Corinna T. Sievers Schön ist das Leben und Gottes Herrlichkeit in seiner Schöpfung

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Inhaltsangabe zu „Schön ist das Leben und Gottes Herrlichkeit in seiner Schöpfung“ von Corinna T. Sievers

Die Autorin erzählt in düsterer Knappheit, frei von Larmoyanz und Schockeffekten, Utes Geschichte: In trostloser Armut wächst sie in den Siebziger Jahren in einem westdeutschen Ostseebad auf, geboren mit Hasenscharte und sechs Fingern an jeder Hand, unerwünscht, vom Stiefvater sexuell missbraucht. Schön ist das Leben erzählt aber auch von Utes Widerstand und von der zarten Liebe zum türkischen Mitschüler Volkan. Schließlich rächt sich Ute an ihren Peinigern, den hänselnden Mitschülern, dem Stiefvater, der stillschweigend duldenden Mutter. Ein Buch, das bestürzt und zornig macht, aber trotz allem auch hoffen lässt.

Tragisch, packend und abstoßend zugleich. Die späte Rache der Protagonistin versöhnt einen nur wenig mit dem von ihr erlittenen Unrecht.

— Anmara
Anmara

Wahnsinn, wie bitter das Leben Menschen mitspielen kann. Großartig geschrieben, nichts beschönigend, klar und mit viel Gefühl.

— Buchstabenliebhaberin
Buchstabenliebhaberin

Schmerzvolle, schockierende wahre (!)Geschichte. Ich hab es in einem Ritt gelesen, musste aber mehrmals innehalten und tief ein- & ausatmen.

— Saari
Saari

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  • ein mieses, mieses Leben

    Schön ist das Leben und Gottes Herrlichkeit in seiner Schöpfung
    Buchstabenliebhaberin

    Buchstabenliebhaberin

    Ute kommt missgestaltet auf die Welt. In eine Welt, die sie nicht will. Mit Menschen, die sich an ihr bedienen. Die versuchen, sie zu töten, die sie misshandeln und missachten, die sie missbrauchen. Die sie links liegen lassen, oder doch nur hilflos dastehen, wenn sie Hilfe braucht. Diese Buch ist ein gewaltiges Buch, das lange im Gedächtnis bleibt. Heute in der Bahn sah ich einen Teenager, der so unglücklich drein schaute, der wahrlich nicht als hübscher Bengel durchgegangen wäre - und er erinnerte mich plötzlich so an Ute, die Protagonistin aus diesem Buch. "Schön ist das Leben und Gottes Herrlichkeit in seiner Schöpfung" - ungelenk gekritzelte Buchstaben, so trist wie die Geschichte, und doch voller Anmut, voller Gefühl. Warum lesen wir Bücher wie dieses? Ein Buch, dass so schmerzhaft ist, dass es die eigene Fantasie übersteigt? Weil es uns klar macht, dass die eigenen Sorgen wirklich klein sind. Weil es uns dafür sensibilisiert, dass nicht alle Menschen das Glück haben, behütet und geliebt aufzuwachsen. Weil es uns dafür sensibilisiert, genau hinzuschauen. Und es bleibt die Frage: Ist Mord Notwehr, wenn das Leid so groß ist? Wer hätte dafür kein Verständnis. Ebenso wie dafür, wenn es nicht mehr weiter gehen kann. Was bleibt am Schluss? Gänsehaut, ganz viel Gänsehaut. Und Traurigkeit ...

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  • Rezension zu "Schön ist das Leben und Gottes Herrlichkeit in seiner Schöpfung" von Corinna T. Sievers

    Schön ist das Leben und Gottes Herrlichkeit in seiner Schöpfung
    Binichen90

    Binichen90

    22. February 2013 um 11:39

    Herzzerreißend In trostloser Armut wächst Ute in den Siebziger Jahren in einem westdeutschen Ostseebad auf, geboren mit Hasenscharte und sechs Fingern an jeder Hand, unerwünscht, vom Stiefvater sexuell missbraucht. „Schön ist das Leben erzählt“ jedoch auch von Utes Widerstand und von der zarten Liebe zum türkischen Mitschüler Volkan. Schließlich rächt sich Ute an ihren Peinigern, den hänselnden Mitschülern, dem Stiefvater, der stillschweigend duldenden Mutter. Dieses Buch könnte vielleicht abschrecken, weil es nur 94 Seiten besitzt, jedoch ist die Autorin im Stande, auf diesen Seiten eine Geschichte zu erzählen, die vollends stimmig und abgeschlossen ist. Ich habe oft weinen müssen und konnte mir solch eine Grausamkeit nicht im Geringsten vorstellen. Es ist erschütternd zu was Menschen in der Lage sein können. Dieses Buch erzählt von Misshandlung, Mobbing, Peinigung, Grenzüberschreitungen, Rache, aber auch dem Aufblühen einer Liebe – also von Hoffnung. Ich bin durch die Seiten nur so durchgerast und kann dieses Buch wirklich jedem empfehlen, der sich nicht mit leichter Kost abspeisen lassen, sondern einmal über die Menschheit und ihr oft grausames Verhalten nachdenken möchte. Es ist ein Buch, welches Bestürzung und Zorn auslöst, aber trotz allem auch hoffen lässt.

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  • Rezension zu "Schön ist das Leben und Gottes Herrlichkeit in seiner Schöpfung" von Corinna T. Sievers

    Schön ist das Leben und Gottes Herrlichkeit in seiner Schöpfung
    Liebes_Buch

    Liebes_Buch

    18. January 2013 um 13:10

    Corinna Sievers behauptet, das Mädchen aus ihrem Buch habe es wirklich gegeben. Vor diesem Hintergrund wirkt diese Erzählung noch schlimmer. Die kleine Ute kommt mit einer Hasenscharte zur Welt. Ihre Mutter hasst das Kind und gibt ihm die Schuld daran, dass der Vater abgehauen ist. Die ältere Schwester Marianne glaubt das und versucht, Ute zu ertränken. Nur zufällig wird sie gerettet. Niemand fragt, was da passiert ist. In der Schule bekommt Ute gute Noten. Weil sie jedoch wegen der Hasenscharte nicht spricht, wird sie von der Lehrerin gequält. Sie kommt auf die Hauptschule. Die Mitschüler folgen dem Beispiel und mobben sie auch. Zuhause missbraucht der Onkel Ute jede Nacht, die Mutter schaut weg bzw zu. Als Ute sich in einen Jungen aus der Schule verliebt, kommt es zur Katastrophe. Das Buch hat nur 94 Seiten. Die haben es aber in sich. Der Schreibstil ist sehr distanziert und kühl. Was will man sonst auch dazu sagen. Es ist mit Sicherheit sehr schwierig, so ein Thema zu beschreiben. Das Traurigste an dem Buch ist, dass es keine Menschen gibt, die helfen oder irgendwie Wärme oder Liebe übrig haben. In einem Interview erzählte Corinna Sievers, dass im Grunde alle wussten, dass etwas nicht in Ordnung war, aber niemand tat etwas. Es ist etwas unheimlich, das kleine rote Büchlein in Händen zu halten und sich vorzustellen, dass das alles ist, was von diesem Mädchen übrig ist.

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