Corina Bomann Das Krähenweib

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Inhaltsangabe zu „Das Krähenweib“ von Corina Bomann

Krähenweib! Dieses Schimpfwort schallt Annalena im Walsrode des Jahres 1701 immer wieder entgegen, denn sie ist eine Unehrliche, eine Henkerstochter. Als sie den aufstrebenden Apothekerlehrling Johann Friedrich Böttger kennenlernt und sich in ihn verliebt, schöpft sie Hoffnung auf ein neues Leben. Doch Johanns alchemistische Versuche bringen die beiden in höchste Gefahr … "Ein Roman um große Gefühle und Stärke. Ergreifend und spannend, gut geschrieben und sehr lesenswert!" MDR 1

Historischer Roman, der mich leider nicht fesseln konnte

— rose7474
rose7474

Leider etwas langgezogen. Die Verknüpfung der Personen hat mir aber gefallen.

— tiggger
tiggger

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  • Das Kraehenweib

    Das Krähenweib
    rose7474

    rose7474

    23. August 2015 um 23:42

    Anfangs war der Roman spannend. Doch leider ab der Mitte wurde es ziemlich langatmig und langweilig. Die Geschichte hat Corina Bomann nach meiner Meinung zu sehr in die Laenge gezogen. Besonders die vielen Ausführungen zur Alchemie waren mir einfach zu viel. Daher habe ich den letzten Teil ueberflogen. Ich lese sehr gerne Buecher von dieser Autorin. War diesmal enttäuscht. Für mich ist dies der schlechteste Roman von Corina Bomann.

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  • Das Leben der Henkerstochter

    Das Krähenweib
    tiggger

    tiggger

    13. February 2015 um 12:46

    Dieses Buch hat mich an eine Geschichte heran geführt, die auf wahrer Begebenheit beruht und mit der ich gar nicht gerechnet habe, denn von dieser Thematik ist nichts im Klappentext erwähnt. Natürlich dreht es sich um das Leben der Protagonistin, aber eben nicht nur. Je weiter das Buch fortschritt, desto eher hat sich die Geschichte zu einer anderen Geschichte gewandelt. Es ist schwer das zu erklären, wenn man nichts verraten will. Es hat sich an manchen Stellen sehr langgezogen, daher von mir die drei Sterne, allerdings wurde es für mich besonders interessant, als ich verstanden habe, um wen es in dieser Geschichte eigentlich geht. Denn über diese Person habe ich schon einiges gelesen, aber diese Seite war mir noch unbekannt. Die Verknüpfung der einzelnen Personen hat mir gut gefallen, denn hierdurch wurde nicht nur das Leben einer Person beschrieben, sondern eher ein Umstand, der zur damaligen Zeit kein Einzelfall war.

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  • Das Krähenweib

    Das Krähenweib
    -sabine-

    -sabine-

    23. January 2015 um 19:45

    Ich habe schon einige Romane von Corina Bomann gelesen, und vor allem ihre Familiengeheimnisromane haben mir richtig gut gefallen. Dies ist nun mein erster historischer Roman von ihr – ich fand ihn zwar nicht schlecht, aber richtig begeistert bin ich auch nicht. Dabei liest sich die Geschichte um die junge Annalena, die von ihrem Mann geschlagen und gefoltert wird und endlich die Flucht von ihm schafft, wirklich gut und flüssig. Ich fand auch den Einstieg spannend und interessant, als Annalena auf der Flucht vor ihrem Mann durchs Land zieht. Im Mittelteil jedoch entwickelt sich die Geschichte dann in eine Richtung, die mich persönlich einfach nicht so angesprochen und mich daher auch etwas gelangweilt hat. Annalena lernt den Apothekerlehrling Johann Friedrich Böttger kennen und lieben – doch der hat vor allem eins im Sinn: die Alchemie. Mich hat die Thematik des Goldherstellens einfach nicht so interessiert und genau darüber wurde im Mittelteil viel erzählt. Mir war das zu langatmig – interessant fand ich nur – wie ich durch das Nachwort der Autorin erfahren habe - dass dieser Teil der Geschichte nicht fiktiv ist und dass es Johann Friedrich Böttger tatsächlich gegeben hat. Das hat für mich aber den Teil der Geschichte nicht fesselnder gemacht, zumal mir Johann nicht mal sonderlich sympathisch war. Spannend wird es dann aber wieder im letzten Drittel des Buches: Da das Goldmachen im Jahre 1701 nicht erlaubt war, müssen Annalena und Johann fliehen - doch die Flucht gestaltet sich schwierig und Johann gerät zwischen verschiedene Fronten. Dieser Teil war wirklich fesselnd und die Spannung hielt sich auch bis zum Schluss. Die Charaktere waren mir etwas zu flach und klischeehaft gestaltet. Es gibt die Guten und die Bösen – und es ist stets klar, wer wohin gehört. Die Guten scheinen keine Makel zu haben, die Bösen sind dies auch wirklich durch und durch. Das hat die Figuren für mich leider nicht so glaubhaft gemacht. Dennoch aber mochte ich Annalena gerne, aus ihrer Sicht wird auch die Geschichte erzählt. Sie ist einfach liebenswert und hat schon viel in ihrem kurzen Leben durchmachen müssen. Vor allem aber ihre Beharrlichkeit in einer Zeit, in der Frauen nicht viel wert waren, habe ich sehr geschätzt. Gerade im ersten und letzten Drittel habe ich Annalena auch gerne begleitet, im Mittelteil geht es leider mehr um Johann und um das Goldherstellen, Annalena spielt in diesem Teil leider nur eine untergeordnete Rolle. Was mir auch nicht gefallen hat, sind die vielen Zufälle, die gebraucht wurden, um die Geschichte voranzubringen. Gerade die immer wieder beschriebenen ganz zufälligen Begegnungen, durch die eine verlorengegangene Fährte wieder aufgenommen werden konnte, haben mich ein wenig genervt. Denn die Flucht von Annalena geht durch einen großen Landstrich und die Wahrscheinlichkeit, sich zufällig auf dem Marktplatz einer größeren Siedlung zu treffen, schien mir eher gering. Dafür hat das Buch einen sehr angenehmen und leicht lesbaren Schreibstil, der einem zwar nicht unbedingt das Gefühl gibt, einen historischen Roman zu lesen, dafür aber gerade im ersten und spannenden letzten Drittel die Seiten nur so dahinfliegen lässt. Mein Fazit So ganz überzeugen konnte mich dieser Roman leider nicht. Gerade im Mittelteil fand ich ihn langatmig und zäh, vielleicht aber auch, weil mich das Thema der Goldherstellung nicht so sehr interessiert hat. Außerdem waren mir zu viele Zufälle notwendig, um die Geschichte weiter zu bringen. Die Charaktere sind ein bisschen flach gezeichnet, dennoch mochte ich Annalena mit ihrer liebenswerten und beharrlichen Art einfach gerne und habe sie in der Geschichte gerne begleitet. Insgesamt aber konnte mich das Buch leider nicht überzeugen, ich gebe daher 3,5 Sterne.

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  • Eine tolle Geschichte

    Das Krähenweib
    Susi180

    Susi180

    04. December 2014 um 15:32

    Als Annalena Habrecht 1701 den aufstrebenden Apothekerlehrling Johann Friedrich Böttger kennenlernt, verliebt sie sich Hals über Kopf. Doch Johann hat neben ihr noch eine andere Geliebte: die Alchemie! Und diese Liebe ist trügerisch, denn sie führt den vermeintlichen Goldmacher in die Kerker Augusts des Starken. Annalena folgt ihm nach Dresden und fi ndet sogar eine Anstellung am Hof. Doch kann es ihr gelingen, Johann aus den Fängen des mächtigen Kurfürsten zu befreien? Quelle: www.Amazon.de Die Autorin: Corina Bomann, 1974 in Parchim geboren, entdeckte die Welt der Bücher schon recht früh für sich. Als Kind verzierte sie die Exemplare der heimischen Bibliothek mit eigenen "Wachsstift-Illustrationen", später, als sie das Schreiben erlernt hatte, begann sie, eigene kleine Geschichten zu verfassen. Langeweile in Schule und Bus füllte sie mit viel Fantasie aus, sodass aus kleinen Geschichten bald ganze Romane wurden, die zunächst mehrere Kladdehefte füllten. Die Hefte und eine alte Schreibmaschine wichen nach und nach dem Computer; ihre Geschichten entstiegen den Schubladen und fanden ihre Heimat bei Verlagen. Noch heute lebt Corina Bomann in Mecklenburg und nutzt die traumhafte Ruhe und wunderbare Landschaft, um ihre Romane zu spinnen. In ihrer zweiten Heimat Berlin lässt sie sich dagegen vom Puls der lebendigen Stadt inspirieren. Ihre große Liebe gilt der Geschichte, und so finden sich auch in ihrem neuen Roman "Die Schmetterlingsinsel" historische Elemente, die geschickt mit dem Heute verwoben werden. Quelle: www.Amazon.de Meine Meinung: Ich musste dieses Buch einfach lesen da die Autorin aus der gleichen Heimatstadt kommt wie ich. Ich habe auch bereits Krähenmann von ihr gelesen und das Buch hat mir super gefallen. Ich liebe jedoch historische Romane und ich finde hier ist ihr ein schönes Buch gelungen mit einer packenden Geschichte um Annalena und Johann. Das Buch war sehr authentisch und die Figuren sind so schön beschrieben das man denken könnte es gibt sie wirklich. Der Schreibstil von der Autorin gefällt mir sehr. Er ist flüssig und angenehm zu lesen. Auch die historischen Hintergründe sind hier sehr schön verarbeitet worden. Ein Buch in dem es alles gibt so wie es sich für einen guten historischen Roman gehört. Liebe, Verrat, Hoffnung und Versagen, alles ist in dieser Geschichte verarbeitet worden. Mich hat das Buch sehr mitgerissen und ich habe die Hauptprotagonistin Annalena sehr ins Herz geschlossen. Das Ende war für mich unerwartet aber stimmig mit der Geschichte. Ich möchte dieses Buch allen Lesern empfehlen die historische Romane genau so lieben wie ich Ein tolles Buch und ich werde mir nun auch noch weitere der Autorin ansehen. Mir hat es super gefallen und ich kann es nur empfehlen.

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  • Rezension zu "Das Krähenweib" von Corina Bomann

    Das Krähenweib
    Ines_Mueller

    Ines_Mueller

    "Er musterte Annalena von Kopf bis Fuß, so intensiv, dass sie beschämt den Blick senkte. Auch ohne einen Spiegel vor sich zu haben, wusste sie, wie sie aussah. Ihre Kleider waren nicht mehr als Lumpen." Als ich Corina Bomanns "Das Krähenweib" entdeckte, wusste ich sofort, dass ich dieses Buch lesen musste da es sich mit den Themen Alchemie und Henker im Mittelalter befasst. Doch eben diese Themen, die mich wahnsinnig interessierten, wurden leider nur oberflächlich bearbeitet und selbst die gezeigten Sachverhalte sind Lesern, die bereits den ein oder anderen historischen Roman gelesen haben, bekannt.  Auch der Schreibstil konnte mich leider absolut nicht überzeugen; war er doch sehr einfach gehalten und verhinderte somit ein Abtauchen in der Geschichte. Teilweise war der Schreibstil so oberflächlich, dass ich mich eher durch "Das Krähenweib" quälen musste. Als ebenfalls misslungen muss ich leider die Charaktere bezeichnen, die trotz Hintergrundgeschichte unglaublich flach und undetailliert waren. Zu keinem Zeitpunkt des Lesens konnte ich eine Beziehung zu ihnen aufbauen, sodass mich ihre Geschichte und Ansichten kaum interessierten, geschweige denn emotional berührten. Die Geschichte selbst dümpelt schlichtweg vor sich hin und kommt kaum vom Fleck. Insgesamt gibt es kaum Wendungen oder Höhepunkte, die mich begeistert hätten, sodass das Lesen bald zur Qual wurde. Letztendlich war ich froh, als ich das Buch schließen und weglegen konnte. Fazit: Schade, denn trotz großem Potenzials gelingt es Corina Bomann nicht, mich zu begeistern. Stattdessen musste ich mich mit einer ereignislosen Geschichte und flachen Charakteren befassen.

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    • 2
    Arun

    Arun

    28. June 2014 um 11:29
  • Das Krähenweib

    Das Krähenweib
    Tintagel

    Tintagel

    08. April 2014 um 11:20

    Von diesem Buch hatte ich mir definitiv mehr versprochen. Viel mehr um genau zu sein. Der Beginn war ja noch ganz vielversprechend, aber nach knapp der Hälfte ließ dieser Roman für mich ehrlich zu wünschen übrig. Keiner der Protagonisten konnte mich überzeugen, niemand in dem war mir sympathisch genug, um wirklich mitfiebern zu können. 

  • Rezension zu "Das Krähenweib" von Corina Bomann

    Das Krähenweib
    TigorA

    TigorA

    24. May 2012 um 22:31

    Annalena ist die Tochter eines Henkers und ganz wie es der Brauch ist heiratet sie in eine andere Henkersfamilie ein. Doch sie hat großes Pech, dass sie ausgerechnet an den brutalen Henkersknecht Peter Mertens vergeben wird. Dieser verprügelt und vergewaltigt sie regelmäßig, bis Annalena endlich den Mut findet wegzulaufen. In Berlin versucht sie ihrer Vergangenheit zu entfliehen und gibt sich als Magd aus. Ein Gewürzhändler nimmt sie schließlich in Stellung. Schon bald macht sie Bekanntschaft mit dem Apothekerlehrling Johann Böttger und verliebt sich. Johann allerdings ist besessen von der Alchemie und versucht Gold zu machen, was ihm schon bald die Garde des Königs auf den Hals hetzt. Wieder muss Annalena fliehen gemeinsam mit Johann. Im Großen und Ganzen hat mir das Buch ganz gut gefallen. Die Brutalität des Mittelalters, besonders gegenüber Frauen, zeigt sich auch in diesem historischen Roman wieder sehr deutlich und man leidet mit Annalena mit wenn ihr Ehemann sie wieder verprügelt. Schwer zu glauben, dass irgendjemand soetwas überlebt ohne daran völlig kaputt zu gehen. Aber unsere Heldin ist natürlich stark und macht sich endlich von ihrem Häscher los. Parallel wird die Geschichte vom Alchemisten Johann Böttger erzählt. Das Thema Alchemie hatte ich gar nicht so auf dem Schirm und es erschien mir ehrlichgesagt auch etwas unwirklich. Nichts destotrotz war es interessant. Besonders ins Herz geschlossen habe ich aber weder Johann noch Annalena. Leider. Johann war mir zu egoistisch und größenwahnsinnig mit seiner Goldmacherei. Und an Annalena mochte ich nicht, dass sie sich so schnell dem Johann an den Hals geworfen hat nach allem was ihr so wiederfahren ist. Also einige Teile des Buches wirkten auf mich einfach etwas weit hergeholt. Als ich dann aber im Abspann gelesen habe, dass es einige Personen und Begebenheiten wirklich gegeben hat, wie zum Beispiel auch Johann Böttger und seine Versuche Gold zu machen, war ich etwas überrascht. Damit hätte ich nun wirklich nicht gerechnet wo mir doch alles so komisch vorkam. Ich kann das Buch auf jeden Fall allen Fans von Historischen Romanen empfehlen, es ist nett zu lesen und hat ein paar interessante Aspekte.

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  • Rezension zu "Das Krähenweib" von Corina Bomann

    Das Krähenweib
    mabuerele

    mabuerele

    25. December 2010 um 15:54

    Annalena, Tochter eines Henkers,wird mit einem Henkerknecht verheiratet. Eines Tages flieht sie vor ihrem gewalttätigen Mann. In Berlin lernt sie Johann Böttcher kennen... Das Buch erzählt zum einen die Geschichte der Annalena, zum anderen die Lebensgeschichte des Johann Böttchers, des Erfinders des Meißner Porzellans. Dabei geht es vor allem um die Lebensjahre Böttchers in Berlin bis zu seiner Überstellung an den Dresdner Hof. Speziell in Dresden wird auch auf die historischen Ereignisse hingewiesen. So ist Annalena eine Zeit lang Dienerin von Fatima, einer Gespielin August des Starken. Mir hat der Roman gefallen. Die Geschichte Sachsens wird glaubwürdig erzählt. Die Fakten sind gut recherchiert. Neben dem Leben am Hof spiellt auch das Leben des Bürgertums eine Rolle. Die Machtlosigkeit einer Magd gegenüber ihrem Dienstherrn wird aufgezeigt. Nicht zuletzt wird dargestellt, welche besondere Rolle die Henker und ihre Familien spielten. Der Roman ist spannend geschrieben. Als Leser kann ich mich mit Annalena identifizieren. Sie hat es geschafft, sich aus den Zwängen ihres Standes zu befreien und sich dabei selbst treu zu bleiben. Gleichzeitig wird deutlich, wie Böttcher dem Drang nach Gold alles andere unterordnet. Ihm ist es gelungen, zwei Herrscher zu täuschen und so seinen Kopf zu retten. Doch seine Freiheit hat es ihm trotz allem gekostet.

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  • Rezension zu "Das Krähenweib" von Corina Bomann

    Das Krähenweib
    Klusi

    Klusi

    12. August 2010 um 12:33

    Schon als kleines Mädchen lernt die Henkerstochter Annalena Habrecht die Verachtung der Menschen kennen. Ihr Lebensweg scheint vorgezeichnet, und Jahre später ist sie selbst mit einem Henkersknecht verheiratet. Lange leidet sie still, aber eines Tages nimmt sie ihr Schicksal selbst in die Hand, und es gelingt ihr die Flucht vor ihrem gewalttätigen Ehemann. In Berlin findet Annalena eine Anstellung als Magd und lernt den sympathischen Apothekerlehrling Johann Friedrich Böttger kennen. Bald verliebt sie sich in den jungen Mann, aber sie muss seine Zuneigung mit einer starken Rivalin teilen, denn Johann hat sich der Alchemie verschrieben. Seine angebliche Fähigkeit, Gold herzustellen, macht ihn zum Spielball der Machthaber. Als er durch einen Verrat vom Preußenkönig gefangen genommen wird, droht ihm der Galgen, und er begibt sich freiwillig unter den Schutz des Kurfürsten von Sachsen, August II. Annalena kämpft um ihr Glück und um die Freiheit des Geliebten und gerät dabei immer wieder selbst in Gefahr. Ihre Vergangenheit droht, sie einzuholen. Die Verbindung zwischen Fiktion und wahrer Geschichte ist der Autorin hervorragend gelungen. Annalenas Schicksal wirkt durchweg realistisch und echt. Zwar ist dem Liebespaar im Roman nur wenig gemeinsame Zeit vergönnt, aber dieser Umstand lässt die Geschichte sehr glaubwürdig erscheinen. Sehr gut gefallen hat mir, dass Corina Bomann die historischen Figuren äußerst ausführlich und lebendig beschreibt und dadurch ihrer Erzählung ein hohes Maß an Authentizität verleiht. Mit Annalena hat der Roman eine starke und liebenswerte Protagonistin, die mit Beherztheit und Mut über sich hinauswächst und viel erreicht. Ihre Weggefährten durch die gesamte Handlung sind die Krähen. Als junge Frau wird sie „Krähenweib“ geschimpft, ihr schwarzes Haar erinnert immer wieder an das Gefieder dieser klugen und zugleich geheimnisvollen Vögel, die später zu ihren symbolischen Begleitern werden, was sich auch in der optischen Gestaltung des Buches wieder findet, denn jedes Deckblatt der fünf Hauptkapitel ziert eine Krähe. Praktisch und schön ist auch die Karte am Anfang des Romans, auf der man Annalenas Weg verfolgen kann. Insgesamt finde ich die Ausstattung sehr gelungen, denn so wie auf dem Gemälde „The Red Ribbon“, welches den Einband schmückt, kann man sich Annalena durchaus vorstellen. Im Hintergrund ist der Dresdner Neumarkt zur damaligen Zeit zu sehen. „Das Krähenweib“ hat mich nicht nur vorzüglich unterhalten und beeindruckt, sondern es hat auch mein Interesse an dem beschriebenen Zeitabschnitt und den historischen Figuren geweckt. Bei meinem nächsten Dresden-Besuch werde ich die Stadt ganz sicher aus einem anderen Blickwinkel betrachten und mir die Handlungsorte in Erinnerung rufen.

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  • Rezension zu "Das Krähenweib" von Corina Bomann

    Das Krähenweib
    Binea_Literatwo

    Binea_Literatwo

    Ein Stapel Bücher liegt neben mir. Alle möglichen Genre von Psychothriller, Gegenwartsliteratur, über Sommerlektüre und einige Neuerscheinungen, die Bestseller werden könnten, und dann ein einziges historisches Buch, der Roman von Corina Bomann. Soll ich oder soll ich nicht? Jedes Mal aufs Neue überlege ich, ob ich mal wieder etwas Historisches lesen sollte, obwohl alle anderen Bücher lauter nach mir rufen und von mir gelesen werden wollen. Warum muss ich mich überwinden, obwohl ich noch nie von historischen Romanen enttäuscht wurde, frage ich mich. Ich greife zu und will einfach nur anlesen, um zu sehen, ob ich mit etwas Historischem gut betraten bin, und schon bin ich im Jahr 1684 und finde ganz zu Anfang eine alte Karte von Deutschland vor. Keine Frage, ich bin im Buch und bin bei Lenchen, Annalena, die gerade als Krähenweib beschimpft wird und tief traurig ist. Als Tochter eines Henkers wird man als schlechter Mensch angesehen, doch der Mut ihres Vaters lässt sie nicht verzagen und sie kämpft sich durch ihr Leben. „Krähenweib, Krähenweib, Lumpen hängen an deinem Leib!“ Als Ehefrau von Mertens aus Walsrode, ebenfalls Henker, wird sie geprügelt, ausgepeitscht und pflegt täglich ihre Wunden, bis sie sich endlich stark genug fühlt und sich davon stehlen will, doch vorher würde sie ihn gern genauso gefoltert und gequält und anschließend tot sehen, wie Mertens es bei den zum Tode Verurteilten tut. „Nimm meinen Segen mit auf den Weg, Henkerstochter. Möge dir von nun an ein besseres Leben beschieden sein.“ Die Flucht scheint vorerst zu gelingen und Annalena schafft es ein ganzes Stück alleine, doch erneut muss sie von ihrem vorerst sicher geglaubten Ort fliehen. Als sie aus einer Ohnmacht erwacht, findet sie sich in Oranienburg wieder. Nach einer kleinen Pause begibt sie sich nach Berlin und sucht sich eine Anstellung. Es verschlägt sie als Magd zu einem Krämer, dem Krämer Röber. Sie beugt sich ihren Aufgaben und lernt Hildegard, die Hausherrin, wie auch die andere Magd Marlies kennen. Doch ihre volle Aufmerksamkeit wird erweckt, als ihr der Apothekerlehrling Johann Friedrich Böttger über den Weg läuft, obwohl Annalena für immer frei sein, keinen Ehemann mehr haben wollte. Beide scheinen sehr verliebt, doch der junge Böttger teilt seine Liebe. Zwar mit keiner anderen Frau, dennoch einer starken Konkurrenz, denn die Alchemie verlangt viel Zeit und zudem experimentiert er heimlich und meist nachts. Auch sein Aufzeichnungsbuch, seinen kleine Schatz muss er behüten, denn dort stehen seine Erfahrungen und Geheimnisse sorgfältig nieder geschrieben. Er darf sich nicht erwischen lassen, doch sein Handeln und Tun bleibt nicht lange unbeobachtet und Böttger muss sein Können beweisen. Mit dem Herstellen von Gold könnte er reich und berühmt werden, das wollen auch die Herrscher und sie pirschen sich nach und nach an ihn heran, wollen ihn wegen seiner Macht. Böttger kann trotz Warnungen das Spiel mit dem Feuer nicht lassen, der Stein der Weisen lockt ihn und das Glänzen der Goldstücke ist für ihn die große Verlockung. Annalena steht an seiner Seite, eine Flucht scheint die einzige Lösung. Ein Neubeginn in einer anderen Stadt ,wo beide unerkannt leben können, sich neu ordnen und ihre Liebe zelebrieren können. „Nicht beachtet und für normal angesehen zu werden, war für sie das Paradies.“ Der Traum scheint von kurzer Dauer, denn Böttger und seine Alchemieversuche scheinen sich wie ein Lauffeuer verbreitet zu haben und beide werden erkannt. Jeder Tag wird nun ein Kampf, ein Kampf um ihren Lebensmann und auch ein Kampf um ihre Vergangenheit, der bestritten werden muss. „Die Liebe, mein Freund, geht manchmal seltsame Wege…“ Corina Bomann lässt die Liebe in den schweren Zeiten zu Wort kommen und dabei bleiben die wichtigen historischen Fakten nicht auf der Strecke. Historische und menschliche Begebenheiten, wie sie es heute und auch damals gab, im perfekten Zusammenspiel mit einem großen Spannungsbogen und Worten, die den Leser federleicht um Jahrhunderte zurück versetzen, ohne es zu spüren. Das Nachwort zum Buch verfeinert die historischen Fakten und zeigt, welche Personen neben den geschichtlich belegten aus Corinna Bomanns Feder entsprungen sind. Ein wahrlich goldener Schatz, der dem kostbaren Porzellan ebenbürtig ist. Außerdem liest Corina Bomann aus dem „Krähenweib“ auf dem Literaturfest in Meißen, bekannt für das „weiße Gold“ und die dazugehörige Manufaktur welche im „Krähenweib“ zu finden ist, sowie aus ihrem neuen Buch. http://blog.lovelybooks.de/2010/06/08/literaturfest-meisen-08-13-06-2010/ Eine Treffen mit Corina Bomann folgt und dazu auch ein Interview auf dem Blog.Lovelybooks.

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  • Rezension zu "Das Krähenweib" von Corina Bomann

    Das Krähenweib
    Mr. Rail

    Mr. Rail

    09. June 2010 um 19:09

    Es gibt sie noch – die großen historischen Romane. Bücher, die den Leser schon zu Beginn der eigentlichen Geschichte an eine geheime Schatztruhe heranführen. Man öffnet sie und wühlt ein wenig herum, bis man die passende Bekleidung und Ausrüstung gefunden hat, um an der Seite seiner Lieblingsfigur in eine längst vergangene Epoche einzutauchen. Man muss gut wählen, sich gut vorbereiten - sonst wird es gefährlich. „Das Krähenweib“ eröffnet mir viele Möglichkeiten und ich schlüpfe im Jahre 1701 schnell in die Rolle eines gut betuchten Reisenden durch die Herzogtümer, Kurfürstentümer und Grafschaften eines Landes, das man viel später einmal Deutschland nennen sollte. Regionale Fürsten kämpfen um Macht und Territorien, leben dabei auf Kosten des gemeinen Volkes in Saus und Braus und nähren sich redlich am Blut ihrer Untertanen. Auf meiner beschwerlichen Reise begegne ich einer mehr als bemerkenswerten jungen Frau. Annalena Habrecht, Gattin eines Henkerknechts aus Walsrode, leidet augenscheinlich unter den Schmähungen der einfachen Bürger und unter der Gewalt ihres eigenen Mannes Mertens. Ihr Stand wird verachtet, niemand will etwas mit den Vollstreckern grausamer Urteile zu tun haben und Mertens ist getrieben von der perversen Lust, seine eigene Frau zu demütigen und sie bei jeder Gelegenheit brutal auszupeitschen, um sie gefügig zu halten. Ihr zernarbter Rücken brandmarkt sie für Außenstehende, da eigentlich nur Huren oder Diebe so behandelt werden. Rechtlos ist Annalena - hilflos jedoch nicht. Vor die Wahl gestellt, weiter zu leiden oder zu handeln, ergreift sie in einer todesmutigen Aktion die Flucht, in der Hoffnung, ihr Schicksal besiegt zu haben. Ihr Weg führt sie auf Umwegen nach Berlin, wo sie endlich eine Anstellung als Magd eines Händlers findet. Befreit von der Last der Vergangenheit verliebt sie sich in den Apothekerlehrling Friedrich Böttger, der neben ihr jedoch einer zweiten Geliebten verfallen ist. Die Alchemie. Böttger ist auf der Suche nach dem Stein der Weisen und dem Weg aller Wege zum unendlichen Reichtum: er will Gold herstellen, koste es was es wolle - selbst seinen guten Ruf setzt er aufs Spiel. Annalena verknüpft ihren Lebensweg und alle Liebe, zu der sie fähig ist, mit diesem hoffnungsvollen und hoch talentierten Mann. Dass sie hierbei jedoch nicht die Einzige ist, die um seine Gunst kämpft, wird ihr zu spät bewusst. Böttger wird zum Spielball der Herrscher, die in ihm die Gelegenheit sehen, ihre Schatzkammern zu füllen, um weiter Kriege zu finanzieren. Im Strudel der Ereignisse werden sie fliehend getrennt und erreichen ihr vorläufiges Ziel, das aufstrebende Dresden kurz nach der Wende zum 18. Jahrhundert. Eine weitere Fügung des Schicksals bringt beide, zwar getrennt voneinander aber doch im Herzen untrennbar vereint an den Hof des sächsischen Kurfürsten August des Starken. Böttgers scheinbare Fähigkeiten machen ihn zum wertvollsten Besitz des Herrschers - und damit zu seinem Gefangenen. „Gold oder der Strang“, so lässt sich sein Arbeiten beschreiben. Und Annalena, nun die Magd der fürstlichen Mätresse, setzt alle Hebel in Bewegung, ihren Geliebten zu befreien um endlich einen gemeinsamen Weg gehen zu können. Doch sie sind nicht alleine. Preußische Spione und Menschen aus Annalenas Vergangenheit haben die Spur längst aufgenommen und wähnen sich in Dresden am Ziel ihrer Macht- und Rachegelüste. Annalena spürte, wie sich etwas in ihrer Kehle zusammenzog. „Das Gold“, dachte sie. „Das Gold hat wieder mal gewonnen.“ Gibt es Hoffnung für die Beiden? Ich könnte es verraten, tue ich aber nicht. Ich steige in meine Kutsche und reise weiter. Ich wurde Zeuge einer tiefgründigen Geschichte, die man sich noch lange am Lagerfeuer erzählen wird. Die Geschichte von Annalena Habrecht, einer mutigen und großen Frau niederen Standes. Mit pechschwarzem Haar und blütenweißer Seele. Eine schillernde einfache Frau, die für mich immer mehr sein wird als „Das Krähenweib“. Und ich lernte Friedrich Böttger kennen, der statt des Goldes etwas entdeckte, das ihn Geschichte schreiben ließ. Diese jedoch steht auf einem anderen Blatt Papier. Corina Bomann ist es gelungen, historisch belegte Fakten mit ihrer Phantasie anzureichern, den realen Figuren Leben einzuhauchen und ihnen Romanfiguren an die Seite zu stellen, die es einfach gegeben haben muss. Lokalkolorit und eine starke Geschichte zeichnen diesen Roman ebenso aus, wie das detaillierte, historisch fundierte Nachwort zu den verbrieften Personen und Rahmenbedingungen des beginnenden 18. Jahrhunderts. Absolut Lesenswert. Annalena hat sich das Fliegen selbst beigebracht, egal wie oft sie am Boden lag, oder wer auch immer versuchte ihr die Federn auszureißen. Flieg…. „Denn Krähen leben dann am besten, wenn sie frei sind. Nichts anderes will ich sein.“ *** Corina Bomann - demnächst zu Gast beim Literaturfest in Meißen (11. - 13.06.2010). Wie passend!

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  • Rezension zu "Das Krähenweib" von Corina Bomann

    Das Krähenweib
    Fritzmaus

    Fritzmaus

    30. May 2010 um 13:50

    "Krähenweib, Krähenweib, Lumpen hängen an deinem Leib!" Dieser 1. Satz aus dem Klappentext ist der Beginn der Geschichte um Annalena Habrecht. Sie wurde als "Unehrliche" bzw. als Tochter eines Henkers geboren und musste seit frühester Kindheit mit solchen Beschimpfungen umgehen lernen. Niemand unter den "normalen" Bürgern würde sie ehelichen wollen. Deshalb muss sie sich ihrem Schicksal fügen und wird mit einem Mann verheiratet, der dem gleichen unehrlichen Stand angehört. Ihr Mann erfreut sich daran sie zu quälen und zu misshandeln. Bis ihr eines Tages klar wird, dass er sie irgendwann zu Tode prügeln wird, wenn sie nicht flieht. Sie findet diesen Weg und ihre Flucht macht Station in Berlin. Dort findet sie als Magd eine Anstellung bei einem Kaufmann und lernt den Apothekerlehrling Johann Friedrich Böttger kennen und lieben. Auch er verliebt sich in Annalena, aber er ist auch besessen von seiner zweiten Liebe zur Alchemie. Der Wunsch Gold herzustellen beherrscht ihn bald so, dass er leichtsinnig wird und Aufmerksamkeit erregt, die Personen auf den Plan ruft die ein reges Interesse an seiner Kunst haben, welches Johannes in große Gefahr bringt. Wieder befindet sich Annalena auf der Flucht, die dieses Mal in Dresden Station macht, da Johannes in die Fänge von August demStarken geraten ist. Hält die Liebe zwischen Annalena und Johannes diesem Abenteuer stand? Und Annalenas Mann hat wohl auch noch eine Rechnung mit ihr offen. ___ Die Hauptprotagonistin ist natürlich Annalena, aber schon bald wird die Geschichte beherrscht von Johannes und seiner Sucht, Gold herstellen zu wollen. Die Gedanken von Johannes werden im Buch als die geheimen Aufzeichnungen des Johann Friedrich Böttger in Kursivschrift hervorgehoben. Rundum ein schöner Deutsch-Historischer Roman der am Ende vielleicht sogar in der Lage ist, Zweifler in seinen Bann zu ziehen. Tränen konnte ich mir auch nicht verkneifen, was für mich aber doch immer ein Zeichen dafür ist, dass die Figuren so gut beschrieben sind, dass ich mich mit ihnen verbinden konnte.

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  • Rezension zu "Das Krähenweib" von Corina Bomann

    Das Krähenweib
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    15. May 2010 um 20:26

    Annalena hat es in ihrem Leben alles andere als leicht und doch sehnt sie sich nur nach einem: ein wenig Glück in ihrem Leben. Dieses Glück scheint endlich in greifbarer Nähe, als sie den jungen Apothekerlehring Johann Böttger kennenlernt. Die beiden verlieben sich ineinander. Doch schon bald droht Böttgers zweite Liebe, das Gold, die beiden zu entzweien... "Das Krähenweib" war mein erster Roman der Autorin, wird aber garantiert nicht mein letzter bleiben. Mit Annalena hat Corina Bomann eine sympathische Protagonistin geschaffen, die gegen die Zwänge ihres Standes kämpft und dabei für ihr Glück kämpft. Annalena ist eine interessante Persönlichkeit, die im Verlauf der Geschichte durchaus zu überraschen weiß und den Leser für sich einnimmt. Ähnlich verhält es sich mit dem zweiten Protagonisten: Johann Böttger. Zwar möchte man ihn zwischendurch mächtig gegen die Wand klatschen, wenn man manchmal auf seine scheinbar bodenlose Naivität trifft, aber er ist dabei so charmant und liebenswert, dass man ihm nie lange böse sein kann. Die Geschichte selbst ist rasant und hält einige Überraschungen bereit und der flüssige Schreibstil lassen ein Kopfkino entstehen, dass einen für ein paar Stunden vom stressigen Alltag ablenken kann und einen in das Jahr 1701 entführt. Vor allem gut gelungen ist der Mix auf Fiktion und historischen Fakten, die sich in einanderfügen und ein Ganzes ergeben. Besonders gelungen ist das Motiv der Krähe. Das Tier ziert nicht nur Buchunterschriften, sondern zieht sich auch als Motiv durch das ganze Buch. Der Vogel ist allgegenwärtig. "Das Krähenweib" ist ein spannender, farbenreicher Roman, den ich wirklich nur empfehlen kann!

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  • Rezension zu "Das Krähenweib" von Corina Bomann

    Das Krähenweib
    Sternenstaubfee

    Sternenstaubfee

    08. May 2010 um 17:17

    1701: Annalena wächst als Tochter eines Henkers heran. Schön früh bekommt sie zu spüren, daß das Volk sie nicht akzeptiert. Henkersfamilien werden aus der Gemeinschaft ausgeschlossen und sind nicht gern gesehen. So bleibt Annalena auch als Frau nichts anderes übrig, als in eine andere Henkersfamilie einzuheiraten. Eine Hochzeit außer Standes ist nicht möglich. Ihr Ehemann aber mißbraucht sie. Fast jeden Tag wird sie gezüchtigt; ihr Rücken ist bereits übersät mit Narben von Peitschenhieben. Als ihr Gatte wieder einmal zur Peitsche greift, reagiert Annalena spontan und stößt ihren Mann die Treppe hinunter. Ihr bleibt nun nur die Flucht, und so kommt sie nach Berlin. Dort arbeitet sie als Magd bei einem Gewürzhändler und lernt den Apothekerlehrling Johann kennen. Die beiden verlieben sich ineinander, und endlich ist Annalena glücklich. Leider hält dieses Glück nicht lange, denn Johann hat noch eine andere Liebe: die Alchemie! Er versucht heimlich, aus Metall Gold zu machen. Als der König davon erfährt, muß er fliehen. Annalena flieht mit ihm gemeinsam, und so kommen die beiden bald nach Wittenberg und Dresden. Abgesandte des preußischen Königs und der Gewürzhändler sind den beiden auf den Fersen, und auch Annalenas Ehemann hat noch eine Rechnung mit ihr offen... Unglaublich fesselnd wird die Geschichte von Annalena und Johann erzählt, so daß man sich schon fast selbst in die Zeit zurückversetzt fühlt! Man fühlt und leidet, hofft und bangt mit den Protagonisten. Die Charaktere werden sehr ausführlich geschildert, und man kann fast die Städte von früher vor sich sehen! Die Handlung wird nie langweilig; immer wieder tauchen neue interessante Begebenheiten auf. Fazit: ein unglaublich gelungener und absolut lesenswerter Roman mit viel Gefühl und Spannung!

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  • Rezension zu "Das Krähenweib" von Corina Bomann

    Das Krähenweib
    Büchermona

    Büchermona

    23. April 2010 um 19:44

    Kurzbeschreibung: Als Annalena Habrecht 1701 den aufstrebenden Apothekerlehrling Johann Friedrich Böttger kennenlernt, verliebt sie sich Hals über Kopf. Doch Johann hat neben ihr noch eine andere Geliebte: die Alchemie! Und diese Liebe ist trügerisch, denn sie führt den vermeintlichen Goldmacher in die Kerker Augusts des Starken. Annalena folgt ihm nach Dresden und findet sogar eine Anstellung am Hof. Doch kann es ihr gelingen, Johann aus den Fängen des mächtigen Kurfürsten zu befreien? Ein Buch, wo die Protagonistin aus einer fast unbekannten Schicht kommt… Henker sind sonst bloß die, welche das Leben anderer beenden und die von den Helden unzähliger Geschichten gefürchtet werden. Doch schon der Prolog, wo Annalena noch ein kleines Mädchen ist und weint, macht die ganze Handlung von Beginn an menschlich und man hat Annalena als Henkerstochter gern. Annalena ist verheiratet mit einem gewalttätigen Mann, der sie erniedrigt und unterdrückt. Er ergötzt sich täglich an ihrer Furcht. Annalena kämpft gegen die Vorurteile, die ihren niederen Stand umgeben und flieht schließlich auch von ihrem Gatten nach Berlin. Johann ist ein netter Bursche mit Herz. Dieses gehört allerdings nicht nur Annalena sondern auch der Forschung. Er will Gold herstellen können, ebenso wie den mächtigen Stein der Weisen. Die Alchemie steht als starker Gegner zwischen Annalena und Johann. Doch die Goldmacherei zieht bald viel größere Probleme mit sich. Johann bekommt Angst vor der Macht des Goldes und flieht zu Annalena. Als der König ihn mit einer hohen Belohnung suchen lässt, wird Johann verraten. Rasant und entgegen jedem Vorurteil wird die zarte Liebe auf eine harte Probe gestellt. Krähen ziehen sich als roter Faden durch das gesamte Buch. Die Bedeutung erschließt sich beim Lesen. Während der Handlung findet Annalena mächtige Freunde und eiskalte Feinde. Bis zum Schluss wird die Antwort auf die Eine Frage: Werden sich Johann und Annalena wiedersehen? hinausgezögert. Und auch Annalenas Ehemann möchte noch eine offene Rechnung mit seiner Frau begleichen. Gefühlvoll, spannend und traurig zugleich hat mich das Buch berührt zurückgelassen. Eine Geschichte über eine starke Persönlichkeit, die gegen die Zwänge ihres Standes kämpft. Mein Fazit: Absolut empfehlenswert!

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