Corina Bomann Der Lilienpakt

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Inhaltsangabe zu „Der Lilienpakt“ von Corina Bomann

Frankreich 1643: Die siebzehnjährige Christine muss den Mord an ihrer Familie miterleben und befindet sich seitdem auf der Flucht – getrieben von dem Plan, die Schuldigen zu entlarven. Ein Schmied nimmt sie nur widerwillig auf, denn er hat Angst vor dem Geheimbund >Schwarze Lilie<, der anscheinend etwas mit dem Mord zu tun hat. Als der Musketier d'Athos in Christines Leben tritt, scheint sie ihrem Ziel ein Stück näher. Gemeinsam mit seinen Kameraden Porthos und Aramitz will er die Mörder finden. Auch Jules, der Sohn des Schmieds, schließt sich ihnen an, für den Christine bald mehr als bloß Freundschaft empfindet. Doch die Gefahr, in der sie schwebt, ist noch nicht gebannt …

Es ist schlimm, wenn die Brüder zu den Musketieren dürfen und das Mädchen soll mit 14 Jahren heiraten. Christine will das aber nicht.

— Bluesky_13

Die drei Musketiere mal etwas anders- und aus Sicht eines kleinen Mädchens. Super!

— annasbookshelf
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  • Nicht nur die Musketiere können kämpfen

    Der Lilienpakt

    Bluesky_13

    21. November 2017 um 02:18

    INHALT Das Buch beginnt im Frühjahr 1643 und es wird uns von einem jungen Mädchen erzählt, das eigentlich lieber ein Junge gewesen wäre. Sie hätte, als die noch klein war, lieber mit den Brüdern gespielt. Stattdessen musste sie sich mit Laute spielen und sticken langweilen. Sie war im Jahre 1639 bereits 14 Jahre alt und andere Mädchen in ihrem Alter waren bereits verheiratet und bekamen Kinder. Aber Christine verstand es immer wieder, ihre Eltern davon zu überzeugen, dass sie noch zu jung ist für die Ehe. Sie machte Streiche und lauter anderes dummer Zeug, was man als Mädchen nicht machte. Sie war eigentlich fürs Fechten geboren, denn sie war eine d´Autreville. Sie gestand ihrem Vater, dass sie Fechten lernen wollte und zu ihrer Überraschung war der Vater gar nicht böse. Sie musste ihm nur versprechen, dass sie sich für die anderen Dinge, die ein Mädchen macht auch interessierte. Dann würde er veranlassen, dass man sie das Fechten lernte. Ihre Brüder würden ja bald zu den Musketieren gehören und dort würde sie niemals hinkommen. Ihre Brüder freuten sich scheinbar gar nicht so sehr, dass sie bald in die Kaserne der Musketiere durften. Die hingegen wäre da gerne hingegangen. Als ihre Brüder bei den Musketieren aufgenommen waren, verreiste Christine mit ihrer Mutter, nach Italien. Sie verstand das gar nicht, was sollte diese Reise? Keiner sagte etwas, doch sie merkte, dass hier irgendwas nicht stimmte. In dem Moment, als ihre Mutter ihr alles erklären wollte, kamen Reiter und alles musste schnell gehen. Ihr Vater brachte sie zu einem Versteck und zugleich geheimen Gang. In diesem Versteck bekam sie mit, wie ihre Familie getötet wurde und sie bekam auch mit, dass man nach ihr suchte. Warum nur? MEINE MEINUNG Das Buch ist sehr abenteuerlich geschrieben und die Geschichte ist wirklich gut. In diesem Werk geht es um die Geschichte der Musketiere. Die Autorin versteht es wirklich, ihre Geschichten so plastisch zu schreiben, dass man das Abenteuer wirklich miterlebt. Christine ist noch sehr jung und muss aber in ihren jungen Jahren schon viel erleben. Ihre Eltern und ihre Brüder werden ermordet und sie bekommt das alles mit. Sie schließt sich dann dem Waffenschmied und seinem Sohn aus Paris an. Sie täuscht ihren Tod vor, indem sie Julie ihrer Zofe, die auch tot war, ihre Kleider anzog. Julie sah ihr sehr ähnlich, dass sagte auch Jules, der Sohn des Waffenschmieds. Sie war sehr schlau für ihr Alter, denn sie war ganz allein auf diese Idee gekommen. Das Buch ist spannend und sehr abenteuerlich. Ich habe jede Seite genossen und auch gerne gelesen. Ich bewundere Christine, die sich zu Christian machte um zu überleben und um die Mörder ihrer Familie zu finden. Das Buch ist super schön und spannend geschrieben und auch die Geschichte der Musketiere ist meisterhaft recherchiert, das Zeigen uns die letzten paar Seiten in diesem Buch. Da sind die richtigen Namen der 4 Musketiere niedergeschrieben und auch so gibt es noch einige sehr aufschlussreiche Erklärungen über die Geschichte. Ich kann das Buch wirklich nur weiterempfehlen, denn so lernt man zum Teil das Leben eines Musketiers kennen und auch seine Aufgaben. Musketiere unterlagen direkt dem König und sie kämpften auch für das Königshaus. Dieses Buch zeigt uns, dass wenn man in manchen Entscheidungen einfach mutiger ist, dann kann man auch etwas erreichen. Mut ist auch ein Überlebenswille, den heutzutage Menschen bei Kleinigkeiten völlig ignorieren. Wenn man dann so eine Geschichte liest, dann sieht man erstmal wieder, was für ein schreckliches und schwieriges Leben es früher war. Wenn man so ein Leben heute leben müsste, dann würden sehr wenige Menschen überleben, denn heute hat keiner mehr den Biss, wie es die Menschen früher hatten. Die Jugend heute wächst ja auch so behütet auf, dass sie mit solchen Abenteuern überhaupt nicht konfrontiert werden. Was wir heute als Abenteuer ansehen, war früher zum Überleben wichtig. Hätten die Leute den Biss nicht gehabt, wären sehr viel mehr Menschen gestorben. Eure Bluesky_13 Rosi         

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  • Chapeau!

    Der Lilienpakt

    Fantasia08

    24. August 2015 um 11:28

    Ein Muss für alle Liebhaber/innen von historischen Romanen. 

  • spannend

    Der Lilienpakt

    Gimagemelli

    03. April 2013 um 11:29

    Ich mag eigentlich keine historische Romane und die Musketiere auch nicht wirklich aber das Buch war schön und spannend.  Ich habe es gern gelesen.

  • Rezension zu "Der Lilienpakt" von Corina Bomann

    Der Lilienpakt

    Selina_

    07. December 2011 um 19:01

    Inhalt: Frankreich, im Jahre 1643: Die 17-jährige Christine muss den Mord an ihrer Familie miterleben und ist seitdem auf der Flucht. Sie versucht herauszubekommen, was es mit dem Mord auf sich hat und bittet deshalb einen Schmied in Paris, sie als Junge verkleidet aufzunehmen. Schon bald hört sie von dem Geheimbund "Schwarze Lilie" und vermutet, dass dieser etwas mit dem Mord zu tun hat. Wenig später schließt Christine sich dem Musketier d'Athos als Diener an, um den Mörder zu finden... Infos zu Buch: "Der Lilienpakt" ist im Ueberreuter Verlag erschienen, hat 366 Seiten und kostet gebunden € 12,95 [D]. Es gibt keine Fortsetzungsbände. Die Geschichte würde ich ab etwa 13-14 Jahren empfehlen. Cover: Das Cover gefällt mir insgesamt ziemlich gut. Ich denke mal, dass Christine darauf zu sehen ist, was natürlich passen würde. Die Farben sind gut gewählt und es ist nicht so modern gestaltet, da die Geschichte ja im 17. Jahrhundert spielt. Allerdings finde ich es schade, dass es zum Buch keinen Schutzumschlag gibt, obwohl es ja gebunden ist. Autorin: Corina Bomann wurde 1974 in Parchim geboren. Nachdem sie elf Jahre lang im medizinischen Bereich tätig war, hat sie ihr Hobby zum Beruf gemacht und widmet sich nun ganz dem Schreiben. Am liebsten verfasst sie historische Romane für Jugendliche und Erwachsene. Meine Meinung: Zu diesem Buch gibt es unheimlich viele positive Fakten, aber auch einen ziemlich großen Kritikpunkt. Ich fange mal mit dem Positiven an: Dank des tollen flüssigen Schreibstils konnte ich mich unheimlich gut in die Geschichte hineinversetzen. Sie ist nicht ganz modern, aber trotzdem verständlich geschrieben. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, besonders die Hauptperson Christine. Das Buch ist aus der Ich-Perspektive, also aus Christines Sicht, geschrieben. Deshalb kann man sich als Leser sehr gut in sie hineinversetzen und ihre Gedanken, Gefühle und Handlungen besser nachvollziehen. Ebenfalls gut hat mir das Nachwort der Autorin gefallen. Sie schildert darin Näheres über einzelne Personen im Buch, die es teilweise sogar in Wirklichkeit gegeben hat. Kommen wir zu dem negativen Aspekt: Wer wie ich ein spannendes Buch erwartet, wird wohl leider enttäuscht werden. Es war zwar stellenweise fesselnd, aber auch oft vorhersehbar. Spannende Stellen kamen immer sehr plötzlich und endeten auch nach etwa 10 Seiten wieder. Die Grundidee der Geschichte ist ja sehr gut und man hätte viel mehr daraus machen können, auch in Sachen Spannung. Dadurch habe ich für dieses Buch mehr als eine Woche gebraucht, was für mich schon ziemlich lange ist... Schade eigentlich. Fazit: Insgesamt ein gutes Buch, auch wenn die Spannung oft fehlte. Dennoch gebe ich: ♣♣♣♣♣♣♣♣♣♣ (7 von 10 Punkten)

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  • Frage zu "Blutrote Lilien" von Kathleen Weise

    Blutrote Lilien

    Anne24

    Kann mir jemand gute historische Bücher für Jugendliche ab 14 Jahren empfehlen? So etwas in der Art wie "Blutrote Lilien" zum Beispiel... Danke euch schonmal!

    • 7

    Cadiz

    09. November 2011 um 16:32
  • Rezension zu "Der Lilienpakt" von Corina Bomann

    Der Lilienpakt

    wollsoeckchen88

    27. July 2011 um 13:40

    'Der Lilienpakt' von Corina Bomann ist ein überraschend gut geschriebenes Jugendbuch, das den Leser mit auf die Reise ins Frankreich des 17. Jahrhunderts nimmt. Dort treffen wir auf Geheimbünde, auf Verschwörungen und Intrigen und natürlich auf die drei Musketiere von Dumas. Zunächst von mir skeptisch beäugt, erwies sich 'Der Lilienpakt' als kleines Schmuckstück. Frau Bomann erzählt sehr dicht, sodass keinerlei Längen in der Handlung entstehen. Es war sogar so spannend, dass ich das Buch gar nicht aus den Händen legen wollte. Die Hauptperson Christine ist ganz sympathisch, allerdings eine Spur zu Mary-Sue und dass sie auf jeder Seite alles und jeden in Frage stellt, ist auf die Dauer ein wenig nervig. Dennoch passt sie gut in die Handlung und in das übrige Personengefüge, ohne es zu dominieren. Die übrigen Charaktere sind ebenfalls liebevoll gestaltet, allen voran die Musketiere Athos, Porthos und Aramis. Man merkt, dass Frau Bomann behutsam und respektvoll mit dem Erbe Dumas umgeht und sich darum bemüht, die drei sowohl im historischen wie auch literarischen Sinne in-character zu gestalten. Alles in allem macht dies den 'Lilienpakt' zu einem unterhaltsamen und kurzweiligen Page-Turner, der nicht nur Jugendliche mit dem Musketierfieber zu infizieren vermag.

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  • Rezension zu "Der Lilienpakt" von Corina Bomann

    Der Lilienpakt

    Aniday

    21. June 2011 um 18:22

    Die 17jährige Christine ist ein ungewöhnliches Mädchen ihrer Zeit - sie fürchtet die Heirat und liebt das Fechten, auch wenn sich das für eine Frau, insbesondere eine Comtesse, kaum ziemt. Nachdem ihre Familie ermordet wird und nur sie entkommt täuscht sie ihren Tod vor und taucht als Junge in Paris unter. Ihr einziges Ziel: Die Mörder ihrer Familie finden und bestrafen. Ein Geheimbund, "Die schwarze Lilie" scheint bei der ganzen Sache ebenso eine Rolle zu spielen wie ein Geheimnis, welches man vor ihr versteckt zu haben scheint... Klasse geschrieben, ich konnte es mir beim lesen bildlich vorstellen, als sei ich mittendrin. Die Geschichte um Christine ist spannend, immer stückweise kommt man dem Geheimnis auf die Spur. Obwohl man oft ein wenig ahnt, was sie noch nicht wissen kann ist man der Protagonistin, aus deren Sicht der Großteil des Buches geschrieben ist, nie zu weit voraus. Vielleicht alles in allem keine außergewöhnliche Geschichte, aber schön zu lesen und ich hatte meinen Spaß daran. Nur eine Sache hat mich einige Zeit ziemlich irritiert: Das Buch ist in drei Bücher unterteilt, wobei das erste im Frühjahr 1643 spielen soll, das zweite Frühjahr 1645 und das dritte Winter 1643. Da die Geschichte fortlaufend ist und keine größeren Zeitsprünge beinhaltet ist das dann wohl ein Druckfehler gewesen ;)

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  • Rezension zu "Der Lilienpakt" von Corina Bomann

    Der Lilienpakt

    Charlousie

    20. June 2011 um 21:06

    […] Wie ihr seht, ist aus euch eine junge Frau geworden. Eine Frau, die sich durchaus wehren kann. Mag die Wahrheit Euch auch von den Füßen gerissen haben, mag die Trauer Euch innerlich verbrennen, doch Ihr könnt kämpfen. S.261 Inhalt: 1643: Die 14-jährige Comtesse Christine d’Autreville führt ein gutes Leben. Ihre Familie zieht sie liebevoll auf und sie versteht sich mit ihren drei Brüdern. Lediglich die Tugenden der Frauen, die sie erlernen soll, interessieren sie nicht. Gebannt ist sie von der Fechtkunst ihres Vaters und den Brüdern, die einmal den berühmten und hoch angesehenen Musketieren beitreten sollen. Sie bettelt hartnäckig darum diese Kunst auch erlernen zu dürfen und irgendwann gibt ihr Vater nach. Was niemand zu diesem Zeitpunkt ahnt, ist, dass Christine einmal dazu gezwungen sein wird, sie um die Verteidigung ihres Lebens willens, einzusetzen. Denn einige Jahre später wird der Familienbesitz von vermummten Männern angegriffen, die ihre Familie abschlachten. Nur Christine haben sie noch in Sicherheit bringen können, denn niemand hat ihr gesagt, dass sie etwas besonderes ist, was es um jeden Preis zu schützen galt. Christine will Rache. Sie ist sogar bereit ihre eigene Identität und alles, was sie ist, zu verstecken und unwiederbringlich hinter sich zurückzulassen. Für ihre Rache ist ihre einzige Spur der Mörder das Emblem einer schwarzen Lilie in der Hand ihrer toten, kalten Mutter… Meine Meinung: Es gibt Romane, bei denen schon nach der ersten Seite klar wird, dass sie etwas besonderes sind. Was andere Werke in unzähligen Seiten nicht schaffen, gibt einem diese Geschichte schon nach wenigen Sätzen; dieses Gefühl der vollkommenen Selbstidentifizierung mit den Worten des Autors/der Autorin. Corina Bomann scheint eine der rar gesäten Schriftstellerinnen zu sein, die ihre eigene Magie in die Geschichten mit hinein weben können. Was sie auch schreibt, es artet in etwas Großartigem aus, mit dem nur wenige gleichziehen können. So ist „Lilienpakt“ ein altersgerechter Roman, der mit historisch, abgewandelten, fiktiven Fakten glänzt und gleichzeitig die Geschichte eines großen Schicksals erzählt. Die Comtesse Christine d’Autreville wird in ihren jungen Jahren Opfer von politischen Motiven des Geheimbundes der „Schwarzen Lilie“. Der Schauplatz Paris als Hauptstadt der intriganten Machenschaften nahm mich sofort für sich ein und auch die unweigerlich bestehende französische Note baute Frau Bomann in jenem Maße mit ein, der mir total zusagte. Die beiden gegeneinander arbeitenden Organisationen „Lilienpakt“ für die damalige Königin und „schwarze Lilie“ für die Anhänger des verstorbenen Richelieu bildeten nicht nur einen guten Kontrast, sondern vermittelten sehr gut, wie rasant es damals zuging und dass viele Menschen lediglich politische Spielbälle waren, die nach Gutdünken herumgeschoben oder eliminiert wurden. Das Schönste für mich waren die vielen Parallelen, die ich aus der Handlung ziehen konnte. So wählte Corina Bomann mit ihren Lilien glaubwürdige Manipulatoren, denn die „Fleur de Lis“ als Symbol Frankreichs und besonders der Königshäuser ließ die gesamte Geschichte sehr realistisch und authentisch erscheinen. Mit Komplexität wurde ich durch einen knisternden Urwalddschungel der Gefühle und Verwicklungen geführt, der mich alles andere um mich herum vergessen ließ und mir eine nie gekannte Einzigartigkeit bot. Die legendären und bekannten Musketiere waren jenes eine Element, welches die Geschichte harmonisch komplettierte und mich beim Lesen selig vor mich hin lächeln ließ. Worte, die aus tiefstem Herzen zu kommen schienen, schufen eine Atmosphäre, die Charaktere, die Handlung, Randbegebenheiten und mich selbst eingeschlossen, erstrahlen ließen. „Lilienpakt“ ist ein denkwürdiger Roman, der einiges suggeriert, noch viel mehr bietet und wegen seiner Historik viel Platz für eigene Spekulationen lässt. Wer noch nie in Frankreich oder Paris war, möchte nach diesem Roman bestimmt einmal die Schauplätze aufsuchen und mit eigenen Augen sehen, wo große Geschichte geschrieben wurde. Mein Fazit: Bündig, lebendig, liebenswert, historisch, spannend, intensiv und noch vieles mehr, das ist „Lilienpakt“ und ich empfehle es euch sehr!! :)

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  • Rezension zu "Der Lilienpakt" von Corina Bomann

    Der Lilienpakt

    chrisujlo

    26. April 2011 um 11:01

    Inhalt Frankreich im 17. Jahrhundert. Christine wächst als einzige Tochter eines Grafen auf. Seit sie klein ist, hadert sie allerdings damit ein Mädchen zu sein, viel lieber würde sie wie ihre drei Brüder fechten und sich austoben als zu einer braven Hausfrau und Mutter ausgebildet zu werden. Mit 17 setzt sie dann ihren größten Wunsch durch und überredet ihren Vater ihr das Fechten beizubringen. Sie ist besser als gedacht und zeigt sich sogar talentierter als ihre Brüder. Doch diese Zeit der Gelassenheit wird je unterbrochen als ihre gesamte Familie eines Tages von Unbekannten ermordet wird. Nur Christine, die sich in einem Geheimgang versteckt, überlebt und wird daraufhin nach Paris gebracht, wo sie von einem Schmied aufgenommen wird. Um die Mörder ihrer Familie in die Irre zu führen, gibt sie sich als Junge aus. Das Einzige, was Christine von ihrer Familie geblieben ist, ist der Degen ihres Vaters. In dessen Griff findet sie einen Zettel, der ihr dazu rät bei den Musketieren Hilfe zu suchen. Christine setzt daher alles daran in Kontakt mit dem Musketier d'Athos zu kommen. Sie hoff, dass er ihr bei der Suche nach den Mördern ihrer Familie helfen kann. Als sie schließlich sein Diener wird, erfährt sie den wahren Grund für diese grausame Tat: Christine ist nicht die, für die sie gehalten wird und birgt ein Geheimnis, das die gesamte französische Monarchie gefährden könnte... Meinung Ein Buch über einen mysteriösen Geheimbund und die sagenumwobenen Musketiere - schon nach dem Lesen des Rückentextes war mir klar, dass ich "Der Lilienpakt" unbedingt lesen muss. Neben diesen sehr interessanten inhaltlichen Aspekten habe ich auch in Erwartung einer starken weiblichen Hauptperson zu diesem Buch gegriffen. Christine hat meine Wünsche dann zur Gänze erfüllt. Sie weiß - trotz ihrer Jugend - von Anfang an was sie will, lässt sich nicht von der gesellschaftlichen Erwartungshaltung klein kriegen und zieht ihr Ding durch. Das Erlernen des Fechtens war für eine Frau im 17. Jahrhundert quasi ausgeschlossen, doch Christine kämpft so lange, bis ihr Wunsch erfüllt wird. Nach dem Tot ihrer Familie hatte ich zunächst das Gefühl, dass sie nicht ganz angemessen reagierte, sie wirkte nämlich gar nicht erschüttert, wie man es von einem Mädchen in ihrer Lage erwarten würde. Dann wurde mir allerdings klar, dass maßlose Trauer und Selbstmitleid einfach nicht zu Christine passen, sie reagiert auf die grausame Tat mit Wut und dem unbändigen Wunsch nach Rache. Auch als sie dann nach Paris kommt und sich als Junge ausgeben muss, lässt sie sich nicht von ihrem Plan abbringen und setzt ihr Leben aufs Spiel, um die Mörder ihrer Familie ausfindig zu machen. Schnell stößt sie dabei auf den Geheimbund "Schwarze Lilie", versteht aber zunächst nicht, was es damit auf sich hat. Als sie dann als Diener zu dem Musketier d' Athos geht, um mehr herauszufinden, riskiert sie erneut ihre Enttarnung. Ihre Beziehung zu dem Sohn des Schmieds, Jules, wurde sehr feinfühlig erzählt. Ich empfand es als sehr angenehm, dass diese Beziehung nie unnötig in den Vordergrund gedrängt wurde. Das Buch beschäftigt sich wirklich hauptsächlich mit den Geheimbünden und Christines wahrer Identität. Meiner Meinung nach wurde diese aber viel zu früh offensichtlich enthüllt. Ich hätte es interessanter gefunden, wenn der Leser länger im Dunkeln gelassen worden wäre. Christines wahres Ich und dessen mögliche Auswirkungen, war nämlich ohne Zweifel der interessanteste Aspekt dieses Buches. Auch der historische Zusammenhang hat mir sehr gut gefallen. Vor allem der Einblick in die französische Monarchie des 17. Jahrhunderts war sehr interessant, man muss aber mit Sicherheit kein Fan von historischen Romanen sein, um dieses Buch zu mögen. Auch die Geschichte rund um die Musketiere fand ich sehr interessant. Ich selbst war davor mit dem Roman "Die drei Musketiere" von Alexandre Dumas nicht vertraut und konnte mich dennoch schnell für die Soldaten des französischen Königs begeistern. Die Handlung selbst wurde sehr aufregend gestaltet, besonders der Geheimbund "Schwarze Lilie" hat dazu beigetragen, dass man so gut wie jeden Charakter unter Verdacht hatte ein Verräter zu sein und ich habe es kaum erwarten können zu erfahren, wer auf welcher Seite steht. Fazit Historie, eine Verschwörung und als Krönung noch eine kleine Liebesgeschichte - "Der Lilienpakt" deckt all diese Bereiche ab. Da mir Christines Identität etwas zu offensichtlich war, gibt es ein Sternchen Abzug.

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  • Rezension zu "Der Lilienpakt" von Corina Bomann

    Der Lilienpakt

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    26. April 2011 um 07:49

    Der Lilienpakt war für mich ein spannendes Abenteuer ins frühe 17.Jahrhundert. Das Buch ist in „drei Bücher“ mit mehreren Kapiteln unterteilt. Davon haben mich alle durchweg überzeugt. Ich möchte hier aber nicht viel über die Geschichte selbst erzählen, da die Kurzbeschreibung über den Inhalt genügend aussagt. Die Autorin hat es geschafft mit ihrer lebendigen und poetischen Schreibweise eine interessante Version über das Thema Musketier zu verfassen. Die Hauptperson Christine fand ich sehr sympathisch. Ich habe sie sogleich in mein Herz geschlossen. Die Ereignisse werden auch meist aus ihrer Sicht erzählt, nur stellenweise sind die Erzählungen von der Protagonistin unterbrochen und man erhält Einblick in den Geheimbund der schwarzen Lilie. Was meiner Meinung nach den Spannungsbogen zusätzlich aufbaut. Ich habe die drei Musketiere nicht gelesen, kenne diese nur aus Filmen, deshalb fand ich es lehrhaft und lesenswert diese drei starken Persönlichkeiten ein kleinwenig über den Lilienpakt kennenzulernen. Ihr Nachwort widmet Corinna Bomann speziell den berühmten Männern Athos, Porthos und Aramitz. Außerdem erklärt sie was in ihrem Roman eine wahre Begebenheit ist und was aus ihrer eigenen Fantasie entsprungen ist. Am Anfang und Ende des Buches ist eine doppelseitige, historische Karte von Paris abgedruckt, auf dieser sieht man die wichtigsten Orte die in Christines Abenteuer eine Rolle spielen. Das Buchcover ist im Besonderen erwähnenswert. Ich finde die Lackoptik der roten Lilie und des Buchtitels außergewöhnlich schön. Dadurch wirkt der Einband sehr edel und glanzvoll. Fazit: Der Lilienpakt ist ein eindrucksvoller Jugendroman, den ich aber auch dem erwachsenen Leser empfehle, der mit Vorliebe in abenteuerliche, geschichtsträchtige Zeiten, gepaart mit der ersten Liebe, abtaucht.

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  • Rezension zu "Der Lilienpakt" von Corina Bomann

    Der Lilienpakt

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    07. April 2011 um 15:33

    Kurzbeschreibung: Frankreich 1643: Die siebzehnjährige Christine muss den Mord an ihrer Familie miterleben und befindet sich seitdem auf der Flucht. Ein Schmied nimmt sie nur widerwillig auf, denn er hat Angst vor dem Geheimbund "Schwarze Lilie", der anscheinend etwas mit dem Mord zu tun hat. Als der Musketier d'Athos in Christines Leben tritt, scheint sie ihrem Ziel, die Mörder zu finden, ein Stück näher: Gemeinsam mit seinen Kameraden Porthos und Aramitz will d'Athos die Schuldigen entlarven. Auch Jules, der Sohn des Schmieds, schließt sich ihnen an, für den Christine mehr als bloß Freundschaft empfindet. Doch die Gefahr, in der sie schwebt, ist noch nicht gebannt... Zur Autorin: Die in Norddeutschland lebende Schriftstellerin wurde 1974 in Parchim geboren. Nachdem sie elf Jahre lang im medizinischen Bereich tätig war, hat sie ihr Hobby zum Beruf gemacht und widmet sich nun ganz dem Schreiben. Am liebsten verfasst sie historische Romane für Jugendliche und Erwachsene. Rezension: Die Protagonistin Christine wächst behütet auf dem Schloss ihrer Familie, der d'Autrevilles, auf. Sie ist aber nicht die typische junge Frau ihrer Zeit, interessiert sich nicht sonderlich für in ihren Augen langweilige Näharbeiten und denkt noch nicht übers Heiraten nach. Vielmehr nimmt sie Fechtunterricht bei Maître Nancy, dem Lehrer ihrer drei Brüder Bertrand, Roland und Antoine. Doch als sie mitansehen muss, wie ihre gesamte Familie und die Bediensteten von mysteriösen Männern umgebracht werden, stellt sich ihr bisheriges Leben vollkommen auf den Kopf. Sie erhält Unterschlupf bei dem Schmied Garos und hat nur einen Gedanken: Sie muss die Mörder ihrer Familie finden! Unterstützt in ihrer Suche wird sie von den drei Musketieren Porthos, Aramitz und d'Athos, bei dem sie, getarnt als Junge, als Diener anheuert. Wird Christine die Mörder ihrer Familie aufspüren und mithilfe der Musketiere zur Strecke bringen können oder wird ihre Tarnung frühzeitig auffliegen? Corina Bomann konnte mich mit "Der Lilienpakt" völlig überzeugen. Ihr Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen, es kommen keine zu detaillierten Beschreibungen vor, wie man es sonst aus Büchern dieses Genres kennt. Zwar werden einige Fechtszenen ausführlich beschrieben, doch nie so, dass man sich als Leser langweilt oder mit Fachbegriffen, die man erst nachschlagen müsste, überhäuft wird. Der Roman ist aus der Ich-Perspektive von Christine geschrieben, das bewirkt, dass man sich gut in diesen Charakter hineinversetzen und ihre Gefühle und Gedanken nachvollziehen kann. Auch ist Christine eine recht tiefgehende Protagonistin: Einerseits ist sie für ihre Zeit emanzipiert, fechtet für ihr Leben gern und meidet auch die Konfrontation im Kampf nicht. Andererseits vermisst sie ihre Familie und der Verlust, ihre Trauer und auch die aufkeimende erste Liebe zu Jules machen sie nur umso glaubwürdiger. Die berühmten Musketiere an sich, die man aus Dumas' Roman und zahlreichen Verfilmungen kennt, spielen nur eine Nebenrolle. Sehr interessant zu lesen ist hierzu das Nachwort von Corina Bomann, das Näheres über diese berühmten Männer preisgibt, z.B. war mir vorher nicht bekannt, dass Athos, Porthos und Aramitz Cousins waren. Ich habe die Lektüre sehr genossen und auf jeden Fall eine neue Autorin für mich entdeckt. Zur Gestaltung des Buchs: Das Buchcover ziert ein Gemälde einer Frau. Von ihr sieht man allerdings nur die Hände, wobei in die rechte Hand nachträglich eine dunkelrote Lilie in Spotlackoptik eingearbeitet wurde. Auch der Buchtitel wurde in dieser Optik hervorgehoben. Auf den Vorsatzblättern und am Ende des Buches ist eine doppelseitige Karte von Paris zu Christines Zeit abgedruckt, die wichtige Handlungsorte des Romans aufzeigt. Die Karte wurde von Joseph Koó gestaltet. Fazit: "Der Lilienpakt" bietet alles, was ein historischer Roman, der in erster Linie jugendliche Leser ansprechen soll, haben muss: Spannung, erste Liebe und jede Menge Intrigen angesiedelt in einer interessanten Zeitepoche garniert mit Personen, die teilweise real gelebt haben.

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  • Rezension zu "Der Lilienpakt" von Corina Bomann

    Der Lilienpakt

    anette1809

    07. March 2011 um 13:46

    Spannung, Intrigen und die erste Liebe: alles verstrickt zu einem raffinierten und dennoch leicht zu lesenden Plot, der zur Zeit der berühmten Musketiere in Frankreich spielt. An Christines Geschichte werden sowohl jugendliche als auch erwachsene Bücherwürmer ihren Lesespaß haben!

    Meine ausführliche Rezension gibt es auf meinem Blog "Katze mit Buch" und bei Lies-und-lausch zu lesen.

  • Rezension zu "Der Lilienpakt" von Corina Bomann

    Der Lilienpakt

    VanaVanille

    04. March 2011 um 15:43

    Die drei Musketiere, wer kennt sie nicht? Schnell wurde mir beim Lesen klar, dass die Autorin eine begeisterte Anhängerin dieses Romans sein musste, denn viele Figuren aus "Der Lilienpakt" beruhten auf Charakteren des Buchs von Alexandre Dumas. Diese Wiederverwendung von bekannten Namen hätte besonders denen Freude bereitet, die bereits Fans von D'Artagnan, Athos und Co. waren, allerdings habe ich das Buch nie gelesen und kann an dieser Stelle nicht sagen, ob die Persönlichkeiten der Figuren gut wiedergegeben wurden, oder einem ganz anderen Muster entsprachen. Trotzdem fand ich diese Idee der Autorin sehr gelungen und es fiel einem durch die zahlreichen Verfilmungen der Drei Musketiere nicht schwer, sich ein Bild von ihnen und ihrer Zeit zu machen. Jedoch spielten die Musketiere in Bomanns Buch eher Nebenrollen, die der Protagonistin Christine stets Schutz und Hilfe boten. Christine war ein sprichwörtlicher Wildfang. Als (eigentlich) feine Dame verschmähte sie den Nähunterricht und übte sich zusammen mit ihren Brüdern lieber im Fechten. Sie war eine sehr starke Persönlichkeit, die im Laufe der Geschichte oft unterschätzt und schlecht behandelt wurde, trotz dessen zeigte sie Mut und Kampfgeist, wie man es von einer Adligen eher weniger erwartete. In manchen Situationen war sie mir schon beinah zu hart und gefühlskalt. Während andere Mädchen nach solch schweren Schicksalsschlägen, wie Christine sie erleiden musste, in ihrem Kummer versunken wären, entfachte in ihr ein so starkes Rachegelüste, dass kaum Platz für Trauer blieb. Zwar hatte auch sie ihre schwachen Momente, aber dennoch fragte ich mich, woher sie diesen sturen Willen nahm, da sie bis zu dem erschütternden Ereignis eigentlich nie Sorgen oder Kummer hatte. Auch was ihre Gefühle gegenüber Jules betraf, konnte ich diese nie eindeutig einschätzen. Zwar war von Beginn schon erkennbar, wie sich die Beziehung zwischen den beiden entwickeln würde, aber ihre Aussagen standen manchmal vollkommen im Gegensatz zu ihren Gedanken, womit sie bei mir nur skeptisches Kopfschütteln erntete. Nach anfänglichen Einstiegsschwierigkeiten ließ sich das Buch sehr zügig und fließend lesen. Die Geschichte beinhaltete viele Geheimnisse und Verschwörungen, sodass man als Leser zum Miträtseln aufgefordert wurde. Ich muss leider zugeben, dass einige Lösungen sehr berechenbar waren und somit dem Buch an einigen Stellen die Spannung nahmen, dennoch gab es wiederum solche Fälle, die einen überraschten und völlig aus der Bahn warfen. Aus diesem Grund bewirkte der Text bei mir oft, dass ich einige Kapitel neugierig verschlang, mich durch andere dagegen durch kämpfen musste, um endlich wieder zu angenehmeren Passagen zu kommen. Der Roman ist in drei Bücher geteilt, die wiederum in mehrere Kapitel aufgeteilt sind. Hauptsächlich wurden die Geschehnisse aus Christines Sicht beschrieben, die allerdings manchmal von Stellen unterbrochen wurden, die oft einen Einblick in die feindlichen Gruppen erlaubten, ohne dass man wusste, aus welcher Perspektive man den Moment gerade beobachtete. Das machte die Geschichte meist ein wenig aufregender und verschaffte dem Leser ein größeres Wissen, womit er allen anderen Figuren überlegen war. Sprachlich gesehen passten Ausdrücke und Dialoge perfekt in das Alte Paris um 1640. Natürlich wurden auch oft Begriffe benutzt, die heutzutage nicht mehr im normalen Sprachgebrauch zu finden sind, allerdings nie so kompliziert waren, dass man den Text hätte nicht verstehen können. An dieser Stelle sei noch zu sagen, dass der Herausgeber des Buches sich wieder einmal Mühe gegeben hat und speziell für den Roman eine Karte von Paris anfertigte, auf der wichtige Plätze und Gebäude eingezeichnet und beschriftet sind. Speziell für Leute gedachte, die sich weder im heutigen, geschweige denn im damaligen Paris auskennen. Mein Urteil: Mädchen, die eine Schwäche für historische Romane und standhafte Protagonistinnen haben, sollte "Der Lilienpakt" eigentlich gefallen und mit Spannung, Trotz und ein wenig Liebe überzeugen können. Besonders Anhänger der Drei Musketiere würden mit diesem Buch auf ihre Kosten kommen und die vielen Beschreibungen und Kampfszenen zusagen. Wer sich allerdings eine Geschichte mit überraschendem Ende und voller Emotionen wünscht, dem würde ich von diesem Roman eher abraten. Mich konnte die Erzählung in dieser Hinsicht jedenfalls nicht überzeugen. "Der Lilienpakt" ist somit eindeutig eine Frage des Geschmacks. Diese Rezension findet ihr auch auf unserem Blog: http://collectionofbookmarks.blogspot.com

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  • Rezension zu "Der Lilienpakt" von Corina Bomann

    Der Lilienpakt

    Büchermona

    21. February 2011 um 15:03

    Kurzbeschreibung: Frankreich 1643: Die siebzehnjährige Christine muss den Mord an ihrer Familie miterleben und befindet sich seitdem auf der Flucht. Ein Schmied nimmt sie nur widerwillig auf, denn er hat Angst vor dem Geheimbund „Schwarze Lilie“, der anscheinend etwas mit dem Mord zu tun hat. Als der Musketier d’Arthos in Christines Leben tritt, scheint sie ihrem Ziel, die Mörder zu finden, ein Stück näher: Gemeinsam mit seinen Kameraden Porthos und Aramitz will d’Arthos die Schuldigen entlarven. Auch Jules, der Sohn des Schmieds, schließt sich ihnen an, für den Christine mehr als bloße Freundschaft empfindet. Doch die Gefahr, in der sie schwebt, ist noch nicht gebannt… Ein spannendes Abenteuer… Eine meiner Lieblingsautorinnen hat wieder ein Buch geschrieben! Was bleibt mir da anderes übrig, als es sofort zu lesen? „Der Lilienpakt“ ist in der Jugendbuchabteilung zu finden, aber auch durchaus erwachsenen Lesern zu empfehlen. Mit ihrer detailverliebten Sprache und dem ansprechenden Stil konnte ich mich ganz schnell wieder in der neuen Geschichte der Autorin geborgen fühlen. Auch wenn dieses Gefühl hier wohl nicht angebracht ist. Es geht um Tod, Verrat, Liebe und Hass. Eng beieinander stehen diese Gefühle, die auf so unterschiedliche Weise in dieser Geschichte zutage treten. Corina Bomann würzt ihre Geschichte sehr facettenreich. So ist es nie zu schnulzig oder gar zu langweilig. Immer ist der Leser am schmunzeln, am Augenbrauen runzeln oder am hektischen nach-Luft-schnappen. Man muss schon sehr aufpassen, dass einem nicht die Puste ausgeht… Christine, die Protagonistin, ist sehr lebhaft und außerdem so nicht darauf bedacht, möglichst weiblich zu sein. Sie nimmt sich, was sie will und lernt auch schon sehr früh fechten. Was als Spaß begonnen hat, rettet ihr mehrmals das Leben. Auch für den nichtfechtenden Leser ist alles sehr einfach erklärt und beschrieben. Man bekommt gut mit, wer was gerade macht und ich habe mich nie fragen müssen, was denn jetzt eigentlich gerade passiert. Auch wäre der größten Leidenschaft der Protagonistin nie gerecht geworden, wenn die Autorin immer nur geschrieben hätte: Sie fechtet. So wäre es lieblos und vor allem auch bedeutungslos. Doch so schwappt das Herzblut über und man bekommt Lust, es sogar vielleicht selbst einmal zu versuchen. Die Aufmachung des Buches ist natürlich auch ein sehr schöner und vor allem passender Hingucker. Blumen haben für mich sowieso eine ganz eigene Magie, aber es passt hier wirklich alles stimmig zusammen. Auf den Vorsatz ist jeweils hinten und vorne eine Karte von Paris mit vielen wichtigen Handlungsorten gedruckt, was sehr anschaulich ist. Zudem ist das Nachwort der Autorin, in welchem sie über Wahrheit und Fiction nochmal genauer aufklärt sehr hilfreich und rundet das ganze Buch sehr schön ab. Corina Bomann hat hier ein Buch für jede Altersgruppe geschaffen, was ich für historisch interessierte Leser bedingungslos empfehlen kann!

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  • Rezension zu "Der Lilienpakt" von Corina Bomann

    Der Lilienpakt

    Tanzmaus

    02. January 2011 um 11:47

    Die Geschichte beginnt mit einem Einblick in den Alltag von Christine, die mit ihrer Familie sehr zurückgezogen lebt. Christine hat eine enge Bindung zu einem ihrer Brüder, während die anderen beiden sie wie eine Fremde behandeln. Nach einigem hin und Her erlaubt der Vater schließlich, dass Christine wie ihre Brüder das Fechten erlernt. Aber kaum hat sie mit dem Unterricht begonnen, wird ihre Familie überfallen und alle im Haus - sogar die Bediensteten - kommen ums Leben. Da der Vater Christine vor dem Kampf hinter einer Geheimtür versteckt hat, überlebt sie als Einzige den Überfall. Sie macht sich schließlich mit Hilfe ihres Freundes (der Sohn des Dorfschmiedes) auf die Suche nach den Mördern ihrer Familie und gerät dabei ebenfalls in Gefahr. Obwohl das Buch für Jugendlich ab 14 Jahre geschrieben wurde, ist es auch für erwachsene Leser eine echte Empfehlung. Sehr spannend und farbig beschreibt Corina Bomann die Handlung und die Gefechte kann sich der Leser sehr gut vorstellen und auch als "Nicht-Fechter" gut nachvollziehen. Die Figuren sind lebendig gestaltet. Christine und Jules (Sohn des Schmiedes) wachsen dem Leser gleich ans Herz. Ein Wiedersehen mit den berühmten Musketieren findet zwar nur am Rande statt, wirkt aber dennoch erfrischend auf die Geschichte. Das Buch ist ausgestattet mit einer Karte von Paris (Klappeneinband), in der die wichtigsten Stationen gekennzeichnet sind. Ein Nachwort der Autorin zu Wahrheit und Dichtung rundet das Buch ab. Erschienen ist es seit dem 08.12.2010 im Überreuter - Verlag und seit diesem Datum auch bei Weltbild erhältlich. Fazit: Eine Leseempfehlung für alle Alterstufen, die gerne historische Romane lesen oder damit beginnen wollen. Eine Kenntnis des Buches "Die drei Musketiere" von Dumas ist übrigens nicht erforderlich, schadet aber auch nicht.

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