Corinna Annemarie Bergmann Ein Skelett auf Abwegen (Friedhofsnovelle)

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Inhaltsangabe zu „Ein Skelett auf Abwegen (Friedhofsnovelle)“ von Corinna Annemarie Bergmann

Die Toten haben sich auf dem Friedhof ihre eigene - unterirdische - Welt geschaffen. Ihr Dasein ähnelt dem der Lebenden, wenn man von der Besonderheit absieht, dass sie auf einen Teil ihres Körpers reduziert sind: ihr Skelett, das sie pflegen müssen und das ihnen die typischen leiblichen Genüsse der Lebenden nicht mehr gestattet. Sie arrangieren sich mit ihrer Situation, indem sie neue Arten von Dienstleistungen kreieren. Doch auch im Tod ist nichts umsonst. Die verschiedenen Dienste müssen abgearbeitet werden und das soziale System dient im Großen und Ganzen der Zufriedenheit der Privilegierten, die es im Übrigen faustdick hinter den Ohrenknöchelchen haben… Im Mittelpunkt des ersten Teils steht der eitle Freiherr von Krohn, der aufgrund seiner ausschweifenden Lebensweise in einem Armengrab gelandet ist. Auch im Tod wandelt er auf Freiersfüßen und macht häufig Schulden. Als sich seine Angebetete, Persephone von Effenberg, plötzlich für ihn zu interessieren beginnt, muss sich der Freiherr einiges einfallen lassen, um sie zu beeindrucken. Aber wozu hat man Freunde? Und – glücklicherweise lernt er einen kennen, der von sich behauptet, alles besorgen zu können. Der Freiherr jedenfalls schwebt im siebenten Himmel. Und Persephone? Was hat sie wirklich vor?
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    Ein Skelett auf Abwegen (Friedhofsnovelle)
    Tinalini

    Tinalini

    09. March 2014 um 17:09

    Den meisten von uns ist die Gattung Novelle wohl aus der Schule bekannt. Stefan Zweigs Schachnovelle war bei vielen Schullektüre und trägt die Gattung direkt im Namen. Aber was genau ist eine Novelle eigentlich? Eine Novelle (lateinisch novus ‚neu‘, italienisch novella ‚Neuigkeit‘) ist eine kürzere Erzählung (siehe auch Kurzepik) in Prosaform. […] Eine Novelle ist eine Erzählung von kürzerer bis mittlerer Länge. (Quelle: wikipedia.de) So wirklich weiter bin ich ehrlich gesagt nicht. Es ist einfach nur eine kurze Geschichte? Wobei „von kürzerer bis mittlerer Länge“ nun wirklich auch alles bedeuten kann. Corinna Bergmann beschreibt in ihrem Buch ihrer Novelle das Leben Dasein auf dem Friedhof. Es gibt die jahrhundertealten Skelette, noch recht neue Skelette und sogar Frischlinge, also kürzlich Verstorbene, die noch nicht vollständig verwest sind. Diese werden eingesperrt, damit niemand sie zufällig sieht und erkennt. Der Freiherr von Krohn erlebt wohl das Schlimmste, was ihm in seiner gesamten Existenz passieren konnte. Schlimmer als Sterben. Und schlimmer noch als in einem Armengrab zu liegen, weil man vor lauter Trinken, Huren und Spielen kein Geld für ein anständiges Grab hatte. Was genau ihm passiert, verrate ich an dieser Stelle natürlich nicht, ich will ja die Spannung nicht vermiesen. Ich muss sagen, dass die Geschichte sehr kurz ist, nämlich magere 27 Seiten. Das ist wohl eher die kürzere Länge der Novelle, vermute ich. So wirklich packen konnte die Geschichte mich nicht. Vielleicht liegt es daran, dass sie schon vorbei ist, kaum dass sie angefangen hat. Das mag zum Teil aber auch daran liegen, dass man dem Sprachstil anhört, dass die Autorin Österreicherin ist. Es gibt im Österreichischen Wörter, die wir in Norddeutschland nicht verwenden oder auch Satzbausteine, die hier gänzlich unbekannt sind. Da bin ich immer mal wieder drüber gestolpert. Das kann ich jetzt nicht der Autorin zu Lasten machen, das liegt ja an mir und meiner territorialen Einstellung. Trotzdem wirkt auf mich alles etwas holprig. Es wird auf diesen 27 Seiten viel geredet, aber wirklich was passiert nur auf den letzten drei Seiten. Wobei die letzte Seite eigentlich auch schon wieder nur das Schmackhaftmacherl für den nächsten Teil ist. Ich fand die Idee, das Leben nach dem Tod zu beschreiben, ganz witzig, aber die Umsetzung war leider nur schwach. Meiner Meinung nach ist der Preis von 1,99 EUR für dieses eBook unwahrscheinlich teuer. In meinen Augen ist das Preis/Leistungs-Verhältnis auf keinen Fall ausgeglichen. Ich denke, es wäre besser, die einzelnen Teile zu einem eBook zusammenzufassen. Dieses Buch konnte mich leider nicht überzeugen.

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  • amüsant, anders und was tolles für zwischendurch

    Ein Skelett auf Abwegen (Friedhofsnovelle)
    Taya

    Taya

    06. February 2014 um 14:04

    Freiherr von Kohn landet in einem Armengrab, da er zu lebzeiten noch einige Schulden hat. Doch auch unter den Skeletten muss man sich beweisen, besonders wenn man einer jungen hübschen Dame von adler Abstammung schmeicheln will. Freiherr von Kohn tut auch alles. Er besorgt für die junge Dame etwas, macht sich hübsch, besorgt sich eine neue Fliege. Doch dafür sammelt er auch im Todesreich ordentlich Schulden an. Doch was tut Man(n) nicht alles für die Dame, die er begehrt. Doch er rechnet nicht damit, was wirklich geschehen soll... Corinna Annemarie Bergmann hat mit dem ersten TEil der Friedhofsnovelle eine kleine amüsante Geschichte für zwischendurch geschaffen. Mir gefällt die Idee dahinter auch sehr gut, mal über Skelette zu schreiben. So etwas ist mir so noch nicht unter die Finger gekommen. Amüsant, einfach zu lesen, weil schön flüssig geschrieben und wirklich was fixes für Zwischendurch. Hat mir doch gut gefallen.

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