Land der Freien

von Cormac McCarthy 
4,0 Sterne bei15 Bewertungen
Land der Freien
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Inhaltsangabe zu "Land der Freien"

Herbst 1952: John Grady Cole arbeitet auf einer Ranch bei Al Paso. In den Nachtbars und Bordellen hinter der mexikanischen Grenze findet er die Frau seines Lebens: Magdalena, eine schöne Hure, zart und zerbrechlich. Doch sie gehört Eduardo, dem philosophierenden Zuhälter und Messerhelden. Und Magdalena ist um keinen Preis verkäuflich, es sei denn um den des Todes.
Der abschließende Band der Bordertrilogie

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499255502
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:336 Seiten
Verlag:ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.11.2010

Rezensionen und Bewertungen

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    The iron butterflys avatar
    The iron butterflyvor 2 Jahren
    Geh' in meinen Schuhen

    John Grady und Billy Parham arbeiten mittlerweile auf der Cross Fours Ranch von Mac McGovern in New Mexico. Zusammen mit den anderen Zureitern genießen Sie die familiäre Atmophäre unter Mac Governs Regie und die fürsorgliche Versorgung durch die Haushälterin Soccoro. John und Billy gelten als zuverlässig und jeder auf seine Art versiert und doch ist dieses Leben von einer traurigen Einsamkeit geprägt. Die wenigen sozialen Kontakte zur Außenwelt finden auf Viehbörsen oder bei den Besuchen in Bars und Hurenhäusern in Mexico statt. Dort lernt John auch das Mädchen Magdalena kennen, die unter den anderen Huren nicht nur durch ihre unschuldige, makellose Art hervorsticht, sondern auch weil sie unter dem besonderen Augenmerk des Zuhälters Eduardo steht. Ob es an ihrer Epilepsie liegt oder weil Eduardo sie einfach als seinen Besitz ansieht, Magdalena genießt eine Sonderstellung unter den Huren. Aber auch ihr ist John nicht nur als Kunde aufgefallen.

    Auch im dritten Teil der Border Trilogie „Land der Freien“ setzt Cormac McCarthy seine feinsinnige und melancholische Erzählweise fort. Noch stärker als in „All die schönen Pferde“ und „Grenzgänger“ forciert er die Sehnsucht der Protagonisten. Lässt John Grady ein altes verfallenes Haus als zukünftiges Heim für seine Liebe renovieren und keiner der Zureiter oder Chefs stempelt John ab. In allen schwingt die Sehnsucht wie ein Uhrpendel, alle haben einen Traum vor Augen oder einen verlorenen Traum als Erinnerung an vergangene Zeiten parat. Selbstverständlich kann diese Geschichte nicht in einem happy Ending vergehen, jedem Leser wird schnell bewusst, dass Magdalena noch schwieriger aus ihrer Gefangenschaft zu befreien sein wird, als irgendwelche Pferde oder Wölfinnen. Aber genau dieser Kampf, dieser unsagbare Wille Johns‘ seine Sehnsucht in Magdalenas Liebe zu stillen, macht die Faszination aus. Glanzvoll, würdig, fundamental.

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    Beagles avatar
    Beaglevor 7 Jahren
    Rezension zu "Land der Freien" von Cormac McCarthy

    „Land der Freien“ ist der 3. Teil von Cormac McCarthys sogenannter „Border-Trilogie“. Nach „All die schönen Pferde“ und „Grenzgänger“ ist dies der letzte Band zur Vollendung. Und, um die Geschichte besser verstehen zu können, sollte man die ersten beiden Bücher gelesen haben. Zwar handelt es sich nicht um Fortsetzungsgeschichten, aber die Protagonisten aus den ersten beiden Teilen John Grady Cole und Billy Parham tauchen nun zusammen auf und somit auch ein Teil ihres vorhergegangenen Abenteuers.

    Auf der Farm von Mac haben die beiden Cowboys nun endlich etwas Ruhe gefunden. Nach Mexiko, über die Grenze zieht es sie nur, um ab und an in der Grenzstadt durch die Bars zu tingeln. Ansonsten arbeiten sie mit dem Vieh und John widmet sich dem Zureiten junger Pferde. Sein Können ist geschätzt, nicht nur was ihr Geschick, sondern auch, was ihre Psyche angeht. Von einem Pferdehändler wäre er abgeworben worden, doch ihm gefällt das geruhsame Leben auf der Ranch. Mit Billy findet er einen guten Freund, denn nicht nur die Geschichte scheint ähnlich, auch ihre Liebe zu Pferden und der Natur teilen sie.

    Alles ändert sich, als John Grady in einem Bordell die 16-jährige Prostituierte Magdalena kennenlernt. Vom ersten Augenblick an ist er von ihr fasziniert und schon bald entwickelt sich Liebe daraus – beiderseitige. Denn, die junge Schöne möchte nicht in einem solchen Lokal arbeiten, sie sehnt sich nach jemandem, der sie versteht und sie so nimmt, wie sie ist. Allerdings verschweigt sie ihm ihre schwere Krankheit, die sie immer wieder auf fremde Hilfe angewiesen sein lässt.

    John schickt Billy in das Bordell, damit dieser mit Magdalenas Zuhälter Eduarde spricht. Er möchte sie „freikaufen“, doch der aalglatte Mexikaner gibt zu verstehen, dass sie freiwillig hier ist, sie also jederzeit gehen kann, wenn sie dies möchte – doch angeblich wäre sie schon vergeben, sie werde nämlich in ein paar Wochen ihn heiraten.

    Wie schon in den beiden ersten Teilen, beschreibt McCarthy wieder in seiner unvergleichlichen und einzigartigen Weise die Landschaft (New Mexico, Texas und Mexiko). Auch, wie er seine Protagonisten mit den Tieren umgehen lässt, findet man selten. Die spannungsgeladenen Szenen der ersten beiden Bücher lässt „Land der Freien“ allerdings leider vermissen. Vielmehr plätschert die Handlung stets dahin und erst im letzten Abschnitt steigt die Spannung. Aber auch dennoch ist es ein sehr gut geschriebener Roman und McCarthy einer der eindrucksvollsten Erzähler der Gegenwart.

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    Boris
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    RJHoevor einem Jahr
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    bignelsonvor 4 Jahren
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    Maldororvor 4 Jahren
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    AndreasKochvor 4 Jahren
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    Harkavor 4 Jahren
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren
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    waschi1vor 6 Jahren

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    Sein zugänglichster, fesselndster Roman.

    Die Border-Trilogie ist ein bewundernswertes, eigentümliches Werk: eine große erzählerische Reflexion über Vergänglichkeit, Gewalt, Schmerz und die Unmöglichkeit der Erlösung.

    Ein Erzähler, der zu den herausragenden Gestalten der Gegenwartsliteratur zählt.

    Für ein Buch von Cormac McCarthy ist ‹Land der Freien› straff, plot-orientiert und sehr spannend.

    Trotz ihres entschiedenen Pessimismus sind die drei Romane vielschichtig, bildkräftig, voller präzisester Genreszenen und schlichtweg spannend. Und, nebenbei gesagt: Cormac McCarthy ist es damit gelungen, Figuren, Landschaften und Fabeln des Western wieder für die Literatur zurückzugewinnen - noch dazu auf höchstem Niveau.

    Wie die Westernlandschaften, die er meisterhaft einfängt, ist McCarthys Werk herzzerreißend schön und kompromisslos gewalterfüllt zugleich.

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