gut lesen gelassen. Wie bereits gesagt, war dieses Buch für mich ein Genrewechsel. Ich bin positiv überrascht, dass mir ein Historischer Roman gefallen hat. Hut ab vor der Autorin, dass sie es geschafft hat, mich in ihren Bann zu ziehen. Ich für meinen Teil werde die Autorin von nun an im Auge behalten und mit Sicherheit wieder etwas von ihr lesen.

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  • Familiengeschichte

    Wind von Westen

    tigger0705

    05. January 2016 um 08:44

    Balthasar Broicher hat einen Traum. Er möchte Agnes Krauss heiraten und ein angesehener Halfe werden. Das erste Problem ist, dass er der 6. Sohn von 8 Söhnen ist und nur der Erstgeborene den Hof des Vaters erben kann. Das zweite Problem ist, Agnes ist verheiratet und steht nicht zur Verfügung. Als der Ehemann von Agnes stirbt, sieht Balthasar seine Chance. Wird er das Herz von Agnes gewinnen? Bekommt er überhaupt eine Gelegenheit sich ihr vorzustellen und könnten die Franzosen ein Problem werden? Findet es heraus. Das Buch spielt in der Zeit von 1793 bis 1796 und berichtet unter anderem darüber, wie das Leben zu dieser Zeit war. Die Hauptperson ist Balthasar, aber auch Agnes. Es zeigt auch was die Leute alles leisten mussten und wie schnell man auf einmal mittellos dar stand, wenn die Ernte nicht gut war. Außerdem befinden wir uns Mitten in der Französischen Revolution. Das Dorf bei Köln musste die ganzen Soldaten versorgen und litt dadurch an starker Armut, da die Felder nicht mehr bestellt werden konnten. Es war eine schwierige Zeit. Diese rheinische Familiengeschichte ist aber nicht gänzlich erfunden, was die Sache zu etwas besonderen macht. Die Autorin schreibt über ihren Urahnen, wodurch die Personen wirklich lebendig werden und man schon von Anfang an hofft, dass alles gut ausgehen wird. Ob das allerdings tatsächlich alles ein gutes Ende nimmt, oder doch noch ein Unglück passiert, werde ich nicht verraten. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Einerseits geschichtlich sehr interessant, andererseits sind die Charaktere einfach toll. Gut, es gibt da nicht nur nette Menschen, aber das ist total normal und es wäre sehr komisch, wenn dem nicht so wäre.

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  • ein toller historischer Roman

    Wind von Westen

    Binchen84

    02. January 2016 um 18:58

    Inhalt:  Niederwesseling 1793. Agnes, die junge Halfin des Kirchhofs, ist nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes gezwungen, sich so bald wie möglich neu zu vermählen. Die Wahl ihres Vaters fällt auf Balthasar Broicher, den fünften Sohn eines wohlhabenden Halfen. Die Zeiten sind unruhig. Die Alliierten pressen die letzten Vorräte aus den Bauern heraus, von Westen droht der Einmarsch der Franzosen. Aber darüber macht sich Balthasar dieser Tage keine Gedanken. Schon seit Jahren heimlich in Agnes verliebt, sieht er sich endlich am Ziel seiner Träume. Doch am Hochzeitstag schaut er nur in feindselige Gesichter. Wird er sich gegen die Tyrannei seines Schwiegervaters behaupten, und, vor allem, wird er das Herz seiner Frau erobern können?(Quelle: Amazon) Über die Autorin: Cordula Broicher wurde 1962 in Hessen geboren. Nach vielen Umzügen in ihrer Kindheit und Jugend wurde sie 1995 in der Schlossstadt Brühl endlich heimisch. Hier lebt sie mit Mann, zwei Kindern, Enkelsohn und Labradorhündin Paula. Bücher waren schon von klein auf ihre Möglichkeit des Rückzugs in eigene Welten, aus denen sie sich auch heute noch manches Mal schwer lösen kann. Ihre Zeit verbringt sie neben Beruf und Schreiben am liebsten mit Lesen oder genießt auf Hundespaziergängen die Natur in der Umgebung. (Quelle: Amazon) Meine Meinung: Cordula Broicher erzählt hier ihre Familiengeschichte in einer sehr eindrucksvollen Art und Weise die den Leser in die Jahre 1793 - 1796 mitnimmt. Der Schreib- und Erzählstil ist sehr gut an die damalige Zeit angepasst und wird mit typischen rheinischen und altdeutschen Wörtern noch authentischer gemacht. Aber keine Angst, es gibt ein Glossar am Ende des Buches zum Nachschlagen, aber die meisten Wörter erklären sich anhand der Geschichte von selber. Die Autorin hat ihre Familiengeschichte ausgezeichnet recherchiert und versucht, den Alltag der damaligen Familie um Balthasar und Agnes so genau wie möglich darzustellen und das ist ihr gut gelungen. Es kommt alles sehr authentisch und nachvollziehbar rüber, so dass man sich schnell in diese Zeit zurück versetzt fühlt und mit den Protagonisten durch den Ort wandelt. Auch die Kriegszustände die zu dieser Zeit unter Napoleon ihren Lauf nahmen werden ziemlich detailliert dargestellt. Welche Truppen wann und wo erfolgreich waren, wo sie lagerten und wie sie sich den Einwohnern gegenüber benahmen und welche Rechte sich die Soldaten raus nahmen machen die Handlung spannend und abwechslungsreich.  Die Protagonisten Balthasar, Agnes und Tilla sind mit viel Liebe zum Detail und einer angemessenen Tiefe ausgestattet und sie wachsen einem schnell ans Herz. Tilla, Agnes kleinere Schwester, ist sehr pfiffig und lockert einige Szenen auf und zaubert dem Leser oftmals ein Schmunzeln ins Gesicht.  Am Ende des Buches erfährt man noch so einiges über die damaligen Halfen und die familiäre Vergangenheit von Cordula Broicher die das Verständnis für die Handlung noch vertiefen. Fazit: Eine sehr gelungene historische Reise bei der die schriftstellerische Freiheit wunderbar mit tatsächlichen Fakten und Begebenheiten vereint wird. Ich hätte gerne noch viel mehr von der Familie Broicher gelesen.

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  • Charmante Charaktere, guter Schreibstil, aber der rote Faden fehlt

    Wind von Westen

    PetrovaFire

    30. December 2015 um 01:58

    Ursprünglich veröffentlicht auf Books on PetrovaFire Erster Satz "Der Wind stand auf Nordwesten." Gestaltung Das Cover ist sehr einfach gehalten, aber in meinen Augen sehr ansprechend in dieser Schlichtheit. Der historische Kontext der französischen Revolution wird durch die cocarde tricolore für jeden ersichtlich. Ich vermute die kleine Karte am unteren Rand soll das Dorf und die verschiedenen Höfe zeigen, allerdings mag ich mich hier auch irren. Die innere Gestaltung des ebooks ist ebenfalls schlicht. So besitzt jedes Kapitel seine eigene Überschrift, welche das kommende Kapitel jeweils ein wenig anteast. Des Weiteren verfügt das Buch über ein Nachwort, wo man weiteres über die Geschichte und ihre Figuren erfährt. Auch ein Glossar, welches die im Text vorhandene  Fußnoten aufgreift und die jeweiligen Begriffe erklärt, wurde nachgestellt. Insgesamt gefällt mir die Gestaltung gut und passend zur Geschichte und ihren Rahmenbedingungen. Meine Meinung Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. So kam ich mir beim Nachwort dieses Buches vor, denn ich hatte bisdahin gar nicht bemerkt, dass Autorin und Protagonist Balthasar ja ein und den gleichen Nachnamen tragen. "Wind von Westen" basiert grob auf wahren Ereignissen der Vorfahren der Autorin, welche sich hier allerdings auch künsterlische Freiheiten genommen hat um den Alltag darzustellen. Toll fand ich, dass es ein informierendes Nachwort und ein Glossar gab, allerdings war es bei der ebook Version etwas nervig nachzusehen, da meiste konnte man sich aber doch schon selbst herleiten. Die Charaktere habe ich relativ schnell ins Herz geschlossen, besonders Lisbeth, obwohl wir eigentlich so gar nichts gemeinsam haben und sie nicht mal die Geschichte erzählt. Das tun nämlich Balthasar, Agnes und die kleine Tilla. Tilla war wirklich putzig, auch wenn ihre kindliche Art doch bei längeren Kapiteln nervig wurde, so lockerten die kürzeren Abschnitte aus ihrer Sicht die Geschichte nochmals auf. Als Geschichtsstudentin fand ich es allgemein mal spannend etwas aus der Sicht der Durchschnittsbevölkerung zu lesen. Ob alles den so gewesen sein könnte, kann ich nicht beurteilen, da ich mich mit der Epoche noch nicht sonderlich befasst habe, aber die Autorin erwähnt in ihrem Nachwort, dass sie versucht hat, alles so real wie möglich zu fassen. Der Schreibstil hat mir auch sehr gut gefallen, besonders da er an diese Zeit angepasst, aber dennoch  verständlich war. Ein bisschen historisches Wissen sollte man jedoch mitbringen, wenn nicht kann es halt ein wenig dauern bis man alle Details erfasst hat. Mein Problem mit dem Buch war allerdings, trotz der liebenswürdigen Charaktere, dass mir der rote Faden fehlte. Es kam mir eher wie eine Aneinanderreihung verschiedener Ereignisse, welche mal mehr, mal weniger erzählenswert waren, innerhalb eines Zeitraums von 2-3 Jahren vor, als eine wirkliche Geschichte. Zwar war deutlich erkennbar, dass sich die Verhältnisse zwischen den Figuren entwickeln und man lernte sie besser kennen, aber mir fehlte irgendwie ein zentrales Leitthema beziehungsweise einen Punkt, worauf es hinauslaufen soll. Daher kam mir das Ende auch etwas zu plötzlich und teilweise auch unfertig vor. Auch ging mir die Geschichte rundum Lisbeth zu schnell, da fehlte mir die Tiefe leider, besonders da ihre Geschichte nicht mal uninteressant schien. "Wind von Westen" ist ein etwas anderer historisches Roman, dem der rote Faden fehlt, aber durch charmante Figuren und einen angenehmen Schreibstil dennoch bestechen kann.

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  • Redlichkeit in wirren Zeiten

    Wind von Westen

    Gerhard_Ebert

    11. November 2015 um 12:36

    Je länger man liest, desto mitfühlender wird man - für Bauern in einem Dorf bei Köln am Rhein in historischer Zeit, als die Franzosen die Kaiserlichen und die Preußen über den Fluss gen Osten vertrieben hatten. Im Namen der Freiheit, versteht sich. Doch wie das meist zu geschehen pflegt, klaffen verheißungsvolle Versprechen und gelebte Realität weit auseinander. Die oktroyierten Freiheitstänze um aufgestellte Symbole sind so gar nicht nach dem Geschmack der Bauern, die unter der Last der Besatzung leiden und unter Freiheit ganz etwas anderes verstehen. Cordula Broichers Buch ist in gewisser Weise ein Kleinod. Die Autorin hat nach umfangreichen und sehr soliden Recherchen ihrem Urururgroßvater Balthasar Broicher ein literarisches Denkmal gesetzt, dem Pächter eines Klosterhofes in Wesseling am Rhein. Die Geschicke dieses gottesfürchtigen Halfen und seiner Familie behandelt sie mit subtilem Einfühlungsvermögen und entwirft ein brillantes literarisches Genrebild, dem man sich nicht entziehen kann und das einen - obwohl gelegentlich ein wenig weitschweifig - in den Bann zieht. Welch Sitten einst! Balthasar, sechstes Kind seiner Eltern und in Sachen Erbe benachteiligt, ist in eine verheiratete Frau verliebt, in Agnes. Als deren Mann stirbt und für den Klosterhof schnell wieder ein Kirchhalfe gefunden werden muss, gelingt dem gerade 24jährigen jungen Mann das Unerwartete. Sehr behutsam, sehr genau erzählt die Autorin nun, wie Balthasar schließlich Vertrauen und Liebe seiner Agnes gewinnt und wie er Schritt für Schritt auch Vertrauen und Anerkennung im Dorf findet. Letzteres ist besonders schwierig, weil Paul, Agnes‘ jüngerer Bruder, sich den „Froschfressern“ angeschlossen hat, was zu Misstrauen der Bauern führte. Als Paul mit den erfolgreichen Franzosen wieder im Dorf eintrifft, sorgt das für neue Unruhe, aber erfreulicherweise auch für Schutz vor Plünderungen. Allerdings müssen für die Franken fortan Hand- und Spanndienste geleistet und ihnen muss Quartier gegeben werden. Cordula Broicher wartet mit erstaunlicher Milieukenntnis bis in kleinste Details auf und schildert liebevoll kaleidoskopisch Trubel, Sorgen, Freuden und Mühen einer Dorfgemeinschaft. Da gibt es nicht nur Hilfe und Freundschaften, da gibt es auch Widersacher und Neider. Halfe Balthasar, ein aufgeklärter Christ, der weder an Werwölfe, Hexen noch Zauberer glaubt und Bücher schätzt, lebt geradezu vorbildlich Redlichkeit in wirren Zeiten - und es tut dem Leser gut, dass die Autorin ihren Helden und dessen Familie heil durch alle Fährnisse zu bringen vermag. Fünf Sterne.     

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  • Leserunde zu "Wind von Westen: Roman" von Cordula Broicher

    Wind von Westen

    Dula

    Hallo, ihr Lieben, wer von euch hätte denn Lust auf eine historische Familiengeschichte?  "Wind von Westen" handelt vom Leben einer Halfenfamilie zur Zeit der Koalitionskriege Ende des 18. Jahrhunderts. Halfen waren wohlhabende Pächter der großen Kloster im Köln-Bonner Raum. Zu Beginn dieser Verträge mussten sie noch die Hälfte ihrer Erträge an die Kloster abgeben - daher der Name -, was sich allerdings im Laufe der Jahrhunderte veränderte. Es wurden Verträge mit genauen Abgabevorschriften geschlossen, so dass die Halfen alle Mehrerträge lohnbringend veräußern konnten. Da die Halfenhöfe nach Möglichkeit innerhalb der Familie weitergegeben wurden, entstand eine wohlhabende ländliche Oberschicht. Klappentext: Niederwesseling 1793. Agnes, die junge Halfin des Kirchhofs, ist nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes gezwungen, sich so bald wie möglich neu zu vermählen. Die Wahl ihres Vaters Jakob Frings fällt auf Balthasar Broicher, den fünften Sohn eines wohlhabenden Halfen aus dem benachbarten Godorf. Die Zeiten sind unruhig. Die Alliierten pressen die letzten Heu- und Haferrationen aus den Bauern heraus, von Westen droht der Einmarsch der französischen Revolutionsarmee. Der Kirchhof ist schon seit langem verschuldet, doch nun drohen Einquartierungen und Repressalien den Menschen im Dorf ihre Lebensgrundlage zu entziehen. Das sind jedoch keine Gedanken, mit denen sich Balthasar dieser Tage beschäftigt, schon seit Jahren heimlich in Agnes verliebt, sieht er sich endlich am Ziel seiner Träume. Doch am Hochzeitstag schaut er nur in feindselige Gesichter. Wird er sich gegen Jakob Frings' Tyrannei behaupten, und, vor allem, wird er das Herz seiner Frau erobern können? An dieser Stelle möchte ich ganz deutlich machen, dass es sich bei diesem Roman um KEINEN "typischen" historischen Liebesroman handelt, sondern vielmehr um die Geschichte von Balthasar und Agnes, ihre Familien und ihr Leben in der damaligen Zeit. Für die Leserunde stelle ich euch eine epub- oder mobi-Datei zur Verfügung und verlose zudem drei Taschenbücher unter den Rezensenten.

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  • Wind von Westen von Cordula Broicher

    Wind von Westen

    Nefertari35

    13. July 2015 um 10:55

    Kurze Inhaltsangabe: Niederwesseling 1793. Agnes, die junge Halfin des Kirchhofs, ist nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes gezwungen, sich so bald wie möglich neu zu vermählen. Die Wahl ihres Vaters Jakob Frings fällt auf Balthasar Broicher, den fünften Sohn eines wohlhabenden Halfen aus dem benachbarten Godorf. Die Zeiten sind unruhig. Die Alliierten pressen die letzten Heu- und Haferrationen aus den Bauern heraus, von Westen droht der Einmarsch der französischen Revolutionsarmee. Der Kirchhof ist schon seit langem verschuldet, doch nun drohen Einquartierungen und Repressalien den Menschen im Dorf ihre Lebensgrundlage zu entziehen. Das sind jedoch keine Gedanken, mit denen sich Balthasar dieser Tage beschäftigt, schon seit Jahren heimlich in Agnes verliebt, sieht er sich endlich am Ziel seiner Träume. Doch am Hochzeitstag schaut er nur in feindselige Gesichter. Wird er sich gegen Jakob Frings Tyrannei behaupten, und, vor allem, wird er das Herz seiner Frau erobern können? (Quelle: Klappentext "Wind von Westen" von Cordula Broicher, Qindie-Verlag) Schreibstil, Protagonisten, Sonstiges: Cordula Broicher entführt den Leser in ihrem Buch in die Zeit der Franzosen-Kriege. Das Leben ist hart, viele Menschen sterben und trotz alldem gibt es einen Zusammenhalt unter den Menschen, der seinesgleichen sucht. Die Autorin schreibt so authentisch, als wäre sie selber dabei gewesen. Sie spricht schlimme Themen, wie Fehlgeburten, Vergewaltigungen, Plünderungen usw. genauso an, wie auch gute Dinge, wie eine gute Ernte, das Zusammenleben einer Familie, Geburten usw. Auch das tägliche Arbeiten, das Verarbeiten der Ernten, Krankheiten, Unfälle und vieles mehr kommen nicht zu kurz. Man fühlt sich wirklich in die Geschichte hineinversetzt. Cordula Broicher schreibt sehr flüssig, es gibt keine langatmigen Stellen. Die Protagonisten sind allesamt glaubwürdig und erzählen die Story hier mit. Auch das im Buch viele Wörter des dort heimischen Dialektes verwendet werden, ist sehr schön, vor allem, da sie ja auch im Glossar erklärt werden. Das Cover paßt sehr gut zu dieser Geschichte und fällt trotz der Schlichtheit ins Auge. Eigene Meinung: Dies ist eine historische Geschichte ganz nach meinem Geschmack. Hier erzählen die Bauern, die Arbeiter, diejenigen, die das Land am Laufen halten und nicht die Reichen und Übermächtigen. Das hat mir überaus gut gefallen. Ich habe sehr viel erfahren und hätte am liebsten noch weitergelesen. Ich finde, das dieser Roman richtig gut erzählt und geschrieben ist. Er hat mich sehr gut unterhalten und er hat mich auch nicht losgelassen, wenn ich ihn mal beiseite gelegt habe. Auch jetzt bin ich in Gedanken noch bei einigen der Charaktere. Und genauso soll es sein. Bücher sollen - müssen nachwirken und das schafft diese Geschichte mit Leichtigkeit. Große Leseempfehlung. Ich gebe fünf Sterne!

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  • Eine besondere Familiengeschichte

    Wind von Westen

    BeckyHH

    30. April 2015 um 21:03

    Cordula Broicher, die Autorin des historischen Romans „Wind von Westen“, hat jahrelang nach ihren Ahnen geforscht, um mehr über sich und ihre Herkunft zu erfahren. Das Ergebnis der rund fünf Jahre langen Arbeit kann sich wirklich sehen lassen. Um die wahren Begebenheiten herum hat die Autorin eine Geschichte darüber geschrieben, wie das Leben damals ausgesehen haben könnte. Der Hauptprotagonist, Balthasar Broicher, war mir von Anfang an super sympathisch. Er ist ein liebenswürdiger, ausgeglichener Mensch. Außerdem hat er die Gabe, anderen Personen auch mal Blickwinkel außerhalb der festgefahrenen Gepflogenheiten aufzuzeigen. Bis auf einen Miesepeter waren alle Protagonisten authentisch und, mehr oder weniger, sympathisch. Der Schreibstil der Autorin ist unterhaltsam und leicht verständlich. Wenn im Dialog ein starker Dialekt verwendet wurde, konnte man leicht am Ende des Buchs die Bedeutung nachschlagen. Geschrieben wurde die Geschichte aus der Sicht von Balthasar und seiner Frau Agnes. Das hat einen schönen Rundumblick verschafft und sowohl das Leben als Mann und als Frau zur damaligen Zeit gut dargestellt. So wie ich aus einem Interview mit der Autorin herauslesen konnte, denkt sie darüber nach einen zweiten Band zu schreiben. Das würde mich persönlich unheimlich freuen. Ich habe noch nicht viele historische Romane gelesen, aber „Wind von Westen“ hat mich davon überzeugt, öfter mal nach diesem Genre zu greifen. Copyright © 2015 by beckysworldofbooks.de

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  • Buchverlosung zu "Wind von Westen" von Cordula Broicher

    Wind von Westen

    Dula

    Ihr Lieben, diese Woche verlose ich 3 Taschenbücher meiner historischen Familiengeschichte "Wind von Westen". Zum Inhalt: Niederwesseling 1793. Agnes, die junge Halfin des Kirchhofs, ist nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes gezwungen, sich so bald wie möglich neu zu vermählen. Die Wahl ihres Vaters fällt auf Balthasar Broicher, den fünften Sohn eines wohlhabenden Halfen. Die Zeiten sind unruhig. Die Alliierten pressen die letzten Vorräte aus den Bauern heraus, von Westen droht der Einmarsch der Franzosen. Aber darüber macht sich Balthasar dieser Tage keine Gedanken. Schon seit Jahren heimlich in Agnes verliebt, sieht er sich endlich am Ziel seiner Träume. Doch am Hochzeitstag schaut er nur in feindselige Gesichter. Wird er sich gegen die Tyrannei seines Schwiegervaters behaupten, und, vor allem, wird er das Herz seiner Frau erobern können? "Die Story ist gut recherchiert, die Figuren plastisch ausgeformt, Dialoge sanft in die Handlungszeit eingebettet und Sprache sowie Dramaturgie einwandfrei." aikimedien "Dieses Buch vereint Spannung, die Geschichte des Rheinlands während der Zeit der Besatzung durch die Franzosen, Familie, Humor und Tragik in einem." Mamarina 64 Wenn ihr Interesse habt, kommentiert unten einfach, wo ihr eine Rezension veröffentlichen würde  und vielleicht noch kurz, warum ihr euch gerade für dieses Buch bewerbt. Ich freue mich schon auf eure Kommis! Ganz lieben Gruß, Cordula

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  • Rezension zu "Wind von Westen" von Cordula Broicher

    Wind von Westen

    tigerbea

    09. April 2015 um 20:19

    Als Agnes, die Halfin des Kirchhofs, plötzlich Witwe wird,  muß sie schnell einen neuen Ehemann nehmen.  Mit Balthasar trifft sie eine gute Wahl. Schon bald entsteht eine tiefe Liebe zwischen ihnen.  Gemeinsam trozten sie den Franzosen und versuchen ihre Familie durch die harte Zeit mit Hunger und Belagerung zu bringen. Die Dorfgemeinschaft steht Balthasar skeptisch gegenüber. Er muß sich erst die Anerkennung der Menschen verdienen. Mit Agnes Hilfe wird ihm das nach einiger Zeit gelingen. Ich bin total begeistert von diesem Buch. Das war mal wieder ein Buch, das mich von der ersten bis zur letzten Seite nicht mehr losgelassen hat. Die Geschichte der tiefen Liebe eines Paares, ohne auch nur den Ansatz von Kitsch, in einer Zeit die hart und voller Entbehrungen ist. Mir ist sofort aufgefallen, wie sehr die Dorfgemeinschaft zusammenhält. Das Wenige, was den Leuten bleibt, wird geteilt und Waisenkinder werden einfach mit durchgefüttert. Ich frage mich, wäre das heute auch noch so? Man wundert sich, daß die Menschen trotz Krieg und Not so zufrieden waren. Irgendwie beneide ich sie darum. Besonders toll finde ich,  daß es in dieser Geschichte um die Vorfahren der Autorin geht. Es muß riesig spannend sein, die eigene Familiengeschichte zu einem Buch zusammen zu stellen. Und wenn das Buch dann auch noch so gut gelingt wie dieses, ist das ja wohl optimal. Eigentlich könnte es doch noch einen Teil geben. Das Leben von Agnes und Balthasar geht ja bestimmt noch weiter.

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  • Wind von Westen

    Wind von Westen

    cLooch

    27. February 2015 um 11:11

    Wind von Westen von Cordula Broicher Man schreibt das 18. Jahrhundert. Es herrscht Krieg zwischen Frankreich und Deutschland. Eine angespannte Situation, die den Alltag der Leute beherrscht. Eine Familiengeschichte um die verwitwete Agnes, die in Balthasar einen neuen Gemahlen findet. Er übernimmt, mit Zustimmung Agnes‘ Vaters Haus und Hof. Nur die gemeinsame Liebe entwickelt sich erst nach und nach. In Zeiten von Hunger, Armut ein schwieriges Unterfangen. Cordula Broicher ist ein spannender historischer Familienroman mit Hauptspielort Niederwesslingen bei Köln gelungen. Historische Romane lese ich in regelmäßig langen Abschnitten, da mir oft die geschichtlichen Daten und Ereignisse auf einer geballten Masse kommen, dass man das erst alles verdauen muss. In diesem Roman ist es der Autorin gelungen die sehr gut recherchierten Fakten mit einer liebe im Detail darzustellen, dass beim Lesen kein Gefühl von Langeweile oder Informationsüberschuss aufgekommen ist. Die Charaktere, insbesondere Agnes und Balthasar sind sehr plastisch dargestellt und man kann sich mit ihnen identifizieren. Agnes, eine stattliche Frau und Balthasar, ein Mann mit vielen Talenten, der auch solches in anderen Menschen widererkennt. Anfangs erscheint er etwas Kaltherzig; dieses Gefühl legt man aber schon bald ab, wenn man liest, wie er sich für Johann einsetzt. Besonders ins Herz habe ich die kleine Schwester Tilla geschlossen. Ein aufgewecktes und neugieriges Mädchen. Eine zeitgemäße Sprache, die auch im Glossar erklärt wird, zieht sich liebevoll durch das Buch und es macht Spaß das Zusammenspiel mit dem neudeutschen Stil zu lesen. Es ist flüssig und spannend geschrieben. Interessant ist auch die Tatsache, dass sich die eigene Familiengeschichte von Cordula Broicher in diesem Roman widerfindet. Der Autorin ist ein lesenswerter historischer Roman gelungen, der nicht nur durch die geschichtlichen Aspekte punktet, sondern auch durch die wunderbare Handlung und das Zusammenspiel der Charaktere. Auf weiteren Lesestoff von Cordula Broicher bin ich gespannt.

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  • Familiengeschichte in unruhigen Zeiten

    Wind von Westen

    Smberge

    27. February 2015 um 10:18

    Inhalt Niederwessling 1793: Die junge Halfin Agnes vom Kirchhof in Niederwessling hat ihren Mann verloren. Um den Hof zu halten und die Pachtverträge einzuhalten, muss sie wieder heiraten. Unter den Bewerber wird Balthasar Broicher ausgewählt, ein nachgeborener Sohn von einem Hof aus dem Nachbarort. Langsam nähert sich das junge Paar an und Balthasar wächst in Agnes Familie hinein. In einer schweren Zeit, die durch Truppeneinquartierungen und den Napoleonischen Kriegen gezeichnet ist, schafft es Balthasar, durch einige Neuerungen den Hof erfolgreich zu führen und durch die turbulente Zeit zu steuern.  Meine Meinung: Der Erzählstil der Autorin ist ein sehr ruhiger, der auch sehr gut zu der ruhigen Art von Balthasar Broicher passt. Ich hatte während des Lesens immer das Gefühl, dass der Schreibstil dem Charakter von Balthasar entspricht und diesen ganz gut wiedergibt. Auch wenn das Leben um den Kirchhof herum einiges an Turbulenzen bietet, Balthasar behält eine ruhigen Kopf, umsorgt seine Familie und führt den Hof erfolgreich.  Sehr schön werden die Ereignisse der Zeit, die Truppeneinquartierung und die Napoleonischen Truppen, beschrieben und die Auswirkungen auf den Kirchhof und die umliegenden Ortschaften. Der Leser kann so die Ereignisse aus der Sicht eines einfachen Menschen erleben, mit den Ängsten und Nöten und den Überlebensstrategien.  Gut haben mir auch die Beschreibungen der Personen gefallen. Gut kann ich mich die Hauptcharaktere vorstellen und ich habe mit während des Lesens mit ihnen mitgefiebert. Das Besondere an diesen Personen ist auch, dass es wirklich existierende Menschen sind, die direkten Vorfahen der Autorin, sie erzählt die Geschichte ihrer eigenen Familie, was dem Ganzen eine besondere persönliche Note gibt.  Sehr gut hat mir auch das Nachwort gefallen, in dem es noch einige weitere Erklärungen gibt, sowohl zum politischen Hintergrund als auch zum Thema Halfen und der Familie. Mir sind bei historischen Romanen informative Nachworte immer sehr wichtig, damit ich die Handlung für mich richtig einordnen kann.  Dieses Buch ist sehr lesenswert für Leser, die etwas über das Leben im Rheinland zur Zeit der Napoleonischen Kriege erfahren möchte und bereit ist sich auf eine ruhige Geschichte über das damalige ländliche Leben einzulassen. Die Autorin nimmt uns hier mit auf eine liebevoll geschriebenen Reise in die Geschichte ihrer eigenen Familie. 

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  • Eine packende Familiensaga

    Wind von Westen

    dieDoreen

    15. February 2015 um 17:23

    "Wind imWesten" habe ich in einer Wanderbuchgruppe entdeckt und da mich der Klapptext neugierig gemacht hat, habe ich mich gleich mal für das Buch beworben. Balthasar ist schon seit Jahren in die junge Halfin des Kirchhofs Agnes verliebt. Er sieht sich am Ziel seiner Träume als er die junge Witwe heiraten darf. Doch am Hochzeitstag schaut er nur in feindselige Gesichter. Er versucht alles um das Herz seiner Frau zu erobern und sich gegen die Tyrannei von Agnes Vater zu behaupten, denn Balthasar weiß ihm läuft die Zeit davon. Die Alliierten pressen die letzten Heu- und Haferrationen aus den Bauern heraus und von Westen droht der Einmarsch der französischen Revolutionsarmee. Plötzlich befinden sich Balthasar und seine neue Familie zwische den Fronten und sie müssen um ihr Überleben kämpfen. Mit "Wind im Westen" hat Cordula Broicher eine Familiensaga vor dem Hintergrund der Französischen Revolution geschaffen. Die Geschichte wird aus der Sicht der Großbauerfamilie erzählt und wechselt zwischen den Perspektiven der verschiedenen Bewohner. Dabei lernt man diese nach und nach näher kennen. Der Einstieg ist mir etwas schwer gefallen, da doch anfangs sehr viele Namen auf mich eingeprasselt sind. Um so besser hat mir die Geschichte dann aber gefallen, nachdem ich alle Personen zuordnen konnte und wußte wie sie zwischenmenschlich zueinander stehen. Am Ende war ich sogar traurig, dass die Geschichte um Balthasar und Agnes schon vorbei war, denn gern hätte ich noch viel mehr von dieser Familie erfahren, bei der ich mich als Leser irgendwann als einen Teil gesehen habe. Die verschiedenen Charaktere sind facettenreich gestaltet und jeder durchlebt seine eigene Entwicklung. Dabei wächst einem der ein und andere Chakter sehr ans Herz Eine packende Familiengeschichte die Lust auf mehr macht, denn die Story um Balthasar ist sicherlich noch nicht fertig erzählt.

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  • Niederwesseling 1793

    Wind von Westen

    JanaBabsi

    13. February 2015 um 10:46

    Agnes (26), die junge Halfin des Kirchhofs in Niederwesseling, hat vor kurzem ihren Mann verloren. Um den Hof zu halten ist sie gezwungen einen neuen Mann zu heiraten, der in der Lage ist den Hof zu führen und die abgeschlossenen Pachtverträge einzuhalten. Damals waren Zweckehen an der Tagesordnung, es ging bei einer Ehe nicht um Liebe und Zuneigung sondern um das knallharte Leben. Deswegen bewarb man sich damals auf die Stelle als Ehemann und die Eltern bzw. der Vater der zukünftigen Braut suchte sich den Mann aus dessen Bewerbung am verheißungsvollsten war. Für uns in unserer heutigen Zeit eine unvorstellbare Vorgehensweise. Balthasar (24) wächst auf dem Antoniterhof in Godorf auf. Als 5. Sohn hat er fast keine Chance auf dem Heimathof mehr zu werden als einfacher ein Knecht und da er insgeheim schon lange in Agnes verliebt ist, bewirbt er sich um die Stelle des Halfen auf dem Kirchhof. Die Wahl des alten Jakob Frings fällt tatsächlich auf Balthasar und er wird Agnes Ehemann und neuer Halfe des Kirchhofs. Hier beginnt die Geschichte des Kirchhofs in einer Zeit, in der es alles andere als leicht war einen Hof zu bewirtschaften. Die Französische Armee steht Gewehr bei Fuss um über den Rhein zu marschieren, auf den Feldern schlugen die Besatzer ihre Lager auf, die Höfe wurden mit Einquartierungen belastet und zu den üblichen Zwangsabgaben an die Verpächter der Halfenhöfe, mussten nun zusätzlich noch die Alliierten mit Heu und Hafer versorgt werden. Die Bewohner vieler Höfe konnten froh sein, wenn sie abends das Schwarze unter den Fingernägeln hatten. Balthasar wird nicht von allen Hofbewohnern freundlich aufgenommen und der alte Frings regiert mit harter Hand. Erst als Balthasar sich gegen seinen Schwiegervater durchsetzt zollt man ihm nach und nach den Respekt, der ihm als „Vater“ des Hofes gebührt. Im historischen Roman „Wind von Westen“ verarbeitet die Autorin Cordula Broicher ihre eigene Familiengeschichte. Balthasar Broicher und Agnes Frings sind ihre Ur-Ur-Ur-Großeltern. Viele Personen und Geschehnisse sind tatsächlich aus dem echten Leben der Broichers, und genau so passiert, einiges ist aber auch fiktiv und dient nur dem Fluss der Erzählung. Zu den echten Personen und ihren persönlichen Daten gibt es im Anhang des Buches eine Übersicht. Ebenso findet der Leser eine topographische Gebietskarte von Cöln. Ich kannte von Cordula Broicher bisher die beiden Spannungsromane „Die Zeit danach“ und „Feuerprobe“ aber sie kann sich auch auf dem Gebiet der historischen Romane durchaus mit anderen Autoren messen. Sie hat einen wirklich angenehmen Schreibstil, man fühlt sich direkt wohl in ihren Büchern und die Geschichte fließt ohne zu stocken über die Seiten. Auch wenn ein historischer Roman keine Spannungselemente im eigentlichen Sinne enthält, so schafft Cordula Broicher es den Leser über 364 Seiten bei der Stange zu halten. Nach eigener Aussage denkt die Autorin über eine Fortsetzung der Geschichte von Balthasar nach. Zuerst einmal haben jedoch andere Projekte Vorrang. Der Schluss des Buches „Wind von Westen“ lässt jedoch Raum für eine Fortsetzung und sollte diese tatsächlich erscheinen, so werde ich sie gerne lesen. 

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