Cormac McCarthy

 4,3 Sterne bei 1.204 Bewertungen
Autor von Die Straße, Kein Land für alte Männer und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Cormac McCarthy

Unter dem Namen Charles McCarthy wurde der US-amerikanische Autor am 20. Juli 1933 in Rhode Island geboren. In seinem literarischen Leben widmet er sich vor allem Plots, die sich am Rande der Gesellschaft ansiedeln, teils mit dystopischen Zügen. Seine Bücher erfreuen sich allseits großer Anerkennung, was Cormac McCarthy Auszeichnungen wie den Faulkner Award, den National Book Award und sogar den Pulitzer Preis - für sein Weltuntergangsszenario "Die Straße" - brachte. Privat lebt der Autor in New Mexico, zusammen mit seinem Sohn und seiner dritten Frau.

Alle Bücher von Cormac McCarthy

Cover des Buches Die Straße (ISBN: 9783499246005)

Die Straße

 (664)
Erschienen am 02.06.2008
Cover des Buches Kein Land für alte Männer (ISBN: 9783644050617)

Kein Land für alte Männer

 (129)
Erschienen am 27.02.2015
Cover des Buches Die Abendröte im Westen (ISBN: 9783499272400)

Die Abendröte im Westen

 (51)
Erschienen am 11.03.2016
Cover des Buches Grenzgänger (ISBN: 9783644039513)

Grenzgänger

 (30)
Erschienen am 01.03.2014
Cover des Buches All die schönen Pferde (ISBN: 9783644022911)

All die schönen Pferde

 (30)
Erschienen am 01.03.2014
Cover des Buches Die Border-Trilogie (ISBN: 9783499271922)

Die Border-Trilogie

 (20)
Erschienen am 28.08.2015
Cover des Buches Ein Kind Gottes (ISBN: 9783499267994)

Ein Kind Gottes

 (22)
Erschienen am 28.11.2014
Cover des Buches Land der Freien (ISBN: 9783499255502)

Land der Freien

 (16)
Erschienen am 01.11.2010

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Cormac McCarthy

Cover des Buches Ein Kind Gottes (ISBN: 9783499267994)mariameerhabas avatar

Rezension zu "Ein Kind Gottes" von Cormac McCarthy

Eine Figur, die man hassen muss und die einem schnell egal wird
mariameerhabavor 6 Monaten

Auf dem Buchumschlag wird damit beworben, dass McCarthy mit einer unfehlbar schönen und genauen Sprache erzählt. Vielleicht ist seine Sprache Genau, das kann ich nicht wirklich einschätzen, aber Schön ist sie eindeutig nicht.

Der Protagonist ist ein Mann, den man von Anfang an hassen muss. Ungebildet, ein Nichtsnutz, ein Mörder, ein Vergewaltiger, ein Nekrophil, der jeden um sich herum schadet. Sein einziger Sinn besteht darin, bloß einen Tag nach dem anderen zu überstehen und hin und wieder eine Leiche zu ficken. Was noch am Anfang interessant und spannend ist, wird im späteren Verlauf banal und langweilig.

Er ist ekelhaft und doch bin ich ihm gefolgt. Dem Autor gelingt es sehr gut, die Umgebung zu beschreiben, sein Wesen zu zeichnen, eine Atmosphäre zu erschaffen und auch einen guten Spannungsbogen. Aber jedes neue Kapitel hat alles umgeworfen. Oft fühlte es sich oft so an, als lägen zwischen einem Kapitel und dem anderen Jahrhunderte.

Hin und wieder wurde die Perspektive gewechselt und ein Ich-Erzähler hat über den Protagonisten gesprochen. Irgendwie war ich überzeugt, dass dieser Ich-Erzähler irgendwann mit dem Protagonisten aufeinandertreffen würde, aber das passiert nicht, sondern seine Rolle beschränkt sich auf drei Kapitel, ehe er verschwindet. Das fand ich sehr schlecht.

Ich habe alles gelesen, weil der Stil einfach zu folgen war. An die fehlenden Anführungszeichen gewöhnt man sich schnell. Es liest sich problemlos, aber es ist kein Buch, das ich noch einmal lesen würde. Oder empfehlen kann. Es kam mir so sinnlos vor. Ich habe das Leben eines ekelhaften Mannes gefolgt und daraus nichts gelernt, was ich schon vorher nicht wusste.

Kommentieren0
0
Teilen
Cover des Buches Kein Land für alte Männer (ISBN: 9783935125864)chumas avatar

Rezension zu "Kein Land für alte Männer" von Cormac McCarthy

düsterer, beeindruckender Western
chumavor 8 Monaten

Cormac McCarthy beeindruckt mich immer wieder mit seinen Werken, so auch mit "Kein Land für alte Männer". Düster und brutal ist diese Geschichte aber auch philosophisch. Wie das zueinander passt, kann man einmal mehr eindrucksvoll erleben, wenn man sich auf die Lektüre einlässt. Doch worum geht es eigentlich? 


Der Jäger Llewelyn stößt am frühen Morgen auf ein Blutbad und einen Koffer voller Geld. An die 2 Mio Dollar, die er zu behalten beschließt. Doch er begeht einen Fehler und wird nun selbst zum Gejagten im Visier verschiedener Banden und eines psychopathischen Killers.


Die Geschichte selbst wird allerdings von Sheriff Bell erzählt, der mittels innerer Monologe noch wesentlich weiter ausholt und den Leser so auch tief in seine eigene Gedankenwelt blicken lässt. 


Wenige Worte, kurze Sätze ohne Schmuck und Schnörkel kennzeichnen McCarthy's Schreibstil. Das wirkt. Besonders im Hinblick auf die zahlreichen schockierenden Momente dieser Story. Was bleibt sind Fassungslosigkeit, eine tief sitzende Melancholie und die Gewissheit, ein faszinierendes Werk Literatur erlebt zu haben.

Kommentieren0
1
Teilen
Cover des Buches Die Abendröte im Westen (ISBN: 9783499272400)G

Rezension zu "Die Abendröte im Westen" von Cormac McCarthy

Gut geschriebenes Massaker der Gewalt und Langeweile
glasratzvor einem Jahr

Wieder einmal habe ich mich durch einen Schinken hindurchgebissen, der schon nach einem Drittel eigentlich nicht mehr sehr vielversprechend ausgesehen hat. Wieder einmal habe ich auf eine Katharsis, ein verknüpfendes Element oder den Schluss eines Kreises gewartet. Und wieder einmal wurde ich enttäuscht. Ich habe gelesen, dass die Kritiken zu diesem Buch, bevor McCarthy zu Weltruhm gelangte, eher mau waren. Ich kann sehr gut verstehen, warum.
Dabei muss man sagen, dass das Buch durchaus sehr gute Eigenschaften hat. Zuersteinmal ist da die Sprache, bei welcher der Autor -vornehmlich im englischen Original, im Deutschen geht das weitgehend verloren- den Versuch unternimmt, sich dem Stil aus der Mitte des 19. Jahrhunderts anzugleichen. Dies funktioniert sehr gut und wirkt überzeugend. Auch durch den spannungslosen Schreibstil kann man sich sehr gut glauben machen, man läse wirklich ein Buch aus dieser Ära.
Zum zweiten muss man dem Autor wirklich Respekt zollen, in welcher Schonungslosigkeit er die Gewalttaten darstellt und wie er es schafft, trotz blumiger Ausdrucksweise nicht zu romantisieren. Hier liest man keinen dreckigen Western mit liebenswerten Antihelden. Man ließt ein Buch über Verbrecher, die einem kein Gefühl der Sympathie entlocken können. Das hat etwas.

Dies ist aber auf der anderen Seite auch schon einer der großen Fehler des Buches: Es gibt keine sympathischen Charaktere. Verbunden mit dem, wie bereits erwähnt, absichtlich spannungslosen Erzählstil welcher sich bei allen Geschehnissen auf die reine Beschreibung beschränkt (wenn auch auf eine sehr gute) kommt bis ein das letzte Viertel des Buches hinein eigentlich keine Spannung auf. Immer wieder sterben Charaktere und man kommt kaum über ein „Ah ja, in Ordnung.“ nicht hinaus.
Dabei ist es auch noch so, dass alles, was geschieht, einfach immer wieder passiert. Es wird zehn Mal in der Wüste fast verdurstet, es gibt ein Dutzend Massaker und endlose, endlose Verfolgungsjagden, die sich über Tage und Wochen hinstrecken. Die Beschreibungen ähneln sich dabei so stark, dass man häufig häftig von Dejavus geschüttelt wird. Hat jemand gezählt, wie oft in diesem Buch Wild geschossen und dessen Fleisch über dem offenen Feuer getrocknet wird? Hier hilft auch die Sprachgewalt des Autors wenig. Man kann einen blutigen Sonnenuntergang nur eine begrenzte Anzahl von Malen beschreiben, bevor es albern wird.
Die Geschichte finden auch bis in das letzte viertel hinein kein Ziel und keinen roten Faden. Der Antagonist wird so langsam und so spät aufgebaut, dass es einem mittlerweile eigentlich schon egal ist, da man eigentlich gerne alle Charaktere tot sehen möchte. Sie sind einander zu ähnlich. Der Hauptcharakter ist nicht nur namenlos, sondern bar jeglicher Eigenschaften. Nur der Judge wird als Mensch deutlich und ist dabei aber so unmenschlich, dass er nicht mehr als eine Karikatur bleibt. Das Ende dann ist antiklimaktisch.

Insgesamt hätte es dem Buch vermutlich gut getan, wenn es ein Lektor ein wenig zusammengestrichen hätte. So wie es ist, macht es einfach keinen Spaß zu lesen. Man wird einfach für die endlosen, trockenen Durststrecken durch die Wüsten an keiner stelle entschädigt.

Kommentare: 2
2
Teilen

Gespräche aus der Community

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Zusätzliche Informationen

Cormac McCarthy wurde am 19. Juli 1933 in Rhode Island (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

Cormac McCarthy im Netz:

Community-Statistik

in 1.409 Bibliotheken

von 167 Lesern aktuell gelesen

von 35 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks