Darum geht's:
In einer namenlosen Steppe blinken die Lichter von Lightraff, einer künstlichen Stadt, die rund um eine Raffinerie aus dem Boden geschossen ist und Arbeit in einer von Klimakatastrophen verwüsteten Welt verspricht: Koslov, Barkeeper im Darkraff, sucht hier sein Glück, genauso wie der ehemalige Landwirt Schreiber und der aalglatte Haye, der Arbeit in der Stadtverwaltung gefunden hat. Doch die drei teilen nicht nur den Glauben an Lightraff, sondern im Schichtbetrieb auch ihr Bett, das jedem für genau acht Stunden gehört. Als die Ölquellen versiegen und das straff organisierte Gefüge der Stadt zu zerbröckeln beginnt, treffen die drei Bettgeher erstmals aufeinander. Das aber kann eigentlich nur böse enden.
Das Buch:
Cordula Simon erzählt in ihrer Dystopie vor allem von der Stadt Lightraff und ihren Bewohnern. Diese sind unter anderem Koslov, Haye und Schreiber.
Die drei könnten nicht unterschiedlicher sein. Dabei fällt die Sympathie eindeutig auf einige Figuren und auf andere nicht. Mir waren Koslov und Schreiber sofort sympathisch, während Haye als unsympathischer Macho dargestellt wird.
Die drei werden in ihren unterschiedlichsten Berufsfeldern dargestellt, die sich ebenfalls nicht mehr voneinander unterscheiden können.
Während diese Berufsfelder ausgeleuchtet werden und auch die unterschiedlichen zwischenmenschlichen Beziehungen, wird die fiktive Stadt Lightraff gut beschrieben.
Der Leser erfährt einiges über die Stadt, welche um eine Raffinerie herum erbaut wurde. Dabei werden einige interessante Details ersichtlich, die dieses Buch teilweise zu einer Dystopie machen.
Auch der Meteoroid, der seit Anfang des Buchs sprichwörtlich im Buch steht, bildet da keine Ausnahme.
Obwohl das Buch zunächst klar erscheint, kann es doch immer wieder mit Überraschungen punkten. Immer wieder werden Dinge eingebaut, die ich so nicht erwartet hätte.
Alles in allem kann man vielleicht nicht von einer klassischen Dystopie sprechen. Im gesamten Buch wird nicht angesprochen in welchem Jahr die Geschichte spielt oder dass sie überhaupt in der Zukunft angesiedelt ist. Dennoch gibt es einige Hinweise darauf und auch viele dystopische Elemente, die eingebaut werden. Trotzdem erschien mir dieses Buch als sehr spannend und konnte mich immer wieder überraschen.