Corinna Behrens Indianer im Kopf

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Inhaltsangabe zu „Indianer im Kopf“ von Corinna Behrens

»Ich zwang mich, meinen Blick von ihr zu lösen und mein Herz zur Räson zu bringen. Ich schien nicht mehr Herrin meiner Sinne zu sein. Wie denn auch, wenn meine Traumfrau direkt vor mir stand?« Ausgerechnet in die neue Pastorin muss sich Jacki Hals über Kopf verlieben. Sie heißt Mirjam und ist natürlich verheiratet: mit dem ebenso smarten, wie undurchsichtigen Pastor Huber. Als dieser auch noch ihr Vorgesetzter wird, ist ihr Arbeitsverhältnis von Beginn an problematisch. Für Jacki ist dieses Gefühlschaos eine mittlere Katastrophe, denn sie hat es sich in ihrem Leben bequem eingerichtet. Ihre beste Freundin Monika, die sich spirituell den Indianern verbunden fühlt, nennt sie »Schwester Hasenfuß«, weil sie nicht zu ihrer lesbischen Seite stehen kann. Nach einer gemeinsamen Meditation mit rituellem Kiffen treten plötzlich auch in Jackis Leben Indianer, die sich nicht mehr so einfach abschütteln lassen. Welche Rolle spielen Spirit Hawk und die alte Indianerin Mahpea? Und welches dunkle Geheimnis umgibt Pastor Huber? Mehr und mehr überschreitet Jacki die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit.

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  • Schöner lesbischer Roman mit kleinen Mängeln

    Indianer im Kopf
    Koriko

    Koriko

    15. May 2016 um 20:54

    Story: Als der alte Pfarrer der Gemeinde in Ruhestand geht und das evangelische Pastorenpärchen Huber vorgestellt wird, gerät Jackies Leben gehörig aus den Fugen. Nicht nur verliebt sie sich fast auf den ersten Blick in Mirjam Huber, ihr Mann scheint ihr nur wenig Sympathie entgegen zu bringen. Dementsprechend problematisch wird ihr Arbeitsverhältnis, denn sie arbeitet in der evangelischen Verwaltung, was bedeutet, dass sie permanent auf der Hut sein muss. Zu allem Überfluss sieht sie nach einer gemeinsamen Meditation (inkl. traditionellem Kiffen) mit ihrer spiritistischen Freundin Monika immer wieder Spirit Hawk und die alte Indianerin Mahpea, ganz besonders wenn es um Mirjam und deren Mann geht. Nur was haben ihre Träume und Visionen wirklich zu bedeuten? Eigene Meinung: Mit dem humorvollen Romane „Indianer im Kopf“ legt der Butze Verlag einen weiteren lesbischen Liebesroman vor. Dieses Mal stammt es aus der Feder Corinna Behrens, deren erste Romane im Eigenverlag erschienen sind. Der Roman verspricht eine amüsante, chaotische Handlung und ungewöhnliche Charaktere, was die Autorin teilweise auch halten kann. Auf den ersten Blick wirkt das Setting dennoch außergewöhnlich, denn die Geschichte der gläubigen Jackie in Kombination mit dem spiritistischen Glauben der Indianer ist zunächst ein wenig gewöhnungsbedürftig. Dennoch kommt man recht schnell in die Handlung und freundet sich mit den unterschiedlichen Charakteren der kleinen Gemeinde an. Es macht Spaß Jackie zu begleiten, während sie tunlichst um Fettnäpfchen herummanövriert und versucht sich in die geänderten Bedingungen (neuer Pfarrer, ihre Liebe zu einer verheirateten Frau) klarzukommen. Dabei wird schnell klar, dass sie ein ziemlicher Feigling ist – weder steht sie zu ihrer Sexualität, noch lehnt sie sich gegen Ungerechtigkeiten auf, denn zumeist verkriecht sie sich oder kuscht vor den Leuten, die sie niedermachen. Mit ihren dreißig Jahren wirkt sie daher eher wie ein Kind, was nur bedingt glaubwürdig daherkommt. Ihre Feigheit zieht sich leider durch den Großteil der Handlung, was mit der Zeit doch ermüdend ist, da man fast zu lange darauf wartet, dass Jackie endlich aktiv wird. Besonders im letzten Viertel, wo noch ein kleiner Thriller eingebaut wird, wünscht man sich wirklich, die Heldin würde schneller schalten. Was ebenfalls ein wenig schwer im Magen liegt, ist die Tatsache, das einmal mehr die Männer die Antagonisten sind – etwas, was in lesbischen Romanen sehr oft vorkommt (neben der neidischen Ex oder zickigen Kolleginnen). In diesem Fall ist Pfarrer Huber gleich so klischeehaft böse, dass man nur genervt den Kopf schüttelt. Das trifft auch auf seinen „Komplizen“ zu, was „Indianer im Kopf“ einen faden Beigeschmack gibt. Dennoch sind die Charaktere liebenswert gestaltet – gerade Jackie schließt man schnell ins Herz, wenngleich sie zum Ende hin aufgrund ihrer Feigheit doch einige Sympathiepunkte einbüßt. Mirjam kommt leider ein wenig blass daher, da sie fast ausschließlich auf ihre Opferrolle reduziert ist. Es ist schade, dass ihr der Tiefgang fehlt und sie ihr Schicksal nicht selbst in die Hand nimmt. Sie ist einfach zu passiv. Dafür kann Monika bereits nach wenigen Seiten von sich und ihrer leicht abgehobenen Art überzeugen. Es macht Spaß die Passagen mit ihr zu lesen, insbesondere wenn es um ihre Meditation und die Sessions geht, in der sie mit den Geistern der Indianer kommuniziert. Wie bereits erwähnt haben nahezu alle Männer (selbst der alte Pfarrer, der wie ein Vater für Jackie ist) einen recht negativen Touch. Huber ist natürlich der Schlimmste – arrogant, frauenfeindlich und gewalttätig. Einerseits gibt es (wahrscheinlich) solche konservativen Kirchenmänner, andererseits wirkt es hier einfach zu dick aufgetragen. Er ist der klassische „Bösewicht“, der keinerlei positive Eigenschaften zu haben scheint. Stilistisch ist „Indianer im Kopf“ durchaus gelungen – Corinna Behrens hat einen angenehmen, lebendigen Stil, der den Leser einen direkten Einblick in Jackies Gedanken- und Gefühlswelt ermöglicht. Man merkt, dass die Autorin Ahnung von dem hat, was sie beschreibt – sowohl von Frauenfußball (Jackie spielt aktiv in einer Mannschaft), als auch was die Arbeit innerhalb der evangelischen Kirche anbelangt. Auch die Verknüpfung zur indianischen Kultur ist gelungen. Wer einen lockeren, humorvollen Schreibstil mag, sollte auf jeden Fall einen Blick riskieren. Fazit: „Indianer im Kopf“ ist ein schöner, humorvoller Roman für Zwischendurch, der mit einem schönen Schreibstil und einer ungewöhnlichen Story punkten kann. Leider muss man einige Abstriche in Kauf nehmen, die das Lesevergnügen trüben – zum einen Jackies Feigheit, die die Geschichte zusätzlich in die Länge zieht, zum anderen die Tatsache, dass die Herren der Schöpfung fast komplett negativ rüberkommen. Das mag nicht jeden stören, mir missfiel es jedoch mit der Zeit. Dennoch sollte man dem Buch eine Chance geben, denn die Mischung ist auf jeden Fall innovativ und letztendlich bekommt man eine solide Liebesgeschichte präsentiert. Reinschauen.

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  • Indianer im Kopf

    Indianer im Kopf
    christiane_brokate

    christiane_brokate

    06. April 2016 um 13:53

    Dieses Buch war spirituell, sehr schöne Geschichte die mich nach denn ersten Seiten in seinen Bann gezogen hat, ich war eins mit ihm.Jacki eine unscheinbare Frau die nicht auffiel sie arbeitet im evangelischen Pfarramt und spielt Fussball. Doch ihr Tag ändert sich als die neue Pastorin und ihr Mann auftauchen. Der Mann der Pastorin spielt mit falschen Karten wie der Leser schnell merkt. Aber was er für Geheimnisse hat ist erst unklar und spiegelt sich nach und nach.Die Geschichte ist voller Rätsel und Lösungen,wenn sich eine Tür öffnet und man denkt man ist in Sicherheit passiert die nächste Katastrophe.Jacki und die Frau Pastorin entwickeln Gefühle für einander und damit beginnt das Desaster und das Unglück. Durch SPirit Hawk (ein Indianer im Kopf von Jacki) und die Hilfe von dem alten Pastor werden die Rätsel gelöst und jeder bekommt seine Gerechte strafe.Dieses Buch ist voller Emotionen, Gefühlen, Selbstfindung aber auch von Angst geprägt und bringt jeden Leser dazu Gefühle zu zeigen.Es ist mal eine andere Art von lesbischen Roman mit Thema Outing da auch ein bisschen spirituelles mitwirkt sowie auch ein Krimi sich abspielt.Die Autorin schreibt so emotional und bildlich das der Leser in einem Bann gezogen wird und die Geschichte bildlich vor dem inneren Auge widergespiegelt wird. Ich hoffe bald wieder von der Autorin was lesen zu können.5 von 5 Punkten

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  • Indianer im Kopf

    Indianer im Kopf
    angeltearz

    angeltearz

    Hach, ich habe das Buch wirklich verschlungen. Ich konnte es einfach nicht zur Seite legen. Ich fand Jacki von der ersten Seite total sympathisch. Aber sie tat mir auch so leid! Sie konnte einfach nicht sie sein, wie sie ist. Ein Stück weit konnte ich ihre Bedenken und Handlungen wirklich nachvollziehen. Sie ist verwirrt, weil sie sich in die Pastorin verliebt hat und dann noch die Sache mit den Indianern. Eigentlich ist sie ja christlich aufgewachsen und hat mit den Indianern und deren Glauben so gar nichts am Hut. Das Leben in einer Kleinstadt ist wirklich nicht einfach. Ich komme selber vom Dorf und wenn jeder jeden kennt, ist es wirklich nicht leicht "anders" zu sein. Wenn man nicht mit dem Strom schwimmt und man nicht so ist, wie es Andere wollen. Sie kann ich ihren Gefühlen gegenüber der Pastorin einfach nicht mehr wehren und so kommt es, wie es kommen muss. Gefühlschaos pur, was Jacki da durchmacht. Die Geschichte wird aus verschiedenen Sichtweiten geschrieben. Die meiste Zeit wird aus Jacki´s Sicht erzählt, aber man liest auch aus der Sicht der Pastorin und dessen Mann Holger, dem neuen Pastor der Gemeinde. Alle Charaktere wurden super ausgearbeitet und man kann sofort die Emotionen jedes einzelnen herauslesen. Das gefällt mir richtig, richtig gut. So bekommt man den richtigenEindruck des Charakters, wie er sein soll. Ob man in mögen sollte oder eher nicht. Ich möchte an dieser Stelle nicht spoilern, deswegen gehe ich hier nicht weiter drauf ein. Allerdings, ein Miniknackpunkt ist, dass die Geschichte für mich vorhersehbar war. Während des Lesens dachte ich mir schon, worauf das alles hinauslaufen oder was passieren wird. Aber ich stufe es in diesem Buch tatsächlich nicht als negativ ein. Im Gegenteil! Es hat mich überhaupt nicht gestört. Ich fand es eher interessant zu lesen, wie Jacki mit der jeweiligen Situation umgeht. Es wird uns gezeigt, dass wir über den Tellerrand schauen sollen. Ich bin davon überzeugt, dass es die Autorin auch so gewollt hat. Über den Tellerrand schauen, was die Liebe angeht und in der Religion. Nicht alle Menschen sind gleich und glauben an die gleichen Dinge. Man soll offen für das sein, was die Welt bietet und das ist verdammt viel Gutes! Das Cover gefällt mir richtig, richtig gut. Ich finde es toll, wenn das Cover die Geschichte wiederspiegelt. Das Hellblau! #verpackungsopfer Fazit: Wahnsinnig viele und unterschiedliche Emotionen mit einem wichtigen Hintergrund. Schau über den Tellerrand. Ein wirklich tolles Buch! Dicke Empfehlung.

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    danielamariaursula

    danielamariaursula

    15. February 2016 um 11:33