Cordula Simon

 3,1 Sterne bei 13 Bewertungen
Autor*in von Der potemkinsche Hund, Ostrov Mogila und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Cordula Simon wurde 1986 in Graz geboren, wohin sie nach einem längeren Aufenthalt in Odessa (UKR) wieder zurückkehrte. Neben Studien zur deutschen und russischen Philologie sowie Gender Studies gehören Medienlinguistik, mediale Literarizität und Radikalisierungsprävention zu ihren wissenschaftlichen Arbeitsschwerpunkten. Sie ist Mitglied der GAV und leitet Workshops für die Jugend-Literatur-Werkstatt Graz. Für ihre Literatur wurde sie mit zahlreichen Preisen und Stipendien ausgezeichnet. Nach dem viel beachteten Roman Mondkälber sind 7 schauerliche Geschichten ihr zweites Buch bei Septime.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches 7 schauerliche Geschichten (ISBN: 9783991200895)

7 schauerliche Geschichten

Erscheint am 07.09.2026 als Gebundenes Buch bei Septime Verlag.

Alle Bücher von Cordula Simon

Cover des Buches Der potemkinsche Hund (ISBN: 9783854526889)

Der potemkinsche Hund

(6)
Erschienen am 01.08.2012
Cover des Buches Ostrov Mogila (ISBN: 9783711720023)

Ostrov Mogila

(4)
Erschienen am 01.08.2013
Cover des Buches Der Neubauer (ISBN: 9783701716852)

Der Neubauer

(2)
Erschienen am 13.02.2018
Cover des Buches Wie man schlafen soll (ISBN: 9783701716685)

Wie man schlafen soll

(1)
Erschienen am 16.08.2016
Cover des Buches 7 schauerliche Geschichten (ISBN: 9783991200895)

7 schauerliche Geschichten

(0)
Erscheint am 07.09.2026
Cover des Buches Die Wölfe von Pripyat (ISBN: 9783701717507)

Die Wölfe von Pripyat

(0)
Erschienen am 15.02.2022
Cover des Buches Mondkälber (ISBN: 9783991200451)

Mondkälber

(0)
Erschienen am 08.07.2024

Neue Rezensionen zu Cordula Simon

Cover des Buches Der Neubauer (ISBN: 9783701716852)
admits avatar

Rezension zu "Der Neubauer" von Cordula Simon

admit
Klischeehaft

Die Erzählweise der Autorin ist gewöhnungsbedürftig, gibt es doch keine direkte Rede, es wird nur erzählt, was mir schon mal nicht gefiel. Der Protagonist ist ein zynischer Widerling, der es geschafft hat, sich bei einem gutmütigen, gutbetuchten Langzeitstudenten einzunisten, den er noch gedanklich verhöhnt. Es hagelt jede Menge Klischees, von wegen Frauen seien nur auf Geld & Status aus und dumm wie Bohnenstroh. Auch seine Ausreden für das überfallsartige Einquartieren bewegen sich auf diesem Niveau.

Mir ist schleierhaft, warum das Buch derart gehypt wurde. Die zwei Sterne gibt's für das Katzen-Cover.

Cover des Buches Wie man schlafen soll (ISBN: 9783701716685)
L

Rezension zu "Wie man schlafen soll" von Cordula Simon

LenaSilbernagl
Eine österreichische Dystopie

Darum geht's:
In einer namenlosen Steppe blinken die Lichter von Lightraff, einer künstlichen Stadt, die rund um eine Raffinerie aus dem Boden geschossen ist und Arbeit in einer von Klimakatastrophen verwüsteten Welt verspricht: Koslov, Barkeeper im Darkraff, sucht hier sein Glück, genauso wie der ehemalige Landwirt Schreiber und der aalglatte Haye, der Arbeit in der Stadtverwaltung gefunden hat. Doch die drei teilen nicht nur den Glauben an Lightraff, sondern im Schichtbetrieb auch ihr Bett, das jedem für genau acht Stunden gehört. Als die Ölquellen versiegen und das straff organisierte Gefüge der Stadt zu zerbröckeln beginnt, treffen die drei Bettgeher erstmals aufeinander. Das aber kann eigentlich nur böse enden. 

Das Buch:
Cordula Simon erzählt in ihrer Dystopie vor allem von der Stadt Lightraff und ihren Bewohnern. Diese sind unter anderem Koslov, Haye und Schreiber. 
Die drei könnten nicht unterschiedlicher sein. Dabei fällt die Sympathie eindeutig auf einige Figuren und auf andere nicht. Mir waren Koslov und Schreiber sofort sympathisch, während Haye als unsympathischer Macho dargestellt wird.
Die drei werden in ihren unterschiedlichsten Berufsfeldern dargestellt, die sich ebenfalls nicht mehr voneinander unterscheiden können. 
Während diese Berufsfelder ausgeleuchtet werden und auch die unterschiedlichen zwischenmenschlichen Beziehungen, wird die fiktive Stadt Lightraff gut beschrieben.
Der Leser erfährt einiges über die Stadt, welche um eine Raffinerie herum erbaut wurde. Dabei werden einige interessante Details ersichtlich, die dieses Buch teilweise zu einer Dystopie machen. 
Auch der Meteoroid, der seit Anfang des Buchs sprichwörtlich im Buch steht, bildet da keine Ausnahme. 
Obwohl das Buch zunächst klar erscheint, kann es doch immer wieder mit Überraschungen punkten. Immer wieder werden Dinge eingebaut, die ich so nicht erwartet hätte. 
Alles in allem kann man vielleicht nicht von einer klassischen Dystopie sprechen. Im gesamten Buch wird nicht angesprochen in welchem Jahr die Geschichte spielt oder dass sie überhaupt in der Zukunft angesiedelt ist. Dennoch gibt es einige Hinweise darauf und auch viele dystopische Elemente, die eingebaut werden. Trotzdem erschien mir dieses Buch als sehr spannend und konnte mich immer wieder überraschen. 
 

Cover des Buches Der Neubauer (ISBN: 9783701716852)
L

Rezension zu "Der Neubauer" von Cordula Simon

LenaSilbernagl
Der Neubauer

Cordula Simon beschreibt in ihrem neusten Werk das Leben eins Schwindlers. Der Ich-Erzähler in diesem Werk ist zwar Student, oder war es zumindest einmal, hat jedoch kein Geld. All seine Freunde sind reicher als er und besitzen so etwas wie Familiengeld. Der Protagonist schafft es dabei, dass seine Freunde ihn als ihresgleichen anerkennen.

Dafür kauft er sich eigens teure Anzüge und nimmt die Marotten seines Freundes Wiesner an. Er erscheint als Pessimist, der die Welt schwarz-weiß sieht.

Immer wenn er trinkt, kann er die Gedanken anderer Leute hören. Somit befindet er sich meist im Vorteil, muss sich jedoch auch vor unvorhergesehenen Aussagen hüten.

Die Taran – seine Freundin – weiß ebenfalls nichts von der Armut des Protagonisten. Er kann dieses immer wieder verschleiern, verstrickt sich dabei jedoch in ein wirres Lügennetz.

Der Protagonist inszeniert sich selbst als Reich, obwohl er von Aushilfsjobs leben muss. Dabei scheint er jedoch keine richtige Ausbildung zu haben und sein Studium scheint auch nicht sonderlich gut zu laufen.

Seine Einstellung zum Leben und den Leuten erscheint hipstermäßig zu sein, obwohl dies nur als Fassade dient. Dabei wird die ganze Lügengeschichte des Protagonisten immer verworrener, bis diese irgendwann bis zur Mafia reicht. Alles wird überschattet vom ominösen Neubauer, der niemand zu kennen scheint. Der Neubauer ist zu Anfang mit dem großen Gatsby vergleichbar. Immer wird er zu Partys eingeladen und soll kommen, doch niemand scheint ihn jemals gesehen zu haben.

Der Neubauer bleibt jedoch bis zum Schluss ein stummer Charakter, der zwar irgendwie anwesend ist, jedoch nie persönlich aufzutauchen scheint. Außer vielleicht im Hintergrund?


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