Corinna Harfouch

 3,9 Sterne bei 54 Bewertungen

Lebenslauf

Corinna Harfouch, geboren 1954 in Thüringen, war einer der ganz großen Film- und Theater-Stars in der DDR. Nach der Wende galt ihr Ruhm im Westen zunächst: nichts. Innerhalb weniger Jahre machte sie jedoch Furore am Theater unter der Regie von Frank Castorf und in mehreren preisgekrönten Fernsehfilmen. Ihren Durchbruch als Kinodarstellerin hatte sie in dem Psychothriller »Solo für Klarinette«, u.a. sorgte ihre Darstellung von Magda Goebbels in »Der Untergang« für großes Aufsehen. Heute zählt Corinna Harfouch zu den ganz großen Film- und Theater-Stars in Deutschland.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Corinna Harfouch

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Neue Rezensionen zu Corinna Harfouch

Cover des Buches Ulysses (ISBN: 9783867178464)
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Rezension zu "Ulysses" von James Joyce

Aufwändig, bunt, musikalisch und liebevoll gemacht.
Briggsvor 2 Jahren

Ich höre mich gerade durch das Hörspiel von Klaus Buhlert, das zur Zeit vom SWR gestreamt werden kann.
Nachdem ich beim Lesen vor ein paar Jahrzehnten überhaupt keinen Zugang zum Buch bekam, bin ich jetzt sehr fasziniert und hoffe, irgendwann noch einmal die Nase ins Buch stecken zu können.
Die Bearbeitung ist beeindruckend aufwändig gemacht. Durch die musikalischen Einspieler erhält jedes Kapitel eine ganz eigene Atmosphäre, selbst die Wortspielereien werden dadurch hervorgehoben.

Kurzum: Kein kurzes, aber ein kurzweiliges Hörvergnügen!

Cover des Buches Vierunddreißigster September (ISBN: B09DGRMD4S)
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Rezension zu "Vierunddreißigster September" von Angelika Klüssendorf

Ein Toter ermittelt
Estrelasvor 3 Jahren

Walter ist tot. Seine Frau Hilde hat ihn umgebracht. Nun will er herausfinden, warum.

„Vierunddreißigster September“ ist ein kurzes Buch (nur etwa fünf Hörstunden) von Angelika Klüssendorf, die mit der April-Trilogie mein Herz für sich gewinnen konnte. Und wieder setzt sie Sprache pointiert und schonungslos ein, schafft damit Momente der Überraschung, die mich laut lachen ließen.

Inhaltlich war dieser Roman durch die Vielzahl der Figuren des Ortes, die alle beleuchtet werden, etwas unübersichtlich. Womöglich habe ich beim Hören einige Verbindungen verpasst, was ich bedaure. In jedem Fall mochte ich die Sprache und die ungewöhnliche Sichtweise.

Cover des Buches Vierunddreißigster September (ISBN: B09DGRMD4S)
Wortklaubers avatar

Rezension zu "Vierunddreißigster September" von Angelika Klüssendorf

Chronisten
Wortklaubervor 3 Jahren

Wer bin ich eigentlich gewesen? Das fragt sich Walter, nachdem er sich auf seinem Begräbnis von seinen sterblichen Überresten verabschiedet hat. Seine Frau ist nicht anwesend. Das verwundert, oder auch wieder nicht, kommt ihm doch zu Ohren, dass sie maßgeblich zu seinem jetzigen Zustand beigetragen hat. Während er nichtsahnend im Bett lag, hat Hilde ihm mit einer Axt den Schädel gespalten. Anschließend tanzte sie auf der Silvesterparty der Nachbarin ins neue Jahr. Danach verliert sich ihre Spur im tief verschneiten Wald.

Da war er also hinüber, aber es dauerte noch Tage, bis jemandem im Dorf ihn fand. Jetzt bewohnt Walter das Dorf an der ehemaligen innerdeutschen Grenze auf eine andere Weise, nämlich zusammen mit anderen Verschiedenen. Da sind der schöne Karl, der immer noch eifersüchtig über seine Witwe Branca wacht, und der 15-jährige Norbert, der in Marschstiefeln die Wege seiner noch immer um ihn trauernden alten Mutter begleitet. Da sind der ertrunkene Junge in der roten Badehose und das Steinkind. Insofern wäre Walter gar nichts Besonderes, nur einer von vielen, und mit seinem gespaltenen Kopf nicht einmal die entstellteste Gestalt - wobei solche Äußerlichkeiten nun wirklich keinen mehr zu interessieren scheinen. Aber da ist der Hirntumor, der ihn sehr bald umgebracht hätte, wäre Hilde dem nicht zuvorgekommen. Dieses Ding in seinem Kopf hatte ihn in den letzten Wochen seines Lebens zu einem ganz anderen Menschen gemacht. Freundlich, zugewandt war er ab da, er, der so lange ein Menschenfeind und Tyrann gewesen war. Und so ist er im Tod geblieben. Ein milder, interessierter, irgendwie … lebensbejahender Mensch.

 

Dorfromane scheinen momentan in zu sein, aber Angelika Klüssendorf hat mit ihrem Roman weniger ein Dorf als ein Dorfuniversum geschaffen, da ihr Dorf von den Lebenden und den Toten bewohnt wird.

Die Toten beobachten die Lebenden und sind die Chronisten ihres eigenen Lebens, und manchmal, wie in Walters Fall, der zunächst so gar keine Erinnerung an sein früheres Ich hat, bedarf es dafür einiger Anstrengung.

Als ich von den skurrilen Figuren hörte - eine 140 Kilo schwere Frau, die auf Stephen Spielberg wartet, ein Mann mit tätowierter Stirn, den alle nur Bipolarchen nennen - hätte mich das beinahe abgeschreckt. Nichts gegen ungewöhnliche Charaktere; oft genug haben sich mir die aber auch als eher substanzlos entpuppt, überzeichnet - lekyesk (persönliche Meinung, versteht sich) daherbehauptet. Klüssendorf erzählt aus dem Leben ihrer Charaktere, wie sie geworden sind, was sie sind, enthüllt Schicht um Schicht. Auf das Setting habe ich mich gerne eingelassen. Eingebettet in dieses absurde Szenario sind erschütternde/erschütternd alltägliche, oft scheiternde Beziehungen. „Vierunddreißigster September“ ist schwarzhumorig, mit Tiefe, trostlos, traurig, lustig, schnoddrig und anrührend zugleich. Und obwohl der Roman sich in eine andere Richtung entwickelt als ich vermutet hatte, möchte ich nicht ausschließen, dass genau das gut so ist.

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