Cormac McCarthy The Road

(59)

Lovelybooks Bewertung

  • 52 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 4 Leser
  • 12 Rezensionen
(38)
(11)
(5)
(3)
(2)

Inhaltsangabe zu „The Road“ von Cormac McCarthy

The searing, post-apocalyptic novel that has instantly established itself as a modern masterpiece

Stöbern in Romane

Die Zweisamkeit der Einzelgänger

Joachim Meyerhoff kann einfach unfassbar toll schreiben!

Alina97

Kleine Stadt der großen Träume

Bewegende und tiefsinnige Geschichte über Freundschaft, Loyalität, Eishockey und die Träume einer kleinen Stadt im Nirgendwo.

ConnyKathsBooks

Schloss aus Glas

4,5 Sterne. Bewundernswert, wie nüchtern, distanziert und ganz ohne Wut und Selbstmitleid die Autorin über Ihre Kindheit und Jugend schreibt

Kleines91

Leere Herzen

Fesselnder Roman über eine erschreckende Zukunftsvision

lizlemon

Kleine große Schritte

Ein Buch mit guter Absicht und grausamer Übersetzung. Mehr dazu in der Rezension.

eelifant

Die Frau im hellblauen Kleid

Eine mitreißende Familiengeschichte mit historischem Hintergrund sorgt für spannende Unterhaltung!

sommerlese

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Cormac McCarthy - Die Straße

    The Road

    Ginger_owlet

    28. February 2017 um 14:01

    Zum Inhalt: In einer postapokalyptischen und fast völlig entvölkerten Welt, die grau ist von Asche, wandern ein Mann und sein Sohn gemeinsam Richtung Süden, in der Hoffnung, an der Küste bessere Chancen aufs Überleben zu haben. Eine Katastrophe hat Pflanzen, Tiere und Menschen vernichtet und die wenigen Überlebenden kämpfen um die letzten Ressourcen. In verlassenen Häusern suchen die beiden nach Essbarem und Nützlichem, um über die Runden zu kommen. Hunger, Kälte und andere Menschen sind ständige Bedrohungen. Eine simple Krankheit oder Verletzung kann das Ende bedeuten. Kann es hier überhaupt so etwas wie ein Happy End geben? Meine Meinung: Ich musste mich an die Sprache zunächst etwas gewöhnen. Lange Aneinanderreihungen von Hauptsätzen, die mit "und" verknüpft sind, sowie kurze, abgehackte Sätze ohne Prädikate dominieren hier. Es wirkt wie ein Reisebericht, sehr distanziert und sachlich, rührt aber trotzdem tief an den Emotionen des Lesers. Letztendlich unterstreicht die Sprache nur die Kulisse: eintönig, völlig befreit von Schnörkeln und reduziert auf das Wesentliche. Die Personen, die in der Geschichte auftauchen, haben alle keinen Namen, was unterstreicht, dass es jeden treffen könnte. Die Geschichte ist sehr düster und trostlos. Es wird nichts beschönigt und viele Szenen haben erschreckende Bilder in mir hervorgerufen. Da ich selbst Mutter bin, weiß ich, wie es sich anfühlt, Angst um das eigene Kind zu haben. Schrecklich. Das Buch wirft viele Fragen auf: Wofür lohnt es sich zu leben? Was passiert, wenn die Welt, wie wir sie kennen, einmal nicht mehr ist? Was wären wir bereit zu tun, wenn es um das nackte Überleben geht? Sind die Dinge, an die wir heutzutage unser Herz hängen, wirklich so wichtig? Sind es nicht vielmehr Menschen, die unser Leben lebenswert machen? Was ist es, was letztendlich unsere Menschlichkeit ausmacht? Dürfen wir Hoffnung haben? Die Geschichte hat mich tief erschüttert und wird sicher noch einige Zeit in mir nachklingen. Ein großartiges Stück Literatur!

    Mehr
  • "We carry the fire."

    The Road

    Lonechastesoul

    24. April 2016 um 00:43

    "By day the banished sun circles the earth like a grieving mother with a lamp." This is an extremely dark tale of a world passed through a proverbial dissolvent. In a scorched and dangerous post-apocalyptic America, an unnamed father and son scavenge for food, look for shelter and try to avoid bandits and people who’ve resorted to cannibalism. The two, pushing along their rusty cart, travel the road simply because they must. The alternative is death. This is my first Cormac McCarthy, and it took a while to adjust to his writing style. There are no dialogue quotes. Sentences are often verb-less. Contractions have no apostrophes. The language is poetic yet not flowery or excessive. This is not a book for everyone – but if you’re looking to add to your Pulitzer Prize winners list or want your friends to believe that you are a super genius while they are reading crap, The Road is short and easy to get through.

    Mehr
  • Die lange, lange Straße

    The Road

    .Steffi.

    24. March 2016 um 20:32

    Irgendwann in der Zukunft in Amerika. Die Welt, so wie man sie kennt, gibt es nicht mehr. Wie und wieso genau bleibt im gesamten Buch mehr oder weniger unklar. Klar hingegen ist, dass die Welt nun dunkel ist, voll von Feuer und Asche. Es gibt kein Licht, keine Tiere mehr, das Leben stirbt langsam vollends aus. Hoffnung gibt es keine mehr. In dieser Welt versuchen ein Vater und sein Sohn nun zur Küste zu gelangen, um den nahenden Winter überleben zu können. Was dieses Buch gefühlstechnisch bei mir ausgelöst hat ist kaum in Worte zu fassen. Als ich anfing zu lesen hätte ich das Buch beinahe nach ein paar Seiten zur Seite gelegt, da es doch einige Wörter beinhaltete, die ich erst einmal hätte nachschlagen müssen. Doch zum Glück!! habe ich weitergelesen. Und dann konnte ich kaum noch aufhören. The Road ist ein wahnsinnig gut geschriebenes Buch. Der Schreibstil hat mich gefesselt, wie es kaum ein anderes Buch zuvor geschafft hat. McCarthy schafft es eine derart bedrückende Stimmung in dem Buch hervorzurufen, dass es mich im Nachhinein gedanklich nicht loslässt. Man fiebert durchweg mit dem Vater und dem Sohn mit, dass sie vielleicht doch irgendetwas finden, was Hoffnung zulassen würde und weiß doch innerlich ganz genau, dass es in einer solchen Welt keine Hoffnung gibt. Wie sehr hatte ich gehofft das Meer an der Küste sei blau. Man fragt sich die ganze Zeit wofür kämpfen die Beiden noch und wünscht sich fast, dass das Ganze doch einfach ein Ende nehmen würde und dennoch will man die Hoffnung nicht ganz verlieren. Von mir gibt es für dieses Buch eine ganz ganz klare Leseempfehlung, obwohl ich selbst dieses Buch wahrscheinlich eine ganze Weile nicht mehr anrühren werde. Doch genau diese Bücher liebe ich: Bücher, die einen emotional so aufwühlen, dass man sie erstmal nicht wieder lesen möchte aber auch garantiert nicht vergisst.

    Mehr
  • Weiter, immer weiter

    The Road

    Fornika

    26. December 2015 um 14:37

    Amerika, irgendwo in der Zukunft. Die Menschheit steht vor ihrem Ende, die Erde ist verbrannt, die Natur zerstört, die Zivilisation quasi zusammengebrochen. Ein Mann und sein Sohn gehen trotzdem ihren Weg, entlang der Straße. Gen Süden, in der Hoffnung auf… ja auf was eigentlich? McCarthys düstere Dystopie hat Kultstatus erreicht, wurde unter anderem mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet, verfilmt und von vielen gelobt, höchste Zeit also sie mal selbst zu lesen. Die Handlung lässt sich kurz zusammenfassen: Mann und Junge wandern auf einer Straße, buchstäblich durchs Nichts, auf dem Weg nach Nirgendwo. Und doch ist The Road viel mehr als reduzierte Handlung. Eine berührende Geschichte über Vater-Sohn-Beziehungen. Eine Geschichte über Hoffnung und starken Willen. Ein düsterer Blick auf das, was die Menschheit so schön Zivilisation und Nächstenliebe nennt. Oder zumindest das, was davon im Ernstfall übrig bleibt. Eine Betrachtung der kleinen Details des Lebens. Ein Buch mit einer reduzierten, klaren, aber gleichzeitig unglaublich intensiven Sprache, die doch so viel mehr ausdrückt als es 1000 blumige Worte gekonnt hätten. Eine deprimierende Endzeitatmosphäre, die einen bedrückt und nachdenklich macht. McCarthy kommt ohne Kapitel aus, ohne Anführungszeichen etc. und gibt so dem Buch ein ähnlich trübes Aussehen wie der Welt selbst. Vater und Sohn bleiben namenlos, einfach weil Namen nicht mehr wichtig sind in dieser Welt aus Asche und Rauch. Zuerst fragt man sich schon warum die Welt so ist wie sie ist. Doch das tritt irgendwann in den Hintergrund, viel wichtiger die Frage ob und wie die beiden weiterleben können, während man gleichzeitig überlegt ob der Tod nicht doch gnädiger für beide wäre. The Road hat mich auf ganzer Linie überzeugt, gerade weil McCarthy mit wenig so unglaublich viel ausdrückt.

    Mehr
  • Ein Buch wie ein Schwarzes Loch ...

    The Road

    brudervomweber

    Die Straße. Der Mann. Der Junge. Hunger. Kälte. Furcht. Misstrauen. Hunger. Kälte. Todesangst. Der Junge. Der Mann. Die Straße. Cormac McCarthys Roman über die Reise eines Vaters mit seinem Sohn am Ende der Zeit, ins graue Zwielicht des Weltuntergangs, ohne Hoffnung, ohne Ziel, ohne Sinn zu lesen, ist wie von einem Schwarzen Loch angezogen zu werden. Man stürzt hinein in die Beschreibung dessen, was „der Mann“ und „der Junge“ tun. Ohne zu wissen, welchem Ziel sie entgegenstreben, ohne zu wissen, ob sie es erreichen werden, ob es überhaupt existiert. Auf der Flucht vor der Kälte, dem Hunger, vor anderen Menschen, drehen sich Vater und Sohn nur um sich selbst. Sie tragen die Fackel, sie sind die Guten. Die anderen … sind die anderen. Der Mann wird sterben, er weiß es. Die Welt ist längst verloren, der Junge hat sie nie gekannt, fühlt auch nicht ihren Verlust, der Mann berichtet ihm von dem Leben der toten Dinge, welche die beiden finden, deren Vergangenheit sie anweht in den verlassenen Städten und Häusern, den toten Wäldern und Wiesen, den Resten der aus vergessenen Gründen und unter vergessenen Umständen untergangenen Welt. Er ist selbst diese untergegangene Welt. Die neue Welt, durch die der Mann und der Junge wandern, ist grau und kalt, tot. Jeder Tag ist der letzte, und der nächste kein Geschenk. Es gibt keine Hoffnung, nur das Durchhalten, füreinander, miteinander. THE ROAD ist deprimierend, aber es schürt im Leser auch die kleine Flamme Hoffnung, allein dadurch, dass es ihn mit auf diese Reise ohne Wiederkehr nimmt, ihn zwingt, diesem Road-Trip beizuwohnen, den kurzen und pointierten Gesprächen, den verblassenden Erinnerungen des Mannes, der langsamen Emanzipation des Jungen von seinem Beschützer, seinem Erwachsenwerdenmüssen in einer feindlichen Welt, in der man nur überlebt, um zu überleben. Oder um später zu sterben. Der Roman verzichtet auf eine Handlung, er konzentriert sich auf das notwendige Handeln des Mannes, der die einzig verbliebene autonome Tat, das letzte wirkliche Handeln, scheut. Wir müssen weiter. Manch einer mag das Buch entsetzt über seine Dunkelheit und den Blick ins Leere, den es gewährt, weglegen. Ich konnte den Mann und den Jungen nicht alleine lassen. Nicht auf dieser Reise. Ich wäre ihnen über Tausende von Seiten gefolgt. Das musste ich nicht, aber ich wäre es. Schritt um Schritt um Schritt.

    Mehr
    • 2
  • Carry the Fire

    The Road

    rikku_revenge

    05. May 2013 um 11:47

    Inhalt: In einer dunklen und tristen post-apokalyptischen Welt wandern ein Vater und sein Sohn eine mit Asche bedeckte Straße entlang, immer mit dem Ziel vor Augen, die südliche Küste zu erreichen - und damit einen besseren Ort. Doch was ist von der Welt, wie man sie einst gekannt hat, noch übrigegeblieben? Tagsüber ist es grau, die Sonne nicht zu sehen, überall liegt Asche herum, tote Bäume reihen sich aneinander und alles scheint verlassen und verbrannt. Die beiden treffen vereinzelt auf Menschen, die sich aber meist als Kannibalen oder Diebe herausstellen, deren einziger Instikt zu Überleben ist, komme was wolle. Hoffnung erfährt der Leser nur durch die enge Liebe von Vater und Sohn, die gemeinsam das Feuer in sich tragen. Doch wie lange wird dieses Feuer noch brennen in dieser alles verschlingenden Dunkelheit? Meine Meinung: Auch dieses Buch habe ich im Rahmen meines Apokalypse-Seminar gelesen. Vorher hatte ich zwar schon von dem gleichnamigen Film gehört, mich aber nie weiter damit beschäftigt. Nun, nach der Lektüre bin ich zwiegespalten. Zuerst einmal: Während dem Lesen ist mir besonders McCarthys schnörkelloser Schreibstil aufgefallen. Er lässt unwichtige und detaillierte Beschreibungen meist weg und konzentriert sich nur auf das Wesentliche. Die Welt, die er beschreibt ist ja im Endeffeckt genau so: Trist und ohne große Besonderheiten. Er verwendet sehr oft die Worte 'grau' oder 'tot' oder 'Asche' - alles negative Sachen. Wenn er aber doch einmal auf etwas Besonderes aufmerksam machen will, so tut er dies meit mit einer detaillierteren Beschreibung und der Farbe 'weiß'. Außerdem kommen auch in diesem Werk wiederkehrende Motive vor, die sich in fast allen Büchern McCarthys verstecken: Der Weg nach Süden, der Blick auf das weite Land von oben herab, die freie Bewegung auf der Straße und gleichzeitig die Einschränkung durch den Aufenthalt in einem Haus. Alles Merkmale von seinen Büchern. Die Beziehung von Vater und Sohn hat mich wirklich berührt. In dieser dunklen und tristlosen Welt hat sie die Hoffnung auf bessere Tage am Leben erhalten. Das Feuer ist dank ihnen auch für mich nie ausgegangen. Jetzt aber zum Ende: Ich musste am Ende wirklich schniefen und habe mitgelitten, aber nach dem Lesen der letzten Seite hätte ich das Buch am liebsten aus dem Fenster geworfen. Das war kein Ende. Zumindest nicht für mich. RAAAAAAAAAAAAAGE!!! Fazit: The Road ist ein ergreifendes Buch, das zum Nachdenken anregt. Würden wir einer der "good guys" sein, oder unbemerkt zu den "bad guys" werden? Hätten auch wir die Kraft jeden Morgen aufzustehen und den hoffnungslosen Kampf für eine bessere Welt fortzusetzen? Mögen wir das Feuer stets in uns tragen.

    Mehr
  • Rezension zu "(The Road) By McCarthy, Cormac (Author) Paperback on 28-Mar-2007" von Cormac McCarthy

    The Road

    Bücherwurm

    08. January 2012 um 23:43

    Wie konnte ich nur auf die Idee kommen, diesen Endzeit-Thriller im Original zu lesen? Fast ein halbes Jahr habe ich gekämpft, heute bin ich fertig geworden. Keine Ahnung, was ich mir vorgestellt hatte. Oder sagen wir: Alles, nur nicht das! Mal abgesehen davon, dass ich jedes 2. Wort nachblättern musste, es ist ein Buch ohne Hoffnung. Was auch immer der Autor empfunden hat, mehr als maximal 30 Seiten am Stück konnte ich nicht lesen. Etwas ähnliches ist mir in meiner langen Lebenszeit nicht begegnet, ich hoffe auch, dass ich etwas ähnliches nicht mehr lesen muss. Es handelt von einem kranken Vater mit kleinem Sohn, vielleicht so 5 oder 6 Jahre alt. Die Welt ist komplett zerstört. Es bleibt offen, was passiert ist, denn offensichtlich wissen die wenigen Überlebenden selbst nicht, was eingetreten ist. Alles ist defekt, es gibt keinen Strom, kein Wasser, keine Lebensmittel, keine Verbindung, kaum noch Menschen, keine Tiere, keine Pflanzen. Alles ist verbrannt oder komplett zerstört. Der Vater ist mit dem Sohn auf der Wanderschaft, Richtung Süden, Richtung Meer. Was es da allerdings geben soll, oder warum der Vater ruhelos den Weg in Richtung Süden sucht, bleibt ungewiss und offen. Die Sonne scheint nie, es regnet einen unangenehmen, sehr kalten Regen. Ab und zu schneit es. Es ist bitterkalt. Abgemagert und ausgehungert versuchen die Beiden am Leben zu bleiben. Ob es gelingt, welche wenigen Glücksmomente die beiden haben, wie es dem Leser langsam Stück für Stück klar wird, dass da keine Handlung im eigentlichen Sinne kommt, keine Gespräche, keine Hoffnung, das lasse ich mal offen. Ich habe jedenfalls lange gebraucht, um wirklich im Buch anzukommen, umso erschreckender ist die Erkenntnis über das Dasein, das dann folgt. Welchen Sinn hat das Leben, warum kämpft man darum, wenn es doch keine Aussicht und keine Erfolge zu verbuchen gibt? Ich bin froh, dass ich es gelesen habe, ich denke, es ist eines der wenigen Bücher, die mich den Rest meines Lebens innerlich begleiten werden, ich frage mich immer nur wieder, wie der Autor das durchhalten konnte, 307 lange Seiten ein so düsteres und unheilvolles Buch zu schreiben ohne jemals einen Hoffnungsschimmer einzubauen. Eine beeindruckende Leistung! Ich würde spontan das Buch niemandem empfehlen, der generell zu depressiven Stimmungen neigt!

    Mehr
  • Rezension zu "The Road" von Cormac McCarthy

    The Road

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    "The Road" ist ein erschütterndes, bedrückendes, ermattendes Buch, es lässt einen ohne Hoffnung zurück. Es schildert das düsterste post-apokalyptische Szenario, das man sich vorstellen kann und obgleich eigentlich sehr wenig geschieht außer durch Asche zu laufen und nach Nahrung zu suchen ist es sehr fesselnd, denn man wünscht sich so sehr, dass Vater und Sohn eine bessere Welt finden. Aber es ist eine Beckettsche Welt, durch die sie da laufen … Die Erzählung ist größtenteils sehr sachlich, beschränkt sich meist auf Handlungen und Worte, Gefühle und Gedanken werden nur selten, dann aber sehr poetisch beschrieben und dennoch drückt Cormac McCarthy die Empfindungen so klar durch nur wenige Worte und Gesten aus. Durch reine Beschreibungen erschafft er ein ungeheuer trostloses Bild einer verlorenen Welt und gleichzeitig die innige Beziehung zwischen einem Mann und einem Jungen (Namen werden nie genannt), die sehr berührend ist. Ganz subtil schwingen da Aussagen und Gefühle unter der Oberfläche. Und ganz besonders dieser Junge wird in seiner noch naiven und hoffnungsvollen und doch schon so abgeklärten, melancholischen und lebensmüden Kindlichkeit ganz wunderbar eingefangen. Ein meisterhaftes Buch, wenn in seiner Grundidee auch wenig originell.

    Mehr
    • 4
  • Rezension zu "The Road" von Cormac McCarthy

    The Road

    Nele

    06. January 2010 um 12:19

    In dem Endzeitroman "The Road" von Cormac McCarthy begleitet man einen Vater mit seinem Sohn auf einer Straße gen Süden. Die Welt ist lange vorher "untergegangen" nach einem einschlägigen Ereignis welches nicht näher beschrieben wird. Die beiden sind zwei der wenigen Überlebenden und sie versuchen sich am Leben zu erhalten und sich vor den Straßenräubern und "bösen Jungs" zu schützen. ... Dieses Buch hat mich sehr überrascht. Gelesen habe ich es aus zweierlei Gründen: erstens kommt dieses Buch als Verfilmung bald in die Kinos und zweitens wurde es in einer großen Sonntagszeitung als ein der besten Bücher des Jahrzehnts gelobt. Das machte mich neugierig. Ich finde den Schreibstil des Autors anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, abgehackte wörtliche rede ohne satzzeichen und apostrophe, usw. Jedoch ist die Geschichte so simpel und doch so tiefgründig. Es ist faszinierend wie man mit der kleinen einsamen Familie mitfiebert, dass sie doch hinter der nächsten Biegung etwas zu essen findet, dass in dem Haus in das sie eindringen nicht doch einer von den "bösen Jungs" im Hinterhalt hockt, dass der kleine Junge überlebt. Lange fragte ich mich, ob es in dieser Geschichte überhaupt ein Happy End à la "I am Legend" geben kann. Ich war überrascht. Alles in Allem würde ich sagen, dass man dieses Buch durchaus lesen sollte. Es zeigt eine düstere Zukunft, die so wohl keiner erleben möchte. Eventuell öffnet das dem einen oder anderen die Augen. Nicht umsonst wurde McCarthy als einer der 50 Personen die die Erde retten könnten nominiert.

    Mehr
  • Rezension zu "The Road" von Cormac McCarthy

    The Road

    luci

    17. September 2009 um 19:11

    Das Buch ist zwar sehr deprimierend und somit weder für absolut heitere Sommertage, noch für absolut düstere Wintertage geeignet. Das Englisch ist sehr angenehm und einfach verständlich zu lesen und übermittelt somit auch die tatsächlichen Gefühle der Protagonisten, sowie die Infos zwischen den Zeilen! Insgesamt also sehr düster, aber durchaus zu empfehlen.

  • Rezension zu "The Road" von Cormac McCarthy

    The Road

    TripleF

    02. September 2008 um 23:56

    Bedrückendes, aber großartiges geschriebenes Buch mit eigenem Stil. Eines der wenigen Bücher das mir noch Tage nach dem Fertiglesen im Kopf herumrumschwirrte.

  • Rezension zu "The Road" von Cormac McCarthy

    The Road

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    14. August 2007 um 11:31

    Der Autor Cormac McCarthy ist kein Mann vieler und vor allem langer Worte. Ich hatte Gelegenheit [i]No Country For Old Man[/i] (Kein land für alte Männer) und [b]The Road[/b] (Die Straße) auf einer längeren Zugsfahrt hintereinander lesen zu können und es ist wirklich erstaunlich wie grundverschieden beide Bücher waren. Ist das erste Buch ein blutiger Neo-Western könnte man das zweite einen Si-Fi Roman nennen. Dies ist aber nur oberflächlich, vor allem bei The Road, wo McCarthy in die Rolle eines Wissenschaftlers zu schlüpfen scheint der das menschliche Wesen studiert. Wie ein Naturfilmer ist er mit der Kamera immer ganz nahe dabei, ob Vater und Sohn am Feuer sitzen oder die Straße entlang wandern der Autor ist ihnen immer auf den Versen und hält in seiner Sprache das wesentliche fest. Ohne jedoch, und hier liegt die Meisterschaft in diesem Buch, einen Kommentar aus dem Off zu geben. Der imaginäre Wissenschaftler weiß nicht wo die beiden herkommen oder hingehen, wie sie heißen oder wie alt sie sind noch welche Katastrophe der Erde widerfahren ist. All dies ist jedoch uninteressant denn nicht das Individuum ist es was das Buch bestimmt sondern das große ganze, das Zusammenspiel zwischen den einzelnen, muss man schon fast sagen, Lebewesen und Gegebenheiten. Was geschieht nach solch einer Katastrophe wirklich? Da ist keine Zeit für Heldenmut oder intergalaktische Schlachten gegen Alienhorden. Nein, nicht in den Büchern McCarthy´s. Da müssen die Menschen schon sehen wie sie selbst, ohne die Hilfe des Schriftstellers, zurecht kommen und das kann, wie im Fall dieses Buches, wirklich sehr schmerzvoll für den Leser sein. Ein Vater der nicht die Kraft aufbringt seinen Sohn zu erschlagen um ihm somit den Tage und Wochen währenden Kampf ums Überleben zu ersparen. Schon alleine der Gedankengang löst beim Leser Gänsehaut aus aber was soll der Vater sonst machen wenn er nur noch eine einzige Kugel im Revolver hat? [b]The Road[/b] ist eine Geschichte die einen noch lange nach dem lesen beschäftigen wird denn jeder weiß daß, wenn er es nur als alternative Zukunftsfiktion abtut, er sich insgeheim selbst belügt. Das Buch ist in seiner Art so schmerzlich nahe an einer möglichen Realität wie es nur selten zuvor ein Buch dieses Genres war. Fast bedaure ich das es mittlerweile schon verfilmt wurde und spätestens nach dem Kinostart in Europa* der große Rummel darum beginnen wird. Gerade weil es nicht uneingeschränkt empfohlen werden kann und nicht alle Leser mit dem Werk zufrieden sein dürften gilt es noch als Geheimtipp. *Der US Start der Verfilmung ist für den 26.11.2008 angesetzt. In den Hauptrollen ua.Viggo Mortensen, Kodi Smit-McPhee und Charlize Theron

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks