The Road

von Cormac McCarthy 
4,4 Sterne bei78 Bewertungen
The Road
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Beklemmend, apokalyptisch und düster wie die Asche, die alles dort bedeckt. Vater & Sohn unterwegs in einer sterbenden Welt.

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Beklemmend, apokalyptisch und düster wie die Asche, die alles dort bedeckt. Vater & Sohn unterwegs in einer sterbenden Welt.

Alle 78 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "The Road"

The Road is the astonishing post-apocalyptic novel by Cormac McCarthy, and winner of the Pulitzer Prize. A father and his young son walk alone through burned America, heading slowly for the coast. Nothing moves in the ravaged landscape save the ash on the wind. They have nothing but a pistol to defend themselves against the men who stalk the road, the clothes they are wearing, a cart of scavenged food - and each other.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9780330472753
Sprache:Englisch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:301 Seiten
Verlag:Picador
Erscheinungsdatum:10.12.2010
Das aktuelle Hörbuch ist am 23.06.2015 bei BRILLIANCE CORP erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    engineerwifes avatar
    engineerwifevor einem Jahr
    Sieht so die Zukunft aus?

    Dieses Buch geht definitiv unter die Haut. Der Junge und der Mann – nie erfährt man ihre Namen – quälen sich mühsam zu Fuß vom Norden in die wärmeren südlichen Gefilde der USA. Ständig sind sie auf der Hut vor anderen Menschen, denn auf dieser toten Erde ist sich jeder selbst der Nächste. Der Junge hat keine Erinnerungen an ein normales Leben. Ein Leben vor der Katastrophe, die namenlos bleibt, jedoch auf der Erde Tod und Zerstörung hinterlassen hat.

    Wird sie so enden, unsere Erde? Werden wir als Menschheit so zu Grunde gehen? Das Buch macht nachdenklich und hinterfragt den Sinn des Lebens. Worin besteht der Sinn, wenn so gar nichts mehr Sinn zu machen scheint?

    Das Buch liest sich zügig, wenn auch nicht immer einfach. Meist besteht der Text aus Dialogen zwischen Vater und Sohn. Der Sohn lechzt nach Information vom Vater vor der Katastrophe, gleichzeitig kann er es sich schwerlich vorstellen. Es wird den Beiden viel abverlangt, das Ende stimmt schließlich alles andere als heiter. Ruhig und besonnen spielt der Autor seine Zukunftsmusik. Wer viel Aktion erwartet, ist hier schlecht bedient. 

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    Ginger_owlets avatar
    Ginger_owletvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine bewegende und herzzereißende Geschichte, die mich sehr nachdenklich zurücklässt...
    Cormac McCarthy - Die Straße

    Zum Inhalt: In einer postapokalyptischen und fast völlig entvölkerten Welt, die grau ist von Asche, wandern ein Mann und sein Sohn gemeinsam Richtung Süden, in der Hoffnung, an der Küste bessere Chancen aufs Überleben zu haben. Eine Katastrophe hat Pflanzen, Tiere und Menschen vernichtet und die wenigen Überlebenden kämpfen um die letzten Ressourcen. In verlassenen Häusern suchen die beiden nach Essbarem und Nützlichem, um über die Runden zu kommen. Hunger, Kälte und andere Menschen sind ständige Bedrohungen. Eine simple Krankheit oder Verletzung kann das Ende bedeuten. Kann es hier überhaupt so etwas wie ein Happy End geben?

    Meine Meinung: Ich musste mich an die Sprache zunächst etwas gewöhnen. Lange Aneinanderreihungen von Hauptsätzen, die mit "und" verknüpft sind, sowie kurze, abgehackte Sätze ohne Prädikate dominieren hier. Es wirkt wie ein Reisebericht, sehr distanziert und sachlich, rührt aber trotzdem tief an den Emotionen des Lesers. Letztendlich unterstreicht die Sprache nur die Kulisse: eintönig, völlig befreit von Schnörkeln und reduziert auf das Wesentliche. Die Personen, die in der Geschichte auftauchen, haben alle keinen Namen, was unterstreicht, dass es jeden treffen könnte.

    Die Geschichte ist sehr düster und trostlos. Es wird nichts beschönigt und viele Szenen haben erschreckende Bilder in mir hervorgerufen. Da ich selbst Mutter bin, weiß ich, wie es sich anfühlt, Angst um das eigene Kind zu haben. Schrecklich.

    Das Buch wirft viele Fragen auf: Wofür lohnt es sich zu leben? Was passiert, wenn die Welt, wie wir sie kennen, einmal nicht mehr ist? Was wären wir bereit zu tun, wenn es um das nackte Überleben geht? Sind die Dinge, an die wir heutzutage unser Herz hängen, wirklich so wichtig? Sind es nicht vielmehr Menschen, die unser Leben lebenswert machen? Was ist es, was letztendlich unsere Menschlichkeit ausmacht? Dürfen wir Hoffnung haben?

    Die Geschichte hat mich tief erschüttert und wird sicher noch einige Zeit in mir nachklingen. Ein großartiges Stück Literatur!

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    xlxns avatar
    xlxnvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: sehr spannend und empfehlenswert!
    Die Reise in Richtung Süden.

    Inhalt: Es geht um zwei Überlebende, die von einer Katastrophe (in Amerika)  geflohen sind und versuchen zu überleben. Alles was sie sehen können besteht aus Asche und ist bereits ausgestorben. Sie gehen von Gebiet zu Gebiet und suchen nach Nahrung und Mitteln, womit sie überleben können (zB. womit sie Feuer machen können). Außerdem versuchen sie sich von Kannibalisten fernzuhalten, die Glieder von Menschen versteckt halten und sich ausschließlich davon ernähren. Beide versuchen weiter in Richtung Süden zu fliehen, jedoch überlebt der Vater es nicht, da seine Kondition immer schlechter wird und er vor Kälte, Hunger und Erschöpfung stirbt. Seinen Sohn lässt er somit alleine mit der Nachricht, dass er sich im Gebet immer bei ihm Melden kann und er wurde von den 'guten Leuten' aufgenommen. 


    Design: Passt gut zum Buch, da es auch ein wenig düster wirkt, aber keine Zeichnung oder sonst was anderes enthält. 


    Meine Meinung: Anfangs dachte ich mir: "Was lese ich da?" Es wurden haufenweiße Bäume beschrieben und wie die Gegend um sie herum aussieht und das sie nur noch depressive Gedankenzüge haben und dauernd dachten, dass der Moment kommen würde, wann sie sterben müssten. Ich finde solche Bücher nach ner Zeit einfach nervig, weil Bücher mich ziemlich emotional machen können vor allem wenn es um depressive Stories geht. Nach dem ich aber immer weiterkam, habe ich gemerkt, dass das Buch 1-2 gute Stellen hatte, wo man einfach weiterlesen wollte und nicht mehr aufhören konnte. Da ich das Buch sowieso für die Schule lesen musste, würde ich vermutlich aufm ersten Blick das Buch nicht lesen, da es mich nicht zu 100% interessiert, aber es ist mal was anderes, als wenn man nur eine bestimmte Genre liest und man sich somit eine komplett andere Welt ausmalen kann, die meinetwegen auch mal düster erscheinen mag. 


    Fazit: Ich würde es allen empfehlen, die gerne Bücher lesen, die mal eine andere Zukunftsversion darstellt und mit der eigenen Phantasie gespielt wird. Es ist rührend und sehr spannend, auch wenn man nach einer Weile keine Lust mehr hat, die ganzen depressiven Züge wahrzunehmen. Durchhaltevermögen ist hier ganz wichtig!

    Kommentare: 2
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    miss_mesmerizeds avatar
    miss_mesmerizedvor 2 Jahren
    Cormac McCarthy - The Road

    The world has been devastated, what it was is not quite clear. But there are ashes everywhere and the few survivors are on their way to the south, where it is warmer. On the road are also a father and his young son. They follow the road to the sea where the father hopes that life will be better. At times, they almost starve, at others, they have to hide from raging groups who recklessly kill everybody in their way. Sometimes, they are lucky, enter houses which have not been cleared completely and where they can rest, eat and rebuild. Sometimes, they become the victim of robbers and find themselves empty-handed. The father tries to live the life of a “good guy” and keep up the ethical standards, albeit they often come across human beings who seem to have forgotten which species they once belonged to.

    The focus of the post-apocalyptical story is on the father’s attempt to raise his boy under those very poor conditions and to keep up to the high moral values he had before the destructive event. Seeing the world and the human race in decay does not make it easy for him, at times, ignoring his principles could make life a lot easier, but he wants to be a role model and live up to the boy’s expectations. Along their way, they meet different kinds of people, good ones and bad ones, some who need their help, others who try to harm them. With those encounters, the full spectrum of human emotions is portrayed by Cormac McCarthy and especially the scene in which the mother decides not to share their way is quite heart-breaking.

    In 2007, the book was awarded the Pulitzer Prize for Fiction. I find it hard to classify the novel, it is neither science-fiction, nor a dystopia; some critics called it a kind of fable or even horror story. Yet, it is not really important to pigeonhole it; the novel can convince by the radical focus on the two characters and their way to an unknown future. The only interruptions of their march are the encounters which vary in their length and (emotional) significance. It does only offer one possible way for coping with an apocalypse as the one presented: go on and remain human.


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    Lonechastesouls avatar
    Lonechastesoulvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: This is an extremely dark tale of a world passed through a proverbial dissolvent.
    "We carry the fire."

    "By day the banished sun circles the earth like a grieving mother with a lamp."

    This is an extremely dark tale of a world passed through a proverbial dissolvent.

    In a scorched and dangerous post-apocalyptic America, an unnamed father and son scavenge for food, look for shelter and try to avoid bandits and people who’ve resorted to cannibalism. The two, pushing along their rusty cart, travel the road simply because they must. The alternative is death.

    This is my first Cormac McCarthy, and it took a while to adjust to his writing style. There are no dialogue quotes. Sentences are often verb-less. Contractions have no apostrophes. The language is poetic yet not flowery or excessive.

    This is not a book for everyone – but if you’re looking to add to your Pulitzer Prize winners list or want your friends to believe that you are a super genius while they are reading crap, The Road is short and easy to get through.


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    .Steffi.s avatar
    .Steffi.vor 3 Jahren
    Die lange, lange Straße

    Irgendwann in der Zukunft in Amerika. Die Welt, so wie man sie kennt, gibt es nicht mehr. Wie und wieso genau bleibt im gesamten Buch mehr oder weniger unklar. Klar hingegen ist, dass die Welt nun dunkel ist, voll von Feuer und Asche. Es gibt kein Licht, keine Tiere mehr, das Leben stirbt langsam vollends aus. Hoffnung gibt es keine mehr.
    In dieser Welt versuchen ein Vater und sein Sohn nun zur Küste zu gelangen, um den nahenden Winter überleben zu können. 

    Was dieses Buch gefühlstechnisch bei mir ausgelöst hat ist kaum in Worte zu fassen. Als ich anfing zu lesen hätte ich das Buch beinahe nach ein paar Seiten zur Seite gelegt, da es doch einige Wörter beinhaltete, die ich erst einmal hätte nachschlagen müssen. Doch zum Glück!! habe ich weitergelesen. Und dann konnte ich kaum noch aufhören. 

    The Road ist ein wahnsinnig gut geschriebenes Buch. Der Schreibstil hat mich gefesselt, wie es kaum ein anderes Buch zuvor geschafft hat. McCarthy schafft es eine derart bedrückende Stimmung in dem Buch hervorzurufen, dass es mich im Nachhinein gedanklich nicht loslässt. Man fiebert durchweg mit dem Vater und dem Sohn mit, dass sie vielleicht doch irgendetwas finden, was Hoffnung zulassen würde und weiß doch innerlich ganz genau, dass es in einer solchen Welt keine Hoffnung gibt. Wie sehr hatte ich gehofft das Meer an der Küste sei blau. Man fragt sich die ganze Zeit wofür kämpfen die Beiden noch und wünscht sich fast, dass das Ganze doch einfach ein Ende nehmen würde und dennoch will man die Hoffnung nicht ganz verlieren.

    Von mir gibt es für dieses Buch eine ganz ganz klare Leseempfehlung, obwohl ich selbst dieses Buch wahrscheinlich eine ganze Weile nicht mehr anrühren werde. Doch genau diese Bücher liebe ich: Bücher, die einen emotional so aufwühlen, dass man sie erstmal nicht wieder lesen möchte aber auch garantiert nicht vergisst.


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    Fornikas avatar
    Fornikavor 3 Jahren
    Weiter, immer weiter

    Amerika, irgendwo in der Zukunft. Die Menschheit steht vor ihrem Ende, die Erde ist verbrannt, die Natur zerstört, die Zivilisation quasi zusammengebrochen. Ein Mann und sein Sohn gehen trotzdem ihren Weg, entlang der Straße. Gen Süden, in der Hoffnung auf… ja auf was eigentlich?

     McCarthys düstere Dystopie hat Kultstatus erreicht, wurde unter anderem mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet, verfilmt und von vielen gelobt, höchste Zeit also sie mal selbst zu lesen.

    Die Handlung lässt sich kurz zusammenfassen: Mann und Junge wandern auf einer Straße, buchstäblich durchs Nichts, auf dem Weg nach Nirgendwo. Und doch ist The Road viel mehr als reduzierte Handlung. Eine berührende Geschichte über Vater-Sohn-Beziehungen. Eine Geschichte über Hoffnung und starken Willen. Ein düsterer Blick auf das, was die Menschheit so schön Zivilisation und Nächstenliebe nennt. Oder zumindest das, was davon im Ernstfall übrig bleibt. Eine Betrachtung der kleinen Details des Lebens. Ein Buch mit einer reduzierten, klaren, aber gleichzeitig unglaublich intensiven Sprache, die doch so viel mehr ausdrückt als es 1000 blumige Worte gekonnt hätten. Eine deprimierende Endzeitatmosphäre, die einen bedrückt und nachdenklich macht.

    McCarthy kommt ohne Kapitel aus, ohne Anführungszeichen etc. und gibt so dem Buch ein ähnlich trübes Aussehen wie der Welt selbst. Vater und Sohn bleiben namenlos, einfach weil Namen nicht mehr wichtig sind in dieser Welt aus Asche und Rauch. Zuerst fragt man sich schon warum die Welt so ist wie sie ist. Doch das tritt irgendwann in den Hintergrund, viel wichtiger die Frage ob und wie die beiden weiterleben können, während man gleichzeitig überlegt ob der Tod nicht doch gnädiger für beide wäre.

    The Road hat mich auf ganzer Linie überzeugt, gerade weil McCarthy mit wenig so unglaublich viel ausdrückt.

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    brudervomwebers avatar
    brudervomwebervor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Ohne Hoffnung und Ziel, nur die Straße, der Mann, der Junge - ein Buch, das den Leser mitreißt ins graue Zwielicht des Weltuntergangs.
    Ein Buch wie ein Schwarzes Loch ...

    Die Straße. Der Mann. Der Junge. Hunger. Kälte. Furcht. Misstrauen. Hunger. Kälte. Todesangst. Der Junge. Der Mann. Die Straße.

    Cormac McCarthys Roman über die Reise eines Vaters mit seinem Sohn am Ende der Zeit, ins graue Zwielicht des Weltuntergangs, ohne Hoffnung, ohne Ziel, ohne Sinn zu lesen, ist wie von einem Schwarzen Loch angezogen zu werden. Man stürzt hinein in die Beschreibung dessen, was „der Mann“ und „der Junge“ tun. Ohne zu wissen, welchem Ziel sie entgegenstreben, ohne zu wissen, ob sie es erreichen werden, ob es überhaupt existiert. Auf der Flucht vor der Kälte, dem Hunger, vor anderen Menschen, drehen sich Vater und Sohn nur um sich selbst. Sie tragen die Fackel, sie sind die Guten. Die anderen … sind die anderen.

    Der Mann wird sterben, er weiß es. Die Welt ist längst verloren, der Junge hat sie nie gekannt, fühlt auch nicht ihren Verlust, der Mann berichtet ihm von dem Leben der toten Dinge, welche die beiden finden, deren Vergangenheit sie anweht in den verlassenen Städten und Häusern, den toten Wäldern und Wiesen, den Resten der aus vergessenen Gründen und unter vergessenen Umständen untergangenen Welt. Er ist selbst diese untergegangene Welt.

    Die neue Welt, durch die der Mann und der Junge wandern, ist grau und kalt, tot. Jeder Tag ist der letzte, und der nächste kein Geschenk. Es gibt keine Hoffnung, nur das Durchhalten, füreinander, miteinander.

    THE ROAD ist deprimierend, aber es schürt im Leser auch die kleine Flamme Hoffnung, allein dadurch, dass es ihn mit auf diese Reise ohne Wiederkehr nimmt, ihn zwingt, diesem Road-Trip beizuwohnen, den kurzen und pointierten Gesprächen, den verblassenden Erinnerungen des Mannes, der langsamen Emanzipation des Jungen von seinem Beschützer, seinem Erwachsenwerdenmüssen in einer feindlichen Welt, in der man nur überlebt, um zu überleben. Oder um später zu sterben.

    Der Roman verzichtet auf eine Handlung, er konzentriert sich auf das notwendige Handeln des Mannes, der die einzig verbliebene autonome Tat, das letzte wirkliche Handeln, scheut. Wir müssen weiter.

    Manch einer mag das Buch entsetzt über seine Dunkelheit und den Blick ins Leere, den es gewährt, weglegen. Ich konnte den Mann und den Jungen nicht alleine lassen. Nicht auf dieser Reise. Ich wäre ihnen über Tausende von Seiten gefolgt. Das musste ich nicht, aber ich wäre es.

    Schritt um Schritt um Schritt.

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    rikku_revenges avatar
    rikku_revengevor 5 Jahren
    Carry the Fire

    Inhalt:
    In einer dunklen und tristen post-apokalyptischen Welt wandern ein Vater und sein Sohn eine mit Asche bedeckte Straße entlang, immer mit dem Ziel vor Augen, die südliche Küste zu erreichen - und damit einen besseren Ort. Doch was ist von der Welt, wie man sie einst gekannt hat, noch übrigegeblieben? Tagsüber ist es grau, die Sonne nicht zu sehen, überall liegt Asche herum, tote Bäume reihen sich aneinander und alles scheint verlassen und verbrannt. Die beiden treffen vereinzelt auf Menschen, die sich aber meist als Kannibalen oder Diebe herausstellen, deren einziger Instikt zu Überleben ist, komme was wolle.
    Hoffnung erfährt der Leser nur durch die enge Liebe von Vater und Sohn, die gemeinsam das Feuer in sich tragen. Doch wie lange wird dieses Feuer noch brennen in dieser alles verschlingenden Dunkelheit?

    Meine Meinung:
    Auch dieses Buch habe ich im Rahmen meines Apokalypse-Seminar gelesen. Vorher hatte ich zwar schon von dem gleichnamigen Film gehört, mich aber nie weiter damit beschäftigt. Nun, nach der Lektüre bin ich zwiegespalten. Zuerst einmal: Während dem Lesen ist mir besonders McCarthys schnörkelloser Schreibstil aufgefallen. Er lässt unwichtige und detaillierte Beschreibungen meist weg und konzentriert sich nur auf das Wesentliche. Die Welt, die er beschreibt ist ja im Endeffeckt genau so: Trist und ohne große Besonderheiten. Er verwendet sehr oft die Worte 'grau' oder 'tot' oder 'Asche' - alles negative Sachen. Wenn er aber doch einmal auf etwas Besonderes aufmerksam machen will, so tut er dies meit mit einer detaillierteren Beschreibung und der Farbe 'weiß'.
    Außerdem kommen auch in diesem Werk wiederkehrende Motive vor, die sich in fast allen Büchern McCarthys verstecken: Der Weg nach Süden, der Blick auf das weite Land von oben herab, die freie Bewegung auf der Straße und gleichzeitig die Einschränkung durch den Aufenthalt in einem Haus. Alles Merkmale von seinen Büchern.
    Die Beziehung von Vater und Sohn hat mich wirklich berührt. In dieser dunklen und tristlosen Welt hat sie die Hoffnung auf bessere Tage am Leben erhalten. Das Feuer ist dank ihnen auch für mich nie ausgegangen. Jetzt aber zum Ende: Ich musste am Ende wirklich schniefen und habe mitgelitten, aber nach dem Lesen der letzten Seite hätte ich das Buch am liebsten aus dem Fenster geworfen. Das war kein Ende. Zumindest nicht für mich. RAAAAAAAAAAAAAGE!!!

    Fazit:
    The Road ist ein ergreifendes Buch, das zum Nachdenken anregt. Würden wir einer der "good guys" sein, oder unbemerkt zu den "bad guys" werden? Hätten auch wir die Kraft jeden Morgen aufzustehen und den hoffnungslosen Kampf für eine bessere Welt fortzusetzen? Mögen wir das Feuer stets in uns tragen.

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    Marcus_Krugs avatar
    Marcus_Krugvor 6 Jahren
    Rezension zu "The Road" von Cormac Mccarthy

    Mehr durch Zufall stieß ich vor Kurzem auf zwei Bücher von Cormac McCarthy. Eines davon ist das hier besprochene „The Road“. Jedes neue Buch durchläuft nach dem Kauf die gleiche Prozedur. Die Klappentexte werden gelesen und die erste Seite. Mehr nicht. Normalerweise. Bei diesem hier war es anders. Nach der ersten folgte die zweite und die dritte Seite, bis ich es nicht mehr aus der Hand konnte und alle anderen angefangenen Bücher auf meinem Stapel immer uninteressanter wurden.
    Es geht um einen Mann und einen Jungen (Vater und Sohn), die sich durch eine aschgraue Welt mit nur wenigen Überlebenden einen nicht näher benannten Katastrophe schlagen. Dabei folgen sie eben jener Titel-gebenden Straße nach Süden, weil sie sich dort am Meer eine lebensfreundlichere Umgebung erhoffen. Die Geschichte sei hier nur kurz mit folgenden Worten umrissen: monoton, sich wiederholend, extrem öde. Die Dialoge sind kurz und einfach gehalten. Es passiert sehr wenig. Es gibt keine Liebesgeschichte, keinen Sex, keinen Humor. Nüchtern betrachtet drängt sich die Frage auf, warum ich das Buch nur so schwerlich aus der Hand legen konnte.
    Gerade weil McCarthy es versteht ohne die möglichsten aber mit den unmöglichsten Zutaten eine Geschichte zu erzählen, die wirklich zu Herzen geht, war es mir von der ersten Seite nur selten möglich das Buch wegzulegen. Gerade weil das Buch auf den ersten Blick so fade erscheint, verbirgt sich auf den zweiten Blick hinter der sich immer wiederholenden trostlosen Monotonie eine Intensität, der man sich nur schwerlich entziehen kann. Die schnörkellos knappe Sprache überlässt dabei sehr viel der eigenen Vorstellungskraft. Die treibende Kraft des Buches ist die Beschreibung der Beziehung zwischen Vater und Sohn, die durch einfachste Sprache und kurze Dialoge herzzerreißender nicht sein könnte, gerade zum Ende des Buches hin. Um mit den Worten auf dem Cover zu schließen: "A work of such terrible beauty that you will struggle to look away." (The Times)
    Uneingeschränkt zu empfehlen!

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