Cormac McCarthy Ein Kind Gottes

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Inhaltsangabe zu „Ein Kind Gottes“ von Cormac McCarthy

Tennessee in den 60er Jahren: Lester Ballard ist ein gewalttätiger, einsamer Outcast. Er wird vom Eremiten und Überlebenskämpfer zum Serienmörder, schließlich sogar zum Nekrophilen. Trotzdem gelingt es der überragenden Erzählkunst McCarthys, Ballard auch als Opfer darzustellen. Er gerät in Haft, in die Gewalt rachsüchtiger Männer, in die Psychiatrie. Die Geschichte einer Entmenschlichung von einem Meister der amerikanischen Literatur.

Gewöhnungsbedürftiger Schreibstil, abstoßende Hauptfigur, aber toll erzählt!

— tragalibros

Schleppt sich am Anfang etwas, wird erst zum Ende hin spannender und herrlich skurril

— Bücherkrähe

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  • Rezension zu "Ein Kind Gottes" von Cormac McCarthy

    Ein Kind Gottes

    tragalibros

    23. March 2017 um 09:27

    Tennessee in den 60er Jahren: Lester Ballard ist ein gewalttätiger, einsamer Outcast. Er wird vom Eremiten und Überlebenskämpfer zum Serienmörder, schließlich sogar zum Nekrophilen. Trotzdem gelingt es der überragenden Erzählkunst McCarthys, Ballard auch als Opfer darzustellen. Er gerät in Haft, in die Gewalt rachsüchtiger Männer, in die Psychiatrie. Die Geschichte einer Entmenschlichung von einem Meister der amerikanischen Literatur. "Ein Kind Gottes" ist ein Roman, der mich hin- und hergerissen zurücklässt. Einerseits kann ich für den Protagonisten einen Hauch Mitleid aufbringen, gleichzeitig bin ich von seiner Persönlichkeit abgestoßen. Das Buch ist mein erstes von McCarthy, sodass ich unvoreingenommen an die Lektüre gegangen bin. Der Autor hat einen sehr gewöhnungsbedürftigen Schreibstil. Beispielsweise lässt er im ganzen Buch Satzzeichen wie Anführungsstriche weg, sodass es manchmal schwerfällt herauszufinden, welche Person gerade spricht. Zwar werden hier direkte Gespräche eher selten eingebaut, aber trotzdem empfand ich diese Eigenart teils als störend. Dem Leser wird die Geschichte des Lester Ballard von einem unbekannten Erzähler näher gebracht, so wird das Gefühl erzeugt, dass ein Passant auf der Straße von schrecklichen, aber wahren Ereignissen redet. Auch der Hauptcharakter dieses Buches ist eigentlich ungewohnt. Der Leser steht sozusagen auf Seite des "Bösen". Der Ausdruck des Autors ist sehr nüchtern, erzeugt Tiefe, bringt aber gleichzeitig keine Gefühle rüber. Auch wenn es zu dem Buch passt, hat mich diese Art des Schreibens nicht wirklich ansprechen können. Da ich, wie ich oben ja schon geschrieben habe, selbst eher unsicher bin, ob dieser Roman gut oder doch abstoßend ist, vergebe ich drei Sterne. Man kann "Ein Kind Gottes" zwar lesen, aber das Buch wird mit Sicherheit nicht jedermanns Sache sein.

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  • Über eine skurrile Seele

    Ein Kind Gottes

    Bücherkrähe

    02. April 2016 um 17:30

    Lester Ballard ist keine Schönheit und ein Einzelgänger. Als sein Haus zwangsversteigert wird, zieht er in eine baufällige Hütte, in der er von nun an zurückgezogen haust. Zwar geht Ballard ab und zu unter Menschen, hauptsächlich um selbstgebrannten Whisky zu trinken und junge Frauen zu begaffen, aber hauptsächlich treibt er sich im Wald herum. Eines Tages findet er ein totes Pärchen in einem Auto. Nach langem hin und her nimmt der die Leiche der Frau mit in seine Hütte und behält sie. Während die Zwangsversteigerung seines Hauses den Anfang des sozialen Niedergang Ballards markiert, ist die Tote der Grundstein für sein Dasein als Serienmörder und Nekrophiler. Eines Nachts brennt Ballards Hütte ab, er zieht sich endgültig in die Berge zurück und wohnt fortan in den Höhlen. Die Story brauchte sehr lange, um in Gang zu kommen, sie schleppt sich unendlich hin. Bei manchen Kapiteln habe ich nicht verstanden, was sie zur Gesamthandlung beitragen sollten, ich fand sie tatsächlich überflüssig. Die Sprache allerdings ist typisch McCarthy mit dem völligen Verzicht auf Anführungszeichen, obwohl es direkte Rede gibt. Außerdem zeichnen die Beschreibungen der Natur, besonders in den Bergen, ein wunderschönes Bild vor dem inneren Auge, das dann jedoch von Ballards Aussehen, Charakter und Verhalten jedoch stark kontrastiert wird. Ich habe ewig für diese nicht einmal 200 Seiten gebraucht. Auf den letzten 50 Seiten wurde es zwar spannend, allerdings wird dieses Buch nicht mein liebstes Werk von McCarthy werden. 2/5

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  • Ein bisschen wirr und schräg

    Ein Kind Gottes

    SitataTirulala

    07. February 2016 um 10:29

    Er ließ den Blick durchs Zimmer gehen. Ein paar Gefäße aus rostfreiem Stahl auf einem Stahltisch. Ein Krug Wasser und ein Glas. Er selbst in einem dünnen Hemd in einem schmalen, weißen Zimmer, falscher Akolyth oder antiseptischer Schwerverbrecher, ein Adept der Grausamkeit, ein Teilzeitmonster. Lester Ballard ist ein ausgestoßener Einzelgänger. Das, was er sein provisorisches Zuhause nennt, brennt bis auf die Grundmauern nieder. Etwas, das ihn zwingt wie ein Einsiedler in den Höhlen der Berge zu hausen. Das erste Mal ist Zufall. Er findet ein totes, junges Pärchen in einem Auto und nimmt das Mädchen mit sich. Sie widerspricht nicht, sie wehrt sich nicht, sie stößt ihn nicht zurück. Auf den Geschmack gekommen muss er für mehr sorgen. Lester wird zu einem berüchtigten Serienmörder und Nekrophilen, wird verhaftet, eingesperrt, von einem Mob wütender Männer in die Wälder gebracht. Lester Ballard - ein Kind Gottes? Was wie eine wirklich spannende - und vor allem unter die Haut gehende - Geschichte klang, war am Ende doch nicht ganz das. Cormac McCarthy schreibt zwar sehr bildhaft und versteht mit seinen Worten richtig Atmosphäre und Stimmung zu erzeugen. Allerdings setzt sich Lester Ballards Geschichte aus so vielen einzelnen, scheinbar zusammenhangslosen Fetzen zusammen, dass ich nicht das Gefühl hatte eine reelle Chance zu haben, ihr folgen zu können. Die einzelnen Kapitel sind schön kurz und, wie bereits erwähnt, auch wirklich stimmungsvoll geschrieben. Aber für mich war zu keinem Zeitpunkt eine Art roter Faden zu erkennen. Welche Szene spielt wann? In welcher zeitlichen Abfolge sind sie einzuordnen? Wohin steuert das ganze? Diese völlige Verwirrung hat es dann irgendwie kaputt gemacht. Ich hab nicht das Gefühl gehabt, wirklich in Lesters Welt, in der Welt dieses Buches angekommen zu sein. Da war irgendwie überhaupt kein Empfinden für die Figuren, nicht einmal für Lester, der ja nun mal der Hauptcharakter des ganzen ist. Es las sich an und für sich nicht schlecht, das nun wirklich nicht, aber irgendwie war ich dann auch froh, dass es nur so ein dünnes Buch war und ich damit recht schnell abschließen konnte. Cormac McCarthy ist ein ausgezeichneter und sicherlich auch guter Autor, der mich aber leider durch zusammenhangslos hingeworfene Kapitelfetzen nicht fesseln konnte. Es gibt dann doch eher durchschnittliche drei Blümchen von mir.

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  • eBook Kommentar zu Ein Kind Gottes von Cormac McCarthy

    Ein Kind Gottes

    achim s.

    30. July 2015 um 03:12 via eBook 'Ein Kind Gottes'

    tolles buch. toller schriftsteller. tolle geschichte. wer sich gern was erzählen lässt ist hier richtig. so unterhaltsam kann literatur sein. bravo!

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