Die Straße

von Cormac McCarthy 
4,4 Sterne bei612 Bewertungen
Die Straße
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Positiv (518):
Herbstlaubs avatar

Abgründig und düster. Postapokalyptisches Szenario ohne unnötige Aktion, trotzdem bis zur letzten Seite packend.

Kritisch (30):
Ines_Muellers avatar

Den Film fand ich klasse, aber das Buch konnte mich leider überhaupt nicht überzeugen ):

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Inhaltsangabe zu "Die Straße"

Die Welt nach dem Ende der Welt.
Ein Mann und ein Kind schleppen sich durch ein verbranntes Amerika. Sie haben nichts als ihre Kleider am Leib, einen Einkaufswagen mit der nötigsten Habe – und einen Revolver mit zwei Schuss Munition. Ihre Geschichte ist eine düstere Parabel auf das Leben, und sie erzählt von der herzzerreißenden Liebe eines Vaters zu seinem Sohn.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499255526
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:384 Seiten
Verlag:ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum:02.04.2013
Das aktuelle Hörbuch ist am 13.07.2007 bei Parlando ein Imprint von Argon erschienen.

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    AnjaLG87s avatar
    AnjaLG87vor 2 Monaten
    Die letzte Menschlichkeit in einer apokalyptischen und düsteren Welt

    Cormac McCarthy kann es einfach: Wort- 

    und bildgewaltig beschreiben, Betroffenheit 
    wecken, und dabei trotzdem nüchtern und 
    kühl bleiben und ohne Pathos arbeiten. Seine
    Beschreibungen dieser Welt, nachdem eine
    nicht genau benannte und erklärte Katastrophe 
    nahezu die gesamte Menschheit ausgerottet
    hat, suchen ihresgleichen. Wie Vater und Sohn
    dabei versuchen, inmitten von Elend und 
    Tod, ihre Menschlichkeit zu bewahren, regt
    zum Mitfühlen und Nachdenken an, ohne 
    kitschig oder pathetisch zu sein. Ein toll
    geschriebenes und beeindruckendes Buch! 

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    AdamBlues avatar
    AdamBluevor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Es konnte meine hohen Erwartungen leider nicht erfüllen. Trotzdem mindenstens solide.
    Auf der Suche nach Hoffnung

    Klappentext:


    „Die Welt nach dem Ender der Welt


    Ein Mann und ein Kind schleppen sich durch ein verbranntes Amerika. Nichts bewegt sich in der zerstörten Landschaft, nur die Asche schwebt im Wind. Es ist eiskalt, der Schnee schimmert grau. Sie haben kaum etwas bei sich: ihre Kleider am Leib, einen Einkaufswagen mit der nötigsten Habe und einen Revolver mit zwei Schuss Munition. Ihr Ziel ist die Küste, obwohl sie nicht wissen, was sie dort erwartet. Die Geschichte der beiden ist eine düstere Parabel auf das Leben, und sie erzählt von der herzzerreißenden Liebe eines Vaters zu seinem Sohn."


    Cover (11 Auflage, Rowohlt Verlag):


    Zum Cover möchte ich diesmal nicht so viele Worte verlieren, da es sehr schlicht gehalten wurde. Front und Back- Cover sollen wohl an einen Asphalt erinnern, der bereits stark befahrt0 wurde, und die Schriftzüge an Straßenmarkierungen. Mir gefällt's.


    Inhalt:


    Der Klappentext hat mich sehr neugierig auf die Geschichte gemacht und ich war mir eigentlich sicher, dass die Geschichte mir sehr gut gefallen würde. Leider wurde die Geschichte meinen Anforderungen nicht gerecht. Ich hätte nicht gedacht, dass eine Survival Geschichte, die in einer postapokalyptischen Welt spielt, mich so wenig packen würde, zumal die Geschichte eigentlich alle Voraussetzungen erfüllt: Eine zerstörte Welt, kalte Temperaturen, eine Vater-Sohn Geschichte und wenig Chancen aufs Überleben. Sämtliches Leben auf der Erde wurde ausgelöscht (der Grund dafür wird jedoch nie genannt, sei's drum) und der Vater und sein Sohn sind ständig auf der Suche nach Lebensmitteln. Das ist im Prinzip schon die gesamte Handlung. Zwar passieren im Buch theoretisch spannende Stellen (z.B wird der Sohn von einem Kannibalen attackiert), die mich jedoch aufgrund der seelenlosen Charaktere nicht so stark berührt haben, wie sie es eigentlich sollten. Der Vater und sein Sohn haben keine Namen, sprechen meist in kurzen Sätzen miteinander und haben auch keine wirkliche Vorgeschichte (die Mutter des Sohnes und ihr tragischer Tod werden zwar erwähnt, jedoch wird hier nicht wirklich auf die Hintergründe eingegangen. Warum der Vater nicht versucht hat den Tod der Mutter zu verhindern ist mir ebenfalls ein Rätsel). Ahja: Im gesamten Buch gibt es keine Anführungszeichen, was bedeutet, dass man oft nicht einmal genau weiß, wer jetzt was gesagt hat. Beim Dialog zwischen dem Sohn und seinem Vater kann man sich die Anführungszeichen natürlich denken, jedoch wird es ab da verwirrend, wenn eine dritte Person auftaucht. Welchen Mehrwert soll dieses Stilmittel bieten? Mich hat es einfach nur genervt und es wurde auch nicht dadurch besser, dass das Buch sehr viele Absätze hat und es keine wirklichen Kapitel gibt.


    Zur Handlung könnte man natürlich sagen, dass sie sehr realistisch sei, da Vater und Sohn sich ständig auf die Suche nach Lebensmitteln begeben und sich eher wenig zu sagen haben. Dennoch hätte man dies nicht so monoton machen müssen. Auch die Dialoge sind wiederholend („okay", „wir werden nicht sterben", „wir sind die Guten" ...) .

    Es ist klar, dass der Vater, der mit seinem Sohn monatelang nach Süden wandert, nicht jeden Dialog mit einer emotionalen Rede beginnt, da die beiden sich ja ihr ganzes Leben lang kennen, doch irgendwie hat mir etwas entscheidendes gefehlt.


    Außerdem habe ich mich gefragt, warum beide im tiefsten Winter unbedingt schwimmen gehen mussten ... (Zumal einige Seiten danach das kalte Wasser den Sohn sogar zum Weinen gebracht hat)


    Den Sprachstil fand ich solide. McCarthy verwendet eine knappe und eher sachliche Sprache. Es gelingt ihm mit wenigen Worten eine bedrückende Stimmung zu erzeugen. Die vielen Auszeichnungen finde ich trotzdem etwas übertrieben und ich würde nicht sagen, dass das Buch von majestätischer oder biblischer Wucht sei.

    Verwundert hat mich auch die Tatsache, dass es in der elften (!) Auflage immer noch Tippfehler gibt. Naja, keiner ist perfekt und solange es sich wie geschnitten Brot verkauft ...


    Als Kurzgeschichte hätte die Geschichte für mich besser funktioniert. Den Film habe ich zwar noch nicht gesehen, doch was ich bis jetzt vom Film gesehen und gelesen habe, macht den Eindruck, dass er mir deutlich besser gefallen würde als das Buch.


    Die Straße ist vermutlich wieder eins dieser polarisierenden Bücher, die man entweder liebt oder bestenfalls mittelmäßig findet.


    Ich fand das Buch insgesamt in Ordnung, da es auch gute Stellen gab z.B dass die beiden versucht haben menschlich zu bleiben und nicht ebenfalls Menschen ausraubten oder zu Kannibalen wurden (wobei man die Motive der „Bösen" in solch einer hoffnungslosen Situation auch nachvollziehen könnte). Man muss solch ein Buch wohl auch in einer „passenden" Lebenslage lesen, da es einen echt traurig stimmt und erdrückt.


    Vielleicht ändert sich meine Meinung zum Buch irgendwann.


    Momentan ist es mir 3 solide Sterne wert.

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    Jen_loves_reading_bookss avatar
    Jen_loves_reading_booksvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Eine der besten Dystopien, die ich bisher gelesen habe.
    Herzzreissend, dunkel und abgründig...


    Die Strasse


    von


    Cormac McCarthy



    Inhalt:
     
    Die Welt nach dem Ende der Welt
    Ein Mann und ein Kind schleppen sich durch ein verbranntes Amerika. Nichts bewegt sich in der zerstörten Landschaft, nur die Asche im Wind. Es ist eiskalt, der Schnee schimmert grau. Sie haben kaum etwas bei sich: ihre Kleider am Leib, einen Einkaufswagen mit der nötigsten Habe und einen Revolver mit zwei Schuss Munition. Ihr Ziel ist die Küste, obwohl sie nicht wissen, was sie dort erwartet. Die Geschichte der beiden ist eine düstere Parabel auf das Leben, und sie erzählt von der herzzerreißenden Liebe eines Vaters zu seinem Sohn.
      
    Vorbemerkung:
     
    Vor einigen Jahren sah ich den Film "The Road" mit Viggo Mortensen und erinnere mich noch daran, dass dieser Film mich tief bewegte und das Thema mich lange beschäftigte.
    Vor einigen Monaten fiel mir dann das Buch in die Hände und ich beschloss, nun auch mal das Buch zu lesen.
     
    Lieblings-Textstelle:
     
    "In jenen ersten Jahren waren die Straßen mit Flüchtlingen bevölkert, die ihre Kleidung wie ein Leichentuch trugen, Mundschutze und Schutzbrillen aufhatten und in ihren Lumpen am Straßenrand saßen wie verarmte Luftschiffer. Ihre Schubkarren mir Ramsch beladen. Leiter- oder Handwagen ziehend. Die Augen hell in ihren Schädeln. Glaubenslose, leere Hülsen von Menschen, die die Landstraßen entlangwankten wie Migranten in einem Fieberland. Die Hinfälligkeit von allem und jedem zutage getreten. Alte quälende Streitfragen in Nichts und Nacht aufgelöst. Mit dem letzten Exemplar von etwas geht die ganze Gattung zugrunde. Macht das Licht aus und ist weg. "
     
    Seite 28/29
     
      
    Meinung:
     
    Selten hat mich ein Buch so tief berührt.
    Obwohl ich den Film gesehen hatte und ich somit wusste wovon dieses Buch handelt und worauf ich mich einlasse, hatte ich nicht mit diesen heftigen Gefühlsregungen meinerseits gerechnet.
     
    Manche bemängelten die Schlichtheit der Sätze.
    Ich persönlich war fasziniert von der Stärke der Ausdruckskraft durch solche und auch von ihrer brutalen Schönheit.
    Manche Textstellen musste ich einfach mehrmals lesen, um sie mir auf der Zunge zergehen zu lassen, damit sie sich um meine Gehirnwindungen schmiegen konnten.
    Die Dialoge der beiden sind kurz und schlicht gehalten und teilweise so herzzereissend, das sie mich zu Tränen rührten.
     
    Ich konnte die Erschöpfung der beiden Protagonisten fühlen, die Verzweiflung des Vaters machte mich echt fertig, der ständige Hunger, ich konnte den Rauch riechen und die Asche auf der Zunge schmecken.
    Ich war entsetzt, wie sehr die Menschen verrohten und alles hinter sich ließen, was auch nur irgendwie irgendwann an ihnen mal menschlich und mitfühlend war.
    Ganz ehrlich, so etwas hat ein Autor bei mir noch nie hervorgerufen.
    Obwohl ich um die Story wusste, ist sie im Buch um einiges intensiver und zog mich tief in seinen Bann.
     
    Viele Leser störten sich auch daran, das die Protagonisten nicht mit Namen vorgestellt wurden und das man nicht weiß, welche Katastrophe eigentlich geschehen ist. 
    Echt jetzt ???
    Hat mich nicht gestört, weil es keine Rolle spielt. 
    Weil es in diesem Buch nicht darum geht.
    Die Story spielt einige Jahre nach besagter Katastrophe und es ist egal, woran die Erde  ( Eine Atombombe, der 3. Weltkrieg, irgendeine Bedrohung aus dem All,...) und mit ihr die fast die gesamte Menschheit zugrunde gegangen ist.
    Ein Vater, der schwer krank ist zieht mit seinem kleinen Sohn durch das öde, verbrannte Land. Sie hungern sehr , den wenigen Menschen, denen sie begegnen sind ihnen meist nicht wohl gesonnen.
    Sie sehen schreckliche Dinge, die den Jungen verstören.
    Der Vater, der seinem Ende entgegen sieht, versucht seinem Sohn das Überleben zu lehren und seine Menschlichkeit nicht zu verlieren und das Feuer weiter zu tragen.  ;-)


     
    Fazit:
    Mein Highlight und absolutes Lieblingsbuch in diesem Jahr.
    Ein echtes Meisterwerk, das einen mit voller Wucht trifft.
     
     
    Empfehlung:
     
    Dieses Dystopie ist mir sehr ans Herz gewachsen und wird eins der wenigen Bücher sein, die einen festen Platz in meinem Regal bekommen,
    Ich kann es ohne Bedenken weiterempfehlen.


    Von mir gibt's:


    5 von 5 Sternen
      

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    Frau_Erdnussbutters avatar
    Frau_Erdnussbuttervor einem Jahr
    Berührend, zwischenmenschlich, nichts für zarte Seelen

    Ein Vater und sein Sohn ziehen durch einen scheinbar ewigen Winter gen Süden, in der unbestätigten Hoffnung, eine sichere Zuflucht zu finden. Durch eine Welt, die bevölkert ist von unmenschlich gewordenen Bewohnern, die auch vor Kannibalismus nicht zurückschrecken. Die Erde ist so, wie sie schon einmal war, ganz am Anfang ihrer Geschichte, finster, wüst und leer.  Und die Menschen sind nur mehr Störfaktoren, die dafür kämpfen sich gegenseitig den letzten Rest zu geben. Tiere sind eine entfernte, fantastische Erinnerung. Es geht nur noch um das nackte Überleben.

    Und doch dreht sich diese Geschichte um etwas völlig anderes. Die Beziehung zwischen Vater und Sohn. Ein Vater, der wie alle Väter nur das Beste für sein Kind möchte und dafür durch die Hölle geht. Der Junge scheint als Konterpart für die letzte verbleibende Menschlichkeit auf der ganzen Welt zu stehen. Egal, ob Mainstream oder nicht. Das ist ganz große Literatur.
    Weiterlesen: http://www.1jahr52buecher.de/?p=2567 

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    emilayanas avatar
    emilayanavor 2 Jahren
    Eine der besten Dystopien!!!

    Die Straße

     

    Genre: Dystopie / Postapokalypse

    Autor: Cormac McCarthy

    Verlag: Rowohlt Verlag

    Preis: 11 €

    Seiten: ca. 250

    ISBN: 978-3499246005

     

    1.     Handlung: Ein Vater und ein Sohn machen sich auf den Weg Richtung Süden. Die Welt ist zerstört, alles besteht aus Asche und Staub. Fast nichts hat den großen Brand auf der Erde überlebt. Der Vater und der Sohn hoffen, dass es im Süden der USA an der Küste bessere Überlebenschancen gibt. Deshalb gehen sie der Straße gegen Süden entlang. Auf dem Weg werden sie mit Kannibalen und anderen fürchterlichen Gefahren konfrontiert. Die Vater-Sohn Liebe hält sie jedoch auf der Straße und die Hoffnung am Leben.

    Auch wenn die Handlung nicht besonders klingt fesselt das Buch auf jeder Seite. Man muss weiterlesen auch wenn die Handlung nichts Neues bringt. Der Schreibstil spielt hier eine entscheidende Rolle. Falls jemand jedoch unentwegt Action in einem Buch braucht, ist dieses definitiv die falsche Wahl.

    2.     Schreibstil: Der Schreibstil dieses Buches hat mich von der ersten bis zu letzten Seite an das Buch gefesselt. Manchmal musste ich es sogar aus der Hand legen, da mich die Gewalt und wie diese geschildert wurde, die Hoffnungslosigkeit und der Schmerz über überwältigt haben. Die Welt ist vollkommen starr und nichts bewegt sich mehr auf ihr. Das spiegelt sich auch in dem Schreibstil wider. Verben werden durch Partizipien ersetzt und einzelne Wörter bilden einen „Satz“. Ellipsen und unvollständige Sätze sind ein weiteres Merkmal des Schreibstils. Falls man einen Satz überliest macht die Handlung keinen Sinn mehr. Jeder Satz ist von größter Wichtigkeit und das macht ein gutes Buch aus.

    3.     Charaktere: Es liegt ein personaler Erzähler vor, der entweder aus der Sicht des Vaters oder der des Sohnes erzählt. Dadurch hat man die Innensicht und kann in die Gefühlswelt der beiden Personen eintauchen. Die Charaktere werden ansonsten nicht wirklich anders charakterisiert, da es allein um den Überlebenskampf geht. Der Sohn erscheint am Anfang noch etwas naiv, doch das wandelt sich vollkommen im Laufe des Buches. Es ist zudem ein interessantes Stilmittel diese Welt und die Hoffnungslosigkeit aus der Sicht eines Kindes zu erleben. Interessant sind die beiden Stimmen der Protagonisten, die man in den Dialogen erleben kann.

    4.     Umsetzung: Die Umsetzung ist fantastisch. Vor allem die Dialoge, die nicht in Anführungszeichen geschrieben sind und man muss immer aufpassen wer was sagt, geben dem Buch seinen ganz eigenen Stil. Man bekommt Charaktereigenschaften aufgrund des Gesprochenen mit und nicht der Handlung. Auch die Länge des Buches ist ideal. Es gibt keinen typischen Spannungsbogen, doch die Spannung liegt in jedem Satz und in jedem Wort.

    5.     Cover: Das Cover ist sehr passend und mir gefällt das Zitat der Times darauf.

    6.     Ende: Das Ende des Buches hat mich etwas unbefriedigt zurückgelassen. Für mich war dieses überhaupt nicht nötig und hat die davor betonte Hoffnungslosigkeit irgendwie ein wenig zerstört. Es war jetzt auch keine Katastrophe, aber ich fand, dass es dem Buch in seiner Hoffnungslosigkeit, Grausamkeit und furchtbarer Schönheit nicht gerecht wurde. Jedoch wurde ein ganz wichtiger Wert durch das Buch und das Ende verdeutlicht: Nächstenliebe.

    7.     Bewertung:

     

    1.     Handlung:           36 / 40

    2.     Schreibstil:         15 / 15

    3.     Charaktere:        20 / 20

    4.     Umsetzung:        10 / 10

    5.     Cover:                   5  / 5

    6.     Ende                      8 / 10

     

                                                            94 / 100

     

    Gesamtwertung:   9.4 P

    Genrewertung:      10 P

     

    Das Buch ist ein unglaubliches Meisterwerk, welches nicht umsonst die hochkarätigen Literaturpreise wie den: Pulitzer-Preis oder den James Tait Black Memorial Prize. Das Buch fesselt und zeigt die Abgründe des Menschen auf sowie auch die Nächstenliebe. Eine hoffnungslose Welt in der die Hoffnung auf den Süden besteht. Ein Buch mit Gegensätzen aber in sich stimmig. Unglaublich!

     

    Amazon Link: Die Straße – Cormac McCarthy

    Verlag Link: Rowohlt Taschenbuch Verlag

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    P_Gandalfs avatar
    P_Gandalfvor 2 Jahren
    Das Buch ist besser als der Film

    ... wie so oft.

    McCarthy schildert ein Amerika in einem postatomaren Zeitalter. Die Zivilisation ist zusammengebrochen und wer überlebt, versucht sich nun in dieser zu behaupten und zu überleben.

    Der Roman erzählt die Geschichte von einem Vater und seinem Sohn auf dem Weg in den Westen, wo es ein Enklave neuer Zivilisation geben soll. Auf diesem Weg müssen Vater und Sohn einige gefährliche Situationen überstehen, denen sie oft nur knapp entkommen können. 
    Viel wichtiger sind aber die Situationen, in denen der Vater Entscheidungen treffen muss, die der Sohn mit seinem noch naiven kindlichen Weltbild anders sieht. Daraus entstehen moralische Diskussionen zwischen beiden und Spannungen. Jede Entscheidung muss abgewogen werden und letztlich geht es immer wieder um das eigene Überleben. Dadurch hebt sich der Roman deutlich von vielen anderen Romanen ähnlicher Natur deutlich ab.

    Wie auch bei anderen McCarthy Romanen darf der Leser nicht auf ein Happy End hoffen und so endet auch dieser Roman düster.

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    winter-chills avatar
    winter-chillvor 2 Jahren
    Nach dem Ende der Welt

    Es ist eine innere Eiseskälte, die einen beschleicht, wenn man dieses Buch am Ende zuklappt. Eine dumpfe Leere. Nein, für weiche Gemüter ist dieser Roman nichts. Cormac McCarthy beschreibt darin eine Welt, die es eigentlich nicht mehr gibt. Die Erde ist zerstört, wüst und leer. Was die Erde zerstört hat, verrät McCarthy nicht; wie lange das Unglück zurückliegt, kann man nur anhand einiger Indizien erahnen. In dieser Welt nach dem Ende der Welt wandern ein namenloser Mann und sein namenloser Sohn umher. Bewaffnet mit einem Colt, der nur noch zwei Patronen hat, wollen sie in Richtung Süden. Auf dem Weg dahin nichts als Leere, Angst und Gefahr – und trotzdem auch so viel Hoffnung und Zärtlichkeit und immer wieder der Versuch, in dieser furchtbaren Situation die Menschlichkeit zu bewahren. Gerade dieser Kontrast zwischen der kargen und lebensfeindlichen Umwelt und der zärtlichen Liebe zwischen Vater und Sohn ist McCarthy extrem gut gelungen. Erzählt wird die Geschichte recht monoton. Im Mittelpunkt der Erzählung steht hauptsächlich der tägliche Überlebenskampf der beiden Protagonisten. Ganz selten leuchten kurz ein paar Rückblenden auf, die nur spärlich Hinweise auf die Vergangenheit von Vater und Sohn geben. Viel über die Figuren erfährt man nicht. Es spielt aber ohnehin alles keine Rolle mehr in dieser Welt. „Die Straße“ ist ein ungeheuer finsterer Roman, der aber auch zeigt, wie wichtig es ist, Hoffnung zu haben, auch wenn es offensichtlich keine Hoffnung mehr gibt. Absolute Leseempfehlung!

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    CocuriRubys avatar
    CocuriRubyvor 2 Jahren
    Atmosphärisch, trotzdem monoton

    Im Prinzip ist es geradezu monoton in Blocktexten geschrieben. Ohne Abwechslung oder wörtliche Rede. Das ist gewollt, wie ich vermute, denn es unterstreicht die Geschichte bzw. diese Welt und die Situation, in der sich die Figuren befinden. Monoton bleibt es trotzdem.

    In gewisser Weise ist das Buch deprimierend. Die Welt ist verbrannt, es gibt nichts außer Asche. Alles ist zerstört, das Wasser ist schwarz, im Regen folgt tödliche Kälte.

    Vater und Sohn folgen ohne wirkliche Hoffnung einer Straße durch verbranntes Land.

    Das ist eigentlich alles was man erfährt, denn sonst weiß man nichts.

    Ab und an, gibt es mal einen kurzen Rückblick. Aber man erfährt trotzdem nichts über die Figuren – nicht was für ein Leben sie vorher geführt haben, also bevor die Welt verbrannte, man weiß nicht einmal ihre Namen.

    Man weiß auch nicht, was überhaupt mit der Welt passiert ist. Es gibt sehr wenige Andeutungen, aber die sind z.T. auch widersprüchlich oder logisch schlicht nicht erklärbar. Man kann Theorien aufstellen, aber man weiß es nicht.

    Mir ist klar, dass das so gewollt ist, das unterstreicht die Atmosphäre in dem Buch, deshalb konnte ich das verschmerzen. Ich mag sowas aber trotzdem nicht unbedingt.

    Wirklich viel Handlung bietet das Buch nicht. Es gibt Momente in dem Buch, die sind erdrückend und belastend und welche die sind einfach grausam und erschütternd.

    Das Buch zeigt vielleicht auch die Abgründe des Menschen auf – zu was der Mensch in Ausnahmesituationen fähig ist.

    Es gibt ein paar immer wiederkehrende Muster, z.B. wenn sich der Mann und das Kind unterhalten fällt sehr oft das Wort „okay“. Das ist vermutlich ein Sinnbild dafür, dass man dieses Wort sehr oft benutzt, obwohl nichts okay ist.

    Solche Parabeln lassen sich mehrfach in dem Buch finden. Allerdings fand ich diese ständigen wiederkehrenden Muster auf Dauer auch etwas anstrengend.

     

    Fazit

    Das Buch bietet einen eine einmalige düstere und bedrückende Atmosphäre. Außerdem behandelt das Buch ein paar moralische Fragen. Allerdings ist es insgesamt recht monoton.

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    MichaelMerhis avatar
    MichaelMerhivor 2 Jahren
    Kurzmeinung: KLASSIKER!
    Nicht usonst, hat dieses Buch den Pulizer Preis gewonnen!

    Die Straße von Cormac McCarthy, erzählt die unglaublich schaurige Geschichte von Vater und Sohn, die nach einer Katastrophe (weltuntergang), hoffnungslos versuchen, das gute in sich zu bewahren. Es herscht Dunkelheit auf den Straßen, ein ununterbrochener Ascheregen, Kanibalismus und Gewalt.
    ABSOLUT LESENSWERT!
    Auf meinen Youtube Kanal, könnt ihr euch meine ganze Rezension anschauen!


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    _wintermauss avatar
    _wintermausvor 2 Jahren
    Eine Welt der Zerstörung...

    Da ich auch hier den Film gesehen habe, musste ich dieses Buch haben. Mir gefällt es sehr gut. Der Schreibstil ist gut getroffen und die Geschichte sehr berührend.
    Doch leider muss ich einen Punkt abziehen, da es ein eher deprimierendes Buch ist. Es gibt keine Hoffnung der Hölle zu entkommen und das wird dem Leser auch deutlich gemacht. Die ganze Zeit über war ich traurig, denn trotz allem ist das Buch herzzerreißend. Kann ich nur weiterempfehlen...

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    McCarthy hat ein außergewöhnlich berührendes, zutiefst aufwühlendes Werk geschaffen – erhaben, majestätisch, von biblischer Wucht!

    Unter den größten lebenden Schriftstellern Amerikas nimmt Cormac McCarthy eine Sonderstellung ein: Niemand schreibt dunklere, abgründigere Bücher.

    Mich rührte die Geschichte zu Tränen

    Die Zärtlichkeit, die angesichts der unwiderruflichen Zerstörungen ihre ganze Kraft entfaltet, erhebt McCarthys neuen Roman bisweilen in himmlische Höhen … Ein soghaft faszinierendes Werk!

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