Die weiße Massai

von Corinne Hofmann 
3,9 Sterne bei649 Bewertungen
Die weiße Massai
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Positiv (451):
J

Interessante Story. Liest sich gut weg. Angenehme, relativ leichte und trotzdem spannende Lektüre.

Kritisch (70):
K

Nette Geschichte, kurzweilig geschrieben.

Alle 649 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Die weiße Massai"

Auf einer Urlaubsreise durch Kenia begegnet Corinne Hofmann dem Massai-Krieger Lketinga – und verliebt sich auf den ersten Blick in ihn. Sie verlässt ihren Lebensgefährten, zieht in den kenianischen Busch zu den Massai und heiratet Lketinga. Abenteuerliche Jahre folgen, Jahre der Liebe, aber auch des Verzichts und wachsender Probleme: Die Verständigung ist schwierig, die Ernährung ungewohnt, das Rollenverständnis völlig anders. Als ihre Tochter Napirai geboren wird, scheint sich doch noch alles zum Guten zu wenden.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426788004
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:472 Seiten
Verlag:Knaur Taschenbuch
Erscheinungsdatum:03.04.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 10.11.2000 bei Bastei Lübbe erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    monerls avatar
    monerlvor 8 Monaten
    Ergreifend und unfassbar!

    Dass einen beim Verlieben schlagartig der Pfeil Amors treffen kann, beweist dieses Buch und die Liebesgeschichte der Autorin. Ebenso, dass Liebe Berge versetzten kann! Das grobe Gerüst der Geschichte war mir vor dem Lesen bereits bekannt, da das Buch damals nach der Veröffentlichung große Wellen geschlagen hatte. Es gab auch eine Verfilmung, die ich mir anschauen wollte und es am Ende doch nicht geschafft hatte.

    Eine weiße Frau verlässt im Urlaub ihren Lebensgefährten für einen Massai-Krieger, in den sie sich von jetzt auf nachher schlagartig verliebt. Es klingt ein bisschen wie ein Märchen. Zu Anfang hat Corinne Hofmann dies wahrscheinlich auch so gefühlt. Die Liebe war so intensiv und allumfassend, sodass sie ihr altes Leben in der Schweiz, für diesen Mann aus einer einfachen Welt und einer völlig fremden Kultur als auch Lebenseinstellung, komplett aufgegeben hatte und mit ihm in den Busch zog. Dass diese Liebe nicht ein Leben lang gehalten hat, ist auch kein Geheimnis.

    Ich begab mich also gedanklich mit Corinne auf die Reise nach Kenia und begleitete sie durch die vier Jahre Abenteuer, die sie als Ehefrau des Massai Lketinga erlebte. Ich war sprachlos, auf was alles ein Mensch verzichten kann, wenn er tief und ehrlich liebt. Sie verzichtete nicht nur auf Luxus, sondern sogar auf das Mindeste an einfachen Lebensumständen, die wir uns vorstellen können. Ihr Leben bestand aus Mahlzeiten, überwiegend Fleisch, Wasser musste aus dem etwas entfernt liegendem Fluss geholt werden, geschlafen wurde auf dem Boden in einer kargen, kleinen Hütte, in der man nicht stehen kann und diese Hütte mussten sie sich eine Weile mit der Schwiegermutter und der Nichte teilen. Die Außentoilette war im Busch, es gab kaum Waschmöglichkeiten und Töpfe wurden durch das Auskratzen der Reste mit den Nägeln gesäubert. Doch all das und noch viel mehr konnte sie nicht erschrecken, um zurück in die Schweiz zu gehen. Corinne Hofmann schaffte es sich anzupassen, war mutig genug mit ihrem Mann einen Shop aufzubauen und auch für den Lebensunterhalt zu sorgen. Kaufte ein Auto und versorgte das Dorf mit wichtigen Lebensmitteln, die sie auf waghalsigen Fahrten aus den weit entfernten Städten kaufte. Sie überstand mehrfach Malaria, Hepatits und brachte sogar eine gesunde Tochter auf die Welt. 

    Je mehr ich las, desto erstaunter wurde ich! Kann man so sehr und so intensiv lieben und sein Leben immer und immer wieder aufs Spiel setzen? Aber auch hier wird deutlich, Liebe kann nur gedeihen und fortbestehen, wenn zwei Menschen sich vertrauen und respektieren. Lketingas zunehmende Eifersucht und die Vorwürfe, Corinne würde ihn betrügen, ließen die Liebe bröckeln. Als auch noch Zweifel dazukamen, ob die Tochter Napirai seine wäre, zerstörte Corinnes Liebe zu ihrem Massai unwiederbringlich. Letztendlich war dieses karge Leben ohne Liebe nicht zu ertragen und die Autorin schaffte es mit ihrer Tochter das Land zu verlassen und zurück in die Schweiz zu fliehen. Letztendlich denke ich, das war ein großes Glück für die Tochter, die nun ein selbstbestimmtes Leben führen kann, dem grausigen Ritual der Mädchenbeschneidung entkommen ist und sich ihren Lebenspartner ebenso aus Liebe aussuchen darf. Ich bin nicht sicher, ob Corinne Hofmann sich bei all diesen, für uns Europäer wichtigen Punkten, erfolgreich gegen die Regeln, Gesetze und Traditionen der Massai hätte durchsetzen können.

    Dieses Buch hat mir das Land und die Menschen Kenias näher gebracht. Ich war noch nie dort und doch habe ich nun eine kleine Ahnung, wie Menschen damals in den Städten und Dörfern gelebt haben und welche Unterschiede die Kenianer selbst zwischen den Stammesleuten, wie den Massai, und  Menschen aus den Städten, machen.

    Zum Hörbuch:
    Das Hörbuch ist wundervoll! Die Sprecherin trifft genau den richtigen Ton und lässt den Zuhörer tief in das Leben, die Liebe und das Scheitern der Autorin eintauchen. Ich ließ mir so gerne vorlesen, um die Distanz zu überbrücken und Teil der Geschichte zu werden. Dieses Hörbuch ist, wie auch das Buch mit den tollen Bildern, absolut empfehlenswert!

    Fazit:
    Ein Buch, das mich fasziniert und vereinzelt abgestoßen hat. Eine interessante Lebensgeschichte einer damals sehr jungen Frau, die sich als Weiße kopflos in den afrikanischen Busch verpflanzt und für die Liebe ihres Lebens gekämpft hat. Die spannendsten Geschichten sind die, die das Leben so schreibt. Und diese hier war keine einzige Minute langweilig! Es war mutig, das schöne und leichte Leben aufzugeben. Es war mutig, dem Tod mehrfach ins Auge zu sehen. Aber es war auch sehr, sehr mutig, sich einzugestehen, dass man gescheitert ist! Ich sage hier DANKE für die Offenheit und den Mut, diese Geschichte mit uns, der Welt, geteilt zu haben.
    ______________________
    http://bit.ly/2Co9Dzz

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    TanteGhosts avatar
    TanteGhostvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Eine europäische Frau, die der Liebe wegen wirklich jeden Wohlstand aufgibt... - Wenn's glücklich macht.
    Das Abenteuer allein war doch schon Irrsinn

    Eine europäische Frau, die der Liebe wegen wirklich jeden Wohlstand aufgibt... - Wenn's glücklich macht.

    Inhalt:
    Corinne Hofmann verliebt sich auf einer Urlaubreise in einen Massei. Entgegen aller Vernunft löst sie ihr Leben in der Schweiz auf und begibt sich nach Afrika. Sie ist fest entschlossen mit ihrem Massei zu leben.
    Nach anfänglichen Schwierigkeiten scheint es wirklich so, als würde ihr bzw. ihnen das auch gelingen. Doch ein Massei ohne jede Schulbildung kann auch nicht aus seiner Haut, wie eine Europäern, die ein Leben in Freiheit und Selbstbestimmtheit gewohnt ist.
    Corinne will zurück, jedoch nicht ohne ihre Tochter.

    Der erste Satz:
    "Herrliche Tropenluft empfängt uns bei der Ankunft auf dem Flughafen Mombasa, und bereits hier ahne und spüre ich: dies ist mein Land, hier werde ich mich wohl fühlen."

    Der letzte Satz:
    "Ich wünsche Dir alles Gute und viele Grüße Corinne"

    Fazit:
    Anfangs habe ich innerlich gestöhnt, über diese ausführliche Erzählweise. Aber das hat sich später dann als gut und richtig erwiesen. Nur so konnte ich mir bildhaft vorstellen, wie diese europäische Frau in der Lage war, unter solchen Bedingungen zu leben.
    Sind wir mal ehrlich. Jeder, wirklich jeder, der von dieser Story gehört hat, hat sich an den Kopf gegriffen, wie man als Frau diesen Schritt gehen kann. Und es war am Anfang einfach nur die rosarote Brille, die sie diesen Schritt hat gehen lassen. Um so bewundernswerter finde ich ihren Kampfgeist, den sie immer und immer wieder ehrlich beschrieben hat. Und beschönigt hat sie sicherlich nichts. Dazu kam mir das Erzählte zu ehrlich vor.
    Wie gesagt, alles wurde ausführlich beschrieben. Ich habe während der Lektüre das afrikanische Leben vor mir gesehen. Diese, für mich, krassen Gegensätze von unbändige Lebensfreude und bunter Kleidung und dann das harte und karge Leben, was die Menschen da führen. Ich habe Corinne krank und ausgemärgelt vor mir gesehen, wie sie dann aber doch im ihr Kind kämpft. Und ich war erstaunt. Es erschien mir einfach nur unmöglich, dass eine verwöhnte Schweizerin das durchhalten würde.
    Ich habe mit ihr um diese Ehe gekämpft und gebangt. Ich habe förmlich an dem Buch geklebt und konnte kaum mal davon lassen. Wenn ich unterbrechen musste, war das eine ganz schöne Qual. Aber dafür bin ich nach den Unterbrechungen auch gleich wieder drin gewesen, in der Handlung. Es war dann immer so, als hätte es die Unterbrechungen gar nicht gegeben.
    Als ich dann allerdings von den nachfolgenden Büchern erfahren habe, war für mich klar, dass ich die auch unbedingt lesen muss. Es interessiert mich einfach zu sehr, was aus diesen Menschen geworden ist.

    Ich kann hier ausdrücklich eine Leseempfehlung aussprechen. Zum einen sollte es dem Leser eine Warnung sein, was blinde Liebe alles anrichten kann. Zum anderen merkt man aber auch, dass alles möglich ist, wenn man es nur will.
    Ganz ehrlich! Tut euch dieses Buch an. Das ist einfach nur genial!

    (Auszüge des des Textes sind auch auf meiner Website und in meinem Blog zu finden.)

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    Armillees avatar
    Armilleevor einem Jahr
    Wo die Liebe hinfällt...

    Frau Hofmann ist keine Autorin und der Schreibstil ist einfach. Störend war das für mich nicht.


    Ihre Lebensumstellung als Europäerin in eine Mayatta (kleine, niedrige Behausung aus Holz und Kuhmist) zu Ureinwohnern Afrikas... das ist schon krass. Die Schwierigkeiten, die da zu meistern war. Ich hätte das nie gekonnt. Hunger, Krankheiten, die fremde Kultur, die Sprache nicht verstehen, keine sanitären Anlagen, kein Strom, abgeschnitten von dem Rest der Welt...nix was für mich völlig normal ist, war dort vorhanden.
    Ich finde Corinne Hofmann mutig und sehr blauäugig / naiv. Sie ist ihrem Lebensweg und ihren Gefühlen gefolgt. Dadurch hat sie viel Lehrgeld bezahlt.
    Heraus kam ein ungewöhnliches Schicksal.

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    Sillivs avatar
    Sillivvor 2 Jahren
    Klappentext war interessant

    Das Buch hatte mich neugierig gemacht. Keine romantische Liebesgeschichte, ein harter Kampf. Kulturen treffen aufeinander, meiner Meinung geht das nie gut.

    Für mich auch ein kleiner Kampf durch das Buch, habe die Frau einfach nicht verstanden.

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    Mrs-Jasmines avatar
    Mrs-Jasminevor 2 Jahren
    Super Spannend

    War begeistert von diesem Buch! War spannend nachdem man sehr viel von der Kultur liest und es soviele Unterschiede zu uns gibt! Das Buch hat mir besser gefallen als der Film!

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    Nanniswelts avatar
    Nannisweltvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Naivität trifft auf fremde Kultur!
    Naivität trifft auf fremde Kultur!

    Diese Geschichte hat mich nicht wirklich losgelassen. Aber mehr aus der Verwunderung heraus. Das die Dame keine Autorin ist, fällt am sehr einfachen Schreibstil auf. Natürlich ist es ein Tatsachenbericht, aber trotzdem war ich sehr erstaunt über die Naivität der Frau Hofmann und wie sie das Leben im Busch versucht hat zu meistern. An der Liebe zueinander der Beiden hab ich beim Lesen nie gezweifelt, aber die kulturellen Unterschiede sind nun mal sehr groß. Auf der einen Seite fand ich ihren Schritt mutig, in Deutschland die Zelte ab zu bauen und nach Afrika zu gehen.

    Sie erklärt auch ausführlich in ihre Biografie, wie schwer das Leben für die Massai in ihrer Heimat ist. Womit ich nicht gerechnet hätte, war diese Blauäugigkeit, die sich durch das ganze Buch zog. Das hat mich sehr irritiert und gerade deswegen fand ich dieses Buch aber auch so interessant denn: Ich habe immer wieder darauf gehofft, dass die Frau ihre rosa rote Brille auch mal ablegt, sich dem Volk in dem sie ja unbedingt leben wollte auch voll und ganz und offen zeigt und gibt.

    Keine Frage, mit ihren Ideen und dem Engagement hat sie auch zeitweise das ganze Dorf ernährt, aber vieles war für mich einfach unverständlich. Mir ist schleierhaft, wie man so unüberlegt die Zelte in der eigentlichen Heimat abbrechen kann und sich aber ins neue Land und in das Alltagsleben so schlecht integrieren will. Irgendwie doch ein wenig typisch europäisch oder nicht?!

    Wenn ich mich entschließen würde, wirklich im Busch in Afrika zu leben, dann muss ich dies aber mit Allem tun, was dort gefordert wird. Der Massai tat mir in vielen Stellen des Buches einfach nur leid, er konnte vieles nicht verstehen und wurde aus seinem gewohnten Leben gerissen. Das ist meine Meinung. Corinne hatte stetig versucht, in ihren Augen etwas mehr „Zivilisation“ in den Stamm der Ureinwohner zu bringen..

    Unverständlich war für mich ebenfalls, dass sich die Protagonistin ja wohl so gar keine Gedanken im Vorfeld gemacht hat! Schon allein die Krankheiten, allen voran Aids und Hepatitis, denen sie sich ohne vorherigen Schutz ausgesetzt hat. Die Sitten und Gebräuche die sie nicht akzeptierte und die Tatsache, dass ein Massai-Krieger mit einer emanzipierten Frau nicht zurechtkommt sind alles Dinge, die ihr hätten bewusst sein müssen. War aber nicht so. So fällt sie regelmäßig aus allen Wolken. Was, die Mädchen werden beschnitten? Was, die dürfen mehrere Frauen haben? Usw...

    Ich bin selbst in meiner Denkweise davon ausgegangen, dass sich diese Frau im Vorfeld über die Kultur informiert hat, über das Land und ihre Lebensweise und war deshalb sehr fasziniert und zugleich auch erschrocken über dieses völlige Unwissen! Das konnte nicht gut gehen, aber es war ein guter Einblick wie man es meiner Meinung nach NICHT machen sollte.

    Dennoch empfehle ich das Buch Jedem, der sich mit dieser Frau und ihrer Geschichte befassen möchte. Es zeigt, wie schwierig die kulturellen Unterschiede zu meistern sind und was dabei herauskommt, wenn man sich nicht voll und ganz auf eine fremde Kultur einlassen kann. 

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    KymLucas avatar
    KymLucavor 2 Jahren
    Die weiße Massai

    Corinne fliegt mit ihrem Freund nach Kenia, um dort Urlaub zu machen. Doch eines Tages sieht sie dort einen Massai-Krieger in den sie sich sofort Hals über Kopf verliebt. Sie trennt sich von ihrem Freund und gibt ihr Leben in der Schweiz auf, um ein neues Leben in Kenia mit "ihrem" Massai anzufangen. Doch beide müssen sich auf einige Probleme gefasst machen, als ihre beiden Kulturen aufeinander treffen...

    Eine sehr gut geschriebene, wahre Geschichte über eine Frau, die für ihre Liebe und ihr Glück bereit ist, alles aufzugeben.

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    Ann-KathrinSpeckmanns avatar
    Ann-KathrinSpeckmannvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Gut geschriebenes Buch, dass mir sehr ehrlich vorkommt.
    Liebe in Kenia


    Vorweg:
    Zunächst einmal muss ich etwas gestehen: Ich habe das Buch für meine Speed-Reading Übungen benutzt, da es sowieso ein gebrauchtes eher unschönes Exemplar war und ich für die Übungen reinmalen musste. Das hat zur Folge, dass ich verschiedene Abschnitte mit ganz unterschiedlicher Intensität gelesen habe.

    Inhalt:
    Corinne verliebt sich Hals über Kopf in einen Massai und gibt für ihn alles in der westlichen Welt auf.

    Stil etc:
    Stilistisch ist das Buch meiner Meinung nach sehr gut geschrieben. Fehlertechnisch ist mit nur aufgefallen, dass "dass" oft "daß" geschrieben wird. Ich vermute mal, sie haben bei der Rechtschreibreform versäumt Änderungen einzufügen, als die neue Auflage rauskam. Aber darauf soll es nicht ankommen.

    Geschichte:
    Mir kommt der Bericht recht ehrlich vor. Gerade dadurch, dass es auch um unschöne Dinge und eigene Fehler geht. Natürlich ist das Buch subjektiv, aber vermutlich wäre es auch sehr sehr schwer geworden den Mann eine Gegendarstellung schreiben zu lassen.

    Wenn ich darüber hinaus die Geschichte bewerten will, muss ich ja eine Wertung der Protagonistin vornehmen, da es sich um einen autobiographischen Roman handelt. Ehrlich gesagt, kann ich Corinne überhaupt nicht verstehen. Habe ich am Anfang etwas überlesen oder hat sich in ihn verliebt, als sie kaum mehr als sein Aussehen kannte?
    Ich gehöre nicht zu den Frauen, die an Liebe auf den ersten Blick glauben. Aber okay, bei ihr war es nun einmal so.

    Das Ende hat mich sehr, sehr traurig und unglaublich wütend gemacht. Grundsätzlich bin ich ein Mensch, der neugierig auf andere Kulturen ist und sehr, sehr viel akzeptieren kann. Für einen Urlaub, mein Austauschjahr etc. mache ich auch vieles mit. Aber hier geht es um ihr Leben. Und es stellt sich doch die Frage, ob man etwas sein Leben lang aushalten will, nur weil das nun mal Afrika ist. Spätestens bei der ertsen Shop-Eröffnung und seinen Einmischungen wäre ich die Decke hochgegangen.

    Insgesamt:
    Dieses Buch eignet sich garantiert ideal für Lesegruppen etc. Ich habe es gern gelesen und kann es an jeden weiterempfehlen.

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    Wihteblacks avatar
    Wihteblackvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: War ein gutes Buch da ich auch schon in Mombassa war und Einblick habe über dieses Land heute
    Kenya

    Es geht um eine Touristin mit ihren Freund die Ferien in Kenya machen doch dort verliebt sich die Frau in einen Massai und entschliesst sich dort bei im im Busch zu leben. Doch der Alltag wird ihr zu langweilig und sie versteht die Welt der Massai nicht immer als sie dann ihr gemeinsames Kind da ist Winds schwierig sie will weg mit dem Kind. In die Schweiz zurück. Doch ob das geht?

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    daydreamins avatar
    daydreaminvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Berührende Erzählungen über die Licht- und Schattenseiten des Lebens und Liebens in Kenia, geschrieben von einer mutigen Schweizerin.
    Die weiße Massai

    Die Schweizerin Corinne Hofmann reist Ende der 80er mit ihrem damaligen Freund nach Kenia. Es soll ein entspannter Urlaub werden, doch als sich Corinne in den Massai-Krieger Lketinga verliebt, bricht sie in wenigen Monaten ihre Zelte in der Schweiz ab und zieht komplett nach Mombasa, die zweitgrößte Stadt Kenias. Hier beginnt ein Abenteuer, welches wohl einzigartig ist.

    In den ersten paar Kapiteln habe ich mich wirklich immer wieder gefragt, ob sie es wirklich durchzieht. Es ging alles so schnell und ich machte mir Sorgen darüber, ob Corinne wirklich einschätzen konnte, was im afrikanischen Busch auf sie zukommen wird. So viel darf ich verraten: Sie zieht es auf jeden Fall durch, denn sonst würde es kein Buch geben! 

    Die dann folgenden Berichte zeigen deutlich, dass wohl gar niemand realistisch hätte einschätzen können, wie das Leben an der Seite eines Massai-Kriegers ist. Corinnes Erfahrungen sind wunderschön und romantisch, zugleich wird der Leser aber auch Zeuge der Armut und des Leids. Die Beschreibungen sind ehrlich und ungeschönt. Gerade die miserable Gesundheitsversorgung hat mich bedrückt, aber auch die ständigen stunden-, manchmal tagelangen Reisen mit klapprigen Reisebussen waren so allgegenwärtig, dass sie mich als Leser schon fast nervten. Immerzu muss Corinne von A nach B, jedes Mal gibt es eine andere Panne. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie sie sich in solchen Situationen gefühlt haben muss, gerade wenn sie alleine unterwegs war. Auf jeden Fall hat mich ihre Spontanität und ihr Durchhaltevermögen nachhaltig beeindruckt. Als sie ein wenig später einen eigenen Wagen kauft, ist mit den Pannen nämlich immer noch nicht Schluss. Auch mit dem eigenen Gefährt gibt es nur Probleme und trotzdem boxt Corinne sich durch. Wenn ich mich demnächst über einen kleinen Stau oder eine kaputte Glühbirne an meinem Wagen aufrege, sollte ich lieber daran denken, dass ich jetzt auch ohne Trinkwasser und Handy mit einem Platten in Afrika sitzen könnte. 


    Zum Buch anzumerken ist noch, dass auch Fotos und eine Karte beigefügt sind. Diese Fotos von Corinnes Hochzeit, ihrer Familie und ihrer Hütte sind sehr intim und haben mich nochmal stärker an ihrem Schicksal teilhaben lassen. Fand ich sehr schön!

    Fazit

    Insgesamt bietet das Buch einen interessanten aber auch sehr krassen Einblick in die kenianische Kultur und das Leben der Massai. Ich bin dankbar, dass ich mit Hilfe dieses Buches einmal in diese Welt abtauchen konnte, die so anders ist, als in meiner Vorstellung. Corinne Hofmann hat meinen tiefsten Respekt, denn ich schätze, ich hätte niemals so mutig und stark sein können. Ich wünsche ihr und ihrer Familie, ganz besonders ihrer Tochter Napirai, alles Gute und wenn ihr wissen wollt, ob sie diese wieder in der Schweiz oder noch in Kenia verbringt, dann lest dieses Buch! 

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