Cormac McCarthy Die Straße

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Inhaltsangabe zu „Die Straße“ von Cormac McCarthy

Die Welt nach dem Ende der Welt.
Ein Mann und ein Kind schleppen sich durch ein verbranntes Amerika. Sie haben nichts als ihre Kleider am Leib, einen Einkaufswagen mit der nötigsten Habe – und einen Revolver mit zwei Schuss Munition. Ihre Geschichte ist eine düstere Parabel auf das Leben, und sie erzählt von der herzzerreißenden Liebe eines Vaters zu seinem Sohn.

Es gibt Bücher, nach denen muss man kurz innehalten. „Die Strasse“ von Cormac McCarthy ist eins von diesen.

— jewi

Absolut lesenswert. Das Buch hat mich gefesselt. Ein klare Leseempfehlung.

— Nachtfalter89

Eine Geschichte, die nicht mehr loslässt!

— Elbenwind

Ein Buch das mensch niemals vergisst

— Bietzer

Eines meiner Lieblingsbücher! Spannend und dramatisch bis zum Ende.

— Airwalker

Noch nie hat mich ein Buch derart verstört und gleichzeitig fasziniert. Absolut lesenswert

— Even

KLASSIKER!

— MichaelMerhi

Noch nie habe ich einen so düsteren und zugleich zärtlichen Roman gelesen. Über die untergegangene Welt und die nie sterbende Hoffnung.

— Poesiesoso

Eine schön beschriebene postapokalyptische Szenerie, durchaus nachfühlbar. Die Dialoginhalte nerven ein ums andere Mal.

— Hille

Eine Dystopie, die diesen Titel verdient

— Bücherkrähe

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  • Herzzreissend, dunkel und abgründig...

    Die Straße

    Jen_loves_reading_books

    17. December 2017 um 15:55

    Die StrassevonCormac McCarthyInhalt: Die Welt nach dem Ende der WeltEin Mann und ein Kind schleppen sich durch ein verbranntes Amerika. Nichts bewegt sich in der zerstörten Landschaft, nur die Asche im Wind. Es ist eiskalt, der Schnee schimmert grau. Sie haben kaum etwas bei sich: ihre Kleider am Leib, einen Einkaufswagen mit der nötigsten Habe und einen Revolver mit zwei Schuss Munition. Ihr Ziel ist die Küste, obwohl sie nicht wissen, was sie dort erwartet. Die Geschichte der beiden ist eine düstere Parabel auf das Leben, und sie erzählt von der herzzerreißenden Liebe eines Vaters zu seinem Sohn.  Vorbemerkung: Vor einigen Jahren sah ich den Film "The Road" mit Viggo Mortensen und erinnere mich noch daran, dass dieser Film mich tief bewegte und das Thema mich lange beschäftigte.Vor einigen Monaten fiel mir dann das Buch in die Hände und ich beschloss, nun auch mal das Buch zu lesen. Lieblings-Textstelle: "In jenen ersten Jahren waren die Straßen mit Flüchtlingen bevölkert, die ihre Kleidung wie ein Leichentuch trugen, Mundschutze und Schutzbrillen aufhatten und in ihren Lumpen am Straßenrand saßen wie verarmte Luftschiffer. Ihre Schubkarren mir Ramsch beladen. Leiter- oder Handwagen ziehend. Die Augen hell in ihren Schädeln. Glaubenslose, leere Hülsen von Menschen, die die Landstraßen entlangwankten wie Migranten in einem Fieberland. Die Hinfälligkeit von allem und jedem zutage getreten. Alte quälende Streitfragen in Nichts und Nacht aufgelöst. Mit dem letzten Exemplar von etwas geht die ganze Gattung zugrunde. Macht das Licht aus und ist weg. " Seite 28/29   Meinung: Selten hat mich ein Buch so tief berührt.Obwohl ich den Film gesehen hatte und ich somit wusste wovon dieses Buch handelt und worauf ich mich einlasse, hatte ich nicht mit diesen heftigen Gefühlsregungen meinerseits gerechnet. Manche bemängelten die Schlichtheit der Sätze.Ich persönlich war fasziniert von der Stärke der Ausdruckskraft durch solche und auch von ihrer brutalen Schönheit.Manche Textstellen musste ich einfach mehrmals lesen, um sie mir auf der Zunge zergehen zu lassen, damit sie sich um meine Gehirnwindungen schmiegen konnten.Die Dialoge der beiden sind kurz und schlicht gehalten und teilweise so herzzereissend, das sie mich zu Tränen rührten. Ich konnte die Erschöpfung der beiden Protagonisten fühlen, die Verzweiflung des Vaters machte mich echt fertig, der ständige Hunger, ich konnte den Rauch riechen und die Asche auf der Zunge schmecken.Ich war entsetzt, wie sehr die Menschen verrohten und alles hinter sich ließen, was auch nur irgendwie irgendwann an ihnen mal menschlich und mitfühlend war.Ganz ehrlich, so etwas hat ein Autor bei mir noch nie hervorgerufen.Obwohl ich um die Story wusste, ist sie im Buch um einiges intensiver und zog mich tief in seinen Bann. Viele Leser störten sich auch daran, das die Protagonisten nicht mit Namen vorgestellt wurden und das man nicht weiß, welche Katastrophe eigentlich geschehen ist. Echt jetzt ???Hat mich nicht gestört, weil es keine Rolle spielt. Weil es in diesem Buch nicht darum geht.Die Story spielt einige Jahre nach besagter Katastrophe und es ist egal, woran die Erde  ( Eine Atombombe, der 3. Weltkrieg, irgendeine Bedrohung aus dem All,...) und mit ihr die fast die gesamte Menschheit zugrunde gegangen ist.Ein Vater, der schwer krank ist zieht mit seinem kleinen Sohn durch das öde, verbrannte Land. Sie hungern sehr , den wenigen Menschen, denen sie begegnen sind ihnen meist nicht wohl gesonnen.Sie sehen schreckliche Dinge, die den Jungen verstören.Der Vater, der seinem Ende entgegen sieht, versucht seinem Sohn das Überleben zu lehren und seine Menschlichkeit nicht zu verlieren und das Feuer weiter zu tragen.  ;-) Fazit:Mein Highlight und absolutes Lieblingsbuch in diesem Jahr.Ein echtes Meisterwerk, das einen mit voller Wucht trifft.  Empfehlung: Dieses Dystopie ist mir sehr ans Herz gewachsen und wird eins der wenigen Bücher sein, die einen festen Platz in meinem Regal bekommen,Ich kann es ohne Bedenken weiterempfehlen.Von mir gibt's:5 von 5 Sternen  

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  • Berührend, zwischenmenschlich, nichts für zarte Seelen

    Die Straße

    Frau_Erdnussbutter

    20. September 2017 um 17:25

    Ein Vater und sein Sohn ziehen durch einen scheinbar ewigen Winter gen Süden, in der unbestätigten Hoffnung, eine sichere Zuflucht zu finden. Durch eine Welt, die bevölkert ist von unmenschlich gewordenen Bewohnern, die auch vor Kannibalismus nicht zurückschrecken. Die Erde ist so, wie sie schon einmal war, ganz am Anfang ihrer Geschichte, finster, wüst und leer.  Und die Menschen sind nur mehr Störfaktoren, die dafür kämpfen sich gegenseitig den letzten Rest zu geben. Tiere sind eine entfernte, fantastische Erinnerung. Es geht nur noch um das nackte Überleben.Und doch dreht sich diese Geschichte um etwas völlig anderes. Die Beziehung zwischen Vater und Sohn. Ein Vater, der wie alle Väter nur das Beste für sein Kind möchte und dafür durch die Hölle geht. Der Junge scheint als Konterpart für die letzte verbleibende Menschlichkeit auf der ganzen Welt zu stehen. Egal, ob Mainstream oder nicht. Das ist ganz große Literatur.Weiterlesen: http://www.1jahr52buecher.de/?p=2567 

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  • Eine der besten Dystopien!!!

    Die Straße

    emilayana

    19. March 2017 um 10:53

    Die Straße   Genre: Dystopie / Postapokalypse Autor: Cormac McCarthy Verlag: Rowohlt Verlag Preis: 11 € Seiten: ca. 250 ISBN: 978-3499246005   1.     Handlung: Ein Vater und ein Sohn machen sich auf den Weg Richtung Süden. Die Welt ist zerstört, alles besteht aus Asche und Staub. Fast nichts hat den großen Brand auf der Erde überlebt. Der Vater und der Sohn hoffen, dass es im Süden der USA an der Küste bessere Überlebenschancen gibt. Deshalb gehen sie der Straße gegen Süden entlang. Auf dem Weg werden sie mit Kannibalen und anderen fürchterlichen Gefahren konfrontiert. Die Vater-Sohn Liebe hält sie jedoch auf der Straße und die Hoffnung am Leben. Auch wenn die Handlung nicht besonders klingt fesselt das Buch auf jeder Seite. Man muss weiterlesen auch wenn die Handlung nichts Neues bringt. Der Schreibstil spielt hier eine entscheidende Rolle. Falls jemand jedoch unentwegt Action in einem Buch braucht, ist dieses definitiv die falsche Wahl. 2.     Schreibstil: Der Schreibstil dieses Buches hat mich von der ersten bis zu letzten Seite an das Buch gefesselt. Manchmal musste ich es sogar aus der Hand legen, da mich die Gewalt und wie diese geschildert wurde, die Hoffnungslosigkeit und der Schmerz über überwältigt haben. Die Welt ist vollkommen starr und nichts bewegt sich mehr auf ihr. Das spiegelt sich auch in dem Schreibstil wider. Verben werden durch Partizipien ersetzt und einzelne Wörter bilden einen „Satz“. Ellipsen und unvollständige Sätze sind ein weiteres Merkmal des Schreibstils. Falls man einen Satz überliest macht die Handlung keinen Sinn mehr. Jeder Satz ist von größter Wichtigkeit und das macht ein gutes Buch aus. 3.     Charaktere: Es liegt ein personaler Erzähler vor, der entweder aus der Sicht des Vaters oder der des Sohnes erzählt. Dadurch hat man die Innensicht und kann in die Gefühlswelt der beiden Personen eintauchen. Die Charaktere werden ansonsten nicht wirklich anders charakterisiert, da es allein um den Überlebenskampf geht. Der Sohn erscheint am Anfang noch etwas naiv, doch das wandelt sich vollkommen im Laufe des Buches. Es ist zudem ein interessantes Stilmittel diese Welt und die Hoffnungslosigkeit aus der Sicht eines Kindes zu erleben. Interessant sind die beiden Stimmen der Protagonisten, die man in den Dialogen erleben kann. 4.     Umsetzung: Die Umsetzung ist fantastisch. Vor allem die Dialoge, die nicht in Anführungszeichen geschrieben sind und man muss immer aufpassen wer was sagt, geben dem Buch seinen ganz eigenen Stil. Man bekommt Charaktereigenschaften aufgrund des Gesprochenen mit und nicht der Handlung. Auch die Länge des Buches ist ideal. Es gibt keinen typischen Spannungsbogen, doch die Spannung liegt in jedem Satz und in jedem Wort. 5.     Cover: Das Cover ist sehr passend und mir gefällt das Zitat der Times darauf. 6.     Ende: Das Ende des Buches hat mich etwas unbefriedigt zurückgelassen. Für mich war dieses überhaupt nicht nötig und hat die davor betonte Hoffnungslosigkeit irgendwie ein wenig zerstört. Es war jetzt auch keine Katastrophe, aber ich fand, dass es dem Buch in seiner Hoffnungslosigkeit, Grausamkeit und furchtbarer Schönheit nicht gerecht wurde. Jedoch wurde ein ganz wichtiger Wert durch das Buch und das Ende verdeutlicht: Nächstenliebe. 7.     Bewertung:   1.     Handlung:           36 / 40 2.     Schreibstil:         15 / 15 3.     Charaktere:        20 / 20 4.     Umsetzung:        10 / 10 5.     Cover:                   5  / 5 6.     Ende                      8 / 10                                                           94 / 100   Gesamtwertung:   9.4 P Genrewertung:      10 P   Das Buch ist ein unglaubliches Meisterwerk, welches nicht umsonst die hochkarätigen Literaturpreise wie den: Pulitzer-Preis oder den James Tait Black Memorial Prize. Das Buch fesselt und zeigt die Abgründe des Menschen auf sowie auch die Nächstenliebe. Eine hoffnungslose Welt in der die Hoffnung auf den Süden besteht. Ein Buch mit Gegensätzen aber in sich stimmig. Unglaublich!   Amazon Link: Die Straße – Cormac McCarthy Verlag Link: Rowohlt Taschenbuch Verlag

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  • Das Buch ist besser als der Film

    Die Straße

    P_Gandalf

    14. December 2016 um 21:19

    ... wie so oft.McCarthy schildert ein Amerika in einem postatomaren Zeitalter. Die Zivilisation ist zusammengebrochen und wer überlebt, versucht sich nun in dieser zu behaupten und zu überleben.Der Roman erzählt die Geschichte von einem Vater und seinem Sohn auf dem Weg in den Westen, wo es ein Enklave neuer Zivilisation geben soll. Auf diesem Weg müssen Vater und Sohn einige gefährliche Situationen überstehen, denen sie oft nur knapp entkommen können. Viel wichtiger sind aber die Situationen, in denen der Vater Entscheidungen treffen muss, die der Sohn mit seinem noch naiven kindlichen Weltbild anders sieht. Daraus entstehen moralische Diskussionen zwischen beiden und Spannungen. Jede Entscheidung muss abgewogen werden und letztlich geht es immer wieder um das eigene Überleben. Dadurch hebt sich der Roman deutlich von vielen anderen Romanen ähnlicher Natur deutlich ab.Wie auch bei anderen McCarthy Romanen darf der Leser nicht auf ein Happy End hoffen und so endet auch dieser Roman düster.

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  • Nach dem Ende der Welt

    Die Straße

    winter-chill

    18. September 2016 um 11:35

    Es ist eine innere Eiseskälte, die einen beschleicht, wenn man dieses Buch am Ende zuklappt. Eine dumpfe Leere. Nein, für weiche Gemüter ist dieser Roman nichts. Cormac McCarthy beschreibt darin eine Welt, die es eigentlich nicht mehr gibt. Die Erde ist zerstört, wüst und leer. Was die Erde zerstört hat, verrät McCarthy nicht; wie lange das Unglück zurückliegt, kann man nur anhand einiger Indizien erahnen. In dieser Welt nach dem Ende der Welt wandern ein namenloser Mann und sein namenloser Sohn umher. Bewaffnet mit einem Colt, der nur noch zwei Patronen hat, wollen sie in Richtung Süden. Auf dem Weg dahin nichts als Leere, Angst und Gefahr – und trotzdem auch so viel Hoffnung und Zärtlichkeit und immer wieder der Versuch, in dieser furchtbaren Situation die Menschlichkeit zu bewahren. Gerade dieser Kontrast zwischen der kargen und lebensfeindlichen Umwelt und der zärtlichen Liebe zwischen Vater und Sohn ist McCarthy extrem gut gelungen. Erzählt wird die Geschichte recht monoton. Im Mittelpunkt der Erzählung steht hauptsächlich der tägliche Überlebenskampf der beiden Protagonisten. Ganz selten leuchten kurz ein paar Rückblenden auf, die nur spärlich Hinweise auf die Vergangenheit von Vater und Sohn geben. Viel über die Figuren erfährt man nicht. Es spielt aber ohnehin alles keine Rolle mehr in dieser Welt. „Die Straße“ ist ein ungeheuer finsterer Roman, der aber auch zeigt, wie wichtig es ist, Hoffnung zu haben, auch wenn es offensichtlich keine Hoffnung mehr gibt. Absolute Leseempfehlung!

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  • Atmosphärisch, trotzdem monoton

    Die Straße

    CocuriRuby

    17. September 2016 um 02:21

    Im Prinzip ist es geradezu monoton in Blocktexten geschrieben. Ohne Abwechslung oder wörtliche Rede. Das ist gewollt, wie ich vermute, denn es unterstreicht die Geschichte bzw. diese Welt und die Situation, in der sich die Figuren befinden. Monoton bleibt es trotzdem. In gewisser Weise ist das Buch deprimierend. Die Welt ist verbrannt, es gibt nichts außer Asche. Alles ist zerstört, das Wasser ist schwarz, im Regen folgt tödliche Kälte. Vater und Sohn folgen ohne wirkliche Hoffnung einer Straße durch verbranntes Land. Das ist eigentlich alles was man erfährt, denn sonst weiß man nichts. Ab und an, gibt es mal einen kurzen Rückblick. Aber man erfährt trotzdem nichts über die Figuren – nicht was für ein Leben sie vorher geführt haben, also bevor die Welt verbrannte, man weiß nicht einmal ihre Namen. Man weiß auch nicht, was überhaupt mit der Welt passiert ist. Es gibt sehr wenige Andeutungen, aber die sind z.T. auch widersprüchlich oder logisch schlicht nicht erklärbar. Man kann Theorien aufstellen, aber man weiß es nicht. Mir ist klar, dass das so gewollt ist, das unterstreicht die Atmosphäre in dem Buch, deshalb konnte ich das verschmerzen. Ich mag sowas aber trotzdem nicht unbedingt. Wirklich viel Handlung bietet das Buch nicht. Es gibt Momente in dem Buch, die sind erdrückend und belastend und welche die sind einfach grausam und erschütternd. Das Buch zeigt vielleicht auch die Abgründe des Menschen auf – zu was der Mensch in Ausnahmesituationen fähig ist. Es gibt ein paar immer wiederkehrende Muster, z.B. wenn sich der Mann und das Kind unterhalten fällt sehr oft das Wort „okay“. Das ist vermutlich ein Sinnbild dafür, dass man dieses Wort sehr oft benutzt, obwohl nichts okay ist. Solche Parabeln lassen sich mehrfach in dem Buch finden. Allerdings fand ich diese ständigen wiederkehrenden Muster auf Dauer auch etwas anstrengend.   Fazit Das Buch bietet einen eine einmalige düstere und bedrückende Atmosphäre. Außerdem behandelt das Buch ein paar moralische Fragen. Allerdings ist es insgesamt recht monoton.

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  • Nicht usonst, hat dieses Buch den Pulizer Preis gewonnen!

    Die Straße

    MichaelMerhi

    08. September 2016 um 09:33

    Die Straße von Cormac McCarthy, erzählt die unglaublich schaurige Geschichte von Vater und Sohn, die nach einer Katastrophe (weltuntergang), hoffnungslos versuchen, das gute in sich zu bewahren. Es herscht Dunkelheit auf den Straßen, ein ununterbrochener Ascheregen, Kanibalismus und Gewalt.ABSOLUT LESENSWERT!Auf meinen Youtube Kanal, könnt ihr euch meine ganze Rezension anschauen!

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  • Eine Welt der Zerstörung...

    Die Straße

    _wintermaus

    29. June 2016 um 17:47

    Da ich auch hier den Film gesehen habe, musste ich dieses Buch haben. Mir gefällt es sehr gut. Der Schreibstil ist gut getroffen und die Geschichte sehr berührend. Doch leider muss ich einen Punkt abziehen, da es ein eher deprimierendes Buch ist. Es gibt keine Hoffnung der Hölle zu entkommen und das wird dem Leser auch deutlich gemacht. Die ganze Zeit über war ich traurig, denn trotz allem ist das Buch herzzerreißend. Kann ich nur weiterempfehlen...

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  • Die Straße

    Die Straße

    FabAusten

    Ein Vater zieht mit seinem Sohn durch ein postapokalyptisches Nordamerika. Alles ist grau, unwirklich. Beständig schwebt Asche herab, bedeckt die Welt und alles was sie einst ausmachte. Lebensfeindlich ist das einzige Prädikat, das sie noch beschreiben kann. Die beiden Wanderer schlagen eine Schneise durch das Grau, streben zur Küste in der winzigen Hoffnung auf eine Hoffnung. Unterwegs darauf bedacht, ihre Menschlichkeit zu bewahren, zu verteidigen. Als kleinen Funken in ihren Herzen. Cormac McCarthy hat seine Figuren in einer Welt ausgesetzt, die nichts mehr geben ober nehmen kann. Sie ist außer Kontrolle geraten, heimgesucht von Erdbeben, Feuersbrünsten und Leere. Der Leser begleitet die Protagonisten bei ihrem täglichen Überlebenskampf. Im Mittelpunkt stehen ihre Wahrnehmung der zerstörten Welt, Begegnungen mit anderen Überlebenden und immer wieder die Suche nach Nahrung und einem sicheren Platz für die Nacht. Immer wieder findet der Mann die Kraft, sich und seinen Sohn weiter zu schleppen. Genauso schafft es der Autor, den Leser trotz mangelnder Aussicht auf ein Happy-End an der Seite seiner Figuren zu halten. Wenige Rückblenden leuchten wie Schlaglichter auf und geben Hinweise auf die Vergangenheit der Figuren. Obwohl seine Perspektive und Innenschau dominieren, sind Vater und Erzähler nicht identisch. Gelegentlich wechselt der Fokus zum Sohn. Nichtsdestotrotz baut der Leser eine stärkere Bindung zum Vater auf. So hart, lebensfeindlich und karg die Überreste der Welt sind, so berührend, gewaltig und in einer bizarren Weise schön ist die Erzählung. Sie wirkt schlicht und roh, entfaltet aber eine immense Wirkung. Der Autor erschafft eine so dichte Atmosphäre, dass es dem Leser das Atmen erschwert. Dies ist unter anderem dem minimalistischen Sprachstil zu verdanken. Er versagt seinen Figuren die Namen so wie der wörtlichen Rede die Anführungszeichen. Darüber hinaus werden sowohl biblische als auch archaische Assoziationen geweckt. Im Angesicht des Weltuntergangs ist dies nicht nur naheliegend, sondern wohl unabdingbar. Comac McCarthy lotet aus, was Menschen dazu bewegt, weiterzumachen, auch wenn es keine Hoffnung gibt. Schon nach wenigen Seiten ist der Leser emotional engagiert. Die starke Verbindung zwischen Vater und Sohn ist in jedem Satz spürbar. Die Rohheit der Umwelt und die Zartheit ihrer Beziehung kontrastieren sich stark. Die prägnanten Dialoge und Gesten der ansonsten verlorenen Seelen zeugen von großen Nähe. Aber auch die Reflexionen des Älteren über ihre Situation berühren zutiefst. Der Junge wurde nach der Katastrophe geboren und kann die untergegangene Zivilisation nur noch durch seinen Vater kennenlernen. Dieser fungiert aber nicht nur als Brücke in die Vergangenheit, sondern auch als Vermittler menschlicher Werte. Obwohl die neue Zeit jenseits aller Moral liegt, versucht er verzweifelt einen moralischen Kompass zu etablieren. Doch oftmals verkehren sich die Rollen. Dann rettet ihn der Sohn aus der Verzweiflung oder lässt ihn Handlungen überdenken. Das Ende der gemeinsamen Wanderung ist zwar absehbar und konsequent, der folgende Abschluss des Romans mutet jedoch leider etwas beliebig an. Die Straße ist ein düsterer, dunkler Roman, der keine Hoffnung zulässt. Nichtsdestotrotz ist seine schmutzige Schönheit unverkennbar. Er trifft den Leser wie eine geballte Faust tief in der Magengrube und ins Herz. Vater und Sohn werden den Leser noch lange begleiten. Denn selten vermitteln Worte derart eindrücklich, worauf es ankommt, wenn alles wegfällt. Auf eine geliebte Seele, um das Tal gemeinsam zu durchschreiten. Auf einen Kompass, der moralisch leitet. Okay? Okay.

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    • 7

    Orisha

    27. May 2016 um 10:48
  • Erbarmungslose Dunkelheit

    Die Straße

    BeaMilana

    „Im grauen Licht ging er hinaus, blieb stehen und erkannte für einen Moment lang die absolute Wahrheit der Welt. Das kalte, unerbittliche Kreisen der hinterlassenschaftslosen Erde. Erbarmungslose Dunkelheit. Die blinden Hunde der Sonne in ihrem Lauf. Das alles vernichtende Vakuum des Universums. Und irgendwo zwei gehetzte Tiere, die zitterten, wie Füchse in einem Bau. Geliehene Zeit, geliehene Welt und geliehene Augen, um sie zu betrauern." Kalt ist dieses Buch; minimalistisch, messerscharf, eindringlich seine metaphernreiche Sprache, hinter der sich eine Welt auftut, der jegliches Licht, jegliche Menschlichkeit, jegliche Liebe und selbst Worte abhanden gekommen sind. Eine Postapokalypse des absoluten Horrors. Schwärzer als schwarz geht eigentlich nicht, aber wäre hier treffend. Ein Vater und sein Sohn, auf der Flucht vor Kälte und marodierenden Sklavenhaltern und Kannibalen, ziehen durch eine von Asche übersäte tote Landschaft gen Süden. Sind es die Guten? will der Sohn wissen, wenn ihnen abgemagerte Gestalten begegnen, als "säße ein Tier in seinem Schädel und blickte zu den Augenhöhlen hinaus". Ihm geht das Bild eines flüchtenden Jungen und später das eines gegrillten Kleinkindes nicht aus dem Kopf, und der Vater antwortet: Ich weiß es nicht. Den Vater treibt die Liebe zu seinem Sohn, den Willen zu Überleben, der Sohn trägt das Feuer, die innere Fackel, die Moral. Ob man überleben kann, wenn es keine Guten mehr gibt? Wenn die Menschheit verroht und vor Hunger ihre eigenen Kinder frisst? Am Ende blitzt ein wenig Hoffnung in das Dunkel – und das ist gut so. Ich habe schon etliche gute Endzeitdramen gelesen, aber dieses Werk hat mich umgehauen. "Die Straße" von Cormac McCarthy ist absolut großartige Literatur – ein Jahrhundertroman, der 2007 mit dem Pulitzerpreis geehrt wurde.

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    • 9
  • Beeindruckend, furchterregend, hoffnungsvoll

    Die Straße

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Mit "Die Straße" legt Cormac McCarthy einen Text vor, dessen Koloration getrost mit allen Nuancen von Schwarz beschrieben werden kann. In einem postapokalyptischen Setting, irgendwo auf einer zerstörten und geschundenen Welt, kämpfen ein Mann und ein Junge tagtäglich um ihr Leben. Der Leser erfährt nicht viel über die Umstände der omnipräsenten Vernichtung, lediglich kurze Rückblenden vermitteln einen Eindruck von der Zeit vor dem Nichts. Mit einer atmosphärischen Dichte, die durchaus ihresgleichen sucht, wird der verzweifelte Kampf der beiden Figuren geschildert. Von der Sinnlosigkeit ihrer Wanderung überzeugt, streben sie quer durch das Land gen Ozean, und schließlich sind sie selbst dort stets rastlos. Das erhoffte Eldorado besteht nicht in der Realität, sondern wird zum metaphysischen Zweck ihrer Suche nach einem Ort der Geborgenheit. Im fast naiv anmutenden Versuch, ein wenig Menschlichkeit zu bewahren, werden sie zu Grenzgängern in einer sonst aus den Fugen geratenen Welt. McCarthys Geschichte zeigt auf stark emotionale Weise, wie die Liebe eines Vaters zu seinem Sohn allen Umständen zum Trotz in einer kannibalistischen und durchweg bedrohlichen Umgebung überleben kann und letztlich damit beide Figuren am Leben hält. Für mich eines der eindringlichsten Werke der jüngeren Vergangenheit, daher eine ganz klare Leseempfehlung.

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    • 3
  • Wie überlebst du in der Hoffnungslosigkeit?

    Die Straße

    Bücherkrähe

    26. February 2016 um 07:07

    In einem abgebrannten, apokalyptischen Amerika ist ein kranker Vater mit seinem kleinen Sohn unterwegs. Sie sind auf dem Weg zur Küste, in der Hoffnung, dass es dort besser, wärmer, weniger grau sein könnte als dort, wo sie jetzt sind. In einem alten Einkaufwagen schieben sie ihre Habseligkeiten vor sich her, immer auf der Hut vor anderen Menschen, denn in dieser grauen Welt kann man längst niemandem mehr trauen. Bestenfalls sind die Menschen neutral, in den meisten Fällen aber sind sie Kannibalen, und wer wie ein Mensch aussieht hat vielleicht nichts Menschliches mehr an sich. Der Weg zur Küste ist lang und gefährlich, und Vater und Sohn müssen mehr als einmal in Deckung gehen. Der Roman ist ein Schlaglicht der Apokalypse. Man erfährt nicht, wie es zu dieser eintönigen, hoffnungslosen Welt kam, und aus Sicht der Protagonisten ist auch keine Besserung in Sicht. Nur das ferne Ziel der Küste ist Hoffnungsschimmer und Antrieb, doch was danach passieren soll oder wird, darüber machen sich Vater und Sohn erstmal wenig Gedanken. Man erfährt weder die Namen der beiden, noch das Alter des Jungen, für die Geschichte ist das allerdings unerheblich. Durch die eindringliche, z.T. knapp gehaltene Sprache fühlt man sich Vater und Sohn stark verbunden, friert und hungert mit ihnen, fürchtet sich mit ihnen in der Nacht und hofft auf einen besseren Tag. Die Straße macht ihrem Genre der Dystopie alle Ehre: düster, hoffnungslos und beklemmend. Immer wieder die Frage, was menschlich ist und wie man „die Guten“, wie der Sohn es nennt, bleiben kann. In diesem neuen Amerika ist der Kleine der Inbegriff von Werten wie Mitgefühl und Hoffnung, die den anderen schon abhanden gekommen sind, und man fragt sich, wie lange er sich das noch bewahren kann. Ich habe dieses Buch unfassbar genossen und kann es nur wärmstens weiterempfehlen, immerhin hat es sich auf die Liste meiner Lieblingsbücher katapultiert. Gerade Leser, die düstere Dystopien mögen und nicht zwingend ein geschlossenes, möglichst glückliches Ende brauchen sind mit Die Straße gut beraten.

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  • Vom Ende der Menschheit

    Die Straße

    Schlehenfee

    Ein Mann und sein Sohn ziehen durch Amerika, die Erde wurde von einer namenlosen Katastrophe verwüstet. Ihre letzten Habseligkeiten schieben sie in einem Einkaufswagen vor sich her, immer auf der Suche nach Nahrung, nach Schutz vor den „Bösen“, jenen Menschen, die ihre Menschlichkeit (notgedrungen?) verloren haben. Das Ziel von Vater und Sohn ist die Küste, doch wissen sie nicht, was sie dort erwartet. Es gibt kaum trostlosere Bücher als Cormac McCarthys „Die Straße“, selbst Namen haben keine Bedeutung mehr für die letzten verbliebenen Menschen, so dass die Protagonisten immer als „der Mann“ und „der Junge“ bezeichnet werden. Auch die Sätze sind kurz und ohne Anführungszeichen bei wörtlicher Rede gehalten. Dies gefiel mir sehr gut. Vater und Sohn versuchen, das Feuer der Menschlichkeit zu bewahren, denn die meisten Überlebenden haben sich zu Kannibalen-Gangs zusammengeschlossen. Da es nichts mehr zu essen, zu ernten oder zu jagen gibt, erscheint mir der Gedanke plausibel, dass man sich den anderen überlebenden Menschen als Nahrung zuwendet, erschreckend und gruselig. Das Hauptthema des Buches ist meiner Meinung nach die Frage, was uns zu Menschen macht, die Apokalypse dient als passender Hintergrund. Neben der Liebe von Vater und Sohn füreinander, werden auch Würde und Solidarität als Antwort dargestellt, von denen vor allem der Junge sich diese Werte verzweifelt zu bewahren versucht. Die Ursache der weltweiten Apokalypse nennt McCarthy nicht, dennoch lassen mich einige Beschreibungen spekulieren: Der permanent bedeckte Himmel, die Asche in der Luft, kahle Natur, das lässt mich vermuten, dass der Supervulkan unter dem Yellowstone-Gebiet ausgebrochen ist, dessen Asche den Himmel verdunkelt und keine Pflanzen mehr wachsen lässt, gleichzeitig das Aus für Mensch und Tier. Diese Katastrophe liegt zur Zeit der Handlung des Buches schon einige Zeit zurück, so dass Nahrungsreserven und Überlebende selten geworden sind. So krass die Andeutungen auf Kannibalismus auch sind, der trostloseste Moment war für mich die Schilderung eines leeren, toten Meeres mit Milliarden feiner Knöchelchen (der Meeresbewohner) angeschwemmt am Strand. Dennoch lag in der Schreibweise und der poetischen Beschreibung der Zerstörung, Hoffnungslosigkeit und Leere ein Reiz, der mich in seinen Bann zog. Froh, dass alles um mich herum lebendig und grün war, konnte ich das Buch immer zuschlagen, ohne dass mich die Erinnerung an das gerade Gelesene verfolgte. Gerade dies veranlasst mich aber auch, nicht die volle Bewertung zu geben, denn für mich ist es ein Kriterium für ein Top-Buch, dass ich oft in Gedanken bei Handlung und Charakteren bin, noch Tage und Wochen nach dem Lesen. Oft waren mir die Sätze und die Wortwahl auch etwas zu poetisch oder ich konnte mich nicht auf die Beschreibungen einlassen, wenn der Mann in technischen Dingen getüftelt hat. Ich kann mir gut vorstellen, „Die Straße“ in ein paar Jahren noch einmal zu lesen, vielleicht kann ich mich auf manches dann noch besser einlassen. Was mich dann aber wohl auch noch stören wird, ist die Übersetzung, bei der der Übersetzer städnig das mir unbekannte Wort „Gumpen“ verwendet. Duden sagt, es kommt in Süddeutschland vor, für mich hätte Tümpel, Wasserloch oder Pfütze den Sachverhalt besser dargestellt.

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    • 2
  • gut, aber zu langatmig

    Die Straße

    CoffeeToGo

    07. January 2016 um 07:57

    Ein Vater und sein Sohn ziehen durch das mit Asche bedeckte Amerika, auf der Suche nach Nahrung und Besserung. Auf ihrem Weg stehen sie mehr als einmal vor dem Verhungern und versuchen trotz der Aussichtslosigkeit ihrer Situation, ihre Menschlichkeit zu bewahren. Aufgrund des düsteren Schreibstils und der wenigen Gespräche kann man sich gut in die apokalyptische Stimmung hineinversetzen. Bücher, in denen keine (oder nur wenig) wörtliche Rede vorkommt, wie zum Beispiel in Das Parfum, haben etwas Besonderes an sich und gibt es meiner Meinung nach viel zu selten. So war ich sehr gespannt, wie das in diesem Buch umgesetzt ist und wurde nicht enttäuscht. Vater und Sohn reden zwar ab und zu miteinander, doch immer nur sehr kurz und abgehackt und eben ohne wörtliche Rede. Man kann sich gut in ihre Situation hineinversetzen und freut sich mit jedem Nahrungsmittel was sie finden und was ihnen wieder ein bisschen Hoffnung gibt, doch im Hinterkopf hat man immer die kleine Stimme die sagt, dass sie in kurzer Zeit wieder Hunger leiden müssen. Wie Vater und Sohn versuchen ihre Würde (das Feuer) zu bewahren ist bemerkenswert, da es eine ganze Menge Menschen gibt, die nun keine Skrupel mehr kennen und sich sogar an ihresgleichen vergreifen, um zu Überleben. Die Hoffnung auf ein Happy-End habe ich von Anfang an aufgegeben, doch es ist trotzdem ein Ende, welches einen zu Tränen rührt. Auch wenn es ein bemerkenswertes Buch ist gebe ich nur drei Sterne, denn die Straße war mir persönlich ein bisschen zu düster und langatmig, weil sich im Laufe der Geschichte auch keine Spannung aufbaut.

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  • Eine Dystopie ohne Gnade

    Die Straße

    sursulapitschi

    Die Erde ist tot, verbrannt, entvölkert. Es gibt keine Tiere mehr und nur noch tote Pflanzen. Er, der Vater, zieht mit ihm, dem Jungen, die Straße entlang, immer nach Süden zum Meer, wo es wärmer ist, wo es vielleicht noch Hoffnung gibt. „Sie hungerten erbärmlich. Das Land war geplündert, kahl gefressen, verheert. Jeder Krume beraubt. Die Nächte waren entsetzlich kalt und sargschwarz, und die lange Spanne des Morgen hatte etwas fürchterlich Stilles. Wie die Dämmerung vor einer Schlacht.“ Hier erlebt man das blanke Grauen. In dieser ohnehin lebensfeindlichen Welt müssen sie auch noch ständig auf der Hut sein. Die letzten Menschen sind durch diesen Überlebenskampf zu Bestien geworden. Es ist gefährlich, jemandem zu begegnen, dabei muss es doch irgendwo noch Menschlichkeit geben. Irgendwo müssen sie sein, die Guten. Diese Idee hält sie aufrecht, Vater und Sohn, vielleicht ist sie aber auch nur ein Vorwand, um überhaupt weiter zu gehen. Wenn es nur um ihn ginge, hätte er schon längst aufgegeben, aber da ist der Junge, der es verdient hat zu leben. „Bringst du es fertig? Wenn es so weit ist. Wenn es so weit ist, wird keine Zeit sein. Jetzt ist Zeit. Verfluche Gott und stirb. Und wenn der Revolver nicht funktioniert? Er muss funktionieren... „ Unglaublich eindringlich erzählt Cormac McCarthy, wie es sein könnte, wenn die Erde zerstört ist. Dabei steht sehr viel zwischen den Zeilen. Was hält einen Menschen aufrecht, wenn es nichts mehr zu hoffen gibt? Lohnt sich das Weiterleben überhaupt in einer zerstörten Welt? Kann man überleben und zu den Guten gehören? Wo ist die Grenze? … Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an gefesselt und beeindruckt. Es zieht einen hinein in diese düstere Atmosphäre und man schwankt hin und her zwischen Entsetzen und Bewunderung. Wie man mit kurzen Sätzen und vermeintlich einfacher Sprache so treffen kann, ist phänomenal. „Die Straße“ ist eine Dystopie ohne Gnade, ohne Endzeitromantik oder Moralinsaures, pur, schonungslos und bedrückend, aber auch einfühlsam und ergreifend, absolut lesenswert.

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    • 5

    Meteorit

    19. November 2015 um 10:58
    JuliB schreibt Kann mich Himmelfarb nur anschließen...tolle Rezension und ein großartiger Roman!!!

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